Bürojobs verschwinden durch KI in Ihrer Firma bei einer Abschiedsfeier: Die Kollegin aus der Buchhaltung bekommt zum Ruhestand Blumen und einen Gutschein, ihre Stelle schreibt niemand mehr aus. Die Rechnungen kontiert jetzt eine Software. 22 Prozent der Erwerbstätigen sagen in einer Bitkom-Umfrage vom Mai 2026, dass ihr Arbeitgeber Stellen wegen KI nicht mehr nachbesetzt oder abbaut.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenAuf eine offene Stelle in Büro und Sekretariat kamen im September 2026 bundesweit 16,8 Arbeitslose, drei Jahre zuvor 7,0. Unsere These: Die KI rollt wie ein Tsunami auf das Backoffice zu. Die Welle trifft eine Belegschaft, in der fast jede dritte Bürokraft 55 Jahre oder älter ist. Wo diese Menschen unterkommen, sobald ihre Stelle verschwindet, zeigen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gutes verheißen diese Zahlen nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Büroberufe stehen bei der Internationalen Arbeitsorganisation in der höchsten Expositionsstufe für generative KI. Beim Kaufmann für Büromanagement gelten laut IAB 75 Prozent der Kerntätigkeiten als ersetzbar, 2013 lag der Wert bei 38 Prozent.
- Siemens lässt den Steuerungscode seiner Kunden von einem KI-Agenten schreiben. Lufthansa, Commerzbank, Allianz Partners und Ergo begründen den Abbau in Verwaltung und Kundenservice ausdrücklich mit KI.
- Auf eine offene Stelle in Büro und Sekretariat kamen im September 2026 schon 16,8 Arbeitslose, im September 2023 erst 7,0. Die Zahl der gemeldeten Stellen hat sich in drei Jahren halbiert.
- Arbeitslose ab 55 finden pro Monat nicht einmal halb so oft eine Stelle wie 25- bis 54-Jährige. Für Bürokräfte zwischen Ende 40 und Ende 50 führt der Weg meist nur über eine Umschulung.
1 Wie viele Arbeitslose kamen im September 2026 auf eine offene Stelle in Büro und Sekretariat? Aufklappen ↓
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2 Was programmiert der KI-Agent Eigen von Siemens? Aufklappen ↓
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3 Welcher Anteil der Beschäftigten in Büro und Sekretariat ist 55 Jahre oder älter? Aufklappen ↓
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4 Wie viele administrative Stellen will die Lufthansa Group bis 2030 abbauen? Aufklappen ↓
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5 Ab welchem Alter beginnt die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren für ab 1964 Geborene? Aufklappen ↓
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Was ist der KI-Job-Tsunami, und warum trifft er das Büro zuerst?

Gemeint ist die Welle, mit der generative KI und KI-Agenten Routinearbeit am Schreibtisch übernehmen. Das Büro trifft die Welle zuerst, weil seine Arbeit aus Text, Zahlen und festen Regeln besteht. Die Internationale Arbeitsorganisation stuft Büroberufe als die am stärksten exponierte Berufsgruppe ein.
Den Begriff haben wir uns bei den Demografen geliehen. Mit „Silver Tsunami“ beschreiben Fachleute seit Jahren die Alterung der Gesellschaft durch die Babyboomer, Alternsforscher kritisieren das Bild als alarmistisch. Der KI-Job-Tsunami läuft in die Gegenrichtung: Er räumt Arbeitsplätze ab, bevor jemand sie freigibt. Beide Wellen treffen dieselbe Generation, die eine als Rentner von morgen, die andere als Sachbearbeiter von heute.
Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hat im Mai 2025 gemeinsam mit dem polnischen Forschungsinstitut NASK ausgewertet, welche Berufe generative KI am stärksten berührt. Weltweit arbeitet jeder vierte Beschäftigte in einem exponierten Beruf, in Hochlohnländern wie Deutschland liegt der Anteil bei 34 Prozent. In der höchsten Expositionsstufe stehen fast nur Büroberufe: Datenerfasser, Schreibkräfte, Buchhaltungskräfte, Lohnbuchhalter, Callcenter-Verkäufer und Bürokräfte allgemein.
Die Welle hat ein Geschlecht. In Hochlohnländern liegen laut ILO 9,6 Prozent der weiblichen Beschäftigung in der höchsten Stufe, bei den Männern 3,5 Prozent. In Deutschland arbeiten in der Berufsgruppe Büro und Sekretariat 2,16 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 77,6 Prozent davon Frauen. 29,5 Prozent sind 55 Jahre oder älter, so hat die Bundesagentur für Arbeit zum Jahresende 2025 gezählt.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) misst, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs sich mit heutiger Technik erledigen ließe. Nach dem jüngsten Kurzbericht arbeiteten 2022 schon 38 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berufen, deren Tätigkeiten zu mehr als 70 Prozent ersetzbar sind, insgesamt 13,03 Millionen Menschen. 2019 lag der Anteil bei 34 Prozent. Den Sprung erklärt das IAB vor allem mit generativer KI.
Für einzelne Büroberufe liefert der Job-Futuromat des IAB die Werte. Beim Buchhalter gelten alle Kerntätigkeiten als ersetzbar, beim Versicherungskaufmann 88 Prozent, beim Personalsachbearbeiter 86 Prozent. Der Kaufmann für Büromanagement stand 2013 bei 38 Prozent, 2022 bei 75 Prozent. Welche Routinen im Sekretariat zuerst fallen, zeigt unser KI-Check zum Kaufmann für Büromanagement.
| Beruf | Ersetzbare Kerntätigkeiten 2013 | Ersetzbare Kerntätigkeiten 2022 | Berufsgruppe, Beschäftigte Ende 2025 |
|---|---|---|---|
| Buchhalter | 71 % | 100 % | Buchhaltung: 325.415 |
| Lohn- und Gehaltsbuchhalter | 75 % | 100 % | Buchhaltung: 325.415 |
| Versicherungskaufmann | 50 % | 88 % | Versicherungskaufleute: 213.617 |
| Personalsachbearbeiter | 67 % | 86 % | Personalwesen: 299.627 |
| Bürokaufmann | 67 % | 83 % | Büro und Sekretariat: 2.156.807 |
| Bankkaufmann | 38 % | 78 % | Bankkaufleute: 442.466 |
| Kaufmann für Büromanagement | 38 % | 75 % | Büro und Sekretariat: 2.156.807 |
| Callcenteragent | 14 % | 71 % | Dialogmarketing: 117.359 |
| Industriekaufmann | 50 % | 60 % | Kaufmännische und technische Betriebswirtschaft: 902.616 |
| Steuerfachangestellter | 83 % | 100 % (2025 neu berechnet: 50 %) | Steuerberatung: 200.579 |
Ein Potenzial ist noch keine Kündigung. Das IAB betont selbst, dass Betriebe ersetzbare Tätigkeiten nicht automatisch und nicht vollständig auf Maschinen übertragen. Die Kurve zeigt aber die Richtung: In neun Jahren hat sich der Wert für den Büroberuf fast verdoppelt. Die Technik von 2022 kannte noch keine KI-Agenten, die ganze Vorgänge selbstständig abarbeiten.
