Buchhaltungssoftware für Freelancer Vergleich 2026
Das sind die besten 24 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
10 Min. Lesezeit
4,5 (13) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Blauer Archivordner 2024 mit ausschwebenden Dokumenten wie Daten, Protokoll, Bericht und Rechnung. Daneben Cloud-Symbol mit "Fertig geordnet" Label

Rechnungen schreiben, Belege sortieren, die Umsatzsteuer im Blick behalten: Für Freelancer frisst die Buchhaltung schnell wertvolle Zeit. Eine passende Buchhaltungssoftware nimmt genau diese Arbeit ab, von der Rechnung über die automatische Belegerfassung bis zur Meldung an ELSTER. Dieser Ratgeber erklärt, was Buchhaltungssoftware für Freelancer leistet, welche Typen es gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten und was die Programme kosten.


Buchhaltungssoftware für Freelancer: Empfohlene Anbieter

Run my Accounts

ISO 9001-zertifiziert Vier-Augen-Prinzip Für Schweizer KMU

Run my Accounts kombiniert eine Online-Buchhaltungssoftware mit ausgelagertem Buchhaltungs- und Treuhand-Service für Schweizer KMU. Debitoren, Kreditoren, Zahlungsverkehr, Lohn und MwSt-Abrechnungen übernimmt das Team digital, ergänzt um täglichen Bank-Sync und tagesaktuelle Zahlen. Die Prozesse sind ISO 9001-zertifiziert.

Run my Accounts aus Stäfa verbindet eine Online-Buchhaltungssoftware mit einem ausgelagerten Buchhaltungs-Service und positioniert sich als digitale Accounting- und Finanzabteilung für Schweizer KMU. Feste Zuständigkeiten und ein transparentes Preismodell prägen das Angebot.

Das Team übernimmt Debitoren, Kreditoren und Zahlungsverkehr, Lohnbuchhaltung samt Sozialversicherungen, MwSt-Abrechnungen sowie Reporting und Abschlüsse. Belege werden digital übergeben, Workflows laufen automatisiert, und ein täglicher Bank-Sync sorgt für tagesaktuelle Zahlen.

Die hauseigene Online-Software bietet Debitoren, Kreditoren und Auftragsabwicklung, eine REST-API, eine Zapier-Anbindung, ein PDF-Archiv sowie Apps für iPhone und Android. Für Startups ist die Software gratis, das KMU-Paket rechnet pro Nutzer ab.

Beim Jahresabschluss und bei Steuern begleitet der Treuhand-Service persönlich. Qualitätskontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip und ISO 9001-zertifizierte Prozesse sichern die Buchhaltung ab, die Abläufe folgen Schweizer Vorgaben.

Das spricht für Run my Accounts
Ausgelagerte Buchhaltung
Das Team verbucht Debitoren, Kreditoren und den Zahlungsverkehr digital.
Lohnbuchhaltung
Lohnabrechnung und Sozialversicherungen laufen aus einer Hand.
MwSt-Abrechnung
MwSt-Abrechnungen erstellt der Service nach Schweizer Vorgaben.
Täglicher Bank-Sync
Ein täglicher Bank-Sync liefert tagesaktuelle Zahlen zur Buchhaltung.
Treuhand & Steuern
Beim Jahresabschluss und bei Steuern begleitet der Treuhand-Service persönlich.
Online-Software mit API
Die Software bietet Auftragsabwicklung, REST-API, Zapier-Anbindung und PDF-Archiv.

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Was ist Buchhaltungssoftware für Freelancer, und brauchen Sie sie?

Blauer Archivordner 2024 mit ausschwebenden Dokumenten wie Daten, Protokoll, Bericht und Rechnung. Daneben Cloud-Symbol mit "Fertig geordnet" Label
Aus losen Belegen wird mit der passenden Software eine geordnete, jederzeit abrufbare Buchhaltung.

Buchhaltungssoftware für Freelancer ist ein meist cloudbasiertes Programm, das Rechnungen, Belege, Umsatzsteuer und die Einnahmenüberschussrechnung übernimmt. Nötig wird sie, sobald regelmäßig Rechnungen und Belege anfallen und Sie Steuermeldungen ohne mühsame Handarbeit und ohne Fehler erledigen wollen.

