Phosphor steckt in jeder Zelle Ihres Körpers, in jedem Brot und in jedem Kilogramm Fleisch. Der Rohstoff kostet im Juli 2026 so viel wie seit Jahren nicht, obwohl Stickstoffdünger gerade dramatisch billiger wird. Die Ursache dieser Spreizung liegt nicht dort, wo die meisten sie vermuten.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDeutsche Landwirte zahlen für Diammoniumphosphat, den wichtigsten Phosphatdünger, seit Juni unverändert 875 Euro je Tonne an den Importhäfen. Gegenüber Mitte März hat der Preis um 160 Euro zugelegt, meldet der Agrarfachdienst agrarheute am 9. Juli 2026. Harnstoff dagegen ist im selben Zeitraum um 160 Euro auf 610 Euro je Tonne gefallen. Zwei Düngemittel, zwei Richtungen, ein Markt.
Das Wichtigste in Kürze
- Phosphor lässt sich in der Landwirtschaft durch nichts ersetzen. Der US-amerikanische Geologische Dienst formuliert das in seinem Rohstoffbericht 2026 in einem einzigen Satz: keine Substitute.
- Marokko sitzt auf 50 der weltweit 73 Milliarden Tonnen Reserven, also gut zwei Dritteln. Gefördert wird trotzdem woanders: China holt mit 110 Millionen Tonnen jährlich 44 Prozent der Weltproduktion aus dem Boden.
- Diammoniumphosphat kostet im Juli 2026 875 Euro je Tonne und damit 160 Euro mehr als im März, während Stickstoffdünger im selben Zeitraum um 160 Euro nachgegeben hat.
- Die EU deckt 70 Prozent ihres Bedarfs an Phosphatdünger über Importe von Phosphatgestein. Deutschland fördert selbst kein Gramm.
- Der Engpass sitzt nicht im Gestein. Weltweit lagern mehr als 300 Milliarden Tonnen Ressourcen. Knapp wird der Schwefel, mit dem sich das Gestein überhaupt erst aufschließen lässt.
Angeberwissen in fünf Fragen
Was ist Phosphor und wie entsteht er?

Phosphor ist ein chemisches Element, das kein Lebewesen ersetzen kann und das die Natur über Jahrmillionen in Meeresablagerungen angereichert hat. Die DNA jeder Zelle braucht Phosphat als Rückgrat, die Energiewährung ATP trägt drei Phosphatgruppen im Namen, und Knochen bestehen zu einem erheblichen Teil aus Calciumphosphat.
Der Weg vom Meer in den Acker dauert länger, als sich die meisten vorstellen. Phosphat löst sich im Meerwasser, sinkt mit abgestorbenem Plankton auf den Boden und lagert sich dort über Jahrmillionen zu Phosphorit ab. Der US-amerikanische Geologische Dienst beschreibt die größten dieser sedimentären Lagerstätten in Nordafrika, im Nahen Osten, in China und in den Vereinigten Staaten.
Nicht jedes Phosphatgestein taugt gleich viel. Entscheidend ist der Gehalt an Phosphorpentoxid, abgekürzt P₂O₅, und die Menge unerwünschter Begleitstoffe. Sedimentäres Gestein aus Nordafrika bringt hohe Gehalte mit, führt aber Cadmium mit sich. Magmatisches Gestein, wie Russland und Finnland liefern, entstand aus erkalteter Schmelze statt aus Meeresschlamm und trägt deshalb kaum Schwermetalle.
Diese geologische Fußnote hat Folgen bis in den europäischen Handel, wie das Kapitel zur Lobby zeigt. Vorerst genügt der Befund: Herkunft entscheidet über Qualität, und Qualität entscheidet über Marktzugang.
Bei den Reserven wird die Sache politisch. Von 73 Milliarden Tonnen wirtschaftlich förderbarer Reserven liegen 50 Milliarden in Marokko. Das sind 68 Prozent, verteilt auf die Becken Khouribga, Gantour, Meskala und Boucraâ. China folgt mit 3,4 Milliarden Tonnen, Ägypten mit 2,8, Tunesien mit 2,5, Russland mit 2,4. Die Vereinigten Staaten kommen auf eine Milliarde, und Finnland, das einzige EU-Land mit nennenswerter Förderung, ebenfalls.
Ein Missverständnis hält sich hartnäckig: Reserven seien dasselbe wie Vorkommen. Stimmt nicht. Reserven bezeichnen den Teil, der sich zu heutigen Preisen mit heutiger Technik fördern lässt. Die Ressourcen liegen weit darüber, laut US-Behörde bei mehr als 300 Milliarden Tonnen, verteilt bis auf Kontinentalschelfe und Tiefseeberge im Atlantik und Pazifik. Der Satz, der im Bericht daneben steht, verdient Beachtung: Eine unmittelbare Knappheit an Phosphatgestein droht nicht.
Die Förderkosten klaffen je nach Lagerstätte weit auseinander. In Florida kämpfen die Produzenten mit sinkenden Reserven und fallenden P₂O₅-Gehalten, weshalb die US-Förderung seit Jahren bei etwa 20 Millionen Tonnen verharrt und die Importe steigen. Marokko dagegen fördert im Tagebau aus mächtigen, gleichmäßigen Schichten. Der durchschnittliche US-Grubenpreis lag 2025 bei rund 88 Euro je Tonne.
Wer entdeckte Phosphor und wie begann der Rausch?

Der Hamburger Alchemist Hennig Brand hat Phosphor 1669 entdeckt, als er menschlichen Urin eindampfte, um daraus Gold zu machen. Gold fand er nicht. Stattdessen blieb eine wachsartige Substanz zurück, die im Dunkeln grün leuchtete und an der Luft von selbst Feuer fing.
Wie viele Fässer Urin dafür durch Brands Keller gingen, weiß niemand genau. Die Angaben der Fachliteratur weichen um etwa den Faktor zehn voneinander ab, und die populäre Rechnung mit exakten Literzahlen geht auf keine belegbare Quelle zurück. Gesichert ist der Rest der Geschichte, und der genügt.
Brand hat dem Stoff den Namen gegeben, den er heute noch trägt: Phosphoros, griechisch für Lichtträger. Damit ist er der erste namentlich bekannte Mensch, der ein chemisches Element entdeckt hat. Sein Verfahren hielt er zunächst geheim. Als das Geld ausging, entlockte ihm Johann Daniel Kraft aus Dresden das Rezept gegen 200 Reichstaler, wie die Neue Deutsche Biographie festhält. Johann Kunckel, dem Brand das Experiment in Hamburg vorgeführt hatte, und Robert Boyle 1680 haben den Weg später unabhängig noch einmal gefunden.
Zwei Jahrhunderte blieb Phosphor eine Kuriosität für Fürstenhöfe und Apotheker. Ein leuchtendes Wunder, viel zu teuer für den Acker. Den Umschwung hat nicht die Chemie gebracht, sondern der Hunger.
Mitte des 19. Jahrhunderts stand Europa vor einem Problem: Die Böden waren ausgelaugt, die Bevölkerung wuchs. Justus von Liebig hat 1840 nachgewiesen, dass Pflanzen mineralische Nährstoffe aufnehmen und nicht, wie bis dahin geglaubt, Humus verdauen. Damit war klar, was fehlte, und der Wettlauf um Nachschub begann.
