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Andreas Hecht 5. März 2019

WordPress 101: So vermeidest du die 20 häufigsten Anfängerfehler

Nichts im Leben ist leich­ter, als Fehler zu machen. Besonders gilt dies im Umgang mit einem Content-Management-System wie WordPress. Selbstverständlich ist es okay, wenn man sei­ne Fehler selbst machen möch­te, um Erfahrungen im Umgang mit WordPress zu erwer­ben. Besser jedoch ist das soge­nann­te “Modelling of Excellence”, bei dem du sehr schnell aus den Fehlern ande­rer ler­nen und von deren Erfahrungen pro­fi­tie­ren kannst. In die­sem Artikel lernst du, die 20 häu­figs­ten Fehler im Umgang mit WordPress zu ver­mei­den.

#1: Verwechsele nie WordPress.org und WordPress.com

Für einen Anfänger kann es durch­aus ver­wir­rend sein, dass WordPress auf der einen Seite eine kos­ten­lo­se Onlineversion (WordPress.com) und auf der ande­ren Seite eine selbst­ge­hos­te­te Variante (WordPress.org) anbie­tet.

Beide Versionen wer­den ger­ne mal ver­wech­selt. Für einen klei­nen, ein­fa­chen Blog ohne grö­ße­re Ambitionen und ohne Kosten ist WordPress.com sicher­lich die rich­ti­ge Wahl. Wer jedoch die vol­le Kontrolle über sein Projekt wünscht, in der Auswahl der Plugins und Themes nicht beschränkt sein oder gar Geld mit sei­ner Online-Präsenz ver­die­nen möch­te, für den ist ein selbst­ge­hos­te­tes WordPress die rich­ti­ge Wahl.

#2: Gib nicht mehr Geld aus als nötig

Um mit einem selbst­ge­hos­te­ten WordPress los­le­gen zu kön­nen, brauchst du eine Domain und ein Webhosting-Paket. Ein sol­ches, für WordPress geeig­ne­tes, Paket inklu­si­ve einer Domain muss nicht die Welt kos­ten.

Bereits mit rela­tiv wenig Geldeinsatz erhältst du ein für den Anfang aus­rei­chen­des Paket. Ich kann dir den Webhoster “Alfahosting” emp­feh­len, dort kos­tet das “Multi L” Paket inklu­si­ve einer Domain nur 2,99 € im Monat. Alfahosting bie­tet zudem einen extrem schnel­len und wirk­lich guten Support an, wenn mal was nicht so läuft, wie es soll­te.

Aber auch ande­re Hoster sind emp­feh­lens­wert. Ich schla­ge vor, sich vor Abschluss eines Vertrages gut zu infor­mie­ren. Einschlägige Foren bie­ten schnel­le und aus­sa­ge­kräf­ti­ge Einschätzungen der gän­gi­gen Hoster.

#3: Lege regelmäßige Backups an

Wenn du mit WordPress arbei­test, ist es wirk­lich essen­ti­ell, regel­mä­ßi­ge Backups der WordPress-Installation und der Datenbank anzu­le­gen. Die gute Nachricht ist, dass es Plugins für die­se Aufgabe gibt.

Einmal kor­rekt ein­ge­rich­tet, ver­rich­ten sie zuver­läs­sig ihre Aufgabe. Backup-Plugins bie­ten dabei ver­schie­de­ne Lösungen an, wohin die Webseite gesi­chert wer­den soll. Am zuver­läs­sigs­ten und char­man­tes­ten, zumin­dest aus mei­ner Sicht, ist der regel­mä­ßi­ge Upload zu einem Cloud-Anbieter, wie zum Beispiel Dropbox oder Google Drive.

In die­sem Beitrag haben wie uns aus­führ­lich mit Backup-Lösungen beschäf­tigt.

#4: Ignoriere nie ein WordPress-Update

WordPress ist mitt­ler­wei­le das belieb­tes­te Content-Management-System der Welt mit einem Marktanteil von 60 Prozent bei den Websites, die mit einem CMS lau­fen. Noch beein­dru­cken­der ist es, wenn du dir klar machst, dass ein Drittel aller Websites welt­weit mit WordPress betrie­ben wird.

