Eine Tonne Kali kostet in diesem Sommer 336 Euro. Der Düngerkonzern K+S hob am 12. August sein Gewinnziel an, während Deutschlands Getreideernte auf 37,5 Millionen Tonnen fällt. Zwischen beiden Zahlen liegt ein Salz, das vor rund 250 Millionen Jahren im Zechsteinmeer auskristallisierte.

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Landwirte zwischen Ostsee und Alpen rechnen gerade nach, wie viel Nährstoff sie sich im Herbst noch leisten. Kalium steuert den Wasserhaushalt der Pflanze, also genau die Eigenschaft, an der die Ernte 2026 gescheitert ist. Ein Sparkurs beim Dünger kostet den Ertrag des nächsten Jahres.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Länder, zwei Drittel: Kanada, Russland und China förderten 2025 zusammen rund 64 Prozent der weltweiten 49 Millionen Tonnen Kaliumoxid. Deutschland kam auf 3,0 Millionen Tonnen.
  • Kein Ersatz möglich: Für Kalium existiert nach Einschätzung des US-Geologischen Dienstes kein Substitut, weder als Pflanzennährstoff noch in der Ernährung von Tier und Mensch.
  • Zölle bis 430 Euro: Die EU belegt russische und belarussische Düngemittel seit Juli 2025 mit einer Zollstaffel, die bis Juli 2028 auf 430 Euro je Tonne steigt.
  • Ein Cent im Korn: Rechnerisch stecken rund 0,97 Cent Dünger in einem Kilogramm Brotweizen, für den der Handel im August 2026 19,14 Cent zahlte.

Bluff oder Wissen? Der Kali-Check

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Kali: fünf Fragen zum Salz hinter der Ernte
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1 Seit wann stellt jemand planmäßig Kaliumchlorid her? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Die Bohrung von 1839 traf das Flöz zwar 1843, doch erst Adolph Frank machte aus dem Abraumsalz ein Produkt. Der 1. November 1861 gilt in der Fachliteratur als Gründungstag der Kaliindustrie.
2 Wie viel Kaliumoxid förderte die Welt im Jahr 2025? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der US-Geologische Dienst schätzt die Weltförderung 2025 auf 49 Millionen Tonnen Kaliumoxid. Zum Vergleich: Die Welternte an Getreide liegt bei weit über zwei Milliarden Tonnen.
3 Welches Land förderte 2025 das meiste Kali? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Kanada kam 2025 auf 15 Millionen Tonnen Kaliumoxid und damit auf fast ein Drittel der Weltförderung. Russland folgte mit 10 Millionen Tonnen vor China und Belarus.
4 Wie viel Kaliumoxid entzieht eine Speisekartoffelernte dem Boden je Hektar? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Allein über die Knollen gehen je nach Ertragsniveau rund 240 Kilogramm Kaliumoxid je Hektar vom Acker. Getreide entzieht über Korn und Stroh bis über 150 Kilogramm.
5 Auf welchen Wert steigt der EU-Zusatzzoll auf russische und belarussische Düngemittel bis Juli 2028? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Die Verordnung (EU) 2025/1227 startete im Juli 2025 mit 45 Euro je Tonne für kalihaltige Mischdünger und schreibt die Staffel bis auf 430 Euro je Tonne ab Juli 2028 fort.

Was ist Kali und wie entsteht das Salz im Untergrund?

Kali ist der bergmännische Sammelbegriff für kaliumhaltige Salze, die vor rund 250 Millionen Jahren aus dem eindampfenden Zechsteinmeer auskristallisierten. Aus dem Rohsalz gewinnt die Industrie heute drei Düngerformen, dazu eine Reihe von Grundchemikalien.

Das Zechsteinmeer bedeckte weite Teile Mitteleuropas und trocknete in mehreren Zyklen aus. Zuerst fiel Kalk aus, danach Gips und Anhydrit, dann Steinsalz und ganz zuletzt die leicht löslichen Kalisalze. Diese Reihenfolge erklärt die Seltenheit: Nur wo ein Meeresbecken fast vollständig verdunstete, blieb am Ende die nährstoffreiche Restlauge übrig.

Bergleute sortieren das Rohsalz nach seinen Hauptbestandteilen. Der Chemiker Hans-Heinz Emons hat die Typen für die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zusammengestellt. Die Spannen zeigen, wie unterschiedlich ergiebig ein einzelnes Flöz sein kann.

RohsalztypHauptbestandteileGehalt an Kaliumchlorid
SylvinitSylvin, Steinsalz20 bis 35 Prozent
HartsalzSylvin, Steinsalz, Kieserit oder Anhydrit15 bis 30 Prozent
CarnallititCarnallit, Steinsalz, Kieserit13 bis 24 Prozent
KainititKainitrund 19 Prozent Kaliumoxid
Die drei Rohsalztypen des deutschen Zechsteins nach Hans-Heinz Emons, Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.

Wo die Flöze liegen

In Deutschland stecken die Lagerstätten in bis zu 300 Meter mächtigen Steinsalzpaketen. Die Reviere verteilen sich auf Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen. Unter Tage hat allein das Werk Werra eine Fläche ausgeräumt, die K+S mit der Stadt München samt Vororten vergleicht.

Weltweit liegen die großen Vorkommen dort, wo urzeitliche Meere in abgeschlossenen Becken verdunsteten: in Saskatchewan, im Ural, in Belarus, in Laos und unter der norddeutschen Tiefebene. Eine Ausnahme bildet der Nahe Osten, wo Israel und Jordanien den Nährstoff aus der Sole des Toten Meeres gewinnen. Dieses Binnenmeer enthält nach Schätzung des US-Geologischen Dienstes knapp zwei Milliarden Tonnen Kaliumchlorid.

Wie lange der Vorrat reicht

Der US-Geologische Dienst beziffert die wirtschaftlich gewinnbaren Weltreserven auf mehr als 5,9 Milliarden Tonnen, gerechnet in Kaliumoxid. Russland hält davon rund zwei Milliarden Tonnen, Kanada 1,1 Milliarden, Laos eine Milliarde. Deutschland kommt auf 150 Millionen Tonnen und damit auf einen Bruchteil dessen, was unter Sibirien liegt.

Gemessen an der Weltförderung von 49 Millionen Tonnen ergibt eine schlichte Division eine Reichweite von etwa 120 Jahren. Die geschätzten Gesamtressourcen liegen mit rund 250 Milliarden Tonnen weit darüber, allerdings häufig in Tiefen jenseits von 1.800 Metern. Zwischen Ressource und Reserve steht deshalb immer eine Kostenrechnung.

Gleich teuer ist keine dieser Tonnen. Ein sylvinreiches Flöz liefert je Tonne Rohsalz erheblich mehr Wertstoff als ein Carnallitit, der Aufwand für Trennung und Rückstandsentsorgung sinkt entsprechend. An dieser Rechnung hängt die Kostenposition eines ganzen Bergwerks. An ihr entscheidet sich, wer einen Preisrutsch übersteht.

Auf den Punkt

Kali ist ein Rest, kein Rohstoff im üblichen Sinn: das, was übrig blieb, nachdem ein ganzes Meer verdunstet war. Die Bergwerke von heute arbeiten die Bilanz eines erdgeschichtlichen Zufalls ab.