Der erste Nachschub kam als Vogelkot. Auf den Chincha-Inseln vor Peru hatten Seevögel über Jahrtausende Guano-Schichten von bis zu 50 Metern Höhe hinterlassen, konserviert durch das Wüstenklima. Ab 1840 haben britische und US-amerikanische Händler diese Inseln systematisch abgetragen, überwiegend mit chinesischen Kontraktarbeitern unter Bedingungen, die Zeitgenossen mit Sklaverei verglichen haben.
Wie ernst der Westen das Geschäft nahm, zeigt ein Gesetz: Der US-Kongress hat 1856 den Guano Islands Act verabschiedet. Das Gesetz erlaubte jedem US-Bürger, eine unbewohnte Insel mit Guano-Vorkommen für die Vereinigten Staaten in Besitz zu nehmen. Rund 100 Inseln wurden auf dieser Grundlage beansprucht, einige gehören bis heute zum US-Territorium. Ein Rohstoff aus Vogelkot hat also die Landkarte der Pazifikbesitzungen mitgezeichnet.
Der Guano war schnell weg. Was blieb, war der Bedarf, und den deckte ab den 1840er-Jahren die Industrie: John Bennet Lawes hat im November 1842 in England das Patent Nummer 9353 auf Superphosphat erhalten und ein Jahr darauf seine erste Fabrik in Deptford Creek eröffnet. Sein Verfahren behandelt zerkleinerte Knochen, später gemahlenes Phosphatgestein, mit Schwefelsäure und macht das gebundene Phosphat für Pflanzen löslich. In den 1870er-Jahren produzierte Lawes bereits 40.000 Tonnen im Jahr. Dieses Prinzip trägt die Welternährung bis heute, und die Schwefelsäure darin wird uns noch beschäftigen.
Deutschland spielte in dieser Frühphase eine Doppelrolle. Die Entdeckung geschah in Hamburg, die wissenschaftliche Grundlage lieferte Liebig in Gießen, und die chemische Industrie an Rhein und Ruhr baute früh Kapazitäten auf. Eigenes Phosphatgestein hatte das Land nie in nennenswerter Menge. Diese Konstellation, hohe Verarbeitungskompetenz ohne eigene Rohstoffbasis, prägt die deutsche Position bis heute.
Wie hat Phosphor die Weltkarte verändert?

Phosphor hat Inseln entvölkert, Kolonialgrenzen gezogen und hält bis heute einen der letzten ungelösten Territorialkonflikte der Welt am Laufen: den um die Westsahara. Kein anderer Agrarrohstoff steckt so tief in offenen völkerrechtlichen Fragen.
Der Mechanismus wiederholt sich seit 180 Jahren. Ein Land findet Phosphat, eine Macht von außen sichert sich den Zugriff, und die Bevölkerung vor Ort trägt die Kosten. Guano und Chincha-Inseln waren der Auftakt. Nauru wurde zum Lehrstück, und die Westsahara ist der offene Fall.
Nauru, eine Insel im Pazifik mit 21 Quadratkilometern Fläche, bestand fast vollständig aus hochwertigem Phosphat. Deutschland annektierte die Insel 1888, der Geologe Albert Ellis erkannte 1900 den Wert des Gesteins, und ab 1907 baute eine britische Gesellschaft im Einvernehmen mit der deutschen Verwaltung ab. Australien, Neuseeland und Großbritannien übernahmen nach dem Ersten Weltkrieg. Rund 80 Prozent der Insel sind heute eine Mondlandschaft aus Korallenzacken, abgeräumt bis auf den letzten Krümel Mutterboden und auf menschliche Zeiträume hinaus unbewohnbar. Was mit dem Geld geschah, steht im Kapitel über Gewinner und Verlierer.
Der Fall Westsahara läuft noch. Marokko hat das Gebiet 1975 besetzt, nachdem sich Spanien als Kolonialmacht zurückgezogen hatte. Die Vereinten Nationen führen die Westsahara bis heute als Gebiet ohne Selbstregierung, das letzte in Afrika. Im Norden des Territoriums liegt die Mine Bou Craa. Von dort läuft das längste Förderband der Welt über rund 100 Kilometer bis zum Hafen El Marsa bei El Aaiún, stündlich 2.000 Tonnen Gestein. Der Wüstenwind weht so viel hellen Staub vom Band, dass die NASA die Linie auf Satellitenbildern als weißen Strich durch die Wüste dokumentiert. Bou Craa liefert rund drei Millionen Tonnen im Jahr, etwa ein Zehntel der marokkanischen Förderung.
Am 4. Oktober 2024 hat die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs in den verbundenen Rechtssachen C-779/21 P und C-799/21 P entschieden und die Rechtsmittel von EU-Kommission und Rat zurückgewiesen. Die Handelsabkommen zwischen der EU und Marokko, soweit sie Erzeugnisse aus der Westsahara erfassen, sind damit nichtig. Das Gericht stellte fest, die Westsahara sei ein gesondertes und eigenständiges Gebiet, über das Marokko keine Souveränität besitze. Für Abkommen mit Wirkung auf das Gebiet sei die Zustimmung des dort lebenden Volkes nötig, und diese Zustimmung hatte niemand eingeholt.
Ein Urteil ändert keine Förderquote. Marokkanisches Phosphat bleibt auf dem Weltmarkt, und die EU verhandelt an neuen Konstruktionen. Die juristische Klarstellung hat trotzdem Gewicht: Sie verwandelt eine politische Meinungsverschiedenheit in eine Rechtsfrage, an der sich jedes europäische Unternehmen messen lassen muss, das dort einkauft.
Bemerkenswert ist die Rollenverteilung im Weltmarkt. Marokko hält 68 Prozent der Reserven, fördert aber nur 36 Millionen Tonnen im Jahr. China sitzt auf gerade einmal 3,4 Milliarden Tonnen Reserven, also knapp fünf Prozent, holt daraus aber 110 Millionen Tonnen jährlich und damit 44 Prozent der Weltproduktion. Marokkos Macht liegt in der Zukunft, Chinas in der Gegenwart.
Genau diese Gegenwartsmacht nutzt Peking. China hat seine Ausfuhren von Phosphatdünger seit 2021 über Quoten und Zölle gedrosselt, um zuerst die eigenen Bauern zu versorgen. Der EU-Düngemittel-Aktionsplan vom Mai 2026 benennt die Folge nüchtern: Große Exporteure blieben durch Handelsbestimmungen eingeschränkt, was die für Europa verfügbaren Mengen verringere.
Die Vereinigten Staaten haben aus dieser Lage eine Konsequenz gezogen, die lange undenkbar schien. Am 7. November 2025 kam Phosphatgestein auf die offizielle US-Liste kritischer Mineralien, veröffentlicht im Federal Register. Ein Agrarrohstoff steht damit neben Seltenen Erden und Kobalt. Die EU war früher dran: Phosphatgestein gilt seit 2014 als kritischer Rohstoff, elementarer Phosphor seit 2017.
Reserven 2025: 73 Mrd. Tonnen
Förderung 2025: 250 Mio. Tonnen
Die Abhängigkeit Europas: 70 Prozent des EU-Bedarfs an Phosphatdünger werden über Importe von Phosphatgestein gedeckt. Finnland ist das einzige EU-Land mit nennenswerter Förderung und liefert 980.000 Tonnen im Jahr, also 0,4 Prozent der Weltproduktion. Deutschland fördert kein Phosphatgestein.
