Firmenversicherung Vergleich 2026
Das sind die besten 73 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
14 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Ein schwarzer Bürostuhl unter einem orangenen Regenschirm mit einer Etikette "Auch montags"

Ein Kunde stolpert im Ladenlokal über ein Kabel, ein Wasserrohr platzt über dem Serverschrank, oder ein Fehler in Ihrem Projekt kostet den Auftraggeber bares Geld: Solche Schäden können einen kleinen Betrieb schnell an seine Grenzen bringen. Eine passende Firmenversicherung fängt die finanziellen Folgen auf. Wir haben 73 Anbieter geprüft, die Gewerbe- und Firmenkunden im DACH-Raum mit eigenen Policen absichern, von Erstversicherern und öffentlichen Versicherern über Spezial- und Industrieversicherer bis zu Rechtsschutzversicherern, Assekuradeuren und Digitalversicherern mit Online-Abschluss. Im Ratgeber erfahren Sie, welche Versicherungen Ihr Betrieb braucht, welche Lücken typisch sind, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, wie Sie Ihre Policen ordnen und wovon die Prämie abhängt. Die Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Versicherungsberatung.


Firmenversicherungen im Vergleich: Empfohlene Anbieter

Tiroler Versicherung

Sitz in Innsbruck Versicherungsverein a. G. Handel, Handwerk, Gastgewerbe

Regionalversicherer in Form eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit aus Innsbruck. Die TIROLER Gewerbeversicherung bündelt Gebäude, Einrichtung, Betriebsunterbrechung, Elektronik, Technik und Betriebshaftpflicht für Handel, Handwerk, Produktion, Gastgewerbe und Dienstleistung, Beratung über Berater.

Tiroler Versicherung Screenshot tiroler-versicherung.at

Die TIROLER VERSICHERUNG V.a.G. ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Innsbruck und einer Zweigniederlassung in Südtirol-Trentino. Der Regionalversicherer unterliegt der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA und ist Mitglied der Wirtschaftskammer. Das Firmenprogramm richtet sich an Betriebe in Tirol.

Die TIROLER Gewerbeversicherung geht von einer individuellen Betriebsanalyse aus. Versichert werden Betriebs- und Nebengebäude, Betriebseinrichtung sowie Waren und Vorräte gegen Feuer und zusätzliche Gefahren (Extended Coverage), Betriebsunterbrechung, Einbruch/Diebstahl, Leitungswasser, Glasbruch, Sturm, Elektronik, Technik, Kühlgut und Gästegut, dazu die Betriebshaftpflicht. Die Sparten sind individuell wählbar, viele Zusatzdeckungen sind prämienfrei, ein Unterversicherungsverzicht bei aufrechter Wertanpassung ist möglich. Zusätzlich lassen sich Firmen-Rechtsschutz und betriebliche Altersvorsorge absichern. Das Angebot gilt für Handel, Handwerk, Produktion, Gastgewerbe und Dienstleistung, ergänzt um die Bergbahnversicherung.

Der Zugang läuft über die Betriebsanalyse und persönliche Berater, die sich über die Beratersuche finden lassen; ein Termin lässt sich online vereinbaren.

Das spricht für Tiroler Versicherung
Individuelle Spartenauswahl
Die Sparten der TIROLER Gewerbeversicherung sind individuell wählbar.
Breiter Deckungsumfang
Gebäude, Einrichtung, Waren, Betriebsunterbrechung, Elektronik, Technik und Haftpflicht sind versicherbar.
Prämienfreie Zusatzdeckungen
Viele Zusatzdeckungen sind ohne Mehrprämie in der Gewerbeversicherung enthalten.
Summenausgleich
Zwischen Gebäude- und Einrichtungsversicherungssummen besteht ein Summenausgleich.
Betriebsanalyse
Der Schutz entsteht aus einer individuellen Betriebsanalyse mit Beratern vor Ort.
Firmen-Rechtsschutz
Firmen-Rechtsschutz und betriebliche Altersvorsorge lassen sich zusätzlich absichern.

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Was ist eine Firmenversicherung, und welche braucht Ihr Betrieb?

Ein schwarzer Bürostuhl unter einem orangenen Regenschirm mit einer Etikette "Auch montags"
Haftpflicht als Basis, dazu Inhalt, Betriebsunterbrechung und Rechtsschutz: Welche Firmenversicherung Sie brauchen, hängt von Ihrer Tätigkeit ab.

Firmenversicherung ist ein Sammelbegriff für alle Policen, mit denen Unternehmen und Selbstständige ihren Betrieb absichern. Die Basis bildet fast immer eine Haftpflichtversicherung, dazu kommen je nach Tätigkeit Inhalts- und Elektronikversicherung, Betriebsunterbrechung und Firmenrechtsschutz, einzeln oder gebündelt in einer Police.

Eine Betriebshaftpflicht übernimmt Personen- und Sachschäden, die Sie, Ihre Beschäftigten oder Ihre Geräte bei Dritten verursachen, und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Die private Haftpflicht hilft hier nicht, denn sie schließt berufliche Tätigkeiten in aller Regel aus. Wer beratend oder planend arbeitet, etwa als Agentur, Entwickler, Architektin oder Unternehmensberater, braucht zusätzlich eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht, weil reine Vermögensschäden in der Betriebshaftpflicht meist nicht gedeckt sind.

In Deutschland ist die Betriebshaftpflicht für die meisten Betriebe keine gesetzliche Pflicht. Für einige Berufe schreibt das Berufsrecht aber eine Berufshaftpflicht vor, etwa für Rechtsanwältinnen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Versicherungsvermittler und Bewachungsunternehmen sowie für Architekten und Ingenieure in vielen Bundesländern. Auch Österreich und die Schweiz kennen solche Pflichtversicherungen für bestimmte Berufe. Arbeitgeber in Deutschland sind zudem über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert. Unabhängig von der Pflicht verlangen viele Auftraggeber, Vermieter und Leasinggeber einen Haftpflichtnachweis.

