Zeitarbeitsfirmen Vergleich 2026
Das sind die besten 46 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
7 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Netzwerk-Patchpanel mit vielen grauen Netzwerkdosen, ein orange gekennzeichnetes Kabel mit Etikett "Ab Montag da"

Steigen Aufträge kurzfristig oder fallen Beschäftigte aus, brauchen Unternehmen schnell zusätzliche Kräfte, doch Tarife und Konditionen unterscheiden sich stark. Wir haben 46 Zeitarbeitsfirmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft.


Zeitarbeitsfirmen: Empfohlene Anbieter

JOB AG

Sitz Fulda GVP-Tarifvertrag Standorte bundesweit

Personaldienstleister mit Sitz in Fulda und Standorten in zahlreichen deutschen Städten. Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, On-Site-Management und Master Vendor Management, mit Spezialisierungen für Industrie, Medizin und Pflege sowie Automobil.

JOB AG Screenshot job-ag.com

Die JOB AG hat ihren Sitz in Fulda. Vorstand ist Stefan Polak, den Aufsichtsrat leitet Dr. Harald Hohmann. Zur Gruppe gehören die JOBAG Infraserve GmbH, die JOBAG Personal GmbH und die Bräse & Hagedorn GmbH. Standorte bestehen in zahlreichen deutschen Städten, darunter Berlin, Hamburg, Köln, Fulda und Lübeck.

Unternehmen können Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, On-Site-Management und Master Vendor Management anfragen. Spezialisierungen bestehen mit JOB AG Personal für Industrie, Handel und Logistik, JOB AG Medicare für Medizin, Pflege und Erziehung sowie Bräse & Hagedorn für den Automobil-Bereich in Berlin und Leipzig.

Die Website enthält eine Seite zum GVP-Tarifvertrag. Konditionen nennt die JOB AG auf Anfrage. Anfragen stellen Sie über die Personalanfrage auf der Website oder über die Kontaktdaten im Impressum.

Das spricht für JOB AG
Arbeitnehmerüberlassung
Zeitarbeit für Unternehmen über die Personalanfrage.
Personalvermittlung
Vermittlung passender Mitarbeitender.
Spezialisierungen
Industrie, Handel und Logistik, Medizin und Pflege, Automobil.
GVP-Tarifvertrag
Eigene Seite zum Tarifvertrag auf der Website.
Bundesweit
Standorte unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, Fulda, Lübeck.
Personalanfrage
Anfrage direkt über das Formular auf der Website.

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Was ist Zeitarbeit, und lohnt sie sich für Sie?

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Zeitarbeit füllt Lücken im Team, ohne dass Sie selbst einstellen müssen.

Bei der Zeitarbeit stellt eine Zeitarbeitsfirma Ihnen Personal zur Verfügung, das bei ihr angestellt bleibt. Sie zahlen einen Stundensatz, die Zeitarbeitsfirma zahlt den Lohn und trägt die Arbeitgeberpflichten.

Wie funktioniert Arbeitnehmerüberlassung? Drei Parteien sind beteiligt: Die Zeitarbeitsfirma als Verleiher stellt die Kraft ein, Ihr Unternehmen als Entleiher setzt sie ein und erteilt die fachlichen Weisungen. Grundlage ist ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag, den Sie vor Einsatzbeginn schließen.

Wann lohnt sich Zeitarbeit? Vor allem bei schwankendem Bedarf, bei Ausfällen und bei Stellen, die Sie selbst nicht schnell besetzen. Viele Unternehmen nutzen Zeitarbeit auch, um Kräfte vor einer Festanstellung im Alltag kennenzulernen.

Rechtlich gilt in Deutschland das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). In Österreich regelt das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz die Überlassung, in der Schweiz das Arbeitsvermittlungsgesetz den Personalverleih.

Trifft einer der sechs Punkte zu, lohnt ein Gespräch mit einer Zeitarbeitsfirma. Jeder weitere Treffer spricht für einen Partner mit Erfahrung in Ihrem Berufsfeld.

