Datenrettung Vergleich
2026
Das sind die besten 30 Anbieter.
Der Server startet nicht mehr, das NAS meldet zwei defekte Platten, die Festplatte im Notebook klackert, oder eine Lösegeldforderung steht auf dem Bildschirm. Wir haben 30 Datenrettungsdienste in Deutschland, Österreich und der Schweiz geprüft.
Datenrettungslabor mit Reinraum in Frankfurt am Main, spezialisiert auf RAID und Storage für Unternehmen und Selbstständige. Außerdem HDD, SSD, NAS, Tape, Smartphones und Forensik. Express-Service mit kostenfreier Abholung, Vor-Ort-Service im Rhein-Main-Gebiet, Sitz in Deutschland.
aabboo.de
Die AABBOO GmbH hat ihren Sitz am Reuterweg in Frankfurt am Main und betreibt dort ein eigenes RAID-Datenrettungslabor mit Reinraum. Die Arbeiten erfolgen ohne Auslagerung an Dritte. Geschäftsführer und Inhaber ist der Diplom-Informatiker M. Reza Ghilav. Neben der Datenrettung bietet das Unternehmen Webentwicklung, Datenbankprogrammierung und SEO an.
Der Schwerpunkt liegt auf RAID- und Storage-Systemen: RAID 0 bis 6, JBOD sowie NAS und Storage. Daneben werden Festplatten, SSDs, Tape-Bänder, USB-Sticks, Speicherkarten, Smartphones, Tablets und Laptops bearbeitet. Weitere Leistungen sind Computer-Forensik, Dokumentreparatur und Passwortrettung.
Nach der Analyse folgt mit dem Analysebericht ein verbindliches Kostenangebot. Ein Express-Service mit kostenfreier Express-Abholung steht zur Verfügung, ebenso eine kostenfreie Beratungshotline, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr erreichbar ist. Im Rhein-Main-Gebiet ist zusätzlich ein Vor-Ort-Service möglich.
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Was ist Datenrettung, und wer braucht sie?

Datenrettung ist die Wiederherstellung von Daten aus defekten, gelöschten oder unzugänglichen Datenträgern durch spezialisierte Dienstleister. Unternehmen, Behörden, Selbstständige und Privatleute brauchen sie, wenn ein Datenträger ausfällt und kein aktuelles Backup vorhanden ist.
Betroffen ist alles, was Daten speichert: einzelne Festplatten und SSDs, RAID-Verbünde, NAS-Systeme und Server, virtuelle Maschinen und Datenbanken, aber auch Smartphones, USB-Sticks und Speicherkarten. Die Ursachen reichen vom verschlissenen Lager über Sturz, Wasser oder Überspannung bis zu versehentlichem Löschen, beschädigten Dateisystemen und verschlüsselnder Schadsoftware.
Professionelle Datenrettungsdienste arbeiten in eigenen Laboren. Logische Schäden lösen sie mit Spezialsoftware am Image des Datenträgers, physische Schäden mit Ersatzteilen, Elektronikreparatur und Arbeiten im Reinraum. Für Unternehmen kommen Notdienste, Kurierabholung, IT-Forensik und Verträge zur Auftragsverarbeitung hinzu.
Der wichtigste Satz vorab: Je weniger Sie nach einem Ausfall selbst probieren, desto besser stehen die Chancen. Viele Schäden, die im Labor lösbar wären, werden erst durch wiederholte Startversuche, falsche Rebuilds oder installierte Rettungsprogramme endgültig.
- Geräusche: Die Festplatte klackert, schleift, piept oder läuft gar nicht mehr an.
- Kein Zugriff: Der Datenträger wird nicht mehr erkannt, meldet die falsche Größe oder verlangt eine Formatierung.
- RAID oder Server: Mehrere Platten eines RAID, NAS oder Servers sind ausgefallen, und der Verbund lässt sich nicht mehr starten.
- Verschlüsselt: Ransomware hat Dateien verschlüsselt, und es gibt kein sauberes, aktuelles Backup.
- Physischer Schaden: Das Gerät ist heruntergefallen, nass geworden oder hat einen Brand oder eine Überspannung erlebt.
- Geschäftskritisch: Auf dem Datenträger liegen Buchhaltung, Kundendaten, Projekte oder Patientendaten ohne aktuelle Sicherung.