Wer machte aus dem Abraum von Staßfurt ein Weltgeschäft?

Eimer mit rosa Salz, Figur mit Hacke, Holzschild
1861 begann in Staßfurt die planmäßige Herstellung von Kaliumchlorid aus vermeintlichem Abraumsalz.

Am 1. November 1861 begann in Staßfurt die planmäßige Herstellung von Kaliumchlorid aus carnallitischem Rohsalz, betrieben vom Chemiker Adolph Frank. Bis dahin galt das nährstoffreiche Salz als wertloser Abraum und landete auf der Halde.

Angefangen hatte alles mit einer Enttäuschung. Eine 1839 auf dem Kokturhof begonnene Bohrung sollte Steinsalz für die Sole erschließen und traf 1843 in 247,5 Meter Tiefe auf ein Lager, das später den Namen Flöz Staßfurt bekam. Am 31. Januar 1852 eröffnete der Staßfurter Steinsalzbergbau mit zwei neuen Schächten.

1856 durchteuften die Schächte das obere Lager. Rund 600 Tonnen des begehrten Salzes gingen auf die Halde, weil niemand etwas damit anzufangen wusste. Erst die Analysen von Heinrich Rose und Richard Felix Marchand wiesen beachtliche Mengen nach und machten aus dem Abfall einen Forschungsgegenstand.

DatumEreignis
23. April 1839Auf dem Kokturhof beginnt eine Bohrung, die Steinsalz für die Sole finden soll
1843Die Bohrung erreicht in 247,5 Meter Tiefe das spätere Flöz Staßfurt
31. Januar 1852Der Staßfurter Steinsalzbergbau wird eröffnet, zwei Schächte gehen in die Tiefe
1856Die Schächte durchteufen das Lager, rund 600 Tonnen gehen auf die Halde
November 1860Adolph Frank meldet sein Verfahren zum Patent an
1. November 1861In Staßfurt beginnt die planmäßige Herstellung von Kaliumchlorid
1863Rund um die Stadt arbeiten bereits 18 Fabriken
Von der gescheiterten Bohrung zur Industrie: die Staßfurter Zeittafel nach Hans-Heinz Emons.

Frank meldete im November 1860 ein Patent an und stellte im Oktober 1861 seine Fabrik fertig. Verarbeiten konnte der Betrieb zunächst 20 Zentner Rohsalz am Tag, die kurz darauf eröffnete Fabrik von Hermann Julius Grüneberg und Partner schaffte das Zehnfache. Zwei Jahre später zählte das Ackerstädtchen bereits 18 Fabriken.

Der Boom brauchte einen Markt, doch der fehlte zunächst. Die Landwirtschaft musste erst lernen, was ein mineralischer Nährstoff bewirkt, deshalb gerieten die Werke schon 1864/65 und erneut 1874/75 in Absatzkrisen. Beide Male reagierte die Branche mit demselben Mittel: Quoten statt Wettbewerb.

So entstand ein Lehrstück der Kartellgeschichte. 1879 folgte die erste Carnallitkonvention, 1880 der erste Kainitvertrag, 1884 das gemeinsame Verkaufssyndikat der Fabriken. Die Beteiligungen wurden auf Bruchteile genau ausgehandelt, das Königlich Preußische Salzwerk hielt 20 Prozent, das Herzoglich Anhaltinische Salzwerk 24 Prozent.

Bis 1886 besaß das Revier das deutsche und damit zugleich das Weltmonopol. Gehalten hat die Konstruktion nicht: Am 30. Juni 1909 erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Paxmann im Berliner Hotel Adlon die Auflösung des Syndikats, während neue Reviere die alten Quoten überrollten. Zwischen 1910 und 1911 verlagerte die Branche ihre zentralen Institutionen nach Berlin.

Auf den Punkt

Die Kaliindustrie ist zweimal aus demselben Muster entstanden: erst aus einem Fehlschlag, dann aus einem Preiskrieg. Beides wiederholt sich bis heute, nur mit anderen Hauptstädten.

Wie hat Kali die Weltkarte verändert?

Globus auf Holzsockel mit grünen Flaggen, Entchen, Sirupflasche und deutschem Text davor
Kanada, Russland, China und Belarus stellen zusammen rund drei Viertel der weltweiten Kaliförderung.

Der Nährstoff hat Handelswege, Sanktionslisten und Hafenverträge umgeschrieben, weil nur eine Handvoll Länder nennenswert fördert. Kanada, Russland und China brachten 2025 zusammen rund 64 Prozent der Weltförderung auf den Markt.

Vom deutschen Monopol zur kanadischen Dominanz

Den Schwerpunkt hält heute Nordamerika. Kanada förderte 2025 rund 15 Millionen Tonnen und damit fast ein Drittel der Weltmenge, außerdem deckt das Land 79 Prozent der amerikanischen Einfuhren. Russland folgt mit zehn Millionen Tonnen, danach kommen China und Belarus.

Deutschland spielt in dieser Liga nicht mehr mit, bleibt für Europa aber der Anker. Mit 3,0 Millionen Tonnen steht die Bundesrepublik auf Rang fünf. Zusammen mit Spanien versorgt die heimische Förderung den Binnenmarkt weit genug, dass die Sanktionen gegen Belarus hier keine Versorgungslücke gerissen haben.

Warum das Kartell 2013 zerbrach

Über Jahrzehnte teilten zwei Exportallianzen den Weltmarkt unter sich auf: die Belarusian Potash Company für Russland und Belarus, Canpotex für Nordamerika. Zusammen kontrollierten beide rund 70 Prozent des Welthandels und hielten die Preise oben. Am 30. Juli 2013 kündigte Uralkali die Allianz auf. Der Preis brach binnen Monaten um mehr als ein Fünftel ein.

Der Auslöser war banal. Belaruskali störte sich daran, dass der russische Partner seinen Anteil an den gemeinsamen Ausfuhren binnen eines Jahres von 40 auf 52 Prozent ausgebaut hatte. Was als Quotenstreit begann, kostete die Branche weltweit Milliarden an Börsenwert.

DatumEreignisFolge für den Markt
30. Juli 2013Uralkali kündigt die Exportallianz mit Belaruskali aufDer Preis fällt binnen Monaten um mehr als 20 Prozent
Dezember 2021Die USA sanktionieren BelaruskaliReedereien und Banken ziehen sich aus dem Geschäft zurück
1. Februar 2022Litauen stoppt alle Kalitransporte aus BelarusDer Seeweg über Klaipėda entfällt, vertraglich waren 11 Millionen Tonnen jährlich vorgesehen
1. Juli 2025Die EU startet die Zollstaffel nach Verordnung 2025/122745 Euro je Tonne auf kalihaltige Mischdünger, steigend auf 430 Euro bis Juli 2028
7. November 2025Die USA setzen Kali auf die Liste kritischer RohstoffeFörderprojekte in Michigan und New Mexico rücken in den politischen Fokus
Fünf Einschnitte, die den Kalihandel binnen zwölf Jahren neu sortiert haben.

Was die Sanktionen seit 2021 verschoben haben

Die zweite Zäsur kam politisch. Nach der Niederschlagung der Proteste in Belarus sanktionierten die USA den Staatskonzern Belaruskali, im Februar 2022 kündigte Litauen den Transitvertrag und stoppte alle Transporte über den Hafen Klaipėda. Vertraglich waren dort seit 2018 jährlich elf Millionen Tonnen Dünger vorgesehen.