Der 6-Punkte-Test: Lohnt sich Zeitarbeit für Sie?
  • Saisonspitzen: Ihr Auftragsvolumen schwankt stark über das Jahr.
  • Ausfälle: Krankheit, Urlaub oder Elternzeit reißen regelmäßig Lücken in Ihre Schichten.
  • Neues Projekt: Sie starten ein Projekt, dessen Dauer und Umfang noch offen sind.
  • Offene Stellen: Stellen bleiben länger als drei Monate unbesetzt.
  • Erprobung: Sie möchten Kräfte im Einsatz kennenlernen, bevor Sie fest einstellen.
  • Knappe HR-Kapazität: Ihrer Personalabteilung fehlt die Zeit für Suche, Auswahl und Verwaltung.

Schon ein Treffer spricht für ein Gespräch mit einer Zeitarbeitsfirma. Je mehr Punkte zutreffen, desto eher lohnt sich ein Partner mit Erfahrung in Ihrem Berufsfeld und einer Niederlassung in Ihrer Nähe.

Diese 6 Probleme löst eine Zeitarbeitsfirma

Förderband mit fünf Kartons und Stoppuhr, die "Gleichgefüllt" anzeigt
Spitzen abfangen, Ausfälle überbrücken, Stellen schneller besetzen.

Eine Zeitarbeitsfirma löst sechs typische Probleme: Auftragsspitzen, Personalausfälle, lange Besetzungszeiten, hohen Recruiting-Aufwand, Kostenrisiken bei unsicherer Auftragslage und fehlende Spezialisten für Projekte.

Welche Vorteile hat Zeitarbeit für Unternehmen? Sie gewinnen Flexibilität, denn Sie zahlen nur die Stunden, die Sie brauchen. Suche, Auswahl, Lohnabrechnung und Vertretung bei Krankheit übernimmt die Zeitarbeitsfirma.

Wie schnell kann eine Zeitarbeitsfirma Personal stellen? Bei Helfertätigkeiten oft innerhalb weniger Tage, bei Fachkräften und Spezialisten dauert die Suche länger. Ein Anbieter mit großem Bewerberpool in Ihrem Berufsfeld reagiert am schnellsten.

Auftragsspitzen

Mehr Aufträge als Hände: Eine Zeitarbeitsfirma stellt kurzfristig zusätzliche Kräfte.

Personalausfälle

Krankheit und Urlaub überbrücken Sie mit Vertretungen, ohne Ihr Stammteam zu überlasten.

Lange Besetzungszeiten

Personaldienstleister greifen auf Bewerberpools zu und besetzen Stellen oft schneller.

Recruiting-Aufwand

Anzeigen, Vorauswahl und Gespräche übernimmt die Zeitarbeitsfirma für Sie.

Kostenrisiko

Bei unsicherer Auftragslage zahlen Sie nur geleistete Stunden statt fester Gehälter.

Fehlende Spezialisten

Für Projekte holen Sie Fachwissen ins Haus, das Ihnen dauerhaft fehlt.

Welche Arten von Personaldienstleistern stehen zur Wahl?

Der Markt teilt sich in sechs Typen: Generalisten mit Filialnetz, Spezialisten für Fachkräfte, Healthcare-Personaldienstleister, digitale Plattformen, Personalvermittler sowie Master Vendor und On-Site-Modelle. Viele Anbieter kombinieren mehrere davon.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitarbeit und Personalvermittlung? Bei der Zeitarbeit bleibt die Kraft bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, Sie zahlen pro Stunde. Bei der Personalvermittlung stellen Sie die Kraft direkt ein und zahlen eine einmalige Provision. Die Gegenüberstellung zeigt die Unterschiede.

Was ist ein Master Vendor? Unternehmen mit vielen Standorten oder großem Bedarf beauftragen einen Hauptdienstleister, der alle Personaldienstleister steuert, Bestellungen bündelt und einheitlich abrechnet.

Generalist mit Filialnetz

Große Personaldienstleister mit vielen Niederlassungen decken Industrie, Logistik, Handwerk und Büro ab.

Spezialist für Fachkräfte

Anbieter mit Fokus auf Technik, Engineering, IT oder kaufmännische Berufe.

