D&O-Versicherung Vergleich
2026
Das sind die besten 40 Anbieter.
Als Geschäftsführerin, Vorstand oder Vereinsvorsitzender haften Sie für eine teure Fehlentscheidung grundsätzlich persönlich und unbegrenzt. Wir haben 40 Anbieter von D&O-Versicherungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft.
AIG Österreich ist die Direktion der AIG Europe S.A. und damit ein internationaler Industrie- und Spezialversicherer in Österreich. Das D&O-Angebot als Vermögensschadenhaftpflicht richtet sich an Geschäftsführer und Vereinsvorstände, ergänzt um BusinessGuard Premier. Vertrieb über Makler.
aig.co.at
AIG Österreich ist die Direktion für Österreich der AIG Europe S.A. mit Hauptsitz in der 35D Avenue John F. Kennedy, L-1855 Luxembourg (R.C.S. B 218806). Hauptbevollmächtigter ist Thomas Zanner. Die Aufsicht liegt beim Commissariat aux Assurances (CAA), zusätzlich besteht eine eingeschränkte Rechtsaufsicht der FMA. Der Schwerpunkt liegt auf Financial Lines für Firmenkunden.
Die D&O-Versicherung ist eine Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Unternehmensleiter. Sie deckt das persönliche Haftungsrisiko der Organe juristischer Personen, etwa von Geschäftsführern einer GmbH oder Vorständen eines Vereins. Versicherungsnehmerin ist das Unternehmen. Die Police wehrt unbegründete Ansprüche ab und stellt von begründeten Ansprüchen frei. Zu BusinessGuard Premier stehen Produktinformation und ein Playbook bereit, unter anderem mit erweiterter Rückwärtsdeckung für neue Tochterunternehmen und Eigenschadendeckung.
Veröffentlichte Prämien oder Versicherungssummen gibt es nicht. Der Vertrieb läuft über einen Maklerbereich. Unternehmen in Österreich sichern ihre Organe daher über Makler und Vermittler ab.
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Was ist eine D&O-Versicherung, und wer braucht sie?

Eine D&O-Versicherung ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für die Organe eines Unternehmens, also Geschäftsführung, Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat. Sie prüft Schadensersatzansprüche gegen diese Personen, wehrt unberechtigte Forderungen ab und zahlt berechtigte bis zur Versicherungssumme.
Die Abkürzung steht für Directors and Officers. Versicherungsnehmer ist in der Regel das Unternehmen, versichert sind die Organe als natürliche Personen. Juristisch handelt es sich um eine Versicherung für fremde Rechnung: Die Gesellschaft zahlt die Prämie, den Schutz genießen ihre Leitungspersonen, oft auch ehemalige und künftige Organe, Prokuristen und leitende Angestellte.
Der Bedarf entsteht aus dem Gesetz. Nach § 43 GmbHG haften Geschäftsführer der Gesellschaft für Schäden aus Pflichtverletzungen, nach § 93 AktG gilt Entsprechendes für Vorstände, nach § 116 AktG für Aufsichtsräte. Diese Haftung ist der Höhe nach nicht begrenzt und trifft das Privatvermögen. Dazu kommen Ansprüche Dritter, etwa von Gläubigern, Behörden oder einem Insolvenzverwalter.
Gefährdet sind nicht nur Konzernvorstände. Auch die Gesellschafter-Geschäftsführerin einer Agentur-GmbH, der Gründer eines Start-ups mit Investoren oder der ehrenamtliche Vorstand eines großen Vereins tragen Organverantwortung. In Österreich regeln § 25 GmbHG und § 84 AktG die Haftung ähnlich, in der Schweiz Art. 754 OR die Verantwortlichkeit von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, dort heißt die Police meist Organhaftpflichtversicherung.
- Organstellung: Sie sind Geschäftsführerin, Vorstand, Aufsichtsrat, Beirat oder Vereinsvorstand und tragen damit Leitungsverantwortung.
- Finanzielle Tragweite: Ihre Entscheidungen bewegen Budgets, Verträge oder Investitionen, deren Fehlschlag einen sechsstelligen Schaden auslösen kann.
