Backup Plugins für WordPress Vergleich
2026
Das sind die besten 54 Anbieter.
Bei vielen WordPress-Installationen scheitert die Sicherung in der Praxis, weil die Archive auf demselben Server liegen oder der Weg zurück nie geprobt wurde. Wir haben 54 Anbieter geprüft, vom kostenlosen Plugin bis zur Management-Plattform für Agenturen.
CYAN Backup ist ein kostenloses WordPress-Plugin von Greg Ross auf ToolStack.com. Gesichert wird die komplette Installation samt Datenbank als ZIP-Archiv in einem frei wählbaren Pfad, auf Wunsch per FTP, FTPS oder SFTP übertragen. Zeitpläne reichen von stündlich bis monatlich, eine Wiederherstellung aus dem Backend fehlt bislang.
toolstack.com
CYAN Backup stammt von Greg Ross und wird auf dessen Projektseite ToolStack.com gepflegt. Das Plugin ist ein Fork des eingestellten Total Backup von wokamoto, steht seit Februar 2014 im WordPress-Verzeichnis und kommt dort auf über 300 aktive Installationen. Version 2.5.5 vom 4. November 2025 hat gemeldete Sicherheitsprobleme beim Löschen von Backups behoben. Das Plugin-Verzeichnis weist zugleich darauf hin, dass CYAN Backup nicht mit den drei jüngsten WordPress-Hauptversionen getestet wurde; als getestet gilt Version 6.8.9.
Gesichert werden die komplette WordPress-Installation und die Datenbank in einem ZIP-Archiv, der Dump liegt darin als SQL-Datei. Der Archivpfad ist frei konfigurierbar und zeigt standardmäßig auf das temporäre Serververzeichnis. Ausschlusslisten für die Verzeichnisse cache, tmp und upgrade sind vorbelegt. Als externe Speicherziele stehen FTP, FTPS und SFTP bereit, ein Low-I/O-Modus entlastet schwache Shared-Hosting-Umgebungen. Zeitpläne laufen stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich, jeweils mit frei gesetztem Intervall wie alle vier Stunden oder alle sechs Wochen. Alte Archive werden automatisch aufgeräumt. Die Roadmap kündigt eine Wiederherstellung aus dem Backend für Version 3.0 an, die Dropbox-Anbindung für 2.5.
Das Plugin ist vollständig kostenlos, eine Pro-Variante oder ein Abonnement fehlt. Bezogen wird über das WordPress-Verzeichnis oder als direkter Download auf ToolStack.com, vorausgesetzt werden WordPress ab 2.9 und PHP 5. Die Oberfläche ist übersetzbar angelegt, eine deutschsprachige Fassung liegt nicht vor. Kontakt läuft allein über ein Formular; Firmenangaben und Aussagen zu Serverstandorten fehlen, da die Archive auf dem eigenen Server oder dem gewählten FTP-Ziel bleiben.
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Was ist ein Backup-Plugin, und brauchen Sie überhaupt eines?

Ein Backup-Plugin ist eine Erweiterung, die Datenbank und Dateien einer WordPress-Installation nach Zeitplan sichert, die Archive auf ein externes Ziel auslagert und sie im Ernstfall zurückspielt. Eine statische Visitenkarten-Seite kommt mit der Sicherung des Hosters aus. Sobald jedoch laufend Inhalte, Bestellungen oder Kundendaten entstehen, führt am eigenen Backup kein Weg vorbei.
Eine WordPress-Website liegt technisch an zwei Orten zugleich. In der MySQL-Datenbank stehen Beiträge, Seiten, Kommentare, Nutzerkonten und sämtliche Einstellungen, im Dateisystem liegen die Uploads mit allen Medien, die Themes, die Plugins sowie die Konfigurationsdateien wp-config.php und .htaccess. Das Support-Handbuch von WordPress.org beschreibt unter dem Stichwort WordPress Backups genau diese Zweiteilung und hält fest, dass eine vollständige Sicherung beide Bestandteile umfassen muss. Fehlt die Datenbank, bleibt eine leere Hülle übrig; fehlen die Uploads, steht die Website ohne Bilder da.
Zur Wahl stehen drei Wege. Der manuelle Weg führt über einen Datenbank-Export in phpMyAdmin und einen Dateidownload per FTP, kostet jedes Mal Zeit und wird deshalb erfahrungsgemäß selten durchgehalten. Der zweite Weg ist die Sicherung des Hosters, bequem und ohne Last für die Website, dafür aber meist auf derselben Infrastruktur gespeichert und in Takt wie Aufbewahrung kaum steuerbar. Der dritte Weg ist das Plugin, das beide Hälften automatisch packt, an ein Ziel Ihrer Wahl überträgt und die Wiederherstellung selbst übernimmt.
Wie oft gesichert werden muss, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern ergibt sich aus dem Schutzbedarf. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik behandelt diese Frage im IT-Grundschutz-Kompendium im Baustein zum Datensicherungskonzept und leitet Sicherungstakt, Aufbewahrungsdauer und die Pflicht zum regelmäßigen Wiederherstellungstest aus dem Wert der Daten ab. Übertragen auf WordPress heißt das: Eine Unternehmensseite mit vier Änderungen im Jahr braucht andere Intervalle als ein Shop mit hundert Bestellungen am Tag.