Ob Sie Einzelpolicen oder eine Bündelversicherung wählen, hängt von Größe und Struktur Ihres Betriebs ab. Bündelpolicen fassen Haftpflicht, Inhalt, Elektronik und Betriebsunterbrechung in einem Vertrag mit gemeinsamer Laufzeit zusammen und sind für kleine Betriebe oft übersichtlicher. Einzelverträge erlauben dafür mehr Spielraum bei Summen und Bedingungen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erläutert die wichtigsten Gewerbesparten auf seiner Website.

Der 6-Punkte-Test: Ist Ihr Betrieb richtig versichert?
  • Kontakt mit Kunden: Sie arbeiten beim Kunden, empfangen Besuch oder liefern Produkte und könnten Dritten einen Schaden zufügen.
  • Beratung oder Planung: Ein fachlicher Fehler in Ihrem Projekt könnte beim Auftraggeber einen Vermögensschaden auslösen.
  • Werte im Betrieb: In Büro, Lager oder Werkstatt stehen Einrichtung, Technik oder Waren, deren Ersatz Sie aus eigener Kasse kaum zahlen könnten.
  • Laufende Fixkosten: Miete, Löhne und Leasingraten laufen weiter, auch wenn der Betrieb nach einem Brand wochenlang stillsteht.
  • Nachweis verlangt: Auftraggeber, Vermieter, Kammer oder Berufsrecht verlangen einen Versicherungsnachweis mit bestimmten Summen.
  • Betrieb hat sich verändert: Neue Leistungen, neue Räume, mehr Beschäftigte oder mehr Umsatz sind seit dem letzten Vertragscheck hinzugekommen.

Treffen mehrere dieser Punkte zu, sollten Sie Ihre Firmenversicherung neu aufstellen oder überprüfen. Erfassen Sie zuerst Risiken und Werte, klären Sie, welche Versicherung Pflicht ist, und holen Sie Angebote mit gleichen Summen und Bausteinen ein. Die Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Versicherungsberatung.

Typische Probleme bei der Absicherung von Betrieb und Gewerbe

Ein grauer und schwarzer Ordner mit orangem Verschlussband und Schlüssel, beschriftet mit "Kleingedrucktes"
Unterversicherung, Lücken zwischen den Sparten und verspätete Schadenmeldungen gehören zu den häufigsten Problemen der Firmenversicherung.

Viele Betriebe merken erst im Schadenfall, dass ihre Absicherung nicht passt. Typisch sind Unterversicherung, Lücken zwischen den Sparten, eine falsch beschriebene Tätigkeit, ungedeckte Vermögensschäden, ein Betriebsausfall nach Brand oder Wasser, Streit mit Kunden oder Vermieter und zu spät gemeldete Schäden.

Der Klassiker ist die Unterversicherung. Liegt die vereinbarte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wert Ihrer Einrichtung, Waren und Geräte, darf der Versicherer die Entschädigung nach § 75 VVG im Verhältnis kürzen, und zwar auch bei kleinen Teilschäden. Gerade wachsende Betriebe kaufen laufend Technik und Ware nach, passen die Summe aber nie an. Manche Policen enthalten deshalb einen Unterversicherungsverzicht, der allerdings an Bedingungen geknüpft ist.

Gefährlich sind auch Lücken zwischen den Verträgen. Die Betriebshaftpflicht deckt keine reinen Vermögensschäden, die Inhaltsversicherung keinen Ertragsausfall, und die Elektronikversicherung greift oft erst bei Ursachen, die andere Policen ausschließen. Stimmt die Tätigkeitsbeschreibung im Vertrag nicht mehr mit dem Alltag überein, etwa weil eine Agentur inzwischen auch Software entwickelt, kann der Schutz für die neue Tätigkeit fehlen. Nach einem Brand oder Wasserschaden laufen Miete, Löhne und Leasingraten weiter, während der Umsatz ausbleibt.

Dazu kommen Streitfälle und Formalien. Offene Rechnungen, Streit mit dem Vermieter über das Gewerbemietverhältnis oder Auseinandersetzungen mit Beschäftigten kosten Anwalts- und Gerichtsgebühren. Und selbst ein gedeckter Schaden kann teuer werden, wenn Sie ihn zu spät melden oder Obliegenheiten verletzen. Das Versicherungsvertragsgesetz verlangt, dass Sie den Versicherungsfall unverzüglich anzeigen, und erlaubt dem Versicherer bei Verstößen gegen Obliegenheiten je nach Verschulden eine Kürzung oder Leistungsfreiheit.

Unterversicherung

Die Versicherungssumme ist hinter dem Wert von Einrichtung und Waren zurückgeblieben, die Entschädigung wird gekürzt.

Lücken zwischen den Sparten

Haftpflicht, Inhalt und Elektronik greifen ineinander, doch manche Schäden fallen zwischen alle Verträge.

Falsch beschriebene Tätigkeit

Neue Leistungen stehen nicht im Vertrag, der Schutz für diese Tätigkeit kann fehlen.

Haftung für Kundenschäden

Personen-, Sach- und Vermögensschäden bei Kunden führen zu Forderungen, die schnell existenzbedrohend werden.

Ausfall nach Brand oder Wasser

Nach einem Sachschaden ruht der Betrieb, während Miete, Löhne und Raten weiterlaufen.

Streit mit Kunden oder Vermieter

Rechtsstreitigkeiten verursachen Anwalts- und Gerichtskosten, die ohne Rechtsschutz der Betrieb trägt.

Schadenmeldung zu spät

Wer einen Schaden nicht unverzüglich anzeigt oder Obliegenheiten verletzt, riskiert Kürzungen.

Arten der Firmenversicherung im Überblick

Ein orangener Schutzhelm mit mehreren Schalen, auf dem ein weißes Schild mit der Aufschrift "Basis" angebracht ist
Haftpflicht, Inhalt, Betriebsunterbrechung und Rechtsschutz bilden den Grundschutz, Cyber und D&O ergänzen ihn für besondere Risiken.

