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Photoshop aufgebohrt und tiefer gelegt: So arbeiten Sie schneller und effizienter!

Photoshop bietet uns so einige Optionen an, die Leistung zu steigern und Zeit zu sparen. Einmalig sollten dabei die Voreinstellungen an das genutzte System angepasst werden. Öfters einsetzbar sind dagegen die kleinen Helfer sowie unsere Tipps und Tricks, die auf langer Strecke die Arbeit beschleunigen und erleichtern, gerade bei immer wiederkehrenden und gleichbleibenden Aufgaben.

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Photoshop Fast & Furious-Tipp #1: Leistung

Im Hauptmenü gehen Sie auf Bearbeiten > Voreinstellungen > Leistung. Wir sehen den verfügbaren RAM. Photoshop liebt Speicher über alles, weshalb Sie der Software je nach Anwendertyp mehr oder doch noch etwas mehr Speicher bereitstellen sollten. Arbeiten Sie gerne mit Photoshop, haben daneben aber auch noch weitere Software geöffnet (wie etwa das Mail-Programm, die Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation), so lassen Sie dieser noch etwas Luft. Stellen Sie dann Für Photoshop verfügbar auf etwa 70% ein. Konzentrieren Sie sich dagegen während der Arbeit voll auf Photoshop, so geben Sie weitere Prozente dazu. Bedenken Sie aber, dass auch Ihr Betriebssystem noch etwas Speicher benötigt.

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Etwas weiter rechts stehen die Grafikprozessor-Einstellungen. Der Grafikprozessor wird hoffentlich erkannt und so ist es möglich, diesen zu aktivieren. Ein Klick auf die Schaltfläche

Erweiterte Einstellungen öffnet ein Dialog-Fenster, in dem über den Zeichnungsmodus bestimmt werden kann, wie viel Speicher des Grafikprozessors und wie viele OpenGL-Funktionen von Photoshop beansprucht werden dürfen, von Einfach, über Normal bis zu Erweitert. Weiter unten sollten die ersten drei Häkchen aktiviert sein, um alle Photoshop-Funktionen nutzen zu können.

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Für Verlauf und Cache stehen drei Buttons zur Auswahl: Groß, wenige Ebenen klickt an, wer sehr große Dokumente (Hunderte von Megapixeln) bearbeitet. Standard ist für den normalen Einsatz und meine Empfehlung. Klein, viele Ebenen klickt an, wer hunderte Ebenen verwendet, also gerne sehr komplexe Bildkompositionen gestaltet.

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Photoshop Fast & Furious-Tipp #2: Arbeitsvolumes

Wir bleiben im Dialog der Voreinstellungen und gehen auf Arbeitsvolumes. Es werden alle verfügbaren Laufwerke angezeigt. Hier könnten noch weitere Laufwerke hinzu geschaltet werden, um diese von Photoshop nutzen zu lassen. Ist der Speicher voll, können darüber Auslagerungsdateien gebildet werden. So wird Photoshop zwar langsamer (falls es während der Bearbeitung zum Einsatz der Laufwerke kommt), da die Festplatten zum Zwischenspeichern der Daten mit dem RAM nicht mithalten können, aber oft ist das die einzige Option, überhaupt größere Dateien, wie etwa im Print-Bereich, zu bearbeiten.

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Photoshop Fast & Furious-Tipp #3: Aktionen

Die folgenden drei Tipps spielen zusammen und geben sich praktisch die Hand. Den Anfang machen die Aktionen. Gehen Sie im Hauptmenü auf Fenster > Aktionen. Sie sehen im Dialog die Aktionen, die Photoshop schon mitbringt. Aktionen sind Aufzeichnungen von Handlungen in Photoshop, die sich per Knopfdruck auf weitere Dokumente abspielen lassen. Photoshop übernimmt dann selbstständig die Arbeit.

Sie sehen unten am Dialog-Fenster einige Buttons. Klicken Sie da auf Neue Aktion erstellen. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie der Aktion den Namen Test geben. Die Aktion könnte auch gleich einem Satz (das ist eine übergeordnete Gruppe mit mehreren Aktionen) oder einer Funktionstaste zugeordnet werden. Klicken Sie auf Aufzeichnen um diese zu beginnen. Im Aktionen-Fenster leuchtet nun die rote “Aufnahmetaste”. Wir nutzen einige Funktionen von Photoshop: Nach Bild > Bildgröße auf 800 Pixel in der Breite folgt Bild > Korrekturen > Schwarzweiß und Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren.

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Klicken Sie im Aktionen-Fenster auf Aufzeichnung beenden. Die Aktion Test liegt im Aktionen-Fenster und zeigt alle Schritte untereinander als Liste an. Öffnen Sie ein anderes Foto und klicken Sie bei der Aktion auf Auswahl ausführen (den “Play-Button”). Dieses Bild wird in Sekundenschnelle verkleinert, unbunt umgesetzt und geschärft. Und so können Aktionen sehr individuell immer wiederkehrende Aufgaben aufzeichnen.

