Infografiken erstellen Tools Vergleich
2026
Das sind die besten 54 Anbieter.
Eine Infografik macht aus einer Tabelle eine Aussage, und genau daran scheitern viele Versuche: Die Zahlen stimmen, die Grafik erzählt trotzdem nichts. Wir haben 54 Infografik-Tools geprüft.
Piktochart ist ein browserbasiertes Infografik- und Report-Tool für Kommunikation, Marketing, Beratung und Bildung. Eine eigene Chart-Engine liefert Balken-, Kreis- und Piktogramm-Diagramme, Flowcharts und Tabellen, hinzu kommen KI-Generatoren für Infografiken, Charts und Präsentationen. Das Preismodell ist Freemium, die Oberfläche steht auf Deutsch bereit.
piktochart.com
Piktochart ist ein Baukasten für visuelle Inhalte mit klarem Schwerpunkt auf Infografiken. Neben Infografiken deckt das Werkzeug Reports und Dokumente, Präsentationen, Printmaterial, Social-Grafiken und Videos ab. Zu den Einsatzbereichen zählen Kommunikation, Marketing, Personalwesen, Bildung und eLearning, Gesundheitswesen, Finanzdienstleister und Nonprofits; für Studierende und Lehrkräfte steht ein eigener Bildungstarif bereit.
Die Datenvisualisierung stützt sich auf eine eigene Chart-Engine mit Kreis- und Balkendiagrammen, Piktogrammen, Diagrammen, Flowcharts und Tabellen sowie einen Map Maker für Geodaten. Gestaltungsbausteine wie maskierte Bilder, Listen, Zeitstrahlen und Vergleiche ergänzen die Layouts, eigene Maker-Seiten führen zu Infografik, Graph, Timeline und Venn-Diagramm. Die KI-Ebene umfasst unter anderem einen Design-Generator, AI Infographic, einen Graph-Generator, einen Präsentations- sowie einen Dokument- und Report-Generator, dazu Bild- und Videoerzeugung, einen Upscaler sowie Hintergrund- und Text-Entferner. Für Teams stehen Brand Assets, gebrandete Vorlagen, gemeinsame Bibliotheken, Kommentare und Revisionen bereit.
Piktochart läuft im Browser. Das Preismodell ist Freemium: Eine kostenlose Stufe mit begrenzten Downloads und KI-Guthaben steht neben den kostenpflichtigen Stufen Pro und Business sowie einem Enterprise-Tarif auf Anfrage; hinzu kommen Sondertarife für Bildung, Hochschulen und Nonprofits. Die Abrechnung ist in mehreren Währungen möglich, darunter Euro. Der Sprachumschalter der Website bietet neben Deutsch unter anderem Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Indonesisch und Arabisch.
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Was ist ein Infografik-Tool, und brauchen Sie wirklich eines?
Ein Infografik-Tool übersetzt Daten und Aussagen in eine gestaltete Grafik. Dafür liefert die Software Vorlagen, eine Diagramm-Engine und Exportformate für Web und Druck. Für eine einzelne Grafik im Jahr genügt oft das vorhandene Office-Programm, ab regelmäßigem Bedarf zahlt sich ein eigenes Werkzeug aus.
Das Wort Infografik setzt sich aus Information und Grafik zusammen, wie der Wikipedia-Artikel zum Stichwort ausführt. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt Datenvisualisierung als grafische Aufbereitung von Daten, die Zusammenhänge schneller erfassbar macht. Eine Infografik reicht über das einzelne Diagramm hinaus. Sie verbindet Zahlen, Symbole und kurze Texte zu einer Aussage und führt über einen Lesepfad durch diese Aussage.
Ein Infografik-Tool liefert dafür drei Bausteine. Vorlagen geben Raster, Schriftgrößen und Farbabstufungen vor, damit eine Grafik ohne Gestaltungsausbildung ordentlich aussieht. Eine Diagramm-Engine erzeugt Balken, Linien und Flächen aus eingetippten oder importierten Werten, statt Rechtecke von Hand zu zeichnen. Der Export entscheidet am Ende, wofür die Grafik taugt: SVG für die Website, PDF für den Druck, PNG als Rückfallebene für den Newsletter.