Belarus verlor damit sein wichtigstes Exportfenster. Der Anteil der EU am belarussischen Außenhandel sackte von über 30 Prozent auf fünf Prozent, vor allem wegen des weggefallenen Geschäfts nach Westen. Die Regierung in Minsk betreibt seither offene Lobbyarbeit gegen die Sanktionen und argumentiert mit der weltweiten Ernährungssicherheit.

Auf der anderen Seite der Erdkugel entsteht gerade ein neuer Machtfaktor. In der laotischen Provinz Khammuan baut ein chinesisches Unternehmen die größte Lagerstätte Südostasiens aus, das Land kam 2025 bereits auf 2,4 Millionen Tonnen. Für Peking ist der Zugriff ein Weg aus der eigenen Importabhängigkeit, für Vientiane ein Geschäft mit Erdfällen als Nebenwirkung.

Wer das Kali der Welt fördert
Bergwerksförderung 2025 in Millionen Tonnen Kaliumoxid, Weltsumme 49 Millionen Tonnen

Förderung 2025 in Millionen Tonnen Kaliumoxid

Kanada
15,0 Mio. t
Russland
10,0 Mio. t
China
6,3 Mio. t
Belarus
6,0 Mio. t
Deutschland
3,0 Mio. t
Laos
2,4 Mio. t
Israel
2,0 Mio. t
Jordanien
1,8 Mio. t
Chile
0,6 Mio. t
übrige Länder
1,9 Mio. t
64 %
der Weltförderung kommen aus Kanada, Russland und China zusammen
33 %
entfallen allein auf Russland und Belarus, beide mit EU-Zöllen belegt
95 %
seines Kalibedarfs muss Brasilien einführen, der größte Agrarexporteur der Südhalbkugel
Die Abhängigkeit läuft in eine Richtung: Kanada beliefert 79 Prozent des US-Imports, Russland und Belarus versorgen Brasilien und Südostasien. Europa deckt seinen Bedarf weitgehend aus deutschen und spanischen Gruben.

Warum hängt die Welternährung an 49 Millionen Tonnen?

Eine Balkenwaage wiegt eine Weizenähre und Pellets auf weißem Hintergrund
Der Weltverbrauch an Kalidünger lag 2025 bei 41,6 Millionen Tonnen Kaliumoxid.

Ohne Kalium bildet keine Pflanze stabile Zellen, transportiert keine Kohlenhydrate und übersteht keine Trockenphase. Der Weltverbrauch als Dünger lag 2025 bei 41,6 Millionen Tonnen, für 2029 erwartet der US-Geologische Dienst 45,3 Millionen Tonnen.

Der Nährstoff verlässt den Acker mit jeder Ernte. Getreidekörner und Stroh entziehen dem Boden nach Angaben des Industrieverbands Agrar bis über 150 Kilogramm je Hektar, bei Speisekartoffeln gehen allein über die Knollen rund 240 Kilogramm vom Feld. Wird der Entzug nicht ausgeglichen, sinken die Bodengehalte über Jahre still und unbemerkt.

Genau darin unterscheidet sich das Element vom Stickstoff. Stickstoffdünger entsteht aus Erdgas und Luft, die Produktion lässt sich überall ansiedeln, wo Energie billig ist. Kalium und Phosphor als zweiter unersetzlicher Nährstoff kommen dagegen aus dem Berg, und Berge lassen sich nicht verlagern.

KennzahlWertQuelle
Weltförderung 202549 Millionen Tonnen KaliumoxidUSGS
Weltverbrauch als Dünger 202541,6 Millionen Tonnen KaliumoxidUSGS
Erwarteter Verbrauch 202945,3 Millionen Tonnen KaliumoxidUSGS
Deutsche Förderung 20253,0 Millionen Tonnen KaliumoxidUSGS
Deutscher Anteil an der Weltproduktionrund 9 ProzentVerband der Kali- und Salzindustrie
Beschäftigte in der deutschen Kali- und Salzindustrie13.500Verband der Kali- und Salzindustrie
Jahresumsatz der deutschen Kaliindustrie1,6 Milliarden EuroVerband der Kali- und Salzindustrie
Der deutsche Anteil am Weltmarkt ist klein, für Europas Versorgung aber entscheidend.

Deutschland fördert rund neun Prozent der Weltproduktion und exportiert den größten Teil davon. Der Verband der Kali- und Salzindustrie zählt hierzulande 14 Bergwerke und sechs Salinen mit 13.500 Beschäftigten, der Jahresumsatz der Sparte liegt bei 1,6 Milliarden Euro. Für ein rohstoffarmes Land ist das eine seltene Ausnahme.

Wie der Preis zustande kommt

Beim Preis fehlt eine Börse wie beim Weizen. Die Richtung setzen jährliche Kontraktverhandlungen mit den Großabnehmern in China und Indien, dazu die Spotpreise im Überseegeschäft mit Brasilien. Dort kletterte Kaliumchlorid bis Anfang Mai 2026 auf über 346 Euro je Tonne, umgerechnet zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank.

Brasilien ist dabei der wunde Punkt des Weltmarkts. Das Land führt rund 95 Prozent seines Bedarfs ein, und 2021 stammten davon 46 Prozent oder 5,8 Millionen Tonnen aus Russland und Belarus. Jede politische Störung an der Ostsee schlägt deshalb binnen Wochen auf die Kostenrechnung im Sojagürtel durch.

Auf der Nachfrageseite läuft die Entwicklung auseinander. Kapitalstarke Agrarnationen wie Brasilien, die USA und Australien halten ihre Mengen auch bei hohen Preisen, familienbetriebene Landwirtschaft in Europa, Japan und Korea reduziert moderat. In wirtschaftlich schwächeren Ländern mit kleinbäuerlicher Struktur bricht der Verbrauch dagegen ein.

Auf den Punkt

Kalium ist der einzige Hauptnährstoff, dessen Verfügbarkeit rein geologisch entschieden wird. Stickstoff kann jede Industrienation herstellen, den Rest muss man haben oder kaufen.

In welchen Produkten steckt Kali und was fällt ohne den Nährstoff weg?

Brot, halbe Kartoffel mit Textsticker, Seife nebeneinander auf weiß
Speisekartoffeln entziehen dem Boden allein über die Knollen rund 240 Kilogramm Kaliumoxid je Hektar.

Rund 85 Prozent des Absatzes gehen in Düngemittel, der Rest in Chemie und Industrie. Der Nährstoff erreicht Verbraucher deshalb fast nie direkt, sondern über Brot, Bier, Pommes und Seife.

Die Zuordnung ist präziser, als man vermutet. Chloridempfindliche Kulturen wie Kartoffeln, Reben, Tabak und viele Obstarten bekommen Kaliumsulfat, alles andere die günstigere Chloridform. In der Industrie übernimmt Kaliumcarbonat das Glas, Kaliumhydroxid die Seife und den Elektrolyten der Alkali-Batterie.

