Das Tempelhofer Feld bebauen oder die großen Wohnungskonzerne vergesellschaften: Über diese beiden Wege streitet Berlin nicht erst seit der Wahl vom 20. September. Die Investitionsbank Berlin hält 21.414 Wohnungen am Rand des Feldes für finanzierbar, die Linke will als stärkste Partei rund 220.000 Konzernwohnungen in öffentliche Hand holen. Beide Pläne kosten Milliarden und hängen an Gesetzen, die erst geändert oder geschrieben werden müssten.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenFür Arbeitgeber in Berlin kann eine fehlende Wohnung über die Zusage einer neuen Fachkraft entscheiden. 2025 wurde in Berlin nur gut die Hälfte der angestrebten Wohnungen fertig. Hier lesen Sie, was eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes kosten würde, was serielles Bauen tatsächlich spart und welche Logik hinter dem Plan der Linken steckt. Eine Gegenrechnung zeigt, wie viele neue Wohnungen das Geld für eine Vergesellschaftung finanzieren könnte.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Tempelhofer Feld gehört dem Land Berlin, ein Gesetz aus dem Volksentscheid von 2014 verbietet dort den Bau von Gebäuden. Das Abgeordnetenhaus könnte das Gesetz mit einfacher Mehrheit ändern und hat das für Flüchtlingsunterkünfte schon zweimal getan.
- Die Investitionsbank Berlin (IBB) rechnet für 21.414 Wohnungen in serieller Bauweise am Rand mit 7,88 Milliarden Euro und einer Nettokaltmiete von 16 Euro je Quadratmeter. Die Kosten der Verkehrsanbindung, etwa für einen neuen S-Bahnhof, fehlen in dieser Summe.
- Serielles Bauen verkürzt die Bauzeit spürbar, für die oft versprochenen Kosteneinsparungen fehlen bisher belastbare Belege. Einen großen Kostenvorteil am Feld bringt der landeseigene Boden, den die IBB auf rund 2,6 Milliarden Euro schätzt.
- Die Linke will rund 220.000 Konzernwohnungen vergesellschaften und zusätzlich 7.500 kommunale Wohnungen im Jahr bauen. Eine Vergesellschaftung soll die Mieter der betroffenen Wohnungen schützen, schafft aber keine zusätzliche Wohnung und dürfte die Gerichte über Jahre beschäftigen.
1 Mit welchem Anteil stimmten die Teilnehmenden 2014 für das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes? Aufklappen ↓
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2 Wie viele Wohnungen sieht der Entwurf von Hans Kollhoff und Tobias Nöfer am Rand des Feldes vor? Aufklappen ↓
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3 Welche Nettokaltmiete je Quadratmeter errechnet die Investitionsbank Berlin für die Neubauten am Feld? Aufklappen ↓
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4 Wie viele Wohnungen wurden 2025 in Berlin fertiggestellt? Aufklappen ↓
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5 Was spart serielles Bauen nach den bisherigen Erfahrungen vor allem? Aufklappen ↓
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Wie angespannt ist der Berliner Wohnungsmarkt?

Sehr angespannt: 2025 wurden in Berlin nur 11.027 Wohnungen fertig, 28 Prozent weniger als im Vorjahr und gut die Hälfte des Senatsziels von bis zu 20.000. Bis 2040 braucht die Stadt nach dem Stadtentwicklungsplan Wohnen 222.000 neue Wohnungen.
Der Rückgang fällt in Berlin stärker aus als im Bund. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg spricht vom stärksten Einbruch im Zehnjahresvergleich, 2019 waren noch 18.999 Wohnungen fertig geworden. Deutschlandweit sank die Zahl um 18 Prozent auf rund 206.600 Wohnungen, so wenige wie seit 2012 nicht mehr. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beziffert den Bedarf auf rund 320.000 im Jahr.
Der Berliner Bedarf von 222.000 Wohnungen setzt sich laut Senat aus zwei Teilen zusammen. 85.000 Wohnungen braucht die Stadt für rund 187.000 zusätzliche Einwohner, 137.000 weitere, damit der Markt wieder eine Umzugsreserve von 3 Prozent erreicht. Gemeinwohlorientierte Bauherren wie landeseigene Gesellschaften oder Genossenschaften sollen möglichst jede zweite neue Wohnung errichten.
Gut 84 Prozent der Berliner Haushalte wohnen zur Miete, die Eigentümerquote liegt mit 15,8 Prozent so niedrig wie in keinem anderen Bundesland. Die Mieten entscheiden in Berlin also über die Lebenshaltungskosten fast der ganzen Stadt.
Die Bauämter genehmigten 2025 nach acht Jahren Rückgang wieder mehr Wohnungen: 13.754, ein Plus von 40,7 Prozent. Von Januar bis Juli 2026 lagen die Genehmigungen noch einmal 28,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Genehmigt heißt allerdings nicht gebaut: Bundesweit vergingen 2025 im Schnitt 27 Monate von der Genehmigung bis zur Fertigstellung.
- Halbe Zielmarke: 11.027 fertige Wohnungen im Jahr 2025 entsprechen 55 Prozent der 20.000, die der Senat anstrebte.
- Umzugsreserve: 137.000 der 222.000 benötigten Wohnungen braucht Berlin allein, damit wieder eine Umzugsreserve von 3 Prozent entsteht.
- Genehmigungen: 2025 bewilligten die Bauämter erstmals seit acht Jahren wieder mehr Wohnungen, bundesweit vergehen bis zur Fertigstellung aber im Schnitt 27 Monate.
Warum ist Neubau in Deutschland so teuer geworden?

Baukosten und Zinsen sind gleichzeitig gestiegen: Eine Neubauwohnung kostet in deutschen Großstädten im Median 4.630 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, mit Grundstück rund 5.390 Euro. Im freifinanzierten Neubau ist eine Kaltmiete unter 20 Euro damit laut ARGE Kiel praktisch nicht darstellbar.
Die Zahlen stammen aus der Studie der Kieler Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) zum Wohnungsbau-Tag im März 2026, Kostenstand Ende 2025. Seit 2020 stiegen die Kosten in nahezu allen Kostengruppen um mindestens 52 Prozent. 2010 hatte der Median noch bei rund 2.180 Euro je Quadratmeter gelegen. Den stärksten Schub brachte das Jahr 2022: Im Mai lagen die Baupreise für konventionelle Wohngebäude laut Statistischem Bundesamt 17,6 Prozent über dem Vorjahr, der höchste Anstieg seit 1970.
Der zweite Kostentreiber ist der Zins. Ein Baukredit mit mehr als zehn Jahren Zinsbindung kostete laut Bundesbank im Dezember 2021 effektiv 1,34 Prozent, im Juli 2026 dagegen 3,92 Prozent. Ende September nannten große Kreditvermittler für zehn Jahre Zinsbindung Sätze von rund 4,1 bis 4,4 Prozent, nach zwei Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank im Juni und September. Allein Zins und Tilgung verlangen nach ARGE-Rechnung mindestens 18 Euro Kaltmiete je Quadratmeter.
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat das Zusammenspiel durchgerechnet. Steigen die Baukosten um 5 Prozent und zugleich die Zinsen, steigt die rechnerische Anfangsmiete um 16,9 Prozent statt um 5 Prozent. Erst der teurere Kredit macht aus einer moderaten Kostensteigerung einen kräftigen Mietsprung.
Hinzu kommen Zeit und Vorschriften. Ein Bebauungsplan brauchte in Berlin nach einer Auswertung von bulwiengesa im Auftrag des Immobilienverbands BFW zuletzt im Schnitt 112 Monate, also gut neun Jahre. Verfahren, die der Senat selbst führt, dauerten zwischen 2022 und 2024 im Schnitt sechs Jahre. Wie stark Vorschriften und Genehmigungsverfahren die Kosten zusätzlich treiben, beschreibt unser Beitrag über das Baurecht-Chaos in Deutschland.
Land und Bund versuchen gegenzusteuern. Seit dem 22. Dezember 2024 gilt das Berliner Schneller-Bauen-Gesetz mit über 50 Änderungen in zehn Landesgesetzen, seit dem 30. Oktober 2025 der Bau-Turbo des Bundes, der Abweichungen vom Planungsrecht erlaubt. Bis Anfang März 2026 meldete allerdings keiner der Bezirke, die auf eine Anfrage im Abgeordnetenhaus antworteten, eine Genehmigung nach dem Bau-Turbo. Den Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E, der einfachere Standards erlauben soll, hat das Bundeskabinett bis Ende September nicht beschlossen.
- 4.630 Euro: So viel kostet ein Quadratmeter Neubau in Großstädten im Median, noch ohne Grundstück.
- Zinshebel: 5 Prozent höhere Baukosten plus gestiegene Zinsen bedeuten laut GdW 16,9 Prozent mehr Anfangsmiete.
- Bau-Turbo ohne Wirkung: Bis März 2026 meldete keiner der antwortenden Berliner Bezirke eine Genehmigung nach der neuen Regel.
Was bringt serielles Bauen wirklich?

Vor allem Tempo: Projekte aus der Rahmenvereinbarung der Wohnungswirtschaft brauchen laut GdW vom Zuschlag bis zum Einzug rund 18 Monate, konventionell etwa doppelt so lange. Belastbare Zahlen zu Kosteneinsparungen sind laut Bundesinstitut BBSR dagegen rar.
Seriell bauen heißt, Gebäude nach einem festen Typ immer wieder zu errichten, meist aus vorgefertigten Wänden, Decken oder Bädern. Beim modularen Bauen kommen ganze Raumzellen aus der Fabrik und werden vor Ort nur gestapelt. Der Vorfertigungsgrad reicht laut BBSR von 25 bis 35 Prozent im rationalisierten Wohnungsbau bis zu 90 Prozent beim Modulbau.