Die wichtigsten Bausteine der Firmenversicherung sind Betriebshaftpflicht, Berufs- und Vermögensschadenhaftpflicht, Inhalts- und Elektronikversicherung, Betriebsunterbrechung, Firmenrechtsschutz und die Bündelpolice. Cyberversicherung und D&O-Versicherung ergänzen diesen Grundschutz für besondere Risiken.

Die Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden Dritter sowie daraus folgende Vermögensschäden, etwa wenn ein Handwerker beim Kunden einen Wasserschaden verursacht oder eine Besucherin im Büro stürzt. Die Berufshaftpflicht, bei beratenden Berufen oft als Vermögensschadenhaftpflicht bezeichnet, springt ein, wenn ein fachlicher Fehler beim Auftraggeber einen reinen Vermögensschaden auslöst, zum Beispiel durch eine fehlerhafte Beratung, einen verpassten Termin oder eine Rechtsverletzung im Kundenprojekt.

Die Inhaltsversicherung, auch Geschäftsinhaltsversicherung genannt, ersetzt Einrichtung, Waren und Vorräte nach Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel, auf Wunsch auch nach weiteren Naturgefahren. Die Elektronikversicherung deckt Computer, Telefonanlagen, Kassen und Maschinensteuerungen zusätzlich gegen Bedienfehler, Überspannung oder Sturz. Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt den entgangenen Gewinn und die laufenden Kosten, wenn ein versicherter Sachschaden den Betrieb stilllegt.

Der Firmenrechtsschutz übernimmt Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten, etwa im Arbeitsrecht, im Strafrecht oder bei Streit um Verkehrsunfälle, für Vertragsstreit mit Kunden meist nur als Zusatzbaustein. Bündel- oder Multirisk-Policen fassen mehrere Sparten zusammen, oft als Branchenkonzept für Handel, Handwerk, Gastronomie oder Büro. Ergänzend sichert die Cyberversicherung Hackerangriffe und Datenpannen ab, die D&O-Versicherung die persönliche Haftung von Geschäftsführung und Vorstand.

Betriebshaftpflicht

Personen- und Sachschäden Dritter aus der betrieblichen Tätigkeit, inklusive Abwehr unberechtigter Ansprüche.

Berufs- und Vermögensschadenhaftpflicht

Reine Vermögensschäden durch fachliche Fehler, für einige Berufe gesetzlich vorgeschrieben.

Inhalt und Elektronik

Einrichtung, Waren und Technik gegen Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm sowie Bedienfehler und Defekte.

Betriebsunterbrechung

Entgangener Gewinn und laufende Kosten, wenn ein versicherter Sachschaden den Betrieb stilllegt.

Firmenrechtsschutz

Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten in ausgewählten Rechtsbereichen wie Arbeits- oder Strafrecht.

Bündel- und Multirisk-Police

Mehrere Sparten in einem Vertrag, oft als Branchenkonzept, ergänzbar um Cyber oder D&O.

Bündelpolice
Mehrere Sparten in einem Vertrag
  • Ein Vertrag mit gemeinsamer Laufzeit
  • Oft als Branchenkonzept vorkonfiguriert
  • Weniger Lücken zwischen den Sparten
  • Weniger Spielraum bei einzelnen Bausteinen
Einzelpolicen
Jede Sparte separat versichert
  • Summen und Bedingungen je Sparte frei wählbar
  • Verschiedene Versicherer kombinierbar
  • Mehr Verwaltungsaufwand und Laufzeiten
  • Risiko von Lücken oder Doppelungen

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Firmenversicherung planen: Leitfaden für Haftpflicht, Inhalt und Betriebsunterbrechung 2026

Der Leitfaden zur Firmenversicherung: wie Sie die Risiken Ihres Betriebs erfassen, Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Inhalt und Betriebsunterbrechung sinnvoll kombinieren, Angebote mit gleichen Summen und Bausteinen bewerten, Unterversicherung und Obliegenheitsverletzungen vermeiden und Ihre Policen jährlich auf Stand halten.

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Worauf Sie bei der Auswahl einer Firmenversicherung achten sollten

Ein Versicherungsschein mit Lupe und "Geprüft"-Stempel, symbolisiert Überprüfung und Validierung von Versicherungsdokumenten
Tätigkeitsbeschreibung, Deckungssummen, Bausteine und Schadenservice entscheiden, ob eine Firmenversicherung zu Ihrem Betrieb passt.

Die passende Firmenversicherung ergibt sich aus Ihren Risiken, nicht aus dem günstigsten Angebot. Prüfen Sie Tätigkeitsbeschreibung, Deckungssummen, Selbstbehalt, Bausteine und Erweiterungen, Branchenkonzept, Schadenservice, den Zugang über Agentur, Makler oder Online-Abschluss sowie Laufzeit und Kündigung.

Beginnen Sie mit der Tätigkeitsbeschreibung. Versichert ist in der Regel nur, was im Vertrag als Betriebsart oder Tätigkeit steht. Beschreiben Sie deshalb alle Leistungen, auch Nebentätigkeiten, Montage beim Kunden oder Auslandsaufträge. Wählen Sie dann Deckungssummen, die auch einen großen Personenschaden oder einen teuren Fehler im Kundenprojekt tragen, und prüfen Sie, ob Auftraggeber oder Berufsrecht bestimmte Mindestsummen verlangen. Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie, belastet Sie aber bei jedem Schaden.

Danach zählen Bausteine und Bedingungen. Wichtige Erweiterungen sind etwa Mietsachschäden an gemieteten Räumen, Schäden an Kundeneigentum, Tätigkeitsschäden, Produkthaftpflicht für Händler und Hersteller, Allmählichkeitsschäden oder Auslandsdeckung. Viele Versicherer bieten Branchenkonzepte, die typische Risiken einer Berufsgruppe bereits einschließen. Lesen Sie die Ausschlüsse genauso aufmerksam wie die Leistungen, und achten Sie bei Sachversicherungen auf Neuwertersatz und einen möglichen Unterversicherungsverzicht.