ProduktkategorieKonkretes BeispielKaliverbindung
GrundnahrungsmittelBrot, Nudeln, Pommes fritesKaliumchlorid als Dünger auf dem Acker
GetränkeBier aus Braugerste, WeinKaliumsulfat für chloridempfindliche Kulturen
Wasch- und ReinigungsmittelSchmierseife, FlüssigseifeKaliumhydroxid
Glas und Keramikoptisches Glas, SpezialgläserKaliumcarbonat
EnergieAlkali-BatterienKaliumhydroxid als Elektrolyt
Ernährungnatriumreduziertes SpeisesalzKaliumchlorid in Lebensmittelqualität
TierhaltungMineralfutterKaliumchlorid und Kaliummagnesiumsulfat
Rund 85 Prozent des Kaliabsatzes gehen in Düngemittel, der Rest in Chemie und Industrie.

Am deutlichsten wird die Abhängigkeit bei der Kartoffel und ihrem Nährstoffhunger. Die Knolle zieht mehr davon aus dem Boden als jede andere Ackerfrucht in Deutschland, und der Nährstoff entscheidet über Stärkegehalt, Kochtyp und Lagerfähigkeit. Ein unterversorgter Bestand liefert kleine Knollen mit dunklen Stellen, also genau die Ware, die kein Verarbeiter für Pommes annimmt.

Auch der Mensch selbst kommt ohne das Element nicht aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert vier Gramm am Tag, aufgenommen über Obst, Gemüse, Kartoffeln und Vollkorn. In natriumreduziertem Speisesalz ersetzt Kaliumchlorid einen Teil des Kochsalzes, und derselbe Stoff, der auf dem Acker die Ernte sichert, senkt im Salzstreuer den Blutdruck.

Nun die andere Richtung: Was verschwände bei einem Lieferausfall? Der US-Geologische Dienst formuliert die Antwort ungewöhnlich knapp. Für Kalium existiert kein Substitut, weder als Pflanzennährstoff noch als Nährstoff für Tier und Mensch. Mist und Glaukonit enthalten das Element in geringer Konzentration und lohnen den Transport nur über kurze Strecken.

In der Industrie sieht die Lage anders aus. Glashütten können auf Natriumcarbonat ausweichen und verlieren dabei Brechungsindex und Härte, Seifenhersteller kommen mit Natronlauge zu einer festeren Seife. Auf dem Acker fehlt diese Wahl, und deshalb kippt die Rechnung dort zuerst: Nicht das Regal wird leer, sondern der Boden wird ärmer.

Alltag voller Kali
Wo das Salz aus 250 Millionen Jahre alten Flözen im Regal ankommt

Sechs Alltagsprodukte, die an Kalium hängen

Brot
Weizen entzieht dem Boden über Korn und Stroh bis über 150 Kilogramm Kaliumoxid je Hektar.
Pommes
Speisekartoffeln nehmen allein über die Knollen rund 240 Kilogramm Kaliumoxid je Hektar auf.
Bier
Braugerste braucht Kalium für Halmstabilität und gleichmäßige Kornfüllung.
Schmierseife
Kaliumhydroxid verseift Öle und Fette zu weicher Seife statt zu harter Kernseife.
Optisches Glas
Kaliumcarbonat erhöht Festigkeit, Transparenz und Brechungsindex des Glases.
Diätsalz
Kaliumchlorid ersetzt einen Teil des Kochsalzes in natriumreduzierter Ernährung.
Kipp-Logik: Für Kalium existiert kein Ersatz, weder als Pflanzennährstoff noch als Baustein im menschlichen Körper. Bei Glas und Seife kann die Industrie auf Natriumverbindungen ausweichen und Qualität einbüßen. Auf dem Acker fehlt diese Wahl: Ohne Nachschub sinken die Bodengehalte und mit ihnen der Ertrag.

Wie viel Kali steckt im Preis eines Kilos Weizen?

Müslischale mit 1-Cent-Münze und Preisschild auf Kassenbon
Rechnerisch stecken rund 0,97 Cent Kalidünger in einem Kilogramm Brotweizen.

Rechnerisch entfallen rund 0,97 Cent Dünger auf ein Kilogramm Brotweizen, für das der Handel im August 2026 im Bundesmittel 19,14 Cent zahlte. Der Nährstoff macht damit etwa fünf Prozent des Erzeugerpreises aus.

Die Rechnung beginnt beim Sack. Korn-Kali enthält 40 Prozent Kaliumoxid und sechs Prozent Magnesiumoxid, im Juli 2026 notierte agrarheute den Preis im Bundesmittel bei 336 Euro je Tonne mit einer regionalen Spanne von 310 bis 367 Euro. Die konzentrierte Variante mit 60 Prozent Nährstoffgehalt kostete 421 Euro je Tonne.

ProduktPreis je TonneNährstoffgehalt
Korn-Kali336,00 Euro40 Prozent Kaliumoxid, 6 Prozent Magnesiumoxid
Kornkali mit 60 Prozent Kaliumoxid421,00 Euro60 Prozent Kaliumoxid
Kalimagnesia545,00 EuroKaliumsulfat mit Magnesium, chloridfrei
Magnesia-Kainit182,00 Euroniedrig konzentriert, natriumreich
Einkaufspreise für lose Ware im Bundesmittel, Notierung agrarheute, Stand Juli 2026.

Ein Rechenbeispiel, kein Betriebsabschluss: Angenommen, ein Betrieb bringt 80 Kilogramm Nährstoff je Hektar aus. Dafür wären 200 Kilogramm Korn-Kali nötig, zum Juli-Preis also rund 67 Euro. Bei einem Hektarertrag von 69,4 Dezitonnen, dem Wert der amtlichen Erntevorschätzung für 2026, entfielen auf jedes Kilogramm Korn 0,97 Cent.

Diese Größenordnung erklärt, warum ein steigender Düngerpreis im Supermarktregal nicht ankommt. Umgekehrt gilt der Satz aber genauso: Ein fallender Preis macht kein Brot billiger. Die Kosten der Bäckereien werden von Energie und Personal bestimmt, das Getreide macht nach Branchenangaben weniger als sieben Prozent des Brötchenpreises aus.

Für den Betrieb steht trotzdem etwas auf dem Spiel, weil sich zwei Kurven auseinanderbewegen. Die Erzeugerpreise für Getreide liegen laut Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz teilweise auf dem Niveau von 2020, während K+S für das zweite Quartal 2026 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 176 Millionen Euro meldete, 60 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Asymmetrie hat System. Düngerpreise ziehen schnell an, sobald die Nachfrage in Brasilien anspringt, und geben nur zögerlich nach, weil wenige Anbieter die Mengen steuern. Getreidepreise dagegen reagieren binnen Tagen auf jede Ernteschätzung, und der Landwirt sitzt an beiden Enden auf der schwächeren Seite.

Ein zweiter Effekt kommt über die Währung. Der Weltmarkt rechnet in Dollar, die deutschen Notierungen in Euro, und ein schwacher Euro verteuert die eingeführte Ware zusätzlich. Am 12. August 2026 lag der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bei 1,1545 Dollar je Euro, jede Bewegung an dieser Stelle wandert direkt in die Kalkulation.