Im Geschosswohnungsbau bleibt die Methode eine Nische. 2024 entstanden laut Statistischem Bundesamt nur 720 Gebäude mit mindestens drei Wohnungen als Fertigteilbau, gegenüber rund 11.900 konventionell errichteten. Rechnerisch sind das knapp 6 Prozent.
Konkrete Serienpreise stammen vom GdW. Für seine Rahmenvereinbarung Serielles und modulares Bauen 2.0 erhielten 20 Bieter mit 25 Konzepten im Oktober 2023 den Zuschlag, zu Preisen zwischen 2.370 und 4.370 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Der Median lag bei rund 3.000 Euro, ohne Keller, Tiefgarage und Aufzug. Nach den bisherigen Erfahrungen kommen laut Deutschem Architektenblatt 500 bis 700 Euro je Quadratmeter hinzu. Die kürzere Bauzeit beziffert Fabian Viehrig, Leiter Bauen und Technik beim GdW, auf rund 18 statt 36 Monate.
Mit diesen Aufschlägen landen die Serienpreise ungefähr dort, wo die ARGE die reinen Bauwerkskosten im Median verortet, bei 3.500 bis 3.750 Euro. Die Zahlen stammen aus verschiedenen Jahren und sind nur grob vergleichbar. In einem eigenen Modell rechnet der GdW vor, was günstigere Serien bewirken könnten. Sinken die Baukosten von 4.500 auf 3.200 Euro, fällt die nötige Anfangsmiete in seinem Modell von 18 auf 14 Euro. Mit einem auf 1 Prozent gesenkten Zins käme die Miete auf 12 Euro.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) versprach im Juni 2025 deutlich mehr: Mit serieller Vorfertigung ließen sich „30 bis 40 Prozent ganz leicht reinholen“. Das BBSR hatte schon 2023 nach Auswertung von 15 Jahren Forschung festgestellt, dass belastbare Daten zu realen Einsparungen rar sind. Unter Verweis auf eine Studie von 2021 schrieb das Institut, modulares Bauen sei wegen der geringen Vorfertigung bei der Haustechnik „nach wie vor gut 10–20 % teurer“ als konventionelles.
| Projekt oder Quelle | Kosten je Quadratmeter | Was die Zahl umfasst |
|---|---|---|
| ARGE Kiel, Median deutscher Großstädte (Ende 2025) | 4.630 € | Herstellungskosten je m² Wohnfläche, ohne Grundstück |
| ARGE Kiel, Bauwerkskosten (Ende 2025) | 3.500 bis 3.750 € | Median der Kostengruppen 300 und 400 |
| GdW-Rahmenvereinbarung 2.0 (Zuschlag 2023) | 2.370 bis 4.370 €, Median rund 3.000 € | Serielle Konzepte, ohne Keller, Tiefgarage und Aufzug |
| IBB-Szenario Tempelhofer Feld (2026) | 3.800 € | Hochbaukosten bei serieller Bauweise und großer Stückzahl |
| HOWOGE, Anne-Frank-Straße (Angabe 2026) | rund 3.700 € | Je m² Mietfläche, 583 Wohnungen |
| Stadt und Land, Johanna-Tesch-Straße (Angabe 2026) | unter 3.150 € | Kostengruppen 200 bis 700, 150 Wohnungen |
| Modulare Unterkünfte für Geflüchtete, Berlin (Angabe 2021) | mindestens 3.500 € | Baukosten, Berechnung der Berliner Zeitung |
Berlin hat mit serieller Bauweise Erfahrung. Seit 2016 errichtet das Land an 53 Standorten modulare Unterkünfte für Geflüchtete, kurz MUF. Die Häuser bestehen aus vorgefertigten Betonmodulen und sind auf 50 bis 60 Jahre Lebensdauer ausgelegt. Billig waren diese Häuser nicht: Der damalige Finanzsenator Matthias Kollatz bezifferte die Kosten auf rund 16 Millionen Euro je Unterkunft, die Berliner Zeitung errechnete daraus 2021 mindestens 3.500 Euro je Quadratmeter.
Die modularen Holz-Ergänzungsbauten der Berliner Schulbauoffensive sind bis zu 90 Prozent vorgefertigt: Der Rohbau steht in elf Tagen, das ganze Gebäude in zehn Monaten ab baureifem Grundstück. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land bezifferte 2023 den Preisvorteil ihres seriellen Typenhauses auf „regelmäßig etwa 400 Euro unter konventionellen Ausschreibungen“. Seit Ende 2023 erkennt Berlin zudem Typengenehmigungen anderer Bundesländer an.
- Schneller: Vom Zuschlag bis zum Einzug vergehen laut GdW rund 18 statt etwa 36 Monate.
- Nicht automatisch billiger: Mit Keller, Aufzug und Anpassungen landen Serienpreise nahe den üblichen Bauwerkskosten.
- Nische: Nur knapp 6 Prozent der 2024 fertigen Mehrfamilienhäuser waren Fertigteilbauten.
Was hat der Volksentscheid von 2014 entschieden?

Der Volksentscheid hat ein Bauverbot zum Gesetz gemacht: Am 25. Mai 2014 stimmten 739.124 Berlinerinnen und Berliner, 64,3 Prozent der Teilnehmenden, für das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes. Paragraf 5 verbietet dem Land als Eigentümer, dort Gebäude zu errichten.
Rund 300 Hektar misst das Feld laut Gesetz, das gesamte Areal mit dem versiegelten Vorfeld 355 Hektar. Der Große Tiergarten kommt auf 210 Hektar. Seit dem 8. Mai 2010 ist das frühere Flugfeld ein öffentlicher Park, betrieben von der landeseigenen Grün Berlin GmbH. Das Gesetz hält fest: „Eigentümerin des Tempelhofer Feldes ist und bleibt das Land Berlin“. Einen Kaufpreis für Bauland müsste hier also niemand zahlen.
Genau diese Fläche wollte der Senat 2014 an den Rändern bebauen. Die Planung sah bis zu 4.700 Wohnungen und die Zentral- und Landesbibliothek vor, 230 Hektar sollten Park bleiben. Beim Volksentscheid setzte sich der Entwurf der Initiative „100 % Tempelhofer Feld“ in allen zwölf Bezirken durch, der Gegenentwurf des Abgeordnetenhauses fiel mit 40,7 Prozent Zustimmung durch.
Ein Volksgesetz steht nicht über dem Parlament
Rechtlich hat das Tempelhofer-Feld-Gesetz, kurz ThF-Gesetz, denselben Rang wie jedes andere Landesgesetz. Das Berliner Verfassungsgericht sieht Volksgesetz und Parlamentsgesetz „auf Augenhöhe“, wie der frühere Parlamentspräsident Ralf Wieland (SPD) 2021 der taz sagte. Eine einfache Mehrheit im Abgeordnetenhaus genügt also für eine Änderung.
Zweimal hat das Parlament davon bereits Gebrauch gemacht. 2016 erlaubte die damalige Koalition aus SPD und CDU befristet mobile Unterkünfte für Geflüchtete auf zwölf Hektar am Rand, daraus entstand das Tempohome am Columbiadamm mit 1.024 Plätzen. 2024 verlängerten CDU und SPD die Frist bis Ende 2028 und erweiterten die Fläche auf rund 14,4 Hektar. Für Container reichte der politische Wille, für Wohnungen bisher nicht.
Gegen eine Bebauung spricht neben dem Votum von 2014 auch das Stadtklima. Das Gesetz nennt die Wiesen ein Kaltluftentstehungsgebiet. Kaltluft aus solchen Flächen wirkt laut Berliner Umweltatlas 50 bis 300 Meter tief in die angrenzende Bebauung, hier in Quartiere mit teils mehr als 700 Einwohnern je Hektar. Das Vogelmonitoring im Auftrag von Grün Berlin zählte 2022 auf dem Feld 191 Reviere der gefährdeten Feldlerche. Eine Zählung im Spätsommer 2023 ergab im Schnitt 157.016 Besuche pro Woche.
| Thema | Für eine Randbebauung | Gegen eine Randbebauung |
|---|---|---|
| Boden | Gehört bereits dem Land, kein Grundstückskauf nötig | Die Wiesen gingen als Freifläche dauerhaft verloren |
| Klima | Neubau soll laut Koalitionsvertrag 2023 im Betrieb klimaneutral sein | Kaltluft kühlt dicht bebaute Nachbarquartiere |
| Natur | Kein Wald, überwiegend Wiese und Magerrasen | 191 Feldlerchen-Reviere (2022), schutzwürdiges Biotop |
| Verkehr | Innenstadtlage mit U-Bahn und Ringbahn in der Umgebung | Neuer S-Bahnhof nötig, in der IBB-Rechnung nicht enthalten |
| Demokratie | Umfragen 2025/2026: 57 bis 59 % für eine maßvolle Randbebauung | Volksentscheid 2014: 64,3 % für den Erhalt |
| Menge | Bis zu 21.414 Wohnungen an einem Standort | Die Flächen im Stadtentwicklungsplan reichen nach Senatsangaben auch ohne das Feld |
Das Bauverbot auf dem Tempelhofer Feld steht in einem einfachen Landesgesetz, das eine Parlamentsmehrheit jederzeit ändern kann. Gegen eine Bebauung sprechen neben dem Votum von 2014 das Stadtklima und 191 Feldlerchen-Reviere.
Was würde eine Randbebauung kosten?

7,88 Milliarden Euro für 21.414 Wohnungen, rechnet die Investitionsbank Berlin vor, ohne die Verkehrsanbindung. Grundlage ist der Entwurf der Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer vom Mai 2026, der eine Bebauung von rund einem Drittel der Fläche am Rand vorsieht.
CDU und SPD schrieben 2023 in ihren Koalitionsvertrag, ein internationaler Wettbewerb solle die Möglichkeiten einer „behutsamen Randbebauung“ ausloten. Bauen sollten nur landeseigene Gesellschaften und gemeinwohlorientierte Genossenschaften. Die Koalition sprach später von rund 5.000 Wohnungen, nur wenig mehr als die 4.700 aus dem Senatsplan von 2014.