Hinzu kommt die rechtliche Seite. Artikel 32 Absatz 1 Buchstabe c der Datenschutz-Grundverordnung verlangt von Verantwortlichen die Fähigkeit, die Verfügbarkeit personenbezogener Daten und den Zugang zu ihnen bei einem Zwischenfall rasch wiederherzustellen. Sobald über Ihre Website Kontaktformulare, Kommentare, Konten oder Bestellungen laufen, ist eine funktionierende Sicherung damit keine Fleißaufgabe mehr, sondern Teil der geforderten technischen Maßnahmen.
Nicht jede Website braucht deshalb sofort eine Lizenz. Eine reine Informationsseite ohne Formular, die zweimal im Jahr angefasst wird, fährt mit der Sicherung des Hosters und einem gelegentlichen manuellen Export durchaus sicher. Der folgende Test zeigt, ab wann sich der Schritt zum eigenen Plugin rechnet.
- Inhalte: Auf Ihrer Website entstehen laufend neue Inhalte, Bestellungen oder Kundendaten, deren Verlust echte Arbeit kostet.
- Hoster: Ihr Hosting-Tarif sichert gar nicht, nur unregelmäßig oder ausschließlich auf derselben Infrastruktur wie die Website.
- Zugriff: Eine Wiederherstellung müssten Sie beim Support beantragen, statt sie selbst und sofort auszulösen.
- Speicherort: Sie brauchen ein Sicherungsziel außerhalb des Servers, im besten Fall in einem Rechenzentrum innerhalb der EU.
- Umfang: Gesichert werden soll nicht nur die Datenbank, sondern auch Uploads, Themes, Plugins und eigene Anpassungen.
- Pflichten: Über Ihre Website laufen personenbezogene Daten, und Sie müssen deren Verfügbarkeit nach Artikel 32 DSGVO nachweisen können.
- Anzahl: Sie betreuen mehrere Installationen und wollen Zeitplan, Aufbewahrung und Erfolgsmeldungen an einer Stelle steuern.
Trifft nur einer dieser Punkte zu, kommen Sie eine Weile mit der Sicherung Ihres Hosters und einem gelegentlichen manuellen Export aus. Ab drei Treffern kippt die Rechnung: Der Aufwand für eine saubere Einrichtung liegt bei ein bis zwei Stunden, der Wiederaufbau einer verlorenen Website ohne brauchbare Sicherung kostet Tage und im Shop zusätzlich Umsatz.
Diese 7 Probleme löst ein Backup-Plugin

Ein Backup-Plugin schließt sieben typische Lücken: ein Update zerlegt die Seite, ein Hack schleust Schadcode ein, etwas wird versehentlich gelöscht, die Sicherung des Hosters liegt auf demselben Server, die Wiederherstellung dauert Tage, ein Umzug steht ohne Netz an, und bei personenbezogenen Daten fehlt der Nachweis der Verfügbarkeit.
Wo eine Erweiterung tatsächlich hilft, zeigt sich weniger an Funktionslisten als an den Situationen, in denen Betreiber sie zum ersten Mal vermissen. Die folgenden sieben Fälle tauchen in Support-Foren und Agenturalltag immer wieder auf, und in jedem einzelnen entscheidet allein die Frage, ob eine vollständige und rückspielbare Kopie existiert.
Auffällig ist dabei, wie selten technisches Versagen die Ursache bildet. Weit häufiger sind ein unbedacht gestarteter Aktualisierungslauf, ein überschriebenes Template oder ein Konto, das wegen einer offenen Rechnung gesperrt wurde. Ein Backup wirkt in all diesen Fällen gleich, weil die Ursache für den Weg zurück keine Rolle spielt.
Ein aktualisiertes Plugin verträgt sich nicht mit dem Theme, und die Seite zeigt nur noch eine leere Fläche. Mit einer Sicherung unmittelbar vor dem Update ist der alte Stand in Minuten zurück, statt dass Sie im Quelltext nach der Ursache suchen.
Eingeschleuster Schadcode versteckt sich in Themes, Plugins und der Datenbank zugleich. Eine saubere Sicherung aus der Zeit vor dem Einbruch ist der einzige verlässliche Weg zurück, weil das Entfernen einzelner Fundstellen selten vollständig gelingt.
Ein Beitrag landet im Papierkorb, ein Theme-Template wird direkt im Editor überschrieben, eine Mediendatei verschwindet beim Aufräumen. Ein Backup mit Teil-Wiederherstellung holt genau diesen einen Bestandteil zurück, ohne die restliche Website anzufassen.
Hoster-Backups und lokale Archive im Ordner wp-content teilen das Schicksal der Website. Fällt der Server aus, verschlüsselt Ransomware das Verzeichnis oder sperrt der Anbieter das Konto, verschwindet die Kopie mit dem Original.
Ohne eigenes Plugin läuft der Restore über ein Ticket beim Hoster, über FTP-Uploads und einen Datenbank-Import von Hand. Ein Ein-Klick-Restore oder ein eigenständiges Wiederherstellungsskript drückt diese Zeit auf Minuten.
Beim Wechsel des Hosters oder der Domain müssen Dateien, Datenbank, URLs und Pfade zusammen umziehen. Plugins mit Migrationsfunktion packen die Installation in ein Archiv und spielen sie am neuen Ort samt Anpassung der Adressen wieder aus.