Als Freelancer sind Sie für Ihre Buchhaltung selbst verantwortlich, ohne die Strukturen eines großen Unternehmens im Rücken. Genau hier setzt die Software an. Sie bündelt Angebote, Rechnungen, Belege und Auswertungen an einem Ort und hält alles GoBD-konform vor, sodass die Unterlagen jederzeit prüfungssicher sind.

Der Funktionsumfang reicht vom reinen Rechnungstool bis zur vollwertigen Buchhaltung mit Bankabgleich und ELSTER-Anbindung. Viele Programme erfassen Belege per App, ordnen Bankumsätze automatisch zu und erzeugen die Einnahmenüberschussrechnung auf Knopfdruck. Aus einzelnen Zetteln wird so eine laufend aktuelle Buchhaltung.

Nicht jeder braucht sofort das größte Paket. Wer nur wenige Rechnungen im Jahr schreibt, kommt kurzfristig mit einer Vorlage aus. Sobald jedoch Umsatzsteuer, wachsende Belegmengen und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater dazukommen, spart eine passende Software spürbar Zeit und senkt das Risiko teurer Fehler.

Der 6-Punkte-Test: Brauchen Sie Buchhaltungssoftware?
  • Rechnungen: Sie schreiben regelmäßig Rechnungen und wollen dafür nicht jedes Mal eine Vorlage anpassen.
  • Belege: Quittungen und Eingangsrechnungen sammeln sich, und die Zuordnung kostet Sie Zeit.
  • Umsatzsteuer: Sie müssen regelmäßig eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben und wollen sie nicht von Hand rechnen.
  • Überblick: Sie möchten jederzeit sehen, welche Rechnungen offen sind und wie es um den Gewinn steht.
  • Steuerberater: Für den Jahresabschluss sollen Buchungen und Belege sauber digital übergeben werden.
  • E-Rechnung: Sie müssen strukturierte E-Rechnungen empfangen und künftig auch selbst ausstellen können.

Braucht das wirklich jeder? Wer nur wenige Rechnungen im Jahr schreibt und keine Umsatzsteuer abführt, kommt zur Not mit einer Vorlage aus. Sobald jedoch regelmäßige Rechnungen, Belege und Steuermeldungen zusammenkommen, spart eine passende Buchhaltungssoftware spürbar Zeit und senkt das Fehlerrisiko.

Diese Probleme löst eine Buchhaltungssoftware

Blaugraues Gerät sendet Strahlen auf verschiedene Kassenbons und Einkaufszettel von Supermärkten wie REWE und dm
Belege ordnen sich wie von selbst, sobald die Software Erfassung und Zuordnung übernimmt.

Eine Buchhaltungssoftware nimmt sich die typischen Zeitfresser vor, von mühsamen Rechnungen über das Belegchaos bis zur Umsatzsteuer von Hand. Sie automatisiert Belegerfassung und Bankabgleich, meldet an ELSTER und zeigt jederzeit, wie es um Umsatz und offene Rechnungen steht.

Die meisten Buchhaltungsprobleme entstehen nicht aus Unwillen, sondern aus fehlender Zeit und Routine. Belege bleiben liegen, Rechnungen werden spät geschrieben, und die Umsatzsteuervoranmeldung gerät unter Druck. Die Software gibt diesen Aufgaben eine feste, automatisierte Struktur.

Der größte Hebel liegt in der Verbindung aus Automatisierung und Überblick. Wenn Belege per App einfließen, Bankumsätze automatisch zugeordnet werden und ein Dashboard die Lage zeigt, sinkt der Aufwand deutlich. Gleichzeitig sorgt der saubere Export für die Kanzlei dafür, dass am Jahresende keine doppelte Arbeit entsteht.

Welche Arten von Buchhaltungssoftware gibt es?

Das Feld reicht vom reinen Rechnungstool über vollwertige Cloud-Buchhaltung und Geschäftskonten mit Steuerservice bis zu klassischen Desktop-Programmen. Welcher Typ passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Buchhaltung Sie selbst erledigen und ob Sie mobil oder lokal arbeiten wollen.

