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Zum Frühstück schneiden Sie zwei Scheiben vom Weizenbrot ab und streuen einen Löffel Leinsamen über das Müsli. Ein wenig Cadmium landet jedes Mal mit auf dem Löffel. Getreide liefert laut Bundesinstitut für Risikobewertung 40 bis 50 Prozent des Cadmiums, das Menschen in Deutschland mit der Nahrung aufnehmen. Auf Europas Äcker bringt der Phosphatdünger nach Zahlen des Europäischen Parlaments mehr als die Hälfte des Schwermetalls.

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Am 2. Oktober hat Frankreich im Journal officiel festgelegt, dass Phosphatdünger ab 2027 höchstens 60 Milligramm Cadmium je Kilogramm Phosphat enthalten dürfen, ab 2030 nur noch 20. Bisher erlaubte das Land 90 Milligramm.

Diese Stoffgeschichte folgt dem Metall von einer Apothekenprüfung in Norddeutschland über die Reisfelder am japanischen Fluss Jinzū bis zu den Solarfabriken von First Solar und den Weizenfeldern in Deutschland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anlass: Frankreich senkt den Cadmium-Grenzwert für Phosphatdünger in drei Stufen von 90 auf 20 Milligramm je Kilogramm Phosphat. Die EU hätte ihren eigenen Grenzwert von 60 Milligramm bis zum 16. Juli 2026 überprüfen müssen.
  • Der Rohstoff: Cadmium hat keine eigene Mine. Das Metall steckt mit rund 0,03 Prozent in Zinkerzen und fällt in Zinkhütten nebenbei an, 2025 weltweit rund 23.000 Tonnen.
  • Der Markt: China erzeugte 2025 rund 41 Prozent des raffinierten Cadmiums. Ein Kilo kostete im Jahresmittel 3,47 Euro, der ganze Weltmarkt ist rechnerisch rund 80 Millionen Euro wert.
  • Die deutsche Lage: Getreide liefert 40 bis 50 Prozent des Cadmiums, das Menschen in Deutschland mit dem Essen aufnehmen. Phosphatdünger dürfen hierzulande bis zu 50 Milligramm je Kilogramm Phosphat enthalten.

Kurzer Härtetest: Kennen Sie Cadmium wirklich?

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Cadmium im Härtetest
Testen Sie Ihr Vorwissen, die Auflösung liefert der Artikel.
1 Worin fand der Göttinger Chemiker Friedrich Stromeyer 1817 das unbekannte Metall? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Stromeyer untersuchte Zinkoxid, das sich beim Erhitzen gelbrot färbte. Den Namen leitete er von Cadmia ab, einer alten Bezeichnung für Galmei, ein Zinkerz.
2 Welches Land erzeugte 2025 das meiste raffinierte Cadmium? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Der U.S. Geological Survey schätzt Chinas Erzeugung auf 9.500 von weltweit 23.000 Tonnen. Südkorea folgt mit 4.300 Tonnen, Kanada liegt bei 1.300 Tonnen.
3 Was kostete ein Kilo Cadmium 2025 im Jahresmittel auf dem Weltmarkt? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der USGS nennt ein Jahresmittel von 3,90 Dollar, umgerechnet 3,47 Euro je Kilo. Cadmium ist ein Billigmetall, weil Zinkhütten das Metall ohnehin erzeugen.
4 Welche Lebensmittelgruppe liefert laut BfR das meiste Cadmium in der Ernährung der Deutschen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Getreide und Getreideprodukte machen 40 bis 50 Prozent der Aufnahme aus, vor allem Brot, Brötchen und Nudeln aus Weizen. Kartoffeln kommen auf 13 bis 15 Prozent.
5 Bis wann durften Hersteller in der EU Cadmium-Akkus für schnurlose Elektrowerkzeuge verkaufen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Die Ausnahme in der Batterierichtlinie lief am 31. Dezember 2016 aus. 2025 brachten Hersteller im deutschen Rücknahmesystem für Werkzeugakkus nur noch 9 Tonnen Nickel-Cadmium-Akkus in Verkehr.

Was ist Cadmium und wie entsteht das Metall?

Cadmium ist ein silbrig glänzendes Schwermetall mit der Ordnungszahl 48. Eine eigene Lagerstätte hat das Element praktisch nie: Cadmium sitzt in winzigen Mengen im Kristallgitter der Zinkblende und gelangt erst in der Zinkhütte als Nebenprodukt ans Licht.

In der Erdkruste kommen auf eine Million Teile im Schnitt 0,08 Teile Cadmium, gibt die Royal Society of Chemistry an. Das Metall schmilzt bei 321 Grad und ist mit einer Dichte von 8,69 Gramm je Kubikzentimeter etwas schwerer als Eisen.

In Verbindungen tritt Cadmium fast immer zweiwertig auf, genau wie sein chemischer Verwandter Zink. Das einzige eigene Erzmineral ist der gelbe Greenockit, ein Cadmiumsulfid. Abbauwürdige Vorkommen bildet das Mineral nicht.

Weil sich die Atome von Cadmium und Zink chemisch ähneln, nimmt die Zinkblende beim Auskristallisieren das fremde Metall gleich mit auf. Laut dem U.S. Geological Survey (USGS) enthalten typische Zinkerze im Mittel rund 0,03 Prozent Cadmium, also 300 Gramm je Tonne Erz.

Gefördert wird Cadmium darum nie um seiner selbst willen. Bergleute holen Zinkerz aus der Grube, Aufbereitungsanlagen machen daraus Konzentrat, und erst die Zinkhütten, die das Metall für den Rostschutz erzeugen, trennen das Cadmium ab.

Der USGS beschreibt den Ablauf nüchtern: An Zinkhütten wird das Cadmium entweder gewonnen oder als Teil eines Abfallstroms behandelt.

Weltreserven nennt der USGS für Cadmium nicht. Wie viel Cadmium die Erde hergibt, hängt allein davon ab, wie viel Zink die Welt verhüttet.

Rohcadmium fällt in der Hütte als erstes Zwischenprodukt an, raffiniertes Cadmium erreicht eine Reinheit von 99,95 Prozent und mehr. Für diese Ware ermittelt der Preisdienst Fastmarkets den Weltmarktpreis, den der USGS als Jahresmittel veröffentlicht.

Förderkosten im üblichen Sinn kennt Cadmium nicht, weil Grube und Hütte vom Zink leben. Findet sich kein Abnehmer, wird das Metall nach Angaben des US-Forschungslabors NREL von 2003 zementiert, vergraben, gelagert oder als Sondermüll deponiert.

Ein Rohstoff, der sich notfalls im Beton entsorgen lässt, hat einen anderen Charakter als Gold oder Lithium.

Auf den Punkt

Cadmium steckt mit rund 0,03 Prozent im Zinkerz und entsteht als Nebenprodukt der Zinkhütte. Die Menge richtet sich nach dem Zinkbedarf, nicht nach der Nachfrage nach Cadmium.

Wer entdeckte Cadmium und wie begann der Rausch?

Ein Glasfläschchen mit gelbem Pulver, einem Korkverschluss, einem orangefarbenen Anhänger und einem kleinen orangefarbenen Kegel daneben auf weißem Hintergrund
Friedrich Stromeyer fand Cadmium 1817 in Zinkoxid, das beim Erhitzen gelbrot wurde.

Entdeckt hat Cadmium 1817 der Göttinger Professor Friedrich Stromeyer, als Generalinspektor der Apotheken im Königreich Hannover. Gefragt war das Metall erst Jahrzehnte später, als Maler das leuchtende Cadmiumgelb und Ingenieure den Nickel-Cadmium-Akku für sich entdeckten.