- Exposition: Die ILO stellt Büroberufe in die höchste Expositionsstufe für generative KI, vor allen anderen Berufsgruppen.
- Frauen: 77,6 Prozent der Beschäftigten in Büro und Sekretariat sind Frauen, die ILO misst bei ihnen fast die dreifache Quote in der höchsten Stufe.
- Tempo: Beim Kaufmann für Büromanagement stieg der ersetzbare Anteil der Kerntätigkeiten von 38 auf 75 Prozent.
Was zeigt der Siemens-Agent Eigen über die Reichweite der KI?

Eigen zeigt, dass KI-Agenten inzwischen Ingenieursarbeit erledigen: Der Agent schreibt im TIA Portal von Siemens den Code für speicherprogrammierbare Steuerungen, konfiguriert Anlagen und prüft das Ergebnis selbst. Was beim Steuerungscode einer Fertigungsstraße gelingt, gelingt bei der Eingangsrechnung erst recht.
Siemens hat Eigen am 20. April 2026 auf der Hannover Messe vorgestellt. Der Agent versteht laut Pressemitteilung seine Projekte, schreibt Automatisierungscode, konfiguriert Systeme und arbeitet so lange nach, bis vorher festgelegte Leistungswerte erreicht sind. In Pilotprojekten mit mehr als 100 Unternehmen in 19 Ländern übernahm Eigen Aufgaben wie die SPS-Programmierung, zur Verfügung steht der Agent den mehr als 600.000 Nutzern des TIA Portals.
Siemens beziffert die Wirkung auf zwei- bis fünfmal schnellere Abläufe als in Handarbeit, bis zu 50 Prozent mehr Effizienz im Engineering und bis zu 80 Prozent höhere Qualität der Lösungen. Unabhängig gemessen hat diese Werte bisher niemand. Im Juni 2026 legte der Konzern auf der Pariser Technologiemesse VivaTech nach: Aus einer Maschinenbeschreibung in Alltagssprache erzeugt Eigen nun binnen Minuten ein normgerechtes TIA-Projekt und liest dafür auch die Dateien der Elektroplanung ein.
Der Weg dorthin war kurz. Im November 2023 brachte Siemens mit dem Wälzlagerhersteller Schaeffler den Industrial Copilot in die Fertigung, einen Assistenten, der Ingenieuren SPS-Code vorschlägt. Ein Jahr später, im Oktober 2024, meldete Siemens, der generierte Code müsse nur noch zu 20 Prozent angepasst werden. Zweieinhalb Jahre nach dem ersten Assistenten arbeitet der Agent die Aufgabe allein ab.
Siemens verkauft Eigen ausdrücklich als Antwort auf knappe Ingenieure: Die Pressemitteilung begründet den Agenten damit, dass Ingenieurstalente rar seien. Der chinesische Pilotkunde CASMT lobt in der Pressemitteilung, der Agent habe die Übergaben an Spezialisten reduziert. In einem Engpassberuf füllt die gewonnene Zeit eine Lücke. Im überbesetzten Backoffice fehlt diese Lücke, dort wird dieselbe Produktivität zum Stellenabbau.
Fairerweise gehört dazu: Siemens selbst begründet keinen eigenen Stellenabbau mit KI. Die rund 6.000 Stellen, die der Konzern im März 2025 streichen wollte, davon 5.600 in der Automatisierungssparte, erklärte Siemens mit schwachen Märkten. Der Konzern investiert nach eigener Ankündigung vom November 2025 in drei Jahren mehr als eine Milliarde Euro in KI-Angebote und beschäftigt dafür 1.500 KI-Fachleute.
Für die Tsunami-These zählt nicht, ob Siemens Personal abbaut, sondern was die Werkzeuge können. Steuerungscode muss eine Maschine fehlerfrei bewegen, ein Fehler kostet Material, Zeit und im schlimmsten Fall ein Bauteil. Die Kontierung einer Lieferantenrechnung folgt einfacheren Regeln. Ein Agent, der das Erste beherrscht, scheitert am Zweiten nicht an der Technik, sondern höchstens an der Freigabe durch die Geschäftsführung.
Siemens lässt den Steuerungscode seiner Kunden von einem KI-Agenten schreiben und nennt zwei- bis fünfmal schnellere Abläufe. Im Engpassberuf schließt dieser Gewinn eine Lücke, im überbesetzten Backoffice ersetzt er Stellen.
Welche Unternehmen bauen ihre Verwaltung schon mit KI um?

In Deutschland Lufthansa, die Commerzbank, Allianz Partners, Ergo und Zurich, international Salesforce, Block und Standard Chartered. Alle begründen den Abbau in Verwaltung, Kundenservice oder Backoffice ausdrücklich mit KI. In Deutschland läuft er fast immer ohne Kündigungen: Die Stelle fällt weg, sobald jemand in Rente geht.