Manche Programme konzentrieren sich auf Angebote und Rechnungen und eignen sich für Freelancer mit wenigen Belegen. Andere bieten die volle Buchhaltung mit Belegerfassung, EÜR und ELSTER-Anbindung. Dazu kommen Geschäftskonten, die Buchhaltung und einen Steuerservice verbinden, sowie installierte Desktop-Klassiker mit großem Funktionsumfang.

Der wichtigste Unterschied liegt oft zwischen Cloud und Desktop. Cloud-Lösungen laufen im Browser und per App, aktualisieren sich selbst und erlauben den Zugriff für den Steuerberater. Desktop-Programme halten die Daten lokal und laufen offline. Für die meisten Freelancer ist die Cloud die praktischere Wahl, während Desktop bei voller Datenhoheit punktet.

Reines Rechnungstool

Diese Programme erstellen Angebote und Rechnungen und verwalten Kunden, verzichten aber auf tiefe Buchhaltung. Sie passen für Freelancer mit wenigen Belegen und ohne komplexe Steuerpflichten.

Cloud-Buchhaltung

Vollwertige Lösungen mit Rechnungen, Belegerfassung, EÜR und oft ELSTER-Anbindung. Sie passen für die meisten Selbstständigen, die ihre Buchhaltung selbst und ortsunabhängig führen wollen.

Geschäftskonto mit Buchhaltung

Anbieter, die ein Geschäftskonto mit Rechnungen und einem Steuerservice verbinden. Passend, wenn Sie Konto, Buchhaltung und Steuer in einer App bündeln wollen.

Desktop-Klassiker

Installierte Programme mit großem Funktionsumfang und voller Datenhoheit auf dem eigenen Rechner. Sinnvoll, wenn Sie offline arbeiten und Daten lokal halten möchten.

Cloud-Software
ortsunabhängig und wartungsarm
  • Läuft im Browser und per App auf jedem Gerät
  • Automatische Updates und Online-Backup
  • Direkter Zugriff für den Steuerberater möglich
  • Laufende Monatsgebühr, Daten liegen beim Anbieter
Desktop-Software
volle Datenhoheit auf dem eigenen Rechner
  • Daten bleiben lokal auf Ihrem Computer
  • Läuft ohne ständige Internetverbindung
  • Oft einmaliger Kauf statt Abo
  • Updates und Sicherung liegen bei Ihnen

Whitepaper
Buchhaltungssoftware für Freelancer
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

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Buchhaltungssoftware für Freelancer 2026

Der Leitfaden für Selbstständige: vom kostenlosen Rechnungstool bis zur Cloud-Buchhaltung mit ELSTER- und DATEV-Anbindung, mit Auswahlkriterien, Ablauf der Einführung und echten Kostenspannen.

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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

Bei der Auswahl zählen EÜR- und GoBD-Konformität, die ELSTER- und DATEV-Anbindung, eine gute Belegerfassung mit Bank-Import, E-Rechnung sowie ein fairer Preis mehr als bunte Oberflächen. Ein Blick auf die enthaltenen Schnittstellen und den regulären Monatspreis sagt am meisten aus.

Das wichtigste Kriterium ist, dass die Software zu Ihrer Steuersituation passt. Prüfen Sie, ob sie die EÜR unterstützt, GoBD-konform archiviert und Ihre Meldungen an ELSTER sendet. Wer mit einer Kanzlei arbeitet, sollte zusätzlich auf einen sauberen DATEV-Export achten, damit die Zusammenarbeit ohne Medienbruch läuft.

Achten Sie außerdem auf den Alltag und die Kosten. Eine gute Belegerfassung per OCR und ein automatischer Bankabgleich sparen jede Woche Zeit, und die Unterstützung von E-Rechnungen wird im Geschäftsverkehr zunehmend verlangt. Vergleichen Sie den regulären Preis nach der Rabattphase und prüfen Sie, ob die Tarife mit Ihrem Umsatz mitwachsen.

EÜR und GoBD-Konformität

Prüfen Sie, ob die Software die Einnahmenüberschussrechnung unterstützt und GoBD-konform archiviert. Beides ist die Grundlage für eine saubere, prüfungssichere Buchhaltung.

ELSTER und Steuermeldungen

Achten Sie darauf, welche Meldungen direkt an ELSTER gehen. Wer Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR aus der Software sendet, spart den Umweg über das Portal.