Das Beteiligungsverfahren lief anders, als die Koalition gehofft hatte. In zwei Dialogwerkstätten im September 2024, zu denen rund 275 ausgeloste Berlinerinnen und Berliner eingeladen waren, lehnte die Mehrheit der Teilnehmenden eine Randbebauung ab. Beim anschließenden Ideenwettbewerb gingen 164 Entwürfe ein, die Jury kürte im Juni 2025 sechs gleichrangige Arbeiten. Nur zwei davon sehen Wohnungsbau vor. Drei Millionen Euro kostete das Verfahren laut Tagesspiegel, konkrete Folgen blieben aus.
Erst am 20. Mai 2026 kam Bewegung von außen: Kollhoff und Nöfer stellten ihren Plan „Zuhause am Tempelhofer Feld“ vor, veröffentlicht über das Deutsche Institut für Stadtbaukunst. Vorgesehen ist eine Blockrandbebauung in serieller Bauweise nach dem Vorbild der dichten Kieze in Kreuzberg und Neukölln. Die Mitte mit rund 200 Hektar bliebe frei. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) lobte: „Das ist ein neuer, großartiger Vorschlag aus der Zivilgesellschaft.“ Der Finanzsenator werde nun die Finanzierbarkeit prüfen, kündigte Wegner an.
Laut Tagesspiegel hält die Investitionsbank Berlin (IBB) das Vorhaben für „durchführbar und finanzierbar“. Das Land müsste eine neue landeseigene Gesellschaft mit 2 Milliarden Euro Eigenkapital ausstatten, den Rest würden Förder- und Bankdarlehen decken, 30 Prozent der Wohnungen wären gefördert. Voll vermietet brächten die Wohnungen 244 Millionen Euro Nettomiete im Jahr. Veröffentlichen will die IBB ihre Analyse nicht, die Zahlen stammen aus Presseberichten und einer Senatsantwort an das Abgeordnetenhaus.
Was in der Rechnung fehlt
Die 7,88 Milliarden Euro liegen gut 1 Milliarde Euro unter den rund 9 Milliarden, die die Architekten selbst veranschlagt hatten. Nicht enthalten sind die Kosten der Verkehrsanbindung, etwa für einen neuen S-Bahnhof. Diese Kosten müsste laut IBB nicht die neue Baugesellschaft tragen, sondern je nach Verkehrsmittel etwa die Deutsche Bahn oder die landeseigene BVG. Für die Sanierung belasteter Böden setzt die IBB 186 Euro je Quadratmeter an. Altlasten sind aus dem Bereich des alten Hafens und der alten Gärtnerei bekannt, weitere punktuelle Belastungen schließt der Senat nicht aus.
Pro Wohnung ergeben die IBB-Zahlen rechnerisch rund 368.000 Euro Gesamtkosten, weil Erschließung, Kitas und Schulen bereits eingerechnet sind. Ob ein neuer Stadtteil an der Preisfrage scheitert, diskutiert Freiburg gerade am geplanten Stadtteil Dietenbach. Im Freiburger Metzgergrün kosten 119 Quadratmeter Eigentum samt Nebenkosten schon knapp eine Million Euro. Die größten geplanten Quartiere Berlins erreichen nicht einmal die Hälfte der Tempelhof-Pläne. Der Blankenburger Süden ist mit rund 8.600 Wohnungen geplant, das Schumacher Quartier in Tegel mit über 5.000. Die ersten 327 Wohnungen in Tegel sollen Anfang 2029 bezugsfertig sein.
- 368.000 Euro: So hoch sind die Gesamtkosten je neuer Wohnung am Feld nach den IBB-Zahlen, Schulen und Kitas eingeschlossen.
- Offene Posten: Verkehrsanbindung und mögliche Altlasten können die Summe noch erhöhen.
- Beteiligung ohne Folgen: Das offizielle Verfahren kostete 3 Millionen Euro, durchrechnen ließ der Senat erst einen privaten Entwurf.
Taugt das Tempelhofer Feld als Vorbild für serielles Bauen?

Als Standort taugt das Feld, als Beleg für günstige Mieten nicht. Die Fläche gehört dem Land, ist groß genug für Tausende gleicher Wohnungen und ließe sich aus einer Hand bebauen. Trotz serieller Bauweise kommt die IBB aber auf 16 Euro Kaltmiete, mehr als doppelt so viel wie im Bestand der Landeseigenen.
Der erste Vorteil ist der Boden. Die IBB schätzt den Wert der Bauflächen auf rund 2,6 Milliarden Euro, umgerechnet gut 120.000 Euro je geplante Wohnung. Statt den Boden zu kaufen, würde die neue Gesellschaft im IBB-Modell ein Erbbaurecht erhalten und dafür rund 26 Millionen Euro im Jahr an das Land zahlen. Nach den ARGE-Zahlen entfallen in deutschen Großstädten rund 14 Prozent der Vollkosten auf das Grundstück, am Tempelhofer Feld fällt dieser Kaufpreis weg.
Der zweite Vorteil ist die Größe. Serielles Bauen rechnet sich über Stückzahlen. Mit 21.414 Wohnungen an einem Ort wäre die Randbebauung das mit Abstand größte Bauvorhaben der Hauptstadt, weshalb die IBB Hochbaukosten von 3.800 Euro je Quadratmeter für erreichbar hält. IBB-Chef Hinrich Holm nennt die Abhängigkeit von diesen Skaleneffekten zugleich das größte Risiko. Die Rechnung gehe nur auf, wenn eine einzige Gesellschaft das ganze Vorhaben seriell umsetzt, ein Regierungswechsel während der Bauzeit könne das gefährden.
Beim Zeitplan hilft die Serie nur auf der Baustelle. Vorher müsste das Abgeordnetenhaus das ThF-Gesetz ändern, danach bräuchte das Feld einen Bebauungsplan, Gutachten zu Boden und Artenschutz sowie eine Lösung für den S-Bahnhof. Ein Bebauungsplanverfahren dauert in Berlin im Schnitt gut neun Jahre, beim Senat selbst sechs. Aus dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg kamen laut Tagesspiegel bereits Zweifel am Zeitplan der Architekten.
Bleibt die Miete. Die 16 Euro liegen unter den 19,97 Euro, die Neubauangebote in Berlin 2025 laut IBB-Wohnungsmarktbericht im Schnitt kosteten. Für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein sieht die Berliner Förderung jedoch Einstiegsmieten von 7,00, 9,50 und 11,50 Euro vor. 2025 bewilligte das Land rund 1,3 Milliarden Euro Fördermittel für 5.175 Wohnungen. Das meiste Geld floss als zinsloses oder zinsgünstiges Darlehen. Für eine Miete unter 7 Euro beziffert die ARGE den Förderbedarf auf 3.225 Euro je Quadratmeter, bezogen auf Investitionskosten von 5.000 Euro.
Unser Befund: Als Labor für serielles Bauen auf öffentlichem Boden hat Berlin keine bessere Fläche. Das Feld könnte zeigen, wie weit eine einzige landeseigene Gesellschaft mit Typenhäusern auf eigenem Grund die Kosten drückt, so wie ein Autowerk seine Stückkosten erst über hohe Stückzahlen senkt. Sozialmieten wären aber auch dort nur mit Subvention möglich, für 30 Prozent der Wohnungen hat die IBB diese Förderung bereits eingeplant.
- Boden als Vorteil: Den Grundstückswert von rund 120.000 Euro je Wohnung muss am Feld niemand bezahlen, statt eines Kaufpreises fließt Erbbauzins an das Land.
- Eine Hand: Die Serienpreise setzen voraus, dass eine einzige Gesellschaft über viele Jahre durchbaut.
- Miete bleibt Förderfrage: Eine Miete unter 7 Euro erreicht auch der günstigste Neubau nur mit Subvention.
Warum setzt die Linke auf Vergesellschaftung statt auf Neubau?

Neubau senkt nach Überzeugung der Linken nicht die Mieten derer, die schon eine Wohnung haben. Deshalb will die Partei rund 220.000 Wohnungen großer Konzerne dauerhaft in öffentliche Hand holen. Gegen Neubau ist die Linke trotzdem nicht, das Wahlprogramm sieht zusätzlich 7.500 kommunale Wohnungen im Jahr vor.
Am 20. September 2026 wurde die Linke nach dem vorläufigen Ergebnis mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft in Berlin. Ein Bündnis mit Grünen und SPD käme auf 95 von 158 Sitzen, die erste Sondierungsrunde der drei Parteien ist für den 1. Oktober angesetzt. Die Vergesellschaftung gehört zu den Knackpunkten. Linke und Grüne wollen den Volksentscheid von 2021 umsetzen, bei dem 57,6 Prozent der Teilnehmenden mit Ja stimmten, SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach lehnte eine Vergesellschaftung im Wahlkampf ab. In einer Nachwahlbefragung von Infratest dimap sprachen sich 51 Prozent der Befragten dagegen aus, große Wohnungsunternehmen gegen Entschädigung zu enteignen, 37 Prozent waren dafür.
Laut Wahlprogramm werde jede Koalition unter Beteiligung der Linken „innerhalb der Legislatur“ ein Vergesellschaftungsgesetz erarbeiten, auf Grundlage des Entwurfs der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Betroffen wären private Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin. Rechtlich wäre der Schritt keine Enteignung im engeren Sinn, sondern eine Vergesellschaftung nach Artikel 15 des Grundgesetzes, die eine Entschädigung unter dem Marktwert erlauben könnte.
