Die Geschichte des Automobils beginnt 1886 in Mannheim mit dem Patent eines Motorenbauers, dem ein Geldgeber riet, den Motorwagen zu vergessen. Später setzten ein Ingenieur aus einem Detroiter Elektrizitätswerk, ein Webstuhlhersteller aus Japan und ein Akkufabrikant aus Shenzhen die Maßstäbe der Branche. Jeder von ihnen rollte das Feld von hinten auf.

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Im August 2026 kamen in der EU mehr reine Elektroautos neu auf die Straße als Benziner und Diesel zusammen, 196.486 gegen 179.219, meldet der Herstellerverband ACEA. Im selben Jahr wurde das Patent für den Motorwagen von Carl Benz 140 Jahre alt. Die Branche, die daraus hervorging, erlebt einen Machtwechsel nach altem Muster. Wer heute über Fuhrpark, Lieferanten oder Standorte entscheidet, erkennt in dieser Geschichte die Regeln, nach denen solche Umbrüche ablaufen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Carl Benz meldete seinen Motorwagen am 29. Januar 1886 zum Patent an, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach bauten im selben Jahr eine Motorkutsche. Beide nutzten das Viertaktprinzip, das Nicolaus August Otto 1876 in Köln zum Laufen gebracht hatte.
  • Um 1900 fuhr in den USA rund ein Drittel aller Fahrzeuge elektrisch. Fords billiges Model T, günstiges Benzin und der elektrische Anlasser von 1912 verdrängten den Stromer, bis 1935 war er praktisch verschwunden.
  • Die großen Machtwechsel der Branche gingen von Neulingen aus: Henry Ford kam aus einem Elektrizitätswerk, Toyota vom Webstuhl, BYD aus der Akkufertigung.
  • Deutschland wurde erst nach 1945 zum Autoland: 1973 bauten die westdeutschen Werke mehr als 3,3 Millionen Pkw und verkauften knapp 60 Prozent davon ins Ausland.
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Wissenstest
Wie gut kennen Sie die Geschichte des Automobils?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wie schnell fuhr der Benz Patent-Motorwagen in der Praxis? Aufklappen ↓
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Richtig: A. In der Theorie schaffte der Wagen 16 km/h, in der Praxis um die 12 km/h, schätzt das Deutsche Museum. Mehr dazu im ersten Kapitel.
2 Wo kaufte Bertha Benz 1888 auf ihrer Fahrt nach Pforzheim Treibstoff? Aufklappen ↓
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Richtig: C. In der Stadt-Apotheke Wiesloch kaufte Bertha Benz rund drei Liter Ligroin, ein Leichtbenzin. Die Stadt nennt die Apotheke deshalb die erste Tankstelle der Welt.
3 Welcher Antrieb durchbrach 1899 als Erster die Marke von 100 km/h? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Camille Jenatzy fuhr am 29. April 1899 mit dem Elektrowagen La Jamais Contente 105,88 km/h. Von 1898 bis 1902 waren die schnellsten Autos elektrisch.
4 Womit verdiente die Familie Toyoda ihr Geld, bevor Toyota Autos baute? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Die Familie Toyoda baute automatische Webstühle. Kiichiro Toyoda gründete 1933 im Webstuhlwerk eine Automobilabteilung, aus der 1937 die Toyota Motor Co. hervorging.
5 Wie viele Menschen starben 2025 auf deutschen Straßen, verglichen mit 21.332 im Jahr 1970? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Das Statistische Bundesamt zählte 2025 genau 2.832 Verkehrstote, obwohl heute mehr als dreimal so viele Pkw zugelassen sind wie 1970. Gurt, Knautschzone, ABS und Airbag haben daran großen Anteil.

Wer hat das Auto erfunden, Benz oder Daimler?

Ladekabel mit Griff, Stecker und Anhänger auf hellem Grund
Carl Benz meldete am 29. Januar 1886 sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ in Mannheim zum Patent an. Seine Konstruktion von Fahrzeug und Antrieb als Einheit gilt als Geburt des Automobils

Als Erfinder des Automobils gilt Carl Benz: Am 29. Januar 1886 meldete er in Mannheim sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an. Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach setzten im selben Jahr in Cannstatt einen Motor in eine Kutsche, doch nur Benz konstruierte Fahrzeug und Antrieb als Einheit.

Die Patentschrift mit der Nummer 37435 gilt heute als Geburtsurkunde des Automobils und gehört seit 2011 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Erteilt wurde das Patent am 2. November 1886, rückwirkend zum Tag der Anmeldung. Öffentlich gefahren war Benz zu diesem Zeitpunkt längst: Am 3. Juli 1886 rollte sein Wagen erstmals vor Publikum durch Mannheim.

Der Patent-Motorwagen stand auf drei Rädern, sein Einzylindermotor leistete knapp ein PS. Das Deutsche Museum, dem Benz und seine Firma den Wagen 1906 stifteten, gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 16 km/h in der Theorie und um die 12 km/h in der Praxis an. Das ganze Gefährt wog 265 Kilogramm.

Der Gedanke an einen Wagen ohne Pferd war 1886 schon über hundert Jahre alt. Ab 1769 entwarf der französische Militäringenieur Nicolas-Joseph Cugnot einen Dampfkarren, der die Pferdegespanne der Artillerie ersetzen sollte. Die Maschine war für fünf Tonnen Last bei 4 km/h ausgelegt und steht heute im Pariser Musée des Arts et Métiers.

Das Arbeitsprinzip für den leichten Motor stammte aus Köln. Bei der Gasmotorenfabrik Deutz stellte Nicolaus August Otto 1876 seinen Viertaktmotor fertig, technischer Direktor der Firma war Gottlieb Daimler, das Konstruktionsbüro leitete Wilhelm Maybach. Anfang der 1880er-Jahre verließen die beiden Deutz, um in Cannstatt kleine, schnell laufende Motoren für Fahrzeuge zu entwickeln.

Daimler und Maybach dachten vom Motor her. Den Reitwagen der beiden von 1885 führt das Mercedes-Benz-Archiv als erstes Motorrad der Welt, im Jahr darauf bauten Daimler und Maybach einen Motor mit 1,1 PS in eine Kutsche, die Daimler bei der Wagenfabrik Wimpff & Sohn bestellt hatte. Benz dagegen entwarf das Fahrgestell um seinen Antrieb herum und ließ genau diese Einheit patentieren.

Zeitstrahl
140 Jahre Automobil: die Wendepunkte

Vom Patent-Motorwagen bis zur Elektrowende in der EU

  1. 1886Carl Benz meldet den Motorwagen zum Patent an

    Patent Nr. 37435 vom 29. Januar, heute Weltdokumentenerbe der UNESCO

  2. 1908General Motors entsteht, das Model T kommt

    GM am 16. September, Fords Model T am 1. Oktober

  3. 1913Das Fließband läuft in Highland Park

    Die Arbeitszeit je Fahrgestell sinkt bis Anfang 1914 auf 93 Minuten

  4. 1927Chevrolet überholt das Model T

    Ford stoppt die Produktion nach mehr als 15 Millionen Exemplaren

  5. 1937Volkswagen und Toyota Motor entstehen

    Die Volkswagen-Gesellschaft im Mai, die Toyota Motor Co. im August

  6. 1959Knautschzone und Dreipunktgurt gehen in Serie

    Im Mercedes W 111 und im Volvo PV544

  7. 1973Ölkrise und autofreie Sonntage

    1974 sinkt die westdeutsche Pkw-Produktion um 22,2 Prozent

  8. 1980Japan wird größtes Autoland der Welt

    Mehr als zehn Millionen Fahrzeuge, 5,97 Millionen davon für den Export

  9. 1997Toyota bringt den Prius

    Laut Toyota das erste in Großserie gebaute Hybridauto der Welt

  10. 2008Toyota löst General Motors an der Spitze ab

    Im selben Jahr liefert Tesla den ersten Roadster aus

  11. 2025BYD verkauft mehr reine E-Autos als Tesla

    2.256.714 Elektro-Pkw gegen 1.636.129 Auslieferungen

  12. 2026E-Autos überholen in der EU die Benziner

    Von Januar bis August 1.641.333 neue reine Elektroautos gegen 1.634.733 Benziner

Die Kutschenbauer, die seit Jahrhunderten Fahrzeuge fertigten, lieferten zur Erfindung allenfalls das Gestell. Beide Pioniere kamen aus dem Motorenbau: Benz verdiente sein Geld mit stationären Gasmotoren, Daimler hatte bei Deutz die Technik verantwortet. Erfunden hat das Automobil also nicht die Branche, die Fahrzeuge baute, sondern die Branche, die Motoren baute.

Auf den Punkt
  • Patent 37435: Carl Benz meldete den Motorwagen am 29. Januar 1886 an, seit 2011 ist die Urkunde Weltdokumentenerbe.
  • Zwei Wege: Daimler und Maybach motorisierten eine Kutsche, Benz baute Wagen und Antrieb als Einheit.
  • Motorenbauer statt Kutschenbauer: Das Auto entstand bei Firmen, die zuvor stationäre Gasmotoren gebaut hatten.

Warum fuhr Bertha Benz 1888 nach Pforzheim?

Braunglasflasche mit weißem Label
Bertha Benz tankte 1888 in der Stadt-Apotheke Wiesloch Ligroin und fuhr rund 100 Kilometer nach Pforzheim.

Bertha Benz wollte zeigen, dass der Motorwagen mehr konnte als Probefahrten in Mannheim. Am 5. August 1888 fuhr die Frau des Erfinders mit ihren Söhnen Eugen und Richard rund 100 Kilometer nach Pforzheim und lieferte damit den ersten Beleg, dass sich das Auto im Alltag bewährte.

Das Geld für die Firma stammte zum Teil von ihr. Bertha Benz hatte sich ihre Mitgift vorab auszahlen lassen und in das kleine Unternehmen ihres Mannes gesteckt, berichtet das Deutsche Patent- und Markenamt in seiner Reihe „Patente Frauen“. Der Absatz blieb trotzdem schwach. Einer der Geldgeber riet Benz laut dem Mercedes-Benz-Archiv sogar, den Motorwagen zu vergessen.

Die Fahrt geriet zur Pannenserie mit Lerneffekt. Der Überlieferung nach reinigte Bertha Benz eine verstopfte Benzinleitung mit ihrer Hutnadel und flickte die Zündung mit ihrem Strumpfband. Bei einem Schuster ließ die Fahrerin Leder auf die Bremsklötze nageln, eine frühe Form des Bremsbelags.

Getankt wurde in der Apotheke. In der Stadt-Apotheke Wiesloch kaufte Bertha Benz rund drei Liter Ligroin, ein Leichtbenzin aus dem Apothekenregal. Die Stadt Wiesloch führt die Apotheke deshalb bis heute als erste Tankstelle der Welt.

Der kommerzielle Durchbruch kam erst sechs Jahre später mit einem Vierradwagen. Den ab 1894 gebauten Benz Velo führt das Mercedes-Benz-Archiv als erstes Serienautomobil der Welt, zusammen mit der Variante Comfortable entstanden rund 1.200 Stück, die meisten für den Export. Im Geschäftsjahr 1899 baute Benz & Cie. 572 Fahrzeuge, im Jahr darauf 603, und war damit um 1900 die größte Autofabrik der Welt.