DATEV und Steuerberater-Export

Wenn Sie mit einer Kanzlei arbeiten, ist ein sauberer DATEV-Export entscheidend. So übergeben Sie Buchungen und Belege ohne Medienbruch.

Belegerfassung und Bank-Import

Gute Programme lesen Belege per OCR aus und gleichen Bankumsätze automatisch ab. Das senkt den Aufwand im Alltag deutlich.

E-Rechnung

Die Software sollte strukturierte E-Rechnungen empfangen und erstellen können. Formate wie XRechnung und ZUGFeRD werden im Geschäftsverkehr zunehmend verlangt.

Preis und Skalierbarkeit

Vergleichen Sie den regulären Monatspreis nach der Rabattphase und die Grenzen der Tarife. Die Software sollte mit Ihrem Umsatz mitwachsen können.

Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Buchhaltungssoftware passt zu Ihnen als Freelancer?

Fünf kurze Fragen, dann wissen Sie, welcher Typ Buchhaltungssoftware zu Ihrer Selbstständigkeit passt. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 24 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Was wollen Sie vor allem erledigen?
Der Schwerpunkt bestimmt den passenden Tool-Typ.
Nur Rechnungen schreiben
Angebote und Rechnungen, wenig Buchhaltung.
Komplette Buchhaltung
Belege, EÜR und Umsatzsteuer aus einer Hand.
Buchhaltung plus Steuer
Auch UStVA und Steuererklärung an ELSTER.
Konto und Buchhaltung
Geschäftskonto mit Buchhaltung und Steuerservice.
Frage 2 von 5
Wie hoch ist Ihr Jahresumsatz ungefähr?
Umsatz und Belegmenge beeinflussen den nötigen Umfang.
Klein oder Nebenerwerb
Wenige Rechnungen, Kleinunternehmerregelung möglich.
Solides Vollzeit-Einkommen
Regelmäßige Rechnungen und Umsatzsteuer.
Hoher Umsatz
Viele Belege, Bedarf an Automatisierung.
Frage 3 von 5
Arbeiten Sie mit einem Steuerberater?
Das entscheidet über den nötigen Export.
Ja, mit Kanzlei
Ein DATEV-Export ist dann wichtig.
Teilweise
Nur für den Jahresabschluss.
Nein, alles selbst
ELSTER-Anbindung direkt in der Software.
Frage 4 von 5
Wie wichtig ist die Belegerfassung per App?
Mobil erfassen spart im Alltag Zeit.
Sehr wichtig
Belege unterwegs abfotografieren und zuordnen.
Nice to have
Gelegentlich mobil, meist am Rechner.
Unwichtig
Ich arbeite fast nur am Schreibtisch.
Frage 5 von 5
Wie preissensibel sind Sie?
Von kostenlos bis Komfort ist alles dabei.
Möglichst kostenlos
Free-Tarif oder sehr günstiges Tool.
Fairer Monatspreis
Solide Funktionen zu moderaten Kosten.
Preis egal, Hauptsache Komfort
Automatisierung und Service zählen mehr.
Fast geschafft
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Vielen Dank, {vorname}

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Wie die Einführung einer Buchhaltungssoftware abläuft

Moderner Arbeitsplatz mit blauem Förderband, zwei Monitoren und Statusanzeige oben
In klar getakteten Schritten wird aus der Testversion eine eingerichtete, laufende Buchhaltung.

Die Einführung läuft meist in sechs Schritten ab, von der Bedarfsklärung über eine Testphase und das Einrichten bis zur Datenübernahme und zum laufenden Betrieb. Von der Entscheidung bis zum produktiven Einsatz vergehen je nach Umfang meist ein bis zwei Wochen.

Am Anfang steht nicht die Installation, sondern die Klärung des Bedarfs. Erst wenn feststeht, ob Sie nur Rechnungen oder die volle Buchhaltung brauchen und ob ein Steuerberater eingebunden ist, lohnt sich die Testphase. Nahezu alle Anbieter stellen dafür eine kostenlose Testzeit bereit.

