Energiemanagement Software Vergleich 2026
Das sind die besten 60 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
12 Min. Lesezeit
4,7 (86) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Orangefarbener Stromzähler SM1-A mit digitalem Display und Notiz "Wer verbraucht hier?" auf weißem Hintergrund

Wer Energieverbräuche nur aus der Jahresrechnung kennt und Zählerstände von Hand abliest, bemerkt Lastspitzen, nächtliche Grundlast und defekte Anlagen erst, wenn die Rechnung kommt. Wir haben 60 Anbieter von Energiemanagement Software geprüft.


Energiemanagement Software im Vergleich: Empfohlene Anbieter

energielenker

Sitz in Münster Über 200 Komponenten Fernsteuerbar § 14a EnWG

Energiemanager Enbas für Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung bei gewerblichen Kunden, Kommunen, Wohnungswirtschaft und Versorgern. Die Steuerung von Ladeinfrastruktur, Speichern, Wechselrichtern und Wärmepumpen erfolgt KI-gestützt. Betreiberin ist die energielenker Management GmbH & Co. KG in Münster.

energielenker Screenshot energielenker.de

Enbas ist ein Energiemanager für Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung, bestehend aus Hardware und Steuerungssoftware. Er richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden, etwa Gewerbe, Kommunen, Wohnungswirtschaft und Energieversorger. Anbieterin ist die energielenker Management GmbH & Co. KG in Münster, Teil der energielenker Gruppe.

Enbas steuert die Energieflüsse von Ladeinfrastruktur, Batteriespeichern, Wechselrichtern und Wärmepumpen KI-gestützt und berücksichtigt dabei Wetter- und Strompreisprognosen sowie flexible Stromtarife. Das System ist nach § 14a EnWG fernsteuerbar, herstellerneutral und mit über 100 Herstellern und über 200 Komponenten kompatibel. Ergänzend gibt es das dynamische Lastmanagement Lobas für Ladesäulen und Wallboxen zur Vermeidung von Lastspitzen sowie weitere Produkte wie Ladelösung Charge, EZA-Regler und Parkregler. Der Vertrieb erfolgt über Fachhandel und Elektroinstallationsbetriebe.

Preise nennt energielenker nicht öffentlich, Anfragen laufen über das Kontaktformular oder den örtlichen Fachhandel. Als Orientierung nennt der Anbieter mögliche Einsparungen von bis zu 1.338 Euro pro Jahr durch zeitvariable Tarife und Prognosen.

Das spricht für energielenker
KI-Energiemanager
Enbas steuert Energieflüsse mit Wetter- und Strompreisprognosen für Autarkie und niedrige Kosten.
Über 100 Hersteller
Herstellerneutral und mit über 200 Komponenten kompatibel, darunter Speicher und Wechselrichter.
Fernsteuerbar § 14a
Die Fernsteuerbarkeit nach § 14a EnWG ermöglicht Vergütung oder reduzierte Netzentgelte.
Lastmanagement Lobas
Dynamisches Lastmanagement für Ladesäulen vermeidet Spitzenlasten und lädt PV-Überschuss.
Hardware plus Software
Energiemanager aus Hardware und Steuerungssoftware, auch für Wärmepumpen aller Art.
Vertrieb über Fachhandel
Beratung und Installation laufen über Fachhandel und Elektroinstallationsbetriebe.

Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden

Diesen Vergleich teilen

Was ist eine Energiemanagement Software, und wer braucht eine?

Orangefarbener Stromzähler SM1-A mit digitalem Display und Notiz "Wer verbraucht hier?" auf weißem Hintergrund
Vom Zähler bis zum Audit-Bericht: Eine Energiemanagement Software macht Verbräuche sichtbar und liefert die Grundlage für Maßnahmen und Nachweise.

Eine Energiemanagement Software erfasst Verbräuche von Strom, Gas, Wärme, Kälte, Wasser und Druckluft aus Zählern, Messgeräten und Anlagen, stellt sie übersichtlich dar und bildet Kennzahlen. Sie erhalten Meldungen bei Abweichungen, verfolgen Maßnahmen und erzeugen Nachweise für Audit und Zertifizierung.

Im Kern stehen Datenerfassung, Auswertung und Berichte. Zähler und Messgeräte liefern Lastgänge im Viertelstunden- oder Minutentakt, die Software ordnet sie Standorten, Gebäuden, Anlagen und Kostenstellen zu. Daraus entstehen Kennzahlen wie Verbrauch je Produktionseinheit oder je Quadratmeter, Vergleiche mit Vorjahr und Wetterbereinigung. Grenzwerte und Alarme machen auf ungewöhnliche Verbräuche aufmerksam, ein Maßnahmenplan hält fest, wer was bis wann verbessert.

Wichtig ist die Abgrenzung der Begriffe. Energiemonitoring macht Verbräuche sichtbar. Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 geht weiter und verankert Energiepolitik, Ziele, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen, die Software liefert dafür Daten und Nachweise. Gebäudeautomation und Leitsysteme steuern Anlagen, viele bringen ein Energiemodul mit, decken aber Audit und Maßnahmenverfolgung nur teilweise ab.

Ab wann sich eine Energiemanagementsoftware lohnt, hängt vor allem von Energiekosten, Zahl der Verbraucher und Nachweispflichten ab. Das Energieeffizienzgesetz verlangt von Unternehmen ab einem bestimmten Gesamtenergieverbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem, andere Unternehmen müssen nach dem Energiedienstleistungsgesetz regelmäßig ein Energieaudit durchführen. Schwellenwerte und Fristen ändern sich, lassen Sie Ihre Pflichten daher im Einzelfall prüfen. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Der 6-Punkte-Test: Brauchen Sie eine Energiemanagement Software?
  • Verbrauch nur aus der Rechnung: Sie kennen Ihren Energieverbrauch nur aus der Jahresrechnung und nicht je Anlage, Gebäude oder Kostenstelle.
  • Zähler von Hand abgelesen: Zählerstände werden manuell notiert und in Excel-Listen übertragen, mit Lücken und Ablesefehlern.
  • Lastspitzen unbekannt: Sie wissen nicht, wann und warum die höchste Leistung entsteht, die Ihre Netzentgelte mitbestimmt.
  • Hohe Grundlast: Nachts und am Wochenende läuft spürbar Energie durch, ohne dass jemand die Ursache kennt.
  • Nachweispflichten: Energieaudit, ISO 50001, Förderanträge oder Berichte verlangen Daten, die Sie mühsam zusammensuchen.
  • Photovoltaik und Ladepunkte: Eigene Erzeugung, Speicher, Wärmepumpen oder Ladepunkte arbeiten ohne Abstimmung nebeneinander.

Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Test mit einer Energiemanagement Software, die zu Ihren Datenquellen und Zielen passt. Bei weniger Punkten reicht oft ein Einstieg mit Energiemonitoring an den größten Verbrauchern. Ob Sie gesetzlich zu einem Energiemanagementsystem oder Energieaudit verpflichtet sind, lassen Sie im Einzelfall prüfen.

Typische Probleme ohne Energiemanagement

Eine orange leuchtende Glühbirne hängt an weißem Kabel mit Porzellanfassung. Ein Papierschild mit "Felerabend?" ist mit Schnur befestigt
Verbrauch nur aus der Jahresrechnung, teure Lastspitzen, hohe Grundlast und mühsame Nachweise: Diese Probleme lösen sich nicht von allein.

Die meisten Probleme entstehen nicht durch fehlende Technik, sondern durch fehlende Daten: Verbräuche kommen einmal im Jahr mit der Rechnung, Lastspitzen fallen erst beim Netzentgelt auf, und niemand weiß, welche Anlage nachts und am Wochenende Energie zieht.

Viele Unternehmen kennen ihren Verbrauch nur aus der Jahresrechnung des Versorgers. Ob Kompressor, Kälteanlage, Lüftung oder Beleuchtung den größten Anteil hat, bleibt offen. Bei Gewerbe- und Industriekunden mit registrierender Leistungsmessung richtet sich ein Teil der Netzentgelte nach der höchsten Leistung im Abrechnungszeitraum. Eine einzige Lastspitze, weil mehrere große Verbraucher gleichzeitig anlaufen, kann so das ganze Jahr verteuern.

Ein zweites Feld ist die Grundlast. Lüftungen, Druckluftleckagen, Pumpen und Rechner laufen nachts und am Wochenende weiter, ohne dass jemand davon erfährt. Zählerstände werden von Hand abgelesen, in Excel-Listen übertragen und dabei verwechselt oder vergessen. Verbräuche lassen sich weder Kostenstellen noch Produkten oder Mietern zuordnen, Einsparungen bleiben Vermutungen.

Hinzu kommen Nachweise und neue Anlagen. Für Energieaudit, Zertifizierung oder Förderanträge suchen Verantwortliche wochenlang Daten zusammen. Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladepunkte arbeiten unabgestimmt nebeneinander, Solarstrom fließt ins Netz, während kurz darauf teurer Netzstrom für Fahrzeuge bezogen wird.

Verbrauch nur aus der Jahresrechnung

Welche Anlage wie viel verbraucht, bleibt offen, Einsparungen beruhen auf Vermutungen.

Lastspitzen treiben Netzentgelte

Große Verbraucher laufen gleichzeitig an, eine einzige Spitze verteuert das ganze Jahr.

Hohe Grundlast

Lüftung, Druckluft und Pumpen laufen nachts und am Wochenende weiter, ohne dass jemand davon erfährt.

Excel-Listen und Ablesefehler

Zählerstände werden von Hand notiert, übertragen, verwechselt oder vergessen.

Keine Zuordnung

Verbräuche lassen sich weder Kostenstellen noch Anlagen, Produkten oder Mietern zuordnen.

Nachweise kosten Wochen

Für Energieaudit, Zertifizierung oder Förderantrag werden Daten mühsam zusammengesucht.

Erzeugung und Verbrauch unabgestimmt

Photovoltaik, Speicher und Ladepunkte arbeiten nebeneinander, Solarstrom fließt ins Netz statt in den Betrieb.

Welche Arten von Energiemanagement Software gibt es?

Orange Steckdosenleiste mit sieben Steckdosen, integriertem Thermometer und Schalter, Stromkabel sichtbar
ISO 50001, Monitoring, Leitsystem, Gebäude, Kommune, Lastmanagement und Quartier: Jede Art passt zu einer anderen Ausgangslage.

Energiemanagement Software lässt sich in sieben Gruppen einteilen. Sie unterscheiden sich darin, ob sie Nachweise für ISO 50001 und Audit liefern, eigene Messtechnik mitbringen, Anlagen steuern, auf Gebäude, Kommunen oder Quartiere zugeschnitten sind oder Lasten aktiv verschieben.

Software für ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 und das Energieaudit bildet Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, Kennzahlen, Ziele, Maßnahmen und Berichte ab. Energiemonitoring mit eigener Messtechnik kombiniert Zähler, Sensoren und Gateways mit einer Auswertungsplattform und eignet sich für einen schnellen Einstieg. Leit- und Automatisierungssoftware mit Energiemodul erweitert Produktions- oder Gebäudeleittechnik um Energiedaten aus Steuerungen und Anlagen.

Gebäude-Energiemanagement und Gebäudeanalyse werten Daten aus Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung aus und finden fehlerhafte Regelungen und unnötige Laufzeiten. Kommunales Energiemanagement und Liegenschafts-Energiecontrolling erfassen Verbräuche vieler öffentlicher Gebäude, oft mit Ableseerfassung, Kennwertvergleich und Berichten für Verwaltung und Gemeinderat.

Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung steuern Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen und Ladepunkte so, dass Lastspitzen sinken und mehr eigener Strom genutzt wird. Energiedatenmanagement für Quartiere, Mieterstrom und Versorger verarbeitet Messwerte vieler Zähler, verteilt Verbräuche und bereitet Abrechnungsdaten vor. Viele Anbieter decken mehrere Gruppen ab, deshalb nennen wir den Typ in jeder Anbieterkarte.

