Google stopft mehrere Fehler in den Nutzungslimits der Gemini-App, die Kontingente viel zu schnell aufzehrten. Wer zuletzt das Gefühl hatte, sein Guthaben verschwinde nach wenigen Anfragen, lag damit richtig.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenGoogle-VP Josh Woodward räumte ein, dass bereits ein oder zwei Omni-Videos das gesamte Kontingent verbrauchen konnten. Dieser Fehler ist behoben, Ultra-Mitglieder erhalten zudem die doppelte Menge an Omni-Videogenerierungen. Für Unternehmen, die Gemini nach dem App-Relaunch produktiv einsetzen, zählt diese Korrektur unmittelbar in barer Münze.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bug ließ ein bis zwei Omni-Videos das komplette Kontingent aufbrauchen, jetzt korrigiert.
- Komplexe Anfragen an das Modell 3.1 Pro mit großen Dateien verbrauchten zu viel, der Maximalverbrauch pro Anfrage wird nun gedeckelt.
- Fehlgeschlagene Anfragen werden nicht mehr berechnet, Flash-Lite-Anfragen sind kostenlos.
- Die einmal getroffene Modellwahl bleibt jetzt sitzungsübergreifend bestehen.
Warum trifft das die Mittelstands-Praxis direkt?

Token-Budgets sind kein abstraktes Entwicklerthema mehr, sondern eine handfeste Kostengröße. Wenn fehlgeschlagene Anfragen abgerechnet werden oder ein einziges Video das Tageskontingent leert, wird die Kalkulation für KI-gestützte Arbeitsabläufe unzuverlässig. Genau hier setzen die Korrekturen an: aufwendige Funktionen wie Deep Research bekommen detailliertere Verbrauchsanzeigen, damit Teams den eigenen Verbrauch nachvollziehen können. Wer die Modellwahl bewusst steuern will, findet die Grundlagen dazu in unserem LLMs-Ratgeber.
Wer KI im Unternehmen budgetiert, braucht verlässliche Verbrauchsregeln statt Überraschungen auf der Rechnung. Dass fehlgeschlagene Anfragen jetzt nicht mehr zählen, klingt nach Kleinkram, entscheidet aber über das Vertrauen in die Kalkulation.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was sollten Gemini-Nutzer jetzt prüfen?

Die Korrekturen kommen wenige Tage nach der Google I/O, auf der Google eine generalüberholte Gemini-App samt Agentenmodus und eine neue Preisstruktur für die KI-Abos vorgestellt hatte. Wer ein Abo abgeschlossen hat, sollte den eigenen Verbrauch in den kommenden Tagen beobachten und prüfen, ob die neuen Deckelungen die monatlichen Kosten spürbar stabilisieren. Die Details zu den behobenen Fehlern nannte Google-VP Josh Woodward direkt auf X.
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