Die Logik dahinter beginnt bei den Mieten im Bestand. In einer Stadt, in der gut 84 Prozent der Haushalte mieten, entscheiden bestehende Verträge über die Lebenshaltungskosten der allermeisten Berlinerinnen und Berliner. Die Tabelle zeigt, wie weit Bestands- und Neubaumieten auseinanderliegen.
| Wohnungssegment | Nettokaltmiete je m² | Stand |
|---|---|---|
| Landeseigene Gesellschaften, Bestand | 7,09 € | Ende 2025 |
| Deutsche Wohnen und Vonovia, Berliner Bestand | 8,26 € | September 2026, Angabe von Deutsche Wohnen |
| Geförderter Neubau, Einstiegsmieten | 7,00 / 9,50 / 11,50 € | Förderbestimmungen 2026 |
| BBU-Mitglieder, Erstvermietung im Neubau | 13,55 € | 2025 |
| IBB-Szenario Tempelhofer Feld | 16,00 € | Prüfbericht 2026 |
| Angebotsmieten Berlin, alle Wohnungen | 17,76 € | 2025 |
| Neubauangebote Berlin | 19,97 € | 2025 |
Neubau hält die Linke deshalb für das falsche Werkzeug gegen hohe Mieten. Selbst im Tempelhof-Szenario mit seinen Serienpreisen liegt die Miete mehr als doppelt so hoch wie im Bestand der Landeseigenen. Das Wahlprogramm formuliert den Befund zugespitzt: Das Mantra „Bauen! Bauen! Bauen!“ sei gescheitert, weil „das Falsche gebaut“ werde. Die Initiative argumentiert ähnlich, Bauen löse nur die Probleme des Zuzugs, nicht die derjenigen, die bereits eine Wohnung haben.
Auch die vom Senat eingesetzte Expertenkommission stützte 2023 diese Sicht. Nur ein Viertel der Flächen für die rund 200.000 möglichen Neubauwohnungen bis 2030 gehöre dem Land, zudem liefen geförderte Mietbindungen nach 30 Jahren aus. Neubau sei deshalb „qualitativ nicht mit der Vergesellschaftung vergleichbar“. Am Tempelhofer Feld greift das Flächenargument allerdings nicht, denn dort gehört der Boden dem Land.
Kein Entweder-oder im Programm
Der Vorwurf, die Linke wolle nur umverteilen statt bauen, geht am Programm vorbei. Die Partei will den landeseigenen Gesellschaften jährlich bis zu 2 Milliarden Euro Eigenkapital zuführen, um 7.500 kommunale Neubauwohnungen im Jahr zu finanzieren. Die Mieten sollen nach Einkommen gestaffelt zwischen 6 und 12 Euro je Quadratmeter liegen. Hinzu kommen ein einjähriger Mietenstopp bei den Landeseigenen und danach höchstens 1 Prozent Erhöhung pro Jahr.
Das Tempelhofer Feld dagegen soll nach dem Willen der Linken frei bleiben. Die Partei verweist auf mehr als 60.000 genehmigte, aber nicht gebaute Wohnungen in der Stadt. Die Grünen lehnen die Randbebauung ebenfalls ab, die SPD schließt sie in ihrem Programm aus, solange andere Flächen ungenutzt sind. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hatte die Wahl auch zur Abstimmung über die Randbebauung erklärt, seine Partei kam auf 18,8 Prozent.
- Bestand zuerst: Die Linke will vor allem die Mieten in bestehenden Wohnungen begrenzen.
- Neubau zusätzlich: 7.500 kommunale Wohnungen im Jahr stehen ebenfalls im Programm, gestützt auf bis zu 2 Milliarden Euro Landeskapital.
- Mietenstopp: Bei den Landeseigenen plant die Linke ein Jahr ohne Erhöhung, danach höchstens 1 Prozent im Jahr.
Was würde dasselbe Geld im Neubau bewirken?

Rechnerisch einiges. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) setzt für eine Vergesellschaftung 4 Milliarden Euro Landeskapital an. Nach dem Maßstab des Linken-Programms würde dieselbe Summe rund 15.000 neue Wohnungen zu 6 bis 12 Euro finanzieren. Der Vergleich hat aber mehrere Haken.
Schon die Ausgangssummen liegen weit auseinander. Die amtliche Kostenschätzung des Senats, veröffentlicht 2019, beziffert die Entschädigung für rund 243.000 Wohnungen auf 28,8 bis 36 Milliarden Euro. Die Initiative nennt heute 8 bis 18 Milliarden Euro und setzt dafür 40 bis 60 Prozent eines selbst geschätzten Marktwerts an. Das gewerkschaftsnahe IMK der Hans-Böckler-Stiftung kam am 25. September 2026 auf rund 13,5 Milliarden Euro für 210.000 Wohnungen, davon rund 4 Milliarden Euro als Eigenkapital des Landes. Die Rechtsgrundlagen und die Geschichte des Volksentscheids fasst unser Beitrag zur Enteignung von Immobilienkonzernen zusammen.
Je Wohnung ergibt das zwischen rund 36.000 Euro (Initiative, untere Grenze) und knapp 150.000 Euro (Senat, obere Grenze). Beim Rückkauf von 2021 zahlten HOWOGE, degewo und Berlinovo 2,46 Milliarden Euro für rund 14.750 Wohnungen und 450 Gewerbeeinheiten von Vonovia und Deutsche Wohnen, rechnerisch rund 167.000 Euro je Wohnung. Eine neue Wohnung am Tempelhofer Feld kostet nach den IBB-Zahlen rechnerisch rund 368.000 Euro, Erschließung und soziale Infrastruktur eingeschlossen. Bestand ist pro Einheit also deutlich günstiger zu haben als Neubau, nur bleibt die Zahl der Wohnungen in der Stadt dabei gleich.
Ein Rechenbeispiel mit den Zahlen der Linken
Angenommen, Berlin steckte die 4 Milliarden Euro Eigenkapital aus dem IMK-Modell in das Neubauprogramm der Linken. Bei 2 Milliarden Euro für 7.500 Wohnungen im Jahr entstünden rund 15.000 Wohnungen zu Mieten von 6 bis 12 Euro. Mit dem Verhältnis aus der IBB-Rechnung für Tempelhof, 2 Milliarden Euro Eigenkapital für 21.414 Wohnungen, kämen knapp 43.000 Wohnungen zusammen, allerdings überwiegend zu 16 Euro Miete. Eine Größenordnung von 10.000 zusätzlichen Wohnungen für dasselbe Geld liegt damit sogar unter beiden Rechnungen.
Der erste Haken betrifft die Finanzierung. Nach dem Modell der Initiative zahlt eine neue Anstalt öffentlichen Rechts die Konzerne mit Schuldverschreibungen aus, verzinst mit 3,5 Prozent und innerhalb von 100 Jahren aus den Mieten getilgt. Der Landeshaushalt soll dafür keine Schulden aufnehmen. Das Geld für eine Vergesellschaftung ist also größtenteils Kredit, der an den Mieten der übernommenen Wohnungen hängt. Die 4 Milliarden Euro Landeskapital, die das Rechenbeispiel umlenkt, sieht das Modell der Initiative gar nicht vor.
Ob sich die Anstalt aus den Mieten finanzieren lässt, bezweifelt der Rechnungshof von Berlin. Im Beratungsbericht vom März 2024 sahen die Prüfer eine uneingeschränkt kapitalmarktfähige Anstalt nur bei einer Entschädigung von 8 Milliarden Euro, dem niedrigsten von vier durchgerechneten Szenarien und der Untergrenze der Initiative. Bei 29 Milliarden Euro wären in den ersten zehn Jahren im Schnitt rund 700 Millionen Euro Zuschuss im Jahr nötig, bei 36 Milliarden rund 1 Milliarde. Der Rechnungshof sah „keine Möglichkeit, eine Vergesellschaftung mit vertretbaren Risiken umzusetzen“.
Der zweite Haken ist die Zeit. Das Rahmengesetz, das CDU und SPD im März 2026 beschlossen haben, tritt erst Ende März 2028 in Kraft und nennt den Verkehrswert als Ausgangspunkt jeder Entschädigung. Jede Vergesellschaftung bräuchte demnach ein eigenes Anwendungsgesetz. Die Bundesregierung aus Union und SPD will Vergesellschaftungen auf Landesebene per Bundesgesetz ausschließen, ein Entwurf liegt noch nicht vor. Mit Klagen bis nach Karlsruhe rechnen Juristen und Wirtschaftsforscher, die Linke selbst spricht von einem „Marathon, der einige Jahre dauern wird“.
Der dritte Haken liegt auf der Baustelle. 2025 stellten die landeseigenen Gesellschaften 4.692 Neubauwohnungen fertig und kauften 4.609 hinzu. Die 7.500 Wohnungen im Jahr aus dem Linken-Programm lägen rund 60 Prozent über der Neubauleistung von 2025. Ein Bauprogramm braucht neben Geld auch Flächen, Planer, Genehmigungen und Baufirmen. Derselbe Engpass träfe eine Randbebauung am Tempelhofer Feld.
Am Tempelhofer Feld gehört der Boden schon dem Land, trotzdem entsteht dort keine der 21.414 Wohnungen, deren Finanzierung die Investitionsbank Berlin für machbar hält. Eine Stadtregierung, die Milliarden für bestehende Wohnungen ausgibt und diese Fläche liegen lässt, schützt die Mieter von heute und vertröstet die Zuzügler von morgen.
Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
- Rechnungshof: Ohne Zuschuss käme eine Anstalt nur bei einer Entschädigung von 8 Milliarden Euro aus.
- Kein Umbuchen: Die Entschädigung wäre überwiegend Kredit, bedient aus den Mieten der übernommenen Wohnungen.
- Engpass Baustelle: Auch mit mehr Geld begrenzen Flächen, Personal und Verfahren den Neubau.
Was machen Wien, Hamburg und Kopenhagen anders?

Die drei Städte behandeln Wohnungsbau als Daueraufgabe mit festen Regeln. Wien baut mit einer Abgabe auf den Lohn und reservierten Flächen, Hamburg mit einem Bündnis und festen Genehmigungszielen, Kopenhagen mit einer städtischen Bodengesellschaft, deren Erlöse die Metro mitfinanzieren.
