Blei im Jagdschrot hat in der EU nur noch sieben Jahre, am 8. Oktober 2026 ließ das Europaparlament das Verbot ohne Einwand passieren. Unter der Motorhaube der meisten Autos sitzt dagegen ein Kasten mit knapp zehn Kilo Blei und Bleiverbindungen, ausdrücklich erlaubt von der EU. Rund 86 Prozent des Bleis der Welt landen in Bleiakkus.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenGleichzeitig produziert die Welt mehr Blei, als sie braucht: An der London Metal Exchange stapelt sich das Metall, die Lagerbestände erreichten im Juli den höchsten Stand seit mindestens 2008. Diese Stoffgeschichte folgt dem Metall von den Silbergruben Athens über den Rammelsberg bei Goslar bis zur Hütte in Stolberg und zeigt, warum ein Rohstoff, der zu großen Teilen im Kreislauf geführt wird, trotzdem Millionen Menschenleben kostet.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Anlass: Das EU-Parlament erhob am 8. Oktober 2026 keinen Einwand gegen das Verbot von Bleischrot, nach sieben Jahren Übergang ist Schluss, Kugelgeschosse bleiben erlaubt.
- Der Markt: Bergwerke fördern weniger, neue Recyclinghütten erzeugen mehr, die ILZSG erwartet für 2026 einen Überschuss von 109.000 Tonnen.
- Die Batterie: 86 Prozent des Bleis gehen in Bleiakkus, für 12-Volt-Batterien im Auto gilt in der EU eine Ausnahme vom Bleiverbot.
- Die Kosten: Mehr als 3,5 Millionen Todesfälle schreibt die WHO für 2023 der Bleibelastung zu, eine Weltbank-Studie beziffert die Folgekosten auf 6,9 Prozent der Weltwirtschaftsleistung.
Angeberwissen in fünf Fragen
1 Wie schwer ist ein Würfel aus Blei mit zehn Zentimetern Kantenlänge? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Welche Silbergruben finanzierten die athenische Flotte, die 480 vor Christus bei Salamis siegte? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Welcher Anteil des Bleis der Welt geht in Batterien? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Welche Übergangsfrist gilt für das EU-Verbot von Bleischrot? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Welches Land fördert das meiste Bleierz? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Was ist Blei und wie entsteht das schwere Metall?
Blei ist ein weiches, sehr dichtes Schwermetall mit dem Symbol Pb, das fast immer aus dem Erz Bleiglanz stammt. Drei seiner vier stabilen Isotope sind Endprodukte radioaktiver Zerfallsketten von Uran und Thorium, die über Milliarden Jahre ablaufen.
Ein Würfel mit zehn Zentimetern Kantenlänge wiegt 11,34 Kilogramm, gut elfmal so viel wie ein Liter Wasser. Diese Dichte macht Blei zum Werkstoff für Schrot, Gewichte und Strahlenschutz.
Schon bei 327 Grad Celsius wird das Metall flüssig, eine Temperatur, die ein offenes Holzfeuer erreicht. Deshalb gehörte Blei zu den ersten Metallen, die Menschen verhütteten: Bleiglanz, chemisch Bleisulfid, wird geröstet und reduziert, übrig bleibt graues, leicht formbares Rohblei.
Das Los Alamos National Laboratory beschreibt die drei häufigsten Bleiisotope als Endstationen radioaktiver Reihen: Blei-206 entsteht aus Uran-238, Blei-207 aus Uran-235, Blei-208 aus Thorium-232. Gut die Hälfte des natürlichen Bleis besteht aus Blei-208.
Viele dieser Atome waren einmal Uran oder Thorium und haben ihre Radioaktivität unterwegs abgelegt.
Die Zerfallsketten taugen deshalb als Uhr. Mit ihr bestimmte der US-Geochemiker Clair Patterson das Alter der Erde. Aus dem Verhältnis der Bleiisotope in einem Meteoriten errechnete Patterson 4,55 Milliarden Jahre und stellte das Ergebnis 1953 vor. Der Wert gilt bis heute.
Abbauwürdig wird Blei erst dort, wo heiße Salzlösungen das Metall im Gestein angereichert haben. Die Lösungen sickerten durch Kalkstein oder traten in alten Grabenbrüchen am Meeresboden aus, wo sich das Erz absetzte. Nach einer Übersichtsarbeit des US Geological Survey enthalten solche sedimentgebundenen Lagerstätten die größten Blei- und Zinkvorkommen der Welt.
Weil Bleiglanz fast immer zusammen mit Zinkerz vorkommt, fördern Bergwerke beide Metalle gemeinsam, oft dazu Silber. Die Geschichte des Zinks verläuft deshalb über weite Strecken parallel zu der des Bleis.
Oft entscheidet der Zink- oder Silberpreis darüber, ob sich ein Erzkörper rechnet, und Blei fällt als Koppelprodukt mit an.
Die bekannten Reserven reichen rechnerisch etwa 21 Jahre. Der USGS beziffert die wirtschaftlich förderbaren Vorräte in seinem Rohstoffbericht 2026 auf 95 Millionen Tonnen, bei einer Bergwerksförderung von 4,5 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Die identifizierten Ressourcen liegen mit mehr als zwei Milliarden Tonnen ein Vielfaches darüber.
| Land | Bergwerksförderung 2025 (geschätzt) | Reserven |
|---|---|---|
| China | 1,9 Mio. t | 22 Mio. t |
| Australien | 0,48 Mio. t | 34 Mio. t, davon 10 Mio. t nach JORC-Standard |
| Peru | 0,29 Mio. t | 5,0 Mio. t |
| USA | 0,28 Mio. t | 4,6 Mio. t |
| Russland | 0,26 Mio. t | 8,9 Mio. t |
| Indien | 0,22 Mio. t | 1,9 Mio. t |
| Mexiko | 0,20 Mio. t | 5,6 Mio. t |
| Welt | 4,5 Mio. t | 95 Mio. t |
Australien meldet mit 34 Millionen Tonnen die größten Reserven, nach dem strengeren australischen JORC-Standard für Lagerstättenangaben bleiben laut USGS nur 10 Millionen Tonnen. Legt man für Australien diesen Maßstab an, läge China mit 22 Millionen Tonnen vorn, also das Land, das schon heute 42 Prozent des Bleierzes fördert.
Die Reichweite von 21 Jahren halten wir trotzdem nicht für das eigentliche Problem. Knapp wird Blei nicht im Boden, denn rund zwei Drittel des Metalls stammen längst aus Schrott.
- Herkunft: Drei der vier stabilen Bleiisotope sind Endprodukte des Zerfalls von Uran und Thorium
- Erz: Bleiglanz kommt fast immer mit Zinkerz vor, Blei fällt oft als Koppelprodukt an
- Vorräte: 95 Millionen Tonnen Reserven bei 4,5 Millionen Tonnen Förderung im Jahr
- Statistik: Nach strengem Standard liegt China bei den Reserven vor Australien
Wer entdeckte Blei und wie begann der Rausch?

Einen Entdecker hat Blei nicht, Menschen verhütten das Metall seit der Frühzeit. Zum Massengut machten das Metall zuerst die Römer, die Blei als Nebenprodukt der Silbergewinnung förderten, später die Autobatterie und das verbleite Benzin.
Den Rausch löste meist das Silber aus. Silber steckt im Bleiglanz, und das Edelmetall ließ sich nur gewinnen, wenn das Blei mitgeschmolzen wurde.
