Ende Januar 2026 hat sich die Trägerschaft des Wiederaufforstungsprogramms WeReforest geändert. Der WeReforest e.V. ist als Projekt in den gemeinnützigen DLG e.V. übertragen worden. Ziel ist die klimaresiliente Wiederbewaldung deutscher Wälder. Am 1. Mai 2026 hat die neue Bewerbungsphase für Waldbesitzer begonnen. Mit dem Wechsel unter das DLG-Dach gewinnt das Programm Reichweite und institutionelle Stabilität.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenWas WeReforest leistet

WeReforest vermittelt zwischen privaten Waldbesitzern, deren Bestände durch Trockenheit, Borkenkäfer oder Sturm zerstört wurden, und finanzierenden Unternehmen sowie Privatpersonen. Das Programm finanziert Aufforstung und klimaresilienten Waldumbau. Im Fokus stehen Mischbestände mit zukunftsfähigen Baumarten.
Rund 600.000 Hektar Wald in Deutschland liegen aktuell brach oder benötigen umfassende Wiederbewaldung. Die Dimension übersteigt die Möglichkeiten staatlicher Förderprogramme deutlich. Programme wie WeReforest schließen damit eine systemrelevante Lücke.
Wie Waldbesitzer mitmachen

Die Bewerbungsphase ab 1. Mai 2026 steht privaten und kommunalen Waldbesitzern offen. Voraussetzung ist eine geschädigte Fläche, die für klimaresiliente Aufforstung geeignet ist. WeReforest übernimmt die Vermittlung zur Finanzierungsseite und sorgt für ein standardisiertes Monitoring der Wiederbewaldung.
Drei typische Projektformate haben sich etabliert:
- Klassische Wiederbewaldung: Aufforstung mit standortgerechten Mischbeständen nach Borkenkäferschäden.
- Voranbau: Etablierung von Laubbäumen unter geschädigten Fichtenbeständen, um die Folgegeneration vorzubereiten.
- Naturverjüngung mit Pflegeleistung: Bestehende Selbstaussaat wird durch Schutzmaßnahmen und gezielte Pflege gesichert.
Was Unternehmen davon haben

Für Unternehmen bietet WeReforest eine seriöse Möglichkeit, CSR-Mittel in messbare Wiederbewaldung zu lenken. Der Übergang in den DLG e.V. erhöht die Reputationssicherheit. Die DLG ist als gemeinnützige Organisation mit langer Tradition etabliert und liefert Compliance-tauglichen Rahmen für Sponsoring oder Patenschaften.
Die Finanzierung fließt direkt in deutsche Wälder und nicht in Aufforstungsprojekte im Ausland, deren Wirkung schwer kontrollierbar ist. Berichterstattung über das Engagement ist mit klaren Geodaten und Monitoring-Berichten möglich. Der Beitrag zum klimaresilienten Waldumbau ist gesellschaftlich sehr gut vermittelbar.
WeReforest schließt eine Lücke, die der Staat nicht alleine schließen kann. Wer als Unternehmen CSR ernst meint, findet hier ein seriöses Instrument“, so Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Ausblick

Die Übernahme durch die DLG ist auch ein Signal an die Branche. Wiederbewaldung wird in den kommenden Jahren von einer Nische zu einem strukturellen Themenfeld, das Forstwirtschaft, Klimapolitik und Unternehmens-CSR zusammenbringt. Wer als Entscheider in Bau, Industrie oder Konsumgüter bereits 2026 in Programme wie WeReforest investiert, sichert sich nicht nur Image, sondern unmittelbare ökologische Wirkung.