Healthcare-Personaldienstleister

Spezialisten für Pflegekräfte, Ärzte und medizinisches Fachpersonal.

Digitale Plattform

Buchung kurzfristiger Einsätze über App oder Portal, etwa für Studierende, Gastronomie oder Logistik.

Personalvermittlung

Suche und Auswahl von Kandidaten, die Sie direkt einstellen, oft gegen Provision.

Master Vendor und On-Site

Ein Dienstleister steuert alle Personaldienstleister oder betreut die Kräfte direkt im Betrieb.

Zeitarbeit
Die Kraft bleibt bei der Zeitarbeitsfirma angestellt
  • Arbeitgeber ist die Zeitarbeitsfirma
  • Abrechnung über einen Stundensatz
  • Schneller Start, flexibel beendbar
  • Höchstdauer und Equal Pay beachten
Personalvermittlung
Die Kraft wird direkt bei Ihnen angestellt
  • Arbeitgeber sind Sie selbst
  • Einmalige Provision bei Erfolg
  • Dauerhafte Besetzung
  • Volles Personalrisiko bei Ihnen

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Der Leitfaden für Geschäftsführung, Personal- und Betriebsleitung: Arten von Personaldienstleistern, Auswahl, Ablauf der Arbeitnehmerüberlassung, Rechtsrahmen, typische Fehler und Kosten im DACH-Raum, mit Checkliste für die Anfrage.

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Worauf Sie bei der Wahl einer Zeitarbeitsfirma achten sollten

Lupe mit orange Rahmen zeigt das Wort "Erlaubnis" auf einem deutschen Dokument mit Prüfsiegel
Erlaubnis, Tarif und Erfahrung im Berufsfeld zählen mehr als der niedrigste Stundensatz.

Prüfen Sie zuerst, ob die Zeitarbeitsfirma eine gültige Erlaubnis hat und einen Tarifvertrag der Branche anwendet. Danach zählen Erfahrung in Ihrem Berufsfeld, eine Niederlassung in Ihrer Nähe, Reaktionszeit, transparente Preise, Arbeitsschutz und digitale Abläufe.

Wie finden Sie eine seriöse Zeitarbeitsfirma? Achten Sie auf die Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit, ein klares Impressum, die Mitgliedschaft in einem Branchenverband und nachvollziehbare Verträge. Gute Anbieter beantworten Fragen zu Tarif, Equal Pay und Übernahme ohne Umwege.

Welche Zeitarbeitsfirma ist die beste? Eine pauschale Antwort gibt der Markt nicht her. Ein Lager mit wechselndem Schichtbedarf braucht einen anderen Partner als eine Klinik, die Pflegekräfte sucht. Die folgenden acht Kriterien helfen beim Abgleich.

Erlaubnis
Darf der Anbieter überhaupt überlassen?

In Deutschland braucht jede Zeitarbeitsfirma eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Bewilligungen.

Erlaubnis liegt vorAusstellende Behörde bekanntBefristung geprüftNachweis im Vertrag
Praxistipp: Lassen Sie sich die Erlaubnis vor dem ersten Einsatz in Kopie zeigen.
Tarif und Verband
Nach welchem Tarif zahlt der Anbieter?

Seriöse Zeitarbeitsfirmen wenden einen Tarifvertrag der Branche an und sind Mitglied im Branchenverband. Das schafft klare Regeln für Lohn und Zuschläge.

Tarifvertrag genanntVerbandsmitgliedschaftBranchenzuschläge geklärtEqual-Pay-Regel bekannt
Praxistipp: Fragen Sie, wie der Anbieter Branchenzuschläge und Equal Pay im Verrechnungssatz abbildet.
Erfahrung im Berufsfeld
Kennt der Anbieter Ihre Jobs?

Ein Spezialist für Pflege rekrutiert anders als ein Generalist für Lager und Produktion. Passende Erfahrung spart Einarbeitung und Fehlbesetzungen.

Referenzen in Ihrer BrancheBewerberpool im BerufsfeldFachliche VorauswahlQualifikationen geprüft
Praxistipp: Bitten Sie um anonymisierte Profile passender Kandidaten, bevor Sie unterschreiben.
Nähe zur Niederlassung
Wer betreut Sie vor Ort?