- Eigene Versuche gescheitert: Ein Wiederherstellungsprogramm findet nichts oder bricht ab, und jeder weitere Versuch verschlechtert die Lage.
Trifft einer der ersten fünf Punkte zu, sollten Sie das Gerät ausschalten und keine weiteren Versuche unternehmen. Bei mechanischen Schäden, RAID-Ausfällen und Ransomware ist ein Labor mit passender Ausstattung der sichere Weg, weil jeder Fehlversuch die Chancen senkt.
Typische Probleme bei Datenverlust

Die meisten Datenverluste entstehen durch Hardwaredefekte, zerfallene RAID-Verbünde, Ransomware und menschliche Fehler. Kritisch wird es, wenn kein aktuelles Backup existiert und der Betrieb ohne die Daten stillsteht.
Festplatten sind mechanische Geräte. Schreib-Lese-Köpfe, Motorlager und Elektronik verschleißen oder fallen nach Stößen und Spannungsspitzen aus. SSDs haben keine beweglichen Teile, versagen dafür häufig schlagartig durch Fehler in Controller oder Firmware, oft ohne jede Vorwarnung.
In Unternehmen sind RAID-Systeme und Server besonders heikel. Ein Verbund verkraftet je nach Level den Ausfall einer oder zweier Platten. Fällt während des Rebuilds eine weitere aus oder wird eine Platte falsch eingesetzt, ist der gesamte Verbund nicht mehr lesbar. Ransomware verschärft das Problem, weil Angreifer gezielt auch Sicherungen verschlüsseln.
Dazu kommen Datenschutzfragen. Auf vielen Datenträgern liegen personenbezogene Daten von Kunden, Beschäftigten oder Patienten. Wer sie an ein Labor gibt, muss den Dienstleister sorgfältig auswählen und vertraglich binden. Nach einem Angriff kann zudem eine Meldepflicht gegenüber der Datenschutzaufsicht entstehen.
Schreib-Lese-Köpfe, Motor oder Elektronik einer Festplatte fallen aus, oft nach Sturz, Verschleiß oder Überspannung.
Fallen mehrere Platten aus oder läuft ein Rebuild schief, ist der Verbund nicht mehr lesbar.
Angreifer verschlüsseln Server und Backups und blockieren damit den gesamten Betrieb.
Daten werden versehentlich gelöscht, eine Partition überschrieben oder ein Dateisystem beschädigt.
Controller- oder Firmwarefehler machen eine SSD schlagartig unlesbar, oft ohne Vorwarnung.
Ohne Daten stehen Buchhaltung, Produktion oder Praxis still, jede Stunde kostet Geld.
Personenbezogene Daten verlassen das Haus, und das Labor muss Vertraulichkeit und Löschung nachweisen.
Welche Arten von Datenrettung gibt es?

Datenrettungsdienste unterscheiden sich nach Datenträger und Schadensart: Festplatten, SSDs und Flash-Speicher, RAID und Server, Virtualisierung und Datenbanken, Ransomware-Fälle, Smartphones und IT-Forensik. Grundlegend ist die Trennung zwischen logischem und physischem Schaden.
Bei einem logischen Schaden ist die Hardware intakt. Daten wurden gelöscht, eine Partition überschrieben oder das Dateisystem beschädigt. Das Labor erstellt ein Image und rekonstruiert die Strukturen per Software. Ein physischer Schaden betrifft die Hardware selbst. Dann sind Ersatzteile vom gleichen Modell, Elektronikarbeiten oder ein Kopftausch im Reinraum nötig, bevor überhaupt ein Image entstehen kann.
Im Unternehmensumfeld spielen RAID-, NAS- und Server-Rettung die größte Rolle. Hier müssen Reihenfolge der Platten, Stripe-Größe, Parität und Dateisystem rekonstruiert werden, teils auf mehreren Ebenen mit virtuellen Maschinen und Datenbanken darüber. Bei Ransomware analysieren spezialisierte Labore, welche Teile unverschlüsselt geblieben sind oder sich aus Schattenkopien und Datenbankresten zurückholen lassen.
IT-Forensik geht einen Schritt weiter: Sie sichert Spuren gerichtsverwertbar und dokumentiert jeden Arbeitsschritt. Das ist bei Angriffen, Betrugsverdacht oder arbeitsrechtlichen Streitfällen wichtig. Nicht jeder Datenrettungsdienst bietet Forensik an, und nicht jedes Forensiklabor rettet defekte Hardware.