Die Lufthansa Group hat am 29. September 2025 auf ihrem Kapitalmarkttag angekündigt, bis 2030 rund 4.000 administrative Stellen abzubauen, überwiegend in Deutschland. Cockpit und Kabine bleiben ausgenommen. Die Begründung steht in der Pressemitteilung: „Digitalisierung und der vermehrte Einsatz von künstlicher Intelligenz werden in vielen Bereichen und Prozessen für mehr Effizienz sorgen.“
Die Commerzbank wurde im Mai 2026 konkreter. Im Programm „Momentum 2030“ streicht die Bank rund 3.000 Stellen und investiert bis 2030 rund 600 Millionen Euro in KI. Agentische KI soll ganze Prozessketten übernehmen, darunter die Prüfung der Kundenidentität, Dokumentenanalysen, Vertragsprozesse und Kontowechsel. Vorstandschefin Bettina Orlopp sagte eine Woche später, ein sehr großer Teil des Abbaus entfalle auf KI, und nannte die erste Zielgruppe: „Wir gehen zum Beispiel an die Kapazitäten bei externen Call-Centern ran.“
Bei den Versicherern zeigt sich dasselbe Muster. Allianz Partners, die Reise- und Assistance-Tochter der Allianz, will nach einem Reuters-Bericht vom November 2025 binnen 12 bis 18 Monaten 1.500 bis 1.800 Stellen streichen, vor allem im Callcenter: 14.000 der 22.600 Beschäftigten bearbeiten dort Anfragen am Telefon. Allianz-Chef Oliver Bäte sagte im Februar 2026 dem Handelsblatt: „Natürlich werden wir auch Arbeitsplätze abbauen müssen.“
Ergo baut in Deutschland bis 2030 rund 1.000 von etwa 15.000 Stellen ab, rund 200 pro Jahr, ohne betriebsbedingte Kündigungen, und richtet für etwa 500 Beschäftigte Umschulungsplätze ein. Zurich Deutschland rechnet damit, dass KI in fünf Jahren 10 bis 30 Prozent der Arbeit übernimmt. Vorstandschef Carsten Schildknecht sagte im April 2026 vor der Presse in Köln: „Im Endergebnis wird es weniger Stellen geben.“ Den Abbau will Zurich über den Ruhestand der Babyboomer regeln.
| Unternehmen | Umbau | Zeitraum | Begründung |
|---|---|---|---|
| Lufthansa Group | Rund 4.000 administrative Stellen | Bis 2030 | Digitalisierung und vermehrter Einsatz von KI |
| Commerzbank | Rund 3.000 Stellen, 600 Mio. Euro für KI | Bis 2030 | Großteil des Abbaus durch KI, zuerst externe Callcenter |
| Allianz Partners | 1.500 bis 1.800 Stellen, vor allem im Callcenter | 12 bis 18 Monate ab Ende 2025 | KI übernimmt manuelle Prozesse |
| Ergo | Rund 1.000 von etwa 15.000 Stellen in Deutschland | Bis 2030 | Effizienzpotenzial von KI, ohne Kündigungen |
| Zurich Deutschland | 10 bis 30 Prozent der Arbeit durch KI | Fünf Jahre ab 2026 | Weniger Stellen über den Ruhestand der Babyboomer |
| Salesforce | Kundensupport von 9.000 auf etwa 5.000 | 2025 | KI-Agenten beantworten Anfragen |
| Block | Mehr als 4.000 Stellen, rund 40 Prozent | Februar 2026 | KI-Werkzeuge |
| Standard Chartered | Mehr als 15 Prozent der Rollen in Konzernfunktionen | Bis 2030 | KI als Hebel im Backoffice |
International geht der Umbau schneller. Salesforce-Chef Marc Benioff hat den Kundensupport nach eigener Aussage von 9.000 auf etwa 5.000 Köpfe verkleinert, weil KI-Agenten Anfragen beantworten. Jack Dorsey strich im Februar 2026 beim Zahlungsdienstleister Block mehr als 4.000 Stellen, rund 40 Prozent der Belegschaft, und sagte voraus, die Mehrheit der Unternehmen werde binnen eines Jahres zu demselben Schluss kommen. Standard Chartered will bis 2030 mehr als 15 Prozent der Rollen in den Konzernfunktionen abbauen.
Nicht jede Ankündigung hält, was die Schlagzeile verspricht. Amazon-Chef Andy Jassy schrieb im Juni 2025 an die Belegschaft, KI werde die Zahl der Bürobeschäftigten in den nächsten Jahren senken. Als Amazon im Oktober 2025 rund 14.000 Stellen strich, sagte Jassy dagegen in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, der Abbau sei nicht wirklich von KI getrieben, sondern eine Frage der Unternehmenskultur. Nicht jeder Abbau, den ein Vorstand mit KI etikettiert, geht auf KI zurück.
Für Deutschland zeigen Umfragen, dass die Welle die Breite erreicht. Im Bitkom-Panel vom September 2026 erwarten 57 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten, dass KI ihre Belegschaft in den nächsten zwei Jahren verkleinert, 12 Prozent rechnen mit einem deutlichen Rückgang. Unter den Erwerbstätigen sagen 22 Prozent schon heute, dass ihr Arbeitgeber Stellen wegen KI nicht mehr nachbesetzt oder abbaut.
Unser Befund: Der deutsche Abbau ist leise, aber er ist da. Kein Konzern schickt Kündigungswellen durch die Verwaltung, die Stellen verschwinden über Abschiedsfeiern und auslaufende Verträge. Für die Belegschaft klingt das beruhigend. Gerade deshalb fällt der Abbau in der Öffentlichkeit kaum auf. Eine Werksschließung macht Schlagzeilen, eine nicht nachbesetzte Stelle in der Buchhaltung nicht.
- Breite: Lufthansa, Commerzbank, Allianz Partners, Ergo und Zurich begründen den Umbau ihrer Verwaltung ausdrücklich mit KI.
- Methode: In Deutschland fallen Stellen über Ruhestand und Fluktuation weg, Kündigungen bleiben die Ausnahme.
- Folge: Arbeitslose Bürokräfte finden weniger offene Türen, weil Betriebe frei werdende Stellen nicht nachbesetzen.
Wie ersetzt ein Duo mit KI ein Backoffice von zehn Leuten?

KI-Agenten arbeiten den Standardfall von Anfang bis Ende ab, Menschen prüfen nur noch die Ausnahmen. Die Allianz hat so die Bearbeitung einfacher Schäden um 80 Prozent verkürzt. Die Deutsche Bank will die Zeit vom Erstkontakt bis zur Kreditauszahlung im Mittelstand um bis zu 95 Prozent senken.
Wie das aussieht, zeigt das Allianz-Projekt Nemo. Seit Juli 2025 bearbeiten in Australien sieben KI-Agenten Schäden durch verdorbene Lebensmittel nach Unwettern. Ein Agent plant den Ablauf, andere prüfen Deckung, Wetterdaten und Betrugsverdacht, berechnen die Auszahlung und dokumentieren jeden Schritt. Früher dauerte ein solcher Fall mindestens vier Tage, die Agentenkette übergibt ihn nach weniger als fünf Minuten an einen Menschen, der über die Auszahlung entscheidet.
Die Allianz hat das System in weniger als 100 Tagen aufgebaut. Als nächste Kandidaten nennt der Versicherer Reiseverspätungen, einfache Kfz-Schäden und die Bewertung von Sachschäden. Jeder dieser Vorgänge füllt heute die Arbeitstage von Sachbearbeitern in Schadenabteilungen.