Eine Niederlassung in Ihrer Region kennt den lokalen Arbeitsmarkt und reagiert schneller auf Ausfälle.

Niederlassung in Ihrer NäheFeste AnsprechpersonVertretung geregeltBesuche im Betrieb
Praxistipp: Fragen Sie, wie viele Kräfte die Niederlassung in Ihrem Berufsfeld aktuell im Einsatz hat.
Reaktionszeit
Wie schnell kommen die Kräfte?

Bei Ausfällen zählt jeder Tag. Gute Anbieter nennen realistische Fristen für Vorschläge und Einsatzstart.

Frist für KandidatenvorschlägeErsatz bei AusfallErreichbarkeit außerhalb der BürozeitenNotfallkontakt
Praxistipp: Halten Sie Reaktionszeiten und Ersatzregeln im Vertrag fest.
Transparente Preise
Was steckt im Verrechnungssatz?

Der Stundensatz enthält Lohn, Nebenkosten und Marge. Zuschläge für Nacht, Wochenende und Überstunden sowie die Übernahmeprovision treiben die Kosten.

Zuschläge aufgeschlüsseltPreisanpassung bei Equal PayÜbernahmeprovision geregeltKeine versteckten Gebühren
Praxistipp: Vergleichen Sie Angebote auf Basis derselben Qualifikation und Einsatzdauer.
Arbeitsschutz
Sind die Kräfte sicher eingewiesen?

Verleiher und Entleiher teilen sich die Verantwortung. Die Zeitarbeitsfirma sollte Schutzausrüstung, Eignung und Unterweisung sauber regeln.

Unterweisung vereinbartSchutzausrüstung geklärtArbeitsmedizinische VorsorgeArbeitsschutzkontakt benannt
Praxistipp: Klären Sie schriftlich, wer welche Schutzausrüstung stellt.
Digitale Abläufe
Wie einfach läuft die Verwaltung?

Kundenportale, digitale Zeiterfassung und elektronische Rechnungen sparen Ihrer Verwaltung viel Arbeit.

KundenportalDigitale StundenzettelElektronische RechnungAuswertungen zu Einsätzen
Praxistipp: Lassen Sie sich das Kundenportal vor Vertragsschluss zeigen.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Zeitarbeitsfirma passt zu Ihrem Personalbedarf?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 46 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Welche Kräfte suchen Sie?
Das Berufsfeld entscheidet, ob ein Generalist oder ein Spezialist besser passt.
Produktion und Logistik
Helfer und Fachkräfte für Fertigung, Lager und Versand.
Technik und Handwerk
Facharbeiter, Techniker, Ingenieure.
Büro, Finanzen und IT
Kaufmännische Kräfte, Buchhaltung, IT-Fachleute.
Medizin und Pflege
Pflegekräfte, Ärzte, medizinisches Fachpersonal.
Frage 2 von 5
Wie lange brauchen Sie die Kräfte?
Die Einsatzdauer beeinflusst Kosten, Equal Pay und die Höchstdauer.
Wenige Tage
Kurzfristige Spitzen, Events, Inventur.
Einige Wochen
Saisongeschäft oder Krankheitsvertretung.
Mehrere Monate
Projekte oder längere Vertretungen.
Mit Option auf Übernahme
Sie wollen Kräfte vor der Festanstellung kennenlernen.
Frage 3 von 5
Wie viele Kräfte brauchen Sie?
Große Mengen verlangen ein dichtes Niederlassungsnetz oder On-Site-Betreuung.
Eine bis drei
Einzelne Stellen gezielt besetzen.
Vier bis zwanzig
Ein Team für eine Schicht oder ein Projekt.
Mehr als zwanzig
Größere Mengen, oft an mehreren Standorten.
Wechselnd
Bedarf schwankt stark von Woche zu Woche.
Frage 4 von 5
Wo setzen Sie die Kräfte ein?
Recht, Tarife und Anbieter unterscheiden sich je Land.
Deutschland, ein Standort
Regionale Nähe zur Niederlassung zählt.
Deutschland, mehrere Standorte
Bundesweites Netz oder ein Master Vendor.
Österreich
Arbeitskräfteüberlassung nach österreichischem Recht.
Schweiz
Personalverleih nach Schweizer Recht.
Frage 5 von 5
Was ist Ihr wichtigstes Ziel?
Ihr Ziel bestimmt, welche Leistungen die Zeitarbeitsfirma mitbringen sollte.
Spitzen abfangen
Kurzfristig mehr Hände für Aufträge.
Ausfälle ersetzen
Urlaub, Krankheit oder Elternzeit überbrücken.
Fachkräfte gewinnen
Schwer besetzbare Stellen füllen, gern mit Übernahme.
Personalarbeit auslagern
Recruiting und Einsatzplanung an Profis abgeben.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So läuft die Arbeitnehmerüberlassung ab