Danach folgen Einrichtung und Datenübernahme. Sie hinterlegen Stammdaten, Steuereinstellungen und den Kontenrahmen, verbinden Bankkonto und Belegerfassung und importieren bestehende Kunden und offene Rechnungen. Im laufenden Betrieb erfassen Sie dann Belege, schreiben Rechnungen und senden Meldungen an ELSTER, während zum Jahresende die EÜR bereitsteht.

Die häufigsten Fehler bei der Buchhaltung als Freelancer

Die teuersten Fehler sind, Belege zu spät zu erfassen, nur auf den Startpreis zu achten, die GoBD zu ignorieren und den Steuerberater nicht einzubinden. Fast alle lassen sich durch die richtige Einstellung der Software und eine konsequente Routine vermeiden.

Viele Probleme entstehen aus Aufschieben und falschen Einstellungen. Wer Belege sammelt und erst zum Jahresende sortiert, verschenkt Vorsteuer und Zeit. Eine falsch gesetzte Kleinunternehmerregelung oder eine fehlende revisionssichere Ablage führen schnell zu fehlerhaften Rechnungen und Ärger bei der Prüfung.

Der zweite große Fehlerblock betrifft Planung und Kosten. Ein im ersten Jahr rabattierter Tarif wirkt günstig, wird danach aber oft deutlich teurer. Und wer den Steuerberater nicht früh über einen passenden Export einbindet, erzeugt am Jahresende doppelte Arbeit. Wer diese Punkte von Anfang an bedenkt, arbeitet ruhiger und günstiger.

1
Belege zu spät erfassen

Wer Belege sammelt und erst zum Jahresende sortiert, verliert Zeit und Vorsteuer.

Belege sofort per App erfassen und automatisch zuordnen lassen.
2
Nur auf den Startpreis achten

Viele Tarife sind im ersten Jahr rabattiert und werden danach deutlich teurer.

Den regulären Monatspreis nach der Rabattphase vergleichen.
3
GoBD ignorieren

Rechnungen im Textprogramm ohne revisionssichere Ablage sind nicht GoBD-konform.

Eine Software mit nachvollziehbarer, unveränderbarer Archivierung nutzen.
4
Falsche Steuereinstellung

Eine falsch gesetzte Kleinunternehmerregelung führt zu fehlerhaften Rechnungen.

Steuerstatus und Umsatzsteuer-Einstellung zu Beginn sauber festlegen.
5
Steuerberater nicht einbinden

Ohne passenden Export entsteht am Jahresende doppelte Arbeit.

Von Anfang an auf einen DATEV-Export oder Kanzlei-Zugang achten.
6
E-Rechnung verschlafen

Wer keine strukturierten E-Rechnungen empfangen kann, gerät im B2B-Geschäft ins Hintertreffen.

Eine Software wählen, die XRechnung und ZUGFeRD unterstützt.

Was kostet Buchhaltungssoftware für Freelancer?

Waage mit Euro-Symbol auf der linken und Uhren auf der rechten Seite. Beschriftung "ERSPARNIS: +12 STUNDEN"
Den Softwarekosten stehen gesparte Stunden und geringere Steuerberaterkosten gegenüber.

Kostenlose Tarife decken einfache Rechnungen ab, solide Cloud-Buchhaltung mit EÜR und ELSTER liegt meist zwischen 12 und 30 Euro im Monat, Pakete mit Steuerservice darüber. Dazu kommen mögliche Aufschläge für weitere Nutzer, Belegmengen oder Bankkonten.

Die Preisspanne ist groß, weil Funktionsumfang und Automatisierung den Preis bestimmen. Ein reines Rechnungstool oder ein Free-Tarif kostet wenig bis nichts, während eine vollautomatische Buchhaltung mit Belegerkennung und Steuerservice in einer höheren Klasse spielt. Viele Anbieter locken zudem mit Rabatten im ersten Jahr.

Entscheidend ist der Blick auf die Wirtschaftlichkeit. Den monatlichen Kosten steht die Zeit gegenüber, die Sie bei Rechnungen, Belegen und Steuermeldungen sparen, sowie die reduzierten Steuerberaterstunden. Gerade wer viele Belege hat oder ungern Zahlen sortiert, holt die Ausgaben für eine gute Buchhaltungssoftware meist schnell wieder herein.

Free-Tarif 0 € pro Monat

Rechnungen und einfache Belegablage in kostenlosen Tarifen. Ein guter Start für wenige Belege und den Nebenerwerb.