Der offene Konflikt: Ein Teil der marokkanischen Förderung stammt aus der Westsahara, die die UN als Gebiet ohne Selbstregierung führt. Der Europäische Gerichtshof erklärte die EU-Marokko-Handelsabkommen am 4. Oktober 2024 für nichtig, soweit sie Erzeugnisse von dort erfassen.
Warum ist Phosphor für die Weltwirtschaft so wichtig?

Ohne Phosphatdünger könnte die Landwirtschaft die Weltbevölkerung nicht ernähren, und ein Ersatzstoff existiert nicht. Der US-amerikanische Geologische Dienst führt in seinem Rohstoffbericht unter der Rubrik Substitute einen Satz, der in dieser Härte selten vorkommt: Für Phosphor in der Landwirtschaft existiert kein Ersatz.
Dieser Satz verdient eine Sekunde Nachdenken. Bei Kupfer lässt sich Aluminium einsetzen, bei Kobalt lassen sich Akkuchemien wechseln, und bei Erdöl arbeitet die halbe Industriewelt an Alternativen. Bei Phosphor endet die Liste, bevor sie beginnt. Pflanzen brauchen genau dieses Element, und die Chemie kennt dafür keinen Stellvertreter.
Die Zahlen dahinter sind groß, aber überschaubar. Weltweit wurden 2025 rund 250 Millionen Tonnen Phosphatgestein gefördert, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus entstanden 47,8 Millionen Tonnen Phosphorpentoxid in Düngemitteln. Bis 2029 rechnet die US-Behörde mit 51,5 Millionen Tonnen, getrieben vor allem von Asien und Südamerika.
Der Weg vom Gestein zum Acker führt fast immer über dieselbe Station. Über 95 Prozent des in den Vereinigten Staaten geförderten Phosphatgesteins gehen in die Herstellung von Nassphosphorsäure, aus der dann Dünger und Futtermittelzusätze werden. Der schmale Rest wird zu elementarem Phosphor, und der landet überwiegend im Unkrautvernichter Glyphosat.
Für Deutschland fällt die Bilanz eindeutig aus. Das Land fördert kein Phosphatgestein und ist bei diesem Rohstoff vollständig auf Einfuhren angewiesen. Die Europäische Kommission beziffert im Düngemittel-Aktionsplan vom 19. Mai 2026 die Importquote für den EU-Bedarf an Phosphatdünger auf 70 Prozent und benennt die Konzentration der Reserven auf wenige Länder außerhalb der Union, insbesondere Marokko.
Ein Vergleich ordnet das ein. Bei Kali liegt die EU-Importquote bei etwa 40 Prozent, weil Deutschland und Spanien selbst fördern. Bei Stickstoffdünger sind rund 30 Prozent importiert, wobei die europäische Ammoniakkapazität in den vergangenen Jahren um fast zehn Prozent geschrumpft ist. Phosphor ist damit unter den drei Hauptnährstoffen der mit Abstand verwundbarste. Kali und Stickstoff kann Europa notfalls selbst produzieren, Phosphatgestein nicht.
Gehandelt wird Phosphatgestein anders als Kupfer oder Weizen. Eine Terminbörse mit täglicher Preisfeststellung existiert nicht. Die Preise entstehen bilateral zwischen wenigen großen Anbietern und großen Abnehmern, veröffentlicht werden Referenzwerte von Fachdiensten wie Argus oder von der Weltbank. Diese Intransparenz ist kein Zufall, sondern Folge der Marktstruktur: Wo eine Handvoll Produzenten einer Handvoll Importeure gegenübersteht, braucht niemand einen anonymen Börsenhandel.
Wie sehr Dünger die Kosten der Landwirtschaft prägt, zeigt der EU-Aktionsplan mit zwei Zahlen: Über sieben Prozent der gesamten Inputkosten im europäischen Agrarsektor entfallen auf Dünger, bei reinen Ackerbaubetrieben sogar 16 Prozent. Steigt der Phosphatpreis, steigt dort die Kostenbasis unmittelbar.
In welchen Produkten steckt Phosphor, und was verschwindet ohne ihn?

Phosphor steckt in fast jedem Lebensmittel, in Cola, in Zahnpasta, in Streichhölzern und in Ihren Knochen, aber der weit überwiegende Teil der Weltförderung landet auf dem Acker. Die Produktliste ist deshalb weniger eine Liste von Waren als eine Liste von Ernten.
Beginnen wir beim Offensichtlichen. Phosphorsäure gibt Cola ihren säuerlichen Geschmack und steht auf dem Etikett als E 338. In Zahnpasta sorgen Phosphatverbindungen für Putzwirkung, in Backpulver treibt Phosphat den Teig, und in Schmelzkäse halten Phosphate die Masse geschmeidig. Sicherheitsstreichhölzer tragen roten Phosphor in der Reibfläche, nicht im Kopf.
Historisch bekannt und heute Vergangenheit sind Phosphate im Waschmittel. Die Phosphathöchstmengenverordnung vom 4. Juni 1980 hat den Gehalt in zwei Stufen gedrückt, bis 1984 auf etwa die Hälfte des Werts von 1975. Den Rest erledigte ab 1986 die Waschmittelindustrie freiwillig, weil phosphatfreie Produkte im Regal besser ankamen. Diese Geschichte taugt als Maßstab: Im Waschmittel ließ sich Phosphat ersetzen. Im Acker nicht.
Der eigentliche Befund steckt in der Mengenverteilung. Alles, was Verbraucher als Phosphorprodukt erkennen, also Cola, Zahnpasta, Streichhölzer, Backpulver, macht zusammen einen schmalen Rest der Weltförderung aus. Der große Strom geht in Dünger und Futtermittel. Die ehrlichste Antwort auf die Frage, wo Phosphor drinsteckt, findet sich deshalb im Supermarkt: in fast allem, aber indirekt.
Damit zur Kipp-Logik, also zur Frage, was bei einem Lieferausfall tatsächlich wegfiele. Hier trennen sich zwei Welten sauber voneinander.
Bei den Industrieprodukten wäre der Ausfall verschmerzbar. Cola ohne Phosphorsäure wäre möglich, Citronensäure liefert ebenfalls Säure, wenn auch mit anderem Geschmack. Zahnpasta funktioniert mit Kieselsäure als Putzkörper. Backpulver arbeitet mit Weinsäure statt Phosphat. Waschmittel hat den Ersatz längst hinter sich. Jedes dieser Produkte würde anders schmecken oder anders wirken, aber jedes bliebe im Regal.
Bei der Ernte endet die Ausweichbewegung. Eine Pflanze baut ihre DNA, ihre Zellmembranen und ihren Energiestoffwechsel auf Phosphat auf. Fehlt der Nährstoff, wächst die Pflanze schlechter, setzt weniger Körner an und liefert am Ende weniger Ertrag. Kein Chemiekonzern der Welt kann ein Molekül liefern, das diese Rolle übernimmt. Deshalb steht der lapidare Satz der US-Behörde da, wo er steht.
Ein Vorbehalt gehört dazu, sonst wird aus der Analyse Alarmismus. Ein Lieferstopp bei Phosphatdünger führt nicht am nächsten Tag zu Ernteausfällen. Böden tragen Phosphatvorräte aus früherer Düngung, und viele europäische Äcker sind über Jahrzehnte hinweg gut versorgt worden. Ein Jahr ohne Phosphatdünger übersteht ein deutscher Acker in der Regel ohne dramatischen Ertragsverlust. Ein Jahrzehnt nicht. Die Wirkung ist ein Auszehren, keine Explosion, und genau das macht die Sache politisch so leicht zu verschleppen.