Graue Betonwand mit weißem Mittelstreifen, orange-metallischer Rohrkonstruktion und weißem "Übergabe"-Schild in der Mitte
Vom Anforderungsprofil bis zur Übernahme: Klare Schritte und Fristen sichern den Einsatz ab.

Die Zusammenarbeit läuft in sechs Schritten: Bedarfsanalyse, Angebot und Vertrag, Auswahl, Start mit Unterweisung, laufende Betreuung und schließlich Verlängerung, Übernahme oder Ende. Bei einfachen Profilen vergehen bis zum Einsatz oft nur wenige Tage.

Was muss im Vertrag stehen? Der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag muss vor dem Einsatz vorliegen und die Überlassung ausdrücklich als solche bezeichnen. Die überlassene Kraft muss namentlich benannt sein. Fehlt das, drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall ein Arbeitsverhältnis direkt mit Ihnen.

Wie lange darf ein Zeitarbeiter im Betrieb bleiben? Grundsätzlich höchstens 18 Monate beim selben Entleiher. Nach neun Monaten hat die Kraft grundsätzlich Anspruch auf gleichen Lohn wie Ihre Stammbelegschaft. Tarifverträge können beide Fristen anders regeln.

Tag 1

Bedarfsanalyse

Sie beschreiben Aufgaben, Qualifikation, Arbeitszeiten und Dauer. Die Zeitarbeitsfirma erstellt daraus ein Anforderungsprofil.

Aufgaben beschreibenQualifikation festlegenSchichten und Dauer klären
1
Tag 1 bis 3

Angebot und Vertrag

Sie erhalten Verrechnungssätze und schließen den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag, bevor der Einsatz beginnt.

Angebot prüfenVertrag schließenErlaubnis prüfen
2
Tag 2 bis 10

Auswahl

Die Zeitarbeitsfirma schlägt passende Kandidaten vor. Sie entscheiden, wer kommt.

Profile sichtenGespräche führenKräfte bestätigen
3
Einsatzbeginn

Start und Unterweisung

Die Kraft startet im Betrieb. Sie weisen ein, unterweisen im Arbeitsschutz und benennen eine Ansprechperson.

EinarbeitenArbeitsschutz unterweisenZugänge einrichten
4
Laufend

Betreuung und Abrechnung

Die Zeitarbeitsfirma betreut die Kraft, erfasst Stunden und rechnet monatlich oder wöchentlich ab.

Stunden bestätigenFeedback gebenFristen überwachen
5
Einsatzende

Verlängern, übernehmen oder beenden

Sie verlängern den Einsatz im gesetzlichen Rahmen, übernehmen die Kraft fest oder beenden die Überlassung.

Höchstdauer prüfenÜbernahme klärenEinsatz auswerten
6
18
Monate Überlassungshöchstdauer beim selben Entleiher
9
Monate bis zum Anspruch auf Equal Pay
1
Vertrag vor Einsatzbeginn, mit Kennzeichnung als Überlassung
6
Schritte von der Bedarfsanalyse bis zum Einsatzende

Die häufigsten Fehler beim Einsatz von Zeitarbeit

Kalender November 2021 mit Stempel "Frist verpasst" auf dem 14. November
Fristen im Blick behalten und Verträge sauber trennen: So vermeiden Sie teure Fehler.