Wer Kontaktformulare, Kundenkonten oder Bestellungen verarbeitet, muss die Verfügbarkeit dieser Daten sicherstellen. Ein dokumentierter Zeitplan mit Erfolgsmeldungen liefert genau den Nachweis, den Artikel 32 der DSGVO verlangt.
Welche Arten von Backup-Plugins stehen zur Wahl?

Der Markt teilt sich in sieben Typen: reines Backup-Plugin, Backup mit Migration, Backup-Dienst mit Connector-Plugin, Management-Plattform mit Backup-Funktion, Echtzeit-Sicherung für Shops, reines Datenbank-Backup sowie die Sicherung durch Hoster oder Verwaltungspanel. Quer dazu liegen die Sicherungsarten voll, inkrementell und differenziell.
Weil unter demselben Suchbegriff sehr unterschiedliche Produkte auftauchen, lohnt eine Sortierung vor dem Anbietervergleich. Ein Plugin, das ausschließlich die Datenbank exportiert, erfüllt eine andere Aufgabe als eine Plattform, über die eine Agentur achtzig Kundenseiten verwaltet, auch wenn beide mit dem Wort Backup werben.
Neben dem Produkttyp entscheidet die Sicherungsart über Laufzeit und Speicherbedarf. Ein Vollbackup kopiert bei jedem Lauf den gesamten Bestand und ist am einfachsten zurückzuspielen, weil ein einziges Archiv genügt. Ein inkrementelles Backup überträgt nur die Änderungen seit dem letzten Lauf und hält damit Serverlast und Speicherverbrauch klein, braucht für die Wiederherstellung aber das letzte Vollbackup samt aller Zuwächse. Ein differenzielles Backup liegt dazwischen und sichert alles, was sich seit dem letzten Vollbackup geändert hat.
Die zweite Grundsatzfrage betrifft den Zuschnitt: alles aus einer Oberfläche oder für jede Aufgabe das passende Werkzeug. Beide Wege haben in der Praxis ihre Berechtigung, unterscheiden sich aber deutlich in Aufwand, Kosten und Ausfallsicherheit.
Sichert Datenbank und Dateien nach Zeitplan und schiebt die Archive an ein Ziel Ihrer Wahl. Die Gratisversionen aus dem Verzeichnis von WordPress.org decken diesen Kern meist vollständig ab und passen für einzelne Websites mit überschaubarem Umfang.
Verbindet die Sicherung mit dem Klonen auf einen anderen Server oder eine andere Domain, samt Anpassung von URLs, Pfaden und Datenbankpräfix. Sinnvoll bei Relaunch, Hosterwechsel und für alle, die regelmäßig zwischen lokaler Entwicklung und Live-Seite umziehen.
Die eigentliche Arbeit läuft beim Anbieter, das Plugin stellt nur die Verbindung her. Der Vorteil liegt darin, dass Packen und Speichern den Webserver kaum belasten und die Archive im Speicher des Dienstes liegen, meist mit Aufbewahrung und Ein-Klick-Restore.
Ein Dashboard für viele Installationen, in dem Updates, Überwachung und Sicherung zusammenlaufen. Für Agenturen und Freelancer mit Wartungsverträgen die naheliegende Wahl, wobei die Backup-Funktion je nach Tarif enthalten oder kostenpflichtiges Zusatzmodul ist.
Erfasst jede Bestellung und jede Bestandsänderung im Moment des Entstehens, statt nur einmal täglich zu sichern. Für WooCommerce-Projekte mit laufenden Transaktionen der einzige Weg, den möglichen Datenverlust auf wenige Minuten zu begrenzen.
Sichert ausschließlich die MySQL-Datenbank, dafür ressourcenschonend und oft mit Optimierungs- und Reparaturfunktionen. Als alleinige Absicherung ungeeignet, als schnelle Ergänzung vor Datenbankeingriffen oder neben einem Dateibackup durchaus sinnvoll.
Die Sicherung kommt vom Hosting-Anbieter oder aus dem Verwaltungspanel des Servers, ganz ohne Plugin. Bequem und ohne Last für die Website, dafür selten ausgelagert, in Takt und Aufbewahrung kaum steuerbar und beim Anbieterwechsel nicht mitnehmbar.
- Eine Erweiterung deckt Backup, Umzug und Wiederherstellung gemeinsam ab
- Einrichtung in einer einzigen Oberfläche, nur ein Update-Strang zu pflegen
- Das Packen läuft auf dem eigenen Webserver und kostet dort Rechenzeit
- Bei Ausfall der Website ist auch die Bedienoberfläche der Sicherung weg
- Jede Aufgabe übernimmt das Werkzeug, das sie am besten beherrscht
- Das Packen und Speichern läuft beim Dienst und entlastet den Webserver
- Die Archive bleiben erreichbar, auch wenn WordPress selbst nicht mehr startet
- Mehrere Verträge, mehrere Oberflächen und in Summe höhere laufende Kosten
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

Entscheidend sind acht Kriterien: Speicherort und Datenschutz, die Wiederherstellung in allen drei Ausbaustufen, Sicherungsart und Takt, der Umfang samt Multisite, der Ressourcenbedarf auf dem Hosting, Benachrichtigung und Automatisierung, die Skalierbarkeit im Agenturbetrieb sowie Preis, Speicherkosten und Support.