Die Kipp-Logik: Alle bekannten Phosphor-Produkte im Supermarktregal lassen sich ersetzen. Nur das Wichtigste nicht. Der US-amerikanische Geologische Dienst führt unter der Rubrik Substitute genau einen Satz: Für Phosphor in der Landwirtschaft existiert kein Ersatz.
Kein Knall, ein Auszehren: Ein Lieferstopp träfe die Ernte nicht sofort. Böden tragen Vorräte aus früherer Düngung, und gut versorgte europäische Äcker überstehen ein Jahr ohne Phosphatdünger. Ein Jahrzehnt nicht.
Wie setzt sich der Preis einer Tonne Phosphatdünger zusammen?

Eine Tonne Diammoniumphosphat kostet im Juli 2026 875 Euro, und der Preis hängt an drei Vorprodukten: Phosphatgestein, Ammoniak und Schwefel. Der dritte Bestandteil erklärt, warum dieser Dünger teuer bleibt, während alle anderen billiger werden.
Phosphatgestein allein ergibt noch keinen Dünger. Das Gestein ist schwer löslich, und eine Pflanzenwurzel kommt an das gebundene Phosphat nicht heran. Erst Schwefelsäure schließt das Gestein auf, genau nach dem Prinzip, das Lawes 1842 patentieren ließ. Branchenübliche Prozessmodelle rechnen für eine Tonne DAP mit etwa 1,5 bis 2 Tonnen Phosphatgestein, rund 0,4 Tonnen Schwefel und ungefähr 0,2 Tonnen Ammoniak.
Damit hängen an einem Sack Dünger drei völlig verschiedene Weltmärkte. Das Gestein kommt aus Marokko, China oder Russland und kostete am US-Grubentor 2025 im Schnitt rund 88 Euro je Tonne. Das Ammoniak entsteht aus Erdgas und folgt dem Gaspreis. Der Schwefel stammt aus einer Quelle, die kaum jemand auf der Rechnung hat.
Über 80 Prozent des weltweiten Schwefels fallen als Abfall an, und zwar bei der Entschwefelung von Erdöl und Erdgas. Raffinerien müssen den Schwefel aus dem Rohöl holen, weil Schwefeldioxid sauren Regen erzeugt. Was übrig bleibt, verkaufen sie. Phosphatdünger ist damit ein Nebenprodukt der Ölindustrie, nicht chemisch, aber ökonomisch. Kein Fass Öl, kein Schwefel. Kein Schwefel, keine Schwefelsäure. Keine Schwefelsäure, kein aufgeschlossenes Phosphat.
Genau hier klemmt die Kette 2026. Durch die Straße von Hormus laufen 44 Prozent der weltweiten Schwefelströme, wie der Agrarfachdienst agrarheute vorrechnet, und diese Meerenge ist zum Nadelöhr geworden. Der Schwefelpreis ist stark gestiegen, und agrarheute nennt ihn am 9. Juli 2026 als wichtigsten Grund für die hohen Phosphatdüngerpreise. Dazu kommen Exportbeschränkungen großer Anbieter, die die für Europa verfügbaren Mengen drücken.
Die Divergenz im Düngerregal macht den Mechanismus sichtbar. Harnstoff ist im Juli auf 610 Euro je Tonne gefallen, 160 Euro unter dem Juniwert von 770 Euro. Kalkammonsalpeter kostet 405 Euro, 50 Euro weniger als Ende Mai. Kornkali liegt unverändert bei 310 Euro. Nur Diammoniumphosphat hält seine 875 Euro. Stickstoffdünger hängt am Gaspreis, und Gas ist verfügbar. Phosphatdünger hängt am Schwefel, und Schwefel steckt fest.
An wen fließen diese 875 Euro? Der größte Anteil geht an Vorprodukte und damit an die Förderländer und die Schwefellieferanten. Anlagenbetreiber, Reeder, Zwischenhändler und der Landhandel teilen sich den Rest. Ein deutscher Staatsanteil fehlt: Auf Dünger fällt in Deutschland keine Sonderabgabe an, anders als beim Benzin, wo Energiesteuer und Mehrwertsteuer über die Hälfte des Literpreises ausmachen. Der Düngerpreis ist fast reiner Weltmarkt, ungefiltert durchgereicht.
Ein Wort zur Asymmetrie. Landwirte berichten seit Jahren, dass Düngerpreise schneller steigen als fallen, und die Marktstruktur stützt diesen Eindruck: Wenige Anbieter, kein Börsenhandel, bilaterale Verträge. Belastbare Zahlen zur Weitergabegeschwindigkeit im deutschen Landhandel liegen uns nicht vor, und deshalb behaupten wir hier keine. Auffällig bleibt der Juli-Befund trotzdem: Der gefallene Stickstoffpreis kam bei den Landwirten an, der Phosphatpreis rührt sich nicht.
Für den Endverbraucher landet all das nur verdünnt im Einkaufswagen. Am Preis eines Brötchens hängt der Rohstoff Getreide nur zu wenigen Prozent, wie unsere Stoffgeschichte zum Weizen vorgerechnet hat, und der Phosphatanteil daran ist ein Bruchteil dieses Bruchteils. Die Rechnung für teuren Phosphor zahlt zuerst der Betrieb, nicht die Kasse im Supermarkt. Sichtbar wird der Effekt erst mit Verzögerung und dann in der Fläche.
Die Rezeptur: Vorprodukte je Tonne DAP
Düngerpreise Juli 2026 an deutschen Importhäfen
Warum nur Phosphat teuer bleibt: Stickstoffdünger hängt am Gaspreis, und Gas ist verfügbar. Phosphatdünger hängt am Schwefel, und 44 Prozent der weltweiten Schwefelströme laufen durch die Straße von Hormus.
Kein Staatsanteil: Auf Dünger fällt in Deutschland keine Sonderabgabe an. Anders als beim Benzin, wo Steuern über die Hälfte des Literpreises ausmachen, reicht der Handel den Weltmarktpreis nahezu ungefiltert durch.
Wer verdient an Phosphor, und wer zahlt drauf?

Am Phosphor verdienen wenige Förderländer und ihre staatsnahen Konzerne, während Importländer, Landwirte und die Bevölkerung in den Abbaugebieten die Rechnung tragen. Der Rohstoff liefert dabei das vielleicht drastischste Lehrstück für den Ressourcenfluch, das die Wirtschaftsgeschichte kennt.
Auf der Gewinnerseite steht an erster Stelle Marokko. Der staatliche Konzern OCP hat 2025 einen Umsatz von rund 10,7 Milliarden Euro erreicht, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Königreich sitzt auf zwei Dritteln der Weltreserven und hat aus dieser Position eine Industriestrategie gebaut: OCP verkauft längst nicht nur Gestein, sondern verarbeitet vor Ort zu Dünger und beliefert Indien, Brasilien und Europa. Wertschöpfung im eigenen Land statt Rohstoffexport, das ist die Lehre, die Marokko aus dem Schicksal anderer Förderländer gezogen hat.
Auf der Verliererseite steht ein Staat, der seinen Reichtum vollständig verbraucht hat. Nauru gehörte in den 1970er-Jahren zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Der Phosphaterlös floss in Fonds, und die Fonds flossen in Fehlinvestitionen, darunter Londoner Immobilien und ein Musical über Leonardo da Vinci, das floppte. Als das Phosphat zur Neige ging, blieb eine ausgehöhlte Insel ohne Landwirtschaft, ohne Industrie und ohne Rücklagen. Nauru finanziert sich heute wesentlich damit, ein australisches Flüchtlingslager zu beherbergen.