In Laurion, südlich von Athen, stießen Bergleute in den 480er-Jahren vor Christus auf eine reiche Silberader. Themistokles überzeugte die Athener 483 vor Christus, den Überschuss nicht an die Bürger zu verteilen, sondern in Kriegsschiffe zu stecken. Die Flotte wuchs von 70 auf 200 Schiffe und schlug drei Jahre später bei Salamis die Perser. Das Silber aus dem Bleierz finanzierte damit eine der folgenreichsten Seeschlachten der Antike.
Die Römer förderten Blei im großen Stil. Das lateinische Wort plumbum lebt im Englischen weiter: Daraus wurde „plumbing“, die Sanitärinstallation, weil Rom sein Wasser durch Bleirohre leitete.
Wie viel Blei die Antike verhüttete, steht im Eis Grönlands. Ein Forscherteam um Joseph McConnell rekonstruierte 2018 in der Fachzeitschrift PNAS anhand von Eisbohrkernen die europäischen Bleiemissionen von 1100 vor bis 800 nach Christus. Die Kurve stieg mit der Ausbreitung der Phönizier, beschleunigte sich mit dem Bergbau Karthagos und Roms auf der Iberischen Halbinsel und erreichte ihr Maximum im Römischen Reich. Mit der Antoninischen Pest im zweiten Jahrhundert brach die Kurve ein und blieb mehr als 500 Jahre niedrig.
Seuchen und Imperien hinterließen ihre Spur also im fernen Grönlandeis.
In Deutschland wurde Blei über mehr als tausend Jahre gefördert. Der Rammelsberg bei Goslar war laut Universität Göttingen das einzige Bergwerk, das über ein Jahrtausend ohne Unterbrechung lief, bis zur Schließung 1988. Seit 1992 gehört das Bergwerk zum Unesco-Welterbe. Aus dem Erz holten die Bergleute Silber, Kupfer, Zink und Blei. Auch Johannes Gutenberg goss seine Lettern um 1450 aus einer Bleilegierung.
Den modernen Bleirausch löste ein Deutscher am anderen Ende der Welt aus. Der in Sachsen geborene Charles Rasp, der als Zaunreiter auf einer Schaffarm arbeitete, entdeckte 1883 im australischen Hinterland ein dunkles Erz, das er für Zinnerz hielt. Die Proben enthielten Silber und Blei. Rasp und sechs Partner gründeten am 10. August 1885 die Broken Hill Proprietary Company. Der Erzgürtel unter der Stadt Broken Hill wurde zur weltweit größten einzelnen Quelle für Blei, Silber und Zink, und aus der Bergbaugesellschaft ging der heutige Rohstoffkonzern BHP hervor.
Am 9. Dezember 1921 brachte das Team um Thomas Midgley bei General Motors das Klopfen eines Testmotors mit Tetraethylblei zum Verstummen. Ab 1922 mischten Raffinerien den Zusatz ins Benzin, und fast ein Jahrhundert lang strömte Blei aus den Auspuffrohren der Welt, bis Algerien im Juli 2021 als letztes Land verbleites Benzin aus dem Verkauf nahm.
Gleichzeitig wuchs die Autobatterie zum größten Abnehmer heran. Jeder Anlasser brauchte einen Akku aus Bleiplatten und Schwefelsäure, ein Prinzip, das der Franzose Gaston Planté schon 1859 vorgestellt hatte.
- Silber: Athener in Laurion und Römer in Hispanien förderten Blei, weil sie das Silber im Erz wollten
- Eisarchiv: Grönlands Eis verzeichnet den Höhepunkt der antiken Bleiemissionen im Römischen Reich
- Rammelsberg: Über tausend Jahre Bergbau bei Goslar endeten 1988
- Neuzeit: Broken Hill, Autobatterie und Bleibenzin machten Blei zum Massengut
Wie hat Blei die Weltkarte verändert?

Blei zog Imperien in die Bergbaureviere ihrer Kolonien, von Roms Gruben in Spanien bis zu den britischen Minen in Australien und Sambia. Heute fördert China 42 Prozent des Bleierzes der Welt, und die Altlasten der Kolonialzeit landen vor Gericht.
Rom holte sein Blei dort, wo die Legionen Land erobert hatten. Die Eisbohrkerne aus Grönland zeigen, dass die Emissionen genau dann anstiegen, als Karthager und Römer die Erzgruben der Iberischen Halbinsel ausbeuteten. Mit den Minen in Hispania sicherte sich Rom das Silber für seine Münzen.
Broken Hill lag in der britischen Kolonie New South Wales, und der Ortsname reiste mit dem Empire nach Afrika: Als Prospektoren 1902 in Nordrhodesien, dem heutigen Sambia, Blei und Zink fanden, tauften sie die Mine nach dem australischen Vorbild ebenfalls Broken Hill.
Das afrikanische Broken Hill heißt seit der Unabhängigkeit Kabwe. Der Untertagebau endete 1994 nach rund neun Jahrzehnten Betrieb, der Bleistaub der Abraumhalden blieb in der Stadt mit heute rund 300.000 Einwohnern.
Die britische Anwaltskanzlei Leigh Day ordnet die Mine von 1925 bis 1974 Anglo American zu. Leigh Day vertritt rund 140.000 Frauen und Kinder aus Kabwe in einer Sammelklage gegen Anglo American South Africa.
Der High Court in Johannesburg lehnte die Zulassung der Klage im Dezember 2023 ab, das Berufungsgericht in Bloemfontein verhandelte im November 2025. Ein Urteil lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. Anglo American verweist auf eine bloße Minderheitsbeteiligung am damaligen Betreiber.
Sambia wurde 1964 unabhängig, die Mine lief noch drei Jahrzehnte weiter. Die Gewinne der Kolonialzeit flossen an Eigentümer im Ausland, die Schäden nicht.
Einen echten Bleikrieg hat die Geschichte nicht erlebt, Blei war dafür zu häufig. Geopolitisch zählte Blei vor allem im Arsenal: Jede Armee brauchte Kugeln und Schrot, eigene Bleigruben ersparten den Import. Heute steckt das Metall vor allem in Stromspeichern, und die Machtfrage verlagert sich von der Grube zur Schmelze.
China ist mit 1,9 Millionen Tonnen der mit Abstand größte Bergbauproduzent. Trotzdem kauft das Land zu: Im ersten Halbjahr 2026 führte China laut der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) Konzentrat mit 610.000 Tonnen Bleiinhalt ein und kaufte netto 190.000 Tonnen raffiniertes Blei im Ausland, 181.000 Tonnen mehr als ein Jahr zuvor.
In den USA arbeitet seit 2013 keine Primärhütte mehr, fast das gesamte Konzentrat geht laut USGS ins Ausland. In den ersten acht Monaten 2025 exportierten die Vereinigten Staaten 23 Millionen verbrauchte Starterbatterien, 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Im November 2025 setzte Washington Blei auf die Liste der kritischen Mineralien.
Die Europäische Union sieht keine Knappheit. Auf der Liste kritischer Rohstoffe im Anhang des Critical Raw Materials Act steht Blei nicht, Brüssel behandelt das Metall als Umweltproblem, nicht als strategischen Rohstoff. Der Kontrast ist deutlich: Washington stuft Blei als kritisch ein, Brüssel verbietet Bleischrot.
Warum ist Blei für die Weltwirtschaft so wichtig?

Blei ist vor allem ein Batteriemetall. Rund 86 Prozent des Metalls gehen in Bleiakkus für Autos, Notstrom und Gabelstapler, auch viele Elektroautos haben einen kleinen Bleiakku an Bord.