Bei den Banken läuft dasselbe Programm. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kündigte zur Hauptversammlung im Mai 2026 an, KI könne im Mittelstandsgeschäft die Dauer vom Erstkontakt bis zur Auszahlung eines Kredits um bis zu 95 Prozent verkürzen, in der Baufinanzierung will die Bank bis 2028 rund 60 Prozent der Zeit einsparen. Die Deutsche Telekom ließ ihren Chatbot im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Servicegespräche annehmen und will mit KI bis 2030 jährlich 2,5 Milliarden Euro an indirekten Kosten sparen.
Die erste Welle trifft dabei oft nicht die eigene Belegschaft, sondern die Dienstleister. Die Forschungsgruppe NANDA am Massachusetts Institute of Technology hat 2025 beobachtet, dass Firmen mit generativer KI vor allem ausgelagerte Arbeit einsparen, also Verträge mit Callcentern und Servicefirmen. In den betroffenen Unternehmen fielen 5 bis 20 Prozent der Arbeit im Kundenservice und in der Sachbearbeitung weg. Commerzbank-Chefin Orlopp hat dieselbe Reihenfolge angekündigt: erst die externen Callcenter.
Wie aus zehn Stellen zwei oder drei werden, lässt sich an einem typischen Ablauf durchrechnen. Ein Rechenbeispiel: Angenommen, zehn Vollzeitkräfte prüfen und kontieren in einem Mittelständler die Eingangsrechnungen, und vier von fünf Rechnungen passen ohne Abweichung zu Bestellung und Wareneingang. Ein Agent würde diese Standardfälle allein erfassen, abgleichen und zur Freigabe vorbereiten. Für die Ausnahmen, die Pflege der Regeln und die Freigabe blieben zwei bis drei Prozesskenner.
| Arbeitsschritt | Heute: zehn Vollzeitkräfte | Mit KI-Agent: Szenario |
|---|---|---|
| Rechnung erfassen | Daten abtippen oder die Texterkennung kontrollieren | Agent liest die Rechnung aus, Mensch nur bei unlesbaren Belegen |
| Abgleich mit Bestellung und Wareneingang | Von Hand im Warenwirtschaftssystem | Agent gleicht ab und meldet Abweichungen |
| Kontierung | Sachbearbeiterin wählt Konto und Kostenstelle | Agent kontiert nach Regeln, die Prozesskenner festlegen |
| Rückfragen bei Abweichungen | Telefon und E-Mail mit Lieferanten | Prozesskennerin klärt die Ausnahme |
| Zahlungsfreigabe | Vier-Augen-Prinzip | Mensch gibt frei, Agent dokumentiert |
| Personalbedarf | Zehn Vollzeitkräfte | Zwei bis drei Vollzeitkräfte |
Mit dem Start des Agenten beginnt die Wartung. Ein Agent braucht saubere Stammdaten, klare Regeln für Abweichungen und jemanden, der eingreift, sobald ein Lieferant sein Rechnungsformat ändert. Diese Arbeit bleibt beim Menschen und setzt voraus, dass jemand den Prozess seit Jahren kennt.
- Standardfall: Die Allianz-Agenten verkürzen einfache Schadenfälle von mindestens vier Tagen auf wenige Minuten bis zur Übergabe.
- Reihenfolge: Zuerst fallen ausgelagerte Callcenter- und Servicearbeiten weg, dann die eigenen Stellen.
- Restarbeit: Ausnahmen, Regelpflege und Freigabe bleiben beim Menschen, für zehn Stellen reichen im Rechenbeispiel zwei bis drei.
Was zeigen die Arbeitsmarktdaten schon heute?

Die Zahl der Bürobeschäftigten sinkt erst leicht, der Stellenmarkt bricht dagegen schon ein. In Büro und Sekretariat hat sich die Zahl der gemeldeten Stellen von September 2023 bis September 2026 halbiert. Auf jede offene Stelle kommen jetzt 16,8 Arbeitslose, auf jede Stelle für Bürohelfer 137.
Auf offener See bemerkt kaum jemand einen Tsunami. Die US-Ozeanbehörde NOAA beschreibt, dass die Wellen im tiefen Ozean kaum an Höhe gewinnen, obwohl sie so schnell wie ein Düsenflugzeug unterwegs sind. Erst wo das Wasser vor der Küste flacher wird, türmen sich die Wellen auf. Am deutschen Arbeitsmarkt stehen wir nach unserer Lesart genau an dieser Schwelle.
Die Beschäftigtenzahlen sehen noch nach offener See aus. In der Berufsgruppe Büro und Sekretariat zählte die Bundesagentur für Arbeit Ende 2025 rund 2,16 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 25.565 weniger als ein Jahr zuvor, ein Minus von 1,2 Prozent. Deutlicher schrumpft die kaufmännische Sachbearbeitung: In der Berufsgattung kaufmännische und technische Betriebswirtschaft sank die Zahl seit 2022 um 10,1 Prozent auf 902.616. In den Callcentern sank die Beschäftigung im selben Zeitraum um 15,1 Prozent auf 117.359.
Im Stellenmarkt dagegen steigt das Wasser. Im September 2023 meldeten Betriebe der Bundesagentur 23.983 offene Stellen in Büro und Sekretariat, im September 2026 noch 11.863, ein Minus von 51 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in diesen Berufen stieg im selben Zeitraum um 19 Prozent auf 199.857. Auf jede gemeldete Stelle kamen so 16,8 Arbeitslose, über alle Berufe hinweg 4,5. Bei Helfertätigkeiten im Büro stehen 105.198 Arbeitslose 768 gemeldeten Stellen gegenüber, also 137 Arbeitslose auf eine Stelle.
Gezählt sind die bei der Bundesagentur gemeldeten Stellen und die Arbeitslosen mit Zielberuf in der Berufsgruppe 714 der Klassifikation der Berufe. Nicht jeder Betrieb meldet seine offenen Stellen der Bundesagentur, die Relation zeigt die Richtung, nicht den ganzen Markt.
Ob die KI diese Entwicklung verursacht, lässt sich aus den Zahlen allein nicht ablesen, denn die Wirtschaft schwächelt seit 2023. Das IAB stellt den Zusammenhang in seiner Prognose vom September 2026 aber ausdrücklich her. Bei den Unternehmensdienstleistern sinkt die Beschäftigung seit Anfang 2025, weil die Automatisierung nun auch dort vorankommt, etwa durch künstliche Intelligenz. Das Erwerbspersonenpotenzial sinkt 2026 nach derselben Prognose erstmals, die Zahl der Arbeitslosen steigt trotzdem um 50.000.