Am häufigsten scheitern Einsätze an einem unklaren Anforderungsprofil. Ebenso verbreitet: nur auf den Preis achten, Fristen übersehen, Werkverträge mit Weisungen vermischen, die Einarbeitung vernachlässigen und die Übernahme nicht regeln.

Was passiert bei Überschreitung der Höchstüberlassungsdauer? Der Vertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Kraft wird unwirksam, und ein Arbeitsverhältnis mit Ihrem Unternehmen gilt als zustande gekommen, sofern die Kraft nicht widerspricht. Hinzu kommen Bußgelder.

Was ist ein Scheinwerkvertrag? Ein Werkvertrag, bei dem Sie die Kräfte des Dienstleisters wie eigene Leute anweisen. Rechtlich liegt dann Arbeitnehmerüberlassung vor, mit denselben Folgen wie bei fehlender Erlaubnis.

1
Unklares Anforderungsprofil

Fehlen Angaben zu Aufgaben und Qualifikation, schickt die Zeitarbeitsfirma die falschen Kräfte.

Beschreiben Sie Aufgaben, Maschinen, Schichten und Vorkenntnisse so konkret wie möglich.
2
Nur auf den Preis geachtet

Der niedrigste Stundensatz bringt oft hohe Fluktuation und lange Einarbeitung.

Vergleichen Sie Qualität, Ersatzregeln und Betreuung, nicht nur den Satz.
3
Fristen übersehen

Wer Höchstdauer und Equal-Pay-Frist nicht überwacht, riskiert Bußgelder und ungeplante Mehrkosten.

Führen Sie eine Liste mit Startdatum je Kraft und planen Sie Folgeschritte früh.
4
Werkvertrag statt Überlassung

Weisen Sie Kräfte eines Werkvertragspartners direkt an, liegt verdeckte Arbeitnehmerüberlassung vor.

Wählen Sie bei Weisungen im Betrieb immer einen sauberen Überlassungsvertrag.
5
Einarbeitung vernachlässigt

Ohne Unterweisung steigen Unfallrisiko und Fehlerquote, die Kräfte bleiben nicht.

Planen Sie Einarbeitung, Arbeitsschutz und eine feste Ansprechperson ein.
6
Übernahme nicht geregelt

Ohne Regel zur Übernahme drohen Streit und unerwartete Provisionen.

Klären Sie Übernahmeprovision und Staffelung schon im Vertrag.

Was kostet Zeitarbeit?

Orangenes Sparschwein auf Zeiterfassungsformular neben Taschenrechner mit Anzeige 9,90
Der Verrechnungssatz enthält Lohn, Nebenkosten und Marge. Vergleichen Sie immer gleiche Profile.

Sie zahlen einen Verrechnungssatz pro Stunde, der deutlich über dem Bruttolohn der Kraft liegt. Er deckt Lohn, Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Verwaltung und die Marge der Zeitarbeitsfirma.

Was kostet ein Zeitarbeiter pro Stunde? Das hängt von Qualifikation, Region, Tarif, Schichtzuschlägen und Einsatzdauer ab. Helfer sind am günstigsten, Spezialisten wie Ingenieure oder Pflegekräfte am teuersten. Die Anbieter in unserem Vergleich nennen ihre Konditionen auf Anfrage.

Was kostet die Übernahme eines Zeitarbeiters? Viele Verträge sehen eine Vermittlungsprovision vor, die mit der Einsatzdauer sinkt. Das AÜG erlaubt nur eine angemessene Provision und verbietet, die Übernahme ganz auszuschließen.

Helfer auf Anfrage je Stunde

Einfache Tätigkeiten in Produktion, Lager oder Reinigung. Grundlage ist der Tariflohn der untersten Entgeltgruppen.

Fachkräfte auf Anfrage je Stunde

Ausgebildete Kräfte im Handwerk, in der Technik oder im Büro. Branchenzuschläge erhöhen den Satz mit der Einsatzdauer.

Spezialisten auf Anfrage je Stunde

Ingenieure, IT-Fachleute, Pflegekräfte und Ärzte. Knappe Profile kosten deutlich mehr.