Zuletzt geht es um Service und Vertrag. Klären Sie, wie Sie einen Schaden melden, ob ein fester Ansprechpartner zuständig ist und wie schnell der Versicherer reguliert. Online-Abschlüsse sind für einfache Risiken bequem, bei komplexen Betrieben hilft eine Agentur oder ein Makler, der mehrere Gesellschaften kennt. Achten Sie auf Laufzeit, Kündigungsfristen und Anpassungsklauseln. Nach § 11 VVG können Sie Verträge mit mehr als dreijähriger Laufzeit zum Ende des dritten Jahres kündigen, und nach einem Schadenfall haben in der Regel beide Seiten ein Sonderkündigungsrecht.

Tätigkeitsbeschreibung
Ist alles versichert, was Sie tun?

Versichert ist meist nur die im Vertrag genannte Betriebsart. Nebentätigkeiten, Montage beim Kunden oder Auslandsaufträge müssen ausdrücklich aufgeführt sein.

Alle Leistungen im Vertrag benanntNebentätigkeiten aufgenommenAuslandstätigkeit geklärt
Praxistipp: Legen Sie Ihre Website und Ihr Leistungsverzeichnis neben die Tätigkeitsbeschreibung im Antrag.
Deckungs- und Versicherungssummen
Reicht die Summe für den großen Schaden?

Haftpflichtsummen sollten auch einen schweren Personenschaden tragen, Sachsummen den aktuellen Neuwert von Einrichtung, Technik und Waren.

Summen je Schaden und je Jahr geprüftMindestsummen aus Berufsrecht oder Verträgen beachtetNeuwert der Sachwerte ermittelt
Praxistipp: Fragen Sie nach einem Unterversicherungsverzicht und seinen Bedingungen.
Selbstbehalt
Wie viel tragen Sie selbst?

Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie, belastet aber jeden Schaden. Wählen Sie eine Höhe, die Ihr Betrieb ohne Mühe tragen kann.

Selbstbehalt je Sparte bekanntWirkung auf die Prämie verglichenLiquidität für kleine Schäden eingeplant
Praxistipp: Lassen Sie sich Angebote mit zwei verschiedenen Selbstbehalten erstellen.
Bausteine und Erweiterungen
Sind die typischen Risiken eingeschlossen?

Mietsachschäden, Schäden an Kundeneigentum, Tätigkeitsschäden, Produkthaftpflicht oder Allmählichkeitsschäden sind je nach Tarif enthalten oder zubuchbar.

Erweiterungen für Ihre Branche geprüftAusschlüsse gelesenCyber und D&O als Ergänzung bewertet
Praxistipp: Markieren Sie in den Bedingungen jeden Ausschluss, der Ihren Alltag betrifft.
Branchenkonzept
Kennt der Versicherer Ihre Branche?

Branchenkonzepte für Handel, Handwerk, Gastronomie, Heilberufe oder IT bündeln typische Risiken einer Berufsgruppe und vermeiden Lücken.

Passendes Branchenkonzept vorhandenTypische Schäden der Branche eingeschlossenBesonderheiten des eigenen Betriebs ergänzt
Praxistipp: Fragen Sie Ihren Verband oder Ihre Kammer nach empfohlenen Mindestdeckungen.
Schadenservice
Wie läuft es, wenn etwas passiert?

Eine einfache Schadenmeldung, ein fester Ansprechpartner und eine zügige Regulierung entscheiden im Ernstfall über den Wert der Police.

Meldewege bekanntAnsprechpartner benanntHilfe bei Sanierung oder Notfall geklärt
Praxistipp: Speichern Sie Schadennummer und Meldeweg dort, wo Ihr Team sie im Notfall findet.
Zugang und Beratung
Online, Agentur oder Makler?

Für einfache Risiken genügt oft ein Online-Abschluss. Bei mehreren Sparten oder komplexen Tätigkeiten hilft eine Agentur oder ein Makler mit Marktüberblick.

Zugangsweg festgelegtBeratung dokumentiertZuständigkeit im Schadenfall geklärt
Praxistipp: Lassen Sie sich die Beratung und die empfohlenen Summen schriftlich bestätigen.
Laufzeit und Kündigung
Wie flexibel ist der Vertrag?

Laufzeit, Kündigungsfristen, Anpassungsklauseln und Sonderkündigungsrechte nach einem Schaden bestimmen, wie leicht Sie Ihren Schutz später ändern können.

Laufzeit und Hauptfälligkeit notiertKündigungsfrist bekanntBeitragsanpassung geregelt
Praxistipp: Legen Sie die Hauptfälligkeiten aller Policen auf einen gemeinsamen Termin.
5 Fragen, 2 Minuten

Welche Firmenversicherung passt zu Ihrem Betrieb?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 73 recherchierten Anbietern ab, nicht nur mit den empfohlenen Anbietern.