2025 verbrauchte die Welt nach Zahlen der ILZSG 13,62 Millionen Tonnen raffiniertes Blei. Die Raffinadeproduktion lag mit 13,69 Millionen Tonnen knapp darüber. Aus Bergwerken kamen im selben Jahr nur 4,54 Millionen Tonnen. Die Differenz von rund neun Millionen Tonnen stammt aus alten Batterien, Kabelmänteln und Bleiblech. Rund zwei Drittel jeder Tonne waren also schon einmal ein Produkt, der Branchenverband ILA nennt Blei deshalb das meistrecycelte Metall der Welt. Für Hütten ist der Schrott die wichtigste Erzgrube.
| Verwendung | Anteil am Bleiverbrauch der Welt 2022 |
|---|---|
| Blei-Säure-Batterien | 86 % |
| Walz- und Pressprodukte (Bleiblech, Rohre, Kabelmäntel) | 7 % |
| Bleiverbindungen (Oxide, Salze, Pigmente) | 5 % |
| Schrot und Munition | 1 % |
| Legierungen, Lote und Sonstiges | 1 % |
Gehandelt wird Blei an der London Metal Exchange in US-Dollar je Tonne. Am 9. Oktober 2026 lag der Kassapreis laut den LME-Notierungen, die das Portal Westmetall veröffentlicht, bei umgerechnet 1.648 Euro je Tonne. Seit dem ersten Handelstag des Jahres fiel der Bleipreis in Dollar um 6,1 Prozent.
Ein Kilo des Metalls kostet im Großhandel damit rund 1,65 Euro.
Mitte Juli kletterten die Lagerbestände der LME auf 456.575 Tonnen, den höchsten Stand seit mindestens 2008. Am 9. Oktober lagen dort noch 347.125 Tonnen, 45 Prozent mehr als zu Jahresbeginn.
Die ILZSG meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Überschuss von 49.000 Tonnen und rechnet für das Gesamtjahr mit 109.000 Tonnen.
Bemerkenswert daran: Die Minenförderung sank im ersten Halbjahr um 3 Prozent, unter anderem in China, Peru, Schweden und den USA. Mehr als ausgeglichen wird das durch neue Recyclinghütten in Indien, Kasachstan und Brasilien, deren Ausstoß schneller wächst als die Nachfrage.
Die Abhängigkeit der Industrie ist eine andere als bei Lithium oder Kobalt. Blei ist reichlich vorhanden, knapp werden könnten Hüttenkapazität und Batteriefertigung. Fällt die Versorgung mit Starter- und Notstrombatterien aus, stehen Lieferflotten, Stapler und Notstromanlagen still.
Deutschland verarbeitet Blei im eigenen Land, besitzt aber keine Bergwerke mehr.
Die größte Bleihütte steht in Stolberg bei Aachen. Anfang 2023 kaufte der Rohstoffhändler Trafigura das nach dem Hochwasser 2021 stillgelegte Werk, seine Tochter Nyrstar fuhr die Hütte im April 2023 wieder an, mit einer Kapazität von 155.000 Tonnen Blei im Jahr. In Nordenham an der Weser übernahm Glencore 2021 die insolvente Weser-Metall.
Die Batterierecycler in Braubach am Rhein und in Freiberg in Sachsen gehören seit Anfang Mai 2026 dem Batteriehersteller Clarios, der in Hannover und Zwickau Starterbatterien baut. Der bisherige Eigentümer Ecobat zog sich mit dem Verkauf ganz aus dem europäischen Bleimarkt zurück.
- Batterien: 86 Prozent des Bleis gehen in Bleiakkus
- Kreislauf: Rund zwei Drittel des raffinierten Bleis stammen aus Schrott
- Überschuss: LME-Lager auf dem höchsten Stand seit mindestens 2008, Dollarpreis 6,1 Prozent unter Jahresbeginn
- Deutschland: keine Bergwerke, aber Hütten in Stolberg, Nordenham, Braubach und Freiberg
In welchen Produkten steckt Blei, und was verschwindet ohne das Metall?

Blei steckt vor allem in der Starterbatterie unter der Motorhaube, dazu in Notstromanlagen, Gabelstaplern, Röntgenschürzen, Kabelmänteln und Jagdmunition. Ohne Blei fiele zuerst die günstige 12-Volt-Batterie weg, für die zwar Ersatz bereitsteht, aber noch kein ebenso billiger.
Laut einem Sicherheitsdatenblatt des Herstellers Exide sind rund 32 Prozent vom Gewicht einer Starterbatterie Gitter aus Blei und Bleilegierung, weitere 32 Prozent die aktive Masse aus Bleioxiden, 29 Prozent Schwefelsäure als Elektrolyt und 7 Prozent Kunststoff. Bei einer Batterie mit 60 Amperestunden und rund 15 Kilogramm Gewicht stecken so knapp zehn Kilo Blei und Bleiverbindungen im Kasten.
Auch das Elektroauto kommt meist nicht ohne Blei aus. Bordelektronik, Türschlösser und Warnblinker hängen an einem 12-Volt-Netz, und dieses Netz speist in der Regel ein kleiner Bleiakku.
Die EU erlaubt Blei in solchen Batterien ausdrücklich: Die Altfahrzeug-Richtlinie nimmt 12-Volt-Batterien vom Bleiverbot aus, weil sich das Metall dort laut der Begründung von 2023 noch nicht vermeiden lässt.
Das Beratungsunternehmen Avicenne rechnet damit, dass Bleiakkus in unterbrechungsfreien Stromversorgungen für Rechenzentren und Krankenhäuser rund 70 Prozent der Batterien stellen, im Telekommunikationsnetz 73 Prozent. Außerdem fahren Gabelstapler, Hubwagen und Reinigungsmaschinen mit schweren Traktionsbatterien aus Blei.
| Produkt | Rolle des Bleis | Ersatz bei Lieferausfall |
|---|---|---|
| Starterbatterie im Auto | Gitter und aktive Masse, knapp zehn Kilo je 60-Ah-Batterie | Lithium-Ionen-Akku, deutlich teurer |
| 12-Volt-Bordnetz im Elektroauto | Pufferbatterie für Steuergeräte | Lithium-Ionen, bei Tesla seit 2021 im Model S Plaid |
| Notstrom für Rechenzentren und Kliniken | rund 70 Prozent der Batterien | Lithium-Ionen, höhere Anschaffungskosten |
| Gabelstapler und Hubwagen | schwere Traktionsbatterie | Lithium-Ionen |
| Röntgenschürze | Abschirmung von Strahlung | Schürzen mit Bismut oder Wolfram |
| Jagdschrot und Angelblei | hohe Dichte bei geringem Preis | Stahl, Bismut, Wolfram |
| Kabelmäntel und Auswuchtgewichte | formbar, schwer, korrosionsfest | Kunststoff, Stahl, Zink |
Seit dem 1. Juli 2006 dürfen neue Elektrogeräte in der EU nach der RoHS-Richtlinie grundsätzlich kein Blei mehr enthalten, Lötzinn in Konsumelektronik ist seither in der Regel bleifrei.
Seit November 2024 gilt für Produkte aus PVC eine Obergrenze von 0,1 Prozent Blei, mit einer Ausnahme für recyceltes Hart-PVC bis 2033. Für Kabelmäntel nennt der USGS Kunststoff als Ersatz, für Auswuchtgewichte an Autofelgen Stahl und Zink.
Lithium-Ionen-Akkus können Bleibatterien technisch ersetzen, Tesla hat das 2021 vorgemacht. Die Lithium-Akkus kosten aber deutlich mehr, und Millionen Autos im Bestand sind auf die Bleibatterie ausgelegt.