Rund 220.000 Gemeindewohnungen in etwa 1.800 Anlagen gehören der Stadt, dort leben rund 500.000 Menschen, jeder vierte Wiener. Mehr als 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener wohnen laut Stadt in einer geförderten oder städtischen Wohnung. Bemerkenswert ist die Zahl: 220.000 Wohnungen will die Linke in Berlin vergesellschaften, Wien hat ebenso viele seit rund 100 Jahren im Gemeindebau aufgebaut.
Finanziert wird der Wiener Wohnbau unter anderem über den Wohnbauförderungsbeitrag. Diese Abgabe zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte je zur Hälfte auf den Lohn: bis Ende 2025 insgesamt 1 Prozent, in Wien seit Januar 2026 1,5 Prozent. Zudem reserviert die Widmungskategorie „geförderter Wohnbau“ zwei Drittel der betroffenen Flächen für den sozialen Wohnbau. So entscheidet die Stadt schon bei der Widmung, was dort entsteht.
Hamburg setzt seit 2011 auf ein Bündnis für das Wohnen mit der Wohnungswirtschaft. In 15 Jahren kamen so rund 145.000 genehmigte und über 110.000 fertiggestellte Wohnungen zusammen, davon mehr als 30.000 Sozialwohnungen. Im März 2026 erneuerten die Partner das Bündnis zum vierten Mal, mit dem Ziel von mindestens 10.000 Genehmigungen im Jahr. Die Stadt räumt selbst ein, dieses Ziel sei in den kommenden Jahren „kaum zu erreichen“: 2025 genehmigte Hamburg laut Statistikamt Nord 6.676 Wohnungen.
Beim Preis setzt Hamburg auf den Hamburg-Standard: Schlankere Bauvorgaben und schnellere Genehmigungen sollen bis zu 2.000 Euro je Quadratmeter sparen. Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) hält hochwertigen Wohnungsbau für 3.000 Euro brutto je Quadratmeter für möglich, erprobt wird das in 13 Pilotprojekten mit rund 1.200 Wohnungen.
Kopenhagen zeigt, wie sich die Verkehrsanbindung bezahlen lässt, die in der Tempelhof-Rechnung fehlt. Die Entwicklungsgesellschaft By & Havn gehört zu 95 Prozent der Stadt und zu 5 Prozent dem dänischen Staat. Die Einnahmen der Gesellschaft aus Grundstücksverkäufen und Vermietungen in den neuen Stadtteilen Ørestad und Nordhavn fließen unter anderem in große Verkehrsprojekte, darunter die Metro. Für das Tempelhofer Feld, dessen S-Bahnhof in der IBB-Rechnung fehlt, wäre das ein naheliegendes Muster.
- Wien: Der Stadt gehören 220.000 Gemeindewohnungen, den geförderten Neubau finanziert unter anderem eine Abgabe auf den Lohn.
- Hamburg: Seit 2011 ein Bündnis mit festem Genehmigungsziel, 2025 blieb die Stadt mit 6.676 Genehmigungen deutlich darunter.
- Kopenhagen: Eine städtische Bodengesellschaft bezahlt aus Grundstückserlösen die Metro mit.
Was bedeutet der Berliner Wohnungsstreit für Unternehmen?

Arbeitgeber spüren den Wohnungsstreit vor allem bei den Mieten, die neue Beschäftigte in Berlin zahlen müssen. Bau- und Immobilienunternehmen betrifft zusätzlich, wer künftig öffentliche Aufträge vergibt und wie die Debatte um die Vergesellschaftung das Investitionsklima prägt.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Lücke bei den Mieten. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung würde zum durchschnittlichen Angebotspreis von 17,76 Euro rund 1.066 Euro kalt im Monat kosten. Im Bestand der Landeseigenen wären für dieselbe Fläche zu 7,09 Euro rund 425 Euro fällig. Neu zugezogene Fachkräfte müssen meist zu Angebotspreisen mieten, während langjährige Mieter in Berlin oft noch den deutlich niedrigeren Bestandspreis zahlen.
Für die Bauwirtschaft zählt, wer in den nächsten Jahren Aufträge vergibt. Private Bauherren errichteten 2024 laut der gemeinsamen Mitteilung von Berliner Sparkasse, Berliner Volksbank, DKB und IBB zwei Drittel der fertiggestellten Wohnungen. Die landeseigenen Gesellschaften erwarten für 2026 6.160 Baubeginne nach 4.370 im Jahr 2025, das Programm der Linken würde die öffentliche Nachfrage weiter erhöhen. Anbieter serieller Systeme könnten profitieren, falls Berlin große, einheitliche Lose ausschreibt.
Dieselben vier Institute warnten im Juni 2026, eine Vergesellschaftung schaffe „keinen einzigen Quadratmeter zusätzlichen Wohnraums“. Ein Gutachten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der vier Banken rät „dringend“ ab, auch weil über 40 Prozent der betroffenen Mieter mehr als das mittlere Einkommen hätten. Ob der Bund Vergesellschaftungen wie angekündigt verbieten kann, ist offen, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hält ein pauschales Verbot für „sicher nicht möglich“.
Für die eigene Planung sind diese Termine wichtig:
- 1. Oktober 2026: erste gemeinsame Sondierung der Linken mit Grünen und SPD
- 12. Oktober 2026: amtliches Endergebnis der Abgeordnetenhauswahl
- Ende März 2028: Inkrafttreten des Berliner Rahmengesetzes zur Vergesellschaftung
- 31. Dezember 2028: Ende der erlaubten Nutzung von Feldflächen für Flüchtlingsunterkünfte nach geltendem ThF-Gesetz
Die Mietlücke zwischen Bestand und Neuvermietung trifft vor allem neu angeworbene Fachkräfte. Für Bau- und Immobilienunternehmen entscheidet die Koalitionsbildung darüber, wie stark öffentliche Bauaufträge wachsen und ob ein jahrelanger Rechtsstreit um die Vergesellschaftung das Investitionsklima prägt.
Bebauen oder vergesellschaften: Was braucht Berlin jetzt?

Berlin braucht mehr Wohnungen in kürzerer Zeit. Der Rand des Tempelhofer Feldes wäre ein starker Standort für seriellen, öffentlichen Neubau, ist nach der Wahl aber politisch blockiert. Eine Vergesellschaftung soll die Mieter von rund 220.000 Wohnungen schützen, bindet aber über Jahre Kapital und Verwaltungskraft.
Wir halten die Gegenüberstellung von Wiese und Konzern für schief, aber lehrreich. Beide Maßnahmen lösen verschiedene Probleme: Die Vergesellschaftung soll die Mieten vorhandener Wohnungen sichern, der Neubau vergrößert den Bestand. Aufschlussreich wird der Vergleich über die Knappheit, denn beide Wege konkurrieren um Eigenkapital des Landes sowie um Personal in der Verwaltung und in den landeseigenen Gesellschaften.
Die Linke hat mit ihrem Programm selbst beziffert, wie viel Eigenkapital eine kommunale Wohnung zu 6 bis 12 Euro Miete erfordert. Für 7.500 Wohnungen veranschlagt die Partei bis zu 2 Milliarden Euro, also bis zu rund 267.000 Euro je Wohnung. Jede Milliarde, die als Eigenkapital oder Zuschuss in eine Entschädigung fließt, fehlt diesem Programm.
Das Tempelhofer Feld bleibt nach dieser Wahl voraussichtlich eine Wiese. Linke und Grüne lehnen die Randbebauung ab, die SPD schließt sie vorerst aus. Zusammen hätten die drei Parteien eine klare Mehrheit. Die Frage, ob Berlin seine größte landeseigene Freifläche für den Wohnungsbau nutzt, verschiebt sich so frühestens auf die nächste Wahlperiode.
Bis dahin muss Berlin anderswo schneller bauen. Der Senat selbst schreibt im Stadtentwicklungsplan Wohnen, die ausgewiesenen Flächen reichten für die 222.000 benötigten Wohnungen, sofern Berlin die Potenziale „konsequent“ aktiviert. Die Umsetzung stockt: 2025 wurden 28 Prozent weniger Wohnungen fertig als im Vorjahr, auch wenn die Genehmigungen wieder steigen. Serielles Bauen mit anerkannten Typengenehmigungen und schnellere Bebauungsplanverfahren würden überall helfen, am Tempelhofer Feld genauso wie in Tegel oder im Blankenburger Süden.
Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe zum Wohnungsbau in Berlin

Anstalt öffentlichen Rechts (AöR)
Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) heißt eine rechtsfähige Einrichtung des Staates mit eigenem Vermögen und klar umrissenem Auftrag. Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ will die vergesellschafteten Wohnungen in eine solche Anstalt überführen, Die Anstalt zahlt die Entschädigung in Schuldverschreibungen und tilgt diese aus den Mieten. Ein Weiterverkauf an private Investoren wäre ausgeschlossen.
Bau-Turbo
Bau-Turbo nennt sich § 246e des Baugesetzbuchs, in Kraft seit dem 30. Oktober 2025. Die Regel erlaubt den Bauaufsichtsbehörden für fünf Jahre, beim Wohnungsbau vom Planungsrecht abzuweichen, sofern die Gemeinde zustimmt und öffentliche Belange gewahrt bleiben. In Berlin meldete bis Anfang März 2026 keiner der antwortenden Bezirke eine Genehmigung auf dieser Grundlage.
Bebauungsplan
Bebauungsplan heißt die verbindliche Satzung einer Gemeinde, die festlegt, was auf welchem Grundstück entstehen darf, etwa Art und Maß der Nutzung, Gebäudehöhen und Baugrenzen. Ohne einen solchen Plan lässt sich ein neues Quartier wie am Tempelhofer Feld nicht genehmigen. In Berlin dauerte das Verfahren zuletzt im Schnitt gut neun Jahre.