Frage 1 von 5
In welchem Bereich ist Ihr Betrieb tätig?
Die Branche bestimmt, welche Risiken im Vordergrund stehen.
Beratung, Agentur oder IT
Büroarbeit mit Kundenprojekten, Risiko vor allem bei Vermögensschäden.
Handel oder Onlinehandel
Waren, Lager und Produkthaftung stehen im Mittelpunkt.
Handwerk oder Bau
Arbeiten beim Kunden mit Risiko für Personen- und Sachschäden.
Gastronomie, Praxis oder Studio
Publikumsverkehr, Einrichtung und Geräte vor Ort.
Frage 2 von 5
Wie groß ist Ihr Betrieb?
Größe und Beschäftigtenzahl beeinflussen Bedarf und Prämie.
Selbstständig ohne Beschäftigte
Einzelunternehmen oder Freiberuf, oft mit Online-Abschluss.
Bis 10 Beschäftigte
Kleinbetrieb mit eigenen Räumen und ersten Angestellten.
10 bis 50 Beschäftigte
Gewachsener Betrieb mit mehreren Sparten und Verträgen.
Mehr als 50 Beschäftigte
Mittelstand mit individuellem Versicherungsprogramm.
Frage 3 von 5
Welche Absicherung haben Sie bereits?
Der Bestand zeigt, ob Lücken oder Doppelungen bestehen.
Noch keine
Gründung oder Start in die Selbstständigkeit.
Nur eine Haftpflicht
Basis vorhanden, Sachwerte und Ausfall ungeschützt.
Mehrere Einzelverträge
Verschiedene Policen mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Eine Bündelpolice
Mehrere Sparten in einem Vertrag, Prüfung auf Aktualität.
Frage 4 von 5
Welches Risiko beschäftigt Sie am meisten?
Ihre größte Sorge zeigt, welcher Baustein Vorrang hat.
Schäden bei Kunden
Personen-, Sach- oder Vermögensschäden bei Dritten.
Verlust von Einrichtung und Technik
Feuer, Wasser, Einbruch oder Defekt an Geräten.
Stillstand des Betriebs
Umsatzausfall bei weiterlaufenden Kosten.
Rechtsstreit
Streit mit Kunden, Vermieter oder Beschäftigten.
Frage 5 von 5
Wie möchten Sie Ihre Versicherung abschließen?
Der Zugangsweg bestimmt, wie viel Beratung Sie erhalten.
Online und schnell
Digitaler Abschluss für einfache, klar beschriebene Risiken.
Über eine Agentur
Persönliche Betreuung durch einen Versicherer vor Ort.
Über einen Makler
Unabhängige Auswahl aus mehreren Gesellschaften.
Noch offen
Erst Überblick verschaffen, dann entscheiden.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

So schließen Sie eine Firmenversicherung ab oder stellen Ihre Policen um

Ein Stapel weißer Papierblätter mit einem Schlüsselbund, an dem ein oranges Schild mit der Aufschrift "Betrieb gesichert" hängt
Risiken erfassen, Werte ermitteln, Angebote prüfen und Laufzeiten bündeln: So entsteht ein lückenloser Schutz für Ihren Betrieb.

Ein guter Versicherungsschutz beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Planen Sie Risikoanalyse, Werte und Umsätze, Angebote und Bedingungen, Antrag und Antragsfragen, das Bündeln der Laufzeiten sowie eine jährliche Überprüfung als festen Ablauf.

Erfassen Sie zuerst Ihre Risiken: Was kann bei Kunden passieren, welche Werte stehen in Büro, Lager oder Werkstatt, wie lange könnte Ihr Betrieb nach einem Brand stillstehen, und welche Streitfälle sind in Ihrer Branche üblich? Ermitteln Sie anschließend die Grundlagen der Prämie, also Umsatz oder Lohnsumme, Zahl der Beschäftigten und den Neuwert von Einrichtung, Technik und Waren. Mit diesen Daten erhalten Sie Angebote, die sich wirklich nebeneinanderlegen lassen.

Holen Sie Angebote bei mehreren Versicherern ein, direkt, über eine Agentur oder über einen Makler, und achten Sie auf identische Summen und Bausteine. Beantworten Sie die Antragsfragen vollständig und wahrheitsgemäß. Nach § 19 VVG müssen Sie alle Gefahrumstände anzeigen, nach denen der Versicherer in Textform fragt, etwa Vorschäden oder gefährliche Tätigkeiten. Falsche oder fehlende Angaben können den Versicherer zum Rücktritt oder zur Vertragsanpassung berechtigen.

Bestehen bereits Verträge, stimmen Sie die Laufzeiten ab und kündigen alte Policen erst, wenn der neue Schutz nahtlos beginnt. Prüfen Sie dabei, ob sich Deckungen doppeln oder ob zwischen alten und neuen Bedingungen Lücken entstehen. Legen Sie alle Policen, Bedingungen und Ansprechpartner zentral ab. Einmal im Jahr und bei jeder größeren Veränderung, etwa neuen Räumen, neuen Leistungen oder deutlich mehr Umsatz, sollten Sie Summen und Tätigkeitsbeschreibung überprüfen.

1 Woche

Risiken erfassen

Tätigkeiten, Kundenkontakt, Werte und mögliche Ausfälle des Betriebs systematisch aufschreiben.

Alle Leistungen und Nebentätigkeiten auflistenSchadenszenarien je Bereich notierenPflichtversicherungen aus Berufsrecht prüfen
1
1 Woche

Werte und Umsätze ermitteln

Die Daten zusammentragen, nach denen Versicherer Summen und Prämien berechnen.

Umsatz und Lohnsumme festhaltenNeuwert von Einrichtung, Technik und Waren ermittelnFixkosten für einen Ausfall berechnen
2
2 bis 4 Wochen

Angebote einholen und prüfen

Mehrere Angebote mit gleichen Summen und Bausteinen anfordern und Bedingungen lesen.

Angebote mit identischen Vorgaben anfragenAusschlüsse und Selbstbehalte gegenüberstellenSchadenservice und Zugangsweg bewerten
3
1 Woche

Antrag ehrlich ausfüllen

Antragsfragen vollständig beantworten und die Tätigkeit genau beschreiben.

Vorschäden vollständig angebenTätigkeitsbeschreibung abgleichenKopie des Antrags ablegen
4
1 bis 2 Wochen

Policen bündeln und Laufzeiten abstimmen

Neuen Schutz nahtlos starten lassen und alte Verträge geordnet beenden.

Beginn des neuen Schutzes bestätigen lassenAlte Verträge fristgerecht kündigenDoppelte Bausteine streichen
5
jährlich

Schutz regelmäßig überprüfen

Summen, Tätigkeit und Bausteine an die Entwicklung des Betriebs anpassen.