Obwohl nahezu jedes Plugin damit wirbt, Datenbank und Dateien zu sichern, liegen die Unterschiede woanders. Der Speicherort ist im deutschsprachigen Markt das stärkste Unterscheidungsmerkmal, weil ein Archiv regelmäßig personenbezogene Daten aus Kommentaren, Konten und Bestellungen enthält. Landet dieses Archiv bei einem Dienst außerhalb der Europäischen Union, kommen ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung und die Frage nach der Grundlage für den Drittlandtransfer ins Spiel. Ein Ziel innerhalb der EU oder ein eigener Speicher vereinfacht diese Prüfung erheblich, ersetzt sie im Einzelfall aber nicht.
Fast ebenso wichtig ist der Weg zurück, und zwar in drei Ausbaustufen. Die erste ist der Ein-Klick-Restore aus dem Backend, die zweite ein eigenständiges Wiederherstellungsskript für den Fall, dass WordPress selbst nicht mehr startet, die dritte die gezielte Rückholung einzelner Dateien oder Datenbanktabellen. Wer nur auf die Zahl der unterstützten Speicherziele schaut, übersieht genau die Funktion, auf die im Ernstfall alles ankommt.
Die übrigen Kriterien entscheiden darüber, ob die Sicherung im Alltag durchhält. Dazu zählen die Frage, ob der Hosting-Tarif das Packen großer Dateimengen überhaupt verkraftet, ob jeder Lauf eine Rückmeldung erzeugt und ob sich die Lizenz auf die Zahl der betreuten Websites rechnen lässt. Prüfen Sie diese acht Punkte, bevor Sie ein Budget freigeben.
Ein Backup enthält in aller Regel personenbezogene Daten aus Kommentaren, Konten und Bestellungen. Damit wird der Speicherort zur Datenschutzfrage: Liegt das Archiv bei einem Dienst außerhalb der EU, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO und eine tragfähige Grundlage für den Drittlandtransfer. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Ziele das Plugin überhaupt unterstützt.
Eine Sicherung ist nur so viel wert wie der Weg zurück. Entscheidend sind drei Dinge: ob der Restore mit einem Klick aus dem Backend läuft, ob ein eigenständiges Wiederherstellungsskript existiert, wenn WordPress gar nicht mehr startet, und ob sich einzelne Dateien oder Tabellen gezielt zurückholen lassen.
Aus der Frage, wie viel Arbeit im Ernstfall verloren gehen darf, ergibt sich der nötige Takt. Ein Vollbackup pro Woche genügt einer statischen Unternehmensseite, ein Shop mit laufenden Bestellungen braucht stündliche oder fortlaufende Sicherung. Inkrementelle Verfahren halten dabei Laufzeit und Speicherbedarf klein.
Vollständig ist eine Sicherung erst mit Datenbank und allen Dateien, also Uploads, Themes, Plugins, eigenen Anpassungen sowie wp-config.php und .htaccess. Achten Sie außerdem darauf, ob das Plugin Multisite-Netzwerke beherrscht und wie es mit sehr großen Mediatheken umgeht.
Das Packen großer Dateimengen kostet Arbeitsspeicher und Laufzeit, beides ist auf gemeinsam genutztem Hosting knapp bemessen. Bricht ein Lauf regelmäßig ab, liegt das selten am Plugin und meist an den Grenzen des Tarifs. Verfahren, die in kleinen Abschnitten arbeiten oder das Packen auslagern, umgehen dieses Problem.
Eine Sicherung, die niemand überwacht, ist eine Sicherung auf Verdacht. Brauchbare Plugins melden jeden Lauf per E-Mail oder in ein Chat-Werkzeug, unterscheiden dabei zwischen Erfolg und Fehlschlag und räumen alte Stände nach den eingestellten Aufbewahrungsregeln selbst auf.
Wer zwanzig Kundenseiten betreut, will Zeitpläne, Aufbewahrung und Erfolgsmeldungen an einer Stelle steuern statt zwanzigmal einzeln. Entscheidend sind ein zentrales Dashboard, Sammelberichte für Kunden und eine Lizenz, die nach Anzahl der Websites gestaffelt ist statt je Installation neu gekauft zu werden.
Der Lizenzpreis ist selten die ganze Rechnung. Hinzu kommen Cloud-Speicher, Datenvolumen bei jedem Lauf und die Verlängerung nach dem ersten, oft rabattierten Jahr. Prüfen Sie außerdem, in welcher Sprache und zu welchen Zeiten der Support antwortet, denn genau daran hängt der Ernstfall.
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Wie Sie ein Backup-Plugin erfolgreich einführen

Die Einführung läuft in sechs Phasen: Schutzbedarf klären, Plugin und Speicherziel wählen, einrichten und erstes Vollbackup erzeugen, den Restore auf einer Testumgebung proben, Zeitplan und Aufbewahrung scharf stellen und danach in die Routine mit Quartalscheck übergehen. Zusammen dauert das etwa eine Arbeitswoche, verteilt über wenige Stunden.
Weil die Einrichtung technisch in einer halben Stunde erledigt ist, wird der Rest der Einführung gern übersprungen. Genau dort entstehen jedoch die Lücken, die im Schadensfall auffallen: ein Takt, der nicht zur Änderungsfrequenz passt, eine Aufbewahrung von drei Tagen oder ein Archiv, das noch nie jemand geöffnet hat.