Ein plötzlicher Lieferausfall von Blei würde zuerst den Ersatzteilmarkt treffen. Werkstätten könnten alte Autos nicht mehr mit neuen Batterien versorgen, Notstromanlagen müssten auf Lithium umgerüstet werden, und Gabelstapler-Flotten stünden vor teuren Umbauten. Ein solcher Ausfall ist wegen des Überangebots unwahrscheinlich, doch die Lieferketten hängen an wenigen Hütten.
Wie setzt sich der Preis einer Autobatterie zusammen?

Von 129,99 Euro für eine Starterbatterie mit 60 Amperestunden entfallen im Rechenbeispiel nur rund 16 Euro auf das Blei, also etwa 12 Prozent. Knapp 21 Euro gehen als Mehrwertsteuer an den Staat, der große Rest von gut 93 Euro an Herstellung, Logistik, Handel und Marke.
Ausgangspunkt ist eine Bosch S4 005, die der Baumarkt OBI am 10. Oktober 2026 für 129,99 Euro anbot. Die Batterie wiegt rund 15 Kilogramm, knapp zehn Kilo davon sind nach den Anteilen aus einem Exide-Datenblatt Blei und Bleiverbindungen. Bewertet zum LME-Kassapreis vom 9. Oktober, also 1,65 Euro je Kilo, ergibt das einen Rohstoffwert von rund 15,80 Euro.
Die Rechnung ist eine Näherung. Batteriehersteller kaufen kein reines Börsenmetall, sondern Legierungen und Bleioxid mit Aufschlägen, zugleich setzen sie günstiges Sekundärblei aus Altbatterien ein.
| Preisbestandteil | Betrag | Anteil am Endpreis | Empfänger |
|---|---|---|---|
| Blei und Bleiverbindungen (rund 9,6 kg zum LME-Preis) | 15,80 € | 12 % | Hütte, Recycler, Bergwerk |
| Mehrwertsteuer (19 %) | 20,75 € | 16 % | Staat |
| Herstellung, Säure, Kunststoff, Energie, Logistik, Handel und Marke | 93,44 € | 72 % | Batteriehersteller, Händler, Spediteure |
| Endpreis | 129,99 € | 100 % | |
| Pfand ohne Altbatterie (zusätzlich, erstattbar) | 7,50 € | kein Preisbestandteil | Händler bis zur Rückgabe |
Beim Kauf einer neuen Batterie ohne Rückgabe der alten verlangt der Händler 7,50 Euro Pfand, seit dem 7. Oktober 2025 auf Grundlage von Paragraf 19 des Batterierecht-Durchführungsgesetzes. Das Gesetz löste das alte Batteriegesetz ab, die Höhe blieb gleich. Bringen Sie die Altbatterie zurück, bekommen Sie das Geld wieder.
Weil das Blei nur ein Achtel des Preises ausmacht, kommen Schwankungen an der Börse im Regal nur gedämpft an. Fällt der Bleipreis um zehn Prozent, sinkt der Rohstoffwert der Batterie um rund 1,60 Euro.
Ob Händler sinkende Rohstoffpreise so schnell weitergeben wie steigende, lässt sich für Batterien nicht belegen, weil keine öffentliche Preisstatistik für Starterbatterien existiert. Die Anteile im Preis sprechen aber gegen große Sprünge in beide Richtungen.
Hütten verdienen am Schmelzlohn, den ihnen die Bergwerke für die Verarbeitung des Konzentrats zahlen. Laut dem Branchendienst Shanghai Metals Market lag dieser Schmelzlohn für importiertes Bleikonzentrat in China Mitte September 2026 bei minus 156 Euro je Tonne. Die Hütte zahlt also drauf und lebt vom Silber und den übrigen Metallen im Erz.
Auch viele Bergwerke verdienen ihr Geld vor allem mit Silber. Beim indischen Produzenten Hindustan Zinc brachte Silber im Geschäftsjahr bis März 2026 rund zweieinhalbmal so viel Umsatz wie Blei.
In Dollar fiel der Bleipreis seit Jahresbeginn um 6,1 Prozent. Weil der Euro im selben Zeitraum schwächer wurde, sank der Preis in Euro nur um 1,8 Prozent.
Für deutsche Käufer hat der schwache Euro den Preisrückgang also zum größten Teil aufgezehrt.
Wer verdient an Blei und wer zahlt drauf?

An Blei verdienen vor allem die Recycler und die Handelskonzerne, die Hütten und Altbatterien kontrollieren. Drauf zahlen vor allem Menschen in armen Ländern: Nach Schätzungen des Instituts IHME, die die Weltgesundheitsorganisation zitiert, starben 2023 mehr als 3,5 Millionen Menschen an den Folgen von Bleibelastung.
Mit dem Erz selbst lässt sich derzeit wenig verdienen, der Dollarpreis liegt 6,1 Prozent unter dem Jahresbeginn. Gewinner sind die Unternehmen, die den Kreislauf schließen. Trafigura kaufte 2023 die Hütte in Stolberg, Clarios übernahm Anfang Mai 2026 die Recycler in Braubach und Freiberg. Wer die Altbatterie hat, hat den Rohstoff für die neue.
Laut einer Studie des Battery Council International vom August 2026 gewannen die Recycler in den USA zwischen 2020 und 2024 im Schnitt 97,7 Prozent des Bleis zurück, das in ausgedienten Batterien steckte.
Der Schaden ist gut belegt: Die Weltgesundheitsorganisation hält fest, dass kein Blutbleiwert als unbedenklich gilt. Bei Kindern senkt das Metall den Intelligenzquotienten, bei Erwachsenen erhöht Blei den Blutdruck und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Ökonomen der Weltbank um Bjorn Larsen kamen 2023 in der Fachzeitschrift Lancet Planetary Health auf mehr Todesfälle als die WHO-Schätzung. Das Team schätzt 5,5 Millionen Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2019 und 765 Millionen verlorene IQ-Punkte bei Kindern unter fünf Jahren. Die Kosten beziffern die Forscher auf umgerechnet 5,4 Billionen Euro, 6,9 Prozent der Weltwirtschaftsleistung.
Als wichtige Quellen der Belastung nennt die WHO Bergbau, Verhüttung und Recycling, also genau die Stufen, an denen die Branche verdient. Kabwe zeigt die Folgen: Die Stadt lebt seit mehr als einem Jahrhundert mit dem Schaden.
Blei gilt als meistrecyceltes Metall der Welt und kostete 2023 trotzdem mehr als 3,5 Millionen Menschen das Leben.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Einen klassischen Ressourcenfluch wie beim Erdöl erzeugt Blei nicht, dafür ist der Preis zu niedrig. Der Mechanismus setzt hohe Rohstofferlöse voraus, die die Landeswährung aufwerten und andere Exporte verdrängen, Ökonomen sprechen von holländischer Krankheit.
Kabwe steht für eine andere Kehrseite: Der Bergbau brachte Arbeitsplätze, die Altlast blieb nach dem Ende der Mine.
Australien zeigt das Gegenbild. Aus der Grube in Broken Hill wuchs mit BHP einer der größten Bergbaukonzerne der Welt, mit Sitz in Melbourne.
| Akteur | Lage 2026 | Bilanz |
|---|---|---|
| Recycler und Hüttenbetreiber | neue Kapazität in Indien, Kasachstan, Brasilien, Übernahmen in Deutschland | gewinnen |
| Bergwerke | Förderung minus 3 Prozent, Bleipreis gefallen, Silber stützt die Erlöse | gemischt |
| Batteriekäufer in Europa | Blei macht nur rund 12 Prozent des Batteriepreises aus | wenig betroffen |
| Kinder unter fünf Jahren weltweit | laut Weltbank-Studie 765 Millionen verlorene IQ-Punkte (2019) | verlieren |
| Bewohner von Kabwe | Altlast seit 1902, Berufungsentscheidung über die Zulassung der Sammelklage steht aus | verlieren |
| Jäger in der EU | sieben Jahre Übergang bis zum Bleischrotverbot | zahlen für Umstieg |
Am Blei verdient, wer Altbatterien und Hütten kontrolliert, weniger, wer reines Bleierz fördert. Die Gesundheitskosten liegen nach Weltbank-Rechnung bei 6,9 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und treffen vor allem arme Länder.
