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Google hat am 16. Oktober das Formular aus der Dokumentation der Indexing API gestrichen, über das Stellenbörsen und Videoportale eine Freigabe und ein höheres Kontingent beantragten. Übrig bleiben 200 Meldungen pro Tag und Projekt. Ob die Freigabe selbst entfällt, sagt Google nicht.

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Seit Mai klagten Betreiber von Stellenbörsen im Hilfeforum von Google, ihre Anträge blieben monatelang unbeantwortet, wie Branchenmedien im September berichteten. Jetzt fehlt der Weg, auf dem diese Anträge eingingen. Google nennt das Formular im Änderungsprotokoll „veraltet“.[1]

Das Wichtigste in Kürze

  • Google hat das Antragsformular und den Hinweis auf eine nötige Freigabe aus der englischen Dokumentation entfernt.
  • Erlaubt bleibt die Schnittstelle nur für Stellenanzeigen und Livestreams.
  • Die deutsche Fassung der Dokumentation zeigt das Formular am 19. Oktober noch an.

Was hat Google an der Dokumentation geändert?

Ticketautomat für „Freibier ab 16 Uhr“ mit Ticket „Antrag entfällt“
Google vereinfachte Anfang Oktober die Indexing API: Wegfall der Freigabeanforderung per Formular und der Qualitätsbedingungen für das Kontingent

Bis Anfang Oktober beschrieb Google das Kontingent der Indexing API als Testkontingent. Für den regulären Betrieb verlangte die Seite eine zusätzliche Freigabe per Formular. Das Kontingent könne je nach Qualität der gemeldeten Seiten steigen oder sinken, stand dort.[2] In der Fassung vom 16. Oktober fehlen der Hinweis auf die Freigabe, das Formular und der Satz zur Qualität.[3]

Die Grenzwerte blieben gleich: 200 Meldungen pro Tag und Projekt, Löschungen eingerechnet, dazu 180 Statusabfragen und 380 Anfragen insgesamt pro Minute. Auch die Kurzanleitung führt den Antrag nicht mehr als Schritt auf.[4] Was mit offenen Anträgen geschieht und ob Projekte ohne Freigabe das Standardkontingent für echte Stellenanzeigen nutzen dürfen, erklärt Google nicht.

Warum hält Google die Schnittstelle so knapp?

Über die Indexing API meldet eine Website eine neue oder gelöschte Adresse direkt an Google, der Googlebot ruft die Seite danach früher ab. Eine Sitemap liest die Suchmaschine dagegen in ihrem eigenen Takt, abhängig vom Crawl-Budget der Website. Für kurzlebige Seiten zählt dieser Vorsprung, deshalb erlaubt Google die Schnittstelle nur für Seiten mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting oder BroadcastEvent.[4]

Viele WordPress-Websites nutzen den Direktweg trotzdem für gewöhnliche Beiträge. Das Plugin Instant Indexing for Google von Rank Math, dem Hersteller eines der verbreiteten SEO-Plugins für WordPress, meldet laut Beschreibung jeden neuen oder geänderten Beitrag. Auf der Plugin-Seite weist Rank Math auf die Vorgabe von Google hin, schreibt aber, das Plugin funktioniere auf jeder Website. Laut wordpress.org läuft das Plugin auf mehr als 200.000 Websites (Stand 19. Oktober).[6]

Im September 2024 ergänzte Google, dass alle Meldungen eine Spam-Erkennung durchlaufen und Google bei Versuchen, das Kontingent mit mehreren Konten zu umgehen, den Zugang entziehen kann.[1] Rank Math passte die Grenzen des Plugins im selben Monat an.[6] Für Beiträge großer Plattformen eröffnete Google Anfang Oktober mit dem UGC Fresh Data Program einen eigenen Zugang.