EnMS-Software für ISO 50001 und Energieaudit

Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, Kennzahlen, Ziele, Maßnahmenplan und Berichte für Zertifizierung und Audit.

Energiemonitoring mit eigener Messtechnik

Zähler, Sensoren und Gateways mit Auswertungsplattform aus einer Hand, für einen schnellen Einstieg ohne vorhandene Messtechnik.

Leit- und Automatisierungssoftware mit Energiemodul

Produktions- oder Gebäudeleittechnik, die Energiedaten aus Steuerungen und Anlagen erfasst und mit Prozessdaten verknüpft.

Gebäude-Energiemanagement und Gebäudeanalyse

Auswertung von Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung, um fehlerhafte Regelungen und unnötige Laufzeiten zu finden.

Kommunales Energiemanagement und Liegenschafts-Energiecontrolling

Verbräuche vieler öffentlicher Gebäude erfassen, Kennwerte vergleichen und Berichte für Verwaltung und Gremien erstellen.

Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung

Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen und Ladepunkte steuern, um Lastspitzen zu senken und mehr eigenen Strom zu nutzen.

Energiedatenmanagement für Quartiere, Mieterstrom und Versorger

Messwerte vieler Zähler verarbeiten, Verbräuche verteilen und Abrechnungsdaten für Quartiere und Mieterstrom vorbereiten.

Energiemonitoring
Verbräuche sichtbar machen
  • Schneller Start, oft mit fertiger Messtechnik
  • Lastgänge, Grundlast und Spitzen auf einen Blick
  • Alarme bei ungewöhnlichem Verbrauch
  • Geeignet für den Einstieg und einzelne Standorte
Vollständiges Energiemanagementsystem
Daten, Ziele und Nachweise auf einer Basis
  • Energiebilanz, Kennzahlen, Ausgangsbasis und Maßnahmenplan
  • Berichte für ISO 50001 und Energieaudit
  • Längere Einführung, oft mit Partner und Beratung
  • Geeignet für Unternehmen mit Nachweispflichten und mehreren Standorten

Whitepaper
Die passende Energiemanagement Software finden
2026
Ratgeber für Entscheider
Kostenloser Download

Whitepaper:
Die passende Energiemanagement Software finden 2026

Der Leitfaden zur Energiemanagement Software: welche Arten es gibt, wie Sie Messkonzept, Schnittstellen, Kennzahlen und Berichte zusammenbringen, worauf Sie bei ISO 50001, Energieaudit und Betriebsmodell achten und wie Sie die Einführung planen und das passende Preismodell wählen.

Energiemanagement Software Energiemanagementsystem ISO 50001 Energiemonitoring Lastmanagement Anbietervergleich
PDF · 20 Seiten · Kostenlos · Versand per E-Mail
Präsentiert von

Nach Ihrer Bestätigung per E-Mail gelangen Sie direkt zum Download. Datenschutzerklärung

Worauf Sie bei der Auswahl einer Energiemanagement Software achten sollten

Oranges analoges Messgerät mit Skala für "Zufriedenheit". Der Zeiger steht auf "Passt". Aufkleber mit "Endlich mal was!"
Messkonzept, Schnittstellen, Kennzahlen, Berichte, Alarme und Betriebsmodell entscheiden mehr als die Zahl der Funktionen.

Die beste Energiemanagement Software ist die, die Ihre Datenquellen zuverlässig anbindet, zu Ihren Zielen passt und mit Standorten und Messpunkten wächst. Prüfen Sie Messkonzept, Schnittstellen, Auswertungen, Berichte, Alarme, Steuerung, Betriebsmodell und Preismodell.

Beginnen Sie mit Ihren Datenquellen und Ihrem Ziel, nicht mit der Funktionsliste. Welche Zähler, Unterzähler, Steuerungen und Gebäudeleitsysteme gibt es bereits, und welche Daten fehlen? Prüfen Sie, ob die Lösung gängige Schnittstellen wie M-Bus, Modbus, OPC UA, BACnet, intelligente Messsysteme und Lastgangdaten des Versorgers einliest. Je mehr vorhandene Technik Sie nutzen, desto geringer fallen Aufwand und Kosten für neue Messgeräte aus.

Bei den Auswertungen zählen Kennzahlen mit Bezugsgröße, Vergleiche über Zeiträume und Standorte, Wetterbereinigung und eine verständliche Darstellung für Technik und Geschäftsführung. Wer ISO 50001 anstrebt oder ein Energieaudit nach DIN EN 16247 vorbereitet, braucht Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, energetische Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und Berichte. Alarme bei Grenzwerten und eine Warnung vor drohenden Lastspitzen schützen vor teuren Überraschungen.

Entscheiden Sie außerdem zwischen Cloud und Installation auf eigenen Servern. Cloud-Lösungen starten schnell und bringen Updates automatisch, eine Installation bietet mehr Kontrolle, verlangt aber eigene IT. Prüfen Sie, wie Messgeräte und Steuerungen sicher angebunden werden, wo Daten gespeichert sind und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt. Achten Sie auf ein planbares Preismodell pro Messpunkt oder Standort sowie auf Partner für Messtechnik und Einrichtung. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Datenquellen und Messkonzept
Welche Daten liegen vor, und welche fehlen?

Prüfen Sie, welche Zähler, Unterzähler, Steuerungen und Versorgerdaten bereits vorhanden sind und welche Messpunkte fehlen. Ein Messkonzept legt fest, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einzeln erfasst werden. Manche Anbieter liefern Messtechnik mit, andere setzen auf vorhandene Geräte.

Bestand an Zählern und Steuerungen aufgenommenWesentliche Verbraucher einzeln messbarLastgangdaten des Versorgers einlesbar
Praxistipp: Lassen Sie sich vor dem Kauf ein Messkonzept für Ihre größten Verbraucher skizzieren.
Schnittstellen und Protokolle
Lassen sich Zähler und Anlagen ohne Umwege anbinden?

