Energiemanagement Software Vergleich
2026
Das sind die besten 60 Anbieter.
Wer Energieverbräuche nur aus der Jahresrechnung kennt und Zählerstände von Hand abliest, bemerkt Lastspitzen, nächtliche Grundlast und defekte Anlagen erst, wenn die Rechnung kommt. Wir haben 60 Anbieter von Energiemanagement Software geprüft.
Energiemanager Enbas für Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung bei gewerblichen Kunden, Kommunen, Wohnungswirtschaft und Versorgern. Die Steuerung von Ladeinfrastruktur, Speichern, Wechselrichtern und Wärmepumpen erfolgt KI-gestützt. Betreiberin ist die energielenker Management GmbH & Co. KG in Münster.
energielenker.de
Enbas ist ein Energiemanager für Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung, bestehend aus Hardware und Steuerungssoftware. Er richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden, etwa Gewerbe, Kommunen, Wohnungswirtschaft und Energieversorger. Anbieterin ist die energielenker Management GmbH & Co. KG in Münster, Teil der energielenker Gruppe.
Enbas steuert die Energieflüsse von Ladeinfrastruktur, Batteriespeichern, Wechselrichtern und Wärmepumpen KI-gestützt und berücksichtigt dabei Wetter- und Strompreisprognosen sowie flexible Stromtarife. Das System ist nach § 14a EnWG fernsteuerbar, herstellerneutral und mit über 100 Herstellern und über 200 Komponenten kompatibel. Ergänzend gibt es das dynamische Lastmanagement Lobas für Ladesäulen und Wallboxen zur Vermeidung von Lastspitzen sowie weitere Produkte wie Ladelösung Charge, EZA-Regler und Parkregler. Der Vertrieb erfolgt über Fachhandel und Elektroinstallationsbetriebe.
Preise nennt energielenker nicht öffentlich, Anfragen laufen über das Kontaktformular oder den örtlichen Fachhandel. Als Orientierung nennt der Anbieter mögliche Einsparungen von bis zu 1.338 Euro pro Jahr durch zeitvariable Tarife und Prognosen.
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Was ist eine Energiemanagement Software, und wer braucht eine?

Eine Energiemanagement Software erfasst Verbräuche von Strom, Gas, Wärme, Kälte, Wasser und Druckluft aus Zählern, Messgeräten und Anlagen, stellt sie übersichtlich dar und bildet Kennzahlen. Sie erhalten Meldungen bei Abweichungen, verfolgen Maßnahmen und erzeugen Nachweise für Audit und Zertifizierung.
Im Kern stehen Datenerfassung, Auswertung und Berichte. Zähler und Messgeräte liefern Lastgänge im Viertelstunden- oder Minutentakt, die Software ordnet sie Standorten, Gebäuden, Anlagen und Kostenstellen zu. Daraus entstehen Kennzahlen wie Verbrauch je Produktionseinheit oder je Quadratmeter, Vergleiche mit Vorjahr und Wetterbereinigung. Grenzwerte und Alarme machen auf ungewöhnliche Verbräuche aufmerksam, ein Maßnahmenplan hält fest, wer was bis wann verbessert.
Wichtig ist die Abgrenzung der Begriffe. Energiemonitoring macht Verbräuche sichtbar. Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 geht weiter und verankert Energiepolitik, Ziele, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen, die Software liefert dafür Daten und Nachweise. Gebäudeautomation und Leitsysteme steuern Anlagen, viele bringen ein Energiemodul mit, decken aber Audit und Maßnahmenverfolgung nur teilweise ab.
Ab wann sich eine Energiemanagementsoftware lohnt, hängt vor allem von Energiekosten, Zahl der Verbraucher und Nachweispflichten ab. Das Energieeffizienzgesetz verlangt von Unternehmen ab einem bestimmten Gesamtenergieverbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem, andere Unternehmen müssen nach dem Energiedienstleistungsgesetz regelmäßig ein Energieaudit durchführen. Schwellenwerte und Fristen ändern sich, lassen Sie Ihre Pflichten daher im Einzelfall prüfen. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
- Verbrauch nur aus der Rechnung: Sie kennen Ihren Energieverbrauch nur aus der Jahresrechnung und nicht je Anlage, Gebäude oder Kostenstelle.