Beschlussvolksentscheid
Beschlussvolksentscheid nennt man eine Volksabstimmung über einen Auftrag an Senat oder Parlament statt über einen fertigen Gesetzestext. Der Entscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ von 2021 fand eine Mehrheit von 57,6 Prozent der Teilnehmenden, war als solcher Beschluss aber rechtlich nicht bindend. Der Tempelhof-Volksentscheid von 2014 betraf dagegen einen Gesetzentwurf, der mit der Annahme Gesetz wurde.
Erbbaurecht
Erbbaurecht bezeichnet das Recht, auf einem fremden Grundstück für mehrere Jahrzehnte ein Gebäude zu errichten und zu nutzen. Der Eigentümer behält den Boden und erhält dafür einen jährlichen Erbbauzins. Im IBB-Modell für das Tempelhofer Feld würde das Land auf diesem Weg rund 26 Millionen Euro im Jahr einnehmen, ohne die Flächen zu verkaufen.
Gebäudetyp E
Gebäudetyp E steht für einen geplanten Vertragstyp, bei dem Bauherren und Baufirmen rechtssicher von nicht zwingenden Normen und Komfortstandards abweichen dürfen. Eine Abweichung von den anerkannten Regeln der Technik wäre dann nicht mehr automatisch ein Baumangel. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig bezeichnete den Gesetzentwurf im Juli 2026 als fertig, ein Kabinettsbeschluss folgte bis Ende September nicht.
Kaltluftentstehungsgebiet
Kaltluftentstehungsgebiet nennen Stadtklimatologen unbebaute Flächen, über denen sich nachts kühle Luft bildet und in angrenzende Viertel strömt. Das ThF-Gesetz nennt die Wiesen des Tempelhofer Feldes ausdrücklich so. Laut Berliner Umweltatlas wirkt solche Kaltluft 50 bis 300 Meter tief in die Bebauung hinein, ein Argument gegen eine dichte Randbebauung.
Kostenmiete
Kostenmiete ist die Miete, die ein Bauherr verlangen muss, um Kapitalkosten, Abschreibung, Verwaltung und Instandhaltung eines Neubaus zu decken, ohne Gewinnaufschlag. Nach Berechnungen der ARGE Kiel verlangt allein der Kapitaldienst derzeit mindestens 18 Euro je Quadratmeter. Liegt die tatsächliche Miete darunter, muss eine Förderung die Differenz ausgleichen.
Landeseigene Wohnungsunternehmen (LWU)
Landeseigene Wohnungsunternehmen (LWU) sind die sechs Berliner Gesellschaften degewo, Gesobau, Gewobag, HOWOGE, Stadt und Land sowie WBM, die dem Land gehören. Zusammen mit der Berlinovo besaßen die Landeseigenen Ende 2025 rund 404.000 Wohnungen. Die durchschnittliche Bestandsmiete der Landeseigenen lag Ende 2025 bei 7,09 Euro je Quadratmeter.
Modulares Bauen
Modulares Bauen ist die weitestgehende Form der Vorfertigung: Ganze Raumzellen mit Wänden, Böden und teils Haustechnik entstehen in der Fabrik und werden auf der Baustelle gestapelt. Der Vorfertigungsgrad erreicht bis zu 90 Prozent. Eine vom BBSR zitierte Studie von 2021 hält modulares Bauen wegen der Haustechnik für 10 bis 20 Prozent teurer als konventionelles Bauen.
Randbebauung
Randbebauung meint in der Tempelhof-Debatte den Bau von Wohnungen und Gewerbe nur an den Außenkanten des Feldes, während die innere Wiesenfläche frei bleibt. Der Senat plante 2014 bis zu 4.700 Wohnungen am Rand, der Entwurf von Kollhoff und Nöfer sieht 2026 rund 21.400 auf etwa einem Drittel der Fläche vor.
Serielles Bauen
Serielles Bauen bezeichnet das wiederholte Errichten gleicher Gebäudetypen nach einem festen Muster, oft aus vorgefertigten Bauteilen. Der Vorteil liegt vor allem in kürzeren Planungs- und Bauzeiten. In der GdW-Rahmenvereinbarung 2.0 liegen die Angebote bei 2.370 bis 4.370 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, ohne Keller und Aufzug.
ThF-Gesetz
ThF-Gesetz ist die Kurzform für das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes vom 14. Juni 2014, entstanden aus dem Volksentscheid vom 25. Mai 2014. Paragraf 5 verbietet dem Land als Eigentümer, auf dem Feld Gebäude und bauliche Anlagen zu errichten. Das Abgeordnetenhaus hat das Gesetz 2016 und 2024 für befristete Flüchtlingsunterkünfte geändert.
Typengenehmigung
Typengenehmigung nennt man die vorab erteilte, für viele identische Bauten gültige Genehmigung eines Gebäudetyps durch die Bauaufsicht. Das Einzelverfahren wird dadurch schlanker, entfällt aber nicht. Berlin erteilt solche Genehmigungen seit Ende 2023 über die Senatsverwaltung und erkennt Typengenehmigungen anderer Bundesländer an, sofern die Anforderungen an barrierefreies Bauen erfüllbar sind.
Vergesellschaftung
Vergesellschaftung bedeutet nach Artikel 15 des Grundgesetzes die Überführung von Grund und Boden, Naturschätzen oder Produktionsmitteln in Gemeineigentum gegen Entschädigung. Der Artikel wurde seit 1949 noch nie angewandt. Berlin hat im März 2026 ein Rahmengesetz dazu beschlossen, das Ende März 2028 in Kraft tritt.
Verkehrswert
Verkehrswert ist der Preis, der für eine Immobilie am Markt unter gewöhnlichen Umständen zu erzielen wäre. Im Streit um die Vergesellschaftung dient der Verkehrswert als Maßstab für die Entschädigung: Das Berliner Rahmengesetz nennt diesen Wert als Ausgangspunkt, die Initiative will 40 bis 60 Prozent eines selbst geschätzten Marktwerts zahlen. Den Verkehrswert der betroffenen rund 240.000 Wohnungen schätzte der Rechnungshof von Berlin 2024 auf rund 42 Milliarden Euro.
FAQ: Tempelhofer Feld bebauen oder Konzerne enteignen?
Warum wird das Tempelhofer Feld nicht bebaut?
Das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes verbietet dem Land Berlin, dort Gebäude zu errichten. Beschlossen haben die Berlinerinnen und Berliner das Gesetz im Volksentscheid vom 25. Mai 2014, 64,3 Prozent der Teilnehmenden stimmten zu. Das Abgeordnetenhaus könnte das Gesetz mit einfacher Mehrheit ändern, nach der Wahl 2026 lehnen Linke und Grüne eine Randbebauung aber ab, die SPD schließt sie vorerst aus.
Wie viele Wohnungen könnten auf dem Tempelhofer Feld entstehen?
Der Entwurf der Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer sieht 21.414 Wohnungen für rund 50.000 Menschen am Rand des Feldes vor, die Mitte mit rund 200 Hektar bliebe frei. Der Senat hatte 2014 bis zu 4.700 Wohnungen geplant, die CDU-SPD-Koalition sprach 2024 von rund 5.000.
Wem gehört das Tempelhofer Feld?
Das Tempelhofer Feld gehört dem Land Berlin, das Gesetz zum Erhalt des Feldes schreibt das ausdrücklich fest. Den Park betreibt die landeseigene Grün Berlin GmbH, das Flughafengebäude die ebenfalls landeseigene Tempelhof Projekt GmbH. Den Wert der Flächen, die der Entwurf von Kollhoff und Nöfer zur Bebauung vorsieht, schätzt die Investitionsbank Berlin auf rund 2,6 Milliarden Euro.
Wie viele Wohnungen fehlen in Berlin?
Laut Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 braucht Berlin bis 2040 insgesamt 222.000 neue Wohnungen, davon 85.000 für zusätzliche Einwohner und 137.000 zur Entlastung des Marktes. 2025 wurden nur 11.027 Wohnungen fertiggestellt, das Ziel des bisherigen Senats lag bei bis zu 20.000 pro Jahr.
Was kostet serielles Bauen pro Quadratmeter?
In der Rahmenvereinbarung Serielles und modulares Bauen 2.0 der Wohnungswirtschaft liegen die Angebote zwischen 2.370 und 4.370 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, im Median bei rund 3.000 Euro. Keller, Tiefgarage und Aufzug sind darin nicht enthalten, laut GdW kommen in der Praxis 500 bis 700 Euro je Quadratmeter hinzu.
Welche Nachteile hat serielles Bauen?
Serielles Bauen braucht große Stückzahlen und gleiche Grundrisse, sonst schrumpft der Preisvorteil. Das Bundesinstitut BBSR fand 2023 kaum belastbare Daten zu den Einsparungen und verweist auf eine Studie, nach der modulares Bauen wegen der Haustechnik 10 bis 20 Prozent teurer ist. Bei engen innerstädtischen Grundstücken zehren Anpassungen den Kostenvorteil schnell auf.