Wie viel Kali im Korn steckt
Vom Sack Dünger bis zum Kilogramm Brotweizen, Preisstand August 2026

Ein Kilogramm Brotweizen, 19,14 Cent Erzeugerpreis

5,1 %94,9 %
Links der Kalidünger mit rund 0,97 Cent, rechts alles Übrige: Saatgut, Stickstoff und Phosphor, Pflanzenschutz, Diesel, Maschinen, Pacht, Arbeit und Marge.
336 €
kostete eine Tonne Korn-Kali im Juli 2026 im Bundesmittel
67 €
ergibt das bei 200 Kilogramm Korn-Kali je Hektar, also 80 Kilogramm Kaliumoxid
0,97 ct
entfallen davon auf ein Kilogramm Korn, bei 69,4 Dezitonnen Hektarertrag
Rechenbeispiel, keine Kalkulation eines konkreten Betriebs. Preisquelle für Korn-Kali und Brotweizen ist die Notierung von agrarheute, der Hektarertrag stammt aus der Erntevorschätzung des Statistischen Bundesamtes vom 3. August 2026.

Wer verdient am Kali und wer zahlt drauf?

Wippe mit Spielzeugwagen, Ähren und beschriftetem Kornsack auf weißem Grund
Steigende Kalipreise stärken die Produzenten und belasten die Betriebe, die den Dünger streuen.

Verdient wird in den wenigen Ländern mit abbauwürdigen Flözen, bezahlt wird die Rechnung von Importstaaten und Landwirten ohne Preismacht. Zwischen beiden Polen liegen Reedereien, Händler und staatliche Exportmonopole.

AkteurPositionWas 2026 passiert
K+Seinziger deutscher KaliproduzentGewinnziel am 12. August auf 680 bis 760 Millionen Euro angehoben
Kanadische Produzentengrößte Förderländer der Weltprofitieren von der Sanktionslücke bei russischer und belarussischer Ware
BelaruskaliStaatskonzern und Devisenquellevom westlichen Markt abgeschnitten, Umleitung über russische Häfen
Landwirte in DeutschlandPreisnehmer auf beiden SeitenErzeugerpreise teils auf dem Niveau von 2020, Betriebsmittel deutlich teurer
Brasiliengrößter Kaliimporteur95 Prozent Importquote, politische Kampagne für eigene Förderung
Kleinbauern in ärmeren LändernNachfrager ohne Kapitalpuffersenken den Kalieinsatz zuerst, Bodengehalte sinken über Jahre
Der Kalimarkt verteilt Risiko und Gewinn sehr ungleich über die Kette.

Belarus ist das Lehrstück für den Ressourcenfluch. Der Dünger brachte dem Land 2019 Exporterlöse von rund 2,4 Milliarden Euro ein, mehr als vier Prozent der Wirtschaftsleistung und sieben Prozent aller Ausfuhren. Der Staatskonzern Belaruskali finanzierte damit einen Apparat, der auf diese eine Einnahmequelle zugeschnitten war.

Als die Quelle versiegte, fehlte jede Alternative. Genau das beschreibt die holländische Krankheit: Ein einzelner Exportzweig wertet die Währung auf, verdrängt Industrie und Landwirtschaft, und nach dem Einbruch steht keine zweite Säule bereit. Minsk verlegt die Ware seither über russische Ostseehäfen und verkauft mit erheblichen Abschlägen.

Kanada zeigt die Gegenprobe. Saskatchewan fördert mehr als doppelt so viel wie Belarus, doch der Bergbau ist dort ein Sektor unter vielen in einer diversifizierten Volkswirtschaft mit funktionierender Rechtsordnung. Die Provinz zieht Förderabgaben ein und gerät bei einem Preisrutsch nicht in eine Staatskrise.

Laos wiederum steht am Anfang derselben Kurve. Der chinesisch finanzierte Ausbau bringt Devisen und Arbeitsplätze, hinterlässt in der Provinz Khammuan aber Erdfälle über den ausgesolten Hohlräumen. Ob das Land aus dem Geschäft mehr mitnimmt als Förderabgaben, entscheidet sich in den kommenden Jahren.

Am unteren Ende der Kette stehen die Betriebe, die zuerst sparen. Kleinbäuerliche Landwirtschaft in wirtschaftlich schwächeren Ländern senkt den Einsatz bei jedem Preissprung deutlich, während kapitalstarke Agrarnationen ihre Mengen halten. Die Folgen zeigen sich erst nach Jahren, dann aber als sinkender Bodengehalt.

Vier Länder entscheiden über einen Nährstoff, für den die Chemie keinen Ersatz kennt. Europa hat das erst gemerkt, als Litauen 2022 den Hafen Klaipėda für belarussisches Kali sperrte.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Auf den Punkt

Der Markt belohnt Geologie, nicht Leistung. Das Flöz entscheidet über den Gewinn, der Bedarf über den Preis, denn ein Ausweichen ist technisch nicht vorgesehen.

Wie mächtig ist die Kali-Lobby?

Aktenordner mit Beschriftung, Taucher-Pin und gefülltes Glas auf weißem Grund
Über die Zukunft des Werks Werra entscheidet ein wasserrechtlicher Bescheid, nicht der Weltmarktpreis.

Die Branche argumentiert seit Jahren mit der Ernährungssicherheit und verhandelt zugleich um Genehmigungen, die über ganze Standorte entscheiden. In Deutschland läuft die wichtigste dieser Verhandlungen gerade an der Werra.

K+S darf salzhaltiges Abwasser nach heutigem Stand bis Ende 2027 in Werra und Weser einleiten. Der Konzern hat angekündigt, den eigentlichen Antrag auf eine wasserrechtliche Erlaubnis im Sommer 2026 einzureichen, angestrebt ist eine Laufzeit von 2028 bis 2039. Der BUND hält die Pläne für zu vage und vermisst klare Aussagen zur Zukunft der salzhaltigen Prozessabwässer.

VorhabenStand August 2026Was daran hängt
Einleitung von Salzabwasser in Werra und WeserErlaubnis läuft bis Ende 2027Ohne Anschlusserlaubnis stockt die Aufbereitung am größten deutschen Standort
Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis 2028 bis 2039Einreichung für Sommer 2026 angekündigtDer BUND hält die Angaben zur Zukunft der Prozessabwässer für zu vage
Umstellung auf trockene Aufbereitunggeplant für Unterbreizbach und WintershallDie Prozesswassermenge soll sich mehr als halbieren
Erweiterung der Rückstandshalde Wintershallrund 25 Hektar zusätzlichSichert den Standort bis etwa 2030
Investitionsprogramm Werra 2060rund 600 Millionen EuroProduktion bis 2060 und geringere Kohlendioxid-Emissionen
Fünf Genehmigungs- und Bauvorhaben entscheiden über die Zukunft des Werks Werra.

Parallel läuft der technische Umbau. In Unterbreizbach und Wintershall soll ein trockenes Aufbereitungsverfahren die Prozesswassermenge um mehr als die Hälfte senken, die Rückstandshalde am Standort Wintershall wächst dafür um rund 25 Hektar. Unter dem Namen Werra 2060 investiert der Konzern etwa 600 Millionen Euro, um die Produktion bis 2060 zu sichern.

Die Argumentationslinie ist auf beiden Seiten dieselbe. K+S unterhält eine eigene Themenseite zur Ernährungssicherheit und wirbt mit dem Satz, hinter jeder Ernte stecke Dünger aus dem Berg. Die belarussische Botschaft in Berlin veröffentlicht Mitteilungen über die negativen Folgen der Sanktionen für die weltweite Ernährungssicherheit.