Stromeyer untersuchte Zinkoxid, das beim Erhitzen gelbrot wurde, obwohl reines Zinkoxid weiß bleibt. Im Pulver fand er ein unbekanntes, dem Zink verwandtes Element, berichtet die Neue Deutsche Biographie. Den Namen leitete er von Cadmia ab, dem alten Handelsnamen für Galmei, ein zinkhaltiges Erz.

Das verdächtige Zinkoxid stammte aus der Chemiefabrik von Carl Samuel Hermann in Schönebeck. Der Magdeburger Apothekeninspektor Johann Christian Hermann Roloff hatte im September 1817 Arsen darin vermutet.

Berliner Gutachter schlugen 1818 „Klaprothium“ vor, Carl Karsten in Berlin nannte das Metall „Melinium“. Durchgesetzt hat sich Stromeyers Name, das er im Oktober 1818 in den Annalen der Physik veröffentlichte.

Ab etwa 1840 kamen Cadmiumpigmente in Gebrauch. Cadmiumsulfid ergibt ein kräftiges Gelb, mit Zink wird der Ton heller, mit Selen wandert er zu Orange und Rot. Die Pigmentdatenbank ColourLex weist das Gelb nach in Claude Monets späten Seerosen, in Edvard Munchs „Der Schrei“ und bei Henri Matisse.

Waldemar Jungner entwickelte um 1899 den Nickel-Cadmium-Akku und gründete 1900 in Schweden seine eigene Akkumulatorenfirma. Aus dem Unternehmen in Oskarshamn ist der heutige Batteriehersteller Saft hervorgegangen, der weiter Nickel-Cadmium-Akkus baut.

Mit dem Akku bekam Cadmium den Platz, den das Metall bis heute hält. Noch 1995 gingen nach einer Erhebung des Marktforschers Roskill rund 65 Prozent des Verbrauchs in Nickel-Cadmium-Akkus, 17 Prozent in Pigmente und 10 Prozent in Stabilisatoren für Kunststoffe. Akkuschrauber liefen über Jahrzehnte mit dem Metall aus der Zinkhütte, bis die EU den Einsatz in schnurlosen Elektrowerkzeugen Ende 2016 beendete.

Auf den Punkt

Cadmium wurde 1817 bei einer Apothekenkontrolle in Norddeutschland gefunden. Groß wurde das Metall mit Malerfarben ab 1840 und mit dem Nickel-Cadmium-Akku, den Waldemar Jungner um 1899 entwickelte.

Wie hat Cadmium die Weltkarte verändert?

Ein Cadmium-Barren mit einer Cd-Kette und Warnschild vor weißem Hintergrund
Cadmium fällt in Zinkhütten an, China erzeugte 2025 rund 41 Prozent des raffinierten Metalls.

Cadmium hat keine Grenze verschoben und keinen Staat gegründet. Seine Geopolitik verläuft über andere Stoffe: Zink liefert das Metall, an Tellur aus China hängt die Cadmium-Solarzelle, und Rohphosphat bringt das Gift auf Europas Äcker.

Kolonialreiche, Grenzkriege und Verstaatlichungen wie beim Öl oder Kupfer kennt die Geschichte des Cadmiums nicht. Ein Rohstoff, der nur als Beifang anfällt und unter vier Euro je Kilo kostet, lohnt keinen Feldzug. Abhängig macht das Metall trotzdem, über Zink, Tellur und Phosphat.

Ein Metall ohne eigene Mine

Die Landkarte des Cadmiums ist die Landkarte der Zinkhütten. Nach Schätzung des USGS erzeugte China 2025 rund 9.500 der weltweit 23.000 Tonnen raffinierten Cadmiums, also 41 Prozent. Mit Südkorea, das auf 4.300 Tonnen kommt, liefern zwei Länder rund 60 Prozent der Weltproduktion.

Japan und Kanada folgen mit je 1.300 Tonnen, Kasachstan mit 1.100 Tonnen, Mexiko und Russland mit je 1.000 Tonnen. In Europa produzieren die Niederlande, Polen, Norwegen, Bulgarien und Deutschland, das der USGS für 2025 auf 220 Tonnen schätzt. Ein Kartell wie die Opec fehlt. Weder die EU noch die USA führen Cadmium auf ihren Listen kritischer Rohstoffe, Zink und Tellur stehen auf der US-Liste von 2025.

Japan zahlt den Preis

Am Fluss Jinzū in der Präfektur Toyama meldeten Ärzte 1955 eine „seltsame Krankheit“. Die Betroffenen litten unter Knochenschmerzen und brüchigen Knochen, die Krankheit bekam den Namen Itai-Itai, auf Deutsch etwa „Aua-Aua“. 1968 stellte das japanische Gesundheitsministerium fest, dass chronische Cadmiumvergiftung zuerst die Nieren und dann die Knochen geschädigt hatte.

Als einzige Quelle machte das Ministerium das Abwasser der Kamioka-Mine des Konzerns Mitsui Mining and Smelting aus. Mit dem Wasser des Jinzū bewässerten die Bauern flussabwärts ihre Reisfelder.

Bis Ende 1992 erkannten die Behörden laut japanischem Umweltministerium 130 Patienten an, von denen damals noch elf lebten.

Pekings Hebel heißt Tellur

Am 4. Februar 2025 stellte Chinas Handelsministerium die Ausfuhr von Wolfram, Tellur, Bismut, Molybdän und Indium unter Genehmigungspflicht. Die Liste erfasst ausdrücklich auch Cadmiumtellurid, den Halbleiter in Dünnschicht-Solarmodulen, samt der Technik zu seiner Herstellung, berichtete das Fachmagazin pv magazine.

Laut der chinesischen Investmentbank Dongguan Securities erzeugte China 2024 rund 76,5 Prozent des raffinierten Tellurs der Welt. Der US-Hersteller First Solar, führend bei Cadmiumtellurid-Modulen, nennt Rohstoffpreise und Exportkontrollen für Tellur seit Juli 2026 ausdrücklich unter seinen Geschäftsrisiken.

Europas Hütten unter Strompreisdruck

Zinkhütten brauchen viel Strom für die Elektrolyse. Die Nordenhamer Zinkhütte von Glencore, die letzte in Deutschland, stand laut Lagebericht 2024 wegen der Energiekrise vom 1. November 2022 bis Mitte Februar 2024 still. Mit jeder ruhenden Zinkhütte versiegt auch eine europäische Cadmiumquelle. Die Hütte von Ruhr-Zink in Datteln war schon Ende 2008 stillgelegt worden.

Phosphat aus Marokko oder Russland

Die schärfste geopolitische Frage stellt Cadmium heute auf dem Acker. Rohphosphat aus den Sedimentgesteinen Marokkos enthält zwischen 1 und 150 Milligramm Cadmium je Kilogramm Gestein, Rohphosphat aus magmatischem Gestein unter 5 Milligramm, schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS) in seinem Briefing vom Juli 2026.

Magmatische Lagerstätten liegen vor allem in Russland und, in kleinerem Umfang, in Finnland.