Logisch, dass ein solch belieb­tes System auch bei Hackern Anklang fin­det. Genau wie Microsofts Betriebssystem Windows oder Googles Android muss es daher regel­mä­ßig mit Sicherheitsaktualisierungen ver­sorgt wer­den.

WordPress Nachricht mit Bitte um Aktualisierung

Gerade weil WordPress-Updates zu einem nicht gerin­gen Teil Sicherheitsaktualisierungen sind, soll­test du auf kei­nen Fall ver­säu­men, immer auf die aktu­el­le WordPress-Version zu aktua­li­sie­ren. Denn mit jedem neu­en WordPress-Update wer­den auch die Sicherheitslücken in der älte­ren Version bekannt. Das Risiko gehackt zu wer­den, steigt dem­zu­fol­ge exor­bi­tant an. Ich emp­feh­le also drin­gend, immer auf die neu­es­te Version zu aktua­li­sie­ren. Mit dem “Ein-Klick-Updater” von WordPress ist dies ein Kinderspiel.

#5: Editiere Dateien niemals mit dem Online-Editor, sondern stets via FTP

Mal eben die functions.php des Themes bear­bei­ten oder gar ein­zel­ne Theme-Dateien erscheint mit dem WordPress eige­nen Theme- oder Plugin-Editor leicht und sicher zu sein.

WordPress Dateien mit dem Editor bearbeiten

Doch gera­de die­se Funktion ist eine der gefähr­lichs­ten, wenn man kei­nen (S)FTP Zugang besitzt. Schnell wird mal ein abschlie­ßen­des Semikolon oder ähn­li­ches ver­ges­sen, und nach dem Abspeichern der Datei sieht man statt sei­ner gewohn­ten Webseite nur noch eine wei­ße Seite mit einer Fehlermeldung, die man ohne (S)FTP-Zugriff so nicht mehr behe­ben kann.

Ich rate daher, die Funktionen der Editoren nicht zu nut­zen, son­dern alle Änderungen immer über einen (S)FTP Zugriff zu machen, damit du im Fall des Falles sofor­ti­ge Korrekturen durch­füh­ren kannst und die Webseite schnell wie­der das für die Besucher gewohn­te Erscheinungsbild bie­tet.

#6: Verwende eine ordentliche Permalink-Struktur

Das Nichtverwenden einer kor­rek­ten Permalinkstruktur ist einer der gän­gigs­ten Fehler im Umgang mit WordPress über­haupt. Vielfach wird die Permalink-Struktur völ­lig igno­riert und auf der Standardeinstellung von WordPress gelas­sen. Ein Permalink sieht dann so aus: www.beispiel/?p=34.

Ein sol­cher, soge­nann­ter Messy-Permalink bringt Nachteile für Mensch und Maschine mit sich. Ein guter Permalink soll­te kurz und aus­sa­ge­kräf­tig sein und die wich­tigs­ten Schlüsselwörter, unter denen der Artikel spä­ter bei Google gefun­den wer­den soll, ent­hal­ten.

Doch nicht nur aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist das wich­tig, auch Besucher der Webseite freu­en sich über aus­sa­ge­kräf­ti­ge Links, anhand derer man bereits weiß, wor­um es im Artikel geht. Ein guter Permalink soll­te zum Beispiel so aus­se­hen:

www.beispiel.de/feh­ler-word­press-ver­mei­den

Um eine ordent­li­che Permalink-Struktur her­zu­stel­len, gehe ein­fach in “Einstellungen => Permalinks” und stel­le die gewünsch­te Struktur ein.

Einstellen der richtigen WordPress Permalink Struktur

Du magst an die­ser Stelle zu Recht ein­wen­den, dass Google in den letz­ten Jahren weni­ger Wert auf spre­chen­de URLs zu legen scheint und sogar sel­ber stets nur noch kur­ze IDs ver­wen­det. Das ist sicher­lich der fort­schrei­ten­den Miniaturisierung des Internets für Smartphones und das IoT geschul­det.