Rechnung und Basis 5–12 € pro Monat

Rechnungen, Angebote und einfache Auswertungen. Passend für Freelancer mit überschaubarer Buchhaltung.

Cloud-Buchhaltung 12–30 € pro Monat

Volle Buchhaltung mit EÜR, Bankabgleich und ELSTER. Der übliche Bereich für hauptberuflich Selbstständige.

Mit Steuerservice ab 30 € pro Monat

Buchhaltung samt Steuererklärung oder Geschäftskonto mit Steuerservice. Für alle, die möglichst viel abgeben wollen.

Versteckte Kosten (TCO)

Der Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen oft Aufschläge für zusätzliche Nutzer, Bankkonten oder Belegmengen, der Sprung vom rabattierten ersten Jahr auf den Normalpreis sowie die eigene Zeit für Einrichtung und Pflege. Wer diese Posten einrechnet und den gesparten Steuerberaterstunden gegenüberstellt, beurteilt die Wirtschaftlichkeit einer Buchhaltungssoftware realistisch.

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5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was ist die EÜR? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Einnahmenüberschussrechnung stellt Einnahmen und Ausgaben gegenüber und ermittelt daraus den Gewinn. Sie ist für viele Freelancer die einfache Alternative zur doppelten Buchführung. Mit Umsatzsteuer-Regeln oder der Gewerbeanmeldung hat der Begriff nichts zu tun.
2 Wofür stehen die GoBD? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die GoBD legen fest, wie Belege und Buchungen digital nachvollziehbar und unveränderbar aufzubewahren sind. Eine amtliche Software-Zertifizierung gibt es dabei nicht, und mit Grundsteuer haben die Regeln nichts zu tun. Gute Programme setzen die Vorgaben technisch um.
3 Wofür nutzen Selbstständige ELSTER? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. ELSTER ist das elektronische Portal der Finanzverwaltung, über das etwa die Umsatzsteuervoranmeldung übermittelt wird. Viele Buchhaltungsprogramme senden direkt über die ELSTER-Schnittstelle. Mit einem Geschäftskonto oder Angeboten hat der Dienst nichts zu tun.
4 Was besagt die Kleinunternehmerregelung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz weisen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer aus, solange sie unter den gesetzlichen Grenzen bleiben. Einkommensteuer fällt trotzdem an, und die Aufbewahrungspflicht für Rechnungen bleibt bestehen. Die Software stellt die Rechnungen entsprechend ohne Umsatzsteuer aus.
5 Was ist eine E-Rechnung im Sinne der neuen Regeln? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Eine E-Rechnung im rechtlichen Sinn ist ein strukturierter Datensatz, etwa als XRechnung oder ZUGFeRD, den Software automatisch verarbeiten kann. Ein einfaches PDF per E-Mail zählt nicht dazu, und eine elektronische Unterschrift ist nicht der entscheidende Punkt. Aktuelle Programme lesen und erstellen diese Formate.

Glossar: Buchhaltungs-Begriffe kurz erklärt

Die wichtigsten Begriffe rund um Buchhaltung, Steuer und Software für Freelancer, verständlich erklärt.

EÜR

Die Einnahmenüberschussrechnung ist die vereinfachte Gewinnermittlung für viele Selbstständige. Sie stellt Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüber und bildet die Grundlage der Steuererklärung.

GoBD

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form. Sie verlangen eine nachvollziehbare, unveränderbare und revisionssichere Ablage von Belegen und Buchungen.

UStVA

Die Umsatzsteuervoranmeldung meldet dem Finanzamt regelmäßig die eingenommene und gezahlte Umsatzsteuer. Viele Programme berechnen sie automatisch und übertragen sie an ELSTER.

ELSTER

Das elektronische Portal der deutschen Finanzverwaltung für Steuererklärungen und Voranmeldungen. Über die ELSTER-Schnittstelle senden Programme Meldungen direkt an das Finanzamt.

DATEV

Ein weit verbreiteter Standard für den Datenaustausch mit Steuerberatern. Über die DATEV-Schnittstelle übergeben Sie Buchungen und Belege digital an die Kanzlei.