Übernahme auf Anfrage einmalig

Viele Verträge sehen eine Vermittlungsprovision vor, die mit der Einsatzdauer sinkt.

Verrechnungssatz statt Bruttolohn vergleichen

Der Verrechnungssatz enthält mehr als den Lohn: Sozialabgaben, Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheit, Verwaltung, Recruiting und die Marge des Anbieters. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer für dieselbe Qualifikation, Einsatzdauer und dieselben Zuschläge. Planen Sie Kostensprünge durch Branchenzuschläge und Equal Pay frühzeitig ein.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Zeitarbeit aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wie lange darf ein Zeitarbeitnehmer in Deutschland grundsätzlich höchstens an denselben Entleiher überlassen werden? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Das AÜG sieht eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten vor. Tarifverträge der Einsatzbranche können abweichende Regeln treffen.
2 Ab wann hat ein Zeitarbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Equal Pay greift grundsätzlich nach neun Monaten im selben Einsatzbetrieb. Branchenzuschlagstarife können die Frist verlängern, wenn der Lohn stufenweise angehoben wird.
3 Wer erteilt in Deutschland die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Die Bundesagentur für Arbeit erteilt die Erlaubnis. Ohne gültige Erlaubnis ist der Überlassungsvertrag unwirksam.
4 In welcher Branche ist Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland grundsätzlich verboten? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Das AÜG verbietet die Überlassung in Betriebe des Baugewerbes für Arbeiten, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. Ausnahmen gelten etwa bei allgemeinverbindlichen Tarifverträgen.
5 Wer ist bei der Zeitarbeit der Arbeitgeber der eingesetzten Kraft? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Arbeitgeber ist die Zeitarbeitsfirma als Verleiher. Sie zahlt den Lohn, der Einsatzbetrieb erteilt die fachlichen Weisungen.

Glossar: Begriffe rund um Zeitarbeit kurz erklärt

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Arbeitnehmerüberlassung

Bei der Arbeitnehmerüberlassung stellt ein Verleiher seine Beschäftigten einem anderen Unternehmen zur Arbeitsleistung zur Verfügung. Andere Namen sind Zeitarbeit, Leiharbeit oder Personalleasing.

Verleiher

Der Verleiher ist die Zeitarbeitsfirma. Er stellt die Kräfte ein, zahlt den Lohn und überlässt sie an Kundenbetriebe.

Entleiher

Der Entleiher ist das Unternehmen, in dem die überlassene Kraft arbeitet. Er erteilt die fachlichen Weisungen und sorgt für den Arbeitsschutz am Einsatzort.

Überlassungserlaubnis

Wer in Deutschland gewerbsmäßig Personal überlässt, braucht eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. Ohne Erlaubnis ist der Vertrag unwirksam.

Arbeitnehmerüberlassungsvertrag

Der Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher regelt Einsatz, Qualifikation, Dauer und Verrechnungssatz. Die Überlassung muss darin ausdrücklich als solche bezeichnet sein.

Verrechnungssatz

Der Verrechnungssatz ist der Stundenpreis, den der Entleiher zahlt. Er deckt Lohn, Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit, Verwaltung und die Marge des Verleihers.

Equal Pay

Equal Pay bedeutet gleicher Lohn wie vergleichbare Stammbeschäftigte. In Deutschland greift der Anspruch grundsätzlich nach neun Monaten im selben Einsatzbetrieb.

Branchenzuschlag

Branchenzuschläge erhöhen den Tariflohn von Zeitarbeitskräften in bestimmten Einsatzbranchen stufenweise mit der Einsatzdauer.

Überlassungshöchstdauer

Die Überlassungshöchstdauer begrenzt den Einsatz derselben Kraft beim selben Entleiher. Das AÜG sieht grundsätzlich 18 Monate vor.

Drehtürklausel

Die Drehtürklausel verhindert, dass Unternehmen eigene Beschäftigte entlassen und kurz danach günstiger als Zeitarbeitskräfte zurückholen.

Personalvermittlung

Bei der Personalvermittlung sucht ein Dienstleister Kandidaten, die direkt beim Kunden angestellt werden. Der Kunde zahlt meist eine Provision.