Wichtig sind gängige Protokolle wie M-Bus, Modbus, OPC UA und BACnet sowie der Import von Daten aus intelligenten Messsystemen, Leitsystemen und Tabellen. Prüfen Sie, ob Gateways nötig sind und ob sich Daten auch wieder exportieren lassen, etwa an Controlling oder Nachhaltigkeitsberichte.

M-Bus, Modbus, OPC UA oder BACnet nach BedarfImport von Versorger- und TabellendatenExport und Programmierschnittstelle verfügbar
Praxistipp: Lassen Sie im Test einen echten Zähler und eine Steuerung aus Ihrem Bestand anbinden.
Analyse und Kennzahlen
Verstehen Sie, warum der Verbrauch steigt?

Gute Auswertungen zeigen Lastgänge, Grundlast und Spitzen, vergleichen Zeiträume und Standorte und bilden Kennzahlen mit Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche oder Betriebsstunden. Eine Wetterbereinigung macht Heiz- und Kühlverbräuche vergleichbar.

Kennzahlen mit frei wählbarer BezugsgrößeVergleiche über Zeiträume und StandorteWetterbereinigung für Wärme und Kälte
Praxistipp: Bitten Sie im Test um eine Auswertung der Grundlast an einem Wochenende.
Berichte für ISO 50001 und Energieaudit
Entstehen Nachweise auf Knopfdruck?

Wer ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbaut oder ein Energieaudit nach DIN EN 16247 vorbereitet, braucht Energiebilanz, wesentliche Verbraucher, energetische Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und nachvollziehbare Berichte. Prüfen Sie, ob Vorlagen dafür vorhanden sind. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Energiebilanz und wesentliche VerbraucherMaßnahmenplan mit Verantwortlichen und TerminenBerichtsvorlagen für Audit und Zertifizierung
Praxistipp: Zeigen Sie Ihrem Auditor oder Berater einen Beispielbericht vor Vertragsabschluss.
Alarme und Lastspitzenmanagement
Erfahren Sie rechtzeitig von Abweichungen?

Grenzwerte und Alarme sollten bei ungewöhnlichem Verbrauch, Ausfällen von Messpunkten und drohenden Lastspitzen per E-Mail oder Nachricht warnen. Ein Lastspitzenmanagement kann einzelne Verbraucher kurzzeitig abschalten oder verschieben, damit die höchste Leistung sinkt.

Grenzwerte je Messpunkt einstellbarWarnung bei drohender LastspitzeMeldung bei fehlenden Messdaten
Praxistipp: Legen Sie vorab fest, wer welchen Alarm bekommt und was dann zu tun ist.
Steuerung von Photovoltaik, Speicher und Ladepunkten
Arbeiten Erzeugung und Verbrauch zusammen?

Wer Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Ladepunkte betreibt, profitiert von einer Lösung, die Erzeugung und Verbrauch abstimmt. Prüfen Sie, welche Wechselrichter, Speicher und Ladestationen unterstützt werden und ob Regeln für Eigenverbrauch und Lastbegrenzung einstellbar sind.

Unterstützte Wechselrichter, Speicher und LadestationenRegeln für Eigenverbrauch und LastbegrenzungAuswertung von Erzeugung und Eigenverbrauch
Praxistipp: Fragen Sie nach einer Liste kompatibler Geräte und gleichen Sie sie mit Ihrem Bestand ab.
Cloud oder Installation, IT-Sicherheit und Datenschutz
Wo und wie sicher laufen Ihre Daten?

Cloud-Lösungen starten schnell und bringen Updates automatisch, eine Installation auf eigenen Servern bietet mehr Kontrolle, verlangt aber eigene IT. Prüfen Sie, wie Gateways und Steuerungen sicher angebunden werden, wo Daten gespeichert sind und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt.

Serverstandort in Deutschland oder der EUVerschlüsselte Anbindung von Gateways und FernzugriffenVertrag zur Auftragsverarbeitung verfügbar
Praxistipp: Beziehen Sie Ihre IT früh ein, bevor Messgeräte ins Firmennetz kommen.
Preismodell, Partner und Support
Was kostet die Lösung wirklich, und wer hilft bei der Einführung?

Prüfen Sie, ob pro Messpunkt, Datenpunkt, Standort oder als Kauflizenz mit Wartung abgerechnet wird und was Messtechnik, Einrichtung und Datenanbindung kosten. Klären Sie, ob ein Partner vor Ort Zähler installiert und schult, und wie Sie beim Ausstieg an Ihre Messdaten kommen.