- Mehrere Gesellschafter: An Ihrer Gesellschaft sind Investoren, Mitgesellschafter oder ein Konzern beteiligt, die Ansprüche prüfen würden.
- Fremdkapital und Förderung: Sie arbeiten mit Bankkrediten, Fördermitteln oder Wagniskapital, deren Bedingungen Pflichten an die Geschäftsleitung knüpfen.
- Steuern und Sozialabgaben: Sie verantworten Steuererklärungen, Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge, für die Organe persönlich haften können.
- Krisenrisiko: Ihr Unternehmen wächst schnell, ist saisonabhängig oder hat eine dünne Eigenkapitaldecke, sodass eine Insolvenz denkbar ist.
- Privatvermögen: Ein Schadensersatzanspruch würde Ihr Privatvermögen, Ihre Immobilie oder Ihre Altersvorsorge treffen.
Treffen Punkt eins und zwei zu, lohnt sich eine D&O-Versicherung fast immer. Je mehr weitere Punkte zutreffen, desto wichtiger werden eine ausreichende Versicherungssumme und eine lange Nachmeldefrist.
Wo Geschäftsführer und Vorstände persönlich haften

Organe haften für Pflichtverletzungen mit ihrem gesamten Privatvermögen, und im Streit müssen sie selbst beweisen, sorgfältig gehandelt zu haben. Die meisten D&O-Fälle sind Ansprüche der eigenen Gesellschaft, die sogenannte Innenhaftung.
Typische Auslöser sind Fehlinvestitionen, Verträge ohne ausreichende Prüfung, fehlende Kontrollen im Unternehmen, Verstöße gegen Compliance-Vorgaben oder ein verspäteter Insolvenzantrag. Häufig kommen Ansprüche erst auf, wenn neue Gesellschafter einsteigen, ein Investor die Bücher prüft oder ein Insolvenzverwalter die Vergangenheit aufarbeitet.
Besonders gefährlich ist die Krise. Nach § 15b InsO dürfen Geschäftsleiter nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung grundsätzlich keine Zahlungen mehr leisten. Wer es trotzdem tut, muss die Beträge der Masse erstatten. Der Bundesgerichtshof hat 2020 entschieden, dass solche Ansprüche nach der Vorgängerregel in § 64 GmbHG unter die D&O-Versicherung fallen können (Urteil vom 18. November 2020, IV ZR 217/19). Ob eine Police diese Ansprüche abdeckt, sollten Sie in den Bedingungen nachlesen.
Hinzu kommt die steuerliche Haftung: Nach §§ 34 und 69 AO haften gesetzliche Vertreter für Steuern, die durch ihre Pflichtverletzung nicht oder zu spät gezahlt wurden. Auch nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge können persönlich verfolgt werden. Selbst wenn sich ein Vorwurf am Ende als unbegründet erweist, verursacht die Abwehr erhebliche Anwalts- und Gutachterkosten.
Organe haften für Pflichtverletzungen grundsätzlich mit ihrem gesamten Privatvermögen, eine Haftungsgrenze sieht das Gesetz nicht vor.
Die eigene Gesellschaft, neue Gesellschafter oder ein Aufsichtsrat verlangen Schadensersatz für eine Fehlentscheidung.
Nach § 15b InsO haften Geschäftsleiter persönlich für Zahlungen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung.
Im Streit müssen Organe nachweisen, dass sie sorgfältig gehandelt haben, nicht die Gesellschaft das Gegenteil.
Für nicht abgeführte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge können Geschäftsführer persönlich in Anspruch genommen werden.
Ansprüche tauchen oft Jahre nach der Entscheidung auf, etwa nach einem Gesellschafterwechsel oder Ausscheiden.
Schon die Abwehr eines unberechtigten Anspruchs kostet Anwälte und Gutachter, die ohne Versicherung privat zu zahlen sind.
Welche Arten von D&O-Deckungen gibt es?