Meine Erfahrung ist jedoch, dass spre­chen­de URLs immer noch wei­ter oben ran­ken als sol­che mit IDs. Mag sich ändern, ist aber noch nicht so weit.

#7: Kümmere dich um Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Bei der Installation von WordPress hast du die Möglichkeit, dei­ne Webseite für die Indexierung durch Google zu sper­ren. Dies wird oft ange­hakt, weil sich die betref­fen­de Webseite oft­mals noch im Aufbauprozess befin­det und man nicht möch­te, dass eine halb­fer­ti­ge Webseite bereits im Index von Google auf­zu­fin­den ist.

Wenn du jedoch die­se Einstellung nach Abschluss aller Arbeiten nicht wider­rufst, bleibt dei­ne Webseite für immer außer­halb des Google-Indexes und kann nicht gefun­den wer­den. Kontrolliere also stets nach Abschluss aller Arbeiten, ob der betref­fen­de Haken unter “Einstellungen => Lesen” nicht mehr gesetzt ist.

Das Indexieren einer WordPress-Installation erlauben

Natürlich ist es auch sinn­voll, ein SEO-Plugin zu instal­lie­ren und sei­ne Artikel auf Suchmaschinen zu opti­mie­ren. Empfehlenswerte Plugins sind hier etwa:

Yoast SEO
Yoast SEO
Entwickler: Team Yoast
Preis: Kostenlos
DELUCKS SEO
DELUCKS SEO
Entwickler: DELUCKS GmbH
Preis: Kostenlos

#8: Wechsele nie übereilt deine Domain

Oftmals gefällt die Domain, die bei der Erstellung der Webseite gewählt wur­de, nach eini­ger Zeit nicht mehr. Dann ist man ver­sucht, sich mal eben eine neue Domain zuzu­le­gen und der Webseite zuzu­wei­sen, was ja recht schnell auch für weni­ger ver­sier­te Seitenbetreiber mög­lich ist.

Ohne vor­beu­gen­de Maßnahmen und viel Überlegung jedoch wird man vie­le Besucher und somit auch Geld ver­lie­ren, wenn die Webseite eine Einkommensquelle bedeu­tet. Anleitungen, wie man WordPress von einer Domain auf eine ande­re umzieht, gibt es mehr als aus­rei­chend im Netz. Am Ende die­ses Artikels unter “Links zum Beitrag” ver­lin­ke ich einen davon.

#9: Wähle kein WordPress-Theme aus unbekannter Quelle

Anbieter von kos­ten­frei­en WordPress-Themes gibt es wie Sand am Meer. Leider sind nicht alle Themes nach den Vorgaben von WordPress pro­gram­miert und zum Teil wirk­lich min­der­wer­tig.

Auch ist die Chance nicht unbe­deu­tend, dass man ein Theme erwischt, wel­ches durch bös­wil­li­ge Links ver­sucht, Trojaner unter die Leute (die Besucher dei­ner Webseite) zu brin­gen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, sind hier die Regeln dafür: Installiere nur Themes aus bekann­ter Quelle, für kos­ten­lo­se Themes ist das WordPress.org und für Premium-Themes nutzt du einen bekann­ten Provider, wie zum Beispiel woothemes.com.

#10: Installiere eine Statistiklösung

Ein Seitenbetreiber muss wis­sen, was auf sei­ner Webseite los ist. Ein Analyse-Tool, wie zum Beispiel Google Analytics oder das Open-Source-Projekt Piwik, bie­tet unzäh­li­ge Möglichkeiten, sei­ne Webseite zu ana­ly­sie­ren (nicht nur, um die Anzahl der Besucher am Tag zu erse­hen) und stän­dig zu ver­bes­sern, damit der Besucherstrom bestän­dig ansteigt.