Preis pro Messpunkt oder Standort transparentEinmalkosten für Messtechnik und Einrichtung schriftlichDatenexport beim Ausstieg geregelt
Praxistipp: Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre einschließlich Messtechnik statt nur den Monatspreis.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche Energiemanagement Software passt zu Ihnen?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 60 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Wo wollen Sie Energie managen?
Der Einsatzbereich bestimmt, welche Art von Energiemanagement Software infrage kommt.
Industrie und Produktion
Maschinen, Druckluft, Kälte und Prozesswärme mit Kennzahlen je Produktionseinheit.
Gebäude und Immobilien
Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung in Büro-, Gewerbe- oder Wohngebäuden.
Kommune oder öffentliche Liegenschaften
Schulen, Hallen und Verwaltungsgebäude mit Energiecontrolling und Berichten.
Gewerbe mit Photovoltaik und Ladepunkten
Eigenverbrauch erhöhen, Speicher und Fahrzeuge abstimmen, Lastspitzen senken.
Frage 2 von 5
Was ist Ihr wichtigstes Ziel?
Das Ziel entscheidet, ob Monitoring genügt oder ein vollständiges Energiemanagementsystem nötig ist.
ISO 50001 oder Energieaudit
Nachweise, Kennzahlen, Maßnahmenplan und Berichte für Zertifizierung und Audit.
Transparenz und Kosten senken
Verbräuche sichtbar machen, Grundlast finden und Verschwendung abstellen.
Lastspitzen vermeiden
Warnungen und automatische Lastabwürfe, damit die höchste Leistung sinkt.
Eigenen Strom besser nutzen
Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und Ladepunkte gemeinsam steuern.
Frage 3 von 5
Welche Messtechnik ist vorhanden?
Vorhandene Zähler und Steuerungen bestimmen Aufwand und Kosten der Anbindung.
Nur Hauptzähler und Rechnungen
Messkonzept und neue Unterzähler sind der erste Schritt.
Einige Unterzähler
Zähler sind teilweise vorhanden und sollen automatisch ausgelesen werden.
Leittechnik oder Steuerungen
Gebäudeleittechnik oder Produktionssteuerungen liefern bereits Daten.
Noch offen
Sie wollen den Bestand zuerst gemeinsam mit einem Partner aufnehmen.
Frage 4 von 5
Wie soll die Energiemanagement Software betrieben werden?
Betriebsmodell und Hosting bestimmen Aufwand, Kosten und Kontrolle.
Cloud mit Servern in Deutschland
Start im Browser, Updates automatisch, Hosting im Inland.
Cloud mit Servern in der EU
Hosting in der EU genügt Ihren Anforderungen.
Installation auf eigenen Servern
Mehr Kontrolle, dafür eigene IT und Wartung.
Noch offen
Sie wollen beide Wege vergleichen.
Frage 5 von 5
Was ist Ihnen am wichtigsten?
Ihre Gewichtung hilft, die passende Energiemanagement Software auszuwählen.
Viele Schnittstellen
Zähler, Steuerungen und Leitsysteme über M-Bus, Modbus, OPC UA oder BACnet anbinden.
Niedrige laufende Kosten
Testphase, Einstiegspaket oder günstiges Abo pro Messpunkt.
Einfache Bedienung
Verständliche Auswertungen für Technik und Geschäftsführung ohne lange Schulung.
Berichte für Audit und Zertifizierung
Energiebilanz, Kennzahlen und Maßnahmen nach ISO 50001 und DIN EN 16247.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So führen Sie eine Energiemanagement Software Schritt für Schritt ein

Grauer Ordner mit orange-schwarzem Schraubenschlüssel und weißem Label "Ab Montag gemessen"
Energiebilanz, Messkonzept, Datenanbindung, Kennzahlen, Maßnahmen und Bericht: So wird aus Messwerten ein funktionierendes Energiemanagement.

Die Einführung gelingt, wenn Sie zuerst Energiebilanz und Hauptverbraucher erfassen, ein Messkonzept festlegen, Daten sauber anbinden, Kennzahlen mit Ausgangsbasis definieren und Maßnahmen konsequent verfolgen.

Erstellen Sie zuerst eine Energiebilanz aus Rechnungen und vorhandenen Zählern und bestimmen Sie die wesentlichen Verbraucher. Legen Sie Ziele fest, etwa Lastspitzen senken, Grundlast halbieren oder ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbauen, und benennen Sie Verantwortliche. Daraus leiten Sie ein Messkonzept ab, das festlegt, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einen eigenen Zähler bekommen.

Danach installieren Sie fehlende Zähler und Gateways und binden Messtechnik, Steuerungen und Versorgerdaten an die Software an. Prüfen Sie in den ersten Wochen die Datenqualität: Stimmen Einheiten, Wandlerfaktoren und Summen mit dem Hauptzähler überein? Legen Sie dann Kennzahlen mit Bezugsgröße und eine energetische Ausgangsbasis fest, damit sich Einsparungen später belegen lassen.

Setzen Sie anschließend die ersten Maßnahmen um, zum Beispiel Abschaltzeiten, Leckagesuche bei Druckluft oder gestaffeltes Anfahren großer Verbraucher, und verfolgen Sie die Wirkung in der Software. Berichten Sie regelmäßig an Geschäftsführung und Team, prüfen Sie Ziele und Messkonzept und erweitern Sie das System Schritt für Schritt um weitere Standorte und Anlagen.

2 bis 4 Wochen

Energiebilanz und Hauptverbraucher erfassen

Sie werten Rechnungen und vorhandene Zähler aus, bestimmen die wesentlichen Verbraucher und legen Ziele und Verantwortliche fest.

Verbräuche der letzten Jahre zusammentragenWesentliche Verbraucher bestimmenZiele und Energieverantwortliche benennen
1
2 bis 6 Wochen

Messkonzept und Zähler

Sie legen fest, welche Anlagen, Gebäude und Kostenstellen einzeln gemessen werden, und lassen fehlende Zähler installieren.

Messkonzept mit Haupt- und Unterzählern erstellenFehlende Zähler und Gateways beschaffenInstallation durch einen Fachbetrieb planen
2
2 bis 4 Wochen

Software anbinden und Datenqualität prüfen

Sie binden Zähler, Steuerungen und Versorgerdaten an und prüfen Einheiten, Wandlerfaktoren und Summen.

Schnittstellen einrichten und testenSummen mit dem Hauptzähler abgleichenLücken und Ausfälle von Messpunkten beheben
3
1 bis 3 Wochen

Kennzahlen und Ausgangsbasis festlegen

Sie definieren Kennzahlen mit Bezugsgröße und eine energetische Ausgangsbasis, an der Einsparungen gemessen werden.

Bezugsgrößen wie Stückzahl oder Fläche festlegenAusgangsbasis für einen Referenzzeitraum bestimmenGrenzwerte und Alarme einstellen
4
4 bis 12 Wochen

Maßnahmen umsetzen und verfolgen

Sie setzen erste Maßnahmen um, etwa Abschaltzeiten, Leckagesuche oder gestaffeltes Anfahren, und verfolgen die Wirkung.

Maßnahmenplan mit Terminen anlegenGrundlast und Lastspitzen gezielt angehenWirkung in der Software belegen
5
laufend

Bericht und kontinuierliche Verbesserung

Sie berichten regelmäßig an Geschäftsführung und Team, prüfen Ziele und erweitern das System um weitere Standorte.