Rettung von HDDs mit mechanischem oder elektronischem Defekt, bei Bedarf mit Kopftausch im Reinraum.
SSDs, USB-Sticks und Speicherkarten, teils mit Auslesen einzelner Speicherchips.
Rekonstruktion von Plattenverbünden, Speichersystemen und Dateisystemen auf Servern.
Wiederherstellung virtueller Maschinen, Datenbanken und Mailserver nach Ausfall oder Fehler.
Analyse verschlüsselter Systeme und Rettung von Daten, die nicht oder nur teilweise verschlüsselt sind.
Fotos, Kontakte und Nachrichten aus defekten oder gesperrten Mobilgeräten.
Gerichtsverwertbare Sicherung und Auswertung digitaler Spuren mit lückenloser Dokumentation.
- Gelöscht, formatiert oder Dateisystem defekt
- Rettung meist ohne Reinraum möglich
- Kürzere Bearbeitungszeit
- Geringere Kosten
- Klackern, Wasser, Sturz oder Elektronikschaden
- Öffnen nur im Reinraum
- Ersatzteile vom gleichen Modell nötig
- Höherer Aufwand und Preis
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Wie finde ich den richtigen Datenrettungsdienst?

Den richtigen Datenrettungsdienst erkennen Sie an einem eigenen Labor, klaren Datenschutzregeln, einer transparenten Diagnose mit verbindlichem Angebot und Erfahrung mit Ihrem System. Für Unternehmen kommen Notdienst und Nachweise hinzu.
Fragen Sie zuerst, wo gearbeitet wird. Ein eigenes Labor mit Reinraum in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bedeutet kurze Wege und klare Verantwortung. Manche Anbieter betreiben nur Annahmestellen oder reichen Fälle an Partner weiter. Das ist nicht per se schlecht, sollte aber offen gesagt werden.
Prüfen Sie den Ablauf der Abrechnung. Seriöse Anbieter diagnostizieren den Datenträger, erklären die Ursache und nennen danach einen verbindlichen Preis. Viele berechnen nur bei Erfolg. Klären Sie, was die Diagnose kostet, was bei Ablehnung des Angebots anfällt und ob Sie vorher eine Liste der rettbaren Dateien erhalten.
Für Unternehmen zählen außerdem Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Zertifikate für Informationssicherheit, Erreichbarkeit rund um die Uhr und Erfahrung mit RAID, Virtualisierung und Datenbanken. Beschreiben Sie Ihr System schon beim ersten Kontakt genau: Hersteller, Modell, RAID-Level, Zahl der Platten und was zuletzt passiert ist.
Ein eigenes Labor mit Reinraum in DACH vermeidet Weitergabe an Dritte und lange Transportwege.
Das Labor verarbeitet Ihre Daten im Auftrag und muss das vertraglich und technisch absichern.
Seriöse Anbieter prüfen erst und nennen dann einen verbindlichen Preis für Ihren Fall.
Bei geschäftskritischen Systemen zählt, ob das Labor sofort und auch am Wochenende arbeitet.
RAID-Level, Dateisysteme, Virtualisierung und SSD-Controller verlangen spezielles Wissen.
Ein fester Ansprechpartner mit technischem Verständnis spart Zeit und Missverständnisse.
Zertifikate für Informationssicherheit und Qualität zeigen, dass Abläufe dokumentiert und geprüft sind.
Die Rückgabe sollte sicher, prüfbar und auf einem passenden Medium erfolgen.
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Ablauf einer Datenrettung

Eine Datenrettung läuft in sechs Schritten ab: Gerät stoppen, Anbieter kontaktieren, Diagnose, Angebot und Auftrag, Rettung im Labor sowie Rückgabe und Vorsorge. Der erste Schritt entscheidet oft über den Erfolg.
Schalten Sie das betroffene System sofort aus, wenn es Geräusche macht, nicht mehr erkannt wird oder Daten verschlüsselt sind. Installieren Sie nichts, starten Sie keinen Rebuild und speichern Sie nichts auf den betroffenen Datenträger. Notieren Sie stattdessen, was passiert ist und welche Meldungen erschienen sind.
Danach folgt der Kontakt zum Labor. Viele Anbieter beraten telefonisch, organisieren Kurier oder Abholung und schicken vorab einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Im Labor wird der Datenträger untersucht, die Ursache bestimmt und ein Angebot erstellt. Erst nach Ihrer Freigabe beginnt die eigentliche Rettung, die je nach Fall Stunden bis Wochen dauert.