Des Weiteren emp­feh­le ich, einen Account für die Google Webmaster Tools anzu­le­gen. Beachte hier­bei aber stets die recht­li­chen Rahmenbedingungen und hin­ter­le­ge eine Datenschutzerklärung. Mehr zur DSGVO fin­dest du hier, hier und hier.

#11: Schreibe nie mit Microsoft Word

Vielleicht bist du es ja, wie so vie­le ande­re Menschen auch, gewohnt, Texte immer in MS-Word zu ver­fas­sen, um dann in Versuchung zu kom­men, den in Word ver­fass­ten Text ein­fach nur schnell in den Schreibeditor von WordPress zu kopie­ren und abzu­spei­chern.

Bei die­ser Vorgehensweise kön­nen Tonnen von wirk­lich ver­rück­ten Zeichen mit dem Text in den Quelltext und in den sicht­ba­ren Artikel ein­ge­fügt wer­den. Dort zer­stö­ren sie das Layout des Artikels.

Zwar gibt es einen spe­zi­el­len Button für das Einfügen aus Word, ich emp­feh­le aber drin­gend das Schreiben von Beiträgen mit einem Editor, der rei­nen Text abspei­chert, etwa Notepad, oder einen der diver­sen Markdown-Editoren, etwa ByWord auf Mac oder MarkdownPad auf Windows.

Der im Backend befind­li­che WordPress-Editor ver­fügt zwar nicht nur über eine auto­ma­ti­sche Zwischenspeicherung, son­dern auch noch über Revisionen, so dass du Änderungen sehen und bei Bedarf auch auf eine frü­he­re Version des Artikels zurück­ge­hen kannst. Ich habe jedoch stets lie­ber eine loka­le Kopie mei­ner Texte auf der Festplatte.

#12: Bleibe kein „weiterer WordPress-Blog”

WordPress ist so frei und ver­gibt zu jeder neu­en WordPress-Seite neben dem frei wähl­ba­ren Titel der Webseite auch eine fest­ge­leg­te Beschreibung. “Ein wei­te­rer WordPress Blog” steht dann im Quelltext (oder sogar sicht­bar auf der Webseite).

Da das unvor­teil­haft für die Indexierung bei Google und nahe­lie­gen­der­wei­se nicht sehr aus­sa­ge­kräf­tig ist, soll­test du die­se Beschreibung schnell abän­dern. Wähle eine sinn­vol­le Beschreibung, die dei­ne Site gut reprä­sen­tie­ren kann. Dies geschieht unter: “Einstellungen => Allgemein” und dann unter Untertitel.

Den Untertitel einer WordPress Webseite ändern

#13: Vergiss nicht, die Beispielseite zu löschen

WordPress legt bei der Installation nicht nur einen Artikel, son­dern auch noch ein Beispiel einer sta­ti­schen Seite an. Leider ver­ges­sen sehr vie­le User nach der Neuanlage einer Webseite, genau die­se Seite zu löschen.

Sie bie­tet kei­ner­lei Mehrwert für den Besucher dei­ner Webseite, wird aber von Google in den Index auf­ge­nom­men. Ein kur­zes Googlen brach­te allein für Deutschland 163.000 Ergebnisse von Webseiten zu Tage, die die­se Seite nicht gelöscht haben.

163.000 WordPress Seiten haben die Beispielseite nicht gelöscht

#14: Installiere ein Plugin gegen Kommentar-Spam

Mit das ers­te Plugin, wel­ches ich in jeder neu­en WordPress-Installation instal­lie­re, ist ein Plugin gegen Kommentar-Spam. Wenn du das ver­säumst, ist es nur eine Frage sehr kur­zer Zeit, bis dei­ne Webseite mit Massen an Spam-Kommentaren ver­seucht ist. Ich emp­feh­le hier das kos­ten­freie Plugin “Antispam-Bee”, wel­ches sei­nen Dienst her­vor­ra­gend ver­sieht und auch unter den DSGVO-Aspekten sau­ber betrie­ben wer­den kann.