Regelmäßige Berichte festlegenZiele und Messkonzept überprüfenWeitere Standorte und Anlagen anbinden
6
Anteil gemessener Verbrauch
Anteil des Gesamtverbrauchs, der über Unterzähler einzelnen Anlagen oder Bereichen zugeordnet ist
Grundlast
Leistung, die nachts und am Wochenende ohne Produktion oder Nutzung anliegt
Höchste Lastspitze
Höchste gemessene Leistung im Abrechnungszeitraum und ihre Ursache
Energiekennzahl
Energieverbrauch je Produktionseinheit, je Quadratmeter oder je Betriebsstunde im Vergleich zur Ausgangsbasis

Häufige Fehler bei Auswahl und Einführung einer Energiemanagement Software

Ein weißes Stromkabel mit einem weißen Label "Gemessen? Nie." neben einem orangefarbenem Stecker und einer weißen Steckdose
Kein Messkonzept, nur Hauptzähler, keine Verantwortlichen und Kennzahlen ohne Bezugsgröße: Diese Fehler kosten Zeit und Einsparungen.

Viele Fehler zeigen sich erst Monate nach dem Start, wenn Daten lückenhaft sind, Alarme unbeachtet bleiben oder Einsparungen sich nicht belegen lassen. Die meisten lassen sich mit einem klaren Messkonzept und festen Zuständigkeiten vermeiden.

Am häufigsten wird Software gekauft, bevor feststeht, was gemessen werden soll. Ohne Messkonzept fehlen Unterzähler an den wichtigen Stellen, und wer nur den Hauptzähler auswertet, sieht zwar die Summe, aber nicht die Ursache. Ebenso teuer ist es, Daten zu sammeln, ohne Verantwortliche zu benennen. Dann laufen Alarme ins Leere und Maßnahmen bleiben liegen.

Unterschätzt werden oft die Kennzahlen. Ein Verbrauch ohne Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche, Betriebsstunden oder Außentemperatur sagt wenig, und Einsparungen lassen sich ohne energetische Ausgangsbasis nicht belegen. Wer für Produktion, Gebäude und Photovoltaik getrennte Insellösungen betreibt, verliert den Gesamtblick und kann Lasten nicht abstimmen.

Schließlich werden IT-Sicherheit und Datenschutz der Anbindung gern übersehen. Gateways, Steuerungen und Fernzugriffe öffnen Wege ins Firmennetz, Verbrauchsdaten von Mietern oder Beschäftigten können personenbezogen sein. Die Hinweise sind allgemein und ersetzen keine Rechtsberatung.

1
Software ohne Messkonzept gekauft

Wichtige Verbraucher werden nicht erfasst, die Software zeigt nur Teile des Bildes.

Erst Energiebilanz und Messkonzept erstellen, dann zwei oder drei Lösungen mit echten Zählern testen.
2
Nur den Hauptzähler gemessen

Die Summe ist bekannt, die Ursache von Grundlast und Spitzen bleibt verborgen.

Wesentliche Verbraucher und Bereiche mit Unterzählern einzeln erfassen.
3
Daten ohne Verantwortliche gesammelt

Niemand wertet aus, Maßnahmen bleiben liegen, und das System verliert an Wert.

Energieverantwortliche benennen und feste Termine für Auswertung und Maßnahmen vereinbaren.
4
Alarme ignoriert

Zu viele oder falsch eingestellte Meldungen werden weggeklickt, echte Abweichungen gehen unter.

Wenige, sinnvolle Grenzwerte festlegen und für jeden Alarm eine zuständige Person bestimmen.
5
Kennzahlen ohne Bezugsgröße

Verbräuche steigen mit der Produktion oder dem Wetter, Einsparungen lassen sich nicht belegen.

Kennzahlen je Stückzahl, Fläche oder Betriebsstunde bilden und eine energetische Ausgangsbasis festlegen.
6
Insellösungen für Produktion, Gebäude und Photovoltaik

Daten liegen in getrennten Systemen, Lasten und Erzeugung lassen sich nicht abstimmen.

Auf offene Schnittstellen achten und Daten in einer gemeinsamen Lösung zusammenführen.
7
IT-Sicherheit und Datenschutz der Anbindung vergessen

Gateways und Fernzugriffe öffnen ungeschützte Wege ins Firmennetz, personenbezogene Verbrauchsdaten liegen offen.

IT früh einbinden, Anbindungen verschlüsseln und einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO abschließen.

Was kostet eine Energiemanagement Software?

Oranges Sparschwein mit Stromstecker und Etikett "STROM-SPARDOSEN" auf weißem Hintergrund
Einstiegspaket, Abo pro Messpunkt, Kauflizenz, Messtechnik und Einrichtung: Das Gesamtpaket entscheidet über die Kosten.

Die Kosten reichen von Testphasen und Einstiegspaketen über Abos pro Messpunkt oder Standort bis zu Kauflizenzen mit Wartungsvertrag. Dazu kommen Messtechnik, Gateways, Einrichtung, Datenanbindung und gegebenenfalls Beratung und Zertifizierung.

Einige Anbieter haben Testphasen oder Einstiegspakete, die meist auf wenige Messpunkte, einen Standort oder Grundfunktionen begrenzt sind. Die meisten Cloud-Lösungen rechnen pro Messpunkt, Datenpunkt oder Standort ab, Module für ISO-50001-Berichte, Lastmanagement oder Mieterabrechnung werden oft separat berechnet. Bei Installationen auf eigenen Servern kaufen Sie eine Lizenz und zahlen zusätzlich einen Wartungsvertrag.

Neben der Software fallen Kosten für Zähler, Sensoren, Gateways und deren Installation durch einen Elektrofachbetrieb an. Einrichtung, Anbindung von Steuerungen und Versorgerdaten sowie Schulung kosten einmalig, Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung nach ISO 50001 kommt bei Bedarf hinzu. Förderprogramme des Bundes, etwa über das BAFA, haben in der Vergangenheit Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energiemanagement Software unterstützt. Bedingungen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Bestellung.