Versicherungssummen an Werte anpassenNeue Leistungen und Räume meldenSchäden und Prämien des Jahres auswerten
6
Versicherungssumme
Aktueller Neuwert von Einrichtung, Technik und Waren als Grundlage der Sachversicherung
Deckungssumme
Höchstleistung der Haftpflicht je Schaden und je Versicherungsjahr
Haftzeit
Zeitraum, für den die Betriebsunterbrechung den Ertragsausfall ersetzt
Schadenquote
Verhältnis der regulierten Schäden zur gezahlten Prämie, wichtig für künftige Konditionen

Häufige Fehler bei der Firmenversicherung

Rosa Sparschwein mit orangem Regenschirm und Etikett "Sparbringscout" vor weißem Hintergrund
Nur auf die Prämie achten, Summen nie anpassen und Obliegenheiten übersehen: Diese Fehler werden im Schadenfall teuer.

Viele teure Überraschungen im Schadenfall sind vermeidbar. Die häufigsten Fehler sind der Blick nur auf den Preis, eine zu eng beschriebene Tätigkeit, nie angepasste Versicherungssummen, ignorierte Obliegenheiten, doppelte Verträge, eine vergessene Betriebsunterbrechung und Policen, die seit Jahren niemand geprüft hat.

Der häufigste Fehler ist die Wahl nach der niedrigsten Prämie. Günstige Tarife sparen oft an Deckungssummen, Bausteinen oder Bedingungen, und der Unterschied zeigt sich erst im Schadenfall. Ebenso riskant ist eine zu knapp beschriebene Tätigkeit. Wer als Webdesigner versichert ist, aber auch Hosting betreut oder Social-Media-Kampagnen schaltet, sollte diese Leistungen ausdrücklich aufnehmen lassen.

Teuer werden auch veraltete Summen und missachtete Pflichten. Einrichtung und Technik wachsen über die Jahre, die Versicherungssumme bleibt gleich, und im Schadenfall droht eine Kürzung wegen Unterversicherung. Obliegenheiten wie Sicherheitsvorschriften, verschlossene Türen, gewartete Anlagen oder die unverzügliche Schadenmeldung stehen in den Bedingungen. Verletzen Sie sie, darf der Versicherer nach § 28 VVG je nach Schwere des Verschuldens kürzen oder bei Vorsatz ganz leistungsfrei sein.

Viele Betriebe denken außerdem nicht an die Betriebsunterbrechung, obwohl gerade der Ausfall nach einem Brand oder Wasserschaden die Existenz bedroht. Umgekehrt zahlen manche doppelt, weil Bausteine in mehreren Verträgen stecken, etwa Elektronik in Inhalts- und Elektronikversicherung oder Rechtsschutz in Bündel- und Einzelpolice. Prüfen Sie Ihre Policen deshalb regelmäßig gemeinsam, statt jeden Vertrag einzeln zu verlängern.

1
Nur auf die Prämie achten

Günstige Tarife sparen oft an Summen, Bausteinen und Bedingungen.

Angebote mit gleichen Summen und Bausteinen nebeneinanderlegen und Bedingungen lesen.
2
Tätigkeit zu eng beschreiben

Leistungen, die nicht im Vertrag stehen, sind womöglich nicht versichert.

Alle Leistungen und Nebentätigkeiten im Antrag aufführen und Änderungen melden.
3
Versicherungssumme nie anpassen

Wachsende Werte führen zur Unterversicherung und zu gekürzten Entschädigungen.

Summen jährlich prüfen und einen Unterversicherungsverzicht vereinbaren.
4
Obliegenheiten ignorieren

Verletzte Sicherheitsvorschriften oder späte Meldungen können zu Kürzung oder Leistungsfreiheit führen.

Pflichten aus den Bedingungen im Team bekannt machen und Schäden sofort melden.
5
Doppelt versichern

Gleiche Bausteine in mehreren Verträgen kosten Prämie ohne zusätzlichen Nutzen.

Alle Policen gemeinsam prüfen und doppelte Deckungen streichen.
6
Betriebsunterbrechung vergessen

Nach Brand oder Wasserschaden laufen Kosten weiter, während Umsatz fehlt.

Fixkosten und Ertrag für einen Ausfall berechnen und eine passende Haftzeit wählen.
7
Policen nie überprüfen

Alte Verträge passen nach Jahren oft nicht mehr zu Betrieb, Räumen und Leistungen.

Einmal im Jahr und bei jeder größeren Veränderung einen Vertragscheck einplanen.

Was kostet eine Firmenversicherung?

Ein Taschenrechner unter einer Glaskuppel mit einem Schild "Bitte nicht kündigen" darunter
Branche, Umsatz, Summen, Selbstbehalt und Schadenhistorie bestimmen, was eine Firmenversicherung kostet.

Die Kosten einer Firmenversicherung hängen vor allem von Branche und Tätigkeit, Umsatz oder Lohnsumme, Zahl der Beschäftigten, Versicherungssummen, Selbstbehalt, Schadenhistorie und Zahlweise ab. Zur Nettoprämie kommt in Deutschland die gesetzliche Versicherungsteuer hinzu.

Den größten Einfluss hat das Risiko Ihrer Tätigkeit. Ein Büro mit Bildschirmarbeit verursacht seltener teure Personenschäden als ein Dachdeckerbetrieb oder eine Gastronomie mit Fritteuse. Versicherer stufen Betriebe deshalb nach Betriebsart ein und berechnen die Haftpflichtprämie häufig nach Umsatz, Lohnsumme oder Zahl der Beschäftigten. Bei der Inhalts- und Elektronikversicherung bestimmen Versicherungssumme, Standort, Sicherungen und die versicherten Gefahren den Beitrag.

Weitere Stellschrauben sind Deckungssummen, Selbstbehalt und Bausteine. Höhere Summen kosten mehr, oft aber weniger als erwartet, während ein höherer Selbstbehalt die Prämie spürbar senken kann. Jede Erweiterung, etwa für Mietsachschäden, Produkthaftpflicht oder Auslandsdeckung, verändert den Preis. Bündelpolicen und Branchenkonzepte sind häufig günstiger als mehrere Einzelverträge, und eine jährliche Zahlweise ist meist preiswerter als eine monatliche.