LieferlandCadmium im RohphosphatEU-Einfuhr 1. Quartal 2026
Russlandniedrig (magmatisch)53,8 Millionen Euro, plus 28 Prozent zum Vorjahresquartal
Marokkohoch (sedimentär)47,7 Millionen Euro
Ägyptenmittel bis hoch11,6 Millionen Euro
Finnlandniedrig (magmatisch)deckt weniger als 10 Prozent des EU-Bedarfs
Quelle: European Parliamentary Research Service, Briefing „Cadmium contamination in the EU“ vom 15.07.2026

Die Zahlen beschreiben ein Dilemma. Je strenger Europa beim Cadmium wird, desto attraktiver wird russisches Rohphosphat, obwohl die EU mit ihrem Aktionsplan für Düngemittel gerade von Russland unabhängiger werden will.

Im ersten Quartal 2026 stiegen die Einfuhren aus Russland gegenüber dem Vorjahresquartal um 28 Prozent, auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn. Russland lag damit vor Marokko.

Ressourcen schaffen Abhängigkeiten, und beim Cadmium läuft die Abhängigkeit über Bande. Wer das Schwermetall aus dem Brot halten will, braucht sauberes Phosphat, und das kommt in großen Mengen ausgerechnet aus Russland, von dem sich die EU lösen möchte. Auf ihrer Liste kritischer Rohstoffe führt die EU Phosphatgestein, Cadmium nicht.

Erzeugerländer und Abhängigkeiten
Wo Cadmium entsteht und welche Stoffe die Macht verteilen
Raffiniertes Cadmium 2025 in Tonnen, weltweit rund 23.000 Tonnen (Schätzung des U.S. Geological Survey). Das Metall fällt als Nebenprodukt in Zinkhütten an.
China
9.500 t
Südkorea
4.300 t
Japan
1.300 t
Kanada
1.300 t
Kasachstan
1.100 t
Russland
1.000 t
Niederlande
600 t
Deutschland
220 t
Abhängigkeiten rund um das Metall
Zinkerz→Zinkhütte
Rund 0,03 Prozent Cadmium im Erz. Ohne Zinkverhüttung gibt die Welt kein neues Cadmium her.
China→Weltmarkt
Seit Februar 2025 Ausfuhr von Tellur und Cadmiumtellurid nur mit Genehmigung. China erzeugte 2024 rund 76,5 Prozent des Tellurs.
Russland→EU
Cadmiumarmes Rohphosphat für 53,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2026, 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Marokko→EU
Rohphosphat aus Sedimentgestein für 47,7 Millionen Euro, mit höheren Cadmiumgehalten.
Deutschland→USA
33 Prozent der US-Einfuhren von Cadmium in Rohform kamen 2021 bis 2024 aus Deutschland.
EU-Rohstoffliste
Phosphatgestein gilt als kritischer Rohstoff, Cadmium nicht.

Warum ist Cadmium für die Weltwirtschaft so wichtig?

Metallklumpen (150 g) auf Waage mit Preisschild (3,47 €) auf Weiß
Ein Kilo Cadmium kostete 2025 im Jahresmittel 3,47 Euro, der Weltmarkt ist rund 80 Millionen Euro wert.

Gemessen am Geld ist Cadmium ein Zwerg: 23.000 Tonnen zu 3,47 Euro je Kilo ergeben rechnerisch rund 80 Millionen Euro im Jahr. Wichtig wird das Metall dort, wo kleine Mengen große Folgen haben, in Industrieakkus, Solarmodulen und vor allem im Essen.

Nach den Jahresmitteln des USGS kostete ein Kilo 2021 umgerechnet 2,27 Euro, 2023 dann 3,61 Euro, 2024 mit 3,66 Euro am meisten. Für 2025 schätzt der USGS 3,47 Euro. Gehandelt wird das Metall nicht an einer Börse, sondern frei zwischen Hütten und Händlern, in Dollar, in Partien von zehn Tonnen und einschließlich Fracht und Versicherung bis zum Hafen.

JahrWeltmarktpreis je Kilo (Jahresmittel)in Dollar
20212,27 Euro2,56 Dollar
20223,04 Euro3,42 Dollar
20233,61 Euro4,06 Dollar
20243,66 Euro4,12 Dollar
2025 (Schätzung)3,47 Euro3,90 Dollar
Quelle: U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries 2026. Dollar umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.10.2026 (1 Euro = 1,1253 Dollar).

In China melden Händler im Oktober eine starke Nachfrage. Eine Hütte in Ostchina verkaufte Rohcadmium Mitte Oktober im Bieterverfahren zu rund 27.500 Yuan je Tonne, umgerechnet etwa 3,65 Euro je Kilo, berichtet der Branchendienst Shanghai Metals Market (SMM). Marktteilnehmer nannten den Preis relativ hoch. Wenige Tage zuvor hatte die Baiyin Nonferrous Group rund 220 Tonnen Rohcadmium verkauft, fast ein Prozent der Weltjahresproduktion in einem einzigen Bieterverfahren.

Im September hatte SMM für eine Hütte in Henan bei einem ähnlichen Preis noch von Schwäche gesprochen.

Wofür die Welt ihr Cadmium heute genau verbraucht, lässt sich nicht beziffern. Der USGS nennt Nickel-Cadmium-Akkus als Hauptverwendung, dazu Legierungen, Beschichtungen, Pigmente und zunehmend Halbleiter. Aktuelle Prozentanteile veröffentlicht die Behörde nicht, und eine jüngere belastbare Aufschlüsselung haben wir nicht gefunden.

Nur wenige Branchen stünden ohne Cadmium still. Die Luftfahrt braucht cadmierte Verbindungselemente, Industrieakkus aus Nickel und Cadmium schätzen Betreiber laut USGS wegen ihrer Zuverlässigkeit und Lebensdauer, die Dünnschicht-Solarindustrie braucht Cadmiumtellurid.

Die wichtigste Abhängigkeit verläuft allerdings in die Gegenrichtung: Die Zinkindustrie muss ihr Cadmium loswerden, ob der Markt das Metall braucht oder nicht.

Für die USA ist Deutschland ein wichtiger Lieferant. Nach USGS-Daten stammten von 2021 bis 2024 rund 33 Prozent der US-Einfuhren von Cadmium in Rohform aus Deutschland. Wie viel Cadmium Deutschland insgesamt ein- und ausführt, haben wir in den öffentlichen Handelsdaten nicht verlässlich ermitteln können.

Auf den Punkt

Der ganze Cadmiummarkt ist rechnerisch rund 80 Millionen Euro im Jahr wert, ein Kilo kostet weniger als vier Euro. Die Zinkhütten müssen das Metall verkaufen oder entsorgen, egal wie groß die Nachfrage ist.

In welchen Produkten steckt Cadmium und was verschwindet ohne das Metall?

Eine Batterie mit der Aufschrift Cd neben einem Solarpaneel, links ein Schild
Industrieakkus und Dünnschicht-Solarmodule zählen zu den wichtigsten Produkten mit Cadmium.

Cadmium steckt in Industrieakkus, Dünnschicht-Solarmodulen, Künstlerfarben, Flugzeugschrauben und Strahlungsdetektoren. Ohne das Metall fielen vor allem Nischen weg, in denen bisher kein gleichwertiger Ersatz bereitsteht, etwa beschichtete Verbindungselemente in der Luftfahrt.

Wo das Metall überall drinsteckt

Eine Mignonzelle im Nickel-Cadmium-Format enthält rund 3,3 Gramm Cadmium, eine große Monozelle 21 Gramm, rechneten Forscher des US-Labors NREL und des Brookhaven National Laboratory 2003 vor. In einem Quadratmeter Dünnschicht-Solarmodul stecken nach denselben Werten rund 7 Gramm, also weniger als in einer mittelgroßen Babyzelle mit 10,5 Gramm.