Photoshop Fast & Furious-Tipp #4: Stapelverarbeitung

Jetzt spart die Aktion die Zeit der immer gleichen Aufgaben, die Photoshop viel schneller abspielen und damit erledigen kann. Doch bei hunderten Fotos gibt es immer noch genug zu tun: Bild öffnen, Aktion ausführen, Bild abspeichern. Bild öffnen, Aktion ausführen, Bild abspeichern. Immer wieder. Doch auch das lässt sich beschleunigen. Gehen Sie dazu auf Datei > Automatisieren > Stapelverarbeitung. Oben, links unter Abspielen wird die Aktion Test ausgewählt, die wir gerade erzeugt haben.

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Darunter wird die Quelle angegeben, also die Fotos, die von der Aktion bearbeitet werden sollen. Das ist zumeist ein Ordner (oder auch ein Import, alle geöffneten Dateien oder die Bridge). Auf der rechten Seite oben wird dann ein Ziel angegeben. Sie könnten da sagen: Speichern und schließen, aber dann werden die Originale überschrieben. Besser ist es also, einen Ordner auszuwählen. Über OK bestätigt, werden alle Fotos des einen Ordners geöffnet, mit der Aktion bearbeitet und in dem Zielordner gespeichert.

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Es gibt noch weitere Einstellungsmöglichkeiten. So können auf der linken Seite auch Alle Unterordner mit eingeschlossen werden bei der Bearbeitung. Manchmal ist es da auch hilfreich, Farbprofilwarnungen zu unterdrücken (da sonst doch wieder jedes einzelne Foto bestätigt werden müsste). Auf der rechten Seite kann die Dateibenennung verändert werden. Eine Erweiterung, wie etwa .jpg oder .gif, ist immer nötig. Davor kann aber der aktuelle Dokumentenname noch um eine Seriennummer, einen Buchstaben oder einem Datum ergänzt werden. So lassen sich Original und bearbeitete Kopie später besser unterscheiden.

Photoshop Fast & Furious-Tipp #5: Droplets

Droplets sind praktisch Abkürzen zu Aktionen. Gehen Sie dazu auf Datei > Automatisieren > Droplet erstellen und wählen Sie im Dialog-Fenster einen Ordner aus, in dem das erzeugte Droplet nach dem Bestätigen gespeichert wird. Geben Sie dem Droplet einen passenden Namen und bestätigen Sie mit Speichern. Unter Abspielen wird nun die Aktion angegeben, die über das Droplet ausgeführt werden soll. Wer mag, gibt noch einen Zielordner zum Speichern an.

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Nach dem Bestätigen über OK liegt das Droplet an dem Speicherort, den Sie im Dialog angegeben hatten. Ziehen Sie ein Foto auf das Droplet. Photoshop öffnet sich, spielt die Aktion ab und speichert das Bild im gewünschten Ordner.

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Photoshop Fast & Furious-Tipp #6: Menü einfärben und vereinfachen

Es gibt Funktionen in Photoshop, die man sehr häufig einsetzt und andere, die selten bis gar nicht genutzt werden. Um sich noch schneller im Menü zurechtzufinden, kann es angepasst werden. Gehen Sie dazu auf Bearbeiten > Menüs. Gibt es Funktionen, die Sie nie benutzen, so rufen Sie die Kategorie auf und entfernen am Eintrag das Auge. Gibt es Funktionen, die Sie regelmäßig verwenden, so spendieren Sie dieser auf der rechten Seite bei Ohne eine Farbe. Nach dem Bestätigen ist das Menü weitaus aufgeräumter und übersichtlicher.

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Photoshop Fast & Furious-Tipp #7: Fonts kontrollieren

Auch die Auswahl des richtigen Fonts kann Zeit in Anspruch nehmen. Ist der Text ausgewählt, so können Sie über die Optionsleiste die aktuelle Schriftart anklicken und über die Pfeiltasten durch das Angebot springen. Möchten Sie von Schriftfamilie zu Schriftfamilie springen, so halten Sie zusätzlich die Umschalttaste gedrückt. Übrigens: Das Feld der Optionsleiste dient auch gleichzeitig als Eingabemaske für eine Suchfunktion. Ist also der Name des Fonts bekannt, so können Sie diesen einfach eintippen. Probieren Sie da auch einmal Bold oder Italic aus. Beachten Sie im Ausklappmenü auf der rechten Seite den Button Schriften aus Typekit hinzufügen. Dieser führt zu einer Website von Adobe, für zahlreiche kostenlose Schriftarten.

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Photoshop arbeitet nun effektiver, bietet Beschleuniger dank Aktionen an und ist aufgeräumter und schneller zu nutzen. “Gute Geschäfte” darf man da wohl wünschen 😉

4 Kommentare zu “Photoshop aufgebohrt und tiefer gelegt: So arbeiten Sie schneller und effizienter!”

Dem #2 Arbeitsvolume-Tipp kann man noch etwas aufbohren:
wenn man das Arbeitsvolume auf eine SSD legt, dürften die Zugriffe deutlich schneller sein, weil es sich um RAM handelt.
Sollte man Angst um die Lebensdauer der SSD haben (keine Ahnung, wie stark die PS-Auslagerung da belastend wirkt), kann man eine dedizierte verwenden; eine 120 GB SSD gibt’s schon für 50 Euro.

Bei den Arbeitsvolumes kann man noch etwas Geschwindigkeit rausholen,in dem man – sofern man 2 HDDs eingebaut hat – das Arbeitsvolume nicht auf den Datenträger fest legt, auf dem Windows installiert ist. Dadurch werden Schreibe Zugriffe, die ausbremsen reduziert.

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