- Zähler von Hand abgelesen: Zählerstände werden manuell notiert und in Excel-Listen übertragen, mit Lücken und Ablesefehlern.
- Lastspitzen unbekannt: Sie wissen nicht, wann und warum die höchste Leistung entsteht, die Ihre Netzentgelte mitbestimmt.
- Hohe Grundlast: Nachts und am Wochenende läuft spürbar Energie durch, ohne dass jemand die Ursache kennt.
- Nachweispflichten: Energieaudit, ISO 50001, Förderanträge oder Berichte verlangen Daten, die Sie mühsam zusammensuchen.
- Photovoltaik und Ladepunkte: Eigene Erzeugung, Speicher, Wärmepumpen oder Ladepunkte arbeiten ohne Abstimmung nebeneinander.
Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Test mit einer Energiemanagement Software, die zu Ihren Datenquellen und Zielen passt. Bei weniger Punkten reicht oft ein Einstieg mit Energiemonitoring an den größten Verbrauchern. Ob Sie gesetzlich zu einem Energiemanagementsystem oder Energieaudit verpflichtet sind, lassen Sie im Einzelfall prüfen.
Typische Probleme ohne Energiemanagement

Die meisten Probleme entstehen nicht durch fehlende Technik, sondern durch fehlende Daten: Verbräuche kommen einmal im Jahr mit der Rechnung, Lastspitzen fallen erst beim Netzentgelt auf, und niemand weiß, welche Anlage nachts und am Wochenende Energie zieht.
Viele Unternehmen kennen ihren Verbrauch nur aus der Jahresrechnung des Versorgers. Ob Kompressor, Kälteanlage, Lüftung oder Beleuchtung den größten Anteil hat, bleibt offen. Bei Gewerbe- und Industriekunden mit registrierender Leistungsmessung richtet sich ein Teil der Netzentgelte nach der höchsten Leistung im Abrechnungszeitraum. Eine einzige Lastspitze, weil mehrere große Verbraucher gleichzeitig anlaufen, kann so das ganze Jahr verteuern.
Ein zweites Feld ist die Grundlast. Lüftungen, Druckluftleckagen, Pumpen und Rechner laufen nachts und am Wochenende weiter, ohne dass jemand davon erfährt. Zählerstände werden von Hand abgelesen, in Excel-Listen übertragen und dabei verwechselt oder vergessen. Verbräuche lassen sich weder Kostenstellen noch Produkten oder Mietern zuordnen, Einsparungen bleiben Vermutungen.
Hinzu kommen Nachweise und neue Anlagen. Für Energieaudit, Zertifizierung oder Förderanträge suchen Verantwortliche wochenlang Daten zusammen. Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladepunkte arbeiten unabgestimmt nebeneinander, Solarstrom fließt ins Netz, während kurz darauf teurer Netzstrom für Fahrzeuge bezogen wird.
Welche Anlage wie viel verbraucht, bleibt offen, Einsparungen beruhen auf Vermutungen.
Große Verbraucher laufen gleichzeitig an, eine einzige Spitze verteuert das ganze Jahr.
Lüftung, Druckluft und Pumpen laufen nachts und am Wochenende weiter, ohne dass jemand davon erfährt.
Zählerstände werden von Hand notiert, übertragen, verwechselt oder vergessen.
Verbräuche lassen sich weder Kostenstellen noch Anlagen, Produkten oder Mietern zuordnen.
Für Energieaudit, Zertifizierung oder Förderantrag werden Daten mühsam zusammengesucht.
Photovoltaik, Speicher und Ladepunkte arbeiten nebeneinander, Solarstrom fließt ins Netz statt in den Betrieb.