ProduktWofür Cadmium dientErsatz
Nickel-Cadmium-AkkuIndustrieakkus, ältere WerkzeugeLithium-Ionen-Akkus in vielen Anwendungen
Dünnschicht-SolarmodulCadmiumtellurid als HalbleiterschichtModule aus kristallinem Silizium
Verbindungselemente im FlugzeugCadmierung als Korrosionsschutz mit besonderer OberflächeZink-Nickel, außer wo die Oberfläche entscheidet
PigmenteCadmiumgelb, Cadmiumorange, CadmiumrotCersulfid, vor allem in Kunststoffen
Weich-PVCBarium-Cadmium-StabilisatorenBarium-Stabilisatoren
QuantenpunkteCadmiumselenid in Displays und medizinischer Bildgebungcadmiumfreie Quantenpunkte
StrahlungsdetektorCadmium-Zink-Tellurid als Sensorkeine Angabe des USGS
Quellen: U.S. Geological Survey (Mineral Commodity Summaries 2026); NREL und Brookhaven National Laboratory (2003)

Milchschokolade mit weniger als 30 Prozent Kakaotrockenmasse darf laut EU-Verordnung über Höchstgehalte 0,10 Milligramm Cadmium je Kilo enthalten, dunkle Schokolade ab 50 Prozent Kakao 0,80 Milligramm. Woher die Bohnen kommen und warum die Tafeln teurer werden, beschreibt unsere Stoffgeschichte über Kakao als neues Luxusgut.

Für Getreide gilt ein Höchstgehalt von 0,10 Milligramm je Kilo, für Reis und Weizenkleie 0,15, für Leinsamen und Sonnenblumenkerne 0,50 Milligramm. Cadmium ist damit kein Inhaltsstoff, den Hersteller einsetzen, wohl aber einer, den sie messen müssen.

Was ohne Cadmium wegfiele

Im Akkuschrauber ist der Abschied fast vollzogen. Im deutschen Rücknahmesystem der Stiftung GRS brachten Hersteller 2025 nur noch 9 Tonnen Nickel-Cadmium-Akkus für Elektrowerkzeuge in Verkehr, gegenüber 3.924 Tonnen Lithium-Ionen-Akkus.

Schwieriger wäre der Verzicht in der Luftfahrt. Laut USGS lässt sich Cadmium als Beschichtung in vielen Anwendungen durch Zink-Nickel ersetzen, ausgenommen dort, wo die Eigenschaften der Oberfläche entscheiden, etwa bei Verbindungselementen für Flugzeuge.

Bei Solarmodulen entfiele eine Technik, nicht der Solarstrom. Der USGS nennt Module aus kristallinem Silizium als direkte Konkurrenz zu Cadmiumtellurid. Nach unserer Einschätzung würden diese Module die Lücke füllen.

Fällt das Metall weg, verschwindet kaum ein Alltagsprodukt aus dem Regal. Fällt dagegen die Nachfrage weg, bleibt das Cadmium trotzdem da, weil jede Zinkhütte weiter produziert und das Metall dann auf einer Deponie für Sondermüll landet.

Alltag voller Cadmium
Sechs Produkte und was bei einem Lieferausfall passiert
Wofür das Metall dient und ob sich Cadmium ersetzen lässt, ohne dass das Produkt seine Eigenschaften verliert.
Industrieakku
Eine Mignonzelle enthält rund 3,3 Gramm Cadmium, eine Monozelle 21 Gramm.
ersetzbarLithium-Ionen-Akkus übernehmen viele Aufgaben.
Solarmodul
Rund 7 Gramm Cadmium je Quadratmeter Dünnschichtmodul.
ersetzbarSiliziummodule sind der direkte Konkurrent.
Flugzeugschraube
Cadmierte Verbindungselemente mit besonderer Oberfläche.
schwer ersetzbarZink-Nickel genügt hier laut USGS nicht.
Pigment
Cadmiumgelb ist seit etwa 1840 in Gebrauch, auch bei Monet und Munch.
teils ersetzbarIn Kunststoffen übernimmt Cersulfid die Farbe.
Quantenpunkt-Display
Die ursprüngliche EU-Ausnahme für die Displaybeleuchtung endete am 21.11.2025.
ersetzbarCadmiumfreie Quantenpunkte stehen bereit.
Strahlungsdetektor
Cadmium-Zink-Tellurid misst Strahlung. Die strategische Rohstoffreserve der US-Regierung plante 2025 einen Ankauf.
Ersatz offenDer USGS nennt keinen Ersatzstoff.
Umgekehrte Abhängigkeit: Fehlt Cadmium, verschwindet kaum ein Alltagsprodukt. Fehlt die Nachfrage, fällt das Metall trotzdem weiter an, solange Zinkhütten arbeiten.

Wie setzt sich der Preis eines Solarmoduls zusammen?

Kleines Solarmodul mit
Das Cadmium in einem großen Dünnschichtmodul ist rund 7 Cent wert, 0,04 Prozent des Modulpreises.

Beim Dünnschicht-Solarmodul ist Cadmium ein Centartikel. In einem großen Modul von First Solar stecken nach unserer Rechnung rund 20 Gramm Cadmium im Wert von etwa 7 Cent, bei einem Modulpreis von rund 173 Euro sind das 0,04 Prozent.

Ein Modul der Baureihe Series 7 von First Solar misst 1,22 mal 2,30 Meter, also rund 2,8 Quadratmeter, und leistet bis zu 550 Watt. Neue Aufträge in den USA schloss der Hersteller laut seiner Quartalspräsentation vom 30. Juli 2026 zu rund 0,36 Dollar je Watt ab, umgerechnet 0,32 Euro.

Ein Rechenbeispiel: Ein Modul mit 540 Watt kostete damit rund 194 Dollar oder rund 173 Euro. Nach den Werten von NREL und Brookhaven aus dem Jahr 2003 enthält ein Quadratmeter Cadmiumtellurid-Modul rund 7 Gramm Cadmium, das Modul also knapp 20 Gramm. Zum Weltmarktpreis von 3,47 Euro je Kilo wäre dieses Cadmium rund 7 Cent wert.

Die Forscher erwarteten schon 2003 dünnere Schichten, die knapp 20 Gramm sind deshalb eher eine Obergrenze.

Im zweiten Quartal 2026 erzielte First Solar aus 1,06 Milliarden Dollar Umsatz einen Bruttogewinn von 605 Millionen Dollar, eine Bruttomarge von 57,3 Prozent. Übertragen auf das Beispielmodul blieben rund 99 Euro als Bruttogewinn beim Hersteller, rund 74 Euro deckten Glas, Halbleiter, Fabrik, Personal und Fracht.

BestandteilEuro je Modul (Rechenbeispiel)AnteilEmpfänger
Bruttogewinn des Herstellersrund 99 Euro57,3 ProzentFirst Solar
Herstellkosten ohne Cadmiumrund 74 Euro42,66 ProzentZulieferer, Beschäftigte, Energieversorger, Spediteure
Cadmiumrund 0,07 Euro0,04 ProzentZinkhütten und Händler
Modulpreisrund 173 Euro100 ProzentKäufer, etwa ein Solarparkbetreiber
Rechenbeispiel nach First Solar (Q2 2026), NREL und Brookhaven (2003) und USGS (2025). Die Bruttomarge ist ein Konzernwert und auf das Modul übertragen.

Steuern und Händleraufschläge enthält der Auftragspreis nicht, er gilt für Großaufträge in den USA. Für Käufer in Europa kämen Fracht, Zoll und Handel hinzu.