Die vierte Phase ist der wichtigste Einzelschritt des gesamten Vorhabens. Erst wenn ein Archiv auf einer Staging-Kopie vollständig zurückgespielt worden ist und die Startseite, der Login, die Formulare und die Medien danach funktionieren, gilt die Sicherung als brauchbar. Das IT-Grundschutz-Kompendium des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik führt diesen Wiederherstellungstest im Baustein zum Datensicherungskonzept ausdrücklich als wiederkehrende Aufgabe auf, nicht als einmalige Abnahme.
Nehmen Sie sich beim ersten Durchlauf die Zeit, die benötigte Dauer zu stoppen. Dieser Wert ist Ihre tatsächliche Ausfallzeit im Ernstfall, und er fällt fast immer länger aus als geschätzt.
Schutzbedarf klären
Am Anfang steht die Frage, wie viel Arbeit verloren gehen darf und wie lange ein Ausfall dauern darf. Aus diesen beiden Werten, in der Fachsprache RPO und RTO, ergeben sich Sicherungstakt und Anforderungen an die Wiederherstellung.
Plugin und Speicherziel wählen
Erst wenn der Bedarf feststeht, lohnt der Blick auf konkrete Anbieter. Das Speicherziel wird dabei zuerst entschieden, weil davon abhängt, welche Plugins überhaupt in Frage kommen.
Einrichten und erstes Vollbackup
Die Ersteinrichtung umfasst Zugangsdaten zum Speicherziel, Ausschlusslisten und ein erstes vollständiges Backup. Dieser erste Lauf zeigt zugleich, ob der Hosting-Tarif die nötige Laufzeit und den Arbeitsspeicher hergibt.
Restore auf einer Testumgebung proben
Der wichtigste Einzelschritt der gesamten Einführung: Das eben erzeugte Archiv wird auf einer Staging-Kopie zurückgespielt und das Ergebnis geprüft. Erst danach gilt die Sicherung als brauchbar.
Zeitplan und Aufbewahrung scharf stellen
Jetzt werden Takt, Aufbewahrungsdauer und Benachrichtigung auf den ermittelten Schutzbedarf eingestellt. Ein zweites, unabhängiges Speicherziel schließt an dieser Stelle die Lücke, die ein einzelner Dienst offen lässt.
Routine und Quartalscheck
Im laufenden Betrieb genügt die Kontrolle der Erfolgsmeldungen, ergänzt um eine wiederkehrende Probe. Einmal im Quartal wird ein Restore erneut getestet, weil sich Website, Hosting und Plugin im Lauf der Zeit verändern.
Die häufigsten Fehler bei der Einführung

Die teuersten Fehler sind ein nie geprobter Restore, Archive auf demselben Server, eine Sicherung ohne Dateien, ein Takt, der nicht zur Änderungsfrequenz passt, eine zu kurze Aufbewahrung, fehlende Benachrichtigungen und ein Speicherziel, das volläuft oder dessen Zugang abgelaufen ist.
Während die Einrichtung selbst kaum Fehler zulässt, entstehen die Probleme in den Einstellungen danach. Sieben Muster tauchen dabei so regelmäßig auf, dass sie sich zu einer Prüfliste zusammenfassen lassen. Jedes einzelne führt zum selben Ergebnis: Zum Zeitpunkt des Schadens existiert zwar eine Sicherung, sie hilft aber nicht.
Besonders tückisch ist die zu kurz eingestellte Aufbewahrung. Eingeschleuster Schadcode bleibt häufig wochenlang unentdeckt, weil die Website weiterhin normal aussieht und erst Suchmaschinen oder Besucher Alarm schlagen. Wer nur die letzten drei Stände behält, hat dann ausschließlich verseuchte Archive zur Auswahl. Ein monatlicher Stand, der dauerhaft archiviert wird, kostet wenig Speicher und löst genau dieses Problem.
Die Sicherung läuft seit Monaten, doch niemand hat je versucht, sie zurückzuspielen. Ob das Archiv vollständig ist und ob der Hosting-Tarif den Restore überhaupt durchhält, zeigt sich dann ausgerechnet im Ernstfall.
Archive im Ordner wp-content sind schnell eingerichtet und bei Serverausfall, Ransomware oder gesperrtem Konto genauso schnell weg. Die Kopie teilt jedes Risiko mit dem Original.
Reine Datenbank-Backups laufen schnell und wiegen wenig, lassen aber Uploads, Themes, Plugins und eigene Anpassungen außen vor. Die wiederhergestellte Website hat dann zwar alle Texte, aber keine Bilder und kein Layout.
Ein wöchentliches Backup bei täglich neuen Beiträgen oder ein tägliches bei laufenden Bestellungen bedeutet im Schadensfall den Verlust von Tagen oder Stunden voller Arbeit. Der Takt wird häufig einmal gesetzt und nie wieder angefasst.
Wer nur die letzten drei Stände behält, hat nach einem unentdeckten Einbruch ausschließlich verseuchte Archive. Manipulierte Inhalte fallen oft erst Wochen später auf, wenn Suchmaschinen oder Besucher Alarm schlagen.
Abgebrochene Läufe bleiben ohne Meldung unbemerkt, und das Backup-Menü zeigt weiterhin den alten, erfolgreichen Stand. Auffallen wird die Lücke erst in dem Moment, in dem die Sicherung gebraucht wird.