Nicht jedes Vorhaben braucht ein Abo. Wer einmal im Jahr eine Grafik für einen Bericht braucht, kommt mit dem Diagrammmodul der vorhandenen Tabellenkalkulation weit. Wer dagegen mehrmals im Quartal veröffentlicht, Datenstände nachziehen muss oder ein einheitliches Markenbild halten will, spart mit einem eigenen Werkzeug Zeit und Abstimmungsschleifen. Für die eine repräsentative Grafik bleibt der Auftrag an eine Gestalterin oder einen Gestalter die dritte Möglichkeit. Der folgende Test sortiert die drei Wege auseinander.
- Häufigkeit: Sie veröffentlichen mehr als drei bis vier Grafiken im Jahr, und der Bedarf nimmt weiter zu.
- Daten: Zu Ihren Grafiken gehören Zahlen aus Tabellen, nicht nur Symbole, Icons und kurze Texte.
- Marke: Jede Grafik soll Farben, Schriften und Bildsprache Ihres Unternehmens aufnehmen statt die Handschrift einer fremden Vorlage.
- Team: Mehrere Personen arbeiten an denselben Grafiken und brauchen Zugriff auf dieselben Bausteine.
- Aktualisierung: Zahlen ändern sich, und die Grafik soll sich nachziehen lassen, statt jedes Mal neu zu entstehen.
- Einbettung: Die Grafik soll interaktiv auf der Website liegen und nicht nur als Bilddatei im Beitrag.
- Zuständigkeit: Eine Person im Haus verantwortet Grafiken und hat Zeit, sich in ein Werkzeug einzuarbeiten.
Lohnt sich ein Abo für jeden? Nicht zwingend. Wer im Jahr eine einzige Grafik für einen Bericht braucht, kommt mit dem Diagrammmodul der vorhandenen Tabellenkalkulation aus. Wer eine repräsentative Grafik für eine Kampagne braucht, fährt mit einem Gestaltungsauftrag besser. Treffen dagegen drei oder mehr Punkte zu, rechnet sich ein eigenes Werkzeug meist schon im ersten Jahr.
Diese 7 Probleme löst ein Infografik-Tool

Ein Infografik-Tool schließt sieben Lücken: ungelesene Zahlenkolonnen, teure Einzelaufträge an Gestalter, uneinheitliche Grafiken, veraltete Datenstände, verstreute Rohdaten, fehlendes Gestaltungswissen im Team und unklare Rechte an Schriften, Symbolen und Bildern.
Wo eine eigene Software wirklich hilft, zeigt sich weniger am Funktionsumfang als an den Situationen, die im Alltag wiederkehren. Die folgenden sieben Fälle beschreiben, was ohne passendes Werkzeug liegen bleibt.
Auffällig ist dabei, wie oft die Probleme nichts mit Gestaltung zu tun haben. Verstreute Rohdaten, fehlende Quellenangaben und ungeklärte Lizenzen kosten in der Praxis mehr Zeit als die Frage, welche Farbe der dritte Balken bekommt.
Eine Tabelle mit dreißig Zeilen überspringt fast jede Leserin und jeder Leser. Ein Infografik-Tool übersetzt dieselben Werte in Balken, Linien und Flächen und macht die Kernaussage auf einen Blick sichtbar.
Jede Grafik extern gestalten zu lassen kostet pro Stück einen dreistelligen Betrag und zwei Abstimmungsrunden. Ab wenigen Grafiken im Jahr unterbietet ein Abo diese Rechnung deutlich.
Wechselnde Farben, Schriften und Balkenbreiten lassen ein Unternehmen zusammengewürfelt wirken. Ein Marken-Kit im Werkzeug hält Farbwerte, Schriften und Logo für alle Beteiligten an einer Stelle fest.
Liegt eine Grafik nur als Bilddatei vor, bedeutet jede neue Zahl eine komplette Neuanlage. Werkzeuge mit Datenanbindung aktualisieren den Stand, ohne dass Sie das Layout erneut bauen.
Werte stecken in Auswertungen, Mails und Tabellenblättern verschiedener Abteilungen. Der Import per CSV oder Excel bündelt sie in der Grafik und hält nebenbei fest, welcher Stand dargestellt ist.
Raster, Schriftgrößen und Farbabstufungen sind Handwerk und keine Geschmacksfrage. Vorlagen geben diese Entscheidungen vor, sodass auch ohne Ausbildung ein sauberes Ergebnis entsteht.
Eine schnell heruntergeladene Schrift oder ein Symbol aus der Bildersuche kann teuer werden. Werkzeuge mit eigener Bibliothek klären die Nutzungsrechte im Tarif und ersparen die Einzelprüfung.