Wie die Welle wirkt, zeigen Daten aus den USA. Das Stanford Digital Economy Lab hat Lohnabrechnungen des Dienstleisters ADP ausgewertet: Im Juni 2026 lag die Beschäftigung der 22- bis 25-Jährigen in KI-exponierten Berufen 19 Prozent unter dem Pfad ihrer weniger exponierten Altersgenossen. Die erste Fassung der Studie vom August 2025 hatte noch 13 Prozent ausgewiesen. Der Effekt entsteht laut den Autoren vor allem durch weniger Einstellungen, nicht durch mehr Entlassungen.
Die Federal Reserve Bank of New York hat denselben Mechanismus in ihrer Region gemessen. Im August 2026 hatten nur 4 Prozent der Dienstleister wegen KI Personal entlassen, aber 15 Prozent stellten wegen KI weniger Leute ein. Der Internationale Währungsfonds kam im Januar 2026 zum gleichen Ergebnis: Generative KI senkt vor allem die Zahl der Einstiegsstellen, besonders dort, wo sich Aufgaben automatisieren lassen.
Die Gegenposition hat prominente Fürsprecher. Das Budget Lab der Yale University findet in seinem Update vom September 2026 keine klaren Belege für eine KI-bedingte Störung des US-Arbeitsmarkts. Die OECD hält den Einfluss von Sprachmodellen auf die Arbeitslosigkeit junger Berufseinsteiger bisher für begrenzt. Beide messen aber Gesamtgrößen, also die Wasserhöhe auf offener See. Die Welle zeigt sich zuerst bei den Stellen, die niemand mehr ausschreibt. Dieser Kanal schließt sich für Berufseinsteiger und für Ältere ohne Job.
Gekündigt wird im Büro bisher wenig, eingestellt wird noch weniger. Die Relation von 16,8 Arbeitslosen je offener Stelle zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt für Bürokräfte schneller schließt, als die Beschäftigtenstatistik verrät.
Welchen Schutz bietet der Fachkräftemangel den Bürokräften?

Kaum einen. Bis 2040 erreichen 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter, doch die Lücken entstehen in Pflege, Handwerk und Kitas. Für Büroberufe sieht die Bundesagentur ein Überangebot. Große Arbeitgeber planen KI ausdrücklich als Ersatz für ihre Ruheständler.
Die Gegenposition stützt sich auf die Demografie. Nach einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom Juni 2026 überschreiten bis 2040 rund 13,3 Millionen heutige Erwerbspersonen die Regelaltersgrenze, 30 Prozent aller Erwerbspersonen. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft rechnet vor, dass bis 2036 rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Siemens und thyssenkrupp begründen ihre KI-Werkzeuge genau so: Die Technik soll Lücken füllen, die der Fachkräftemangel reißt. Nach dieser Lesart rücken Maschinen nach, wo Babyboomer gehen, ohne dass jemand seinen Job verliert.
Die Rechnung geht für das Büro nicht auf. Die Bundesagentur hält in ihrer Engpassanalyse vom Mai 2026 fest, derzeit fehlten „Belege für einen allgemeinen Arbeitskräftemangel“, das Angebot an Arbeitskräften übersteige die Nachfrage in etlichen Berufen deutlich. Die Engpässe liegen in Pflege, Gesundheit, Bau, Handwerk und Kitas. Für die Finanz- und Rechnungswesenberufe erwartet die Langfristprojektion von BIBB und IAB bis 2040 sogar 153.000 Erwerbstätige weniger als 2023, ein Minus von 9 Prozent.
Entscheidend ist, wofür die Arbeitgeber die Rentenwelle nutzen. Die Bundesagentur für Arbeit selbst verliert bis 2032 rund 32.000 ihrer mehr als 115.000 Beschäftigten an den Ruhestand. Ihr IT-Chef nannte die Neueinstellung so vieler Menschen 2024 im Handelsblatt illusorisch, die Behörde setzt deshalb auf KI. Allianz, Zurich und Ergo planen in der Versicherungsbranche nach demselben Muster. Der Silver Tsunami schafft für Bürokräfte also keine freien Stellen. Die Rentenwelle ist vielmehr der Weg, auf dem die KI in die Verwaltung kommt.
Ergo streicht bis 2030 rund 1.000 Stellen ohne Kündigungen, die Rechnung zahlen Arbeitslose, für die keine Bürostelle mehr frei wird.
Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Die zweite Gegenposition verweist auf Rückschläge. Nach einer Auswertung der Forschungsgruppe NANDA am Massachusetts Institute of Technology vom Juli 2025 erzielen 95 Prozent der Organisationen mit generativer KI keinen messbaren Ertrag. Der Zahlungsdienstleister Klarna meldete im Februar 2024, sein KI-Assistent leiste die Arbeit von 700 Servicekräften. Im Mai 2025 räumte Vorstandschef Sebastian Siemiatkowski ein, der Kostenfokus im Kundenservice sei zu weit gegangen. Klarna stellte daraufhin wieder Menschen ein. Das Marktforschungsunternehmen Gartner erwartet, dass bis 2027 die Hälfte der Firmen, die ihren Kundenservice wegen KI deutlich verkleinern wollten, diese Pläne aufgibt.
Auch die Begründungen stehen unter Verdacht. Das US-Beratungsunternehmen Challenger, Gray & Christmas zählte 2025 nur 54.836 angekündigte Stellenstreichungen, die Unternehmen mit KI begründeten, rund 4,5 Prozent aller Kürzungen. Oxford Economics hielt im Januar 2026 fest, dass Firmen Beschäftigte bislang nicht in großem Stil durch KI ersetzen. Die nüchterne Gegenrechnung aus verdrängten und neuen Stellen haben wir in unserem Beitrag über KI als Jobkiller aufgemacht.
Unsere Einordnung: Die Rückschläge bremsen die Welle, halten sie aber nicht auf. Klarna hat den Kundenservice korrigiert, die Belegschaft aber auf weniger als 3.000 Beschäftigte verkleinert und will bis 2030 unter 2.000 kommen. Gartners Prognose betrifft den Service am Telefon, nicht die Rechnungsprüfung ohne Kundenkontakt. Und Challenger zählte von Januar bis September 2026 schon 120.136 KI-begründete Kürzungen, rund 21 Prozent aller angekündigten Streichungen. In neun Monaten hat sich die Zahl des ganzen Vorjahres mehr als verdoppelt.