Quellen
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | Erneut weniger fertiggestellte Wohnungen gemeldet (Pressemitteilung 59/2026) | https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/presse/2026/59-baufertigstellungen-2025-berlin/ | besucht am 30.09.2026
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | Zahl genehmigter Wohnungen steigt wieder (Pressemitteilung 50/2026) | https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/presse/2026/50-baugenehmigungen-2025-berlin/ | besucht am 30.09.2026
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg | Baugenehmigungen in Berlin und Brandenburg, Juli 2026 | https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/f-ii-1-m/ | besucht am 30.09.2026
Senatskanzlei Berlin | Senat beschließt Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 | https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1481557.php | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 | https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/planung/stadtentwicklungsplaene/step-wohnen-2040/ | besucht am 30.09.2026
Senatskanzlei Berlin | Koalitionsvertrag 2023–2026 von CDU und SPD | https://www.berlin.de/rbmskzl/_assets/dokumentation/koalitionsvertrag_2023-2026_.pdf | besucht am 30.09.2026
Statistisches Bundesamt | Baufertigstellungen 2025 (Pressemitteilung 174/2026) | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_174_31121.html | besucht am 30.09.2026
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung | BBSR beziffert Neubaubedarf auf jährlich rund 320.000 Wohnungen | https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/startseite/topmeldungen/wohnungsbedarfsprognose.html | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Wohnen in der Hauptstadt: Fast 85 Prozent der Berliner sind Mieter | https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnen-in-der-hauptstadt-studie-wohneigentumer-bleiben-in-berlin-die-minderheit-13009429.html | besucht am 30.09.2026
ARGE eV (Kiel) | Wohnungsbau in Deutschland: Bedarf und Erleichterung (Bauforschungsbericht Nr. 93, Studie zum Wohnungsbau-Tag 2026) | https://igbau.de/Binaries/Binary22711/Studie-zum-Wohnungsbau-2026.pdf | besucht am 30.09.2026
Statistisches Bundesamt | Baupreise für Wohngebäude im Mai 2022 (Pressemitteilung 288/2022) | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/07/PD22_288_61261.html | besucht am 30.09.2026
Deutsche Bundesbank | Zinssätze und Volumina für das Neugeschäft: Wohnungsbaukredite an private Haushalte | https://www.bundesbank.de/resource/blob/615036/aa09ce060a03d2ed87adc856473c54eb/472B63F073F071307366337C94F8C870/s510athyp-data.pdf | besucht am 30.09.2026
Cash. | Bauzinsen aktuell: EZB und Fed treiben Baufinanzierung auf Jahreshoch | https://www.cash-online.de/a/bauzinsen-aktuell-ezb-fed-jahreshoch-726532/ | besucht am 30.09.2026
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen | Präsentation zur Jahrespressekonferenz 2026 | https://www.gdw.de/media/2026/07/praesentation_gdw-jahrespressekonferenz-2026.pdf | besucht am 30.09.2026
bulwiengesa im Auftrag des BFW Berlin/Brandenburg | Dauer der Bebauungsplan-Verfahren in Berlin 2024 | https://www.bfwberlin.de/sites/default/files/medien/dokumente/p2401-0787-berlin-akt.-bearbeitungsdauer-b-plane_2024.pdf | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Schriftliche Anfrage 19/21020: Laufende Bebauungsplanverfahren auf Senatsebene | https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-21020.pdf | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Das Schneller-Bauen-Gesetz | https://www.berlin.de/sen/bauen/baurecht-und-bauplanung/schneller-bauen-gesetz/ | besucht am 30.09.2026
Senatskanzlei Berlin | Senat beschließt Schneller-Bauen-Gesetz (Pressemitteilung vom 20.08.2024) | https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1477828.php | besucht am 30.09.2026
Deutscher Bundestag | Bundestag verabschiedet den Bau-Turbo | https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw41-de-wohnungsbau-1111794 | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Schriftliche Anfrage 19/25220: Was bedeutet der „Bauturbo“ für Baugeschehen und Umwelt in Berlin? | https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-25220.pdf | besucht am 30.09.2026
Handelsblatt | Hubig stellt Gesetzentwurf für einfacheres Bauen fertig | https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wohnungsbau-hubig-stellt-gesetzentwurf-fuer-einfacheres-bauen-fertig/100238121.html | besucht am 30.09.2026
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen | Serielles und modulares Bauen 2.0: GdW legt neue Rahmenvereinbarung vor | https://www.gdw.de/pressecenter/pressemeldungen/serielles-und-modulares-bauen-2-0-spitzenverband-der-wohnungswirtschaft-gdw-legt-neue-rahmenvereinbarung-vor/ | besucht am 30.09.2026
Deutsches Architektenblatt | Das serielle Bauen sucht den Weg aus der Nische | https://www.dabonline.de/bautechnik/das-serielle-bauen-sucht-den-weg-aus-der-nische | besucht am 30.09.2026
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung | Studie zu Maßnahmen für kostengünstig-nachhaltigen Wohnraum (BBSR-Online-Publikation 14/2023) | https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2023/bbsr-online-14-2023-dl.pdf | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Ministerin Hubertz will Baukosten für Wohngebäude drastisch senken | https://www.tagesspiegel.de/politik/die-halfte-konnen-wir-uns-auf-die-schippe-nehmen-ministerin-hubertz-will-baukosten-fur-wohngebaude-drastisch-senken-13856320.html | besucht am 30.09.2026
Statistisches Bundesamt | 2024 wurden 15,5 % weniger Wohngebäude aus Fertigteilen errichtet | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_N039_31.html | besucht am 30.09.2026
Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin | Allgemeine Informationen MUF 2.0 | https://www.berlin.de/lfu/wohnen/allgemeine-informationen/muf-2-0/ | besucht am 30.09.2026
Berliner Zeitung | Praktisch, aber überteuert: Wie sinnvoll sind modulare Flüchtlingsheime? | https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/immense-kosten-fragwuerdiger-bedarf-wie-sinnvoll-sind-fluechtlingsheime-in-festbauweise-li.127714 | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie | Modulare Ergänzungsbauten aus Holz | https://www.berlin.de/schulbau/massnahmen/modularer-ergaenzungsbau/modulare-ergaenzungsbauten-aus-holz-holz-meb-1193661.php | besucht am 30.09.2026
bau.bi Baumagazin | Mit dem seriellen Typenhaus zum kostengünstigen Wohnraum | https://bau.bi/baumagazin/hochbau/wohnungsbau-mit-dem-seriellen-typenhaus-zum-kostenguenstigen-wohnraum-b16702 | besucht am 30.09.2026
Haufe | Bauordnung Berlin § 72a Typengenehmigung | https://www.haufe.de/id/norm/bauordnung-berlin-72a-typengenehmigung-HI1214401_p72a.html | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Schriftliche Anfrage 19/26521: Neubauprojekte der landeseigenen Wohnungsunternehmen: Wer bekommt die Wohnungen? | https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-26521.pdf | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Justiz | Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin Nr. 15 vom 24.06.2014 (ThF-Gesetz) | https://www.berlin.de/sen/justiz/service/gesetze-und-verordnungen/2014/ausgabe-nr-15-vom-24-6-2014-seite-189-bis-196.pdf | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt | Tempelhofer Feld | https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/stadtgruen-projekte/tempelhofer-feld/ | besucht am 30.09.2026
Landesabstimmungsleiterin Berlin | Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes am 25. Mai 2014, endgültiges Ergebnis | https://www.berlin.de/wahlen/historie/volksbegehren-und-volksentscheide/tempelhofer-feld-2014/volksentscheid_tempelhofer_feld.pdf | besucht am 30.09.2026
Landesabstimmungsleiterin Berlin | Amtliche Information zum Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes | https://www.berlin.de/wahlen/historie/volksbegehren-und-volksentscheide/tempelhofer-feld-2014/broschuere_tempelhfeld.pdf | besucht am 30.09.2026
taz | Tempelhofer Feld: Es gibt da noch Klärungsbedarf | https://taz.de/Tempelhofer-Feld/!6175356/ | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Berlin beschließt Flüchtlingsunterkünfte auf Flughafen Tempelhof | https://www.tagesspiegel.de/berlin/debatte-im-abgeordnetenhaus-berlin-beschliesst-fluechtlingsunterkuenfte-auf-flughafen-tempelhof/12891000.html | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales | Zum aktuellen Stand der Nachnutzung von Tempohomes und Containerstandorten in den Berliner Bezirken (Pressemitteilung vom 13.01.2020) | https://berlin.de/sen/ias/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.882711.php | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Drucksache 19/2659: Gesetz zu Errichtung und Erhalt von Anlagen für geflüchtete Menschen auf dem Tempelhofer Feld (Senatsvorlage mit Rückblick auf die Änderungen 2016 und 2024) | https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen/vorgang/d19-2659.pdf | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt | Umweltatlas Berlin: Klimaanalyse 2022 | https://www.berlin.de/umweltatlas/klima/klimaanalyse/2022/kartenbeschreibung/ | besucht am 30.09.2026
Grün Berlin GmbH | Monitoring der Avifauna des Tempelhofer Feldes 2022 | https://www.tempelhoferfeld.de/fileadmin/tempelhoferFeld/content/08_Dokumente/Avifauna/tempelhoferfeld_dokumente_monitoring_avifauna_2022.pdf | besucht am 30.09.2026
Grün Berlin GmbH | Besucherinnen- und Besucherbefragung zum Tempelhofer Feld 2023 | https://www.tempelhoferfeld.de/fileadmin/tempelhoferFeld/content/08_Dokumente/tempelhoferfeld_dokumente_besucherinnenmonitoring_2023.pdf | besucht am 30.09.2026
IHK Berlin | Randbebauung Tempelhofer Feld: Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage | https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/7059086/ab364fa92ede45f19c7e2edeadfaa388/ergebnisse-der-ihk-umfrage-randbebauung-tempelhofer-feld-data.pdf | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld entschieden (Pressemitteilung vom 23.06.2025) | https://www.berlin.de/sen/sbw/presse/pressemeldungen/pressemitteilung.1572667.php | besucht am 30.09.2026