Antispam Bee
Antispam Bee
Preis: Kostenlos

#15: Vermeide den „White Screen of Death”

Wenn du mit Microsoft Windows arbei­test, ist dir mit Sicherheit schon mal der berühm­te “Blue Screen of Death” auf­ge­fal­len, mit dem sich Windows bei einem schwer­wie­gen­den Fehler ver­ab­schie­det. Genau das kann dir auch im Umgang mit WordPress pas­sie­ren, nur dass der Bildschirm dann weiß bleibt.

Sehr ger­ne tritt die­ser Fehler bei der Neuinstallation eines Themes oder Plugins auf und bedeu­tet ledig­lich, dass gera­de ver­sucht wird, mehr PHP-Speicher (der “Arbeitsspeicher” dei­ner Webseite) zu ver­brau­chen, als vor­han­den ist.

Hier bie­ten sich zwei Lösungen an. Einmal das Löschen des ver­ur­sa­chen­den Plugins oder Themes über den (S)FTP-Account oder aber die Bitte an den Hoster, das PHP-Memory Limit (kos­ten­pflich­tig) zu erhö­hen. Eventuell kommt man die­sem Fehler auch mit Erhöhung des Memory-Limits in der wp-config.php bei, sofern der hos­ter­sei­tig bei­gemes­se­ne Speicher noch nicht aus­ge­schöpft ist.

#16: Verzichte auf das Archiv-Widget für die Sidebar deines Themes

Wenn du mit dei­nem WordPress-Blog frisch durch­star­test, ist das Archiv-Widget für die Sidebar schon eine coo­le und über­sicht­li­che Sache, weil es so schön die Monate anzeigt, in denen du gebloggt hast.

Nach ca. einem Jahr jedoch wird das Ganze unüber­sicht­lich und sieht mehr und mehr wirk­lich häss­lich aus, weil es die Sidebar ziem­lich lang erschei­nen lässt. Erstelle in die­sem Fall lie­ber eine eige­ne Archivseite. Das wirkt über­sicht­lich und ist pro­fes­sio­nel­ler.

#17: Kümmere dich akribisch um die Sicherheit deiner Website

Vielfach machen sich die stol­zen Besitzer einer WordPress-Webseite erst Gedanken um die Sicherheit ihres Schätzchens, wenn sie gehackt wur­den. Damit es erst gar nicht soweit kommt, hier die nötigs­ten Punkte, um dei­ne Webseite etwas siche­rer zu machen:

  • Installiere eine kos­ten­freie oder kau­fe eine Backup-Lösung (sie­he oben im Artikel)
  • Installiere das Plugin “Limit Login Attempts Reloaded”
  • Nutze eine 2-Faktor-Authentifikation, wie zum Beispiel Google Authenticator
  • Kontrolliere dei­ne Webseite hin und wie­der mit Sucuri.net

Zum Thema Sicherheit haben wir noch einen aus­führ­li­chen Beitrag für dich.

Limit Login Attempts Reloaded
Limit Login Attempts Reloaded
Entwickler: WPChef
Preis: Kostenlos

#18: Code nur entlang geltender Standards

Wenn User zum ers­ten mal einen Ausflug in die Gestaltung ihrer Webseite mit Custom-Themes – also mit selbst erstell­ten oder abge­än­der­ten Themes – unter­neh­men, erscheint es ziem­lich ver­lo­ckend, Dinge im Theme ein­fach direkt zu coden, anstatt die kor­rek­ten, meist nicht gekann­ten, WordPress-Tags zu ver­wen­den.

Das ist nicht unbe­dingt falsch, nur viel schwie­ri­ger zu ver­wal­ten und nicht auf eine neue Webseite über­trag­bar. Ich emp­feh­le daher, die WordPress Coding Standards zu ler­nen und die kor­rek­ten Tags, wel­che im berühm­ten WordPress-Codex zu fin­den sind, auch zu nut­zen.