Cloud-Kontingente laufen voll, Zugangstoken verlieren nach einiger Zeit ihre Gültigkeit, und ein geändertes Passwort am FTP-Server kappt die Verbindung. Das Plugin meldet dann Fehler, an denen es selbst nichts ändern kann.
Was kostet ein Backup-Plugin wirklich?

Gratisversionen decken den Grundbedarf einer einzelnen Website ab. Einzellizenzen liegen überwiegend zwischen 35 und 100 Euro im Jahr, Agenturlizenzen für zehn bis hundert Websites zwischen rund 130 und 560 Euro. Backup-Dienste mit eigenem Speicher rechnen ab etwa 2 Euro je Website und Monat ab, mit Echtzeit-Sicherung deutlich darüber.
Weil im Feld drei völlig unterschiedliche Preismodelle nebeneinander bestehen, führt ein Vergleich reiner Listenpreise in die Irre. Die Jahreslizenz eines Plugins, die Staffellizenz nach Anzahl der Websites und die monatliche Abrechnung eines Dienstes je Website lassen sich erst vergleichen, wenn Sie alles auf dieselbe Bezugsgröße umrechnen, also auf Kosten je Website und Jahr.
Die vier folgenden Stufen fassen zusammen, was die 54 geprüften Anbieter im September 2026 tatsächlich verlangen. Viele Hersteller rechnen dabei in US-Dollar ab, weshalb die daraus abgeleiteten Eurobeträge dem jeweiligen Tageskurs folgen und sich im Lauf eines Jahres spürbar verschieben können.
Auffällig ist der Abstand zwischen Einstiegs- und Verlängerungspreis. Mehrere Anbieter werben mit einem deutlich rabattierten ersten Jahr und heben den Betrag danach an, teilweise auf das Doppelte. Ebenso regelmäßig unterschätzt wird der Speicher: Wer sein Archiv beim Anbieter ablegt, zahlt oberhalb eines Freikontingents pro Gigabyte, und eine gewachsene Mediathek füllt dieses Kontingent schneller, als die Planung vermuten lässt.
Mehrere weit verbreitete Plugins aus dem Verzeichnis von WordPress.org sichern Datenbank und Dateien, bringen einen Zeitplan mit und spielen vollständig zurück. Die Grenzen liegen bei inkrementellen Sicherungen, Multisite, Ein-Klick-Restore auf fremde Server und beim Support, der über ein öffentliches Forum läuft.
Lizenzen für eine bis zwei Websites bewegen sich überwiegend zwischen 35 und 100 Euro im Jahr, inklusive Updates und herstellereigenem Support. Einige Anbieter verlangen für eine Lifetime-Lizenz einen einmaligen Betrag, der etwa dem Sieben- bis Achtfachen der Jahresgebühr entspricht.
Staffellizenzen für zehn bis hundert Websites liegen je nach Anbieter zwischen rund 130 und 560 Euro im Jahr. Auf die einzelne Website gerechnet ist dieses Modell für Agenturen fast immer günstiger als ein Dienst, der je Website und Monat abrechnet.
Dienste mit eigenem Speicher beginnen bei rund 2 Euro je Website und Monat für eine tägliche Sicherung. Echtzeit-Sicherung für Shops, längere Aufbewahrung und größere Speicherkontingente treiben den Preis auf etwa 20 Euro und darüber.
Der Lizenzpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Hinzu kommen Cloud-Speicher und Datenvolumen bei jedem Lauf, die Verlängerung nach dem oft rabattierten ersten Jahr, zusätzliche Serverlast auf kleinen Hosting-Tarifen und vor allem die Arbeitszeit für Einrichtung, Kontrolle und die vierteljährliche Restore-Probe. Rechnen Sie ein bis zwei Stunden für die Einrichtung und eine halbe Stunde je Quartalscheck ein. Aus US-Dollar abgeleitete Eurobeträge folgen dem Tageskurs vom 21. September 2026 und verschieben sich mit dem Wechselkurs.
1 Was gehört neben den Dateien zwingend in ein vollständiges WordPress-Backup? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Was besagt die 3-2-1-Regel? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Warum reicht eine Sicherung auf demselben Webserver nicht aus? Aufklappen ↓
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4 Was verlangt Artikel 32 der DSGVO im Hinblick auf Backups? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Was unterscheidet ein inkrementelles Backup von einem Vollbackup? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Backup-Begriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um WordPress-Backups, Speicherziele und Wiederherstellung, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Backup (Datensicherung)
Ein Backup ist eine Kopie von Daten, die unabhängig vom Original aufbewahrt wird und dieses nach Verlust oder Beschädigung ersetzt. Bei WordPress umfasst eine vollständige Sicherung immer die Datenbank und sämtliche Dateien der Installation. Eine Kopie allein am selben Ort gilt fachlich nicht als Sicherung.
- Vollbackup
Ein Vollbackup kopiert bei jedem Lauf den kompletten Bestand aus Datenbank und Dateien. Der Vorteil liegt in der Wiederherstellung, weil ein einziges Archiv genügt. Der Nachteil sind Laufzeit, Serverlast und Speicherbedarf, die bei großen Medienbibliotheken spürbar steigen.
- Inkrementelles Backup
Ein inkrementelles Backup überträgt nur die Änderungen seit dem letzten Sicherungslauf. Dadurch sinken Dauer und Speicherverbrauch erheblich, was auf gemeinsam genutztem Hosting den Ausschlag geben kann. Für die Wiederherstellung werden das letzte Vollbackup und alle darauf folgenden Zuwächse benötigt.