Kleinunternehmerregelung

Eine Regel nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz, nach der unter bestimmten Umsatzgrenzen keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Rechnungen werden dann ohne Umsatzsteuer und mit einem Hinweis erstellt.

E-Rechnung

Eine strukturierte elektronische Rechnung in Formaten wie XRechnung oder ZUGFeRD. Anders als ein PDF lässt sie sich automatisch einlesen und weiterverarbeiten.

Beleg

Ein Nachweis für eine Einnahme oder Ausgabe, etwa eine Rechnung oder ein Kassenbon. In der Software werden Belege erfasst, oft per Foto, und den Buchungen zugeordnet.

Kontenrahmen

Ein geordnetes Verzeichnis aller Buchungskonten, in Deutschland meist SKR03 oder SKR04. Er sorgt dafür, dass Geschäftsvorfälle einheitlich zugeordnet werden.

OCR-Belegerkennung

Eine Technik, die Text aus fotografierten oder eingescannten Belegen ausliest. Sie übernimmt Betrag, Datum und Lieferant automatisch in die Buchung.

Umsatzsteuer-ID

Eine europaweit gültige Kennung für umsatzsteuerliche Zwecke, vor allem im Geschäft mit dem EU-Ausland. Sie steht auf Rechnungen und wird in den Stammdaten hinterlegt.

Soll- und Ist-Versteuerung

Zwei Verfahren, wann die Umsatzsteuer fällig wird. Bei der Ist-Versteuerung zählt der Zahlungseingang, bei der Soll-Versteuerung bereits die gestellte Rechnung.

Bankabgleich

Der automatische Abgleich von Kontoumsätzen mit offenen Rechnungen und Belegen. Er zeigt, welche Rechnungen bezahlt sind, und spart manuelles Zuordnen.

Jahresabschluss

Die zusammenfassende Darstellung des Geschäftsjahres, bei Freelancern meist die EÜR. Sie ist Grundlage für die Steuererklärung und wird oft mit dem Steuerberater erstellt.

Cloud-Buchhaltung

Buchhaltungssoftware, die im Browser läuft und die Daten online speichert. Sie aktualisiert sich automatisch und ist von mehreren Geräten aus erreichbar.

Schnittstelle

Eine Verbindung, über die Software Daten mit anderen Diensten austauscht, etwa mit der Bank, dem Steuerberater oder einem Shop. Gute Schnittstellen sparen doppelte Eingaben.

Mahnwesen

Die Funktion, überfällige Rechnungen automatisch anzumahnen. Die Software erstellt Zahlungserinnerungen und Mahnungen in mehreren Stufen.

Dashboard

Die Übersichtsseite eines Programms mit den wichtigsten Kennzahlen. Sie zeigt auf einen Blick Umsatz, offene Rechnungen und anstehende Aufgaben.

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Bei Cloud-Software zählen ein Serverstandort in der EU und ein Auftragsverarbeitungsvertrag.

Häufige Fragen

Was ist Buchhaltungssoftware für Freelancer?

Buchhaltungssoftware für Freelancer ist ein meist cloudbasiertes Programm, das Rechnungen, Belege und Steuervoranmeldungen für Selbstständige übernimmt. Sie erstellt Angebote und Rechnungen, erfasst Belege oft per Foto, ordnet Bankumsätze zu und erzeugt die Einnahmenüberschussrechnung. Viele Tools senden die Umsatzsteuervoranmeldung direkt an ELSTER. So bleibt die Buchhaltung ohne tiefes Fachwissen nachvollziehbar und aktuell.

Brauche ich als Freelancer eine Buchhaltungssoftware?

Eine Buchhaltungssoftware lohnt sich für die meisten Freelancer, sobald regelmäßig Rechnungen und Belege anfallen. Sie spart Zeit, vermeidet Fehler bei Umsatzsteuer und Einnahmenüberschussrechnung und hält alle Unterlagen GoBD-konform an einem Ort. Wer nur wenige Rechnungen im Jahr schreibt, kommt zur Not mit einer Vorlage aus. Sobald Steuervoranmeldungen und Belegmengen dazukommen, zahlt sich ein passendes Programm schnell aus.

Was kostet Buchhaltungssoftware für Freelancer?