Der Fall trägt jedes Merkmal des Ressourcenfluchs. Der Begriff beschreibt den Befund, dass rohstoffreiche Länder im Schnitt langsamer wachsen als rohstoffarme. Die Mechanik dahinter heißt Holländische Krankheit: Der Rohstoffexport treibt die eigene Währung nach oben, dadurch verlieren alle anderen Exportbranchen ihre Wettbewerbsfähigkeit, und am Ende hängt das Land an einem einzigen Produkt. Fällt dessen Preis, fällt alles. Norwegen hat diesen Automatismus mit seinem Staatsfonds durchbrochen, indem das Land die Öleinnahmen konsequent im Ausland anlegte. Nauru hat das Gegenteil vorgeführt.
Zwischen diesen Polen liegt die Westsahara, und hier wird die Verteilungsfrage zur Rechtsfrage. Die Erlöse aus Bou Craa fließen an einen Staat, dem der Europäische Gerichtshof im Oktober 2024 ausdrücklich die Souveränität über das Gebiet abgesprochen hat. Die Menschen, die das Völkerrecht als Inhaber des Selbstbestimmungsrechts benennt, sitzen teils seit Jahrzehnten in algerischen Flüchtlingslagern. Ein Rohstoff verlässt ein Gebiet, dessen Bewohner nicht gefragt wurden.
Die deutschen Landwirte gehören zu den stillen Verlierern dieser Ordnung. Sie kaufen zu Weltmarktpreisen ein, können die Kosten aber kaum weitergeben, weil ihre Erzeugerpreise an anderen Märkten hängen. Der Düngerkäuferstreik im Frühjahr 2026, über den agrarheute berichtete, war genau das: keine Trotzreaktion, sondern betriebswirtschaftliche Notwehr bei fallenden Getreidepreisen und steigenden Phosphatkosten.
Beim Phosphor führt Europa die falsche Debatte. Marokko hält zwei Drittel der Reserven, aber der Engpass 2026 heißt Schwefel und kommt aus der Ölraffinerie. Wir steigen aus dem Öl aus und haben nicht zu Ende gedacht, woher dann der Stoff kommt, der unser Phosphat aufschließt.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Wie mächtig ist die Phosphor-Lobby?

Die Phosphorbranche braucht keine laute Lobby, weil ihr stärkstes Argument in jeder Ernte steckt: ohne Phosphat kein Ertrag. Ihr Einfluss wirkt deshalb subtiler als bei Öl oder Kohle, und er zeigt sich am deutlichsten dort, wo Grenzwerte verhandelt werden.
Das Lehrstück heißt Cadmium. Sedimentäres Phosphatgestein aus Nordafrika bringt das Schwermetall geologisch mit. Cadmium reichert sich in Böden an, geht in Nahrungspflanzen über und schädigt beim Menschen die Nieren. Magmatisches Gestein aus Russland und Finnland ist dagegen nahezu cadmiumfrei. Ein strenger Grenzwert hätte damit eine sehr konkrete Nebenwirkung: Er verschiebt Marktanteile von Nordafrika nach Russland.
Genau darum wurde jahrelang gerungen. Die EU-Düngeprodukteverordnung 2019/1009 setzt seit dem 16. Juli 2022 einen Grenzwert von 60 Milligramm Cadmium je Kilogramm Phosphorpentoxid für Dünger mit mehr als fünf Prozent P₂O₅. Das Europäische Parlament hatte eine deutlich schärfere Staffelung bis auf 20 Milligramm gefordert und sich nicht durchgesetzt. Übrig blieb ein freiwilliges grünes Label für Hersteller, die den Wert von 20 Milligramm unterschreiten, und von diesem Label profitieren vor allem Anbieter mit magmatischem Gestein.
Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen, und der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Für Juli 2026, also für diesen Monat, steht ein Bericht der EU-Kommission an, der eine weitere Verschärfung prüfen soll. Umweltverbände und Recyclingwirtschaft drängen darauf, nordafrikanische Lieferanten und ihre Abnehmer halten dagegen. Eine geologische Eigenschaft entscheidet hier über Handelsströme, und beide Seiten führen dabei ehrliche Argumente: Gesundheitsschutz gegen Versorgungssicherheit.
Auf der Subventionsseite läuft der Einfluss offener. Die EU-Kommission hat am 12. Juni 2026 Finanzhilfen von 540 Millionen Euro für die von den Düngerkosten belasteten Landwirte vorgeschlagen, darunter 300 Millionen Euro aus der Agrarreserve. Die Mitgliedstaaten dürfen um bis zu 200 Prozent aufstocken, womit rechnerisch bis zu 1,5 Milliarden Euro zusammenkommen könnten. Geld, das die Symptome lindert und an der Importabhängigkeit nichts ändert.
Bemerkenswert ist, was in der öffentlichen Debatte fehlt. Über Erdgas und Seltene Erden diskutiert der Bundestag regelmäßig, über Chinas Griff nach den Magnetrohstoffen berichten alle Leitmedien. Phosphatgestein steht seit 2014 auf der EU-Liste kritischer Rohstoffe, elementarer Phosphor seit 2017, und trotzdem kennt kaum jemand außerhalb der Agrarbranche diese Einstufung. Ein Rohstoff ohne Ersatz, zu 70 Prozent importiert, und keine Schlagzeile. Diese Aufmerksamkeitslücke ist die wirksamste Lobbyarbeit von allen, denn sie kostet nichts.
Wie kommen wir von importiertem Phosphor los?

Der einzige realistische Weg aus der Importabhängigkeit führt über Recycling, und Deutschland hat sich als eines der ersten Länder der Welt dazu gesetzlich verpflichtet. Ab dem 1. Januar 2029 greift die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm.
Die Logik dahinter ist bestechend einfach. Phosphor verschwindet nicht, er wandert. Vom Acker in die Pflanze, von der Pflanze in Mensch und Tier, von dort in die Kanalisation und schließlich in den Klärschlamm. Anders als Öl wird Phosphor nicht verbrannt, sondern nur verteilt. Ein geschlossener Kreis senkt den Importbedarf.
Die Klärschlammverordnung nimmt Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen in die Pflicht. In der Fassung des Paragrafen 3a ist von der ab dem 1. Januar 2029 durchzuführenden Phosphorrückgewinnung die Rede, und die Berichtspflichten dazu laufen seit 2023. Kleine Anlagen bekommen längere Fristen, große müssen zuerst liefern. Deutschland hat damit einen Vorlauf, um den andere EU-Staaten das Land beneiden dürften, und einen Investitionsstau, den die Kommunen gerade abarbeiten.
Technisch existieren zwei Wege. Der eine gewinnt Phosphor direkt aus dem Schlamm oder dem Abwasser, meist als Struvit, ein Magnesium-Ammonium-Phosphat, das sich als Dünger ausbringen lässt. Der andere verbrennt den Schlamm zuerst und holt das Phosphat aus der Asche, was höhere Ausbeuten erlaubt und Schadstoffe zuverlässiger abtrennt. Beide Verfahren funktionieren im großtechnischen Maßstab, beide sind teurer als marokkanisches Gestein zu Normalpreisen.