Übernahmeprovision

Übernimmt ein Entleiher eine Zeitarbeitskraft in Festanstellung, darf der Verleiher eine angemessene Vermittlungsprovision verlangen, sofern der Vertrag sie vorsieht.

Werkvertrag

Beim Werkvertrag schuldet ein Dienstleister ein Ergebnis und steuert seine Leute selbst. Weist der Kunde die Kräfte direkt an, liegt verdeckte Überlassung vor.

Master Vendor

Ein Master Vendor koordiniert für ein Unternehmen alle Personaldienstleister, bündelt Bestellungen und Abrechnung und sorgt für einheitliche Standards.

On-Site-Management

Beim On-Site-Management sitzt ein Team der Zeitarbeitsfirma direkt im Kundenbetrieb und steuert dort Einsatzplanung und Betreuung.

Personalverleih

Personalverleih ist der Schweizer Begriff für Zeitarbeit. Verleiher brauchen eine Bewilligung, für viele Einsätze gilt der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten ersetzen keine Rechtsberatung.

Was ist eine Zeitarbeitsfirma?

Eine Zeitarbeitsfirma stellt Arbeitskräfte ein und überlässt sie gegen einen Stundensatz an andere Unternehmen. Arbeitgeber bleibt die Zeitarbeitsfirma, der Einsatzbetrieb erteilt die fachlichen Weisungen.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitarbeit und Personalvermittlung?

Bei der Zeitarbeit bleibt die Kraft bei der Zeitarbeitsfirma angestellt und Sie zahlen pro Stunde. Bei der Personalvermittlung stellen Sie die Kraft direkt ein und zahlen meist eine einmalige Provision.

Was kostet ein Zeitarbeiter pro Stunde?

Das hängt von Qualifikation, Region, Tarif und Zuschlägen ab. Der Verrechnungssatz liegt deutlich über dem Bruttolohn, weil er Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Verwaltung und Marge enthält. Fragen Sie mehrere Anbieter für dasselbe Profil an.

Wie lange darf ein Zeitarbeiter im selben Betrieb eingesetzt werden?

Grundsätzlich höchstens 18 Monate beim selben Entleiher. Tarifverträge der Einsatzbranche können abweichende Höchstdauern festlegen.

Was bedeutet Equal Pay in der Zeitarbeit?

Equal Pay heißt gleicher Lohn wie vergleichbare Stammbeschäftigte. Der Anspruch greift grundsätzlich nach neun Monaten im selben Einsatzbetrieb, Branchenzuschlagstarife können die Frist verlängern.

Wie schnell kann eine Zeitarbeitsfirma Personal stellen?

Bei Helfertätigkeiten oft innerhalb weniger Tage. Für Fachkräfte und Spezialisten dauert die Suche länger, je nach Berufsfeld und Region.

Darf ich einen Zeitarbeiter übernehmen?

Ja, die Übernahme in eine Festanstellung ist erlaubt und darf vertraglich nicht ausgeschlossen werden. Die Zeitarbeitsfirma darf eine angemessene Vermittlungsprovision verlangen, sofern der Vertrag sie vorsieht.

Woran erkenne ich eine seriöse Zeitarbeitsfirma?

An der Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit, einem angewandten Tarifvertrag, einer Verbandsmitgliedschaft und transparenten Verträgen. Lassen Sie sich die Erlaubnis vor dem ersten Einsatz zeigen.

Ist Zeitarbeit in allen Branchen erlaubt?

Fast, aber nicht überall. Im Bauhauptgewerbe ist die Überlassung für Arbeiten, die üblicherweise Arbeiter verrichten, grundsätzlich verboten. Als Streikbrecher dürfen Zeitarbeitskräfte nicht eingesetzt werden.

Wie funktioniert Zeitarbeit in Österreich und der Schweiz?

In Österreich regelt das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz die Überlassung, dazu gilt ein eigener Kollektivvertrag. In der Schweiz heißt Zeitarbeit Personalverleih, Verleiher brauchen eine Bewilligung, und für viele Einsätze gilt der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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