Der Netzwerkspezialist DriveNets sammelt in einer Series-D-Runde rund 357 Millionen Euro ein. Mit AMD steigt ein prominenter Chipkonzern als neuer Investor ein, die Gesamtfinanzierung erreicht damit etwa 870 Millionen Euro.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDriveNets bedient mit dieser Series-D-Runde die wachsende Nachfrage nach Ethernet-Netzwerken für große KI-Rechenzentren. Angeführt wird die Runde von Bessemer Venture Partners und Atreides Management. Für die KI-Infrastruktur markiert der Einstieg von AMD einen strategischen Schritt.
Das Wichtigste in Kürze
- DriveNets sammelt rund 357 Millionen Euro in der Series D ein.
- AMD und Red Dot Capital steigen neu als Investoren ein.
- Die Gesamtfinanzierung erreicht etwa 870 Millionen Euro.
Was steckt hinter der Finanzierungsrunde?

Das israelische Unternehmen verkauft Software, mit der Netzbetreiber und Rechenzentren ihre Netze auf handelsüblicher Hardware aufbauen statt auf teurer Spezialtechnik. Neben den Leadinvestoren beteiligen sich die Bestandsgeber Pitango und D1 Capital Partners. Rund 870 Millionen Euro Gesamtkapital sprechen für anhaltendes Vertrauen der Geldgeber.
Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen seit 2025 mit positivem Cashflow und verweist auf gesicherte Aufträge von mehr als 870 Millionen Euro. CEO Ido Susan nennt die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur als Grund für die frische Kapitalspritze.
Warum steigt ausgerechnet AMD ein?

Für AMD passt die Beteiligung ins eigene Vorhaben, ein Ökosystem rund um Chips, Netzwerke und Rechenzentrumstechnik aufzubauen. Bislang kennt man DriveNets vor allem von Telekommunikationskunden wie AT&T und Comcast. Die KI-Netzwerke verschieben den Fokus nun auf Hyperscaler, Entwickler von Basismodellen und große Unternehmen.
Für deutsche Rechenzentrumsbetreiber ist die Architektur interessant, weil sie proprietäre Hardware ersetzt und Kosten senkt. Wie eng KI-Boom und Rechenzentren inzwischen verzahnt sind, zeigt auch der heimische Ausbau, etwa wenn fünf Konzerne eine Gigafabrik für Deutschlands KI planen.
Der eigentliche Engpass im KI-Ausbau ist längst nicht mehr nur der Chip, sondern das Netzwerk dazwischen. Genau dort setzt frisches Kapital jetzt an.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Beobachten Sie, welche Netzwerkanbieter die Hyperscaler künftig bevorzugen, denn die Wahl der Fabric entscheidet über Leistung und Betriebskosten ganzer KI-Cluster. Die Runde hat DriveNets selbst bekannt gegeben.
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