Welche Arten von Infografik-Tools stehen zur Auswahl?

Der Markt teilt sich in acht Typen: Vorlagenbaukästen, KI-Generatoren, Datenvisualisierungs-Werkzeuge, Diagramm- und Prozesseditoren, Vektorprogramme, Präsentationswerkzeuge mit Office-Anbindung, quelloffene Programme und Fach-Tools für Wissenschaft und Medizin. Welcher Typ passt, entscheidet die Herkunft Ihrer Daten.
Die acht Typen unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, wie eine Grafik entsteht. Ein Baukasten startet mit einem fertigen Layout, ein Datenwerkzeug startet mit einer Tabelle, ein Vektorprogramm startet mit einer leeren Fläche. Wer diese Startpunkte kennt, sortiert die Anbieterliste in wenigen Minuten vor.
Eine zweite Trennlinie verläuft quer dazu und entscheidet häufiger über die Zufriedenheit: All-in-One-Baukasten oder spezialisiertes Datenwerkzeug. Die Gegenüberstellung unten zeigt beide Seiten mit ihren Grenzen. In der Praxis mischen viele Redaktionen und Marketingteams ohnehin: Die Zahlen entstehen im Datenwerkzeug, das Layout im Baukasten.
Sie starten mit einem fertigen Layout und tauschen Texte, Farben und Bilder aus. Der schnellste Weg zu einer vorzeigbaren Grafik, solange die Datenmenge klein bleibt und die Handschrift der Vorlage nicht stört.
Aus einem Absatz oder einer Anweisung entsteht in Sekunden ein Entwurf samt Struktur und Symbolen. Als Startpunkt stark, bei Zahlen und Beschriftungen kontrollbedürftig, weil Modelle Werte nicht zuverlässig übernehmen.
Tabellen aus CSV oder Excel werden zur Grundlage exakter Diagramme, oft interaktiv und als Embed einbindbar. Erste Wahl für Redaktionen, Studien und Berichte mit belastbaren Zahlen.
Abläufe, Organigramme und Schemata entstehen aus Formen und Verbindern mit automatischem Layout. Für Prozessbilder stark, für datengetriebene Grafiken nur eingeschränkt geeignet.
Volle Kontrolle über Pfade, Typografie und Druckausgabe, dafür die längste Einarbeitung. Sinnvoll, wenn Grafiken eine eigene Bildsprache brauchen oder in den professionellen Druck gehen.
Diagramme entstehen direkt in Folien oder in der Textverarbeitung, teils über ein Add-in mit eigener Diagrammbibliothek. Praktisch, wenn die Grafik ohnehin in einem Bericht oder Vortrag landet.
Quelloffene Programme kennen keine Tarifgrenzen, kein Wasserzeichen und keine Abhängigkeit von einer Cloud. Der Preis dafür ist mehr Einarbeitung und eine dünnere Vorlagenbibliothek.
Spezialisierte Werkzeuge liefern geprüfte Symbolbibliotheken für Fachgebiete wie Biologie oder Medizin. Sie sparen in Publikationen und auf Postern enorm Zeit, kosten aber meist mehr als allgemeine Baukästen.
- Fertige Vorlagen führen in Minuten zu einem vorzeigbaren Layout
- Ein Werkzeug deckt Infografik, Präsentation und Social-Grafik zugleich ab
- Diagramme entstehen aus eingetippten Werten, der Einstieg bleibt einfach
- Die Handschrift der Vorlage bleibt erkennbar, exakte Datenarbeit stößt an Grenzen
- Tabellen aus CSV und Excel landen ohne Umweg in der Grafik
- Diagrammtypen folgen den Regeln der Datendarstellung, Achsen inklusive
- Interaktive Grafiken binden Sie als Embed in die eigene Website ein
- Der Gestaltungsspielraum bleibt eng, ein zweites Abo kommt meist hinzu
2026
Whitepaper:
Infografik-Tools 2026
Der Leitfaden für Marketing und Redaktion: Werkzeugarten vom Vorlagenbaukasten bis zum KI-Generator, Auswahlkriterien inklusive DSGVO und Barrierefreiheit, realistische Kosten mit belegten Spannen und eine Vergleichsmatrix der wichtigsten Infografik-Tools.