Die Rentenwelle schützt Bürokräfte nicht, weil Arbeitgeber wie die Bundesagentur die frei werdenden Stellen mit KI ersetzen wollen. Die Rückschläge bei Klarna und anderen korrigieren den Kundenservice, den Personalabbau drehen sie nicht zurück.
Welche Arbeit bleibt vor der Welle sicher?

Arbeit mit Händen, Menschen und Verantwortung vor Ort: Pflege, Erziehung, das Handwerk am Bau. Im Job-Futuromat des IAB liegen Erzieher bei 0 Prozent ersetzbarer Kerntätigkeiten, Pflegefachleute bei 11 Prozent, Altenpfleger bei 17 Prozent. Buchhalter kommen auf 100 Prozent.
Die Grenze verläuft nicht zwischen Akademikern und Ausbildungsberufen, sondern zwischen Bildschirm und Ort. Physiotherapeuten stehen im Job-Futuromat ebenfalls bei 0 Prozent, Friseure bei 11 Prozent, Dachdecker bei 36 Prozent. Diese Arbeit verlangt einen Körper am richtigen Ort, eine Hand am Patienten oder am Dachziegel. Ein Sprachmodell kann einen Pflegebericht schreiben, aber keinen Menschen umlagern.
Die zweite sichere Zone liegt im Kerngeschäft der Unternehmen: in Forschung und Entwicklung, in komplexer Produktion und überall dort, wo Menschen Verantwortung für ein Ergebnis übernehmen, das Geld verdient. Sicher ist auch diese Zone nur relativ, wie der Siemens-Agent zeigt, der Automatisierungsingenieuren Arbeit abnimmt. Der Unterschied liegt in der Knappheit: In der Entwicklung macht KI die vorhandenen Ingenieure produktiver, weil Fachleute fehlen. Im Backoffice ersetzt KI Arbeitskräfte, an denen kein Mangel herrscht.
Pauschal sicher ist auch das Handwerk nicht. Beim Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik gelten im Job-Futuromat 80 Prozent der Kerntätigkeiten als ersetzbar. Die Montage auf der Baustelle bleibt trotzdem Handarbeit. Für die eigene Lage zählt deshalb nicht die Berufsbezeichnung, sondern der Anteil der Arbeitszeit vor dem Bildschirm.
Mit der Robotik kommt eine zweite Welle, die auch Handarbeit erfasst. Diese Welle läuft langsamer, weil Maschinen für eine schiefe Wand oder ein Pflegebett teuer und störanfällig bleiben. Für die nächsten Jahre gilt deshalb: Je mehr Arbeit am Schreibtisch nach festen Regeln läuft, desto früher erreicht sie die erste Welle.
- Vor Ort: Erzieher, Physiotherapeuten und Pflegefachleute liegen im Job-Futuromat zwischen 0 und 11 Prozent ersetzbarer Kerntätigkeiten.
- Kerngeschäft: In knappen Berufen wie dem Engineering macht KI Menschen produktiver, im überbesetzten Büro ersetzt sie Menschen.
- Bildschirmanteil: Auch im Handwerk entscheidet, wie viel der Arbeitszeit am Rechner stattfindet.
Wo kommen Bürokräfte zwischen Ende 40 und Ende 50 unter?

Schwer, und selten wieder in einem Büro. Arbeitslose ab 55 finden pro Monat nicht einmal halb so oft eine Stelle wie Jüngere, fast die Hälfte von ihnen ist langzeitarbeitslos. Offene Stellen melden vor allem Pflege, Kitas, Handwerk und Steuerberatung, der Weg dorthin führt aber meist über eine Umschulung.
Im September 2026 waren in Deutschland 1,01 Millionen Menschen ab 50 arbeitslos gemeldet, rund ein Drittel aller Arbeitslosen. 756.477 davon waren 55 Jahre oder älter, 3,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 48,2 Prozent der Arbeitslosen ab 55 suchten seit mindestens einem Jahr, im Schnitt aller Altersgruppen 35,7 Prozent. Die bisherige Dauer der Arbeitslosigkeit lag bei den Älteren im Schnitt bei 103 Wochen, also bei rund zwei Jahren.
Ältere verlieren ihren Job seltener, kommen aber schwerer zurück. Das Risiko, aus einer Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit zu fallen, lag nach der Statistik der Bundesagentur zuletzt bei 0,43 Prozent pro Monat, bei den 25- bis 54-Jährigen bei 0,62 Prozent. Die Chance, aus der Arbeitslosigkeit in eine Stelle am ersten Arbeitsmarkt zu wechseln, betrug bei Menschen ab 55 dagegen nur 2,69 Prozent im Monat, bei den 25- bis 54-Jährigen 6,26 Prozent. Von den Älteren, die im September 2026 aus der Arbeitslosigkeit abgingen, fanden 23,2 Prozent eine Erwerbstätigkeit.
Wie steil die Kante zwischen Ende 40 und Ende 50 verläuft, hat das IAB in einer Langzeitauswertung gezeigt. Von den Arbeitslosen, die zwischen 2010 und 2012 Arbeitslosengeld bezogen, waren nach zwei Jahren rund 80 Prozent der 47- bis 49-Jährigen wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Bei den 55- bis 64-Jährigen gelang das rund 35 Prozent, bei den 61- und 62-Jährigen rund 14 Prozent. Neuere Zahlen in dieser Schärfe hat das Institut nicht veröffentlicht, die aktuellen Abgangschancen deuten auf dasselbe Gefälle.
Arbeitslosengeld fließt nach § 147 SGB III ab 50 für 15 Monate, ab 55 für 18 und ab 58 für 24 Monate. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren beginnt für alle ab Jahrgang 1964 erst mit 65. Mit 35 Versicherungsjahren ist der Ruhestand ab 63 möglich, kostet aber 0,3 Prozent Abschlag pro Monat, gegenüber der Regelaltersgrenze von 67 also 14,4 Prozent, und zwar lebenslang. Eine Sachbearbeiterin, die mit 58 ihre Stelle verliert, steht nach zwei Jahren Arbeitslosengeld mit 60 vor einer Lücke bis zur Rente, die nur noch die Grundsicherung überbrückt.
Die Balken beruhen auf einer IAB-Auswertung der Zugänge in Arbeitslosigkeit von 2010 bis 2012. Die Kennzahlen darunter stammen aus der Statistik der Bundesagentur für September 2026 und für das Jahr 2024.