Buchhaltungssoftware für Freelancer kostet je nach Umfang meist zwischen 0 und 30 Euro im Monat. Reine Rechnungstools und einzelne Free-Tarife sind kostenlos oder sehr günstig, vollwertige Cloud-Buchhaltung mit EÜR und ELSTER liegt oft bei 10 bis 30 Euro monatlich. Pakete mit Steuerservice oder Steuerberatung kosten mehr. Viele Anbieter locken mit Rabatten im ersten Jahr, weshalb sich der Blick auf den regulären Preis lohnt.

Gibt es kostenlose Buchhaltungssoftware?

Ja, einige Anbieter bieten dauerhaft kostenlose Tarife oder Rechnungstools an. Diese decken meist Grundfunktionen wie Rechnungen, Angebote und eine einfache Belegablage ab, während Bankabgleich, Steuerauswertungen oder ELSTER-Übertragung den Bezahltarifen vorbehalten bleiben. Für den Start oder sehr wenige Belege reicht ein Gratis-Tarif oft aus. Mit wachsendem Umfang wird ein Bezahltarif in der Regel sinnvoll.

Ist die Software GoBD-konform?

Seriöse Buchhaltungssoftware ist GoBD-konform, was Sie vor dem Kauf prüfen sollten. Die GoBD verlangen unter anderem eine unveränderbare, nachvollziehbare und revisionssichere Aufbewahrung von Belegen und Buchungen. Gute Cloud-Lösungen erfüllen das durch Protokollierung und geschützte Archivierung. Achten Sie auf eine klare Aussage des Anbieters zur GoBD-Konformität und zur Verfahrensdokumentation.

Kann ich damit die Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR an ELSTER senden?

Viele Programme übertragen Umsatzsteuervoranmeldung und Einnahmenüberschussrechnung direkt an ELSTER. Die Software berechnet die Werte aus Ihren Buchungen und meldet sie ohne den Umweg über das ELSTER-Portal. Einige Tools gehen weiter und unterstützen auch die Einkommensteuererklärung. Prüfen Sie im Tarif, welche Meldungen enthalten sind, da der Umfang zwischen den Anbietern spürbar schwankt.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater?

Die meisten Programme bieten einen Export für den Steuerberater, häufig über die DATEV-Schnittstelle. Damit übergeben Sie Buchungen und Belege digital, statt Ordner zu verschicken. Manche Tools geben dem Steuerberater sogar einen eigenen Zugang. Wenn Sie mit einer Kanzlei zusammenarbeiten, ist ein sauberer DATEV-Export eines der wichtigsten Auswahlkriterien.

Was gilt bei der Kleinunternehmerregelung?

Als Kleinunternehmer nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz weisen Sie keine Umsatzsteuer aus, sofern Sie unter den gesetzlichen Umsatzgrenzen bleiben. In der Software stellen Sie dazu die Kleinunternehmerregelung ein, damit Rechnungen ohne Umsatzsteuer und mit dem passenden Hinweis erstellt werden. Die genauen Umsatzgrenzen ändern sich durch Reformen, weshalb Sie den aktuellen Stand prüfen sollten. Gute Programme unterstützen die Regelung ausdrücklich.

Ist die E-Rechnung für Freelancer Pflicht?

Im inländischen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen müssen auch Freelancer strukturierte E-Rechnungen empfangen können. Diese Empfangspflicht gilt in Deutschland seit Anfang 2025, während die Pflicht zum Ausstellen von E-Rechnungen gestaffelt eingeführt wird. Aktuelle Buchhaltungssoftware erstellt und liest die Formate XRechnung und ZUGFeRD. Prüfen Sie beim Anbieter, ob Empfang und Erstellung von E-Rechnungen enthalten sind, und beachten Sie den jeweils gültigen Rechtsstand.

Cloud oder Desktop, was ist besser für Freelancer?

Für die meisten Freelancer ist eine Cloud-Lösung die praktischere Wahl. Sie läuft im Browser und auf dem Smartphone, aktualisiert sich automatisch, sichert die Daten online und erlaubt den direkten Zugriff für den Steuerberater. Desktop-Programme bieten dafür volle Datenhoheit auf dem eigenen Rechner und laufen ohne ständige Internetverbindung. Wer mobil und ohne Wartungsaufwand arbeiten will, fährt mit der Cloud meist besser.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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