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

Prüfen Sie Vorlagen und Gestaltungsspielraum, Datenimport und Diagrammtypen, Exportformate, deutsche Oberfläche, Datenschutz und Serverstandort, Barrierefreiheit nach WCAG 2.2, Zusammenarbeit im Team sowie Preis und Nutzungsrechte. Zwei dieser acht Kriterien fallen erst nach dem Kauf auf: Export und Lizenz.
Die acht Kriterien lassen sich in einer kostenlosen Testphase abklopfen, wenn Sie dafür eine echte Grafik aus dem Tagesgeschäft nachbauen statt einer Demo. Besonders wichtig sind zwei Punkte, die in Funktionslisten selten auftauchen: Der SVG-Export steckt bei vielen Anbietern erst in höheren Tarifen, und die Nutzungsrechte an Vorlagen, Stockbildern und KI-Ergebnissen regeln die Nutzungsbedingungen, nicht die Werbeseite.
Beim Datenschutz zählt der Vertrag, nicht das Werbeversprechen. Verarbeitet ein Cloud-Werkzeug personenbezogene Daten, braucht Ihr Unternehmen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO; der Ratgeberdienst e-recht24 erklärt diese Pflicht für den Einsatz von Cloud-Diensten ausführlich. Bei Barrierefreiheit gibt die WCAG 2.2 des W3C den Maßstab vor: eine Textalternative für jede Grafik und ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text, 3:1 für große Schrift und grafische Elemente. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 unter anderem Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr zu barrierefreien Angeboten, nimmt Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen aber aus.
Prüfen Sie, wie weit sich eine Vorlage verändern lässt, ohne zu zerfallen. Entscheidend sind frei setzbare Elemente, eigene Farbpaletten und der Zugriff auf Raster und Abstände.
Je mehr Zahlen in Ihre Grafiken fließen, desto wichtiger wird der Weg von der Tabelle ins Diagramm. Achten Sie auf Importformate, Dezimaltrennzeichen und die Auswahl an Diagrammtypen.
Der Export entscheidet, wofür die fertige Grafik taugt. SVG hält die Grafik im Web in jeder Größe scharf, PDF geht in den Druck, PNG dient als Rückfallebene. Interaktive Grafiken brauchen zusätzlich einen Embed-Code.
Eine deutsche Programmoberfläche senkt die Einstiegshürde im Team spürbar. Ebenso wichtig ist die Schriftunterstützung: Umlaute, Eszett und Anführungszeichen müssen in jeder eingebundenen Schrift vorhanden sein.
Sobald personenbezogene Daten in einem Cloud-Werkzeug landen, braucht Ihr Unternehmen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO. Der Ratgeberdienst e-recht24 erläutert diese Pflicht und die Besonderheiten beim Transfer in die USA.
Die WCAG 2.2 des W3C verlangen für jede informationstragende Grafik eine Textalternative sowie ausreichenden Kontrast: mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift und grafische Elemente. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 unter anderem Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr zu barrierefreien Angeboten.
Arbeiten mehrere Personen an Grafiken, zählen gemeinsame Bausteine mehr als jede Einzelfunktion. Ein Marken-Kit hält Logo, Farbwerte und Schriften zentral, Rollen und Rechte verhindern versehentliche Änderungen an freigegebenen Dateien.
Der Tarifpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Prüfen Sie zusätzlich die Nutzungsrechte an Vorlagen, Stockmaterial, Schriften und KI-Ergebnissen sowie die Bindung an ein volles Jahr. Viele Listenpreise stammen aus US-Dollar-Tarifen und schwanken mit Kurs und Mehrwertsteuer.
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Wie Sie aus einer Idee eine fertige Infografik machen

Eine Infografik entsteht in sechs Phasen: Kernaussage und Zielgruppe festlegen, Daten sammeln und prüfen, Tool an einer echten Grafik testen, Struktur und Rohentwurf bauen, gestalten samt Kontrast und Textalternative, veröffentlichen und Wirkung messen. Vom Start bis zur ersten fertigen Grafik vergehen meist zwei bis drei Wochen.
Die meiste Zeit kostet nicht die Gestaltung, sondern die Vorarbeit. Wer die Kernaussage in einem Satz notiert, bevor die erste Vorlage geöffnet wird, streicht später ohne Diskussion alles, was diese Aussage nicht stützt. Für belastbares Zahlenmaterial lohnt der Blick in offene Quellen: Das Statistische Bundesamt stellt seine Daten über die Datenbank Genesis-Online bereit, die Weiterverwendung ist mit Quellenangabe erlaubt.