Die meisten Unternehmen schließen eine Unternehmens-D&O für alle Organe ab. Daneben gibt es persönliche D&O-Policen, Selbstbehaltversicherungen für AG-Vorstände, reine Side-A-Deckungen und spezielle Lösungen für Vereine, Stiftungen und Start-ups.
Bei der Unternehmens-D&O ist die Gesellschaft Versicherungsnehmerin und zahlt die Prämie. Alle versicherten Personen teilen sich eine gemeinsame Versicherungssumme. Das ist günstig und verwaltungsarm, hat aber einen Haken: Kündigt die Gesellschaft den Vertrag oder wird die Summe durch Ansprüche anderer Organe verbraucht, steht der Einzelne schlechter da.
Eine persönliche D&O schließt das Organ selbst ab. Sie lohnt sich für Fremdgeschäftsführer, Interimsmanager und Aufsichtsräte, die nicht vom Willen der Gesellschaft abhängig sein wollen. Vorstände einer AG brauchen zudem häufig eine Selbstbehaltversicherung, weil § 93 Abs. 2 AktG bei Unternehmens-D&O-Policen einen Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen Jahresvergütung vorschreibt.
Im Industriegeschäft unterscheiden Versicherer Side A (direkter Schutz der Organe), Side B (Erstattung, wenn das Unternehmen seine Organe freistellt) und Side C (Schutz der Gesellschaft selbst, meist bei Wertpapieransprüchen). Große Programme bestehen aus einer Grundpolice und mehreren Exzedenten. Für kleine Unternehmen bieten Spezialversicherer und Online-Plattformen pauschale Policen mit festen Summen an, die sich ohne Makler abschließen lassen.
Das Unternehmen schließt die Police für alle Organe ab und zahlt die Prämie. Die Versicherungssumme teilen sich alle versicherten Personen.
Ein einzelnes Organ versichert sich selbst, etwa als Fremdgeschäftsführer oder Aufsichtsrat, mit eigener Summe und eigenem Vertrag.
Vorstände einer AG sichern damit den gesetzlichen Selbstbehalt nach § 93 AktG ab, die Prämie zahlen sie selbst.
Eine Exzedenten- oder Zusatzdeckung nur für die Organe greift, wenn das Unternehmen nicht freistellen kann, etwa in der Insolvenz.
Eine zweite Police über der Grundpolice erhöht die Gesamtsumme, wenn ein Versicherer allein nicht genug Kapazität stellt.
Spezielle Policen für ehren- und hauptamtliche Vorstände von Vereinen, Verbänden und Stiftungen.
Pauschale Policen mit festen Summen und Online-Abschluss, oft mit Strafrechtsschutz im Paket.
- Gesellschaft zahlt die Prämie
- Alle Organe gemeinsam versichert
- Gemeinsame Versicherungssumme
- Kündigung durch die Gesellschaft möglich
- Organ zahlt die Prämie selbst
- Nur die eigene Person versichert
- Summe steht allein zur Verfügung
- Schutz unabhängig vom Arbeitgeber
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Worauf es bei der Auswahl einer D&O-Police ankommt

Entscheidend sind Versicherungssumme, versicherter Personenkreis, Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist und die Ausschlüsse. Weil die D&O nach dem Claims-made-Prinzip funktioniert, zählt der Zeitpunkt, zu dem ein Anspruch erhoben wird, nicht der Zeitpunkt des Fehlers.
Die Versicherungssumme steht meist einmal pro Versicherungsjahr für alle Organe gemeinsam zur Verfügung. Werden Abwehrkosten auf die Summe angerechnet, schrumpft sie im Ernstfall schneller als gedacht. Einige Anbieter rechnen die Kosten nicht an oder stellen die Summe zweimal pro Jahr zur Verfügung. Als grobe Orientierung dienen Umsatz, Bilanzsumme und der größte realistisch denkbare Einzelschaden.