Der Vorsprung schmolz schnell. Bis 1902 fiel der Absatz auf 226 Wagen, während die Konkurrenz aus Cannstatt ein Auto auslieferte, das bis heute als erstes modernes Automobil gilt.

Auf den Punkt
  • Erste Fernfahrt: Bertha Benz fuhr am 5. August 1888 rund 100 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim.
  • Apotheke als Tankstelle: Den Treibstoff kaufte Bertha Benz in der Stadt-Apotheke Wiesloch.
  • Kurzer Vorsprung: Um 1900 war Benz & Cie. die größte Autofabrik der Welt, 1902 verkaufte die Firma nur noch 226 Wagen.

Wie wurde aus der Motorkutsche ein Mercedes?

Alu-Kühler mit orangefarbenem Notizblock davor, darauf Text
Emil Jellinek bestellte im Jahr 1900 bei Daimler 36 Wagen und gab dem Mercedes seinen Namen.

Den Sprung zum modernen Auto erzwang ein Kunde. Der Geschäftsmann Emil Jellinek bestellte im Frühjahr 1900 bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft 36 Wagen, gab dem neuen Modell den Vornamen seiner Tochter Mercédès und erhielt im Dezember 1900 den ersten Mercedes 35 PS, der heute als erstes modernes Automobil gilt.

Erfunden wurde das Auto in Deutschland, zur Industrie wuchs die neue Technik zuerst in Frankreich. Die Pariser Firma Panhard & Levassor erwarb 1889 die Lizenz für Daimlers Motor. Von 1890 bis 1904 führte Frankreich die Weltproduktion an, wie der Historiker Patrick Fridenson gezeigt hat. Die Lizenzeinnahmen aus Frankreich nennt das Mercedes-Benz-Archiv für Daimler lebenswichtig.

In Frankreich entstand auch die wichtigste Werbebühne der jungen Branche. Beim ersten Wettbewerb für Motorwagen von Paris nach Rouen am 22. Juli 1894 erreichten 17 von 21 Startern nach 126 Kilometern das Ziel, den ersten Preis teilten sich Panhard & Levassor und Peugeot. Rennen und Zuverlässigkeitsfahrten beherrschten bald die Berichterstattung, schreibt der Historiker Manfred Grieger in seiner „Kleinen Geschichte des Automobils in Deutschland“ für die Bundeszentrale für politische Bildung.

JahrPionierFahrzeug oder ErfindungBedeutung
ab 1769Nicolas-Joseph CugnotDampfkarren für die ArtillerieAusgelegt für fünf Tonnen Last bei 4 km/h
1876Nicolaus August OttoViertaktmotor bei Deutz in KölnArbeitsprinzip der Motoren von Benz und Daimler
1885Gottlieb Daimler und Wilhelm MaybachReitwagenGilt als erstes Motorrad der Welt
1886Carl BenzPatent-Motorwagen, Patent Nr. 37435Fahrzeug und Motor als Einheit, gilt als Geburtsurkunde des Automobils
1886Gottlieb Daimler und Wilhelm MaybachMotorkutsche mit 1,1 PSErstes vierrädriges Fahrzeug mit schnelllaufendem Verbrennungsmotor
1888Bertha BenzFernfahrt von Mannheim nach PforzheimErster Beleg für die Alltagstauglichkeit
1889Panhard & LevassorLizenz für Daimlers MotorFrankreich führt von 1890 bis 1904 die Weltproduktion an
1894Benz & Cie.Benz VeloErstes Serienautomobil, mit der Variante Comfortable rund 1.200 Stück
1900Daimler-Motoren-GesellschaftMercedes 35 PSGilt als erstes modernes Automobil
Die Gründerjahre des Automobils. Quellen: Musée des Arts et Métiers; Deutz AG; Mercedes-Benz Classic Archiv; UNESCO; Deutsches Patent- und Markenamt; Patrick Fridenson (1972).

In Cannstatt stritten derweil Techniker und Geldgeber. Die 1890 gegründete Daimler-Motoren-Gesellschaft finanzierten vor allem zwei Industrielle aus der Pulver- und Munitionsbranche, 1894 drängten die Investoren Gottlieb Daimler aus dem Unternehmen. Die Richtung gab bald ein Kunde vor.

Emil Jellinek war ein erfolgreicher Geschäftsmann und Versicherungsagent aus Wien mit einem Büro in Nizza. Das Mercedes-Benz-Archiv nennt ihn den besten und zugleich schwierigsten Kunden der Daimler-Motoren-Gesellschaft: Sein erster Daimler von 1897 war ihm mit 24 km/h viel zu langsam, er verlangte 40 km/h. 1899 bezog Jellinek zehn Wagen, 1900 bereits 29, und verkaufte sie an die feine Gesellschaft der Riviera weiter.

Auf der Rennwoche von Nizza trat Jellinek unter dem Pseudonym „Mercédès“ an, dem Vornamen seiner Tochter. Der Mercedes 35 PS, den er daraufhin bestellte, hatte einen Vierzylinder mit knapp sechs Litern Hubraum vorn im Rahmen aus gepresstem Stahl und lief 70 bis 75 km/h. 1902 ließ die Daimler-Motoren-Gesellschaft „Mercedes“ als Marke eintragen, 1926 fusionierte sie mit Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG.

Aus der Gründerzeit überlebten nur wenige Namen. Die meisten Automarken der Frühphase verschwanden rasch wieder, schreibt Grieger, Emil Nacke etwa, der erste Autobauer Sachsens, musste seine Coswiga-Produktion schon vor 1914 einstellen. Welche Marken heute noch existieren und welchen Konzernen sie gehören, zeigt unsere komplette Liste der Automarken von A bis Z.

Auf den Punkt
  • Frankreich zuerst: Mit Daimler-Lizenzen führte Frankreich die Weltproduktion von 1890 bis 1904 an.
  • Der Kunde gibt den Ton an: Emil Jellinek bestellte 36 Wagen und gab dem Mercedes seinen Namen.
  • Erstes modernes Auto: Der Mercedes 35 PS mit Vierzylinder vorn im Stahlrahmen setzte ab Dezember 1900 den Maßstab.

Warum fuhren um 1900 so viele Elektroautos?

Silbernes, aerodynamisches Fahrzeugmodell auf Podest neben Schild
Ein Elektrowagen fuhr 1899 als erstes Straßenfahrzeug schneller als 100 km/h.

Elektroautos waren um 1900 leise, einfach zu fahren und kamen ohne Handkurbel aus. In den USA stellten die Stromer laut US-Energieministerium rund ein Drittel aller Fahrzeuge auf den Straßen, 1899 durchbrach ein Elektrowagen als erstes Straßenfahrzeug die Marke von 100 km/h.

Um die Jahrhundertwende konkurrierten drei Antriebe, ein Sieger stand noch nicht fest. Eine Übersicht des Deutschen Patent- und Markenamts beziffert die Anteile in den USA um 1900 auf 40 Prozent Dampf, 38 Prozent Elektro und 22 Prozent Benzin. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war nicht ausgemacht, welcher Antrieb sich durchsetzen würde, betont auch Grieger.

Dampfwagen brauchten bei Kälte bis zu 45 Minuten zum Anheizen, Benziner mussten angekurbelt werden, waren laut und rochen unangenehm. Die Stromer punkteten dagegen in der Stadt, weil sie leise, sauber und für kurze Strecken ideal waren. In New York fuhr eine Flotte von mehr als 60 elektrischen Taxis.

AntriebAnteil in den USA um 1900StärkenSchwächen
Dampf40 ProzentBewährte Technik aus Fabriken und EisenbahnBis zu 45 Minuten Anheizen bei Kälte, Wasservorrat begrenzt die Reichweite
Elektro38 ProzentLeise, einfach zu fahren, keine AbgaseFür kurze Stadtfahrten gebaut, 1912 fast dreimal so teuer wie ein Benziner, auf dem Land kaum Strom
Benzin22 ProzentGrößere Reichweite, ab 1908 billig in SerieHandkurbel, schwieriges Schalten, Lärm und Abgase
Drei Antriebe im Wettbewerb. Anteile nach einer Übersicht des Deutschen Patent- und Markenamts. Quellen: DPMA; US-Energieministerium, „The History of the Electric Car“ (2014); Manfred Grieger, Bundeszentrale für politische Bildung (2019).

Schnell waren die Stromer auch. Der Belgier Camille Jenatzy fuhr am 29. April 1899 bei Achères nahe Paris mit dem Elektrowagen La Jamais Contente 105,88 km/h, als erster Mensch auf einem Straßenfahrzeug schneller als 100 km/h. Von 1898 bis 1902 waren die schnellsten Autos elektrisch, vermerkt das Château de Compiègne, in dem das Original heute steht.

Auch Ferdinand Porsche setzte früh auf Strom. Auf der Pariser Weltausstellung stellte er am 14. April 1900 den Lohner-Porsche mit Elektromotoren in den Radnaben vor, rund 300 Fahrzeuge dieser Bauart entstanden. Noch im selben Jahr folgte der Semper Vivus, laut Porsche das erste Vollhybrid-Fahrzeug der Welt.

Elektrisch gefahren wurde sogar schon vor dem Motorwagen von Benz. Gustave Trouvé baute 1881 in Paris ein Dreirad mit Elektromotor. Der Coburger Fabrikant Andreas Flocken konstruierte 1888 einen Elektrowagen, der als erstes vierrädriges Elektroauto der Welt gilt. Eine Rekonstruktion zeigen die Kunstsammlungen der Veste Coburg noch bis März 2027.

Verloren hat der Stromer am Preis. 1912 kostete ein Benziner laut US-Energieministerium nur gut ein Drittel eines elektrischen Roadsters. Im selben Jahr brachte Charles Kettering im Cadillac Model 30 den elektrischen Anlasser, der die Handkurbel überflüssig machte. Selbst Henry Ford prüfte 1914 mit seinem Freund Thomas Edison ein billiges Elektroauto, ohne dass daraus ein Serienmodell wurde.

Den Rest besorgten Straßen und Öl. In den 1920er-Jahren verbanden bessere Überlandstraßen die Städte der USA, texanisches Rohöl machte Benzin billig, und außerhalb der Städte fehlte meist der Strom. Bis 1935 waren Elektroautos laut dem Ministerium praktisch verschwunden.

Die Lehre aus 1912 halten wir für die wichtigste der ganzen Autogeschichte: Eine neue Technik gewinnt, sobald sie billiger und bequemer ist als die alte, und keinen Tag früher. Preis und Ladenetz entscheiden deshalb auch über den zweiten Anlauf des Elektroautos, der in den 1990er-Jahren begann.

Auf den Punkt
  • Ein Drittel elektrisch: Um 1900 fuhr in den USA rund jedes dritte Fahrzeug mit Strom.
  • Erster über 100: Der Elektrowagen La Jamais Contente fuhr 1899 als erstes Straßenfahrzeug schneller als 100 km/h.
  • Preis vor Technik: Billiges Benzin, der Anlasser von 1912 und das günstige Model T verdrängten den Stromer bis 1935.