Welche Arten von Energiemanagement Software gibt es?

Energiemanagement Software lässt sich in sieben Gruppen einteilen. Sie unterscheiden sich darin, ob sie Nachweise für ISO 50001 und Audit liefern, eigene Messtechnik mitbringen, Anlagen steuern, auf Gebäude, Kommunen oder Quartiere zugeschnitten sind oder Lasten aktiv verschieben.
Software für ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 und das Energieaudit bildet Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, Kennzahlen, Ziele, Maßnahmen und Berichte ab. Energiemonitoring mit eigener Messtechnik kombiniert Zähler, Sensoren und Gateways mit einer Auswertungsplattform und eignet sich für einen schnellen Einstieg. Leit- und Automatisierungssoftware mit Energiemodul erweitert Produktions- oder Gebäudeleittechnik um Energiedaten aus Steuerungen und Anlagen.
Gebäude-Energiemanagement und Gebäudeanalyse werten Daten aus Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung aus und finden fehlerhafte Regelungen und unnötige Laufzeiten. Kommunales Energiemanagement und Liegenschafts-Energiecontrolling erfassen Verbräuche vieler öffentlicher Gebäude, oft mit Ableseerfassung, Kennwertvergleich und Berichten für Verwaltung und Gemeinderat.
Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung steuern Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen und Ladepunkte so, dass Lastspitzen sinken und mehr eigener Strom genutzt wird. Energiedatenmanagement für Quartiere, Mieterstrom und Versorger verarbeitet Messwerte vieler Zähler, verteilt Verbräuche und bereitet Abrechnungsdaten vor. Viele Anbieter decken mehrere Gruppen ab, deshalb nennen wir den Typ in jeder Anbieterkarte.
Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, Kennzahlen, Ziele, Maßnahmenplan und Berichte für Zertifizierung und Audit.
Zähler, Sensoren und Gateways mit Auswertungsplattform aus einer Hand, für einen schnellen Einstieg ohne vorhandene Messtechnik.
Produktions- oder Gebäudeleittechnik, die Energiedaten aus Steuerungen und Anlagen erfasst und mit Prozessdaten verknüpft.
Auswertung von Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung, um fehlerhafte Regelungen und unnötige Laufzeiten zu finden.
Verbräuche vieler öffentlicher Gebäude erfassen, Kennwerte vergleichen und Berichte für Verwaltung und Gremien erstellen.
Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen und Ladepunkte steuern, um Lastspitzen zu senken und mehr eigenen Strom zu nutzen.
Messwerte vieler Zähler verarbeiten, Verbräuche verteilen und Abrechnungsdaten für Quartiere und Mieterstrom vorbereiten.
- Schneller Start, oft mit fertiger Messtechnik
- Lastgänge, Grundlast und Spitzen auf einen Blick
- Alarme bei ungewöhnlichem Verbrauch
- Geeignet für den Einstieg und einzelne Standorte
- Energiebilanz, Kennzahlen, Ausgangsbasis und Maßnahmenplan
- Berichte für ISO 50001 und Energieaudit
- Längere Einführung, oft mit Partner und Beratung
- Geeignet für Unternehmen mit Nachweispflichten und mehreren Standorten
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Worauf Sie bei der Auswahl einer Energiemanagement Software achten sollten

Die beste Energiemanagement Software ist die, die Ihre Datenquellen zuverlässig anbindet, zu Ihren Zielen passt und mit Standorten und Messpunkten wächst. Prüfen Sie Messkonzept, Schnittstellen, Auswertungen, Berichte, Alarme, Steuerung, Betriebsmodell und Preismodell.
Beginnen Sie mit Ihren Datenquellen und Ihrem Ziel, nicht mit der Funktionsliste. Welche Zähler, Unterzähler, Steuerungen und Gebäudeleitsysteme gibt es bereits, und welche Daten fehlen? Prüfen Sie, ob die Lösung gängige Schnittstellen wie M-Bus, Modbus, OPC UA, BACnet, intelligente Messsysteme und Lastgangdaten des Versorgers einliest. Je mehr vorhandene Technik Sie nutzen, desto geringer fallen Aufwand und Kosten für neue Messgeräte aus.