#19: Achte auf die Optimierung deiner Bilder für die Online-Verwendung

Bilder sind von ekla­tan­ter Wichtigkeit für einen guten Artikel, aber bei nichts ande­rem kann man soviel falsch machen. Wie oft sieht man, dass viel zu gro­ße (von der Pixelanzahl) und zu gewich­ti­ge (von der Dateigröße) Bilder in Artikel ein­ge­bracht wer­den, die dann den Seitenaufbau extrem ver­lang­sa­men. Das ist nicht nur für die Besucher einer Webseite eine Qual, son­dern auch aus SEO-Sicht sub­op­ti­mal, da die Ladegeschwindigkeit einer Webseite mitt­ler­wei­le ein Rankingfaktor ist.

Es gilt also, alle Bilder vor dem Einfügen in einen Artikel für das Web zu opti­mie­ren. Zuerst ein­mal soll­ten sie auf die kor­rek­te Breite gebracht wer­den: Wenn der Inhaltsbereich dei­ner Webseite 640px breit ist, soll­ten Bilder auf maxi­mal 640px zuge­schnit­ten wer­den. Im Anschluss wer­den die Bilder für das Web abge­spei­chert, ent­we­der mit Photoshop oder aber mit Gimp, einer frei­en Software. Auch Tools wie JPEG Mini oder TinyPNG eig­nen sich her­vor­ra­gend.

Mit die­sem Thema haben wir uns bei Dr. Web schon hier, hier und hier aus­führ­li­cher befasst.

#20: Der größte Fehler besteht darin, aufzuhören zu lernen

Der schlimms­te Fehler, den du machen kannst, ist, das Lernen ein­zu­stel­len. Fast täg­lich erschei­nen neue Plugins und Lösungen für bekann­te, jeden­falls spe­zi­fi­sche Probleme, die uns Seitenbetreibern die Arbeit erleich­tern und die Funktionalität zum Teil deut­lich ver­bes­sern. Ich rate dir also, dich inten­siv mit WordPress zu beschäf­ti­gen. Lerne so viel wie mög­lich. Eine ein­fa­che Möglichkeit ist der regel­mä­ßi­ge Besuch des guten alten Dr. Web.

Weiterführende Links

  1. WordPress.org – die WordPress-Version zum Selberhosten
  2. WordPress.com
  3. Alfahosting.de – der Webhoster
  4. WordPress Backup to Dropbox
  5. BackWPup Free – WordPress Backup-Plugin
  6. VaultPress – Professionelle Backup-Lösung
  7. WordPress SEO by Yoast – WordPress SEO-Plugin
  8. wpSEO – WordPress SEO-Plugin
  9. How to Properly Move WordPress to a New Domain Without Losing SEO – Wie du WordPress von einer Domain zur ande­ren umziehst
  10. woothemes.com – Premium Themes, Plugins & eCommerce for WordPress
  11. Google Analytics – Webseiten-Analyse
  12. Piwik – Webseiten Analyse zum Selbsthosten
  13. Google Webmaster Tools – Webseiten-Analyse
  14. Antispam Bee – Plugin gegen Kommentarspam
  15. Limit Login Attempts – Sicherheitsplugin
  16. Google Authenticator for your WordPress blog – Sicherheitsplugin
  17. Sucuri.net – Sicherheitscheck für die eige­ne Webseite, zeigt an, ob die Webseite frei von Schadsoftware ist
  18. WordPress Coding Standards – so soll­te ein WordPress-Theme/Plugin pro­gram­miert sein
  19. WordPress Codex – Alles über WordPress-Tags mit Beispielen usw.
  20. Gimp – freie Bidbearbeitung
  21. JPEG Mini – zur Reduzierung der Dateigröße eines JPG/JPEG Bildes

(Der Beitrag erschien erst­mals am 4. Juli 2014. Seitdem wird er regel­mä­ßig aktua­li­siert, zuletzt am 20. Februar 2019.)