Indexing API: Was in der Dokumentation fehlt
Englische Kontingent-Seite von Google vor und nach dem 16. Oktober 2026
200
Meldungen pro Tag und Projekt, neue und gelöschte Adressen zusammen
180
Statusabfragen pro Minute und Projekt
380
Anfragen pro Minute über alle Endpunkte

Vorher und nachher

Fassung bis Oktober
Standardkontingent gilt als Testkontingent
Betrieb verlangt eine zusätzliche Freigabe
Antrag auf Freigabe und ein höheres Kontingent per Formular
Kontingent kann nach Qualität der Seiten steigen oder sinken
Fassung seit 16. Oktober
dieselben Grenzwerte ohne Hinweis auf einen Test
Freigabe nicht mehr erwähnt
Formular entfernt, Verweis nur noch auf die API Console
Satz zur Qualität gestrichen

Unverändert gelten die Beschränkung auf Stellenanzeigen und Livestreams und die Spam-Erkennung aller Meldungen.

Google streicht das Antragsformular, erklärt aber nicht, was aus den gestellten Anträgen wird. Planen lässt sich mit dieser Schnittstelle nur das Standardkontingent.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
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Was sollten Stellenbörsen und WordPress-Betreiber jetzt tun?

  • Kontingent nachsehen: In der Google API Console steht, wie viele Meldungen Ihr Projekt senden darf. Bei 200 Meldungen am Tag senden große Portale am besten zuerst neue und abgelaufene Anzeigen.
  • Englische Fassung lesen: Die deutsche Übersetzung zeigt noch den Stand vom Juli samt Formular.[5] Maßgeblich ist die englische Seite mit ihrem Änderungsprotokoll.
  • Sitemap weiter pflegen: Für Stellenanzeigen empfiehlt Google neben der Schnittstelle eine Sitemap für die ganze Website.[7] Ob Google die Seiten abholt, zeigt die Google Search Console.
  • Plugin-Einstellungen prüfen: Gewöhnliche Beiträge gehören laut Google nicht in die Indexing API. Prüfen Sie, für welche Inhaltstypen Instant Indexing automatisch meldet.
  • Andere Suchmaschinen direkt bedienen: Bing, Yandex, Seznam und Naver nehmen neue Adressen über das offene Protokoll IndexNow an, Google beteiligt sich daran nicht.[8] Instant Indexing unterstützt IndexNow ebenfalls.[6]

FAQ: Google Indexing API

Was ist die Google Indexing API?

Die Indexing API ist eine Schnittstelle, über die Website-Betreiber Google neue, geänderte oder gelöschte Seiten direkt melden. Google ruft die gemeldeten Seiten danach früher ab. Erlaubt ist die Nutzung nur für Stellenanzeigen und Livestream-Videos mit passenden strukturierten Daten.

Ist die Google Indexing API kostenlos?

Ja, laut Google kostet die Nutzung der Indexing API nichts. Begrenzt ist der Zugriff über das Kontingent: Ein Projekt darf standardmäßig 200 Meldungen pro Tag senden, Löschungen eingerechnet. Um Mitternacht an der US-Westküste, nach deutscher Zeit meist um 9 Uhr, steht das volle Kontingent wieder bereit.

Darf ich die Indexing API für normale Blogbeiträge nutzen?

Nein. Google beschränkt die Indexing API auf Seiten mit strukturierten Daten für Stellenanzeigen (JobPosting) oder für Livestream-Videos (BroadcastEvent). Alle Meldungen durchlaufen eine Spam-Erkennung, bei Missbrauch kann Google den Zugang entziehen. Für gewöhnliche Beiträge sind Sitemap und Search Console der vorgesehene Weg.

Unterstützt Google IndexNow?

Nein. IndexNow nutzen unter anderem Bing, Yandex, Seznam und Naver, Google gehört nicht zu den teilnehmenden Suchmaschinen. Für Google bleiben Sitemaps, interne Links und die URL-Prüfung in der Search Console, um neue Seiten bekannt zu machen.

Quellen

8 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. Google Search CentralLatest documentation updates
  2. Internet Archive, Fassung vom 5. Oktober 2026Quota and pricing information
  3. Google Search CentralQuota and pricing information
  4. Google Search CentralIndexing API Quickstart
  5. Google Search CentralKontingent- und Preisinformationen
  6. Rank Math, wordpress.orgInstant Indexing for Google
  7. Google Search CentralJob posting (JobPosting) structured data
  8. IndexNowParticipating search engines

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