Auf europäischer Ebene entscheidet weniger die Verbandsarbeit als die Zollpolitik. Die Verordnung (EU) 2025/1227 belegt kaliumhaltige Mischdünger aus Russland und Belarus seit Juli 2025 mit 45 Euro je Tonne zusätzlich zum Wertzoll von 6,5 Prozent und schreibt die Staffel bis auf 430 Euro je Tonne im Juli 2028 fort. Europäische Produzenten gewinnen dadurch Preisspielraum.

Die deutschen Zahlen dahinter sind überschaubar. Der Verband der Kali- und Salzindustrie vertritt 13.500 Beschäftigte und einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro, gemessen an Chemie oder Automobilbau ein kleiner Posten. Politisches Gewicht entsteht regional, weil in Hessen und Thüringen ganze Landkreise am Werk Werra mit seinen 4.400 Beschäftigten hängen.

Auffällig ist dabei, was in dieser Branche gerade nicht gefordert wird. Von Subventionen, Quoten oder Abwrackprämien ist keine Rede, verhandelt wird über Grenzwerte, Halden und Einleitmengen. Der Hebel liegt bei Landesbehörden in Kassel und Erfurt, nicht in Brüssel.

Auf den Punkt

Die Branche führt keinen Lobbykrieg um Subventionen, sondern um Genehmigungen. Über die Zukunft des größten deutschen Standorts entscheidet ein wasserrechtlicher Bescheid, nicht der Weltmarktpreis.

Wie kommt die Landwirtschaft vom Bergbau-Kali los?

Metallring mit Stroh, Asche, Figur und Schildern
Aus Klärschlamm zurückgewonnene Nährstoffe decken weniger als ein Prozent des Mineraldüngerabsatzes.

Vollständig gelingt der Ausstieg nicht, weil kein Stoff das Element ersetzen kann. Realistisch sind drei Hebel: den Kreislauf schließen, präziser düngen und die Bezugsquellen verbreitern.

Der Kreislauf trägt weniger, als die Debatte vermuten lässt. Eine Fallstudie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung kommt bei der Rückgewinnung aus Klärschlamm auf Quoten von bis zu 50 Prozent für Stickstoff, Calcium, Kalium und Magnesium, gemessen am jährlichen Mineraldüngerabsatz bleibt davon allerdings weniger als ein Prozent übrig.

Gülle und Ernterückstände liefern deutlich mehr. Wer das Stroh auf dem Feld lässt, führt einen erheblichen Teil des Nährstoffs direkt zurück, weil das Element überwiegend im Halm sitzt und nicht im Korn. Betriebe mit Viehhaltung decken einen Gutteil ihres Bedarfs aus dem eigenen Stall.

HebelWas er bringtGrenze
Stroh auf dem Feld belassenEin großer Teil des Nährstoffs sitzt im Halm und bleibt im KreislaufKonkurriert mit dem Verkauf an Biogasanlagen und Strohheizwerke
Wirtschaftsdünger aus dem eigenen StallDeckt in Betrieben mit Viehhaltung einen erheblichen Teil des BedarfsAckerbaubetriebe ohne Tiere haben diese Quelle nicht
Rückgewinnung aus KlärschlammTechnisch bis zu 50 Prozent Rückgewinnungsquote für mehrere NährstoffeWeniger als ein Prozent des jährlichen Mineraldüngerabsatzes
Teilflächenspezifische AusbringungVerteilt die Menge dorthin, wo der Bodengehalt niedrig istSetzt regelmäßige Bodenuntersuchungen und Technik voraus
Glaukonit im ÖkolandbauZugelassene mineralische Quelle ohne Bergbau im klassischen SinnGeringe Konzentration, lohnt nur über kurze Transportwege
Fünf Wege aus der Abhängigkeit, keiner davon ersetzt den Bergbau vollständig.

Der zweite Hebel ist die Genauigkeit. Eine Bodenuntersuchung im Abstand weniger Jahre zeigt, welche Schläge tatsächlich Nachschub brauchen, teilflächenspezifische Ausbringung verteilt die Menge dorthin, wo der Gehalt niedrig ist. Für den Ökolandbau bleibt Glaukonit eine zugelassene Quelle mit geringer Konzentration und kurzer Transportwürdigkeit.

Der dritte Hebel verschiebt nur die Landkarte. Die Weltkapazität wächst nach Schätzung des US-Geologischen Dienstes von 66,1 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf 77,4 Millionen Tonnen bis 2029, überwiegend durch neue Gruben in Laos und Russland. Nach 2029 sollen Projekte in Belarus, Brasilien, Kanada, Äthiopien, Marokko und Spanien folgen.

Auch Washington baut vor. Das US-Energieministerium sagte im Januar 2025 einen Kredit über rund 1,09 Milliarden Euro für eine neue Grube in Osceola County im Bundesstaat Michigan zu, geplant sind 800.000 Tonnen Fertigware im Jahr. Seit November 2025 steht der Rohstoff auf der amerikanischen Liste kritischer Mineralien.

Auf den Punkt

Recycling deckt hier den Rand, nicht den Bedarf. Realistisch ist ein Ausstieg aus der Verschwendung, kein Ausstieg aus dem Bergbau.

Was bedeutet der teure Dünger für Deutschland?

Dürre Erde mit Thermometer, Getreide, Gießkanne und Schild
Die deutsche Winterweizenernte 2026 fällt um 8,7 Prozent kleiner aus als im Vorjahr.

Deutsche Betriebe treffen 2026 auf teuren Dünger und eine schwache Ernte zugleich. Das Statistische Bundesamt erwartet 37,5 Millionen Tonnen Getreide, sieben Prozent weniger als 2025.

Die Details der Schätzung vom 3. August zeigen, wo der Sommer gewirkt hat. Winterweizen kommt auf 20,6 Millionen Tonnen und damit 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr, der Hektarertrag über alle Getreidearten sinkt um 5,2 Prozent auf 69,4 Dezitonnen. Winterraps liegt mit 3,8 Millionen Tonnen um 3,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Ausgerechnet der Nährstoff, an dem viele sparen wollen, hätte hier gegengehalten. Kalium reguliert die Spaltöffnungen der Blätter und damit die Wasserverluste, hohe Gehalte in den Wurzeln erhöhen die Wasseraufnahme. Ein Mangel verstärkt den Trockenstress, deshalb schlägt eine gestreckte Düngung im Weizenanbau und seiner Ertragsrechnung zeitverzögert durch.

Die Preisseite verschärft den Zielkonflikt. Korn-Kali kostete im Juli 336 Euro je Tonne, der Handel zahlte Mitte August 191,43 Euro je Tonne für Brotweizen. K+S wiederum hob am 12. August die Ergebnisprognose für 2026 auf 680 bis 760 Millionen Euro an und begründete das ausdrücklich mit robuster Nachfrage und höheren Preisen.

Die Trockenheit trifft dabei nicht nur die Felder. K+S kalkuliert für das zweite Halbjahr ein Szenario ein, in dem Niedrigwasser und hohe Temperaturen in Ulster und Werra das Kühlwassermanagement erschweren. Derselbe Sommer, der die Ernte kostet, bremst also womöglich auch die Produktion des Düngers.