Die dritte Phase entscheidet über den Anbieter. Testen Sie Ihr Wunschwerkzeug an einer Grafik, die Sie ohnehin brauchen, und exportieren Sie das Ergebnis am Ende der Testphase tatsächlich in allen Formaten, die Sie später benötigen. Ein Werkzeug, das im Test überzeugt und beim Export scheitert, kostet Sie im Abo ein Jahr lang Nerven.
Kernaussage und Zielgruppe festlegen
Notieren Sie in einem Satz, was die Grafik zeigen soll und wer sie liest. Dieser Satz entscheidet später über jedes Element, das bleibt oder fliegt.
Daten sammeln und prüfen
Tragen Sie die Werte zusammen, prüfen Sie jede Zahl an der Quelle und halten Sie Quelle und Datenstand fest. Offene Datenbanken wie Genesis-Online des Statistischen Bundesamts liefern zitierfähiges Material.
Werkzeug an einer echten Grafik testen
Testen Sie die engere Auswahl an einer Grafik aus dem Tagesgeschäft statt an der Demo des Anbieters. Am Ende der Testphase exportieren Sie das Ergebnis in allen Formaten, die Sie später brauchen.
Struktur und Rohentwurf bauen
Legen Sie den Lesepfad fest, bevor Sie gestalten: Einstieg, Hauptaussage, Beleg, Quelle. Der Rohentwurf bleibt bewusst grau, damit die Struktur und nicht die Farbe im Vordergrund steht.
Gestalten, Kontrast und Textalternative
Erst jetzt kommen Marke, Farben und Typografie ins Spiel. Prüfen Sie den Kontrast gegen die Vorgaben der WCAG 2.2 und schreiben Sie die Textalternative, solange die Aussage frisch im Kopf ist.
Veröffentlichen, einbetten und messen
Binden Sie die Grafik als SVG oder als interaktives Element ein, ergänzen Sie Bildunterschrift und Quelle und behalten Sie die Wirkung im Blick. Wiederkehrende Grafiken bekommen einen festen Aktualisierungstermin.
Die häufigsten Fehler bei Infografiken

Die teuersten Fehler sind zu viel Inhalt in einer Grafik, der falsche Diagrammtyp, eine abgeschnittene Nulllinie, fehlende Quelle und Datenstand, ein reines Pixelbild ohne Textalternative, die unveränderte Vorlage und übersehene Lizenzen samt Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte.
Die meisten dieser Fehler entstehen unter Zeitdruck und fallen erst nach der Veröffentlichung auf. Zwei davon beschädigen die Glaubwürdigkeit dauerhaft: eine gestauchte Achse, die Unterschiede übertreibt, und eine Grafik ohne Quellenangabe. Beides erkennen Fachleserinnen und Fachleser sofort.
Der siebte Fehler ist neu und trifft 2026 besonders viele Teams. Artikel 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen dazu, künstlich erzeugte Inhalte offenzulegen und maschinenlesbar zu kennzeichnen; die Vorschrift gilt seit August 2026. Wer Bildelemente oder ganze Entwürfe generieren lässt, klärt daher zwei Fragen vorab: Deckt der Tarif die kommerzielle Nutzung, und wie weisen Sie die KI-Herkunft aus?
Fünf Botschaften auf einer Fläche ergeben ein Plakat, das niemand zu Ende liest. Die Aussage verliert sich zwischen Nebenzahlen.
Ein Kreisdiagramm für eine zeitliche Entwicklung oder zwanzig Segmente in einem Ring machen aus Daten ein Rätsel.
Startet die Werteachse eines Balkendiagramms nicht bei null, wirkt ein Unterschied von zwei Prozent wie eine Verdopplung.
Ohne Herkunft und Stichtag bleibt jede Zahl eine Behauptung, und Fachleser schauen genau auf diese Zeile.
Ein PNG ohne Alt-Text bleibt für Screenreader stumm, franst auf großen Bildschirmen aus und ist auf dem Telefon unlesbar.
Farben, Schriften und Symbole der Vorlage bleiben stehen, und die Grafik zeigt die Handschrift des Werkzeugs statt der eigenen Marke.
Schriften, Stockbilder und KI-Ergebnisse sind unterschiedlich lizenziert, und für KI-erzeugte Inhalte gelten Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689.
Was kostet ein Infografik-Tool wirklich?