Bei den Auswertungen zählen Kennzahlen mit Bezugsgröße, Vergleiche über Zeiträume und Standorte, Wetterbereinigung und eine verständliche Darstellung für Technik und Geschäftsführung. Wer ISO 50001 anstrebt oder ein Energieaudit nach DIN EN 16247 vorbereitet, braucht Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, energetische Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und Berichte. Alarme bei Grenzwerten und eine Warnung vor drohenden Lastspitzen schützen vor teuren Überraschungen.
Entscheiden Sie außerdem zwischen Cloud und Installation auf eigenen Servern. Cloud-Lösungen starten schnell und bringen Updates automatisch, eine Installation bietet mehr Kontrolle, verlangt aber eigene IT. Prüfen Sie, wie Messgeräte und Steuerungen sicher angebunden werden, wo Daten gespeichert sind und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt. Achten Sie auf ein planbares Preismodell pro Messpunkt oder Standort sowie auf Partner für Messtechnik und Einrichtung. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Prüfen Sie, welche Zähler, Unterzähler, Steuerungen und Versorgerdaten bereits vorhanden sind und welche Messpunkte fehlen. Ein Messkonzept legt fest, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einzeln erfasst werden. Manche Anbieter liefern Messtechnik mit, andere setzen auf vorhandene Geräte.
Wichtig sind gängige Protokolle wie M-Bus, Modbus, OPC UA und BACnet sowie der Import von Daten aus intelligenten Messsystemen, Leitsystemen und Tabellen. Prüfen Sie, ob Gateways nötig sind und ob sich Daten auch wieder exportieren lassen, etwa an Controlling oder Nachhaltigkeitsberichte.
Gute Auswertungen zeigen Lastgänge, Grundlast und Spitzen, vergleichen Zeiträume und Standorte und bilden Kennzahlen mit Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche oder Betriebsstunden. Eine Wetterbereinigung macht Heiz- und Kühlverbräuche vergleichbar.
Wer ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbaut oder ein Energieaudit nach DIN EN 16247 vorbereitet, braucht Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, energetische Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und nachvollziehbare Berichte. Prüfen Sie, ob Vorlagen dafür vorhanden sind. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Grenzwerte und Alarme sollten bei ungewöhnlichem Verbrauch, Ausfällen von Messpunkten und drohenden Lastspitzen per E-Mail oder Nachricht warnen. Ein Lastspitzenmanagement kann einzelne Verbraucher kurzzeitig abschalten oder verschieben, damit die höchste Leistung sinkt.
Wer Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Ladepunkte betreibt, profitiert von einer Lösung, die Erzeugung und Verbrauch abstimmt. Prüfen Sie, welche Wechselrichter, Speicher und Ladestationen unterstützt werden und ob Regeln für Eigenverbrauch und Lastbegrenzung einstellbar sind.
Cloud-Lösungen starten schnell und bringen Updates automatisch, eine Installation auf eigenen Servern bietet mehr Kontrolle, verlangt aber eigene IT. Prüfen Sie, wie Gateways und Steuerungen sicher angebunden werden, wo Daten gespeichert sind und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt.
Prüfen Sie, ob pro Messpunkt, Datenpunkt, Standort oder als Kauflizenz mit Wartung abgerechnet wird und was Messtechnik, Einrichtung und Datenanbindung kosten. Klären Sie, ob ein Partner vor Ort Zähler installiert und schult, und wie Sie beim Ausstieg an Ihre Messdaten kommen.
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So führen Sie eine Energiemanagement Software Schritt für Schritt ein

Die Einführung gelingt, wenn Sie zuerst Energiebilanz und Hauptverbraucher erfassen, ein Messkonzept festlegen, Daten sauber anbinden, Kennzahlen mit Ausgangsbasis definieren und Maßnahmen konsequent verfolgen.