Wegen des Claims-made-Prinzips sind zwei Klauseln zentral. Die Rückwärtsdeckung schützt vor Ansprüchen aus Pflichtverletzungen vor Vertragsbeginn, die beim Abschluss noch unbekannt waren. Die Nachmeldefrist erlaubt es, Ansprüche noch nach Vertragsende zu melden. Fehlt eine ausreichende Nachmeldefrist, kann ein Organ nach dem Ausscheiden oder nach einer Insolvenz ohne Schutz dastehen.
Bei den Ausschlüssen trennen sich gute und schwache Bedingungen. Vorsatz ist immer ausgeschlossen. Bei der wissentlichen Pflichtverletzung sollte der Versicherer Abwehrkosten bis zu einer rechtskräftigen Feststellung zahlen. Achten Sie außerdem auf Regelungen zu Ansprüchen nach § 15b InsO, zur steuerlichen Haftung, zu Bußgeldern und zu Tochtergesellschaften. Die GDV-Musterbedingungen AVB D&O dienen als Mindeststandard, viele Policen gehen darüber hinaus.
Die Summe gilt meist pro Jahr für alle versicherten Personen zusammen und muss auch Abwehrkosten tragen.
Neben Geschäftsführung und Vorstand sollten auch Aufsichtsräte, Beiräte, Prokuristen und leitende Angestellte erfasst sein.
Eine unbegrenzte Rückwärtsdeckung schützt vor Ansprüchen aus früheren, noch unbekannten Pflichtverletzungen.
Die Nachmeldefrist entscheidet, ob Ansprüche nach Kündigung, Ausscheiden oder Insolvenz noch gedeckt sind.
Innen- und Außenhaftung, Abwehrkosten, Ansprüche nach § 15b InsO und steuerliche Haftung gehören in eine gute Police.
Vorsatz ist immer ausgeschlossen. Kritisch sind weite Ausschlüsse für wissentliche Pflichtverletzung, Kartellrecht oder Kapitalmarkt.
Für AG-Vorstände schreibt § 93 AktG einen Selbstbehalt vor. Für GmbH-Geschäftsführer ist er vertraglich frei wählbar.
Im Schadenfall zählen erfahrene Juristen, freie Anwaltswahl und eine schnelle Kostenzusage.
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Eine D&O-Versicherung abschließen, Schritt für Schritt

Für kleine Unternehmen reicht oft ein Online-Antrag mit wenigen Angaben zu Umsatz, Branche und Finanzlage. Größere Gesellschaften füllen einen ausführlichen Fragebogen aus und holen Angebote über einen spezialisierten Makler ein.
Am Anfang steht eine nüchterne Bestandsaufnahme: Welche Organe gibt es, wie ist die Gesellschafterstruktur, welche Entscheidungen bergen die größten Risiken? Danach fragen Versicherer den letzten Jahresabschluss, Umsatz, Branche, Auslandstätigkeit und bekannte Umstände ab, die zu Ansprüchen führen könnten. Wahrheitsgemäße und vollständige Angaben sind Pflicht, sonst gefährden Sie den Schutz.
Holen Sie mehrere Angebote mit identischer Summe und identischem Selbstbehalt ein, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Fordern Sie die vollständigen Bedingungswerke an und vergleichen Sie Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist, Kostenanrechnung und Ausschlüsse. Industrieversicherer zeichnen meist nur über Makler, Spezialversicherer und Online-Plattformen bieten für kleinere Gesellschaften auch den direkten Abschluss.
Beim Wechsel des Versicherers darf keine Lücke entstehen: Die neue Police sollte nahtlos anschließen und eine unbegrenzte Rückwärtsdeckung bieten. Prüfen Sie die Police danach jährlich. Wachstum, Zukäufe, neue Tochtergesellschaften oder ein Börsengang verändern den Bedarf erheblich.
Risiko einschätzen
Haftungsrisiken der Organe, Gesellschafterstruktur und Finanzlage nüchtern bewerten.
Unterlagen sammeln
Versicherer fragen nach Jahresabschluss, Umsatz, Branche und bisherigen Ansprüchen.
Angebote einholen
Online-Rechner, Versicherer oder Makler liefern Angebote mit unterschiedlichen Bedingungen.