Rechnen Sie deshalb die Gesamtkosten über mehrere Jahre und vergleichen Sie sie mit den Einsparungen bei Grundlast, Lastspitzen und Wartung. Prüfen Sie Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und den Export Ihrer Messdaten beim Wechsel. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage oder staffeln sie nach Zahl der Messpunkte. Die Hinweise ersetzen keine Förderberatung.

Testphase oder Einstiegspaket kostenlos mit Grenzen

Meist auf wenige Messpunkte, einen Standort oder Grundfunktionen begrenzt, geeignet zum Ausprobieren.

Abo pro Messpunkt oder Standort niedrig bis mittel pro Monat oder Jahr

Energiemonitoring und Auswertungen in der Cloud, Preis steigt mit der Zahl der Messpunkte und Standorte.

Module für ISO 50001, Lastmanagement und Abrechnung je Modul Aufpreis pro Monat oder einmalig

Berichte für Audit und Zertifizierung, Lastspitzenmanagement oder Mieterstrom werden häufig separat berechnet.

Kauflizenz mit Wartungsvertrag hoch einmalig plus Wartung

Lizenz für die Installation auf eigenen Servern, dazu Wartungsvertrag für Updates und Support sowie eigene IT.

Messtechnik und Gateways je Messpunkt einmalig plus Installation

Zähler, Sensoren und Gateways sowie deren Einbau durch einen Fachbetrieb, abhängig vom Messkonzept.

Einrichtung, Datenanbindung und Beratung individuell nach Angebot und Aufwand

Anbindung von Steuerungen und Versorgerdaten, Schulung sowie Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung, individuell kalkuliert.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten für eine Energiemanagement Software richten sich vor allem nach der Zahl der Messpunkte und Standorte, den gebuchten Modulen und dem Betriebsmodell in der Cloud oder auf eigenen Servern. Hinzu kommen Messtechnik, Gateways, Installation, Einrichtung und Datenanbindung sowie bei Bedarf Beratung für Energieaudit oder Zertifizierung. Förderprogramme können einen Teil der Kosten abdecken, Bedingungen ändern sich jedoch. Betrachten Sie deshalb nicht nur den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über mehrere Jahre und die Einsparungen bei Grundlast und Lastspitzen.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Energiemanagement Software aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Was regelt die Norm ISO 50001? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. ISO 50001 ist eine internationale Norm für Energiemanagementsysteme. Sie folgt dem Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern und verlangt unter anderem Energieziele, wesentliche Verbraucher, Kennzahlen und eine energetische Ausgangsbasis.
2 Was beschreibt die Grundlast? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Grundlast zeigt, wie viel Energie Anlagen ohne Produktion oder Nutzung verbrauchen. Eine hohe Grundlast weist oft auf laufende Lüftungen, Leckagen oder fehlende Abschaltzeiten hin.
3 Wofür steht die Normenreihe DIN EN 16247? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. DIN EN 16247 beschreibt, wie ein Energieaudit aufgebaut ist, von der Datenerfassung über die Analyse bis zu Maßnahmenvorschlägen und Bericht. Eine Energiemanagement Software liefert dafür Verbrauchsdaten und Kennzahlen.
4 Warum kann eine einzelne Lastspitze für Gewerbekunden teuer sein? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung fließt die höchste gemessene Leistung in die Netzentgelte ein. Lastmanagement verteilt das Anlaufen großer Verbraucher und senkt so die Spitze.
5 Was ist eine Energieleistungskennzahl? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Kennzahlen wie Kilowattstunden je Produktionseinheit oder je Quadratmeter machen Verbräuche vergleichbar. Erst mit Bezugsgröße und Ausgangsbasis lassen sich Einsparungen belegen.

Glossar: Begriffe rund um Energiemanagement Software

Die wichtigsten Begriffe rund um Energiemanagement Software, Messtechnik, Normen und Lastmanagement, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Energiemanagement Software

Software, die Verbräuche aus Zählern, Messgeräten und Anlagen erfasst, auswertet, Kennzahlen bildet, Abweichungen anzeigt und Nachweise für Audit und Zertifizierung erzeugt.

Energiemanagementsystem (EnMS)

Systematischer Ansatz im Unternehmen, um Energieverbrauch mit Zielen, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Maßnahmen dauerhaft zu senken, oft nach ISO 50001.

ISO 50001

Internationale Norm für Energiemanagementsysteme, die auf dem Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern beruht und zertifiziert werden kann.

Energieaudit

Systematische Untersuchung von Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten nach DIN EN 16247, mit Bericht und Maßnahmenvorschlägen.

EnEfG

Energieeffizienzgesetz, das unter anderem Unternehmen ab einem bestimmten Energieverbrauch zu einem Energie- oder Umweltmanagementsystem verpflichtet. Schwellen und Fristen im Einzelfall prüfen.

EDL-G

Energiedienstleistungsgesetz, das Unternehmen, die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen zählen, zu regelmäßigen Energieaudits verpflichtet, sofern keine Ausnahme greift.

Energiemonitoring

Laufende Erfassung und Darstellung von Verbräuchen, um Muster, Abweichungen und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.

Energiecontrolling

Regelmäßige Auswertung von Verbräuchen und Kosten mit Kennzahlen, Vergleichen und Berichten, häufig in Kommunen und bei Liegenschaften.

Energieleistungskennzahl (EnPI)

Kennzahl, die den Energieverbrauch ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße wie Stückzahl, Fläche oder Betriebsstunden setzt.

Energetische Ausgangsbasis

Referenzwert für den Energieverbrauch eines festgelegten Zeitraums, an dem Einsparungen gemessen werden.

Grundlast

Energiebedarf, der auch ohne Produktion oder Nutzung anfällt, etwa nachts und am Wochenende.

Lastspitze

Höchste Leistung in einem Zeitraum, bei registrierender Leistungsmessung oft maßgeblich für einen Teil der Netzentgelte.