Auch der Lohn sinkt. Nach einer IAB-Studie zu Massenentlassungen liegen die Jahresverdienste Betroffener auch 15 Jahre später noch um 10 bis 15 Prozent unter dem Niveau vergleichbarer Beschäftigter ohne Jobverlust. Beschäftigte aus Berufen mit hohem Routineanteil trifft der Verlust nach einer Auswertung von Forschern des IAB härter: Diese Beschäftigten wechseln häufiger den Beruf und landen dort systematisch am unteren Ende der Lohnverteilung.
Offene Stellen finden sich, nur in anderen Berufen. Die Bundesagentur zählt in ihrer Engpassanalyse 2025 genau 157 Engpassberufe, vor allem in Pflege und Gesundheit, auf dem Bau, im Handwerk, in Kitas und am Steuer von Lastwagen. Fachkräfte in der Pflege erreichen 2,7 von 3 möglichen Engpasspunkten. Ausgerechnet ein Büroberuf steht ebenfalls auf der Liste: In der Steuerberatung kamen im September 2026 auf 4.699 offene Stellen nur 3.447 Arbeitslose. Die Kanzleien suchen allerdings Fachkräfte mit Steuerwissen, keine Quereinsteiger aus dem Sekretariat.
Der Wechsel in die Pflege verspricht Bürokräften die sicherste Zukunft, weil am Bett kein Agent die Arbeit übernimmt. Was den Beruf vor der Automatisierung schützt, zeigt unser KI-Check zum Pflegefachmann. Der Weg ist körperlich hart, er beginnt mit einer Ausbildung und mit einem Gehalt, das für eine erfahrene Sachbearbeiterin zunächst einen Rückschritt bedeutet.
Gefördert wird der Umstieg, genutzt wird die Förderung von Älteren selten. Arbeitslose in einer abschlussbezogenen Weiterbildung erhalten nach § 87a SGB III 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat und Prämien von 1.000 Euro für die Zwischenprüfung und 1.500 Euro für den Abschluss. Im Jahresdurchschnitt 2024 waren trotzdem nur rund 6 Prozent der Teilnehmer an geförderter beruflicher Weiterbildung 55 oder älter, obwohl diese Altersgruppe 24 Prozent der Arbeitslosen stellte. Von den arbeitslosen Fachkräften suchte nach der Engpassanalyse nur jede fünfte überhaupt eine Stelle in einem Engpassberuf.
Unsere Einschätzung: Die Arbeitsmarktpolitik ist auf den Einzelfall eingestellt, nicht auf eine Welle. Ein Bildungsgutschein pro Person hilft der Sachbearbeiterin, die ihre Stelle verliert. Der Gutschein hilft nicht, wenn in einer Region gleichzeitig Versicherer, Banken und Mittelständler ihre Backoffices verkleinern und Hunderte Bürokräfte zur selben Zeit in denselben Pflegeschulen anklopfen.
- Kante: Mit Ende 40 finden vier von fünf Arbeitslosen binnen zwei Jahren zurück, mit Ende 50 gut jeder Dritte.
- Lücke: Arbeitslosengeld reicht höchstens 24 Monate, die abschlagsfreie Rente kommt für ab 1964 Geborene erst mit 65.
- Ausweg: Pflege, Kita und Handwerk suchen Personal, verlangen aber eine Umschulung, die Ältere bisher selten antreten.
Was sollten Unternehmen jetzt mit ihrem Backoffice tun?

Den Umbau planen, bevor die Welle ihn erzwingt. Die Prozesskenner aus der eigenen Belegschaft gehören an die Spitze des Umbaus, nicht auf die Abschussliste. Abfedern sollte den Abbau eine Qualifizierung, keine Abfindung. Einen Teil der Lohnkosten übernimmt dabei die Bundesagentur mit dem Qualifizierungsgeld.
Das Duo, das künftig die Arbeit eines Zehnerteams erledigt, braucht zwei Dinge: einen KI-Agenten und jemanden, der weiß, wie der Prozess wirklich läuft. Diese Prozesserfahrung sitzt in den meisten Unternehmen bei genau den Beschäftigten, die der Umbau bedroht. In Büro und Sekretariat sind 29,5 Prozent der Beschäftigten 55 oder älter. Viele dieser Beschäftigten kennen jede Ausnahme im Rechnungseingang aus eigener Erfahrung.
Der Siemens-Agent Eigen arbeitet so lange nach, bis vorher festgelegte Leistungswerte erreicht sind. Diese Werte legt ein Mensch fest. Im Backoffice entspricht das der Frage, wann eine Rechnung als geprüft gilt, welche Abweichung eine Rückfrage auslöst und welcher Lieferant eine Sonderbehandlung braucht. Ein Projektteam ohne diese Kenntnis baut einen Agenten, der Rechnungen schnell und falsch freigibt. Die erfahrene Sachbearbeiterin gehört deshalb an den Tisch, an dem die Regeln für den Agenten entstehen.
Für die übrigen Stellen bietet die Bundesagentur ein eigenes Instrument. Das Qualifizierungsgeld nach § 82a SGB III ersetzt Beschäftigten während einer Weiterbildung 60 Prozent des ausfallenden Nettolohns, mit Kind 67 Prozent. Voraussetzung ist ein strukturwandelbedingter Qualifizierungsbedarf bei mindestens 20 Prozent der Belegschaft, in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten bei 10 Prozent, dazu eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag und eine Weiterbildung von mehr als 120 Stunden. Ein Backoffice im Umbau durch KI-Agenten kann die erste Bedingung erfüllen, sobald der Umbau mindestens ein Fünftel der Belegschaft betrifft.
Ergo zeigt, wie das im Konzern aussehen kann: rund 1.000 Stellen weniger bis 2030, keine betriebsbedingten Kündigungen und rund 500 Plätze für die Umschulung in andere Aufgaben. Personalvorständin Lena Lindemann formulierte den Ansatz so: „Wir wollen das Effizienzpotenzial von KI heben, aber zugleich die Mitarbeiter befähigen, in anderen Jobs für uns zu arbeiten.“ Mittelständler ohne eigene Akademie können dasselbe über Bildungsträger und die Förderung der Bundesagentur organisieren.
Unsere Haltung: Der KI-Job-Tsunami ist keine Prognose mehr. Seine Ausläufer stehen in der Statistik der Bundesagentur, in den Strategiepräsentationen von Lufthansa und Commerzbank und in den Lohndaten junger Berufseinsteiger. Unternehmen, die warten, bis die Welle in der Beschäftigtenstatistik ankommt, gestalten den Umbau nicht mehr, sie räumen nur noch auf.