Auch die Vergangenheit zählt. Viele Schäden in den Vorjahren führen zu Zuschlägen, höheren Selbstbehalten oder im Extremfall zur Kündigung durch den Versicherer. Aussagekräftig ist erst ein Angebot auf Basis Ihrer echten Betriebsdaten mit gleichen Summen und Bausteinen. Holen Sie mehrere Angebote ein, lesen Sie die Bedingungen mit und rechnen Sie die Versicherungsteuer ein, denn Preise unterscheiden sich je nach Anbieter, Branche und Zeitpunkt deutlich.

Betriebshaftpflicht niedrig bis mittel pro Jahr nach Branche und Umsatz

Bürobetriebe zahlen meist wenig, Betriebe mit Arbeiten beim Kunden oder Publikumsverkehr deutlich mehr.

Berufs- und Vermögensschadenhaftpflicht mittel bis hoch pro Jahr nach Beruf und Deckungssumme

Abhängig von Berufsgruppe, Umsatz, Deckungssumme und Selbstbehalt. Pflichtversicherungen haben gesetzliche Mindestsummen.

Inhalt und Elektronik niedrig bis mittel pro Jahr nach Versicherungssumme

Bemessen am Neuwert von Einrichtung, Technik und Waren, dazu Standort, Sicherungen und versicherte Gefahren.

Betriebsunterbrechung mittel pro Jahr nach Ertrag und Haftzeit

Richtet sich nach versichertem Ertrag, Fixkosten und Haftzeit. Für kleine Betriebe oft als Baustein günstiger.

Wovon die Kosten abhängen

Die Kosten einer Firmenversicherung richten sich nach Branche und Tätigkeit, Umsatz oder Lohnsumme, Zahl der Beschäftigten, Versicherungssummen, Selbstbehalt und Schadenhistorie. Bündelpolicen und Branchenkonzepte sind oft günstiger als mehrere Einzelverträge, jährliche Zahlweise meist preiswerter als monatliche, und in Deutschland kommt die Versicherungsteuer hinzu. Holen Sie deshalb Angebote auf Basis Ihrer echten Betriebsdaten mit gleichen Summen und Bausteinen ein und lesen Sie die Bedingungen vor Vertragsabschluss.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Firmenversicherungen aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Ist die Betriebshaftpflicht in Deutschland für alle Betriebe gesetzlich vorgeschrieben? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Für die meisten Betriebe ist die Betriebshaftpflicht freiwillig, aber dringend empfohlen. Pflicht ist eine Berufshaftpflicht etwa für Anwälte, Steuerberater, Versicherungsvermittler, Bewachungsunternehmen und in vielen Bundesländern für Architekten und Ingenieure.
2 Was bedeutet Unterversicherung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Bei Unterversicherung darf der Versicherer nach § 75 VVG die Entschädigung im Verhältnis von Versicherungssumme zu Versicherungswert kürzen, auch bei kleinen Teilschäden. Ein Unterversicherungsverzicht kann das verhindern.
3 Welche Versicherung deckt einen reinen Vermögensschaden durch einen Beratungsfehler? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Reine Vermögensschäden ohne vorausgehenden Personen- oder Sachschaden sind in der Betriebshaftpflicht meist nicht oder nur begrenzt gedeckt. Beratende und planende Berufe sichern sie über eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht ab.
4 Was ersetzt eine Betriebsunterbrechungsversicherung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die Betriebsunterbrechungsversicherung zahlt, wenn ein versicherter Sachschaden wie Brand oder Leitungswasser den Betrieb stilllegt. Sie ersetzt für die vereinbarte Haftzeit den entgangenen Gewinn und fortlaufende Kosten wie Miete und Löhne.
5 Was regelt § 19 VVG? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Nach § 19 VVG müssen Sie dem Versicherer vor Vertragsschluss alle Gefahrumstände mitteilen, nach denen er in Textform fragt. Bei Verstößen kann er je nach Verschulden zurücktreten, kündigen oder den Vertrag anpassen.

Glossar: Begriffe rund um die Firmenversicherung

Die wichtigsten Begriffe rund um Betriebshaftpflicht, Sachversicherung, Betriebsunterbrechung und Versicherungsvertrag, kompakt und anbieterneutral erklärt.

Firmenversicherung

Sammelbegriff für Versicherungen, mit denen Unternehmen und Selbstständige ihren Betrieb absichern, auch Gewerbe- oder Betriebsversicherung genannt.

Betriebshaftpflicht

Versicherung gegen Schadenersatzansprüche Dritter wegen Personen- und Sachschäden aus der betrieblichen Tätigkeit, einschließlich der Abwehr unberechtigter Forderungen.

Berufshaftpflicht

Haftpflichtversicherung für berufliche Fehler, für einige Berufe gesetzlich vorgeschrieben. Bei beratenden Berufen deckt sie vor allem Vermögensschäden.

Vermögensschaden

Finanzieller Schaden ohne vorausgehenden Personen- oder Sachschaden, etwa durch eine fehlerhafte Beratung oder einen verpassten Termin.

Inhaltsversicherung

Sachversicherung für Einrichtung, Waren und Vorräte gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel.

Elektronikversicherung

Allgefahrendeckung für elektronische Geräte und Anlagen, auch gegen Bedienfehler, Überspannung, Sturz oder Kurzschluss.

Betriebsunterbrechung

Versicherung für entgangenen Gewinn und fortlaufende Kosten, wenn ein versicherter Sachschaden den Betrieb stilllegt, auch Ertragsausfallversicherung genannt.

Haftzeit

Zeitraum, für den die Betriebsunterbrechungsversicherung den Ertragsausfall nach einem Schaden ersetzt.