SzenarioWas passieren müssteFolge für deutsche Betriebe
OptimistischNachfrage in Brasilien und Asien flacht ab, neue Kapazität aus Laos kommt schnellerKalipreis gibt zum Frühjahr nach, Herbstdüngung bleibt planbar
RealistischNachfrage bleibt robust, die EU-Zollstaffel steigt im Juli 2027 auf die nächste StufePreisniveau hält sich, die Schere zu den Getreidepreisen bleibt offen
PessimistischEin Förderausfall in Kanada oder Russland trifft auf eine weitere ZollstufeKalidünger wird knapp und teuer, Betriebe strecken die Düngung und zehren Bodenvorräte auf
Drei Szenarien für die kommenden Monate, ausdrücklich als Einschätzung der Redaktion.

Praktisch bleiben drei Schritte. Eine Bodenuntersuchung trennt die Schläge mit echtem Bedarf von denen mit Reserven, das Stroh gehört auf nährstoffarmen Flächen aufs Feld statt in den Verkauf, Kontrakte für die Herbstdüngung lassen sich vor der nächsten Zollstufe im Juli 2027 abschließen. Lebensmittelverarbeiter kalkulieren ab 2027 mit einem strukturell teureren Rohstoff.

Bleibt die unbequeme Einordnung. Deutschland gehört zu den wenigen Industrieländern, die einen unersetzlichen Nährstoff im eigenen Boden haben, diskutiert aber seit Jahrzehnten vor allem über die Entsorgung der Rückstände. Beides gehört zusammen, beide Fragen landen bei derselben Behörde.

Auf den Punkt

2026 fallen zwei Kurven auseinander: Der Dünger wird teurer, die Ernte kleiner. Betriebe, die jetzt an der Versorgung sparen, verschieben die Kosten nur in die Bodenbilanz der nächsten Jahre.

Glossar: 15 wichtige Fachbegriffe rund um Kali

Geöffnetes Lexikon mit Kalium-Einträgen, einem Stück Kalium und einem Zettel
Fünfzehn Begriffe aus Bergbau, Chemie und Agrarpraxis erklären die Sprache des Kalimarkts.

Abraumsalz

Abraumsalz nannten die Bergleute von Staßfurt die kaliumreichen Salze über dem Steinsalz, weil sie zunächst als wertlos galten und auf die Halde gingen. Aus diesem vermeintlichen Abfall entstand ab 1861 die Kaliindustrie.

Carnallit

Carnallit ist ein Kalium-Magnesium-Chlorid, benannt nach dem preußischen Bergrat von Carnall. Das Mineral enthält weniger Kaliumchlorid als Sylvin und verlangt aufwendigere Trennverfahren, was die Förderkosten deutscher Gruben erhöht.

Flöz

Flöz bezeichnet eine plattenförmige Lagerstätte, die zwischen anderen Gesteinsschichten eingebettet liegt. Das Flöz Staßfurt war das erste planmäßig abgebaute Kalilager der Welt und gab dem gesamten Revier seinen Namen.

Hartsalz

Hartsalz ist ein Rohsalztyp aus Sylvin, Steinsalz und Kieserit oder Anhydrit mit 15 bis 30 Prozent Kaliumchlorid. Im Werra-Revier bildet Hartsalz einen wesentlichen Teil des geförderten Rohsalzes.

Kainit

Kainit ist ein Kalium-Magnesium-Sulfat-Chlorid mit rund 19 Prozent Kaliumoxid. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Mineral gemahlen und direkt als Dünger verkauft, weil kein chemischer Aufschluss nötig war.

Kalisyndikat

Kalisyndikat hieß der Zusammenschluss der deutschen Kaliwerke, der von 1884 an Quoten, Preise und Absatzmengen festlegte. 1909 zerbrach die freiwillige Konstruktion, kurz darauf verlagerte die Branche ihre Zentrale von Staßfurt nach Berlin.

Kaliumchlorid

Kaliumchlorid ist mit Abstand der wichtigste Kalidünger und wird im Handel als Muriate of Potash geführt. Reines Kaliumchlorid entspricht 63,17 Prozent Kaliumoxid, das im Handel übliche Produkt liegt bei 60 Prozent.

Kaliumoxid

Kaliumoxid ist die Rechengröße des Kalihandels. Alle Fördermengen, Reserven und Düngeempfehlungen werden in Kaliumoxid ausgedrückt, obwohl die Verbindung selbst im Dünger gar nicht vorkommt.

Kaliumsulfat

Kaliumsulfat, im Handel Sulfate of Potash, ist die chloridfreie Alternative für empfindliche Kulturen wie Kartoffeln, Reben und Tabak. Der Preis liegt deutlich über dem des Kaliumchlorids.

Korn-Kali

Korn-Kali ist ein granulierter Mischdünger mit 40 Prozent Kaliumoxid und 6 Prozent Magnesiumoxid. Das Produkt ist die in Deutschland meistverkaufte Kaliform und dient als Referenz für die Preisnotierungen.

Langbeinit

Langbeinit ist ein Kalium-Magnesium-Sulfat, das in den USA unter dem Namen Sulfate of Potash Magnesia vermarktet wird. Das Mineral liefert Kalium, Magnesium und Schwefel in einem Arbeitsgang.

Nährstoffentzug

Nährstoffentzug beschreibt die Menge eines Nährstoffs, die mit der Ernte vom Feld geht. Bei Kalium liegt der Entzug besonders hoch, weil ein großer Teil im Stroh und in den Blättern steckt.

Rückstandshalde

Rückstandshalde heißt der Berg aus Steinsalz und Nebenbestandteilen, der bei der Aufbereitung übrig bleibt. Je Tonne Fertigprodukt fallen mehrere Tonnen Rückstand an, deren Entsorgung die Standortgenehmigungen prägt.

Sylvinit

Sylvinit ist ein Rohsalz aus Sylvin und Steinsalz mit 20 bis 35 Prozent Kaliumchlorid und damit der ergiebigste der drei Haupttypen. Die kanadischen Lagerstätten bestehen überwiegend aus Sylvinit.

Zechstein

Zechstein bezeichnet die geologische Serie am Ende des Perms, in der vor rund 250 Millionen Jahren die mitteleuropäischen Salzlagerstätten entstanden. Alle deutschen Kalireviere gehen auf diese Epoche zurück.

FAQ: Kali wird teurer, Deutschlands Ernte kleiner

Transparenter Stein mit Gravur
Die häufigsten Leserfragen zu Herkunft, Preis und Ersatz von Kalidünger.

Was ist Kali eigentlich genau?

Kali ist der Sammelbegriff für bergmännisch gewonnene Salze, die Kalium in wasserlöslicher Form enthalten. Dazu zählen vor allem Kaliumchlorid, Kaliumsulfat und Kaliummagnesiumsulfat. Alle deutschen Vorkommen entstanden vor rund 250 Millionen Jahren, als das Zechsteinmeer verdunstete.

Wofür braucht eine Pflanze Kalium?

Kalium steuert den Wasserhaushalt der Pflanze, den Transport der Kohlenhydrate und die Stabilität der Zellwände. Der Nährstoff wirkt auf die Spaltöffnungen der Blätter und senkt so die Wasserverluste. Gut versorgte Bestände überstehen Hitze und Trockenheit deutlich besser.