Zum Schluss erhalten Sie die geretteten Daten auf einem neuen Datenträger oder per gesichertem Download. Prüfen Sie die wichtigsten Dateien sofort, lassen Sie die Kopie im Labor danach nachweisbar löschen und nutzen Sie den Vorfall, um Ihr Backup-Konzept zu überarbeiten. Nach Angriffen auf personenbezogene Daten gilt zudem die Meldefrist von 72 Stunden nach Art. 33 DSGVO.
Gerät stoppen
Betroffenes System ausschalten, keine Reparatur- oder Rettungsversuche, nichts neu installieren.
Anbieter kontaktieren
Schaden beschreiben, Dringlichkeit klären, Datenschutzvertrag und Versand oder Abholung organisieren.
Diagnose
Das Labor prüft den Datenträger, ermittelt die Ursache und schätzt die Chancen der Rettung ein.
Angebot und Auftrag
Sie entscheiden auf Basis des Angebots und, wenn möglich, einer Dateiliste über den Auftrag.
Rettung im Labor
Reparatur, Image des Datenträgers und Rekonstruktion von Dateisystem, RAID oder Datenbank.
Rückgabe und Vorsorge
Gerettete Daten prüfen, sicher übernehmen und das Backup-Konzept überarbeiten.
Häufige Fehler bei der Datenrettung

Die häufigsten Fehler sind der Weiterbetrieb defekter Datenträger, erzwungene RAID-Rebuilds, Rettungsversuche auf dem Original, selbst geöffnete Festplatten, fehlende Datenschutzverträge und die Wahl nach dem niedrigsten Preis.
Der teuerste Fehler passiert meist in den ersten Minuten. Eine klackernde Festplatte wird immer wieder gestartet, ein Rettungsprogramm auf das defekte Laufwerk installiert oder ein RAID mit einer neuen Platte neu aufgebaut. Jeder dieser Schritte kann Daten überschreiben oder die Oberfläche der Scheiben zerstören.
Ebenso riskant ist es, eine Festplatte selbst zu öffnen. Schon wenige Staubkörner auf den Magnetscheiben führen zu Kopfaufsetzern. Bei Unternehmen kommt der Datenschutz hinzu: Wer personenbezogene Daten ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung an einen Dienstleister schickt, verstößt gegen die DSGVO.
Ein Lockpreis ist kein Qualitätsmerkmal. Achten Sie darauf, ob ein eigenes Labor existiert und was der Preis tatsächlich abdeckt. Und der letzte Fehler folgt nach der Rettung: Wer kein Backup-Konzept einführt, steht beim nächsten Ausfall wieder am selben Punkt.
Eine klackernde Festplatte wird weiter gestartet, und der Kopf zerkratzt die Scheiben.
Ein Rebuild mit falscher Platte oder Reihenfolge überschreibt Paritätsdaten.
Rettungsprogramme auf dem defekten Datenträger installiert oder Daten dorthin zurückgespeichert.
Staub gelangt auf die Magnetscheiben, und der Schaden wird endgültig.
Personenbezogene Daten gehen ohne Vertrag an einen Dienstleister, ein Verstoß gegen die DSGVO.
Billigangebote ohne eigenes Labor reichen Fälle weiter oder geben schnell auf.
Nach der Rettung geht alles weiter wie vorher, bis zum nächsten Ausfall.
Was kostet eine Datenrettung?

Was eine Datenrettung kostet, hängt von Datenträger, Schadensart, Datenmenge und Dringlichkeit ab. Die meisten Anbieter nennen den Preis erst nach einer Diagnose als verbindliches Angebot, viele berechnen nur bei Erfolg.
Am günstigsten sind logische Schäden auf intakter Hardware, weil kein Reinraum und keine Ersatzteile nötig sind. Teurer werden physische Schäden mit Kopftausch oder Elektronikreparatur, am aufwendigsten sind große RAID-Verbünde, Server mit Virtualisierung und Datenbanken sowie Ransomware-Fälle. Express- und Notdienste kosten Aufschläge.
Die Diagnose handhaben die Anbieter unterschiedlich. Manche prüfen kostenlos, andere berechnen eine Pauschale und rechnen sie bei Auftrag an. Achten Sie darauf, was bei Ablehnung des Angebots anfällt, etwa Rückversand oder Entsorgung, und ob der Preis die Rückgabe auf einem neuen Datenträger enthält.