Bedingungen vergleichen
Deckungsumfang, Ausschlüsse, Rückwärtsdeckung und Nachmeldefrist gegenüberstellen.
Fragebogen und Abschluss
Den Antragsfragebogen vollständig und wahrheitsgemäß ausfüllen und den Vertrag abschließen.
Police überprüfen
Wachstum, Zukäufe oder neue Organe verändern den Bedarf, die Police wächst nicht automatisch mit.
Häufige Fehler bei der D&O-Versicherung

Der häufigste Fehler ist der Glaube, die Betriebshaftpflicht schütze auch die Geschäftsführung. Sie deckt Personen- und Sachschäden, aber keine reinen Vermögensschäden aus Managemententscheidungen.
Ebenso oft ist die Versicherungssumme zu knapp bemessen. Weil sich alle Organe eine Summe teilen und Abwehrkosten sie zusätzlich aufzehren können, reicht ein niedriger Betrag schnell nicht mehr aus. Wer nur auf die Prämie schaut, übersieht außerdem schlechtere Bedingungen bei Ausschlüssen, Personenkreis und Kostenanrechnung.
Kritisch sind Lücken beim Wechsel oder bei der Kündigung. Ohne Rückwärtsdeckung bleiben frühere Pflichtverletzungen ungeschützt, ohne lange Nachmeldefrist fallen spät erhobene Ansprüche aus der Deckung. Gerade in der Insolvenz, wenn die meisten Ansprüche entstehen, wird oft keine Prämie mehr gezahlt.
Auch der Antragsfragebogen birgt Risiken. Verschweigt die Gesellschaft bekannte Umstände, kann der Versicherer im Ernstfall die Leistung verweigern. Und schließlich wächst die Police nicht automatisch mit: Neue Organe, Tochtergesellschaften und höhere Umsätze sollten Sie dem Versicherer melden.
Die Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden, keine reinen Vermögensschäden aus Managementfehlern.
Die Summe teilen sich alle Organe, Abwehrkosten zehren sie zusätzlich auf.
Nach Kündigung oder Insolvenz erhobene Ansprüche fallen sonst aus der Deckung.
Ohne Rückwärtsdeckung bleiben frühere Pflichtverletzungen ungeschützt.
Falsche oder fehlende Angaben gefährden den Versicherungsschutz im Ernstfall.
Günstige Policen sparen oft bei Ausschlüssen, Kostenanrechnung und Personenkreis.
Wachstum, Zukäufe und neue Organe sind in der alten Police nicht automatisch abgebildet.
Was kostet eine D&O-Versicherung?

Für kleine GmbHs beginnen online abschließbare D&O-Policen bei einigen Hundert Euro im Jahr. Für größere Unternehmen und höhere Versicherungssummen kalkulieren die Versicherer die Prämie individuell nach einer Risikoprüfung.
Die Prämie hängt vor allem von Versicherungssumme, Umsatz oder Bilanzsumme, Branche, Finanzlage und Schadenhistorie ab. Finanzdienstleister, insolvenzgefährdete und börsennotierte Unternehmen zahlen deutlich mehr. Selbstbehalt, Nachmeldefrist und Zusatzbausteine wie Strafrechtsschutz oder Krisen-PR verändern den Preis zusätzlich.
Die Prämie einer Unternehmens-D&O zahlt in der Regel die Gesellschaft. Nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Januar 2002 führt sie unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn die Police vorrangig das Unternehmen schützt und eine Gesamtdeckung für alle Organe besteht, nicht zu steuerpflichtigem Arbeitslohn beim Geschäftsführer. Eine persönliche D&O oder Selbstbehaltversicherung zahlt das Organ dagegen selbst. Klären Sie die steuerliche Behandlung im Einzelfall mit Ihrer Steuerberatung.
Die Preisangaben im Kosten-Block stammen von den Websites der geprüften Anbieter. Sie gelten für Musterfälle und können sich jederzeit ändern. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nur nach Prüfung Ihrer Unternehmensdaten.
Online abschließbare Unternehmens-D&O, etwa die Firmen-D&O bei exali ab 311 Euro netto im Jahr. Die Prämie richtet sich nach Umsatz und gewünschter Versicherungssumme.