- Differenzielles Backup
Ein differenzielles Backup sichert alle Änderungen seit dem letzten Vollbackup, nicht nur seit dem letzten Lauf. Die Archive wachsen dadurch mit jedem Tag, die Wiederherstellung braucht aber nur zwei Teile: das Vollbackup und die jüngste Differenz.
- Datenbank-Dump
Ein Datenbank-Dump ist der Export einer MySQL-Datenbank in eine Textdatei mit SQL-Anweisungen. Bei WordPress enthält er Beiträge, Seiten, Kommentare, Nutzerkonten und Einstellungen. Ohne die zugehörigen Dateien aus wp-content bleibt ein Dump allein jedoch nur der halbe Wiederaufbau.
- wp-content
Der Ordner wp-content enthält alle Inhalte, die nicht zum WordPress-Kern gehören: Uploads mit Bildern und Dokumenten, Themes, Plugins und eigene Anpassungen. Fehlt dieses Verzeichnis in der Sicherung, steht die wiederhergestellte Website ohne Medien und ohne Erweiterungen da.
- wp-config.php
In der Datei wp-config.php stehen die Zugangsdaten zur Datenbank, die Sicherheitsschlüssel und individuelle Konstanten einer Installation. Die Datei gehört in jede vollständige Sicherung, weil eine Wiederherstellung ohne sie zusätzliche Handarbeit erfordert. Wegen der enthaltenen Zugangsdaten sollte das Archiv verschlüsselt abgelegt werden.
- Restore (Wiederherstellung)
Ein Restore spielt eine gesicherte Version zurück auf den Server, sodass die Website wieder ihren früheren Zustand erreicht. Viele Plugins erledigen das über eine Schaltfläche im Backend. Erst ein einmal geprobter Restore beweist, dass eine Sicherung tatsächlich brauchbar ist.
- Rollback
Ein Rollback setzt einen einzelnen Bestandteil auf einen früheren Stand zurück, etwa ein fehlerhaft aktualisiertes Plugin oder Theme. Anders als ein vollständiger Restore bleibt der Rest der Website unangetastet. Manche Backup-Erweiterungen verbinden beides und erlauben die Rückkehr einzelner Dateien oder Tabellen.
- Migration
Eine Migration überträgt eine komplette WordPress-Installation auf einen anderen Server oder eine andere Domain. Technisch entspricht der Vorgang einem Restore an neuem Ort, ergänzt um das Anpassen von URLs, Pfaden und Datenbankpräfix. Viele Backup-Plugins bringen diese Funktion mit und ersparen ein zweites Werkzeug.
- Staging
Eine Staging-Umgebung ist eine Kopie der Website, auf der Updates und Änderungen gefahrlos getestet werden. Erst nach erfolgreichem Test wandert der Stand auf die Live-Seite. Für die Restore-Probe ist Staging der richtige Ort, weil dabei nichts im laufenden Betrieb kaputtgehen kann.
- 3-2-1-Regel
Die 3-2-1-Regel verlangt drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medien, davon eine an einem anderen Ort. Für WordPress bedeutet das: die Live-Website, eine Sicherung beim Hoster und ein ausgelagertes Archiv. Erst die dritte, räumlich getrennte Kopie schützt vor Serverausfall und Ransomware.
- RPO (Recovery Point Objective)
Der Recovery Point Objective beschreibt, wie viel Datenverlust im Ernstfall hinnehmbar ist, gemessen in Zeit. Ein RPO von 24 Stunden bedeutet, dass die Arbeit eines Tages verloren gehen darf. Aus diesem Wert leitet sich unmittelbar der nötige Sicherungstakt ab.
- RTO (Recovery Time Objective)
Der Recovery Time Objective gibt an, wie lange die Wiederherstellung dauern darf, bis die Website wieder läuft. Ein Shop verträgt hier weniger Zeit als eine Unternehmensvisitenkarte. Ein-Klick-Restore und ein eigenständiges Wiederherstellungsskript drücken diesen Wert spürbar.
- Offsite-Speicher
Ein Offsite-Speicher liegt außerhalb des Webservers, auf dem die Website läuft. Typische Ziele sind Google Drive, Dropbox, Amazon S3, eine Nextcloud, ein eigener FTP-Server oder eine Storage Box in einem Rechenzentrum. Nur diese Trennung schützt, wenn der Server selbst ausfällt oder kompromittiert wird.
- Retention (Aufbewahrungsdauer)
Die Retention legt fest, wie viele Sicherungsstände wie lange aufbewahrt werden, bevor ältere Archive automatisch gelöscht werden. Eine zu kurze Aufbewahrung ist gefährlich, weil manipulierte Inhalte oft erst Wochen später auffallen. Dann sind alle verbliebenen Sicherungen bereits verseucht.
- WP-Cron
WP-Cron ist die interne Zeitsteuerung von WordPress, die geplante Aufgaben ausführt, sobald jemand die Website aufruft. Bei wenig besuchten Seiten laufen Sicherungen deshalb verspätet oder gar nicht. Ein echter Server-Cronjob oder ein externer Auslöser macht den Zeitplan zuverlässig.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung regelt, unter welchen Bedingungen ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet. Wer Backups mit Kundendaten bei einem externen Anbieter ablagert, braucht einen solchen Vertrag. Bei Zielen außerhalb der EU kommt die Frage des Drittlandtransfers hinzu.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um WordPress-Backups, Speicherorte und die Wiederherstellung, kurz und anbieterneutral beantwortet.