Für Unternehmen ist der Preis der Rettung oft der kleinere Posten. Entscheidend sind die Kosten des Stillstands. Deshalb lohnt sich ein Notdienst bei geschäftskritischen Systemen fast immer. Noch günstiger ist es, gar nicht erst in die Lage zu kommen: Ein geprüftes Backup kostet einen Bruchteil einer Datenrettung.
Viele Labore prüfen den Datenträger kostenlos, andere berechnen eine Diagnosepauschale, die bei Auftrag oft angerechnet wird. Express-Diagnosen kosten meist extra.
Gelöschte oder formatierte Daten auf intakter Hardware sind meist der günstigste Fall, weil kein Reinraum und keine Ersatzteile nötig sind.
Kopftausch, Elektronikreparatur oder Arbeiten im Reinraum erhöhen den Aufwand deutlich. Dazu kommen Ersatzteile vom gleichen Modell.
Anzahl der Platten, RAID-Level, Dateisystem und Datenmenge bestimmen den Preis. Häufig sind mehrere Platten gleichzeitig defekt.
Bearbeitung rund um die Uhr, am Wochenende oder mit Kurier kostet Zuschläge, verkürzt aber die Ausfallzeit erheblich.
Neben dem Preis der Rettung zählen Versand oder Kurier, ein neuer Zieldatenträger, Express-Zuschläge und die Zeit, in der der Betrieb stillsteht. Ein funktionierendes Backup ist fast immer günstiger als jede Datenrettung.
1 Was sollten Sie tun, wenn eine Festplatte plötzlich klackert? Aufklappen ↓
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2 Warum arbeiten Datenrettungslabore bei mechanischen Defekten im Reinraum? Aufklappen ↓
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3 Was regelt ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung bei der Datenrettung? Aufklappen ↓
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4 Was schützt am besten davor, überhaupt eine Datenrettung zu brauchen? Aufklappen ↓
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5 Wie rechnen die meisten Datenrettungsdienste ab? Aufklappen ↓
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Glossar: Begriffe rund um die Datenrettung
Die wichtigsten Begriffe rund um Datenrettung, Labor und Datenschutz, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Datenrettung
Die Wiederherstellung von Daten aus beschädigten, gelöschten oder unzugänglichen Datenträgern durch spezialisierte Verfahren, Werkzeuge und Labore.
- Logischer Schaden
Ein Datenverlust ohne Hardwaredefekt, etwa durch Löschen, Formatieren, ein beschädigtes Dateisystem oder einen Softwarefehler.
- Physischer Schaden
Ein Defekt an der Hardware wie ausgefallene Elektronik, beschädigte Schreib-Lese-Köpfe, festsitzender Motor oder Wasserschaden.
- Headcrash
Das Aufsetzen des Schreib-Lese-Kopfs auf der Magnetscheibe einer Festplatte. Er kann die Oberfläche zerkratzen und Daten zerstören.
- Reinraum
Ein Raum mit stark gefilterter Luft und geringer Partikelzahl. Datenrettungslabore öffnen dort Festplatten, ohne die Magnetscheiben zu verunreinigen.
- ISO 14644-1
Die internationale Norm, die Reinräume nach der zulässigen Zahl von Partikeln pro Kubikmeter Luft in Klassen einteilt.
- Image
Eine sektorgenaue Kopie eines Datenträgers. Labore arbeiten am Image statt am Original, um den beschädigten Datenträger zu schonen.
- RAID
Ein Verbund mehrerer Festplatten, der Daten verteilt oder gespiegelt speichert. Bei der Rettung muss das Labor Reihenfolge, Stripe-Größe und Parität rekonstruieren.
- NAS
Ein netzwerkfähiger Speicher mit einer oder mehreren Festplatten, häufig im RAID-Verbund, der in Büros als zentraler Dateiserver dient.
- SSD-Controller
Der Chip, der in einer SSD die Daten auf die Flash-Speicher verteilt und verschlüsselt. Fällt er aus, ist eine Rettung deutlich aufwendiger.
- TRIM
Ein Befehl, mit dem das Betriebssystem einer SSD gelöschte Bereiche meldet. Danach sind gelöschte Daten oft nicht mehr wiederherstellbar.