Erstellen Sie zuerst eine Energiebilanz aus Rechnungen und vorhandenen Zählern und bestimmen Sie die wesentlichen Verbraucher. Legen Sie Ziele fest, etwa Lastspitzen senken, Grundlast halbieren oder ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbauen, und benennen Sie Verantwortliche. Daraus leiten Sie ein Messkonzept ab, das festlegt, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einen eigenen Zähler bekommen.
Danach installieren Sie fehlende Zähler und Gateways und binden Messtechnik, Steuerungen und Versorgerdaten an die Software an. Prüfen Sie in den ersten Wochen die Datenqualität: Stimmen Einheiten, Wandlerfaktoren und Summen mit dem Hauptzähler überein? Legen Sie dann Kennzahlen mit Bezugsgröße und eine energetische Ausgangsbasis fest, damit sich Einsparungen später belegen lassen.
Setzen Sie anschließend die ersten Maßnahmen um, zum Beispiel Abschaltzeiten, Leckagesuche bei Druckluft oder gestaffeltes Anfahren großer Verbraucher, und verfolgen Sie die Wirkung in der Software. Berichten Sie regelmäßig an Geschäftsführung und Team, prüfen Sie Ziele und Messkonzept und erweitern Sie das System Schritt für Schritt um weitere Standorte und Anlagen.
Energiebilanz und Hauptverbraucher erfassen
Sie werten Rechnungen und vorhandene Zähler aus, bestimmen die wesentlichen Verbraucher und legen Ziele und Verantwortliche fest.
Messkonzept und Zähler
Sie legen fest, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einzeln gemessen werden, und lassen fehlende Zähler installieren.
Software anbinden und Datenqualität prüfen
Sie binden Zähler, Steuerungen und Versorgerdaten an und prüfen Einheiten, Wandlerfaktoren und Summen.
Kennzahlen und Ausgangsbasis festlegen
Sie definieren Kennzahlen mit Bezugsgröße und eine energetische Ausgangsbasis, an der Einsparungen gemessen werden.
Maßnahmen umsetzen und verfolgen
Sie setzen erste Maßnahmen um, etwa Abschaltzeiten, Leckagesuche oder gestaffeltes Anfahren, und verfolgen die Wirkung.
Bericht und kontinuierliche Verbesserung
Sie berichten regelmäßig an Geschäftsführung und Team, prüfen Ziele und erweitern das System um weitere Standorte.
Häufige Fehler bei Auswahl und Einführung einer Energiemanagement Software

Viele Fehler zeigen sich erst Monate nach dem Start, wenn Daten lückenhaft sind, Alarme unbeachtet bleiben oder Einsparungen sich nicht belegen lassen. Die meisten lassen sich mit einem klaren Messkonzept und festen Zuständigkeiten vermeiden.
Am häufigsten wird Software gekauft, bevor feststeht, was gemessen werden soll. Ohne Messkonzept fehlen Unterzähler an den wichtigen Stellen, und wer nur den Hauptzähler auswertet, sieht zwar die Summe, aber nicht die Ursache. Ebenso teuer ist es, Daten zu sammeln, ohne Verantwortliche zu benennen. Dann laufen Alarme ins Leere und Maßnahmen bleiben liegen.
Unterschätzt werden oft die Kennzahlen. Ein Verbrauch ohne Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche, Betriebsstunden oder Außentemperatur sagt wenig, und Einsparungen lassen sich ohne energetische Ausgangsbasis nicht belegen. Wer für Produktion, Gebäude und Photovoltaik getrennte Insellösungen betreibt, verliert den Gesamtblick und kann Lasten nicht abstimmen.
Schließlich werden IT-Sicherheit und Datenschutz der Anbindung gern übersehen. Gateways, Steuerungen und Fernzugriffe öffnen Wege ins Firmennetz, Verbrauchsdaten von Mietern oder Beschäftigten können personenbezogen sein. Die Hinweise sind allgemein und ersetzen keine Rechtsberatung.