Wie machte Henry Ford das Auto zum Massenprodukt?

Gefächerte schwarze Papierstreifen auf weiß, einer mit orangefarbenem Aufdruck „AUSWAHL“
Jede Farbe, solange sie schwarz ist: Henry Ford setzte auf ein einziges Modell vom Fließband.

Henry Ford machte das Auto billig, indem er die Montage in kleinste Schritte zerlegte. Ab 1913 lief das Model T in seinem Werk Highland Park am Fließband, die Arbeitszeit je Fahrgestell sank von zwölfeinhalb Stunden auf 93 Minuten. Der Tourenwagen kostete 1916/17 um 62 Prozent weniger als 1909/10.

Ford kam aus der Stromwirtschaft. Ab 1891 arbeitete er als Ingenieur bei der Edison Illuminating Company in Detroit, 1893 stieg er dort zum Chefingenieur auf. Seine ersten beiden Autofirmen scheiterten: Die Detroit Automobile Company ging nach rund 18 Monaten bankrott, aus der zweiten Firma wurde nach seinem Abschied Cadillac. Am 16. Juni 1903 gründete er mit zwölf Geldgebern die Ford Motor Company.

Die etablierten Hersteller verlangten von dem Neuling Gebühren. George Selden hatte 1879 ein Patent auf einen Straßenwagen mit Verbrennungsmotor beantragt und 1895 erhalten, ein Herstellerverband kassierte darauf ab 1903 eine Lizenzgebühr von 1,25 Prozent je Fahrzeug. Ford bekam keine Lizenz, weil der Verband ihn nur als Monteur einstufte. Er zahlte daraufhin gar nichts.

Am 9. Januar 1911 gab ihm das Berufungsgericht in New York recht. Selden hatte aufs falsche Pferd gesetzt, befanden die Richter sinngemäß: Sein Patent beschrieb einen Motor der Bauart Brayton, die Autos der Branche liefen aber nach Ottos Viertaktprinzip. Hätte Selden den Otto-Motor gewählt, würde sein Patent das moderne Automobil abdecken, so das Urteil.

Das Model T kam am 1. Oktober 1908 auf den Markt. Schon 1909 kündigte Ford an, nur noch dieses eine Modell zu bauen, mit demselben Fahrgestell für alle Wagen. In seinen Memoiren von 1922 erinnert er sich an den Satz, jeder Kunde könne seinen Wagen in jeder Farbe haben, solange diese Farbe Schwarz sei.

Vorgeschrieben war Schwarz allerdings nur von 1914 bis 1925. Die verbreitete Erklärung, schwarzer Lack sei schneller getrocknet, weist der Model T Ford Club of America nach Auswertung der Ford-Akten zurück. Schwarz war schlicht billig und haltbar.

KennzahlVorherNachher
Arbeitszeit je Fahrgestell12 Std. 28 Min. bei stationärer Montage1 Std. 33 Min. am Fließband (Anfang 1914)
Montage eines Zündmagnetenrund 20 Minuten durch einen Arbeiter5 Minuten, verteilt auf 29 Arbeitsschritte
Produktion je Geschäftsjahr18.664 Wagen (1909/10)785.432 Wagen (1916/17)
Preis des TourenwagensAusgangswert 1909/1062 Prozent niedriger (1916/17)
Arbeitstag9 Stunden8 Stunden (ab 12. Januar 1914)
TageslohnAusgangswert 1913mehr als verdoppelt mit dem Fünf-Dollar-Tag
Was das Fließband bei Ford veränderte. Quellen: Henry Ford, „My Life and Work“ (1922); The Henry Ford, Ford Motor Co. Chronology und „Ford’s Five-Dollar Day“.

Das Fließband schaute Ford nach eigener Aussage bei den Schlachthöfen von Chicago ab, wo Rinder an Laufkatzen unter der Hallendecke zerlegt wurden. Zuerst lief 1913 die Montage der Zündmagnete am Band, dann die der Fahrgestelle. Ein Fahrgestell brauchte stationär im Schnitt zwölf Stunden und 28 Minuten, Anfang 1914 nur noch eine Stunde und 33 Minuten.

Die Rechnung ging auf. Nach Fords eigener Aufstellung stieg die Produktion von 18.664 Wagen im Geschäftsjahr 1909/10 auf 785.432 im Geschäftsjahr 1916/17, das 42-Fache. 1921 war laut dem Museum The Henry Ford fast jedes zweite Auto auf der Welt ein Model T.

Das Band hatte einen Preis. Die monotone Arbeit trieb die Fluktuation in Fords Werk auf 370 Prozent, jede Stelle musste also mehrmals im Jahr neu besetzt werden. Am 5. Januar 1914 kündigte Ford den Fünf-Dollar-Tag an: Ab dem 12. Januar zahlte er für acht Stunden mehr als das Doppelte des bisherigen Lohns für neun Stunden. Der Aufschlag war eine Gewinnbeteiligung mit Auflagen, deren Einhaltung eine eigene Abteilung kontrollierte. Die Belegschaft stabilisierte sich.

Auf den Punkt
  • Außenseiter aus dem Kraftwerk: Henry Ford war Chefingenieur der Edison Illuminating Company, bevor er 1903 die Ford Motor Company gründete.
  • Patentstreit gewonnen: 1911 entschied ein Berufungsgericht, dass Autos mit Otto-Motor das Selden-Patent nicht verletzen.
  • Fließband ab 1913: Die Arbeitszeit je Fahrgestell sank auf 93 Minuten, 1921 war fast jedes zweite Auto der Welt ein Model T.

Wie überholte General Motors den Pionier Ford?

Fünf gestapelte weiße Spielzeugautos mit orangem Anhänger „RATE“ auf weißem Grund
Ein Auto für jeden Geldbeutel und der Kauf auf Raten: So überholte General Motors in den 1920er-Jahren Ford.

General Motors gewann mit Auswahl und Kredit. Während Ford 19 Jahre lang am Model T festhielt, warb GM unter Alfred P. Sloan mit einem Auto für jeden Geldbeutel, brachte jedes Jahr neue Modelle und bot den Kauf auf Raten an. 1927 zog Chevrolet am Model T vorbei.

Gegründet hat General Motors ausgerechnet ein Kutschenbauer. William Durant hatte die Durant-Dort Carriage Company zum größten Fahrzeughersteller der USA gemacht, am 16. September 1908 fasste er Buick und Oldsmobile in einer Holding zusammen. 1909 wollte Durant sogar Ford kaufen, doch seine Bank verweigerte den Kredit.

Die Wende kam mit einem Manager. Alfred P. Sloan übernahm 1923 die Führung von General Motors und kehrte Fords Logik um: Statt ein Auto möglichst lange unverändert zu bauen, setzte GM auf den jährlichen Modellwechsel. Das Smithsonian-Museum für amerikanische Geschichte beschreibt, wie der Aufsteiger damit Kunden überzeugte, ihren biederen Ford gegen einen neuen GM einzutauschen.

Sloans Werbeversprechen lautete „a car for every purse and purpose“, ein Auto für jeden Geldbeutel und jeden Zweck. Das Geld dafür lieferte GM gleich mit: Die 1919 gegründete Finanztochter GMAC finanzierte Händler und Kunden, der Wagen ließ sich in Raten abbezahlen. 1926 verkaufte Chevrolet laut GM 692.000 Fahrzeuge, Ford noch 1,55 Millionen.

Ein Jahr später war der Vorsprung dahin. 1927 verkaufte Chevrolet allein in den USA eine Million Autos und übernahm die Marktführung, am 26. Mai stoppte Ford die Produktion des Model T nach mehr als 15 Millionen Exemplaren. General Motors führte die Weltrangliste der Autohersteller später 77 Jahre lang an, bis 2008 ein Konzern aus Japan vorbeizog, der aus dem Maschinenbau für die Textilindustrie kam.

Aus dem Duell lässt sich eine Regel ableiten, die bis heute gilt: Der niedrigste Preis erobert einen Markt, aber er verteidigt ihn nicht. Ford hatte das Auto demokratisiert, Sloan machte daraus ein Statussymbol mit Preisstufen.

Auf den Punkt
  • Auswahl statt Einheitsauto: GM bot unter Alfred P. Sloan ein Auto für jeden Geldbeutel und jedes Jahr neue Modelle.
  • Kauf auf Raten: Die Finanztochter GMAC finanzierte Händler und Kunden seit 1919.
  • 77 Jahre an der Spitze: GM blieb der größte Autohersteller der Welt, bis Toyota 2008 vorbeizog.

Wie wurde Deutschland zum Autoland?

Modellauto im Karton, Aufdruck „Export“ und Warnhinweis auf Deutsch auf weißem Hintergrund
Der Käfer machte Westdeutschland zum Exportland: 1973 gingen 59,4 Prozent der Pkw-Produktion ins Ausland.

Deutschland motorisierte sich spät und dann mit Wucht. 1932 bauten die Werke im Deutschen Reich nur 43.448 Pkw, nach der Währungsreform wurde das Auto zum Motor des Wirtschaftswunders: 1960 liefen in Westdeutschland bereits 1,8 Millionen Pkw vom Band.

Das Land der Erfinder fuhr lange Motorrad. 1938 zählte die Statistik im Deutschen Reich 1,7 Millionen Krafträder, aber nur 1,3 Millionen Pkw, rechnet Grieger vor. Im Krisenjahr 1932 beschäftigte die Autoindustrie nur noch 33.000 Menschen, bis 1938 wuchs die Belegschaft auf 139.000.

Die Massenfertigung kam aus Amerika. 1924 führte Opel als erster deutscher Hersteller die Großserie am Fließband ein, erstes Modell war der 4/12 PS, besser bekannt als „Laubfrosch“. 1928 war Opel mit einem Marktanteil von 37,5 Prozent der größte deutsche Hersteller, 1929 übernahm General Motors 80 Prozent der Aktien. Im selben Jahr gründete Opel nach amerikanischem Vorbild eine eigene Bank, die Ratenkäufe finanzierte.

Auch die Autobahn ist älter als das Dritte Reich. Am 6. August 1932 wurde die 20 Kilometer lange Kraftwagenstraße zwischen Köln und Bonn eröffnet, die heutige A 555, laut der Autobahn GmbH die älteste öffentliche Autobahn Deutschlands. Kölns Oberbürgermeister Konrad Adenauer, einer der Initiatoren, jubelte bei der Eröffnung: „So werden die Straßen der Zukunft aussehen.“ Die Nationalsozialisten stuften die Strecke zur Landstraße herab, um sich selbst als Erbauer der ersten Schnellstraßen feiern zu lassen, erst 1958 kehrte die Verbindung ins Autobahnnetz zurück.