Genau dieser Kostenvergleich verschiebt sich gerade. Bei 875 Euro je Tonne Dünger rechnet sich manche Rückgewinnungsanlage, die bei 500 Euro noch defizitär gewesen wäre. Hohe Preise sind der wirksamste Anschub für die Kreislaufwirtschaft, den keine Förderrichtlinie ersetzen kann. Das Umweltbundesamt hat zudem klargestellt, dass Kommunen die Kosten der Rückgewinnung auf die Abwassergebühr umlegen dürfen, was die Finanzierung erleichtert.
Neben dem Recycling wirken drei weitere Hebel, die zusammen mehr bringen als jeder für sich:
- Effizienter düngen. Bodenanalysen und teilflächenspezifische Ausbringung senken den Bedarf, ohne den Ertrag zu drücken. Viele deutsche Böden sind aus früheren Jahrzehnten gut mit Phosphat versorgt und brauchen weniger, als traditionell gestreut wird.
- Wirtschaftsdünger nutzen. Gülle und Mist enthalten Phosphat. Das Problem ist die Verteilung: In Viehregionen fällt zu viel an, in Ackerbauregionen zu wenig. Aufbereitung und Transport lösen das, kosten aber Geld.
- Phytase füttern. Pflanzliches Futter enthält Phosphor überwiegend als Phytat, das Schweine und Geflügel kaum verwerten können. Das Enzym Phytase schließt diesen Phosphor auf und spart mineralisches Futterphosphat. Der DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung und die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie empfehlen den Standardeinsatz, weil moderne nährstoffreduzierte Verfahren die Phosphorausscheidung um über 30 Prozent senken.
- Lieferanten streuen. Die USGS-Liste nennt neue Projekte in Kanada, Kongo-Brazzaville, Guinea-Bissau und Senegal sowie Kapazitätsausbau in Brasilien, Kasachstan, Mexiko und Russland. Mehr Anbieter bedeuten weniger Erpressbarkeit, wenn auch nicht automatisch niedrigere Preise.
Beim Zeithorizont bleiben wir nüchtern. Ein vollständiger Ersatz importierten Phosphats durch Recycling ist auf absehbare Zeit unrealistisch, weil der Kreislauf Verluste hat: Phosphor geht über Erosion, Abschwemmung und Deponierung verloren. Ein spürbarer Beitrag ist dagegen erreichbar, und die Rechtslage ab 2029 erzwingt ihn. Der Unterschied zwischen Unabhängigkeit und Verwundbarkeit liegt nicht bei hundert Prozent, sondern bei den ersten dreißig.
Und dann bleibt die unbequemste Baustelle, die kaum jemand auf der Rechnung hat: der Schwefel. Selbst perfektes Phosphatrecycling löst das Problem nicht, denn auch recyceltes Phosphat muss chemisch aufgeschlossen werden. Mark Maslin, Livia Van Heerde und Simon Day haben 2022 im Geographical Journal vorgerechnet, dass die weltweite Nachfrage nach Schwefelsäure von 246 Millionen Tonnen auf über 400 Millionen Tonnen im Jahr 2040 steigen dürfte, während das Angebot mit dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wegbricht. Die Lücke beziffern sie auf 100 bis 320 Millionen Tonnen jährlich, also auf 40 bis 130 Prozent der heutigen Produktion. Der Ausstieg aus dem Öl nimmt dem Phosphatdünger sein Aufschlussmittel gleich mit.
Was bedeutet der Düngerpreis-Schock für Deutschland?

Deutsche Landwirte zahlen im Juli 2026 für Phosphatdünger 875 Euro je Tonne, 160 Euro mehr als im März, und anders als beim Stickstoff ist keine Entspannung in Sicht. Der Grund liegt nicht in Marokko, sondern in einer Meerenge am Persischen Golf.
Die Spreizung, mit der dieser Artikel begonnen hat, ist der eigentliche Befund. Harnstoff hat seit Juni 160 Euro verloren und steht bei 610 Euro. Kalkammonsalpeter kostet 405 Euro und damit 50 Euro weniger als Ende Mai. Diammoniumphosphat rührt sich nicht. Zwei Düngemittel, zwei Richtungen, und dazwischen liegt der Unterschied zwischen Erdgas und Schwefel.
Für deutsche Betriebe fällt das in eine ohnehin angespannte Lage. Dünger macht laut EU-Kommission über sieben Prozent der Inputkosten im europäischen Agrarsektor aus, bei Ackerbaubetrieben 16 Prozent. Weil gleichzeitig die Getreidepreise nachgeben, haben viele Landwirte im Frühjahr schlicht nicht gekauft. agrarheute hat diesen Käuferstreik im Mai dokumentiert, und im Juli meldet der Dienst einen sehr ruhigen Markt, weil die Ernte läuft und Düngerkäufe warten müssen.
Das Aufschieben verlagert das Problem nur. Phosphat, das im Herbst nicht gestreut wird, fehlt der Frucht des Folgejahres. Deutsche Böden puffern das eine Saison lang, weil Jahrzehnte intensiver Düngung Vorräte angelegt haben. Diese Reserve ist der Grund, warum ein Phosphorschock hierzulande langsam wirkt, und zugleich der Grund, warum die Politik das Thema so bequem verschieben kann.
Was tut die Bundesregierung? Konkret wenig, und der Handlungsspielraum ist auch schmal. Der wesentliche Hebel liegt in Brüssel, und dort läuft seit dem 19. Mai 2026 der Düngemittel-Aktionsplan mit Liquiditätshilfen, einer Wertschöpfungspartnerschaft und dem Ausbau der Nährstoffrückgewinnung. Am 12. Juni kamen 540 Millionen Euro Finanzhilfen dazu. Die eigentliche deutsche Antwort liegt woanders und ist längst beschlossen: die Rückgewinnungspflicht ab 2029.
Drei Szenarien für die kommenden Monate, sauber getrennt nach Wahrscheinlichkeit:
- Optimistisch: Die Lage am Golf entspannt sich, Schwefel fließt wieder normal, und der Phosphatpreis folgt dem Stickstoff nach unten. Realistisch wären dann Werte um 700 Euro je Tonne bis zum Herbst. Voraussetzung ist ein politischer Durchbruch, den derzeit niemand seriös vorhersagen kann.
- Realistisch: Der Preis verharrt auf hohem Niveau. Schwefel bleibt knapp, Exportbeschränkungen bleiben bestehen, und die Herbstdüngung wird teuer. Betriebe düngen aus den Bodenvorräten und schieben die Investition ins Frühjahr.
- Pessimistisch: Eine weitere Eskalation am Golf oder eine Verschärfung chinesischer Exportregeln treibt den Preis über die 1.000-Euro-Marke. Dann wird aus einem Kostenproblem ein Strukturproblem, und die Diskussion über Versorgungssicherheit erreicht endlich den Bundestag.
Was folgt daraus praktisch? Für Landwirte: Bodenanalyse vor Bestellung. Genaue Kenntnis der eigenen Phosphatvorräte führt zu gezielterem Einkauf und spart in einem Hochpreisjahr am meisten. Auf gut versorgten Böden lässt sich eine Saison zehren, ohne die Fruchtbarkeit zu gefährden. Wirtschaftsdünger aus der Region ersetzt teuren Import, wo die Logistik stimmt.
Für Unternehmer außerhalb der Landwirtschaft steckt in derselben Lage eine Geschäftsgelegenheit. Kommunen müssen bis 2029 Rückgewinnungsanlagen bauen, Klärschlammasche wird von Abfall zu Rohstoff, und Aufbereitungstechnik, Logistik und Handel für Rezyklate stehen erst am Anfang. Bei 875 Euro je Tonne Konkurrenzprodukt rechnen sich Geschäftsmodelle, die vor drei Jahren als Subventionsfälle galten.