Wie mächtig ist die Blei-Lobby?

Die Blei-Lobby ist klein, aber erfolgreich. Die Branchenverbände geben in Brüssel jeweils nur sechsstellige Beträge im Jahr aus, und die Ausnahme für Blei in Autobatterien gilt weiter. Die Jäger handelten beim Schrotverbot sieben Jahre Übergang heraus.
Nach der Entdeckung der Antiklopfwirkung von Tetraethylblei 1921 blieb verbleites Benzin rund hundert Jahre auf dem Markt, obwohl der Geochemiker Clair Patterson nach seiner Altersbestimmung der Erde zeigte, wie stark der Mensch die Umwelt mit Blei belastet hatte.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen rechnet heute vor, dass das Ende des Bleibenzins jedes Jahr mehr als 1,2 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindert.
In Deutschland begrenzte das Benzinbleigesetz vom 5. August 1971 erstmals den Bleigehalt im Benzin, die heutige Fassung setzt den Höchstwert bei 0,15 Gramm je Liter. Ab dem 1. Februar 1988 durfte Normalbenzin höchstens 0,013 Gramm je Liter enthalten, faktisch das Aus für verbleites Normalbenzin.
Laut dem EU-Transparenzregister gab die International Lead Association (ILA) zuletzt 100.000 bis 199.999 Euro für Lobbyarbeit aus, das Consortium for Battery Innovation mit derselben Londoner Adresse ebenso viel. Der Batterieverband EUROBAT meldet 200.000 bis 299.999 Euro, der Hersteller Clarios 100.000 bis 199.999 Euro.
ILA, das Konsortium und der Metallverband European Metals, früher Eurometaux, beauftragen dieselbe Brüsseler Agentur, Rud Pedersen.
| Organisation | Register | Ausgaben für Interessenvertretung |
|---|---|---|
| EUROBAT (Batterieverband) | EU-Transparenzregister, 2025 | 200.000 bis 299.999 € |
| International Lead Association | EU-Transparenzregister, 2024/25 | 100.000 bis 199.999 € |
| Consortium for Battery Innovation | EU-Transparenzregister, 2024/25 | 100.000 bis 199.999 € |
| Clarios Germany | EU-Transparenzregister, 2024/25 | 100.000 bis 199.999 € |
| Wirtschaftsvereinigung Metalle | Lobbyregister des Bundestags, 2025 | 1.260.001 bis 1.270.000 € |
In der Altfahrzeug-Richtlinie erlaubt Anhang II Blei in 12-Volt-Batterien weiter, die Kommission bestätigte die Ausnahme zuletzt mit einer Delegierten Richtlinie von 2023 und kündigte eine Überprüfung für 2025 an. Ein Ergebnis dieser Prüfung war bis Redaktionsschluss nicht veröffentlicht.
Clarios schreibt im Transparenzregister, bis zu 99 Prozent der Materialien in seinen Batterien würden zurückgewonnen. Die ILA nennt Blei das meistrecycelte Metall der Welt.
Das Framing ist geschickt, weil die Aussage stimmt und zugleich das Gesundheitsthema verdrängt: Der Batteriekreislauf ist fast dicht, die Schmelze bleibt giftig.
Beim Schrotverbot erreichte die Jägerlobby deutliche Abschwächungen. Der Dachverband FACE vertritt 37 nationale Jagdverbände und lobte nach der Abstimmung vom 8. Oktober die Mitgliedstaaten und Abgeordneten, die aus seiner Sicht Verbesserungen erreicht hätten. Aus dem Entwurf flogen die Kugelgeschosse, was FACE auch mit den Prioritäten der EU bei Verteidigung und Sicherheit erklärt, und die Übergangsfrist für Schrot stieg von drei auf sieben Jahre.
Direkte Subventionen für Blei sind uns in Deutschland nicht bekannt. Die Branche profitiert vor allem von dem, was ausbleibt: Für Autobatterien gilt kein Bleiverbot.
- Kleine Budgets: Die Bleiverbände melden in Brüssel jeweils sechsstellige Ausgaben
- Große Wirkung: Die Ausnahme für Blei in 12-Volt-Batterien gilt weiter
- Jäger: FACE handelte sieben Jahre Übergang heraus, Kugelgeschosse fielen aus dem Verbot
- Framing: Die Branche wirbt mit dem Recycling, nicht mit der Giftigkeit
Wie kommen wir von Blei los?

Aus Benzin, Wasserrohren, Elektronik und PVC ist Blei in Europa weitgehend verschwunden, als Nächstes folgen Jagdschrot und Angelblei. Den härtesten Brocken bildet die Batterie: Bleiakkus halten weltweit gut 30 Prozent des Batteriemarkts, und für die 12-Volt-Batterie im Auto gilt in der EU bis heute eine Ausnahme.
Am weitesten ist der Ausstieg dort, wo Menschen Blei direkt aufnehmen: über Luft, Trinkwasser und Alltagsgeräte. Verbleites Benzin verschwand weltweit 2021, die Trinkwasserverordnung verlangte die Stilllegung der letzten Bleirohre bis Januar 2026, und die RoHS-Richtlinie verbannte Blei schon 2006 aus neuen Elektrogeräten. Statt Bleilot verbindet heute ein Lot auf Zinnbasis die Bauteile auf der Platine.
Für Schrot stehen Alternativen aus Stahl, Bismut und Wolfram bereit, in Feuchtgebieten schießen Jäger in der EU schon seit Februar 2023 ohne Blei. Im Strahlenschutz bieten Hersteller Röntgenschürzen auf Basis von Bismut oder Wolfram an.
Nach Zahlen des französischen Marktforschers Avicenne wuchs das Volumen der Bleiakkus von 526 Gigawattstunden 2020 auf 550 Gigawattstunden 2023. Die Lithium-Ionen-Technik wächst viel schneller, doch in der Notstromversorgung und im Telekommunikationsnetz halten Bleiakkus ihre Stellung.
Einen Lithium-Ionen-Akku für das 12-Volt-Bordnetz führte Tesla im Juni 2021 im Model S Plaid ein.
Für schwere Lkw stellte der chinesische Batteriekonzern CATL im April 2025 eine 24-Volt-Starterbatterie auf Basis von Natrium-Ionen vor, die über ihre Lebensdauer 61 Prozent weniger kosten soll als eine Bleibatterie. Die Zahl stammt von CATL selbst.
Ausgediente Batterien kehren fast vollständig in den Kreislauf zurück, laut Battery Council International in den USA zu 97,7 Prozent.
Schrot und Angelblei sind dagegen für immer in der Natur verteilt, BirdLife schätzt allein die Verluste durch Angelzubehör auf rund 4.800 Tonnen Blei im Jahr in der EU.
Einen festen Termin für das Ende der Bleibatterie hat die EU nicht gesetzt. Wir rechnen nicht damit, dass die Bleibatterie in diesem Jahrzehnt verschwindet: Brüssel hält die Ausnahme für 12-Volt-Batterien aufrecht, und Millionen Autos im Bestand brauchen weiter Ersatz. Der Ausstieg bedeutet für Autokäufer eine teurere Lithium-Starterbatterie, für Jäger teurere Munition und eventuell eine neue Flinte, für Kliniken neue Schürzen. Auf der anderen Seite stehen nach der Weltbank-Studie Gesundheitskosten von umgerechnet 5,4 Billionen Euro allein im Jahr 2019.