Eigene Police eines einzelnen Organs, unabhängig vom Unternehmen, etwa die Persönliche D&O bei exali ab 387 Euro netto im Jahr.
Policen für Gründerteams in den ersten Jahren nach der Gründung, etwa die Startup-D&O bei exali ab 575 Euro netto im Jahr. Investoren verlangen eine D&O oft als Bedingung.
Für größere Unternehmen und höhere Summen veröffentlichen die geprüften Versicherer keine Preise. Die Prämie wird nach Fragebogen und Jahresabschluss kalkuliert, Industrieversicherer zeichnen meist über Makler.
Die Prämie richtet sich vor allem nach Versicherungssumme, Umsatz oder Bilanzsumme, Branche, Finanzlage und Schadenhistorie. Insolvenznahe Unternehmen, Finanzdienstleister und börsennotierte Gesellschaften zahlen deutlich mehr. Selbstbehalt, Nachmeldefrist und Zusatzbausteine wie Strafrechtsschutz verändern den Preis zusätzlich.
1 Wer ist in der Regel Versicherungsnehmer einer D&O-Versicherung? Aufklappen ↓
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2 Was bedeutet das Claims-made-Prinzip? Aufklappen ↓
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3 Wie hoch ist der gesetzliche Selbstbehalt für Vorstände einer AG nach § 93 AktG mindestens? Aufklappen ↓
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4 Was versteht man unter Innenhaftung? Aufklappen ↓
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5 Welche Leistung gehört zum Kern jeder D&O-Versicherung? Aufklappen ↓
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Glossar: Begriffe rund um die D&O-Versicherung
Die wichtigsten Begriffe rund um Managerhaftung und D&O-Policen, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- D&O-Versicherung
Die D&O-Versicherung (Directors and Officers) ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe wie Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsrat.
- Organ
Ein Organ ist eine Person, die eine Gesellschaft leitet oder überwacht, etwa Geschäftsführerin, Vorstand, Aufsichtsrat oder Beirat.
- Innenhaftung
Bei der Innenhaftung fordert die eigene Gesellschaft Schadensersatz von ihren Organen.
- Außenhaftung
Bei der Außenhaftung machen Dritte wie Gläubiger, Behörden oder Insolvenzverwalter Ansprüche direkt gegen Organe geltend.
- Abwehrkosten
Abwehrkosten sind Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten, die der Versicherer zur Abwehr unberechtigter Ansprüche übernimmt.
- Claims-made-Prinzip
Beim Claims-made-Prinzip ist der Versicherungsfall die erstmalige Geltendmachung eines Anspruchs während der Vertragslaufzeit.
- Rückwärtsdeckung
Die Rückwärtsdeckung schützt auch vor Ansprüchen aus Pflichtverletzungen, die vor Vertragsbeginn begangen wurden, aber noch unbekannt waren.
- Nachmeldefrist
Die Nachmeldefrist erlaubt es, Ansprüche noch nach Vertragsende zu melden, wenn die Pflichtverletzung in die Vertragslaufzeit fällt.
- Selbstbehalt nach § 93 AktG
Der gesetzliche Selbstbehalt verpflichtet Vorstände einer AG, mindestens 10 Prozent des Schadens bis zum Eineinhalbfachen ihrer festen Jahresvergütung selbst zu tragen.
- Selbstbehaltversicherung
Eine Selbstbehaltversicherung schließt das Vorstandsmitglied persönlich ab, um den gesetzlichen Selbstbehalt abzusichern.
- Side A, B und C
Side A schützt Organe direkt, Side B erstattet dem Unternehmen die Freistellung seiner Organe, Side C versichert die Gesellschaft selbst, meist bei Kapitalmarktansprüchen.
- Serienschadenklausel
Die Serienschadenklausel fasst mehrere Ansprüche aus derselben Ursache zu einem Versicherungsfall zusammen.
- Strafrechtsschutz
Der Strafrechtsschutz übernimmt Verteidigungskosten in Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen versicherte Personen.