Wichtige Verbraucher werden nicht erfasst, die Software zeigt nur Teile des Bildes.
Die Summe ist bekannt, die Ursache von Grundlast und Spitzen bleibt verborgen.
Niemand wertet aus, Maßnahmen bleiben liegen, und das System verliert an Wert.
Zu viele oder falsch eingestellte Meldungen werden weggeklickt, echte Abweichungen gehen unter.
Verbräuche steigen mit der Produktion oder dem Wetter, Einsparungen lassen sich nicht belegen.
Daten liegen in getrennten Systemen, Lasten und Erzeugung lassen sich nicht abstimmen.
Gateways und Fernzugriffe öffnen ungeschützte Wege ins Firmennetz, personenbezogene Verbrauchsdaten liegen offen.
Was kostet eine Energiemanagement Software?

Die Kosten reichen von Testphasen und Einstiegspaketen über Abos pro Messpunkt oder Standort bis zu Kauflizenzen mit Wartungsvertrag. Dazu kommen Messtechnik, Gateways, Einrichtung, Datenanbindung und gegebenenfalls Beratung und Zertifizierung.
Einige Anbieter haben Testphasen oder Einstiegspakete, die meist auf wenige Messpunkte, einen Standort oder Grundfunktionen begrenzt sind. Die meisten Cloud-Lösungen rechnen pro Messpunkt, Datenpunkt oder Standort ab, Module für ISO-50001-Berichte, Lastmanagement oder Mieterabrechnung werden oft separat berechnet. Bei Installationen auf eigenen Servern kaufen Sie eine Lizenz und zahlen zusätzlich einen Wartungsvertrag.
Neben der Software fallen Kosten für Zähler, Sensoren, Gateways und deren Installation durch einen Elektrofachbetrieb an. Einrichtung, Anbindung von Steuerungen und Versorgerdaten sowie Schulung kosten einmalig, Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung nach ISO 50001 kommt bei Bedarf hinzu. Förderprogramme des Bundes, etwa über das BAFA, haben in der Vergangenheit Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energiemanagement Software unterstützt. Bedingungen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Bestellung.
Rechnen Sie deshalb die Gesamtkosten über mehrere Jahre und vergleichen Sie sie mit den Einsparungen bei Grundlast, Lastspitzen und Wartung. Prüfen Sie Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und den Export Ihrer Messdaten beim Wechsel. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage oder staffeln sie nach Zahl der Messpunkte. Die Hinweise ersetzen keine Förderberatung.
Meist auf wenige Messpunkte, einen Standort oder Grundfunktionen begrenzt, geeignet zum Ausprobieren.
Energiemonitoring und Auswertungen in der Cloud, Preis steigt mit der Zahl der Messpunkte und Standorte.
Berichte für Audit und Zertifizierung, Lastspitzenmanagement oder Mieterstrom werden häufig separat berechnet.
Lizenz für die Installation auf eigenen Servern, dazu Wartungsvertrag für Updates und Support sowie eigene IT.
Zähler, Sensoren und Gateways sowie deren Einbau durch einen Fachbetrieb, abhängig vom Messkonzept.
Anbindung von Steuerungen und Versorgerdaten, Schulung sowie Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung, individuell kalkuliert.
Die Kosten für eine Energiemanagement Software richten sich vor allem nach der Zahl der Messpunkte und Standorte, den gebuchten Modulen und dem Betriebsmodell in der Cloud oder auf eigenen Servern. Hinzu kommen Messtechnik, Gateways, Installation, Einrichtung und Datenanbindung sowie bei Bedarf Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung. Förderprogramme können einen Teil der Kosten abdecken, Bedingungen ändern sich jedoch. Betrachten Sie deshalb nicht nur den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über mehrere Jahre und die Einsparungen bei Grundlast und Lastspitzen.