Hitler und sein Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Fritz Todt setzten sich 1933 „in ein gemachtes Nest“, urteilt das Bundesarchiv. Das erste Teilstück der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt, fertig am 19. Mai 1935, folgte Plänen, die der Verein HaFraBa bereits 1932 abgeschlossen hatte. Die Legende von Hitlers Autobahn zählt für uns deshalb zu den langlebigsten Propagandaerfolgen des Regimes.

Das Volksauto blieb im Dritten Reich ein leeres Versprechen. Die Volkswagen-Gesellschaft wurde am 28. Mai 1937 gegründet, 336.638 Menschen zahlten bis Kriegsende Raten für einen KdF-Wagen, doch keiner von ihnen erhielt ein Auto. Das Werk stellte stattdessen auf Rüstung um und beschäftigte nach Angaben des Konzerns rund 20.000 Zwangsarbeiter, darunter etwa 5.000 KZ-Häftlinge.

JahrPkw auf den StraßenGebietEinordnung
190710.115Deutsches ReichDas Auto ist ein Luxusgut, ab 1909 gilt reichsweit die Führerscheinpflicht
191460.876Deutsches ReichSechsmal so viele Pkw wie sieben Jahre zuvor
1932561.000Deutsches ReichWeltwirtschaftskrise, nur 43.448 neu gebaute Pkw
19381,3 MillionenDeutsches ReichMehr Krafträder (1,7 Millionen) als Pkw
1950615.563heutiges BundesgebietWiederaufbau, der Käfer läuft in Serie
19604.802.747heutiges BundesgebietWirtschaftswunder, 1,8 Millionen Pkw aus westdeutscher Produktion
197015.106.850heutiges BundesgebietHöchststand der Verkehrstoten mit 21.332
199035.501.812heutiges BundesgebietWiedervereinigung, im Osten endet die Trabant-Produktion
202649.486.487DeutschlandDavon 2.034.260 reine Elektroautos, ein Anteil von 4,1 Prozent
Motorisierung in Deutschland. Deutsches Reich 1907 und 1914 jeweils zum 1. Januar; heutiges Bundesgebiet mit Westen zum 1. Juli und DDR zum 30. Juni, ab 1967 zum 30. September; 2026 zum 1. Januar. Quellen: Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1914; Manfred Grieger, Bundeszentrale für politische Bildung (2019); Statistisches Bundesamt; Kraftfahrt-Bundesamt.

Nach dem Krieg übernahm die britische Militärregierung das Werk. Im August 1945 bestellten die Briten 20.000 Limousinen, Major Ivan Hirst übernahm die Leitung des Werks, am 27. Dezember 1945 begann die Serienfertigung des Käfers. Bis zum Jahresende entstanden 55 Wagen, am 8. Oktober 1949 übergaben die Briten Volkswagen an den Bund und das Land Niedersachsen.

Der Käfer machte Westdeutschland zum Exportland. Am 5. August 1955 lief der millionste Volkswagen vom Band, am 17. Februar 1972 löste der Käfer mit 15.007.034 Exemplaren das Model T als Rekordhalter ab. 1973 fertigte die westdeutsche Industrie mehr als 3,3 Millionen Pkw, 59,4 Prozent davon gingen ins Ausland. Bis zum Produktionsende 2003 in Mexiko entstanden 21.529.464 Käfer.

Im Osten blieb das Auto ein Mangelgut. Der Trabant P50 ging 1958 in Serie, sein Nachfolger P601 lief vom 1. Juni 1964 bis zum 25. Juli 1990 vom Band. Auf einen Trabant oder Wartburg warteten Käufer in der Spätphase der DDR im Schnitt 15 Jahre, schreibt das Geschichtsportal LeMO des Hauses der Geschichte.

Die Wiedervereinigung löste einen Autoboom aus: 1991 kamen 4,16 Millionen Pkw neu auf die Straße, der Bestand stieg auf 32 Millionen. Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland 49.486.487 Pkw zugelassen. Wem diese Autos gehören und was sie ihre Halter kosten, zeigt unsere Marktanalyse zum Autoland Deutschland.

Auf den Punkt
  • Später Start: 1938 fuhren im Deutschen Reich mehr Motorräder als Autos.
  • Autobahn vor Hitler: Die Strecke Köln–Bonn wurde 1932 eröffnet, die Nationalsozialisten stuften sie zur Landstraße herab.
  • Exportmaschine: 1973 gingen knapp 60 Prozent der westdeutschen Pkw-Produktion ins Ausland.

Wie wurde ein Webstuhlhersteller zum größten Autobauer der Welt?

Weißer Spielzeug-Seifenkistenwagen zieht Schnur mit kleinem Holzschild
Vom Webstuhl zum Weltmarktführer: Toyota übertrug das Stopp-Prinzip seiner Webstühle auf die Autofertigung.

Toyota übertrug das Prinzip seiner Webstühle auf das Auto. Die Maschinen der Familie Toyoda stoppten bei einem Fadenbruch von selbst, unter dem Namen Jidoka bildet diese Idee mit Just-in-time das Toyota-Produktionssystem. 2008 löste Toyota General Motors als größten Autohersteller der Welt ab.

Die Familie Toyoda verdiente ihr Geld zunächst mit Webstühlen. 1924 stellte das Unternehmen den Automatikwebstuhl Typ G fertig, der die Schützen ohne Unterbrechung wechselte und bei einem Fadenbruch stoppte. Kiichiro Toyoda, Sohn des Firmengründers Sakichi Toyoda, richtete am 1. September 1933 im Webstuhlwerk eine Automobilabteilung ein, im August 1937 wurde daraus die Toyota Motor Co.

Jidoka bedeutet, dass eine Maschine oder ein Arbeiter die Fertigung anhält, sobald ein Fehler auftritt, statt fehlerhafte Teile weiterzureichen. Zusammen mit Just-in-time, der Fertigung nur der gerade benötigten Teile in der benötigten Menge, bildet Jidoka das Toyota-Produktionssystem, das der Ingenieur Taiichi Ohno in den Werken durchsetzte. 1954 führte Toyota die sogenannte Supermarkt-Methode ein, angeregt durch einen Bericht über ein amerikanisches Flugzeugwerk: Jede Station holt beim Vorgänger nur die Teile ab, die sie gerade verbraucht hat.

Die Ölkrisen veränderten, welche Autos gefragt waren. Am 17. Oktober 1973 beschlossen die arabischen Förderländer, ihre Produktion zu drosseln. In der Bundesrepublik galten daraufhin an vier Sonntagen im November und Dezember Fahrverbote, bis März 1974 zudem Tempo 100 auf Autobahnen. Die westdeutsche Pkw-Produktion fiel 1974 um 22,2 Prozent.

Nach der zweiten Ölkrise suchten Autokäufer in aller Welt kompakte, sparsame Wagen. Die japanischen Hersteller hatten solche Autos zu vernünftigen Preisen im Angebot. 1980 baute Japan erstmals mehr als zehn Millionen Fahrzeuge und überholte die USA als größtes Autoland der Welt, 5,97 Millionen davon gingen in den Export. In den USA schrieben General Motors, Ford und Chrysler im selben Jahr Verluste.

Toyota kam vom Webstuhl, BYD aus der Akkufabrik. Ein Autobauer, der seine Batterien zukauft, bezahlt die Lehrjahre seines nächsten Konkurrenten.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Toyota wuchs mit dieser Welle. Im Juli 2021 verkaufte der Konzern den 50-millionsten Corolla, ein Modell, das seit 1966 auf dem Markt ist. 2025 setzte die Toyota-Gruppe mit ihren Töchtern Daihatsu und Hino 11,32 Millionen Fahrzeuge ab, der Volkswagen-Konzern lieferte 8,98 Millionen aus.

Machtwechsel
Wo die Spitzenreiter herkamen

Die Marktführer der Autogeschichte hatten vorher etwas ganz anderes gebaut

Benz & Cie.

Herkunft: stationäre Gasmotoren

um 1900

größte Autofabrik der Welt

Ford

Herkunft: Elektrizitätswerk von Edison in Detroit

1921

fast jedes zweite Auto der Welt ist ein Model T

General Motors

Herkunft: Kutschenbau in Flint

77 Jahre

größter Autohersteller der Welt, bis 2008

Toyota

Herkunft: automatische Webstühle

11,32 Mio.

verkaufte Fahrzeuge der Gruppe 2025, ein Rekord

BYD

Herkunft: Akkufertigung in Shenzhen

2,26 Mio.

reine Elektro-Pkw 2025, mehr als Tesla

Alle fünf kamen aus einer anderen Branche und brachten deren Methoden ins Autogeschäft mit.

Jeder dieser Neulinge brachte einen Blick von außen mit, der den etablierten Herstellern fehlte. Ford lernte die Fließfertigung bei den Schlachthöfen, Toyota das Stopp-Prinzip am Webstuhl, BYD die Chemie der Akkus. Die großen Machtwechsel an der Weltspitze gingen damit von Firmen aus, die das Autogeschäft als Quereinsteiger betraten.

Auf den Punkt
  • Vom Webstuhl zum Auto: Kiichiro Toyoda gründete 1933 im Webstuhlwerk der Familie eine Automobilabteilung.
  • Jidoka und Just-in-time: Die beiden Prinzipien bilden das Toyota-Produktionssystem.
  • Ölkrisen als Chance: 1980 überholte Japan mit sparsamen Kompaktwagen die USA als größtes Autoland.

Wie wurde das Auto sicherer und sauberer?

Oranger Sicherheitsgurt mit Metallschnalle („PRESS“), daneben Schild mit Aufschrift „KLICK“
Seit 1970 sank die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland von 21.332 auf 2.832, obwohl sich der Pkw-Bestand mehr als verdreifachte.

Sicherer wurde das Auto durch Technik und Pflicht: Knautschzone, Dreipunktgurt, ABS und Airbag gingen zwischen 1959 und 1981 in Serie, der Gesetzgeber schrieb den Gurt vor. 1970 starben auf den Straßen im heutigen Bundesgebiet 21.332 Menschen, 2025 noch 2.832. Sauberer machte das Auto vor allem der Katalysator.

Das erste Opfer eines Autos war nach Angaben von Guinness World Records die Britin Bridget Driscoll. Am 17. August 1896 erfasste ein Wagen die Frau am Crystal Palace, bei einem Tempo von rund 6 km/h. Im Deutschen Reich schrieb das Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen ab dem 3. Mai 1909 reichsweit den Führerschein vor und machte den Halter haftbar, im Jahr 1912/13 zählte die Statistik bereits 504 Tote bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen.

Der passive Schutz begann mit einem Patent. Am 23. Januar 1951 meldete Daimler-Benz die Erfindung des Ingenieurs Béla Barényi an, erstmals erhielt damit eine stabile Fahrgastzelle eine definierte Knautschzone. In Serie ging das Prinzip im August 1959 mit der Mercedes-Limousine W 111, einen Monat später fuhr der Hersteller seine ersten Crashtests mit 55 km/h gegen ein festes Hindernis.