Würde sich der Cadmiumpreis verzehnfachen, stiege der Materialwert je Modul auf rund 70 Cent. Der Modulpreis änderte sich dadurch um weniger als ein halbes Prozent.

Den Engpass bildet für First Solar das Tellur unter Chinas Exportkontrolle, nicht Cadmium.

Cadmium wird in Dollar gehandelt, First Solar verkauft in Dollar. Für einen europäischen Käufer verteuert ein schwacher Euro deshalb das ganze Modul, ein Wechselkurseffekt, der den Cadmiumpreis um ein Vielfaches übersteigt.

Rechenbeispiel
Wohin die rund 173 Euro für ein Solarmodul fließen
Dünnschichtmodul von First Solar mit 540 Watt zum US-Auftragspreis von rund 0,36 Dollar je Watt. Die Marge ist ein Konzernwert aus dem zweiten Quartal 2026, auf das Modul übertragen.
Bruttogewinn
rund 99 €
57,3 Prozent, verbleibt bei First Solar
Herstellkosten
rund 74 €
Glas, Halbleiter, Fabrik, Personal und Fracht ohne Cadmium
Cadmium
rund 0,07 €
knapp 20 Gramm zu 3,47 Euro je Kilo, 0,04 Prozent des Preises
Preisprobe: Ein zehnmal so hoher Cadmiumpreis verteuert das Modul um rund 60 Cent. Den Engpass der Technik bildet Tellur aus China, nicht Cadmium.

Wer verdient an Cadmium und wer zahlt drauf?

Ein Solarpanel auf Platz 1 und ein Kohlestück auf Platz 3 eines Siegertreppchens
First Solar verdiente im zweiten Quartal 2026 netto 376 Millionen Euro, Kakaobauern in Peru verlieren Umsatz.

Am meisten verdienen am Cadmium Unternehmen, die das Metall in ein teures Produkt verwandeln, allen voran First Solar. Draufgezahlt haben Menschen, die Cadmium mit Reis und Wasser abbekamen wie die Itai-Itai-Kranken in Japan, und Kakaobauern in Peru, deren Ernte an EU-Grenzwerten scheitert.

First Solar setzte im zweiten Quartal 2026 umgerechnet 0,94 Milliarden Euro um und verdiente netto 376 Millionen Euro. Der Auftragsbestand umfasste Ende Juni 45,1 Gigawatt, für das ganze Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 4,35 bis 4,62 Milliarden Euro. Der Rohstoff selbst kostet den Konzern wenig, das Geschäft liegt in Technik und Fertigung. Auch die Zinkhütten in China werden ihr Nebenprodukt derzeit leicht los. Die Bieterverfahren vom Oktober zeigen Käufer, die für Rohcadmium Preise zahlen, die Marktteilnehmer laut SMM relativ hoch nennen.

Ein klassischer Ressourcenfluch, wie ihn Erdöl in Venezuela oder Nigeria ausgelöst hat, entsteht beim Cadmium nicht. Der Markt ist zu klein, kein Land lebt von seinen Cadmiumerlösen, und keine Holländische Krankheit verdrängt andere Branchen. Der Fluch des Cadmiums trifft die Gesundheit, nicht die Staatskasse.

Die Opfer am Jinzū zahlten den höchsten Preis. Bis 1992 erkannten Japans Behörden 130 Menschen als Itai-Itai-Patienten an.

Kakaobauern zahlen heute mit entgangenen Einnahmen. Eine Studie der Alliance of Bioversity International and CIAT mit mehr als 2.000 Proben aus Peru fand, dass das Cadmium im Boden den Gehalt in den Bohnen bestimmt. Mehr als 80 Prozent der Bauern dürften kaum betroffen sein, in der Region Piura erleiden aber bis zu 89 Prozent der Kleinbauern schon finanzielle Verluste, weil ihre Bohnen an den EU-Höchstgehalten für Schokolade scheitern.

Die EU verbannt Cadmium aus dem Akkuschrauber und erlaubt im Phosphatdünger dreimal so viel, wie Forscher empfehlen.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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In Frankreichs Gesundheitsstudie Esteban lagen 47,6 Prozent der 18- bis 60-Jährigen über dem Schwellenwert für Cadmium im Urin, und 23 bis 27 Prozent der Kinder zwischen 3 und 17 Jahren überschritten die tolerierbare Wochenmenge, fasst der EPRS zusammen. Seit Juni 2026 bezahlt die französische Krankenversicherung Cadmiumtests für Menschen in belasteten Gebieten.

AkteurRolleBilanz
First SolarHersteller von Cadmiumtellurid-ModulenQ2 2026: 376 Millionen Euro Nettogewinn, Bruttomarge 57,3 Prozent
Zinkhütten in ChinaVerkäufer von RohcadmiumBieterverfahren im Oktober 2026 zu Preisen, die Marktteilnehmer laut SMM relativ hoch nennen
Lieferanten von cadmiumarmem PhosphatRohphosphat für EU-DüngerRussische Lieferungen in die EU im ersten Quartal 2026 plus 28 Prozent
Itai-Itai-PatientenAnwohner des Jinzū in Japan130 anerkannte Patienten bis 1992
Kakaobauern in Piura, PeruExporteure nach Europabis zu 89 Prozent der Kleinbauern mit finanziellen Verlusten
Bevölkerung in FrankreichVerbraucher47,6 Prozent der Erwachsenen über dem Urin-Schwellenwert
Quellen: First Solar (30.07.2026); Shanghai Metals Market (Oktober 2026); EPRS (15.07.2026); Umweltministerium Japan (1993); Alliance of Bioversity International and CIAT (03.08.2023)
Auf den Punkt

Am meisten verdienen Hersteller, die Cadmium in ein Hightech-Produkt verwandeln. Die Kosten tragen Menschen in belasteten Regionen, früher in Japan, heute Kakaobauern in Peru und Verbraucher in Frankreich.

Wie mächtig ist die Cadmium-Lobby?

Papiertüte mit orangefarbenem Anhänger und der Zahl sechzig
Die EU erlaubt 60 Milligramm Cadmium je Kilogramm Phosphat, empfohlen sind 20.

Eine eigene Cadmium-Lobby haben wir nicht gefunden, Gewicht haben die Branchen, die das Metall nutzen oder mitliefern: Dünger, Zink und Elektronik. Sichtbar wird ihr Gewicht an Ausnahmen, die Jahre länger galten als geplant, und an einem Düngergrenzwert, der dreimal so hoch ist wie die Empfehlung.

Den heutigen EU-Grenzwert für Phosphatdünger handelten Parlament und Rat am 20. November 2018 aus. Seit Juli 2022 dürfen Phosphatdünger mit CE-Kennzeichnung höchstens 60 Milligramm Cadmium je Kilogramm Phosphat enthalten, unter 20 Milligramm darf auf dem Sack „niedriger Gehalt an Cadmium“ stehen. Diesen Grenzwert hat die EU seitdem nicht verändert.

Der Wert gilt nur für Dünger mit CE-Zeichen, national zugelassene Produkte folgen eigenen Grenzwerten.

LandGrenzwert Cadmium im Phosphatdünger
Frankreich bis Ende 202690 mg je kg Phosphat
EU (Dünger mit CE-Kennzeichnung)60 mg je kg Phosphat
Deutschland (Düngemittelverordnung)50 mg je kg Phosphat
Italien und Polen50 mg je kg Phosphat
Dänemark48 mg je kg Phosphat
Schweden44 mg je kg Phosphat
Finnland22 mg je kg Phosphat
Ungarn und Slowakei20 mg je kg Phosphat
Frankreich ab 203020 mg je kg Phosphat
Quellen: EPRS (15.07.2026); Düngemittelverordnung, Anlage 2; Service-Public.fr (14.10.2026). Phosphat jeweils gerechnet als Phosphorpentoxid (P₂O₅).