1 Was regelt die Norm ISO 50001? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Was beschreibt die Grundlast? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Wofür steht die Normenreihe DIN EN 16247? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Warum kann eine einzelne Lastspitze für Gewerbekunden teuer sein? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Was ist eine Energieleistungskennzahl? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Energiemanagement Software
Die wichtigsten Begriffe rund um Energiemanagement Software, Messtechnik, Normen und Lastmanagement, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Energiemanagement Software
Software, die Verbräuche aus Zählern, Messgeräten und Anlagen erfasst, auswertet, Kennzahlen bildet, Abweichungen anzeigt und Nachweise für Audit und Zertifizierung erzeugt.
- Energiemanagementsystem (EnMS)
Systematischer Ansatz im Unternehmen, um Energieverbrauch mit Zielen, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Maßnahmen dauerhaft zu senken, oft nach ISO 50001.
- ISO 50001
Internationale Norm für Energiemanagementsysteme, die auf dem Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern beruht und zertifiziert werden kann.
- Energieaudit
Systematische Untersuchung von Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten nach DIN EN 16247, mit Bericht und Maßnahmenvorschlägen.
- EnEfG
Energieeffizienzgesetz, das unter anderem Unternehmen ab einem bestimmten Energieverbrauch zu einem Energie- oder Umweltmanagementsystem verpflichtet. Schwellen und Fristen im Einzelfall prüfen.
- EDL-G
Energiedienstleistungsgesetz, das Unternehmen, die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen zählen, zu regelmäßigen Energieaudits verpflichtet, sofern keine Ausnahme greift.
- Energiemonitoring
Laufende Erfassung und Darstellung von Verbräuchen, um Muster, Abweichungen und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.
- Energiecontrolling
Regelmäßige Auswertung von Verbräuchen und Kosten mit Kennzahlen, Vergleichen und Berichten, häufig in Kommunen und bei Liegenschaften.
- Energieleistungskennzahl (EnPI)
Kennzahl, die den Energieverbrauch ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche oder Betriebsstunden setzt.
- Energetische Ausgangsbasis
Referenzwert für den Energieverbrauch eines festgelegten Zeitraums, an dem Einsparungen gemessen werden.
- Grundlast
Energiebedarf, der auch ohne Produktion oder Nutzung anfällt, etwa nachts und am Wochenende.
- Lastspitze
Höchste Leistung in einem Zeitraum, bei registrierender Leistungsmessung oft maßgeblich für einen Teil der Netzentgelte.
- Lastgang
Zeitlicher Verlauf der Leistung, meist in Viertelstundenwerten, aus dem sich Verbrauchsmuster und Spitzen ablesen lassen.
- Lastmanagement
Gezieltes Verschieben, Begrenzen oder Abschalten von Verbrauchern, um Lastspitzen zu senken und eigenen Strom besser zu nutzen.
- Messkonzept
Plan, welche Verbräuche mit welchen Haupt- und Unterzählern gemessen werden und wie die Daten über Schnittstellen wie M-Bus, Modbus oder OPC UA in die Software gelangen.
- Eigenverbrauchsoptimierung
Steuerung von Speichern, Wärmepumpen und Ladepunkten, damit möglichst viel selbst erzeugter Solarstrom im eigenen Betrieb genutzt wird.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Energiemanagement Software, Energiemanagementsystem nach ISO 50001, Energiemonitoring, Messtechnik, Energieeffizienzgesetz, Förderung, Cloud und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise zu EnEfG, EDL-G, ISO 50001, DIN EN 16247 und Förderprogrammen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechts- oder Förderberatung. Pflichten, Förderbedingungen, Preise und Funktionen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand bei den zuständigen Stellen und direkt beim Anbieter.
Was ist eine Energiemanagement Software?
Eine Energiemanagement Software erfasst Verbräuche von Strom, Gas, Wärme, Kälte, Wasser oder Druckluft aus Zählern und Anlagen, stellt sie übersichtlich dar und bildet Kennzahlen. Sie erhalten Meldungen bei Abweichungen, verfolgen Maßnahmen und erzeugen Berichte für Energieaudit und Zertifizierung. Je nach Art kommen Messtechnik, Gebäudeanalyse oder Lastmanagement hinzu.