(Artikelbild: Depositphotos)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

27 Kommentare

  1. Hey die Tipps wur­den von dir über­ar­bei­tet, oder? WOW das nen­ne ich mal Content Refresher :) Sehr gei­le – gute Tipps – Und lie­be Wordprssler – bit­te beher­zigt auch die­sen super Tipp von Dr Web https://www.drweb.de/april-2018–10-neuesten-wordpress-themes-monats/

  2. Hi, es ist schon erstaun­lich, wie wenig Informationen man hin­sicht­lich der opti­ma­len Bilder fin­det.
    So ist es fuer mich bis­lang qua­si unbe­greif­lich, wie man sowohl fuer Handy, als auch Tablet und PC pas­sen­de Aufloesungen der Bilder machen kann. Eine Faustformel ist lei­der kaum zu fin­den. Repositiv ist ja toll, aber wenn die Site haut­saech­lich aus Bildern – vie­len Bildern – bestehen soll, so fin­det man kaum wirk­sa­me, nach­voll­zieh­ba­re Hilfe dazu. Programme wie Digikam, Aftershot bie­ten zwar Einstellungen zum Bildexport, jedoch muss man erst mal wis­sen, was man wirk­lich benoe­tigt.

    Hier wae­re doch mal eine wirk­lich fun­dier­te, in die Praxis gehen­de Anleitung toll.
    Und vor allem so, dass einer, der noch nie einen PC gese­hen hat, auch ver­steht, wor­um es geht.
    Teils fehlt es ein­fach nur an den Begrifflichkeiten.

  3. Interessanterweise ist das erwähn­te Plugin “Limit Login Attempts” immer noch drin obwohl es in den Anleitungen von A.Hecht qua­si als no-go bezeich­net wird.

  4. Für jeden Blogger der heut­zu­ta­ge noch den Start eines Blog’s wagt sind die­se Fehlerauflistungen fun­da­man­tal. Das Risiko viel Zeit und Arbeit in ein Projekt zu inves­tie­ren, des­sen tech­ni­sche Grundlagen frei ver­füg­bar sind und deren Bestand nicht gewähr­leis­tet sein muss, soll­te jedem Bewust sein. Am Anfang mei­ner Webkarriere stan­den CGI, Pearl und ASP. Wenn WordPress so halt­bar ist wie html, dann soll­te die Zukunft jedoch gesi­chert sein.

  5. Ja stimmt Neulinge kön­nen bei WP vie­les falsch machen. Guter Artikel.

  6. word­press-back­up-to-drop­box:

    This plugin was clo­sed on February 7, 2018 and is no lon­ger avail­ab­le for down­load. Reason: Guideline Violation.

    :-(

  7. Hallo,

    Wie bekom­me ich in der Anmeldemaske das “W” weg ?

  8. Gib nicht mehr Geld aus als nötig ist in mei­nen Augen rela­tiv. Wie viel nötig war sieht man erst, wenn es zu spät ist und der Hoster z.B. kein geschei­tes Backup hat. Ansonsten ist die Liste ganz gut!

  9. Alfahosting als Hoster? Das ist doch ein Witz, oder? Bin von dort weg und deren end­los lah­men Server. Wer das pro­fe­sio­nel­le und vor allem schnel­le Gegenteil sucht, soll­te sich ein­mal http://www.wp-webhosting.de anschau­en, kann ich aus eige­ner Erfahrung nur emp­feh­len!

  10. Punkt 15 erwähnt es, des­we­gen ist Alphahosting immer mit Bedacht zu wäh­len – denn beim L Paket ist die “Script Power” nicht so stark, wie sie beim glei­chen Preis zb. bei Goneo ist. Dies führ­te bei mir bereits häu­fig bei Speicherintensiven Erweiterungen (Shops, umfangr. Backendeditoren von Premiumthemes, etc) oft zu der wei­ßen Fehlerseite.

  11. Danke für die top Tipps. Gibt es zu Punkt 7 eine Alternative? Hat man das Häkchen “Suchmaschinen von dem … ” vor dem Online stel­len noch akti­viert, gibt es eine Möglichkeit mit der Website auch im Nachhinein in Googles Index zu kom­men?

  12. Alfahosting ist ein Witz und nicht zu emp­feh­len. Generell kein SSH Zugriff und schlech­te Hardware Konfiguration um nur 2 Dinge zu nen­nen.