Infografik-Tools kosten zwischen null und rund 60 Euro pro Monat und Nutzer. Einstiegstarife liegen bei rund 10 bis 20 Euro monatlich bei Jahreszahlung, Team- und Businesstarife bei rund 25 bis 60 Euro, Spezial- und Enterprise-Pakete beginnen bei etwa 100 Euro. Eine beauftragte Einzelgrafik kostet 300 bis 1.400 Euro.
Die Preisangaben sind Spannen, und dafür sprechen zwei Gründe. Erstens rechnen viele Anbieter in US-Dollar ab, sodass der Eurobetrag mit Kurs und Mehrwertsteuer schwankt. Zweitens laufen befristete Jahresrabatte, die den Monatspreis zeitweise halbieren. Prüfen Sie den Betrag deshalb vor dem Abschluss auf der Preisseite des Anbieters, und achten Sie auf die Bindung an ein volles Jahr.
Der zweite Kostenblock steckt nicht im Abo. Credit-Pakete für KI-Bilder, ein Aufpreis für SVG- und Druckexport, das Entfernen von Wasserzeichen, der zweite Sitzplatz im Team und Schriftlizenzen summieren sich schnell auf den Tarifpreis obendrauf. Die Kostenübersicht unten führt die vier Stufen mit ihren typischen Grenzen auf.
Drei Entwicklungen verschieben die Rechnung 2026 zusätzlich. Der Prompt ersetzt bei vielen Werkzeugen die Vorlagensuche, die Abrechnung wandert von festen Nutzerplätzen zu Guthaben in Credits, und Barrierefreiheit wird vom Zusatzwunsch zum Einkaufskriterium. Wer heute ein Abo abschließt, sollte deshalb prüfen, wie viele Credits im Tarif enthalten sind und was ein Nachkauf kostet.
Kostenlose Stufen und quelloffene Programme decken einfache Grafiken vollständig ab. Die Grenzen liegen bei Wasserzeichen, Exportformaten, Auflösung und Projektzahl. Quelloffene Programme kennen diese Grenzen nicht, verlangen dafür Einarbeitung.
Der übliche Einstiegstarif bei Jahreszahlung. Enthalten sind meist voller Export ohne Wasserzeichen, größere Vorlagenbibliothek und mehr Speicher. Monatliche Zahlung kostet spürbar mehr.
Ab dieser Stufe kommen Marken-Kit, Rollen und Rechte, Freigabewege und gemeinsame Bibliotheken hinzu. Der Preis gilt je Platz, sodass ein Team von fünf Personen schnell dreistellig im Monat landet.
Fach-Tools für Wissenschaft und Medizin, Datenplattformen mit Live-Anbindung sowie Enterprise-Pakete mit Einmalanmeldung und Support. Desktop-Programme und Office-Add-ins rechnen teils einmalig oder als Jahreslizenz ab.
Eine einzeln beauftragte Infografik kostet im DACH-Raum 300 bis 1.400 Euro, freiberufliche Stundensätze liegen etwa zwischen 41 und 95 Euro. Ab der dritten bis vierten Grafik im Jahr trägt sich ein Abo rechnerisch. Rechnen Sie zusätzlich mit Jahresbindung, Credit-Paketen für KI-Funktionen, Aufpreisen für SVG- und Druckexport, dem Entfernen von Wasserzeichen, jedem weiteren Sitzplatz im Team und Schriftlizenzen.
1 Woraus setzt sich das Wort Infografik zusammen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Welcher Diagrammtyp eignet sich am wenigsten für eine zeitliche Entwicklung? Aufklappen ↓
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3 Welches Dateiformat bleibt beim Vergrößern scharf? Aufklappen ↓
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4 Was gehört zu einer barrierefreien Infografik auf einer Website? Aufklappen ↓
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5 Warum ist die Nulllinie bei einem Balkendiagramm wichtig? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Infografik-Begriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Infografiken, Datenvisualisierung und die passenden Werkzeuge, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Infografik
Eine Infografik bereitet Informationen oder Daten visuell auf und verbindet Zahlen, Symbole und kurze Texte zu einer Aussage. Der Begriff setzt sich aus Information und Grafik zusammen. Anders als ein einzelnes Diagramm führt eine Infografik über einen Lesepfad durch das Thema.
- Datenvisualisierung
Datenvisualisierung bezeichnet die grafische Darstellung von Daten, damit Muster und Zusammenhänge schneller erkennbar werden. Das Gabler Wirtschaftslexikon ordnet sie als Werkzeug der Datenanalyse ein. Die Infografik ist eine erzählende Form davon.