Fast gleichzeitig, am 13. August 1959, lieferte Volvo den ersten Serienwagen mit Dreipunktgurt aus, entwickelt von dem Ingenieur Nils Bohlin. Das Patent gab Volvo für andere Hersteller frei. In der Bundesrepublik mussten Neuwagen ab 1974 vorn Gurte haben, ab 1976 galt die Anschnallpflicht, doch erst ein Verwarngeld ab August 1984 wirkte: Auf Landstraßen stieg die Anschnallquote von 62 Prozent im März auf 94 Prozent im September 1984.

Ende 1978 kam die Elektronik dazu. Mercedes bot das Antiblockiersystem von Bosch in der S-Klasse als Extra an, ab Dezember 1980 lieferte der Hersteller die ersten S-Klassen mit Fahrerairbag aus. 1995 folgte in der S-Klasse das Schleuderschutzsystem ESP.

Verkehrssicherheit
Mehr Autos, weniger Verkehrstote

Pkw-Bestand und Verkehrstote im heutigen Bundesgebiet, 1970 im Vergleich zu heute

Pkw auf den Straßen
197015,1 Mio.
202649,5 Mio.
×3,3

mehr als dreimal so viele Pkw wie 1970

Verkehrstote pro Jahr
197021.332
20252.832
−87 %

weniger Verkehrstote als im Rekordjahr 1970

Was die Wende brachte

  • 1959 Knautschzone und Dreipunktgurt in Serie
  • 1974 Gurte vorn in Neuwagen Pflicht
  • 1976 Anschnallpflicht vorn
  • 1978 ABS als Extra
  • 1980 erste Serienautos mit Fahrerairbag
  • 1984 Verwarngeld für Gurtmuffel
  • 1995 Schleuderschutz ESP

Die Wirkung zeigt die Unfallstatistik. Auf 100.000 Kraftfahrzeuge kamen 1953 rund 265 Verkehrstote, 1970 noch 102,5 und 2017 nur 5,5, errechnet das Statistische Bundesamt. Mehr Verkehr bedeutet also längst nicht mehr automatisch mehr Tote.

Sauberer wurde das Auto langsamer. In den USA mussten alle Autos des Modelljahrs 1975 einen Katalysator haben, in der Bundesrepublik kam die Katalysatorpflicht laut Grieger erst 1989, gegen den anhaltenden Widerstand der Autoindustrie. Seit dem 31. Dezember 1992 dürfen in der EU nur noch Neuwagen zugelassen werden, die mindestens die Abgasnorm Euro 1 erfüllen.

Im Herbst 2015 erschütterte ein Skandal die Branche. Am 18. September 2015 warf die US-Umweltbehörde EPA Volkswagen vor, bei Zweiliter-Dieseln der Modelljahre 2009 bis 2015 die Abgasreinigung per Software manipuliert zu haben. Weltweit waren rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, die Kosten für den Konzern summierten sich auf mehr als 32 Milliarden Euro. Elf Jahre später spielt der Diesel bei Neuwagen kaum noch eine Rolle: Von Januar bis August 2026 lag sein Anteil an den Neuzulassungen in der EU bei 7,3 Prozent.

Auf den Punkt
  • 1959 als Wendejahr: Knautschzone und Dreipunktgurt gingen in Serie, Volvo gab das Gurtpatent frei.
  • Weniger Verkehrstote: von 21.332 im Jahr 1970 auf 2.832 im Jahr 2025, bei mehr als dreimal so vielen Pkw.
  • Katalysator mit Verspätung: Deutschland führte die Pflicht erst 1989 ein, 14 Jahre nach den USA.

Wie kehrte das Elektroauto zurück?

Ein Gefährt aus gestapelten Batterien mit Rädern und einem Schild „2. ANLAUF“
Das Elektroauto kehrt zurück: 2025 war weltweit jeder vierte Neuwagen ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid.

Das Elektroauto kehrte über Umweltauflagen, bessere Akkus und neue Hersteller zurück: Kalifornien schrieb 1990 eine Quote für emissionsfreie Autos vor, Toyota brachte 1997 den Prius, Tesla 2008 den Roadster. 2025 war weltweit jeder vierte Neuwagen ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid, zusammen mehr als 20 Millionen.

Der Anstoß kam von einer Behörde. 1990 beschloss das California Air Resources Board, dass ab dem Modelljahr 1998 zwei Prozent der in Kalifornien verkauften Neuwagen emissionsfrei fahren sollten, ab 2003 zehn Prozent. General Motors entwickelte unter diesem Druck den EV1, den Kunden ab 1996 nur leasen konnten. 1996 strich die Behörde die Quoten für 1998 bis 2002 wieder, GM stoppte die Produktion 1999 nach gut 1.000 Exemplaren und ließ fast alle Wagen verschrotten.

Zuerst kam der Hybrid. Im Dezember 1997 brachte Toyota den Prius auf den Markt, laut Hersteller das erste in Großserie gebaute Hybridauto der Welt. Das Start-up Tesla, gegründet am 1. Juli 2003, lieferte ab Anfang 2008 den Roadster auf Basis eines Lotus-Chassis aus, im Juni 2012 folgte die Limousine Model S. Am 1. Juli 2020 überholte Tesla an der Börse Toyota als wertvollsten Autohersteller der Welt.

China machte das Elektroauto zum Massenprodukt. Der Akkuhersteller BYD, im Februar 1995 in Shenzhen gegründet, stieg 2003 mit dem Kauf von 77 Prozent an Xi’an Qinchuan ins Autogeschäft ein und baut seit März 2022 keine reinen Verbrenner mehr. 2025 verkaufte BYD 2.256.714 reine Elektro-Pkw und hatte damit auf Jahressicht erstmals die Nase vorn vor Tesla, das 1.636.129 Fahrzeuge auslieferte.

China ist seit 2009 der größte Automarkt der Welt und seit 2023 der größte Exporteur von Autos. Nach Zahlen der Internationalen Energieagentur wurden 2025 in China mehr als 13 Millionen Elektroautos verkauft, fast 55 Prozent aller Neuwagen. Von chinesischen Herstellern stammten 60 Prozent aller Elektroautos weltweit.

MerkmalUm 19002025 und 2026
MarktanteilUSA: rund ein Drittel aller FahrzeugeWeltweit jeder vierte Neuwagen, einschließlich Plug-in-Hybriden
Preis1912 fast dreimal so teuer wie ein BenzinerChina: 70 Prozent der reinen E-Autos billiger als der durchschnittliche Verbrenner
RückenwindLeise und ohne Handkurbel zu startenBatteriepreise 2025 um acht Prozent gesunken
PolitikKeine VorgabenEU: Flottenziel, nach geltendem Recht ab 2035 null Gramm CO2 für Neuwagen
Wichtigster MarktStädte der USAChina mit mehr als 13 Millionen verkauften E-Autos 2025
Das Elektroauto um 1900 und heute. Quellen: US-Energieministerium (2014); Internationale Energieagentur, Global EV Outlook 2026; Verordnung (EU) 2023/851.

In Europa treibt die Regulierung den Wandel. 2020 führte die EU für neue Pkw ein Flottenziel von 95 Gramm CO2 je Kilometer ein und senkte den Zielwert 2025 um weitere 15 Prozent. Ab 2035 dürfen Neuwagen nach geltendem Recht kein CO2 mehr ausstoßen. Am 16. Dezember 2025 schlug die EU-Kommission vor, dieses Ziel auf minus 90 Prozent abzuschwächen, beschlossen ist der Vorschlag noch nicht.

Die Käufer warten die Entscheidung nicht ab. Von Januar bis August 2026 lagen reine Elektroautos in der EU mit 1.641.333 Neuzulassungen knapp vor den Benzinern mit 1.634.733, meldet der Herstellerverband ACEA. In Deutschland stieg der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen von 19,1 Prozent im Jahr 2025 auf 26,2 Prozent in den ersten acht Monaten 2026, im August allein auf 32,4 Prozent. BYD liegt hierzulande mit 36.748 Neuzulassungen seit Jahresbeginn vor Tesla mit 32.258.

Der Stromer gewinnt den zweiten Anlauf aus demselben Grund, aus dem er 1912 den ersten verlor: über den Preis. In China waren 2025 laut Energieagentur 70 Prozent der verkauften reinen Elektroautos billiger als der durchschnittliche Verbrenner, die Batteriepreise sanken im selben Jahr um acht Prozent. Für 2026 erwartet die Agentur weltweit 23 Millionen verkaufte Elektroautos und einen Marktanteil von 28 Prozent.

Auf den Punkt
  • Zweiter Anlauf: Kaliforniens Quote von 1990, der Prius von 1997 und Tesla ab 2008 bereiteten den Weg.
  • China vorn: 2025 stammten 60 Prozent aller Elektroautos von chinesischen Herstellern, BYD verkaufte mehr reine E-Autos als Tesla.
  • Wende in der EU: Von Januar bis August 2026 kamen mehr reine E-Autos neu auf die Straße als Benziner.

Wer schreibt das nächste Kapitel der Autogeschichte?

Ein Lenkrad an einer orangefarbenen Halterung und einem Schild mit der Aufschrift PAUSE
Robotaxis ohne Fahrer und Software statt Mechanik: Das nächste Kapitel der Autogeschichte hat begonnen.

Das nächste Kapitel schreiben voraussichtlich Hersteller, die das Auto von Software und Akku her denken. China baute 2025 mehr als ein Drittel aller Fahrzeuge weltweit, Robotaxis fahren in den USA im Regelbetrieb, und in Deutschland arbeiteten Mitte 2026 so wenige Menschen in der Autoindustrie wie zuletzt 2005.

Die nächste Verschiebung betrifft die Software. Schon 2009 steckten in einem Premiumwagen nach einem Bericht des Fachmagazins IEEE Spectrum fast 100 Millionen Zeilen Programmcode. Am 2. Dezember 2021 erteilte das Kraftfahrt-Bundesamt Mercedes die weltweit erste Typgenehmigung für automatisiertes Fahren nach Level 3, zunächst bis 60 km/h, seit einer Erweiterung im Dezember 2024 bis 95 km/h.

In den USA fahren Robotaxis bereits ohne Menschen am Steuer durch den Alltag. Waymo, eine Tochter des Google-Mutterkonzerns Alphabet, bietet seit Oktober 2020 in Phoenix fahrerlose Fahrten an, im März 2026 kam das Unternehmen auf 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche in zehn US-Städten.

Die Produktion wandert nach Osten. Weltweit liefen 2025 nach Schätzung des Herstellerverbands OICA 96,4 Millionen Fahrzeuge vom Band, 34,53 Millionen davon in China. Deutschland baute laut VDA 4,15 Millionen Pkw, elf Prozent weniger als 2019 und weit unter dem Rekord von 5.871.918 aus dem Jahr 2011. Ende Juni 2026 beschäftigte die Autoindustrie hierzulande noch 691.500 Menschen, so wenige wie seit 2005 nicht mehr.

ProjektZeitraumErgebnis
Tucker 481948Nur 51 Limousinen gebaut
DeLorean DMC-121981 bis 1982Werk nach einem Jahr geschlossen, die US-Vertriebsgesellschaft beantragte im Oktober 1982 Gläubigerschutz nach Chapter 11
Dyson-Elektroautobis 2019Am 10. Oktober 2019 eingestellt, weil sich kein Weg zur Rentabilität fand
Apple, Project Titanbis 2024Am 27. Februar 2024 eingestellt, rund 2.000 Beschäftigte arbeiteten daran
Quereinsteiger, die scheiterten. Quellen: Smithsonian National Museum of American History; BBC; The New York Times; The Verge nach Bloomberg.