Woher bezieht Deutschland sein Kali?

Deutschland fördert sein Kali selbst und exportiert einen großen Teil davon. Die Reviere liegen in Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, betrieben werden die Gruben von K+S. 2025 kamen rund 3,0 Millionen Tonnen Kaliumoxid aus deutschen Gruben, etwa neun Prozent der Weltproduktion.

Warum ist Kalidünger so teuer geworden?

Drei Ursachen wirken zusammen: robuste Nachfrage aus Brasilien und Asien, Sanktionen gegen die Produzenten in Belarus und Russland sowie eine EU-Zollstaffel, die bis Juli 2028 auf 430 Euro je Tonne steigt. Korn-Kali notierte im Juli 2026 bei 336 Euro je Tonne.

Kann Gülle den Kalidünger ersetzen?

Gülle und Ernterückstände führen einen erheblichen Teil des Kaliums zurück, decken den Bedarf aber nicht vollständig. Für Kalium existiert nach Einschätzung des US-Geologischen Dienstes kein gleichwertiger Ersatz. Betriebe ohne Viehhaltung bleiben auf mineralischen Nachschub angewiesen.

Wie lange reichen die weltweiten Kalivorräte?

Die wirtschaftlich gewinnbaren Reserven liegen bei mehr als 5,9 Milliarden Tonnen Kaliumoxid, die Weltförderung bei 49 Millionen Tonnen im Jahr. Rechnerisch ergibt das eine Reichweite von rund 120 Jahren. Die geschätzten Gesamtressourcen liegen mit etwa 250 Milliarden Tonnen noch weit darüber.

Quellen

U.S. Geological Survey | Mineral Commodity Summaries 2026: Potash | https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2026/mcs2026-potash.pdf | besucht am 13.08.2026

Statistisches Bundesamt | 37,5 Millionen Tonnen Getreide im Jahr 2026 erwartet | https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Feldfruechte-Gruenland/aktuell-erste-schaetzung-getreide.html | besucht am 13.08.2026

K+S Aktiengesellschaft | Robuste Kali-Nachfrage: K+S hebt Gewinnziel für 2026 an | https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-08/69288689-roundup-robuste-kali-nachfrage-k-s-hebt-gewinnziel-trotz-trockenheit-an-016.htm | besucht am 13.08.2026

K+S Aktiengesellschaft | Standort Werra | https://www.kpluss.com/de-de/ueber-ks/standorte/europa/werra/ | besucht am 13.08.2026

K+S Aktiengesellschaft | Korn-KALI | https://www.kpluss.com/de-de/geschaeftsfelder-produkte/landwirtschaft/produkte/de-korn-kali/ | besucht am 13.08.2026

K+S Aktiengesellschaft | Weltkalimarkt: Kali und die Versorgungslage | https://www.kpluss.com/de-de/newsroom/ks-themen/ernaehrungssicherheit/weltkalimarkt/ | besucht am 13.08.2026

agrarheute | Düngemittelpreise Kalidünger | https://markt.agrarheute.com/duengemittel-4/kaliduenger-22 | besucht am 13.08.2026

agrarheute | Erzeugerpreise Weizen | https://markt.agrarheute.com/marktfruechte-1/weizen-6 | besucht am 13.08.2026

agrarheute | Düngerpreise steigen: Kalipreise treiben Gewinn von Düngerhersteller K+S | https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/duengerpreise-steigen-kalipreise-treiben-gewinn-duengerhersteller-ks-640673 | besucht am 13.08.2026

Industrieverband Agrar | Kalium reguliert Wasserhaushalt | https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/kalium-reguliert-wasserhaushalt | besucht am 13.08.2026

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, oekolandbau.de | Nährstoffmanagement im Bio-Kartoffelanbau: Kalium | https://www.oekolandbau.de/bio-in-der-praxis/oekologische-landwirtschaft/praxiseinblicke/oeko-blog-kartoffel-praxistagebuch-oekologischer-kartoffelbau/naehrstoffmanagement-im-bio-kartoffelanbau-kalium/ | besucht am 13.08.2026

Verband der Kali- und Salzindustrie | Bergwerke und Salinen in Deutschland | https://vks-kalisalz.de/bergbau/bergwerke/ | besucht am 13.08.2026

Leibniz-Sozietät der Wissenschaften, Hans-Heinz Emons | Die Kaliindustrie: Geschichte eines deutschen Wirtschaftszweiges | https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/01_emons_hh.pdf | besucht am 13.08.2026

AMEOS Gruppe | Staßfurt: die Wiege des Kalibergbaus | https://www.ameos.eu/aktuelles/unternehmensblog/artikel/stassfurt-die-wiege-des-kalibergbaus/ | besucht am 13.08.2026

LOK Report | Litauen: LTG hat zum 01.02.2022 alle Kalitransporte aus Belarus abgesagt | https://www.lok-report.de/news/europa/item/30666-litauen-ltg-hat-zum-01-02-2022-alle-kalitransporte-aus-belarus-abgesagt.html | besucht am 13.08.2026

Wirtschaftskammer Österreich | Importzölle auf Düngemittel aus Russland und Belarus, Verordnung (EU) 2025/1227 | https://www.wko.at/aussenwirtschaft/importzoelle-duenger-russland-belarus | besucht am 13.08.2026

Euronews | Globales Düngemittel-Kartell geplatzt | https://de.euronews.com/2013/07/30/globales-duengemittel-kartell-geplatzt | besucht am 13.08.2026

taz | Ende von US-Sanktionen gegen Belarus: Lukaschenko will die Welt mit Dünger beglücken | https://taz.de/Ende-von-US-Sanktionen-gegen-Belarus/!6138132/ | besucht am 13.08.2026

hessenschau | K+S muss Salzabwasser-Entsorgung runterfahren | https://www.hessenschau.de/ks-muss-salzabwasser-entsorgung-runterfahren,weser-versalzung-ks-100.html | besucht am 13.08.2026

Nordbayerischer Kurier | Kaliproduktion: K+S will weiter Abwasser in die Werra einleiten | https://www.kurier.de/inhalt.kaliproduktion-k-s-will-weiter-abwasser-in-die-werra-einleiten.da43fba6-19cf-45c4-bf28-1c6a41b9f7f6.html | besucht am 13.08.2026

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung | Künftige Nährstoffrückgewinnung aus Klärschlamm über drei Szenarien | https://bam.de/aktuelles/paper-des-monats/paper/kuenftige-naehrstoffrueckgewinnung-aus-klaerschlamm-ueber-drei-szenarien-deutsche-fallstudie | besucht am 13.08.2026

Xinhua Silk Road | Kalidünger-Projekt von Asia-Potash International in Laos | https://www.presseportal.de/pm/135504/5645619 | besucht am 13.08.2026

Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd | Ernte 2026: Gute Erträge treffen auf niedrige Preise | https://www.bwv-rlp.de/ernte-2026/ | besucht am 13.08.2026

top agrar | Getreidepreise haben geringe Auswirkungen auf den Brotpreis | https://www.topagrar.com/panorama/news/getreidepreise-haben-geringe-auswirkungen-auf-den-brotpreis-10137451.html | besucht am 13.08.2026

Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse, Stichtag 12.08.2026 (1 Euro = 1,1545 US-Dollar) | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/ | besucht am 13.08.2026

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