- Vektorgrafik
Eine Vektorgrafik beschreibt Formen über Punkte, Linien und Kurven statt über feste Bildpunkte. Sie bleibt in jeder Größe scharf und eignet sich für Grafiken, die zugleich im Web und im Druck erscheinen.
- Rastergrafik
Eine Rastergrafik besteht aus einem festen Gitter aus Bildpunkten, etwa als PNG oder JPG. Beim Vergrößern werden die Kanten unscharf. Für Fotos ist das Format erste Wahl, für Diagramme mit feiner Schrift nur die Rückfallebene.
- SVG
SVG ist das offene Vektorformat für das Web. Browser stellen eine SVG-Datei in jeder Auflösung scharf dar, Texte darin bleiben markierbar und durchsuchbar. Viele Anbieter schalten den SVG-Export erst in kostenpflichtigen Tarifen frei.
- Diagrammtyp
Der Diagrammtyp legt fest, wie Werte dargestellt werden, etwa als Balken, Linie, Fläche oder Kreis. Die Wahl hängt an der Frage, ob Sie Anteile, Verläufe, Rangfolgen oder Verteilungen zeigen wollen.
- Nulllinie
Die Nulllinie ist der Startpunkt der Werteachse. Bei Balkendiagrammen beginnt sie zwingend bei null, weil die Länge der Balken sonst falsche Größenverhältnisse vortäuscht. Bei Liniendiagrammen ist ein Ausschnitt zulässig, wenn die Achse beschriftet bleibt.
- Achse
Achsen spannen das Koordinatensystem eines Diagramms auf und geben den Maßstab vor. Auf der waagerechten Achse stehen meist die Kategorien oder die Zeit, auf der senkrechten die Werte. Ohne Beschriftung und Einheit bleibt jede Grafik unvollständig.
- Legende
Die Legende ordnet Farben, Muster oder Symbole den dargestellten Datenreihen zu. Bei wenigen Reihen ist die direkte Beschriftung am Element lesbarer, weil das Auge dann nicht zwischen Grafik und Legende springen muss.
- Datenreihe
Eine Datenreihe ist eine zusammengehörige Folge von Werten, etwa der Umsatz eines Jahres oder die Messwerte einer Region. In einem Diagramm erscheint jede Reihe als eigene Linie, Balkengruppe oder Fläche.
- CSV-Import
Beim CSV-Import liest ein Werkzeug eine Tabelle aus einer Textdatei mit Trennzeichen ein. Der Weg spart das Abtippen und hält die Grafik nachpflegbar. Achten Sie auf das Dezimaltrennzeichen, weil deutsche und englische Tabellen sich hier unterscheiden.
- Vorlage (Template)
Eine Vorlage liefert ein fertiges Layout mit Raster, Schriftgrößen und Farbabstufungen. Sie beschleunigt den Start erheblich. Wer sie unverändert übernimmt, veröffentlicht allerdings eine Grafik mit der Handschrift des Werkzeugs statt der eigenen Marke.
- Marken-Kit
Ein Marken-Kit bündelt Logo, Farbwerte, Schriften und Bildstil eines Unternehmens im Werkzeug. Alle Beteiligten greifen darauf zu, damit Grafiken aus verschiedenen Händen zusammenpassen. In vielen Tarifen ist die Funktion Teamkunden vorbehalten.
- Alt-Text (Textalternative)
Der Alt-Text beschreibt den Inhalt einer Grafik in Worten und wird von Screenreadern vorgelesen. Die WCAG 2.2 verlangen ihn für jede informationstragende Grafik. Bei komplexen Infografiken gehört zusätzlich eine ausführliche Beschreibung oder die zugrunde liegende Tabelle auf die Seite.
- Farbkontrast nach WCAG
Der Farbkontrast beschreibt das Helligkeitsverhältnis zwischen Vorder- und Hintergrund. Die WCAG 2.2 fordern mindestens 4,5:1 für normalen Text sowie 3:1 für große Schrift und grafische Elemente. Prüfwerkzeuge rechnen das Verhältnis aus zwei Farbwerten aus.
- Interaktive Infografik
Eine interaktive Infografik reagiert auf Eingaben, blendet Werte beim Überfahren ein oder filtert Datenreihen. Sie liegt als eingebettetes Element auf der Seite statt als Bilddatei und lässt sich aktualisieren, ohne die Grafik neu zu exportieren.