Nicht jeder Quereinsteiger kommt durch. Dyson und Apple verfügten über Kapital und Technik und gaben ihre Autoprojekte trotzdem auf. Erfolgreich waren bisher die Neulinge, die eine eigene Fertigungsstärke mitbrachten und über Jahre daran festhielten. Wo die heimische Branche unter diesem Druck an mehreren Stellen zugleich aufreißt, zeigt unsere Analyse der Bruchstellen in der deutschen Autoindustrie.

Szenario 1: Die etablierten Hersteller holen auf

Volkswagen, Mercedes und BMW bauen eigene Software und eigene Zellfertigung auf und senken die Kosten ihrer Elektroautos auf das Niveau der Verbrenner. Starke Marken und ein dichtes Händlernetz verschaffen den Konzernen dafür Zeit. Wir halten dieses Szenario für möglich, sehen aber die Kosten als größte Hürde, solange chinesische Hersteller ihre Elektroautos billiger bauen.

Szenario 2: China übernimmt den Massenmarkt

Chinesische Hersteller bauen ihren Vorsprung bei Akkus und Kosten weiter aus und liefern Elektroautos für die breite Masse, europäische Marken ziehen sich in die Oberklasse zurück. Die Zahlen von 2025 und 2026 sprechen für diese Entwicklung, weshalb wir dieses Szenario für das wahrscheinlichste halten.

Szenario 3: Ein Quereinsteiger setzt den nächsten Maßstab

Ein Unternehmen ohne Autotradition verändert das Geschäftsmodell selbst, etwa mit Robotaxis, die Fahrten statt Fahrzeuge verkaufen. Die Geschichte von Ford, Toyota und BYD spricht für dieses Szenario, die abgebrochenen Projekte von Dyson und Apple mahnen zur Vorsicht.

Für Entscheider in Unternehmen hält die Autogeschichte drei Regeln bereit. Über den Durchbruch einer Technik entscheiden Preis und Bequemlichkeit, die großen Machtwechsel lösen Quereinsteiger aus, und Marktführer verlieren ihren Platz, sobald sie ihr Erfolgsmodell zu lange verteidigen. Fuhrparkleiter, Einkäufer und Standortplaner sollten die Preise der Elektroautos und die Pläne chinesischer Hersteller deshalb genauer beobachten als die Versprechen der etablierten Autobauer.

Auf den Punkt
  • Produktion im Osten: 2025 kamen 34,53 der weltweit 96,4 Millionen Fahrzeuge aus China.
  • Software am Steuer: Seit 2021 erlaubt das KBA automatisiertes Fahren nach Level 3, in den USA fahren Robotaxis im Regelbetrieb.
  • Drei Regeln: Der Preis entscheidet, Quereinsteiger lösen Machtwechsel aus, Marktführer scheitern am eigenen Erfolgsmodell.

Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe zur Geschichte des Automobils

Aufgeschlagenes deutsches Verkehrshandbuch mit Spielzeuglenkrad in der Mitte
Von Anlasser bis ZEV-Quote: die wichtigsten Begriffe zur Geschichte des Automobils.

Anlasser

Anlasser heißt der Elektromotor, der den Verbrennungsmotor beim Start so lange dreht, bis dieser selbstständig läuft. Charles Kettering brachte den elektrischen Anlasser 1912 im Cadillac Model 30 in Serie. Vorher mussten Fahrer den Motor mit einer Handkurbel anwerfen, was Kraft kostete und bei einem Rückschlag der Kurbel Verletzungen verursachen konnte.

BEV

BEV steht für Battery Electric Vehicle, ein reines Elektroauto, das seine Energie ausschließlich aus einer aufladbaren Batterie bezieht und keinen Verbrennungsmotor besitzt. Das Kraftfahrt-Bundesamt und der Herstellerverband ACEA weisen BEV in ihren Statistiken getrennt von Hybriden und Plug-in-Hybriden aus.

CO2-Flottengrenzwert

CO2-Flottengrenzwert bezeichnet den durchschnittlichen CO2-Ausstoß je Kilometer, den die in der EU neu zugelassenen Pkw eines Herstellers nicht überschreiten dürfen. Ab 2020 lag der Wert bei 95 Gramm, 2025 sank er um weitere 15 Prozent, ab 2035 sieht das geltende Recht null Gramm vor. Überschreitet ein Hersteller den Wert, drohen Strafzahlungen.

Dreipunktgurt

Dreipunktgurt heißt der Sicherheitsgurt, der an drei Punkten im Fahrzeug befestigt ist und Becken sowie Oberkörper zugleich hält. Der Volvo-Ingenieur Nils Bohlin entwickelte ihn, am 13. August 1959 lieferte Volvo den ersten Serienwagen damit aus. Das Patent gab der Hersteller für andere Autobauer frei.

Fließband

Fließband bezeichnet eine Fertigung, bei der das Werkstück auf einem bewegten Band an festen Arbeitsplätzen vorbeiläuft, an denen jeweils nur wenige Handgriffe anfallen. Henry Ford führte das Prinzip 1913 in Highland Park ein, in Deutschland folgte Opel 1924 mit dem Kleinwagen 4/12 PS, bekannt als Laubfrosch.

Fordismus

Fordismus nennen Ökonomen und Soziologen das Produktionsmodell nach dem Vorbild Henry Fords: standardisierte Massenware vom Fließband, hohe Stückzahlen, sinkende Preise und vergleichsweise hohe Löhne, damit die Beschäftigten selbst zu Kunden werden. Das Modell prägte die Wirtschaft der Industrieländer bis in die 1970er-Jahre.

Hybridantrieb

Hybridantrieb bezeichnet die Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor in einem Fahrzeug. Der Elektromotor unterstützt beim Anfahren und gewinnt beim Bremsen Energie zurück. Ferdinand Porsche baute mit dem Semper Vivus schon 1900 ein Hybridfahrzeug, in Großserie ging der Antrieb 1997 mit dem Toyota Prius.

Jidoka

Jidoka bezeichnet ein Grundprinzip des Toyota-Produktionssystems: Maschinen und Arbeiter halten die Fertigung an, sobald ein Fehler auftritt, damit keine fehlerhaften Teile weiterwandern. Die Idee stammt von den Webstühlen der Familie Toyoda, die bei einem Fadenbruch selbsttätig stoppten.

Just-in-time

Just-in-time heißt das Prinzip, Teile genau dann und in der Menge zu fertigen oder anzuliefern, in der die Montage sie braucht. Die Methode senkt Lagerbestände und gebundenes Kapital, macht die Produktion aber anfällig für Lieferausfälle. Bei Toyota bildet Just-in-time zusammen mit Jidoka das Produktionssystem.

Katalysator

Katalysator heißt das Bauteil im Abgasstrang, das Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Stickoxide chemisch in weniger schädliche Stoffe umwandelt. In den USA erhielten alle Neuwagen des Modelljahrs 1975 einen Katalysator, in der Bundesrepublik kam die Pflicht erst 1989.

Knautschzone

Knautschzone bezeichnet einen Bereich der Karosserie, der sich bei einem Aufprall gezielt verformt und so Energie aufnimmt, während die Fahrgastzelle stabil bleibt. Béla Barényi meldete das Prinzip 1951 für Daimler-Benz zum Patent an, in Serie kam die Knautschzone 1959 mit dem Mercedes W 111.

Ligroin

Ligroin heißt ein leichtes Benzin aus der Destillation von Erdöl, das im 19. Jahrhundert als Reinigungs- und Lösungsmittel in Apotheken verkauft wurde. Bertha Benz kaufte auf ihrer Fernfahrt 1888 in der Stadt-Apotheke Wiesloch rund drei Liter Ligroin als Treibstoff für den Motorwagen.

Plug-in-Hybrid

Plug-in-Hybrid bezeichnet ein Hybridauto, dessen Akku sich zusätzlich an der Steckdose oder Ladesäule laden lässt. Kürzere Strecken fährt der Wagen rein elektrisch, auf längeren springt der Verbrennungsmotor ein. In der EU kamen Plug-in-Hybride von Januar bis August 2026 auf zehn Prozent der Neuzulassungen.

Software-defined Vehicle

Software-defined Vehicle nennt die Branche ein Auto, dessen Funktionen überwiegend Software bestimmt und das sich per Update über das Mobilfunknetz erweitern lässt. Statt vieler einzelner Steuergeräte arbeiten darin wenige zentrale Rechner. Die Hersteller erhoffen sich davon Einnahmen aus digitalen Diensten nach dem Kauf.

Viertaktmotor

Viertaktmotor heißt ein Verbrennungsmotor, der seinen Arbeitszyklus in vier Takte teilt: Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen. Nicolaus August Otto stellte den ersten funktionsfähigen Viertaktmotor 1876 bei Deutz in Köln fertig. Nach dem Prinzip arbeiten bis heute die meisten Benzin- und Dieselmotoren in Autos.

ZEV-Quote

ZEV-Quote steht für die Zero-Emission-Vehicle-Vorgabe, also einen Pflichtanteil emissionsfreier Fahrzeuge. Das California Air Resources Board beschloss 1990, dass ab dem Modelljahr 1998 zwei Prozent der in Kalifornien verkauften Neuwagen emissionsfrei fahren sollten. Unter diesem Druck entwickelte General Motors das Elektroauto EV1.

FAQ: Die Geschichte des Automobils schreiben Außenseiter

Schwarzes Ladekabel in U-Form, linker Griff orange, mit „FAQ“-Sticker; rechts ein Typ 2 Stecker
Häufige Fragen zum ersten Auto, zum Fließband, zur ersten Autobahn und zum Autobestand in Deutschland.

Wie schnell fuhr das erste Auto von Carl Benz?

Der Benz Patent-Motorwagen von 1886 schaffte in der Theorie 16 km/h, in der Praxis nach Einschätzung des Deutschen Museums eher um die 12 km/h. Sein Einzylindermotor leistete knapp ein PS, der ganze Wagen wog 265 Kilogramm. Das Original steht heute im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München.

Wann wurde das Elektroauto erfunden?

Elektroautos entstanden in den 1880er-Jahren, fast zeitgleich mit dem Benzinauto. Gustave Trouvé stellte 1881 in Paris ein Dreirad mit Elektromotor vor, als erstes vierrädriges Elektroauto der Welt gilt der Elektrowagen des Coburger Fabrikanten Andreas Flocken von 1888. Um 1900 fuhr in den USA rund jedes dritte Fahrzeug elektrisch.

Welches Auto lief als erstes vom Fließband?

Als erstes Auto vom bewegten Fließband gilt das Ford Model T. Henry Ford führte die Fließbandmontage 1913 in seinem Werk Highland Park bei Detroit ein, die Arbeitszeit je Fahrgestell sank bis Anfang 1914 von gut zwölf Stunden auf 93 Minuten. In Deutschland folgte Opel 1924 mit dem Kleinwagen 4/12 PS, genannt Laubfrosch.