Der EPRS nennt den EU-Wert dreimal so hoch wie die wissenschaftliche Empfehlung von 20 Milligramm. Im Aktionsplan für Düngemittel vom 19. Mai 2026 widmete die EU-Kommission dem Cadmium einen einzigen Satz, laut EPRS sinngemäß: Die Bewertung der Düngeprodukte-Verordnung werde eine Überprüfung der Grenzwerte einschließen. Einen Zielwert von 40 oder 20 Milligramm nennt der Plan nicht. Eine Absenkung will die Kommission, so der EPRS, nur unter Berücksichtigung von Verfügbarkeit, Preisen und Versorgungssicherheit prüfen. Cadmiumarmes Rohphosphat liefert in großen Mengen Russland, cadmiumreiches Marokko, und Europa hängt beim Phosphatgestein für seine Äcker an beiden.

Die Düngerindustrie wirbt inzwischen selbst mit niedrigen Werten. Der marokkanische Konzern OCP gibt nach einem Bericht des Fachdienstes FI Global an, alle nach Europa gelieferten Dünger lägen seit Februar 2025 unter 20 Milligramm. Der russische Hersteller Phosagro nennt für seine Ware weniger als 5 Milligramm.

In der Elektronik zeigt eine Ausnahme, wie zäh Sonderregeln auslaufen. Die RoHS-Richtlinie erlaubt in Elektrogeräten höchstens 0,01 Prozent Cadmium je Werkstoff. Für Cadmium-Quantenpunkte in der Displaybeleuchtung galt eine Ausnahme, die ursprünglich am 31. Oktober 2019 enden sollte.

Ausgelaufen ist die ursprüngliche Sonderregel erst am 21. November 2025, eine engere Nachfolgeregel gilt bis Ende 2027.

Bei Künstlerfarben blieb ein Verbot aus. Schweden schlug Ende 2013 ein EU-Verbot von Cadmiumpigmenten vor, die Fachausschüsse der Chemikalienagentur ECHA hielten die Beschränkung nach Darstellung des Farbenherstellers Golden Artist Colors für nicht gerechtfertigt.

Die schwedische Behörde selbst schätzte, ein Verbot hätte die Cadmiumaufnahme über die Nahrung nur um 0,0081 Prozent gesenkt.

Lobbyarbeit in Berlin betreibt auch die letzte deutsche Zinkhütte. Die Nordenhamer Zinkhütte meldete im Lobbyregister des Bundestags für 2024 Ausgaben von 50.001 bis 60.000 Euro, mit Schwerpunkt auf Energie-, Rohstoff- und Industriepolitik.

Subventionen speziell für Cadmium haben wir weder in Deutschland noch auf EU-Ebene gefunden.

Auf den Punkt
  • Dünger: EU-Grenzwert 60 Milligramm, empfohlen sind 20
  • Aktionsplan: ein einziger Satz zu Cadmium, kein Zielwert
  • Elektronik: Ausnahme für Displays lief sechs Jahre länger als geplant

Wie kommen wir von Cadmium los?

Orangene Kiste mit Batterie, Pixel-Geist und Aufschrift „Rückgabe“
2025 kam im deutschen Rücknahmesystem achtmal mehr Cadmium aus Werkzeugakkus zurück, als neu verkauft wurde.

Bei Werkzeugakkus und Displays ist der Ausstieg weit fortgeschritten, Lithium-Ionen-Akkus und cadmiumfreie Quantenpunkte haben die Aufgaben übernommen. Auf dem Acker reichert sich Cadmium dagegen über Jahrzehnte an, weil der Boden das Metall nicht wieder abgibt.

Am schnellsten ging der Wechsel bei Werkzeugakkus. Im Rücknahmesystem GRS Powertools stellten Lithium-Ionen-Akkus 2025 gut 90 Prozent der neu verkauften Menge, Nickel-Cadmium-Akkus nur 0,21 Prozent. Zurückgenommen wurden im selben Jahr 75,8 Tonnen Altakkus mit Cadmium, gut achtmal so viel, wie neu in Verkehr kam. Bei Beschichtungen, Pigmenten und Kunststoffen stehen Zink-Nickel, Cersulfid und Barium-Stabilisatoren bereit. Zuletzt fallen dürften Industrieakkus und Flugzeugteile, für die der USGS Zuverlässigkeit und Oberfläche als Gründe für Cadmium nennt.

Die Solarbranche hat zwei Auswege. Module aus kristallinem Silizium kommen ohne Cadmium aus, und First Solar steckt 2026 nach eigener Planung rund 98 Millionen Euro in die Forschung an Perowskit, einem Halbleitermaterial ohne Cadmium.

Gleichzeitig wirbt das Unternehmen mit Recycling. Aus alten Modulen gewinnt First Solar nach eigenen Angaben mindestens 90 Prozent des Halbleitermaterials zurück, ein Recyclingwerk betreibt der Konzern auch in Deutschland.

Der schwierigste Sektor ist die Landwirtschaft. Phosphor braucht jede Pflanze, und Phosphatdünger bringen laut EPRS rund 55 Prozent des Cadmiums auf Europas Äcker. Sinkt der pH-Wert des Bodens von 6,5 auf 5,5, wird das Metall rund hundertmal beweglicher und gelangt leichter in die Pflanze. Bauern können also über Kalkung gegensteuern, das Cadmium aus dem Boden holen können sie nicht.

Das magmatische Gestein aus Finnland deckt weniger als 10 Prozent des EU-Bedarfs.

Realistisch ist eine Absenkung in Stufen, wie Frankreich sie jetzt beschlossen hat: bis 2030 auf 20 Milligramm. Was ein Umstieg die Bauern kostet, hängt am Preisaufschlag für cadmiumarmes Phosphat, und eine verlässliche Bezifferung haben wir nicht gefunden.

Auf den Punkt

Bei Werkzeugakkus kommen achtmal so viele Tonnen Nickel-Cadmium-Akkus zurück, wie neu verkauft werden. Auf dem Acker kommt weiter Cadmium hinzu, solange Dünger aus cadmiumreichem Phosphat ausgebracht wird.

Was bedeutet Frankreichs Cadmium-Kurs für Deutschland?

Weizenähre in einem orangefarbenen Messbecher mit der Aufschrift „2030“ auf weißem Grund
Frankreich senkt den Grenzwert für Cadmium im Phosphatdünger bis 2030 auf 20 Milligramm.

Frankreichs neue Grenzwerte gelten nur für Frankreich, setzen aber Brüssel unter Druck. Für Deutschland zählt vor allem die Ernährung: Getreide liefert 40 bis 50 Prozent der Cadmiumaufnahme, und hierzulande dürfen Phosphatdünger nach Düngemittelverordnung noch 50 Milligramm je Kilogramm Phosphat enthalten.

Mit den Texten vom 2. Oktober zieht Frankreich 2027 mit der EU gleich und überholt sie danach: Ab 2027 gilt der EU-Wert von 60 Milligramm, ab 2028 sinkt die Grenze auf 40, ab 2030 auf 20 Milligramm. Zusätzlich dürfen Mineraldünger höchstens 3 Gramm Cadmium je Hektar und Jahr auf den Acker bringen, die Behörde ANSES hatte 2 Gramm empfohlen.