- Embed-Code
Ein Embed-Code ist ein kurzer HTML-Schnipsel, der eine Grafik von der Plattform des Anbieters in Ihre Seite einbindet. Der Vorteil liegt in der automatischen Aktualisierung, der Preis ist eine Abhängigkeit vom Anbieter und dessen Verfügbarkeit.
- Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
Verarbeitet ein Cloud-Werkzeug personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, braucht Ihr Unternehmen dafür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Er regelt Zweck, Dauer, Sicherheitsmaßnahmen und den Umgang mit Unterauftragnehmern.
Häufige Fragen

Die meistgestellten Fragen rund um Infografiken, passende Werkzeuge, Formate und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet.
Was ist eine Infografik?
Eine Infografik bereitet Informationen oder Daten visuell auf und macht eine Aussage auf einen Blick verständlich. Das Wort setzt sich aus Information und Grafik zusammen. Anders als ein einzelnes Diagramm verbindet eine Infografik mehrere Elemente zu einer Erzählung: Zahlen, Symbole, kurze Texte und einen Lesepfad, der die Leserin oder den Leser durch die Aussage führt.
Wie erstelle ich eine Infografik?
Sie erstellen eine Infografik in fünf Schritten: Aussage festlegen, Daten prüfen, Tool und Vorlage wählen, Entwurf bauen, Quelle und Textalternative ergänzen. Der erste Schritt entscheidet über das Ergebnis. Wer die Kernaussage vorher in einem Satz aufschreibt, sortiert danach Zahlen und Elemente schneller aus, die diese Aussage nicht stützen.
Welches Tool eignet sich am besten für Infografiken?
Das eine beste Infografik-Tool existiert nicht, denn die Wahl hängt davon ab, ob Sie Vorlagen, exakte Diagramme oder freie Gestaltung brauchen. Vorlagenbaukästen führen am schnellsten zu einem fertigen Layout. Datenvisualisierungs-Werkzeuge punkten bei Tabellenimport und interaktiven Grafiken. Vektorprogramme lassen jede gestalterische Freiheit, verlangen dafür Übung.
Gibt es kostenlose Tools für Infografiken?
Ja, viele Infografik-Tools haben eine dauerhaft kostenlose Stufe, und einige Programme sind vollständig quelloffen. Die kostenlosen Stufen der Baukästen begrenzen meist Export, Formate oder Projektzahl und setzen teils ein Wasserzeichen. Quelloffene Programme wie Inkscape oder GIMP kennen solche Grenzen nicht, verlangen dafür mehr Einarbeitung.
Kann künstliche Intelligenz eine Infografik erstellen?
Ja, KI-Generatoren erzeugen aus einem Text oder einem Prompt innerhalb von Sekunden einen fertigen Entwurf. Als Startpunkt spart das viel Zeit. Die Zahlen im Ergebnis prüfen Sie anschließend selbst, denn ein Generator übernimmt Werte nicht immer korrekt, und Beschriftungen geraten je nach Modell fehlerhaft.
Was kostet ein Infografik-Tool?
Ein Infografik-Tool kostet je nach Umfang zwischen null und rund 60 Euro pro Monat und Nutzer. Einstiegstarife liegen häufig bei rund 10 bis 20 Euro monatlich bei Jahreszahlung, Team- und Businesstarife bei rund 25 bis 60 Euro. Viele Listenpreise stammen aus US-Dollar-Tarifen, weshalb der Eurobetrag je nach Kurs und Mehrwertsteuer schwankt.
In welchem Format speichere ich eine Infografik?
Für das Web eignet sich SVG, weil die Grafik in jeder Größe scharf bleibt; für den Druck speichern Sie ein PDF und legen als Rückfallebene ein PNG dazu. JPG passt schlecht, weil Kanten und feine Schrift in der Kompression ausfransen. Prüfen Sie vor dem Kauf eines Abos, ob der SVG-Export in Ihrem Tarif enthalten ist.
Muss ich KI-generierte Grafiken kennzeichnen?
Für KI-erzeugte Inhalte gelten Transparenzpflichten aus der KI-Verordnung (EU) 2024/1689, deshalb gehört ein Hinweis auf die KI-Herkunft an die Grafik. Artikel 50 verpflichtet Anbieter und Betreiber solcher Systeme zur Offenlegung. Prüfen Sie zusätzlich die Nutzungsbedingungen Ihres Generators, weil die kommerzielle Nutzung je nach Tarif unterschiedlich geregelt ist.
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