Welches ist das meistverkaufte Auto aller Zeiten?

Als meistverkauftes Automodell der Geschichte gilt der Toyota Corolla: Seit 1966 auf dem Markt, verkaufte Toyota im Juli 2021 den 50-millionsten Wagen dieser Baureihe. Der VW Käfer kam bis 2003 auf 21.529.464 Exemplare und hatte 1972 das Ford Model T als Rekordhalter abgelöst.

Wie hieß die erste Autobahn?

Als älteste öffentliche Autobahn Deutschlands gilt die Kraftwagenstraße zwischen Köln und Bonn, eröffnet am 6. August 1932 und heute Teil der A 555. Schon 1921 hatte in Berlin die AVUS eröffnet, die Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße, die ab dem 1. Oktober 1921 auch dem allgemeinen Kraftverkehr offenstand.

Wie viele Autos sind in Deutschland zugelassen?

Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland 49.486.487 Pkw zugelassen, 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der gesamte Kraftfahrzeugbestand lag bei 61,3 Millionen Fahrzeugen. Reine Elektroautos kamen auf 2.034.260 Exemplare, ein Anteil von 4,1 Prozent am Pkw-Bestand.

Quellen

ACEA | New car registrations: +5.3% in August 2026 year-to-date; battery-electric 21.7% market share | https://www.acea.auto/files/Press_release_car_registrations_August_2026.pdf | besucht am 28.09.2026

Deutsches Museum | Eine Ikone der Automobilgeschichte wird 140 | https://www.deutsches-museum.de/museum/aktuell/eine-ikone-der-automobilgeschichte-wird-140 | besucht am 28.09.2026

UNESCO | Patent DRP 37435 „Vehicle with gas engine operation“ submitted by Carl Benz, 1886 | https://www.unesco.org/en/memory-world/patent-drp-37435-vehicle-gas-engine-operation-submitted-carl-benz-1886 | besucht am 28.09.2026

Mercedes-Benz Classic Archiv | Benz Patent Motor Car, Model 1 | https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic/en/instance/ko/Benz-patent-motor-car-Model-1.xhtml?oid=4376 | besucht am 28.09.2026

Deutsches Patent- und Markenamt | Bertha Benz | https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/patentefrauen/berthabenz/index.html | besucht am 28.09.2026

Deutsches Patent- und Markenamt | Postergalerie: Das Automobil | https://www.dpma.de/docs/postergalerieneu/06_automobil.pdf | besucht am 28.09.2026

Musée des Arts et Métiers | Fardier à vapeur | https://www.arts-et-metiers.net/musee/fardier-vapeur | besucht am 28.09.2026

Deutz AG | DEUTZ History: We keep the world moving, since 1864 | https://www.deutz.com/en/company/our-history/milestones/ | besucht am 28.09.2026

Technik Museum Sinsheim | Nicolaus August Otto und der Viertaktmotor | https://www.technik-museum.de/de/community/museumsgeschichten/nicolaus-august-otto-und-der-viertaktmotor/ | besucht am 28.09.2026

Stadt Wiesloch | Apothekenmuseum | https://www.wiesloch.de/kultur–freizeit/museen/apothekenmuseum | besucht am 28.09.2026

Staatsanzeiger Baden-Württemberg | Bertha Benz unternahm 1888 die weltweit erste Autoreise | https://www.staatsanzeiger.de/landesgeschichte/mit-strumpfband-an-den-zuendkerzen/ | besucht am 28.09.2026

autohaus.de | 140 Jahre Benz Patent-Motorwagen und Daimler Motorkutsche: Vom Aschenputtel zum Volksauto | https://www.autohaus.de/nachrichten/autohersteller/140-jahre-benz-patent-motorwagen-und-daimler-motorkutsche-3756523 | besucht am 28.09.2026

Bundeszentrale für politische Bildung | Manfred Grieger: Kleine Geschichte des Automobils in Deutschland | https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/298742/kleine-geschichte-des-automobils-in-deutschland/ | besucht am 28.09.2026

Persée | Patrick Fridenson: Une industrie nouvelle: l’automobile en France jusqu’en 1914 | https://www.persee.fr/doc/rhmc_0048-8003_1972_num_19_4_2235 | besucht am 28.09.2026

History.com | First-ever automobile race runs from Paris to Rouen | https://www.history.com/this-day-in-history/july-22/first-auto-race-paris-rouen-1894 | besucht am 28.09.2026

U.S. Department of Energy | The History of the Electric Car | https://www.energy.gov/articles/history-electric-car | besucht am 28.09.2026

Château de Compiègne | Automobile électrique „La Jamais Contente“ | https://chateaudecompiegne.fr/collection/objet/automobile-electrique-la-jamais-contente | besucht am 28.09.2026

Porsche Newsroom | Ahead of his time: Electric wheel-hub motor from 1900 | https://newsroom.porsche.com/en/2024/history/porsche-wheel-hub-motor-development-electric-vehicle-38129.html | besucht am 28.09.2026

Museen in Bayern | Pionier der E-Mobilität: Der Coburger Elektrowagen 1888 von Andreas Flocken | https://museen-in-bayern.de/en/exhibitions/exhibition/kunstsammlungen-der-veste-coburg/exhibition/15741 | besucht am 28.09.2026

General Motors | 1912 Cadillac Model 30 | https://www.gm.com/heritage/collection/cadillac/1912-cadillac-model-30 | besucht am 28.09.2026

Ford Motor Company | Henry Ford Biography | https://corporate.ford.com/articles/history/henry-ford-biography/ | besucht am 28.09.2026

Ford Motor Company | The Model T | https://corporate.ford.com/articles/history/the-model-t/ | besucht am 28.09.2026

Harvard Law School, Caselaw Access Project | Columbia Motor Car Co. v. C. A. Duerr & Co., 184 F. 893 (1911) | https://static.case.law/f/184/cases/0893-01.json | besucht am 28.09.2026

The Henry Ford | Selden Patent Lawsuit Collection | https://www.thehenryford.org/collections/explore/archival/420803 | besucht am 28.09.2026

Project Gutenberg | Henry Ford: My Life and Work (1922) | https://www.gutenberg.org/cache/epub/7213/pg7213.txt | besucht am 28.09.2026

The Henry Ford | Ford Motor Co. Chronology, 1903-2003 | https://www.thehenryford.org/collections/explore/popular-research-topics/ford-motor-co-chronology-1903-2003 | besucht am 28.09.2026

The Henry Ford | Ford’s Five-Dollar Day | https://www.thehenryford.org/explore/blog/fords-five-dollar-day | besucht am 28.09.2026

The Henry Ford | Henry Ford: Model T | https://www.thehenryford.org/artifact/73039/ | besucht am 28.09.2026

Model T Ford Club of America | Encyclopedia: P-R | https://mtfca.com/encyclo/P-R.htm | besucht am 28.09.2026

General Motors | GM Founder William Durant’s Story | https://www.gm.com/heritage/durant | besucht am 28.09.2026

Alfred P. Sloan Foundation | Who was Alfred P. Sloan, Jr.? | https://sloan.org/about/who-was-alfred-p-sloan-jr | besucht am 28.09.2026

Smithsonian National Museum of American History | When tail fins made waves | https://americanhistory.si.edu/explore/stories/when-tail-fins-made-waves | besucht am 28.09.2026

Ally Financial | Our History | https://www.ally.com/about/history/ | besucht am 28.09.2026

General Motors | Chevrolet History | https://media.gm.com/content/dam/Media/images/INTL/chevrolet/company-tab/2014/history/chevrolet_history_en_2014.pdf | besucht am 28.09.2026

NBC News | Toyota ends GM’s 77-year run as top-selling automaker | https://www.nbcnews.com/id/wbna28771215 | besucht am 28.09.2026

Toyota Industries | The Story of Sakichi Toyoda | https://www.toyota-industries.com/company/history/toyoda_sakichi/ | besucht am 28.09.2026

Toyota Motor Corporation | 75 Years of Toyota: Establishment of the Automotive Department | https://www.toyota-global.com/company/history_of_toyota/75years/text/taking_on_the_automotive_business/chapter2/section2/item1.html | besucht am 28.09.2026

Toyota Motor Corporation | 75 Years of Toyota: Supermarket Method | https://www.toyota-global.com/company/history_of_toyota/75years/text/taking_on_the_automotive_business/chapter2/section7/item4.html | besucht am 28.09.2026

Toyota Motor Corporation | 75 Years of Toyota: Japan, U.S. Agree on Voluntary Restraints on Exports | https://www.toyota-global.com/company/history_of_toyota/75years/text/leaping_forward_as_a_global_corporation/chapter1/section1/item1.html | besucht am 28.09.2026

Toyota Motor Corporation | 75 Years of Toyota: Development of Prius and Hybrid Strategy | https://www.toyota-global.com/company/history_of_toyota/75years/text/leaping_forward_as_a_global_corporation/chapter4/section8/item1.html | besucht am 28.09.2026

Toyota USA Newsroom | Toyota Marks 50 Millionth Corolla Sold | https://pressroom.toyota.com/toyota-marks-50-millionth-corolla-sold/ | besucht am 28.09.2026

Toyota Motor Corporation | Production, Sales and Export Results, December 2025 | https://global.toyota/pages/global_toyota/company/profile/production-sales-figures/production_sales_figures_en_202512.xlsx | besucht am 28.09.2026

Volkswagen AG | Volkswagen Group Deliveries Q4 2025 | https://uploads.vw-mms.de/system/production/files/cws/042/475/file/e12576878c0217a50f9434c07c3db5796b8d9dba/2026-01-20-volkswagen-group-deliveries-tables-incl-bev-q4-2025-en.pdf | besucht am 28.09.2026

Opel (Archiv media.gm.com) | Opel-Geschichte 1920 bis 1929 | https://web.archive.org/web/20160523165459/http://media.gm.com/media/de/de/opel/company_opel/history/1920-1929.html | besucht am 28.09.2026

Bonn bewegt (Pressetext der Autobahn GmbH) | 90 Jahre A 555: Deutschlands älteste Autobahn | https://bonnbewegt.de/de/node/60 | besucht am 28.09.2026

Bundesarchiv | 23. September 1933: Gründungsakt des Reichsautobahnbaus | https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/geschichtsgalerien/23-september-1933-gruendungsakt-des-reichsautobahnbaus/ | besucht am 28.09.2026

Stadtmuseum Berlin | Start and „glory“ days | https://www.berlin.museum/en/story/start-and-glory-days | besucht am 28.09.2026

Volkswagen AG | Volkswagen Chronicle | https://www.volkswagen-group.com/en/volkswagen-chronicle-17351/ | besucht am 28.09.2026

Volkswagen Newsroom | VW Beetle, the real miracle | https://www.volkswagen-newsroom.com/en/the-volkswagen-beetle-a-success-story-2341/vw-beetle-the-real-miracle-2356 | besucht am 28.09.2026