- Zahlungsverbot nach § 15b InsO
Nach § 15b InsO dürfen Geschäftsleiter nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung grundsätzlich keine Zahlungen mehr leisten, sonst haften sie persönlich.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um die D&O-Versicherung, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.
Was ist eine D&O-Versicherung?
Eine D&O-Versicherung ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und andere Organe. Sie prüft Schadensersatzansprüche gegen diese Personen, wehrt unberechtigte Forderungen ab und zahlt berechtigte bis zur Versicherungssumme. Meist schließt das Unternehmen die Police für seine Organe ab.
Braucht ein GmbH-Geschäftsführer eine D&O-Versicherung?
Für die meisten GmbH-Geschäftsführer ist eine D&O-Versicherung sinnvoll, weil sie nach § 43 GmbHG für Pflichtverletzungen persönlich und unbegrenzt haften. Das gilt auch für Gesellschafter-Geschäftsführer, sobald Mitgesellschafter, Investoren oder Gläubiger beteiligt sind. In der Insolvenz kommt die Haftung nach § 15b InsO hinzu.
Wer ist in einer D&O-Versicherung versichert?
Versichert sind die Organe eines Unternehmens, also Geschäftsführung, Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat. Viele Policen schließen auch ehemalige und künftige Organe, Prokuristen, leitende Angestellte und Organe von Tochtergesellschaften ein. Versicherungsnehmer ist in der Regel das Unternehmen.
Was kostet eine D&O-Versicherung?
Online abschließbare D&O-Policen für kleine GmbHs beginnen bei einigen Hundert Euro im Jahr. Für größere Unternehmen kalkulieren die Versicherer die Prämie individuell. Sie hängt von Versicherungssumme, Umsatz, Branche, Finanzlage und Schadenhistorie ab.
Was bedeutet das Claims-made-Prinzip?
Beim Claims-made-Prinzip gilt ein Schaden als eingetreten, wenn der Anspruch erstmals während der Vertragslaufzeit erhoben wird. Der Zeitpunkt der Pflichtverletzung ist dafür nicht entscheidend. Deshalb sind Rückwärtsdeckung und Nachmeldefrist in der D&O-Versicherung besonders wichtig.
Was ist der Selbstbehalt nach § 93 AktG?
Schließt eine Aktiengesellschaft eine D&O-Versicherung für ihren Vorstand ab, muss sie einen Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens vereinbaren, mindestens bis zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung. Diesen Selbstbehalt können Vorstände über eine eigene Selbstbehaltversicherung absichern. Für GmbH-Geschäftsführer gibt es keine gesetzliche Pflicht zum Selbstbehalt.
Ist die Betriebshaftpflicht nicht ausreichend?
Die Betriebshaftpflicht reicht nicht aus, weil sie vor allem Personen- und Sachschäden Dritter abdeckt. Reine Vermögensschäden aus Managemententscheidungen und Ansprüche des eigenen Unternehmens gegen seine Organe sind dort nicht versichert. Dafür ist die D&O-Versicherung da.
Muss der Geschäftsführer die D&O-Prämie versteuern?
Bei einer Unternehmens-D&O, die vorrangig das Unternehmen schützt und alle Organe gemeinsam versichert, entsteht nach dem BMF-Schreiben vom 24. Januar 2002 in der Regel kein steuerpflichtiger Arbeitslohn. Eine persönliche D&O-Versicherung zahlt das Organ dagegen selbst. Die steuerliche Behandlung sollten Sie im Einzelfall mit Ihrer Steuerberatung klären.
Brauchen Vereinsvorstände eine D&O-Versicherung?
Für Vorstände größerer Vereine, Verbände und Stiftungen ist eine D&O-Versicherung sinnvoll. Ehrenamtliche Vorstände, die höchstens eine geringe Vergütung erhalten, haften nach § 31a BGB gegenüber dem Verein nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Gegenüber Dritten, Finanzamt und Sozialversicherung bleibt ein Haftungsrisiko, und genau dafür bieten mehrere Versicherer eigene Vereins-Policen an.
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