- Weitgehend erledigt: Benzin, Trinkwasserrohre, Elektronik und PVC
- Als Nächstes: Jagdschrot nach sieben Jahren, Angelblei je nach Ausrüstung nach sechs Monaten bis fünf Jahren
- Kernproblem: Bleiakkus halten gut 30 Prozent des Batteriemarkts
- Grenze des Recyclings: Verstreutes Blei aus Schrot und Angelzubehör lässt sich nicht zurückholen
Was bedeutet das Aus für Bleischrot für Deutschland?

Für die meisten Deutschen ändert das Bleischrotverbot wenig, für rund 460.000 Jagdscheininhaber und für Hersteller von Jagdmunition dagegen viel. Wichtiger für Hausbesitzer ist eine zweite Frist: Seit Januar 2026 dürfen Trinkwasserleitungen aus Blei nicht mehr in Betrieb sein, ab 2028 halbiert sich der Grenzwert.
Am 8. Oktober 2026 fand im Europäischen Parlament keiner der Einwände gegen die REACH-Beschränkung für Bleischrot eine Mehrheit. Die Prüffrist für Parlament und Rat endet am 10. Oktober, danach wird die Verordnung im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Der europäische Jagdverband FACE erwartet das „in den kommenden Wochen“. Gegenüber dem ersten Entwurf ist die Regel deutlich weicher. Die Übergangsfrist für Bleischrot wuchs von drei auf sieben Jahre, Kugelgeschosse und Flintenlaufgeschosse fielen ganz aus dem Text.
Im REACH-Ausschuss hatten am 26. Juni 2026 insgesamt 17 Mitgliedstaaten zugestimmt, 5 dagegen gestimmt, 5 sich enthalten.
In Feuchtgebieten ist Bleischrot schon seit Februar 2023 EU-weit verboten. Neu ist das Verbot für Feld und Wald.
Für Angler hat die EU laut der Vogelschutzorganisation BirdLife ein Verkaufsverbot für Angelblei unter einem Kilogramm auf den Weg gebracht, mit Übergangsfristen von sechs Monaten bis fünf Jahren je nach Ausrüstung. Freizeitangler dürfen vorhandene Bleie weiter benutzen. BirdLife beziffert die Menge, die Angler jährlich in Gewässern verlieren, auf rund 4.800 Tonnen Blei in der EU.
Nach Paragraf 17 der Trinkwasserverordnung mussten Betreiber einer Wasserversorgungsanlage, in der Regel die Hauseigentümer, ihre Bleileitungen bis zum Ablauf des 12. Januar 2026 entfernen oder stilllegen.
Verlängerungen erlaubt die Verordnung nur in Ausnahmefällen, etwa bei nachgewiesenen Engpässen der Installateure oder für Anlagen, die nur den eigenen Haushalt versorgen.
Seit dem 13. Januar 2026 müssen Vermieter ihren Mietern in Textform bestätigen, dass die Pflicht erfüllt ist. Ab dem 12. Januar 2028 sinkt der Grenzwert für Blei im Trinkwasser von 10 auf 5 Mikrogramm je Liter.
Autofahrer betrifft das neue Verbot nicht. Die Starterbatterie bleibt erlaubt, und das billige Metall senkt vor allem die Kosten der Hersteller. Clarios will laut dem Fachmagazin Batteries International recyceltes Blei aus Freiberg direkt im Werk Zwickau verbauen, der Kreislauf schließt sich damit innerhalb Sachsens.
Für die kommenden Jahre halten wir drei Szenarien für denkbar.
- Optimistisch: Die Verordnung erscheint bis Jahresende im Amtsblatt, Hersteller von Stahl- und Bismutschrot bauen Kapazität auf, und der Bleipreis bleibt wegen des Überschusses niedrig. Für Batteriekäufer ändert sich nichts.
- Realistisch: Der Markt bleibt überversorgt, die LME-Lager schmelzen langsam ab. Jäger warten mit dem Umstieg bis kurz vor Ende der Siebenjahresfrist, Munitionshersteller stellen ihre Produktion schrittweise um.
- Pessimistisch: Hütten in Europa schließen, weil der Preis die Kosten nicht deckt, und Europa wird beim Recycling abhängiger von Kapazitäten in Asien. Die Batteriepreise steigen dann trotz billigen Metalls.
Als Verbraucher sollten Sie den Blick auf die Leitungen richten, nicht auf die Batterie. Bleirohre wurden in Nord- und Ostdeutschland laut Umweltbundesamt regional bis Anfang der 1970er-Jahre eingebaut, seit 1973 nicht mehr. Wohnen Sie in einem älteren Haus, lohnt eine Wasserprobe bei einem zertifizierten Labor, besonders mit Kindern im Haushalt oder in der Schwangerschaft. Jäger lassen ihre Flinte am besten früh vom Büchsenmacher auf Eignung für bleifreien Schrot prüfen.
Für Unternehmen mit Notstromanlagen oder Staplerflotten ist der Altakku bares Geld wert. Wir raten, ausgediente Batterien nur über einen zertifizierten Entsorger zurückzugeben und beim Batteriewechsel die Lithium-Alternative durchzurechnen, weil sich die Preisabstände verschieben.
- Bleischrot: EU-Verbot nach sieben Jahren Übergang, Kugelgeschosse ausgenommen
- Angelblei: Verkaufsverbot unter einem Kilogramm, Übergang bis zu fünf Jahre
- Trinkwasser: Bleileitungen seit Januar 2026 verboten, Grenzwert ab 2028 bei 5 Mikrogramm
- Batterie: Altakku zurückgeben, Pfand zurückholen
Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe zu Blei

Aktive Masse
Aktive Masse heißt die Paste aus Bleioxiden, die in einer Bleibatterie auf die Gitter gestrichen wird. Beim Laden und Entladen wandelt sich die Masse chemisch um und speichert so den Strom. In einer Starterbatterie macht die aktive Masse rund ein Drittel des Gewichts aus.
Altfahrzeug-Richtlinie
Die Altfahrzeug-Richtlinie der EU regelt, welche Schadstoffe in Autos erlaubt sind und wie Fahrzeuge verwertet werden. Anhang II der Richtlinie listet Ausnahmen vom Verbot von Blei, Quecksilber, Cadmium und Chrom VI. Blei in 12-Volt-Starterbatterien gehört zu diesen Ausnahmen.
Bleiglanz
Bleiglanz, mineralogisch Galenit, ist Bleisulfid und das wichtigste Bleierz. Das Mineral glänzt metallisch grau und bildet oft würfelförmige Kristalle. Weil Bleiglanz fast immer zusammen mit Zinkerz und häufig mit Silber vorkommt, bauen Bergwerke die drei Metalle gemeinsam ab.
Blei-Säure-Batterie
Die Blei-Säure-Batterie ist ein wiederaufladbarer Akku aus Bleiplatten in verdünnter Schwefelsäure. Der Franzose Gaston Planté stellte das Prinzip 1859 vor. Heute steckt die Technik in Starterbatterien, Notstromanlagen und Gabelstaplern und verbraucht den Großteil des Bleis der Welt.
Critical Raw Materials Act
Der Critical Raw Materials Act (CRMA) ist die EU-Verordnung über kritische Rohstoffe von 2024. Die Verordnung gibt Ziele für Abbau, Verarbeitung und Recycling vor, ihr Anhang listet Stoffe, bei denen die EU ein Versorgungsrisiko sieht. Blei steht nicht auf dieser Liste, anders als auf der US-Liste kritischer Mineralien.