August Horch Museum Zwickau | Trabant Museum | https://www.horch-museum.de/trabant-museum.php | besucht am 28.09.2026

auto motor und sport | 60 Jahre Trabant P 601: Rückblick auf die „Pappe“ | https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/sachsenring-trabant-p50-p-601/ | besucht am 28.09.2026

Stiftung Haus der Geschichte (LeMO) | LeMO Kapitel: Mangelwirtschaft | https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-krisenmanagement/niedergang-der-ddr/mangelwirtschaft.html | besucht am 28.09.2026

Kaiserliches Statistisches Amt | Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1914 | https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/MCRFileNodeServlet/DEHeft_derivate_00070364/1914gesamt.pdf | besucht am 28.09.2026

Gerhard Köbler (Quellensammlung) | Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 | https://www.koeblergerhard.de/Fontes/GesetzUeberDenVerkehrMitKraftfahrzeugen1909.pdf | besucht am 28.09.2026

Guinness World Records | First person killed by a car | https://www.guinnessworldrecords.com/world-records/first-person-killed-by-a-car | besucht am 28.09.2026

autohaus.de | Vor 75 Jahren: Barényi-Karosseriepatent revolutioniert den Automobilbau | https://www.autohaus.de/nachrichten/schadenbusiness/vor-75-jahren-bar-ny-karosseriepatent-revolutioniert-automobilbau-3760624 | besucht am 28.09.2026

Volvo Cars (Archiv) | Three-point safety belt: 50 years | https://web.archive.org/web/20221004170626/https://www.media.volvocars.com/global/en-gb/media/pressreleases/20115 | besucht am 28.09.2026

Runter vom Gas (BMV und DVR) | Gu(r)t gesichert | https://www.runtervomgas.de/menschen-und-geschichten/artikeluebersicht/gu-r-t-gesichert/ | besucht am 28.09.2026

Mercedes-Benz Group (Archiv) | World premiere in 1978 in the Mercedes-Benz S-Class: Anti-lock braking system 40 years old | https://web.archive.org/web/20221127032912/https://group-media.mercedes-benz.com/marsMediaSite/en/instance/ko/World-premiere-in-1978-in-the-Mercedes-Benz-S-Class-Anti-lock-braking-system-40-years-old.xhtml?oid=40931624 | besucht am 28.09.2026

Bosch | 40 Jahre Antiblockiersystem ABS von Bosch | https://www.bosch-presse.de/pressportal/de/en/40-jahre-antiblockiersystem-abs-von-bosch-169700.html | besucht am 28.09.2026

Automotive World | 40 years ago Mercedes-Benz launched the driver’s airbag and seat belt tensioner in series production | https://www.automotiveworld.com/news/40-years-ago-mercedes-benz-launched-the-drivers-airbag-and-seat-belt-tensioner-in-series-production/ | besucht am 28.09.2026

Statistisches Bundesamt | Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2017 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2018/Verkehrsunfaelle-2017/pressebroschuere-unfallentwicklung.pdf?__blob=publicationFile | besucht am 28.09.2026

Statistisches Bundesamt | 8 Tote und mehr als 1 000 Verletzte pro Tag bei Verkehrsunfällen im Jahr 2025 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_238_46241.html | besucht am 28.09.2026

Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste | Autofreie Sonntage 1973 (WD 7-3000-064/08) | https://www.bundestag.de/resource/blob/413682/414756c62aeefb39b66b0349fe070d88/wd-7-064-08-pdf-data.pdf | besucht am 28.09.2026

Bundeszentrale für politische Bildung | Vor 40 Jahren: Erster autofreier Sonntag in Deutschland | https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/172918/vor-40-jahren-erster-autofreier-sonntag-in-deutschland/ | besucht am 28.09.2026

U.S. Environmental Protection Agency | EPA at 30: Top Environmental Stories, 1970-2000 | https://www.epa.gov/archive/epapages/newsroom_archive/newsreleases/50b05eca819f98ec852570d8005e140f.html | besucht am 28.09.2026

EUR-Lex | Richtlinie 91/441/EWG des Rates vom 26. Juni 1991 | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31991L0441 | besucht am 28.09.2026

U.S. Environmental Protection Agency | Learn About Volkswagen Violations | https://www.epa.gov/vw/learn-about-volkswagen-violations | besucht am 28.09.2026

Volkswagen AG | Geschäftsbericht 2025: Rechtliche Risiken | https://annualreport2025.volkswagen-group.com/group-management-report/report-on-risks-and-opportunities/risks-and-opportunities/legal-risks.html | besucht am 28.09.2026

Insurance Journal (Reuters) | Volkswagen Reaches $54 Million ‚Dieselgate‘ Settlement With Italian Owners | https://www.insurancejournal.com/news/international/2024/05/17/774642.htm | besucht am 28.09.2026

California Air Resources Board | Resolution 91-53 vom 14. November 1991 | https://ww2.arb.ca.gov/sites/default/files/barcu/board/res/1990/91-53.pdf | besucht am 28.09.2026

California Air Resources Board | Updated Informative Digest: 2003 Amendments to the California Zero Emission Vehicle Regulation | https://arb.ca.gov/regact/zev2003/uid.pdf | besucht am 28.09.2026

NPR | What happened to the General Motors EV1? | https://www.npr.org/2024/12/06/nx-s1-5116270/ev1-general-motors-electric-vehicle | besucht am 28.09.2026

Smithsonian Magazine | The Death of the EV-1 | https://www.smithsonianmag.com/science-nature/the-death-of-the-ev-1-118595941/ | besucht am 28.09.2026

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Tesla | Annual Report on Form 10-K 2012 | https://ir.tesla.com/_flysystem/s3/sec/000119312513096241/d452995d10k.html | besucht am 28.09.2026

Tesla | Fourth Quarter 2025 Production and Deliveries | https://ir.tesla.com/_flysystem/s3/sec/000162828026000016/tsla-20260102-gen.pdf | besucht am 28.09.2026

Fortune | Tesla stock (TSLA) climbs to dethrone Toyota as world’s most valuable automaker | https://fortune.com/2020/07/01/tesla-stock-price-tsla-shares-market-cap-toyota-worlds-most-valuable-automaker-elon-musk | besucht am 28.09.2026

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HKEXnews (BYD Company Limited) | Production and Sales Volume, December 2025 | https://www.hkexnews.hk/listedco/listconews/sehk/2026/0101/2026010100129.pdf | besucht am 28.09.2026

CnEVPost | BYD discontinues production of fuel vehicles as it shifts entirely to NEVs | https://cnevpost.com/2022/04/03/byd-discontinues-production-of-fuel-vehicles-as-it-shifts-entirely-to-nevs/ | besucht am 28.09.2026

NBC News | China tops U.S. as largest auto market in ’09 | https://www.nbcnews.com/id/wbna34764263 | besucht am 28.09.2026

Xinhua | China becomes world’s largest auto exporter in 2023 | https://english.news.cn/20240112/84ce0b93815b4b0db59e6e5f60519f84/c.html | besucht am 28.09.2026

Internationale Energieagentur (IEA) | Global EV Outlook 2026 | https://iea.blob.core.windows.net/assets/857aa690-2a43-453f-9f12-147cc8f0a1dd/GlobalEVOutlook2026.pdf | besucht am 28.09.2026

Kraftfahrt-Bundesamt | Fahrzeugzulassungen im Dezember 2025: Jahresbilanz | https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2026/pm01_2026_n_12_25_pm_komplett.html | besucht am 28.09.2026

Kraftfahrt-Bundesamt | Fahrzeugzulassungen im August 2026 | https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2026/pm35_2026_n_08_26_pm_komplett.html | besucht am 28.09.2026

Kraftfahrt-Bundesamt | Der Fahrzeugbestand am 1. Januar 2026 | https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugbestand/2026/pm09_fz_bestand_pm_komplett.html | besucht am 28.09.2026

Amt für Veröffentlichungen der EU | Verordnung (EU) 2019/631 | http://publications.europa.eu/resource/celex/32019R0631 | besucht am 28.09.2026

Amt für Veröffentlichungen der EU | Verordnung (EU) 2023/851 | http://publications.europa.eu/resource/celex/32023R0851 | besucht am 28.09.2026

Europäische Kommission | Cars and vans: CO2 emission performance standards | https://climate.ec.europa.eu/areas-action/transport-decarbonisation/road-transport/cars-and-vans_en | besucht am 28.09.2026

Kraftfahrt-Bundesamt | KBA erteilt erste Genehmigung zum automatisierten Fahren | https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Allgemein/2021/pm49_2021_erste_Genehmigung_automatisiertes_Fahren.html | besucht am 28.09.2026

TÜV Rheinland | Mercedes-Benz receives approval for highly automated driving up to 95 km/h | https://www.tuv.com/press/en/press-releases/automated-lane-keeping-system.html | besucht am 28.09.2026

IEEE Spectrum | This Car Runs on Code | https://spectrum.ieee.org/this-car-runs-on-code | besucht am 28.09.2026

Waymo | Waymo is opening its fully driverless service to the general public in Phoenix | https://waymo.com/blog/2020/10/waymo-is-opening-its-fully-driverless-service-in-phoenix/ | besucht am 28.09.2026

TechCrunch | Waymo’s skyrocketing ridership in one chart | https://techcrunch.com/2026/03/27/waymo-skyrocketing-ridership-in-one-chart/ | besucht am 28.09.2026

OICA | Auto industry growth shifted east in 2025 amid global repositioning | https://oica.net/auto-industry-growth-shifted-east-in-2025-amid-global-repositioning/ | besucht am 28.09.2026

OICA | Production Statistics 2025 | https://oica.net/wp-content/uploads/2025/11/prod-total-2025.pdf | besucht am 28.09.2026

VDA | Produktion und Markt in 2025 | https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260106_PM_Nationale-PM-Pkw-Produktion-in-Deutschland-in-2025 | besucht am 28.09.2026

VDA | Automobile Production | https://www.vda.de/en/news/facts-and-figures/annual-figures/automobile-production | besucht am 28.09.2026

Statistisches Bundesamt | Stellenabbau in der Automobilindustrie: 42 300 weniger Beschäftigte zum Ende des 1. Halbjahres 2026 | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_N057_42.html | besucht am 28.09.2026

Smithsonian National Museum of American History (Archiv) | America on the Move: Tucker automobile | https://web.archive.org/web/20120827004537/http://americanhistory.si.edu:80/onthemove/collection/object_1182.html | besucht am 28.09.2026

BBC | Back to the future as DeLorean goes electric | https://www.bbc.co.uk/news/business-17428818 | besucht am 28.09.2026

The New York Times (Archiv) | DeLorean Motor Files Bankruptcy | https://web.archive.org/web/20190306111337/https://www.nytimes.com/1982/10/26/business/delorean-motor-files-bankruptcy.html | besucht am 28.09.2026

BBC | Dyson has scrapped its electric car project | https://www.bbc.com/news/business-50004184 | besucht am 28.09.2026

The Verge | Apple’s electric car project is dead | https://www.theverge.com/2024/2/27/24084907/apple-electric-car-project-titan-shuts-down | besucht am 28.09.2026

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