Bleibt der Blick über den Tag hinaus. Die US-Behörde schreibt in ihren Rohstoffbericht 2026 den Satz, dass keine unmittelbare Knappheit an Phosphatgestein droht, und dieser Satz stimmt. Mehr als 300 Milliarden Tonnen Ressourcen liegen in der Erde, Marokko allein hat Reserven für Jahrhunderte. Die Peak-Phosphorus-Debatte, die vor einem Jahrzehnt Konjunktur hatte, ging von deutlich kleineren Reserven aus, und seit deren Neubewertung ist ihr die Grundlage entzogen. Ausgehen wird uns der Phosphor nicht.
Nur schützt das vor gar nichts. Ein Rohstoff muss nicht knapp sein, um politisch zu wirken. Er muss nur konzentriert liegen, schwer zu ersetzen sein und an einer verwundbaren Lieferkette hängen. Phosphor erfüllt alle drei Bedingungen, und die verwundbarste Stelle dieser Kette ist ausgerechnet ein Abfallprodukt der Ölindustrie, das im Zuge der Energiewende verschwindet. Wer aus dem Öl aussteigt, muss den Schwefel mitdenken. Die 875 Euro auf der Rechnung eines deutschen Landwirts sind die erste Rate.
Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zu Phosphor

AbfKlärV
AbfKlärV (Klärschlammverordnung) ist die deutsche Verordnung über die Verwertung von Klärschlamm. Ihre für den Rohstoff Phosphor entscheidende Regelung verpflichtet Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen ab dem 1. Januar 2029 zur Rückgewinnung von Phosphor.
Ammoniak
Ammoniak (NH₃) ist eine Stickstoff-Wasserstoff-Verbindung, die großtechnisch aus Erdgas hergestellt wird. Für Diammoniumphosphat liefert Ammoniak den Stickstoffanteil, weshalb der Düngerpreis auch am Gaspreis hängt.
Bou Craa
Bou Craa ist die Phosphatmine in der Westsahara, aus der rund ein Zehntel der marokkanischen Förderung stammt. Ein etwa 100 Kilometer langes Förderband, das längste der Welt, bringt das Gestein zur Küste.
Cadmium
Cadmium (Cd) ist ein giftiges Schwermetall, das in sedimentärem Phosphatgestein natürlich vorkommt und sich über Dünger in Böden anreichert. Die EU begrenzt den Gehalt in Phosphatdüngern seit 2022 auf 60 Milligramm je Kilogramm Phosphorpentoxid.
DAP
DAP (Diammoniumphosphat) ist der weltweit meistgehandelte Phosphatdünger und liefert Phosphor und Stickstoff zugleich. Der DAP-Preis an den Importhäfen gilt in Europa als Leitwert für die Phosphatversorgung.
Eutrophierung
Eutrophierung bezeichnet die Überdüngung von Gewässern mit Nährstoffen, vor allem Phosphat und Stickstoff. Die Folge sind Algenblüten, Sauerstoffmangel und im Extremfall sauerstofffreie Todeszonen, weshalb Phosphat aus Waschmitteln verbannt wurde.
Guano
Guano sind über Jahrtausende angehäufte Vogel- oder Fledermausexkremente, die reich an Phosphat und Stickstoff sind. Guano war der erste im großen Stil gehandelte Phosphordünger und Auslöser kolonialer Landnahmen im 19. Jahrhundert.
Holländische Krankheit
Holländische Krankheit beschreibt den volkswirtschaftlichen Mechanismus, bei dem Rohstoffexporte die eigene Währung aufwerten und dadurch alle übrigen Exportbranchen unrentabel machen. Das Land wird abhängig von einem einzigen Produkt und dessen Preis.
Nassphosphorsäure
Nassphosphorsäure entsteht, indem Phosphatgestein mit Schwefelsäure aufgeschlossen wird. Über 95 Prozent des geförderten Phosphatgesteins durchlaufen diesen Prozess auf dem Weg zum Dünger, was den Schwefelbedarf der Branche erklärt.
OCP
OCP (Office Chérifien des Phosphates) ist der staatliche marokkanische Phosphatkonzern und der weltgrößte Exporteur von Phosphat und Phosphatdüngern. Der Konzern setzte 2025 rund 10,7 Milliarden Euro um.
Peak Phosphorus
Peak Phosphorus bezeichnet die These, die weltweite Phosphatförderung erreiche bald ihr Maximum und falle danach ab. Nach der Neubewertung der marokkanischen Reserven auf 50 Milliarden Tonnen gilt die These in ihrer ursprünglichen Form als überholt.
Phosphorpentoxid
Phosphorpentoxid (P₂O₅) ist die Rechengröße, in der Phosphatgehalte im Handel angegeben werden. Düngerpreise, Grenzwerte und Reserven beziehen sich fast immer auf P₂O₅ statt auf reinen Phosphor.
Ressourcenfluch
Ressourcenfluch nennt die Ökonomie den Befund, dass rohstoffreiche Länder im Durchschnitt langsamer wachsen und schlechter regiert werden als rohstoffarme. Nauru gilt als Extremfall, Norwegen als Gegenbeispiel.
Struvit
Struvit ist ein Magnesium-Ammonium-Phosphat, das sich aus Abwasser und Klärschlamm ausfällen lässt und als Dünger taugt. Struvitfällung ist eines der beiden großtechnischen Verfahren zur Phosphorrückgewinnung.
FAQ: Phosphor: Der Rohstoff, ohne den nichts wächst

Woher kommt Phosphor?
Phosphor stammt aus Phosphatgestein, das überwiegend in Marokko, China, den USA und Russland abgebaut wird. China förderte 2025 mit 110 Millionen Tonnen 44 Prozent der Weltproduktion von 250 Millionen Tonnen, gefolgt von Marokko mit 36 Millionen Tonnen. Bei den Reserven dreht sich das Bild: Marokko sitzt auf 50 der weltweit 73 Milliarden Tonnen und damit auf gut zwei Dritteln. Deutschland fördert kein Phosphatgestein und ist vollständig auf Importe angewiesen.
Warum sind Phosphatdünger 2026 so teuer?
Der Hauptgrund ist der stark gestiegene Schwefelpreis, denn ohne Schwefelsäure lässt sich Phosphatgestein nicht aufschließen. Diammoniumphosphat kostet im Juli 2026 875 Euro je Tonne, 160 Euro mehr als im März. Rund 44 Prozent der weltweiten Schwefelströme laufen durch die Straße von Hormus, die als Nadelöhr gilt. Dazu kommen Exportbeschränkungen großer Anbieter. Stickstoffdünger ist im selben Zeitraum billiger geworden, weil er am Gaspreis hängt und nicht am Schwefel.
Kann man Phosphor ersetzen?
In der Landwirtschaft nicht. Der U.S. Geological Survey führt in seinem Rohstoffbericht 2026 unter der Rubrik Substitute genau einen Satz: Für Phosphor in der Landwirtschaft existiert kein Ersatz. Pflanzen brauchen das Element für DNA, Zellmembranen und Energiestoffwechsel. In Industrieprodukten liegt der Fall anders: Cola funktioniert mit Citronensäure, Zahnpasta mit Kieselsäure, Backpulver mit Weinsäure, und Waschmittel kommen seit den 1980er-Jahren ohne Phosphat aus.