Bündelversicherung

Police, die mehrere Sparten wie Haftpflicht, Inhalt, Elektronik und Betriebsunterbrechung in einem Vertrag zusammenfasst, auch Multirisk-Police genannt.

Firmenrechtsschutz

Versicherung für Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten bei rechtlichen Auseinandersetzungen des Betriebs, aufgeteilt in einzelne Rechtsbereiche.

Deckungssumme

Höchstbetrag, den der Versicherer je Schadenfall oder je Versicherungsjahr leistet.

Selbstbehalt

Teil des Schadens, den Sie selbst tragen. Ein höherer Selbstbehalt senkt in der Regel die Prämie.

Unterversicherung

Liegt die Versicherungssumme unter dem Versicherungswert, darf der Versicherer die Entschädigung nach § 75 VVG anteilig kürzen.

Obliegenheit

Vertragliche Verhaltenspflicht des Versicherungsnehmers, etwa zur Schadenmeldung oder zu Sicherheitsvorkehrungen. Verstöße können nach § 28 VVG zur Kürzung führen.

Assekuradeur

Unternehmen, das im Auftrag von Versicherern eigene Deckungskonzepte entwickelt, zeichnet und verwaltet, meist mit Vertrieb über Makler.

Versicherungsteuer

Steuer auf die Versicherungsprämie nach dem Versicherungsteuergesetz, die der Versicherer zusammen mit dem Beitrag erhebt.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Inhaltsversicherung, Betriebsunterbrechung, Firmenrechtsschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Die Antworten sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Versicherungsberatung im Einzelfall.

Welche Versicherungen braucht ein Unternehmen?

Fast jedes Unternehmen braucht eine Betriebshaftpflicht als Basis, beratende und planende Berufe zusätzlich eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht. Je nach Betrieb kommen Inhalts- und Elektronikversicherung, Betriebsunterbrechung und Firmenrechtsschutz hinzu. Cyber- und D&O-Versicherung ergänzen den Grundschutz für besondere Risiken.

Ist eine Betriebshaftpflicht Pflicht?

Für die meisten Betriebe in Deutschland ist die Betriebshaftpflicht keine gesetzliche Pflicht, aber dringend empfohlen. Für einige Berufe schreibt das Berufsrecht eine Berufshaftpflicht vor, etwa für Anwälte, Steuerberater, Versicherungsvermittler, Bewachungsunternehmen und in vielen Bundesländern für Architekten und Ingenieure. Viele Auftraggeber und Vermieter verlangen zudem einen Nachweis.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht deckt vor allem Personen- und Sachschäden, die Berufshaftpflicht vor allem reine Vermögensschäden durch fachliche Fehler. Ein Sturz im Ladenlokal fällt typischerweise unter die Betriebshaftpflicht, eine fehlerhafte Beratung mit finanziellem Schaden beim Kunden unter die Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht.

Reicht meine private Haftpflicht für die Selbstständigkeit?

Nein, die private Haftpflicht schließt berufliche und gewerbliche Tätigkeiten in aller Regel aus. Auch Selbstständige im Nebenerwerb sollten prüfen, ob ihre Tätigkeit ausdrücklich mitversichert ist, und sonst eine eigene Betriebs- oder Berufshaftpflicht abschließen.

Was ist eine Bündelversicherung?

Eine Bündelversicherung fasst mehrere Sparten wie Haftpflicht, Inhalt, Elektronik und Betriebsunterbrechung in einem Vertrag zusammen. Sie ist übersichtlich, hat eine gemeinsame Laufzeit und wird oft als Branchenkonzept angeboten. Einzelverträge bieten dafür mehr Spielraum bei Summen und Bedingungen.

Was kostet eine Firmenversicherung?

Die Kosten einer Firmenversicherung hängen von Branche, Tätigkeit, Umsatz oder Lohnsumme, Beschäftigtenzahl, Summen, Selbstbehalt und Schadenhistorie ab. Ein Büro zahlt meist deutlich weniger als ein Handwerksbetrieb mit Arbeiten beim Kunden. In Deutschland kommt die Versicherungsteuer hinzu. Belastbar ist erst ein Angebot auf Basis Ihrer echten Betriebsdaten.

Was passiert bei Unterversicherung?

Bei Unterversicherung darf der Versicherer die Entschädigung nach § 75 VVG im Verhältnis von Versicherungssumme zu tatsächlichem Wert kürzen. Das gilt auch für kleine Teilschäden. Prüfen Sie die Summen deshalb jährlich und fragen Sie nach einem Unterversicherungsverzicht.

Was sind Obliegenheiten in der Firmenversicherung?

Obliegenheiten sind vertragliche Verhaltenspflichten, etwa Sicherheitsvorschriften einzuhalten oder Schäden unverzüglich zu melden. Verletzen Sie sie, kann der Versicherer nach § 28 VVG die Leistung je nach Schwere des Verschuldens kürzen oder bei Vorsatz ganz verweigern. Die Pflichten stehen in den Versicherungsbedingungen.

Brauche ich eine Betriebsunterbrechungsversicherung?

Eine Betriebsunterbrechungsversicherung lohnt sich, wenn Ihr Betrieb nach einem Brand oder Wasserschaden stillstehen würde und Fixkosten wie Miete und Löhne weiterlaufen. Sie ersetzt für die vereinbarte Haftzeit entgangenen Gewinn und fortlaufende Kosten. Für kleine Betriebe ist sie oft als Baustein der Inhalts- oder Bündelversicherung erhältlich.

Wo kann ich mich über meinen Versicherer beschweren?

Wenden Sie sich zuerst an das Beschwerdemanagement Ihres Versicherers und danach an die Aufsicht oder eine Schlichtungsstelle. In Deutschland nimmt die BaFin Beschwerden entgegen, und der Versicherungsombudsmann kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für Selbstständige zuständig sein. In Österreich ist die FMA zuständig, in der Schweiz die FINMA und der Ombudsman der Privatversicherung.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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