Deutschland ist mit 50 Milligramm heute strenger als Frankreich, ab 2028 aber lockerer.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland nimmt laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über Lebensmittel weniger Cadmium auf als die tolerierbare Wochenmenge von 2,5 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht. Bei Kindern bestimmter Altersgruppen kann die Aufnahme den Richtwert überschreiten, und weil Cadmium im Körper eine biologische Halbwertszeit von 10 bis 30 Jahren hat, summiert sich die Aufnahme über die Jahre.

Lebensmittelhersteller müssen die EU-Höchstgehalte für Getreide, Kakao, Leinsamen und Kartoffeln einhalten. Elektronikhersteller müssen die RoHS-Grenze von 0,01 Prozent einhalten, Batteriehersteller kennzeichnen Gerätebatterien mit mehr als 0,002 Prozent Cadmium mit dem Symbol „Cd“. Landwirte können schon heute Dünger mit dem Hinweis „niedriger Gehalt an Cadmium“ wählen.

Bei der Batterierücknahme bleibt Luft nach oben. Das System GRS Powertools erreichte 2025 eine Sammelquote von 55,3 Prozent und liegt damit noch unter der EU-Vorgabe von 63 Prozent für 2027.

Die EU-Kommission hätte laut Düngeprodukte-Verordnung bis zum 16. Juli 2026 einen Bericht samt Überprüfung der Cadmium-Grenzwerte vorlegen müssen. Einen veröffentlichten Bericht dieser Art haben wir bis Mitte Oktober nicht gefunden. Wie schnell Brüssel nachzieht, entscheidet, ob deutsche Bauern mit französischen zu gleichen Bedingungen konkurrieren.

Drei Szenarien für die kommenden Monate

Optimistisch: Die Kommission legt ihren Bericht noch 2026 vor und schlägt Stufen auf 40 und 20 Milligramm vor, ähnlich wie Frankreich. Deutsche Düngerhändler stellen ihr Sortiment früh auf cadmiumarme Ware um, und die Belastung im Getreide sinkt über die Jahre.

Realistisch: Der Bericht kommt 2027 und nennt Ziele ohne festes Datum, mit Verweis auf die Versorgungssicherheit. Frankreich bleibt Vorreiter, Deutschland bleibt bei 50 Milligramm, und Händler verkaufen cadmiumarmen Dünger als Premiumware.

Pessimistisch: Sanktionen gegen russische Düngemittel verknappen das cadmiumarme Angebot, die Kommission vertagt jede Absenkung. Europas Äcker nehmen weiter Cadmium auf, und Frankreichs Bauern zahlen mehr für Dünger als ihre Nachbarn.

Was Sie jetzt tun können

  • Wildpilze selten essen: Das BfR rät, Wildpilze nur gelegentlich zu verzehren, bei regelmäßigem Genuss höchstens 200 bis 250 Gramm pro Woche
  • Innereien von Wild sparsam essen: nur im Abstand von zwei bis drei Wochen
  • Nicht rauchen: Tabakrauch liefert Rauchern zusätzlich Cadmium
  • Altakkus zurückgeben: Nickel-Cadmium-Akkus gehören in die Sammelbox im Handel

Lebensmittelhersteller sollten Kakao und Getreide nach Herkunftsregion prüfen lassen, Agrarbetriebe Dünger mit niedrigem Cadmiumgehalt bevorzugen, und Elektronikhändler bei Akkus auf die Kennzeichnung „Cd“ achten. Die Frage nach dem Cadmiumgehalt gehört beim nächsten Einkauf auf die Liste der Lieferantenfragen.

Auf den Punkt

Frankreich senkt den Cadmium-Grenzwert für Dünger bis 2030 auf 20 Milligramm, Deutschland bleibt vorerst bei 50. Ob die EU nachzieht, zeigt erst der Bericht, den die Kommission seit Juli schuldig ist.

Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zu Cadmium

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Zwölf Fachbegriffe von Cadmierung bis Zinkblende erklärt das Glossar zu Cadmium.

Cadmierung

Die Cadmierung ist ein galvanischer Überzug aus Cadmium, der Stahlteile vor Korrosion schützt. In vielen Anwendungen lässt sich die Cadmierung laut USGS durch Zink-Nickel ersetzen, nicht aber bei Verbindungselementen für Flugzeuge, bei denen die Eigenschaften der Oberfläche entscheiden.

Cadmiumtellurid (CdTe)

Cadmiumtellurid (CdTe) ist eine Halbleiterverbindung aus Cadmium und Tellur, die in Dünnschicht-Solarmodulen Licht in Strom umwandelt. Der US-Hersteller First Solar ist der führende Anbieter dieser Module. China kontrolliert seit Februar 2025 die Ausfuhr von Tellur und Cadmiumtellurid.

Greenockit

Greenockit ist das einzige eigenständige Erzmineral des Cadmiums, ein gelbes Cadmiumsulfid. Das Mineral bildet keine abbauwürdigen Lagerstätten. Wirtschaftlich gewonnen wird Cadmium deshalb nicht aus Greenockit, sondern als Nebenprodukt bei der Verhüttung von Zinkerz.

Höchstgehalt

Der Höchstgehalt ist die Menge eines Schadstoffs, die ein Lebensmittel in der EU höchstens enthalten darf. Für Cadmium legt die Verordnung (EU) 2023/915 Werte fest, etwa 0,10 Milligramm je Kilo für Getreide und je nach Kakaoanteil 0,10 bis 0,80 Milligramm für Schokolade.

Itai-Itai-Krankheit

Die Itai-Itai-Krankheit ist eine chronische Cadmiumvergiftung, die in Japan am Fluss Jinzū auftrat. Abwasser einer Mine gelangte in Reisfelder, das Cadmium schädigte bei den Betroffenen Nieren und Knochen. Der Name bedeutet auf Deutsch etwa „Aua-Aua“.

Nebenprodukt

Ein Nebenprodukt entsteht bei der Herstellung eines anderen Stoffes zwangsläufig mit. Cadmium fällt in Zinkhütten an, die eigentlich Zink erzeugen. Die Menge hängt deshalb an der Zinkproduktion, nicht an der Nachfrage nach Cadmium, und überschüssiges Metall wird gelagert oder deponiert.

Nickel-Cadmium-Akku (NiCd)

Der Nickel-Cadmium-Akku (NiCd) ist ein wiederaufladbarer Akku mit Elektroden aus Nickel und Cadmium, den Waldemar Jungner um 1899 entwickelte. In der EU sind diese Akkus für schnurlose Elektrowerkzeuge seit 2017 verboten, als Industrieakkus bleiben sie wegen ihrer Zuverlässigkeit im Einsatz.

Phosphorpentoxid (P₂O₅)

Phosphorpentoxid (P₂O₅) ist die Rechengröße, in der Düngerhersteller den Phosphatgehalt angeben. Grenzwerte für Cadmium beziehen sich auf ein Kilogramm P₂O₅, nicht auf ein Kilogramm Dünger. Ein Grenzwert von 60 Milligramm je Kilogramm Phosphat entspricht deshalb einem deutlich kleineren Wert je Kilogramm Ware.

Quantenpunkte

Quantenpunkte sind Nanokristalle aus Halbleitermaterial, die Licht in genau definierten Farben abgeben. Varianten aus Cadmiumselenid kamen in Fernsehern und Monitoren zum Einsatz. Die EU-Ausnahme für Cadmium-Quantenpunkte in der Displaybeleuchtung lief am 21. November 2025 aus.