ILZSG
Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Lissabon. Die Studiengruppe sammelt Daten zu Förderung, Produktion und Verbrauch von Blei und Zink und veröffentlicht zweimal im Jahr Prognosen zur Marktbilanz. Diese Daten gelten als wichtigste Referenz für den Bleimarkt.
JORC-Standard
Der JORC-Standard ist das australische Regelwerk dafür, wie Bergbauunternehmen Ressourcen und Reserven melden. Das Regelwerk verlangt geprüfte Angaben durch fachkundige Personen. Nach diesem Maßstab schrumpfen Australiens gemeldete Bleireserven von 34 auf 10 Millionen Tonnen.
Kassapreis
Der Kassapreis ist der Börsenpreis für Metall, das sofort geliefert wird, im Unterschied zum Terminpreis für eine Lieferung in drei Monaten. Die London Metal Exchange stellt den Kassapreis täglich fest. Der Kassapreis dient als Bezugsgröße für Lieferverträge zwischen Hütten, Händlern und Batterieherstellern.
Koppelprodukt
Ein Koppelprodukt entsteht zwangsläufig, wenn ein anderes Produkt hergestellt wird. Blei fällt in vielen Bergwerken neben Zink und Silber an. Ob eine Mine Bleierz fördert, hängt deshalb oft stärker vom Zink- oder Silberpreis ab als vom Bleipreis.
London Metal Exchange
Die London Metal Exchange (LME) ist die wichtigste Börse für Industriemetalle wie Kupfer, Aluminium, Zink und Blei. Gehandelt wird in US-Dollar je Tonne. Die Börse veröffentlicht täglich auch die Bestände in ihren Lagerhäusern, die als Signal für Knappheit oder Überangebot gelten.
Primärhütte
Eine Primärhütte gewinnt Blei aus Erzkonzentrat, eine Sekundärhütte aus Schrott wie alten Batterien. Primärhütten rösten das Bleisulfid und reduzieren das Röstgut zu Rohblei. In den USA schloss die letzte Primärhütte 2013, in Deutschland arbeitet unter anderem die Hütte in Stolberg mit Konzentrat.
REACH
REACH ist die Chemikalienverordnung der EU für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Über Anhang XVII der Verordnung beschränkt die EU gefährliche Stoffe in Produkten. Auf dieser Grundlage beruhen die Grenze für Blei in PVC und das Verbot von Bleischrot.
RoHS-Richtlinie
Die RoHS-Richtlinie beschränkt gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Seit dem 1. Juli 2006 dürfen neue Geräte in der EU grundsätzlich kein Blei enthalten. Die Elektronikindustrie stellte deshalb ihre Lote auf bleifreie Legierungen auf Zinnbasis um.
Schmelzlohn
Der Schmelzlohn, englisch Treatment Charge, ist die Gebühr, die ein Bergwerk einer Hütte für die Verarbeitung seines Konzentrats zahlt. Ist das Konzentrat knapp, sinkt der Schmelzlohn. Bei importiertem Bleikonzentrat für China lag der Schmelzlohn im September 2026 im negativen Bereich.
Sekundärblei
Sekundärblei stammt aus Schrott, vor allem aus alten Starterbatterien, statt aus Erz. Recycler brechen die Batterien auf, trennen Kunststoff und Säure und schmelzen Gitter und Paste ein. Rund zwei Drittel des raffinierten Bleis der Welt entstehen auf diesem Weg.
Tetraethylblei
Tetraethylblei ist eine organische Bleiverbindung, die das Klopfen in Ottomotoren verhindert. Thomas Midgley entdeckte die Wirkung 1921 bei General Motors, ab 1922 kam der Zusatz ins Benzin. Mit Algerien gab im Juli 2021 das letzte Land verbleites Benzin auf.
FAQ: Blei fliegt aus Flinte und Wasserrohr, nicht aus dem Auto

Wie erkenne ich Bleirohre im Haus?
Bleirohre sind silbergrau, weicher als Kupfer oder Stahl und lassen sich laut Umweltbundesamt mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben. Im Zweifel klärt ein Installateur oder eine Wasserprobe die Frage. In Nord- und Ostdeutschland wurden Bleirohre regional bis Anfang der 1970er-Jahre eingebaut.
Wie viel Blei steckt in einer Autobatterie?
Eine typische Starterbatterie mit 60 Amperestunden und rund 15 Kilogramm Gewicht enthält knapp zehn Kilo Blei und Bleiverbindungen. Laut einem Sicherheitsdatenblatt von Exide entfallen je rund 32 Prozent des Gewichts auf die Bleigitter und auf die aktive Masse aus Bleioxiden.
Wohin mit der alten Autobatterie?
Die alte Starterbatterie gehört nie in den Hausmüll, sondern zurück zum Händler. Beim Kauf einer neuen Batterie ohne Altbatterie verlangt der Händler nach Paragraf 19 des Batterierecht-Durchführungsgesetzes 7,50 Euro Pfand, das bei Rückgabe zurückfließt.
Ab wann ist Bleischrot in der EU verboten?
Das Verbot gilt nach einer Übergangsfrist von sieben Jahren ab Inkrafttreten der REACH-Beschränkung. Das Europaparlament ließ die Regel am 8. Oktober 2026 passieren, die Veröffentlichung im Amtsblatt der EU stand zum Redaktionsschluss noch aus. In Feuchtgebieten ist Bleischrot schon seit Februar 2023 verboten.
Was kostet ein Kilo Blei?
Ein Kilo Blei kostete am 9. Oktober 2026 an der London Metal Exchange umgerechnet rund 1,65 Euro. Der Preis wird in US-Dollar je Tonne festgestellt und steht seit Jahresbeginn wegen eines weltweiten Überangebots unter Druck.
Warum ist Blei für Kinder so gefährlich?
Blei schädigt die Entwicklung des Gehirns dauerhaft und senkt den Intelligenzquotienten, einen unbedenklichen Blutbleiwert kennt die Weltgesundheitsorganisation nicht. Eine Studie in Lancet Planetary Health schätzt die Verluste bei Kindern unter fünf Jahren für 2019 auf 765 Millionen IQ-Punkte weltweit.