Lastgang

Zeitlicher Verlauf der Leistung, meist in Viertelstundenwerten, aus dem sich Verbrauchsmuster und Spitzen ablesen lassen.

Lastmanagement

Gezieltes Verschieben, Begrenzen oder Abschalten von Verbrauchern, um Lastspitzen zu senken und eigenen Strom besser zu nutzen.

Messkonzept

Plan, welche Verbräuche mit welchen Haupt- und Unterzählern gemessen werden und wie die Daten über Schnittstellen wie M-Bus, Modbus oder OPC UA in die Software gelangen.

Eigenverbrauchsoptimierung

Steuerung von Speichern, Wärmepumpen und Ladepunkten, damit möglichst viel selbst erzeugter Solarstrom im eigenen Betrieb genutzt wird.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Energiemanagement Software, Energiemanagementsystem nach ISO 50001, Energiemonitoring, Messtechnik, Energieeffizienzgesetz, Förderung, Cloud und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Hinweise zu EnEfG, EDL-G, ISO 50001, DIN EN 16247 und Förderprogrammen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechts- oder Förderberatung. Pflichten, Förderbedingungen, Preise und Funktionen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand bei den zuständigen Stellen und direkt beim Anbieter.

Was ist eine Energiemanagement Software?

Eine Energiemanagement Software erfasst Verbräuche von Strom, Gas, Wärme, Kälte, Wasser oder Druckluft aus Zählern und Anlagen, stellt sie übersichtlich dar und bildet Kennzahlen. Sie erhalten Meldungen bei Abweichungen, verfolgen Maßnahmen und erzeugen Berichte für Energieaudit und Zertifizierung. Je nach Art kommen Messtechnik, Gebäudeanalyse oder Lastmanagement hinzu.

Was ist ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001?

Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ist ein systematischer Ansatz, mit dem ein Unternehmen seinen Energieverbrauch über Ziele, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Maßnahmen dauerhaft senkt. Die Norm folgt dem Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Prüfen und Verbessern und kann zertifiziert werden. Eine Energiemanagement Software liefert dafür Daten, Kennzahlen und Nachweise, ersetzt aber nicht die Organisation im Unternehmen.

Wer muss ein Energiemanagementsystem einführen?

Nach dem Energieeffizienzgesetz müssen Unternehmen ab einem bestimmten jährlichen Gesamtenergieverbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. Andere Unternehmen, die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen zählen, sind nach dem Energiedienstleistungsgesetz zu regelmäßigen Energieaudits verpflichtet. Schwellenwerte, Ausnahmen und Fristen ändern sich, lassen Sie Ihre Pflichten deshalb im Einzelfall prüfen. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Was kostet eine Energiemanagement Software?

Die Kosten reichen von Testphasen und Einstiegspaketen über Abos pro Messpunkt oder Standort bis zu Kauflizenzen mit Wartungsvertrag. Hinzu kommen Zähler, Gateways, Installation, Einrichtung und Datenanbindung sowie bei Bedarf Beratung für Audit oder Zertifizierung. Kostenlose Varianten sind meist auf wenige Messpunkte oder Grundfunktionen begrenzt. Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage.

Welche Messtechnik brauche ich für ein Energiemanagement?

Sie brauchen mindestens die Daten Ihres Hauptzählers und Unterzähler an den wesentlichen Verbrauchern, Gebäuden oder Kostenstellen. Welche Zähler genau nötig sind, legt ein Messkonzept fest. Die Daten gelangen über Schnittstellen wie M-Bus, Modbus, OPC UA oder BACnet und über Gateways in die Software. Vorhandene Zähler, Steuerungen und Gebäudeleittechnik lassen sich oft weiter nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen Energiemonitoring und Energiemanagement?

Energiemonitoring macht Verbräuche sichtbar, Energiemanagement nutzt diese Daten, um Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten dauerhaft im Unternehmen zu verankern. Monitoring zeigt Lastgänge, Grundlast und Spitzen. Ein Energiemanagementsystem ergänzt Energiebilanz, Kennzahlen, Ausgangsbasis, Maßnahmenplan und Berichte, etwa nach ISO 50001. Monitoring ist oft der erste Schritt.

Wie viel Energie lässt sich mit Energiemanagement Software einsparen?

Wie viel Sie einsparen, hängt von Ausgangslage, Anlagen und umgesetzten Maßnahmen ab, eine pauschale Zahl lässt sich nicht nennen. Die Software selbst spart keine Energie, sie zeigt aber, wo Grundlast, Leckagen, falsche Regelungen und Lastspitzen Kosten verursachen. Erste Einsparungen entstehen häufig durch Abschaltzeiten, Leckagesuche und gestaffeltes Anfahren großer Verbraucher.

Ist eine Energiemanagement Software in der Cloud oder als Installation besser?

Für die meisten Unternehmen ist eine Cloud-Lösung die einfachere Wahl, eine Installation auf eigenen Servern lohnt sich vor allem bei strengen Vorgaben an IT-Sicherheit oder abgeschotteten Produktionsnetzen. Cloud-Lösungen starten schnell, bringen Updates automatisch und verbinden mehrere Standorte. Achten Sie auf Serverstandort, verschlüsselte Anbindung der Gateways und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.

Wird Energiemanagement Software gefördert?

Energiemanagement Software kann förderfähig sein, Bedingungen und Programme ändern sich jedoch regelmäßig. Förderprogramme des Bundes, etwa über das BAFA, haben in der Vergangenheit Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energiemanagement Software unterstützt. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Bestellung, denn viele Programme verlangen einen Antrag vor Auftragsvergabe. Die Hinweise ersetzen keine Förderberatung.

4,7 86 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
337 Vergleiche veröffentlicht
Alle Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Newsletter

Mehr solcher Vergleiche?
Jetzt kostenlos abonnieren.

Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Einmal pro Woche, kein täglicher Spam
Jederzeit mit einem Klick abmeldbar
DSGVO-konform via Brevo