  13. Danke für die super Zusammenfassung!
    Zu Punkt 17: Ich wür­de das Plugin „Limit Login Attempts“ nicht mehr emp­feh­len, die letz­te Aktualisieurng des Plugins liegt 4 Jahre zurück. Ich ver­wen­de mitt­ler­wei­le lie­ber “Login LockDown”.

  14. Sehr gut erklärt,werde wohl mei­ne sei­te schlies­sen müs­sen und eine neue auf­zie­hen müssen:(Wurde heut mit­tag gehackt und kein back­up und allei­ne krieg ichs nicht­mehr hin und der web­pro­vi­der der jet­zi­ge will für das back­up was der hat ein hei­den geld was ich nicht habe aber tut mir im her­zen weh,mich von mei­nem baby zu trennen:(Aber ich kanns nicht ret­ten krieg den feh­ler nicht raus info oben von wegen hackt by …

  15. Zum Punkt 17, Sicherheit: Nicht “admin” als Loginnamen ver­wen­den :)

  16. Hallo Andreas, tol­le Übersicht, vie­len Dank dafür!

  17. Vielen Dank für den Artikel!
    Ich bin zwar kein voll­kom­me­ner frisch­ling mehr und es ist scha­de, dass ich die­se Seite erst jetzt ent­de­cke aber ich kann sehr vie­le von den Punkten noch ver­bes­sern bzw. umset­zen.
    Mal eine Frage: Wie wir­ken sich so vie­le Plugins auf die Performance der Seite aus?
    Ich bin bei Plugin-Verwendung immer vor­sich­tig und ver­wen­de nur die nötigs­ten.

  18. Super Artikel und sehr hilf­reich!
    Da für mich Performance bei mei­nen WP Seiten wich­tig ist, nut­ze ich das PlugIn W3 Total Cache – man muss aber ein wenig vor­sich­tig sein, da es einem die Darstellung kaputt machen kann.
    Was man aber wie­der ein­fach durch step-by-step Änderung der Konfiguration in W3 Total Cache und sofor­ti­gem prü­fen der Seite ein­gren­zen kann.
    Auch Google steht immer noch auf schnel­le Ladezeiten von Seiten.

  19. Schöner Artikel zum Thema WordPress. Zu Punkt 09: Hier kann man üble Sachen erle­ben. Wichtig fin­de ich: Wenn man schon Fremde Themes benut­zen möch­te, dann soll­te man sich den Quellcode anse­hen ;)
    Zu Punkt 10: Hier kann ich NewStatsPress oder StatPress emp­feh­len.

    Grüße,
    Nico

  20. Guter Überblick zu den Basics, zu “7. – Ignorieren Sie die Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht” könn­te man noch das Thema “Google+ und Authorship” hin­zu­fü­gen. Durch die Verknüpfung einer Website mit dem eige­nen Google+ Profil wer­den neben den Suchergebnissen Bilder des Autors ange­zeigt, was zu einer höhe­ren Klickrate füh­ren kann.

  21. Gute Zusammenfassung!
    Sehr gute Tipps!

    —-stoo­nich

  22. Danke.

    Aus eige­ner Erfahrung:
    Kaufen Sie kein Kleid / Thema, weil Sie sich von den bun­ten Bildern ange­zo­gen, ani­miert füh­len !
    Die Enttäuschung ist fast vor­pro­gram­miert !

  23. - 21: Auf SEO ver­zich­ten. WordPress PlugIns wie Platinum SEO oder Yoast bie­ten eine wun­der­ba­re Grundlage und der bes­te Blog / die bes­te Website bringt nichts, wenn sie nicht gefun­den wird. WordPress PlugIns machen es den Webmaster hier doch sehr leicht, also ab ans opti­mie­ren!

  24. Zur Sicherheit könn­te man viel­leicht fol­gen­des noch ergän­zen: “Authentication Unique Keys and Salts” in der wp-config.php defi­nie­ren. Wird glau­be ich auch häu­fig ver­ges­sen bzw. nicht beach­tet.

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