Quellen
FACE, European Federation for Hunting and Conservation | EU lead shot restriction moves towards adoption (08.10.2026) | https://face.eu/2026/10/eu-lead-shot-restriction-moves-towards-adoption | besucht am 10.10.2026
FACE | Europe’s lead gunshot restriction enters final EU scrutiny phase (20.07.2026) | https://www.face.eu/2026/07/europes-lead-gunshot-restriction-enters-final-eu-scrutiny-phase/ | besucht am 10.10.2026
BirdLife International | EU is on track to ban lead in fishing tackle (08.07.2026) | https://www.birdlife.org/news/2026/07/08/press-release-eu-is-on-track-to-ban-lead-in-fishing-tackle/ | besucht am 10.10.2026
International Lead and Zinc Study Group | Press Release August 2026 | https://www.ilzsg.org/wp-content/uploads/3.PRESS%20RELEASES/ILZSG%20Press%20Release%20August%202026.pdf | besucht am 10.10.2026
International Lead and Zinc Study Group | Press Release April 2026 (23.04.2026) | https://www.ilzsg.org/wp-content/uploads/3.PRESS%20RELEASES/20260423_ILZSG%20April%202026%20Press%20Release.pdf | besucht am 10.10.2026
Westmetall | LME-Bleipreis Kasse und Lagerbestände, Tabellen 2008 bis 2026 | https://www.westmetall.com/en/markdaten.php?action=table&field=LME_Pb_cash | besucht am 10.10.2026
Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse, Stichtage 02.01.2026 und 09.10.2026 | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html | besucht am 10.10.2026
U.S. Geological Survey | Mineral Commodity Summaries 2026: Lead | https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2026/mcs2026-lead.pdf | besucht am 10.10.2026
U.S. Geological Survey | Leach et al.: Sediment-hosted lead-zinc deposits (2005) | https://pubs.usgs.gov/publication/70146125 | besucht am 10.10.2026
Los Alamos National Laboratory | Periodic Table: Lead | https://periodic.lanl.gov/82.shtml | besucht am 10.10.2026
University of Chicago Magazine | Immeasurable (Clair Patterson) | https://mag.uchicago.edu/science-medicine/immeasurable | besucht am 10.10.2026
PNAS | McConnell et al.: Lead pollution recorded in Greenland ice indicates European emissions tracked plagues, wars, and imperial expansion during antiquity (2018) | https://doi.org/10.1073/pnas.1721818115 | besucht am 10.10.2026
World History Encyclopedia | Themistocles | https://www.worldhistory.org/Themistocles/ | besucht am 10.10.2026
Georg-August-Universität Göttingen | Rammelsberg Mine | https://uni-goettingen.de/en/426562.html | besucht am 10.10.2026
South Australian History | Charles Rasp | https://www.southaustralianhistory.com.au/rasp.htm | besucht am 10.10.2026
National MagLab | Planté Battery, 1859 | https://nationalmaglab.org/magnet-academy/history-of-electricity-magnetism/museum/plante-battery-1859/ | besucht am 10.10.2026
UNEP | Era of leaded petrol over (30.08.2021) | https://www.unep.org/news-and-stories/press-release/era-leaded-petrol-over-eliminating-major-threat-human-and-planetary | besucht am 10.10.2026
Bundesministerium der Justiz | Benzinbleigesetz | https://www.gesetze-im-internet.de/bzblg/BJNR012340971.html | besucht am 10.10.2026
Pure Earth | Kabwe Lead Mines | https://www.pureearth.org/project/kabwe-lead-mines/ | besucht am 10.10.2026
Leigh Day | Zambian lead poisoning claim against Anglo American to be heard at Supreme Court of Appeal (27.10.2025) | https://www.leighday.co.uk/news/news/2025-news/zambian-lead-poisoning-claim-against-anglo-american-to-be-heard-at-supreme-court-of-appeal-in-south-africa | besucht am 10.10.2026
Amtsblatt der Europäischen Union | Verordnung (EU) 2024/1252 (Critical Raw Materials Act) | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32024R1252 | besucht am 10.10.2026
Statista | Distribution of global lead consumption by end use (2022) | https://www.statista.com/statistics/891778/distribution-of-global-lead-consumption-by-end-use/ | besucht am 10.10.2026
mining.com / Reuters | Germany’s Stolberg lead smelter reopens after sale to Trafigura (06.04.2023) | https://www.mining.com/web/germanys-stolberg-lead-smelter-reopens-after-sale-to-trafigura/ | besucht am 10.10.2026
mining.com / Reuters | Glencore agrees to take over Weser-Metall lead plant (27.04.2021) | https://www.mining.com/web/glencore-agrees-to-take-over-weser-metall-lead-plant/ | besucht am 10.10.2026
Ecobat | Ecobat completes sale of Germany and Austria operations to Clarios (05/2026) | https://ecobat.com/2026/05/ecobat-completes-sale-of-germany-austria-operations-to-clarios-marking-exit-from-european-lead-market/ | besucht am 10.10.2026
Batteries International | Clarios Zwickau: 100-millionste AGM-Batterie (10.07.2026) | https://www.batteriesinternational.com/?p=27033 | besucht am 10.10.2026
Exide Technologies | Sicherheitsdatenblatt Starterbatterie | https://www.zajadacz.de/documents/assets_873c46ad-623b-43bd-ad63-24bbfbfa6f5e_f96e5073-61a1-4df4-af4c-83af06e8e23b.pdf | besucht am 10.10.2026
Amtsblatt der Europäischen Union | Delegierte Richtlinie (EU) 2023/544 zu Anhang II der Altfahrzeug-Richtlinie | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:32023L0544 | besucht am 10.10.2026
Amtsblatt der Europäischen Union | Richtlinie 2002/95/EG (RoHS) | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32002L0095 | besucht am 10.10.2026
Amtsblatt der Europäischen Union | Verordnung (EU) 2023/923 zu Blei in PVC | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32023R0923 | besucht am 10.10.2026
BEST Magazine | Lead batteries set to retain 30% market share (20.09.2024) | https://www.bestmag.co.uk/lead-batteries-set-to-retain-30-market-share/ | besucht am 10.10.2026
Drive Tesla Canada | Tesla Model S Plaid gets 12V lithium-ion battery (12.06.2021) | https://driveteslacanada.ca/?p=26901 | besucht am 10.10.2026
CATL | Naxtra 24V Heavy-Duty Truck Integrated Start-Stop Battery (21.04.2025) | https://www.catl.com/en/news/6401.html | besucht am 10.10.2026
OBI | Suche Bosch S4 Autobatterie | https://www.obi.de/search/bosch%20s4%20autobatterie/ | besucht am 10.10.2026
Bundesministerium der Justiz | Batterierecht-Durchführungsgesetz, § 19 | https://www.gesetze-im-internet.de/battdg/__19.html | besucht am 10.10.2026
Shanghai Metals Market | Lead concentrate treatment charges (11.09.2026) | https://news.metal.com/newscontent/104109211 | besucht am 10.10.2026
Hindustan Zinc | Production and sales update FY 2026 (24.04.2026) | https://nsearchives.nseindia.com/corporate/HINDZINCNSE_24042026143413_SEIntimation24042026.pdf | besucht am 10.10.2026
Battery Council International | National Recycling Rate Study (06.08.2026) | https://batterycouncil.org/resource/national-recycling-rate-study/ | besucht am 10.10.2026
International Lead Association | Sustainability | https://ila-lead.org/sustainability/ | besucht am 10.10.2026
Weltgesundheitsorganisation | Lead poisoning, Faktenblatt | https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/lead-poisoning-and-health | besucht am 10.10.2026
The Lancet Planetary Health | Larsen und Sánchez-Triana: Global health burden and cost of lead exposure in children and adults (2023) | https://doi.org/10.1016/S2542-5196(23)00166-3 | besucht am 10.10.2026
Europäische Kommission | EU-Transparenzregister, Einträge ILA, CBI, EUROBAT, Clarios | https://ec.europa.eu/transparencyregister/public/homePage.do | besucht am 10.10.2026
Deutscher Bundestag | Lobbyregister, Eintrag Wirtschaftsvereinigung Metalle | https://www.lobbyregister.bundestag.de/ | besucht am 10.10.2026
Bundesministerium der Justiz | Trinkwasserverordnung, § 17 Trinkwasserleitungen aus Blei | https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/__17.html | besucht am 10.10.2026
Bundesministerium der Justiz | Trinkwasserverordnung, Anlage 2 | https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/anlage_2.html | besucht am 10.10.2026
Umweltbundesamt | Blei im Trinkwasser | https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/blei-im-trinkwasser | besucht am 10.10.2026
top agrar | Neuer Rekord: 460.771 Deutsche haben einen Jagdschein | https://www.topagrar.com/jagd-und-wald/news/neuer-rekord-460771-deutsche-haben-einen-jagdschein-20011181.html | besucht am 10.10.2026