Geht der Phosphor aus?
Nein, jedenfalls nicht absehbar. Der U.S. Geological Survey beziffert die weltweiten Ressourcen auf mehr als 300 Milliarden Tonnen und schreibt ausdrücklich, dass keine unmittelbare Knappheit droht. Die Reserven von 73 Milliarden Tonnen reichen bei der aktuellen Förderung von 250 Millionen Tonnen jährlich rechnerisch fast 300 Jahre. Die Peak-Phosphorus-These der 2000er-Jahre ging von deutlich kleineren Reserven aus und gilt nach deren Neubewertung als überholt. Das eigentliche Risiko ist politischer Natur, nicht geologischer.
Wie abhängig ist Europa bei Phosphor?
Die EU deckt 70 Prozent ihres Bedarfs an Phosphatdünger über Importe von Phosphatgestein. Das schreibt die Europäische Kommission in ihrem Düngemittel-Aktionsplan vom 19. Mai 2026 und benennt Marokko ausdrücklich als Konzentrationspunkt der Reserven. Zum Vergleich: Bei Kali liegt die Importquote bei rund 40 Prozent, bei Stickstoffdünger bei etwa 30 Prozent. Phosphor ist damit der verwundbarste der drei Hauptnährstoffe. Finnland ist das einzige EU-Land mit nennenswerter Förderung.
Was hat Phosphor mit der Westsahara zu tun?
Ein Teil der marokkanischen Phosphatförderung stammt aus der Westsahara, die die Vereinten Nationen als Gebiet ohne Selbstregierung führen. Die Mine Bou Craa liefert rund drei Millionen Tonnen im Jahr, etwa ein Zehntel der marokkanischen Produktion. Der Europäische Gerichtshof entschied am 4. Oktober 2024 in den Rechtssachen C-779/21 P und C-799/21 P, dass die Westsahara ein gesondertes und eigenständiges Gebiet ist, über das Marokko keine Souveränität besitzt, und erklärte die EU-Marokko-Handelsabkommen insoweit für nichtig.
Ab wann muss Deutschland Phosphor recyceln?
Ab dem 1. Januar 2029 greift die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm. Die Klärschlammverordnung nennt in Paragraf 3a ausdrücklich die ab diesem Datum durchzuführende Rückgewinnung, und die zugehörigen Berichtspflichten laufen bereits seit 2023. Kleinere Anlagen haben längere Fristen. Technisch kommen zwei Wege infrage: die Fällung von Struvit aus Abwasser und Schlamm oder die Rückgewinnung aus der Asche verbrannten Klärschlamms. Das Umweltbundesamt hat klargestellt, dass Kommunen die Kosten auf die Abwassergebühr umlegen dürfen.
Quellen
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agrarheute | Düngerpreise fallen heftig im Juli: Landwirte pokern beim Düngerkauf, hohes Risiko | https://www.agrarheute.com/markt/duengemittel/duengerpreise-fallen-heftig-juli-landwirte-ernte-kaufen-keinen-duenger-641670 | besucht am 16.07.2026
agrarheute | Düngerpreise im Mai viel zu hoch, Landwirte kaufen keinen Dünger: Der Käuferstreik | https://www.agrarheute.com/markt/duengemittel/so-hoch-duengerpreise-mai-landwirte-beim-duengerkauf-kaeuferstreik-640539 | besucht am 16.07.2026
Europäische Kommission | Fertiliser Action Plan, COM(2026) 310 final | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:52026DC0310 | besucht am 16.07.2026
Europäische Kommission | Commission proposes 540 million euro support for farmers facing high fertiliser costs, IP/26/1348 | https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1348 | besucht am 16.07.2026
Gerichtshof der Europäischen Union | Urteil vom 4. Oktober 2024, verbundene Rechtssachen C-779/21 P und C-799/21 P, Kommission und Rat gegen Front Polisario | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:62021CJ0779 | besucht am 16.07.2026
Maslin, Mark; Van Heerde, Livia; Day, Simon | Sulfur: A potential resource crisis that could stifle green technology and threaten food security as the world decarbonises, The Geographical Journal 188(4), S. 498 bis 505 | https://doi.org/10.1111/geoj.12475 | besucht am 16.07.2026
Europäisches Parlament und Rat | Verordnung (EU) 2019/1009 über die Bereitstellung von EU-Düngeprodukten auf dem Markt | https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/1009/oj | besucht am 16.07.2026
Bundesministerium der Justiz | Klärschlammverordnung (AbfKlärV), Paragraf 3a Berichtspflichten und Phosphoruntersuchungen | https://www.gesetze-im-internet.de/abfkl_rv_2017/__3a.html | besucht am 16.07.2026
Bundesministerium der Justiz | Verordnung über Höchstmengen für Phosphate in Wasch- und Reinigungsmitteln (PHöchstMengV) | https://www.gesetze-im-internet.de/ph_chstmengv/BJNR006640980.html | besucht am 16.07.2026
Umweltbundesamt | Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm auf Abwassergebühr umlegbar | https://www.umweltbundesamt.de/themen/phosphorrueckgewinnung-aus-klaerschlamm-auf | besucht am 16.07.2026
NASA Earth Observatory | World’s Longest Conveyor Belt System | https://earthobservatory.nasa.gov/images/150869/worlds-longest-conveyor-belt-system | besucht am 16.07.2026
Royal Society of Chemistry | Dronsfield, Alan; Ellis, Pete: The medicinal history of phosphorus | https://edu.rsc.org/feature/the-medicinal-history-of-phosphorus/2020257.article | besucht am 16.07.2026
Bayerische Akademie der Wissenschaften | Neue Deutsche Biographie, Band 2: Brand, Hennig | https://www.deutsche-biographie.de/sfz5512.html | besucht am 16.07.2026
Science History Institute | Hansen, Bert: Hennig Brandt and the Discovery of Phosphorus | https://www.sciencehistory.org/stories/magazine/hennig-brandt-and-the-discovery-of-phosphorus/ | besucht am 16.07.2026
Rothamsted Research | The history of Rothamsted Research: John Bennet Lawes und das Superphosphat-Patent von 1842 | https://www.rothamsted.ac.uk/history-rothamsted-research | besucht am 16.07.2026
Encyclopaedia Britannica | Nauru: Phosphate Mining, WWII, Geopolitics | https://www.britannica.com/place/Nauru/History | besucht am 16.07.2026
Europäische Kommission, Joint Research Centre | Raw Materials Information System: EU Critical Raw Materials | https://rmis.jrc.ec.europa.eu/eu-critical-raw-materials | besucht am 16.07.2026
OCP Group | Finanzergebnisse 2025 | https://www.ocpgroup.ma/en | besucht am 16.07.2026
Intratec Solutions | Diammonium Phosphate from Phosphate Rock, Sulfur and Ammonia, Prozessmodell DAP E31A (Mengenangaben als Richtwerte) | https://cdn.intratec.us/docs/reports/previews/dap-e31a-b.pdf | besucht am 16.07.2026
DLG | DLG-kompakt 01/2022: Pflanzlichen Phosphor für das Tier nutzbar machen | https://www.dlg.org/mediacenter/dlg-merkblaetter/dlg-kompakt-01-2022-pflanzlichen-phosphor-fuer-das-tier-nutzbar-machen | besucht am 16.07.2026
Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse, Stichtag 15.07.2026: 1 Euro = 1,1406 US-Dollar | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/ | besucht am 16.07.2026