taz | Dialogwerkstatt zum Tempelhofer Feld: Mehrheit gegen Randbebauung | https://taz.de/Dialogwerkstatt-zum-Tempelhofer-Feld/!6035425/ | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Als hätte es dieses Verfahren nie gegeben: Preisträger kritisieren Umgang mit dem Ideenwettbewerb | https://www.tagesspiegel.de/berlin/als-hatte-es-dieses-verfahren-nie-gegeben-preistrager-kritisieren-umgang-mit-dem-ideenwettbewerb-tempelhofer-feld-15618124.html | besucht am 30.09.2026
Deutsches Institut für Stadtbaukunst | Zuhause am Tempelhofer Feld | https://www.stadtbaukunst.de/forschung-und-fortbildung/zuhauseamtempelhoferfeld | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Architektenplan für 21.400 Wohnungen: Wegner prüft Randbebauung des Tempelhofer Feldes | https://www.tagesspiegel.de/berlin/architektenplan-fur-21400-wohnungen-wegner-pruft-randbebauung-des-tempelhofer-feldes-durchs-land-berlin-15631939.html | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Randbebauung des Tempelhofer Feldes: Prüfbericht zu Baukosten liegt vor | https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wirtschaft/randbebauung-des-tempelhofer-feldes-prufbericht-liegt-vor–so-hoch-schatzt-die-ibb-die-kosten-15821256.html | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Schriftliche Anfrage 19/26649: Stefan Evers und das Tempelhofer Feld | https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-26649.pdf | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Schriftliche Anfrage 17/16582: Altlastenbeseitigung Tempelhofer Feld | https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/s17-16582.pdf | besucht am 30.09.2026
Berlin TXL | Startschuss für die ersten Wohnungen im Schumacher Quartier | https://schumacher-quartier.de/startschuss-fuer-die-ersten-wohnungen-im-schumacher-quartier/ | besucht am 30.09.2026
Landeswahlleiter für Berlin | Vorläufiges Ergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026 | https://www.berlin.de/wahlen/pressemitteilungen/2026/20260921_vorlaeufiges-ergebnis-festgestellt.pdf | besucht am 30.09.2026
Landeswahlleiter für Berlin | Mandate, Gewählte und Nachrückende der Abgeordnetenhauswahl 2026 (vorläufig) | https://www.berlin.de/wahlen/wahlen/berliner-wahlen-2026/ergebnisse/2026-abgeordnetenhaus_vorlaeufig_mandate-gewaehlte-nachrueckende.pdf | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Liveblog zur Berliner Linken und zu den Sondierungen mit Grünen und SPD | https://www.tagesspiegel.de/berlin/liveblog/sonderparteitag-der-berliner-linke-grosse-mehrheit-stimmt-fur-sondierungen-mit-grunen-und-spd-16053722.html | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Evers für Wohnungen auf Tempelhofer Feld | https://www.tagesspiegel.de/berlin/evers-fur-wohnungen-auf-tempelhofer-feld-berlins-cdu-spitzenkandidat-will-randbebauung-ohne-volksbefragung-durchsetzen-15838645.html | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Keine Bebauung als Koalitionsbedingung für SPD? | https://www.tagesspiegel.de/berlin/keine-bebauung-als-koalitionsbedingung-fur-spd-tempelhofer-feld-soll-zu-einem-richtigen-park-werden-15685336.html | besucht am 30.09.2026
rbb24 | Umfrage: Mehrheit gegen Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne | https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/vergesellschaftung-immobilienkonzerne-mehrheit-dagegen-umfrage.html | besucht am 30.09.2026
Die Linke Berlin | Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026 | https://dielinke.berlin/fileadmin/download/2026/Wahlprogramm_AGH_2026_Die_Linke_Berlin.pdf | besucht am 30.09.2026
Die Linke Berlin | Tempelhofer Feld | https://dielinke.berlin/themen/tempelhofer-feld/ | besucht am 30.09.2026
Die Linke Berlin | Vergesellschaftung | https://dielinke.berlin/vergesellschaftung/ | besucht am 30.09.2026
Expertenkommission zum Volksentscheid | Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen, Abschlussbericht | https://www.berlin.de/kommission-vergesellschaftung/_assets/abschlussbericht_vergesellschaftung-grosser-wohnungsunternehmen-230627.pdf | besucht am 30.09.2026
Landesabstimmungsleiterin Berlin | Amtliche Mitteilung zum Volksentscheid Deutsche Wohnen und Co. enteignen | https://www.berlin.de/wahlen/historie/volksbegehren-und-volksentscheide/deutsche-wohnen-und-co-enteignen/amtliche-mitteilungen__ve.pdf | besucht am 30.09.2026
Landesabstimmungsleiterin Berlin | Endgültiges Ergebnis ermittelt: Beschlussentwurf angenommen (Pressemitteilung vom 15.10.2021) | https://www.berlin.de/wahlen/historie/volksbegehren-und-volksentscheide/deutsche-wohnen-und-co-enteignen/20211015.pdf | besucht am 30.09.2026
Initiative Deutsche Wohnen und Co. enteignen | Unser Gesetz | https://dwenteignen.de/unser-gesetz | besucht am 30.09.2026
Initiative Deutsche Wohnen und Co. enteignen | Faktencheck: Entschädigung und Refinanzierung der Vergesellschaftung | https://dwenteignen.de/aktuelles/neuigkeiten/faktencheck-entschaedigung-und-refinanzierung-der-vergesellschaftung | besucht am 30.09.2026
Hans-Böckler-Stiftung | Vergesellschaftung von Wohnbeständen: Ausgestaltung entscheidend | https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-vergesellschaftung-von-wohnbestaenden-79118.htm | besucht am 30.09.2026
Rechnungshof von Berlin | Beratungsbericht zu den Auswirkungen einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen auf den Landeshaushalt | https://www.berlin.de/rechnungshof/veroeffentlichungen/archiv/rs-beratungsbericht-vergesellschaftung.pdf | besucht am 30.09.2026
Abgeordnetenhaus Berlin | Drucksache 19/2842: Rahmengesetz nach Artikel 15 Grundgesetz | https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen/vorgang/d19-2842.pdf | besucht am 30.09.2026
Legal Tribune Online | Sozialisierung von Wohnungsunternehmen: Warten auf das Anti-Gesetz | https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/berlin-vergesellschaftung-enteignung-wohnungsunternehmen-linke-verbot-merz | besucht am 30.09.2026
Tagesspiegel | Kann der Bund Vergesellschaftungen wirksam verbieten? | https://www.tagesspiegel.de/politik/dpa-bezahlbare-wohnungen-in-berlin-kann-der-bund-vergesellschaftungen-wirksam-verbieten-16083816.html | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Finanzen | Landeseigene Gesellschaften erwerben rund 14.750 Wohnungen (Pressemitteilung 2021-016) | https://www.berlin.de/sen/finanzen/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung.1127587.php | besucht am 30.09.2026
WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte | Bilanz Roadmap 2016–2026: Versprochen, gehalten und übertroffen | https://www.wbm.de/presse/aktuelles/beitrag/bilanz-roadmap-2016-2026-versprochen-gehalten-und-uebertroffennbsp/ | besucht am 30.09.2026
Senatskanzlei Berlin | Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften erhöhen Bestand an Wohnungen (Pressemitteilung vom 19.05.2026) | https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1672180.php | besucht am 30.09.2026
Deutsche Wohnen | Deutsche Wohnen in Zahlen | https://www.deutsche-wohnen.com/fakten-positionen/deutsche-wohnen-in-zahlen | besucht am 30.09.2026
Haufe | BBU: Mietpreise in Berlin und Brandenburg steigen weiter | https://www.haufe.de/immobilien/wohnungswirtschaft/berlin-wohnungswirtschaft-beklagt-fehlendes-neubauklima_260_451690.html | besucht am 30.09.2026
Investitionsbank Berlin | IBB Wohnungsneubaufonds | https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/ibb-wohnungsneubaufonds.html | besucht am 30.09.2026
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | Förderbilanz 2025 im sozialen Wohnungsbau (Pressemitteilung vom 05.01.2026) | https://www.berlin.de/sen/stadt/presse/pressemeldungen/pressemitteilung.1630189.php | besucht am 30.09.2026
Wiener Wohnen | Der Wiener Gemeindebau | https://www.wienerwohnen.at/wiener-gemeindebau.html | besucht am 30.09.2026
Stadt Wien | Regierungsabkommen 2025: Leistbarer Wohntraum und lebenswerter Stadtraum | https://www.wien.gv.at/spezial/regierungsabkommen2025/wiens-zukunft-nachhaltig-gestalten/leistbarer-wohntraum-und-lebenswerter-stadtraum-wien-wohnt-besser/ | besucht am 30.09.2026
Stadt Wien | Wohnbauförderungsbeitrag | https://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderungsbeitrag | besucht am 30.09.2026
Freie und Hansestadt Hamburg | Bündnis für das Wohnen | https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen/themen/wohnen/wohnungsbaupolitik/buendnis-fuers-wohnen-156558 | besucht am 30.09.2026
Statistikamt Nord | Wohnungsbau in Hamburg 2025 | https://www.statistik-nord.de/presse-veroeffentlichungen/presseinformationen/dokumentenansicht/wohnungsbau-in-hamburg-2025-67773 | besucht am 30.09.2026
Freie und Hansestadt Hamburg | Über ein Drittel weniger Kosten durch neuen Hamburg-Standard möglich | https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen/aktuelles/pressemeldungen/ueber-ein-drittel-weniger-kosten-durch-neuen-hamburg-standard-moeglich-1019228 | besucht am 30.09.2026
Freie und Hansestadt Hamburg | 1.200 neue Wohnungen im Hamburg-Standard: Pilotprojekte in allen Bezirken | https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen/aktuelles/pressemeldungen/1-200-neue-wohnungen-im-hamburg-standard-pilotprojekte-in-allen-bezirken-1082526 | besucht am 30.09.2026
By & Havn | Om By & Havn | https://byoghavn.dk/om-by-og-havn/ | besucht am 30.09.2026
Investitionsbank Berlin | Enteignung schafft keine einzige neue Wohnung: Berliner Banken warnen | https://www.ibb.de/de/ueber-uns/presse/enteignung-schafft-keine-einzige-neue-wohnung-berliner-banken-warnen-vor-gravierenden-folgen-fuer-mieter-wohnungssuchende-und-den-wirtschaftsstandort.html | besucht am 30.09.2026
Institut der deutschen Wirtschaft | Auswirkungen der Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin | https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2026/Gutachten-Auswirkungen-der-Vergesellschaftung-privater-Wohnungsunternehmen-in-Berlin.pdf | besucht am 30.09.2026