Was ist ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001?
Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ist ein systematischer Ansatz, mit dem ein Unternehmen seinen Energieverbrauch über Ziele, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Maßnahmen dauerhaft senkt. Die Norm folgt dem Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern und kann zertifiziert werden. Eine Energiemanagement Software liefert dafür Daten, Kennzahlen und Nachweise, ersetzt aber nicht die Organisation im Unternehmen.
Wer muss ein Energiemanagementsystem einführen?
Nach dem Energieeffizienzgesetz müssen Unternehmen ab einem bestimmten jährlichen Gesamtenergieverbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. Andere Unternehmen, die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen zählen, sind nach dem Energiedienstleistungsgesetz zu regelmäßigen Energieaudits verpflichtet. Schwellenwerte, Ausnahmen und Fristen ändern sich, lassen Sie Ihre Pflichten deshalb im Einzelfall prüfen. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Was kostet eine Energiemanagement Software?
Die Kosten reichen von Testphasen und Einstiegspaketen über Abos pro Messpunkt oder Standort bis zu Kauflizenzen mit Wartungsvertrag. Hinzu kommen Zähler, Gateways, Installation, Einrichtung und Datenanbindung sowie bei Bedarf Beratung für Audit oder Zertifizierung. Kostenlose Varianten sind meist auf wenige Messpunkte oder Grundfunktionen begrenzt. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage.
Welche Messtechnik brauche ich für ein Energiemanagement?
Sie brauchen mindestens die Daten Ihres Hauptzählers und Unterzähler an den wesentlichen Verbrauchern, Gebäuden oder Kostenstellen. Welche Zähler genau nötig sind, legt ein Messkonzept fest. Die Daten gelangen über Schnittstellen wie M-Bus, Modbus, OPC UA oder BACnet und über Gateways in die Software. Vorhandene Zähler, Steuerungen und Gebäudeleittechnik lassen sich oft weiter nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Energiemonitoring und Energiemanagement?
Energiemonitoring macht Verbräuche sichtbar, Energiemanagement nutzt diese Daten, um Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten dauerhaft im Unternehmen zu verankern. Monitoring zeigt Lastgänge, Grundlast und Spitzen. Ein Energiemanagementsystem ergänzt Energiebilanz, Kennzahlen, Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und Berichte, etwa nach ISO 50001. Monitoring ist oft der erste Schritt.
Wie viel Energie lässt sich mit Energiemanagement Software einsparen?
Wie viel Sie einsparen, hängt von Ausgangslage, Anlagen und umgesetzten Maßnahmen ab, eine pauschale Zahl lässt sich nicht nennen. Die Software selbst spart keine Energie, sie zeigt aber, wo Grundlast, Leckagen, falsche Regelungen und Lastspitzen Kosten verursachen. Erste Einsparungen entstehen häufig durch Abschaltzeiten, Leckagesuche und gestaffeltes Anfahren großer Verbraucher.
Ist eine Energiemanagement Software in der Cloud oder als Installation besser?
Für die meisten Unternehmen ist eine Cloud-Lösung die einfachere Wahl, eine Installation auf eigenen Servern lohnt sich vor allem bei strengen Vorgaben an IT-Sicherheit oder abgeschotteten Produktionsnetzen. Cloud-Lösungen starten schnell, bringen Updates automatisch und verbinden mehrere Standorte. Achten Sie auf Serverstandort, verschlüsselte Anbindung der Gateways und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
Wird Energiemanagement Software gefördert?
Energiemanagement Software kann förderfähig sein, Bedingungen und Programme ändern sich jedoch regelmäßig. Förderprogramme des Bundes, etwa über das BAFA, haben in der Vergangenheit Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energiemanagement Software unterstützt. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Bestellung, denn viele Programme verlangen einen Antrag vor Auftragsvergabe. Die Hinweise ersetzen keine Förderberatung.
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