RoHS-Richtlinie

Die RoHS-Richtlinie (Richtlinie 2011/65/EU) beschränkt gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Für Cadmium gilt ein Höchstwert von 0,01 Gewichtsprozent je homogenem Werkstoff, zehnmal strenger als bei Blei und Quecksilber. Ausnahmen gelten befristet und werden regelmäßig überprüft.

Tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI)

Die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) gibt an, wie viel eines Stoffes ein Mensch lebenslang jede Woche aufnehmen kann, ohne ein erkennbares Gesundheitsrisiko einzugehen. Die EFSA setzte den Wert für Cadmium 2009 auf 2,5 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht herab.

Zinkblende

Zinkblende, auch Sphalerit genannt, ist das wichtigste Erzmineral für die Zinkgewinnung, ein Zinksulfid. In das Kristallgitter der Zinkblende baut sich Cadmium anstelle von Zink ein. Typische Zinkerze enthalten laut USGS im Mittel rund 0,03 Prozent Cadmium.

FAQ: Cadmium: Im Akkuschrauber verboten, auf dem Acker geduldet

Brotscheibe auf weißem Podest mit einem orangen Anhänger mit der Aufschrift FAQ
Antworten auf häufige Fragen zu Cadmium in Lebensmitteln, Akkus und Solarmodulen.

Ist Cadmium giftig?

Ja, Cadmium ist giftig und gilt als krebserregend. Der Körper reichert das Metall an, die biologische Halbwertszeit liegt bei 10 bis 30 Jahren. Chronisch hohe Aufnahme schädigt Nieren und Knochen, wie die Itai-Itai-Krankheit in Japan gezeigt hat.

Wie gelangt Cadmium in Lebensmittel?

Pflanzen nehmen Cadmium aus dem Boden auf. In die Böden gelangt das Metall vor allem über Phosphatdünger, die laut Wissenschaftlichem Dienst des Europäischen Parlaments rund 55 Prozent des Eintrags auf EU-Äckern liefern. Saure Böden machen Cadmium beweglicher, sodass Pflanzen mehr davon aufnehmen.

Welche Lebensmittel enthalten viel Cadmium?

Hohe Gehalte finden sich laut BfR in Steinpilzen, Kakaopulver, Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Algen, Innereien, Tintenfisch und Muscheln. Die größte Menge nehmen Menschen in Deutschland trotzdem über Getreide auf, weil Brot, Brötchen und Nudeln täglich auf dem Tisch stehen.

Wie viel Cadmium darf Schokolade enthalten?

Milchschokolade mit weniger als 30 Prozent Kakaotrockenmasse darf in der EU 0,10 Milligramm Cadmium je Kilo enthalten, Schokolade mit 30 bis unter 50 Prozent Kakao 0,30 Milligramm und dunkle Schokolade ab 50 Prozent Kakao 0,80 Milligramm. Für Kakaopulver gilt ein Höchstgehalt von 0,60 Milligramm.

Enthalten Solarmodule Cadmium?

Dünnschichtmodule aus Cadmiumtellurid enthalten Cadmium, nach älteren Werten rund 7 Gramm je Quadratmeter. Module aus kristallinem Silizium nutzen dagegen keinen Halbleiter aus Cadmium.

Wohin mit alten Nickel-Cadmium-Akkus?

Alte Nickel-Cadmium-Akkus gehören in die Batteriesammlung, etwa in die Sammelboxen im Handel oder auf den Wertstoffhof. In den Hausmüll dürfen Akkus nicht. Recycler gewinnen das Cadmium zurück, im System GRS Powertools lag die Recyclingeffizienz für Nickel-Cadmium-Akkus 2025 bei rund 77 Prozent.

Quellen

38 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 17.10.2026
  1. Service-Public.fr (Premier ministre, DILA)Cadmium in phosphate fertilizers: maximum levels lowered from 2027 (Meldung A19091)
  2. European Parliamentary Research ServiceCadmium contamination in the EU: A growing challenge (BRI(2026)791445)
  3. Deutsches ÄrzteblattCadmiumbelastung: Frankreichs Nationalversammlung will Schwellenwerte senken
  4. Bundesinstitut für RisikobewertungCadmium in Lebensmitteln: Was ist über die Aufnahme und gesundheitliche Risiken bekannt?
  5. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)EFSA sets lower tolerable intake level for cadmium in food
  6. U.S. Geological SurveyMineral Commodity Summaries 2026: Cadmium
  7. Royal Society of ChemistryPeriodic Table: Cadmium
  8. NREL und Brookhaven National Laboratory (Ken Zweibel, Vasilis Fthenakis)Cadmium Facts and Handy Comparisons2003
  9. Neue Deutsche BiographieStromeyer, Friedrich
  10. Peter van der KrogtElementymology and Elements Multidict: Cadmium
  11. ColourLexCadmium yellow
  12. KulturNav (Tekniska museet)Jungner, Waldemar (1869–1924)
  13. Umweltministerium JapanQuality of the Environment in Japan 1993
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  16. Amt für Veröffentlichungen der EUVerordnung (EU) 2024/1252 (Gesetz über kritische Rohstoffe)
  17. Nordenhamer Zinkhütte GmbHJahresabschluss und Lagebericht 2024
  18. Deutscher BundestagLobbyregister, Eintrag R007115 (Nordenhamer Zinkhütte)
  19. Shanghai Metals MarketEastern China Smelter Sells Crude Cadmium at Strong Price, Indicating Robust Demand
  20. Shanghai Metals MarketBaiyin Nonferrous Group Completes Tender Sale of 220 Tonnes of Crude Cadmium Amid Strong Market Demand
  21. Shanghai Metals MarketHenan Smelter Completes Refined Cadmium Sale at RMB 27,600/ton Amid Market Weakness
  22. First SolarQ2’26 Earnings Call Presentation
  23. First SolarPressemitteilung zu den Ergebnissen des zweiten Quartals 2026 (SEC, Form 8-K)
  24. First SolarSeries 7
  25. First SolarEPEAT Disclosure Report 2025
  26. Alliance of Bioversity International and CIATResearchers map cadmium in cacao: The problem isn’t as bad as we thought
  27. Amt für Veröffentlichungen der EURichtlinie 2011/65/EU (RoHS)
  28. Amt für Veröffentlichungen der EUDelegierte Richtlinie (EU) 2024/1416 (RoHS-Ausnahme Quantenpunkte)
  29. Amt für Veröffentlichungen der EURichtlinie 2013/56/EU (Batterien, Elektrowerkzeuge)
  30. Amt für Veröffentlichungen der EUVerordnung (EU) 2023/1542 (Batterieverordnung)
  31. Amt für Veröffentlichungen der EUVerordnung (EU) 2019/1009 (Düngeprodukte)
  32. Amt für Veröffentlichungen der EUVerordnung (EU) 2023/915 (Höchstgehalte für Kontaminanten in Lebensmitteln)
  33. Europäisches ParlamentFertilisers/cadmium: Parliament and Council negotiators reach provisional deal
  34. Bundesministerium der JustizDüngemittelverordnung, Anlage 2
  35. FI Global InsightsFrance becomes latest country to limit carcinogenic cadmium in fertilisers
  36. Golden Artist Colors (Just Paint)Beitrag zur Entscheidung der ECHA über Cadmiumpigmente
  37. GRS Batterien Service GmbHErfolgskontrolle 2025 GRS Powertools
  38. Europäische ZentralbankEuro foreign exchange reference rates16.10.2026
4,6 22 Bewertungen

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