- Ransomware
Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und für die Entschlüsselung ein Lösegeld fordert. Datenrettung kann je nach Fall unverschlüsselte Reste oder Sicherungen zurückholen.
- IT-Forensik
Die gerichtsverwertbare Sicherung und Analyse digitaler Spuren, etwa nach Angriffen, Betrug oder Datendiebstahl, mit lückenloser Dokumentation.
- Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister im Auftrag. Nach Art. 28 DSGVO ist dafür ein schriftlicher Vertrag nötig.
- Festpreisangebot
Ein verbindlicher Preis für die konkrete Datenrettung, den das Labor nach der Diagnose nennt. Der Kunde entscheidet danach über den Auftrag.
- Datenträgervernichtung
Die sichere, nachweisbare Zerstörung eines Datenträgers nach Abschluss der Rettung, auf Wunsch mit Protokoll nach DIN 66399.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um die Datenrettung, kurz und anbieterneutral beantwortet.
Was macht ein Datenrettungsdienst?
Ein Datenrettungsdienst stellt Daten von defekten, gelöschten oder unzugänglichen Datenträgern wieder her. Dazu gehören Festplatten, SSDs, RAID-Systeme, Server, virtuelle Maschinen, Smartphones und Speicherkarten. Logische Schäden behebt das Labor per Software am Image, physische Schäden mit Ersatzteilen und Arbeiten im Reinraum.
Was kostet eine Datenrettung?
Die Kosten hängen von Datenträger, Schadensart, Datenmenge und Dringlichkeit ab und stehen meist erst nach einer Diagnose fest. Logische Schäden sind am günstigsten, physische Schäden mit Reinraumarbeit und RAID-Verbünde deutlich teurer. Viele Anbieter nennen nach der Diagnose einen Festpreis und berechnen nur bei Erfolg.
Was sollte ich nach einem Datenverlust sofort tun?
Schalten Sie das betroffene Gerät sofort aus und unternehmen Sie keine weiteren Versuche. Installieren Sie keine Software auf dem Datenträger, starten Sie keinen RAID-Rebuild und öffnen Sie keine Festplatte. Notieren Sie, was passiert ist, und wenden Sie sich an ein Datenrettungslabor.
Kann ich Daten mit einer Software selbst retten?
Bei einfachen logischen Schäden auf intakter Hardware, etwa versehentlich gelöschten Dateien, kann eine Software helfen. Bei Geräuschen, nicht erkannten Laufwerken, RAID-Ausfällen oder physischen Schäden verschlechtert jeder eigene Versuch die Chancen. Dann gehört der Datenträger ins Labor.
Warum braucht ein Datenrettungslabor einen Reinraum?
Ein Reinraum ist nötig, weil Festplatten bei mechanischen Defekten geöffnet werden müssen und schon kleinste Staubpartikel die Magnetscheiben beschädigen. Der Schreib-Lese-Kopf schwebt nur wenige Nanometer über der Oberfläche. Reinräume halten die Partikelzahl nach ISO 14644-1 unter festen Grenzwerten.
Brauche ich einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Ja, sobald auf dem Datenträger personenbezogene Daten liegen, verarbeitet das Labor diese in Ihrem Auftrag. Nach Art. 28 DSGVO ist dann ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig. Viele Datenrettungsdienste stellen ihn vor dem Versand bereit.
Lassen sich Daten nach einem Ransomware-Angriff retten?
Teilweise ja, abhängig von Schadsoftware und Systemumgebung. Spezialisierte Labore prüfen, welche Daten unverschlüsselt geblieben sind oder sich aus Datenbankresten, Schattenkopien und virtuellen Datenträgern rekonstruieren lassen. Eine Garantie gibt es nicht, deshalb sind getrennte Backups der wichtigste Schutz.
Wie lange dauert eine Datenrettung?
Eine Datenrettung dauert je nach Fall wenige Stunden bis mehrere Wochen. Einfache logische Schäden sind schnell gelöst, komplexe RAID-Verbünde oder fehlende Ersatzteile dauern länger. Express- und Notdienste beginnen sofort und arbeiten auch nachts und am Wochenende, gegen Aufpreis.
Wie verhindere ich den nächsten Datenverlust?
Den besten Schutz bietet ein regelmäßiges, getrenntes und geprüftes Backup. Bewährt hat sich die Faustregel von drei Kopien auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus oder offline. Testen Sie die Wiederherstellung regelmäßig, damit das Backup im Ernstfall wirklich funktioniert.
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