Was ist ein WordPress-Backup-Plugin?
Ein WordPress-Backup-Plugin ist eine Erweiterung, die Datenbank, Dateien, Themes, Plugins und Uploads einer Website automatisch sichert und im Ernstfall wieder zurückspielt. Die Erweiterung plant die Sicherungen nach einem Zeitplan, lagert die Archive auf einen externen Speicher aus und meldet Erfolg oder Fehlschlag per E-Mail. Damit ersetzt das Plugin das manuelle Kopieren über FTP und den Datenbank-Export über phpMyAdmin, den viele Betreiber ohnehin nur unregelmäßig erledigen.
Brauche ich ein Backup-Plugin, wenn mein Hoster schon sichert?
In den meisten Fällen ja, weil Hoster-Backups auf derselben Infrastruktur liegen wie die Website und sich oft nur eingeschränkt selbst zurückspielen lassen. Ein eigenes Plugin liefert einen zweiten, unabhängigen Satz Sicherungen an einem anderen Ort und gibt Ihnen die Kontrolle über Takt, Umfang und Aufbewahrung. Genau diese Unabhängigkeit verlangt die verbreitete 3-2-1-Regel, und sie hilft auch dann, wenn Sie den Hoster wechseln oder das Hosting-Konto gesperrt wird.
Wie oft sollte ich meine WordPress-Website sichern?
Der Sicherungstakt richtet sich danach, wie viel Arbeit Sie im Ernstfall verlieren dürfen. Eine Website mit wenigen Änderungen im Monat kommt mit einer wöchentlichen Sicherung aus, ein Blog mit täglichen Beiträgen braucht ein tägliches Backup, und ein Onlineshop mit laufenden Bestellungen eine Sicherung im Stundentakt oder in Echtzeit. Vor jedem größeren Update gehört zusätzlich ein eigenes Backup dazu, weil genau dort die meisten Ausfälle entstehen.
Wo werden WordPress-Backups gespeichert?
Sinnvoll ist immer ein Speicherort außerhalb des eigenen Webservers. Die Plugins legen Sicherungen wahlweise lokal im Ordner wp-content ab oder übertragen sie an ein externes Ziel wie Google Drive, Dropbox, Amazon S3, eine Nextcloud, einen eigenen FTP-Server oder eine Storage Box in einem EU-Rechenzentrum. Eine Kopie allein auf demselben Server ist bei Serverausfall, Ransomware oder gesperrtem Hosting-Konto wertlos, weil sie mit verloren geht.
Sind WordPress-Backups DSGVO-konform?
Backups sind nicht nur erlaubt, sondern nach Artikel 32 Absatz 1 Buchstabe c der Datenschutz-Grundverordnung sogar geboten, denn Verantwortliche müssen die Verfügbarkeit und die rasche Wiederherstellbarkeit personenbezogener Daten sicherstellen. Der kritische Punkt ist der Speicherort: Liegt das Archiv bei einem Dienst außerhalb der EU, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 und eine tragfähige Grundlage für den Drittlandtransfer. Ein Speicherziel in der EU vereinfacht die Sache spürbar, ersetzt aber keine rechtliche Prüfung im Einzelfall.
Wie stelle ich eine WordPress-Website aus einem Backup wieder her?
Die Wiederherstellung startet bei den meisten Plugins mit einer Schaltfläche im Backup-Menü, die das gewählte Archiv entpackt und Datenbank sowie Dateien zurückschreibt. Läuft WordPress selbst nicht mehr, hilft ein eigenständiges Wiederherstellungsskript, das Sie zusammen mit dem Archiv per FTP hochladen und direkt im Browser aufrufen. Proben Sie diesen Ablauf einmal auf einer Testumgebung, solange nichts brennt, denn ein ungeprüfter Restore ist im Ernstfall die teuerste Überraschung.
Sind kostenlose WordPress-Backup-Plugins gut genug?
Für eine einzelne, überschaubare Website reicht der kostenlose Umfang in vielen Fällen aus. Mehrere weit verbreitete Plugins bieten in ihrer Gratisversion einen Zeitplan, mindestens ein externes Speicherziel und eine vollständige Wiederherstellung. Die Grenzen liegen meist bei inkrementellen Sicherungen, bei Multisite-Netzwerken, beim Ein-Klick-Restore auf einen anderen Server, bei der Verschlüsselung und beim Support, der in der Gratisvariante über ein öffentliches Forum läuft.
Was kostet ein WordPress-Backup-Plugin?
Kostenlose Versionen decken den Grundbedarf einer einzelnen Website ab. Kostenpflichtige Einzellizenzen für eine bis zwei Websites liegen im DACH-Markt überwiegend zwischen 35 und 100 Euro pro Jahr, Lizenzen für Agenturen mit vielen Kundenseiten zwischen rund 130 und 560 Euro pro Jahr. Backup-Dienste mit eigenem Speicher rechnen dagegen pro Website und Monat ab, üblich sind etwa 2 bis 20 Euro, wobei Speicherplatz, Aufbewahrungsdauer und Echtzeit-Sicherung den Preis nach oben treiben. Aus US-Dollar abgeleitete Eurobeträge folgen dem Tageskurs vom 21. September 2026.
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