Ein Blick zurück zeigt, was fehlt. Im deutschen Steinkohlenbergbau arbeiteten 1957 noch 607.300 Menschen, Ende 2018 noch 4.900. Für diesen Abbau blieben 61 Jahre. Am Ende stand ein eigenes Instrument: Nach § 5 des Steinkohlefinanzierungsgesetzes erhielten Bergleute, die bis Ende 2022 ihren Arbeitsplatz verloren, unter Tage ab 50 und über Tage ab 57 Jahren bis zu fünf Jahre Anpassungsgeld als Brücke zur Rente. Die Sachbearbeiterin mit 57 hat keine solche Brücke. Der Umbau im Büro wird auch keine 61 Jahre dauern.
- Prozesskenner: Die Regeln für den KI-Agenten gehören in die Hände der Beschäftigten, die jede Ausnahme im Ablauf kennen.
- Förderung: Das Qualifizierungsgeld ersetzt 60 bis 67 Prozent des Nettolohns während einer Weiterbildung im Betrieb.
- Zeitpunkt: Gestalten lässt sich der Umbau nur, solange die Betroffenen noch in Lohn und Brot stehen.
Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zu KI und Bürojobs

Abgangschance
Abgangschance nennt die Bundesagentur für Arbeit den Anteil der Arbeitslosen, die innerhalb eines Monats eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufnehmen. Der Wert lag im September 2026 bei Menschen ab 55 bei 2,69 Prozent, bei den 25- bis 54-Jährigen bei 6,26 Prozent.
Agentische KI
Agentische KI bezeichnet KI-Systeme, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern in mehreren Schritten selbstständig abarbeiten: Daten lesen, handeln, das Ergebnis prüfen und nachbessern. Die Commerzbank will mit solchen Agenten ganze Prozessketten wie Kontowechsel automatisieren.
Arbeitslosen-Stellen-Relation
Arbeitslosen-Stellen-Relation gibt an, wie viele Arbeitslose rechnerisch auf eine bei der Bundesagentur gemeldete offene Stelle kommen. Ein hoher Wert zeigt ein Überangebot an Arbeitskräften. In Büro und Sekretariat stieg die Relation von 7,0 im September 2023 auf 16,8 im September 2026.
Engpassberuf
Engpassberuf heißt ein Beruf, in dem die Bundesagentur für Arbeit anhand von sechs Indikatoren wie Vakanzzeit und Arbeitslosenquote einen Mangel an Fachkräften feststellt. Ab 2,0 von 3 Punkten gilt ein Beruf als Engpassberuf, die Analyse 2025 zählt 157 davon.
Exposition
Exposition beschreibt in der Arbeitsmarktforschung, wie stark die Tätigkeiten eines Berufs von einer Technik berührt werden. Eine hohe Exposition gegenüber generativer KI heißt nicht zwingend Jobverlust, die ILO ordnet Büroberufe aber in die höchste ihrer vier Stufen ein.
Generative KI
Generative KI umfasst Modelle, die aus Eingaben neue Texte, Bilder, Code oder Daten erzeugen, etwa Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude. Im Büro übernimmt generative KI Korrespondenz, Zusammenfassungen und die Auswertung von Belegen, in der Industrie schreibt sie Steuerungscode.
Klassifikation der Berufe (KldB 2010)
Klassifikation der Berufe (KldB 2010) ist das Ordnungssystem, nach dem die Bundesagentur für Arbeit Beschäftigte, Arbeitslose und Stellen zählt. Büro und Sekretariat bilden darin die Berufsgruppe 714, die Callcenter-Berufe die Berufsgattung 9212.
Langzeitarbeitslosigkeit
Langzeitarbeitslosigkeit liegt vor, wenn jemand ein Jahr oder länger ununterbrochen arbeitslos gemeldet ist. Unter den Arbeitslosen ab 55 traf das im September 2026 auf 48,2 Prozent zu, über alle Altersgruppen auf 35,7 Prozent.
Qualifizierungsgeld
Qualifizierungsgeld ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit nach § 82a SGB III. Beschäftigte, deren Arbeit der Strukturwandel verändert, erhalten während einer Weiterbildung im Betrieb 60 Prozent des ausfallenden Nettolohns, mit Kind 67 Prozent.
Silver Tsunami
Silver Tsunami ist ein Begriff aus der Demografie für die Welle der Babyboomer, die in Rente geht. Nach Destatis erreichen bis 2040 rund 13,3 Millionen heutige Erwerbspersonen das Rentenalter, 30 Prozent aller Erwerbspersonen.
Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)
Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) heißt der Industriecomputer, der Maschinen und Anlagen nach einem Programm steuert. Den Code dafür schrieben bisher Automatisierungsingenieure von Hand, der Siemens-Agent Eigen erzeugt ihn inzwischen selbst.
Substituierbarkeitspotenzial
Substituierbarkeitspotenzial nennt das IAB den Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs, den Computer oder computergesteuerte Maschinen nach heutigem Stand erledigen könnten. Ob ein Betrieb das Potenzial nutzt, sagt der Wert nicht.
TIA Portal
TIA Portal (Totally Integrated Automation) ist die Engineering-Software von Siemens, mit der Ingenieure Steuerungen programmieren und Anlagen konfigurieren. Mehr als 600.000 Nutzer arbeiten damit, seit April 2026 steht ihnen der KI-Agent Eigen zur Verfügung.
Weiterbildungsgeld
Weiterbildungsgeld zahlt die Bundesagentur für Arbeit nach § 87a SGB III Arbeitslosen, die eine Weiterbildung mit Berufsabschluss machen: 150 Euro im Monat zusätzlich, dazu Prämien von 1.000 Euro für die Zwischenprüfung und 1.500 Euro für den Abschluss.
FAQ: Der KI-Tsunami erreicht die Bürojobs zuerst

Welche Bürojobs ersetzt KI zuerst?
Zuerst trifft KI Tätigkeiten mit festen Regeln: Dateneingabe, Buchhaltung, Lohnabrechnung, Sekretariat und Kundenservice am Telefon. Die ILO stuft diese Berufe in die höchste Expositionsstufe ein, das IAB hält bei Buchhaltern alle Kerntätigkeiten für ersetzbar.
Wird KI Sachbearbeiter ersetzen?
In vielen Unternehmen ja, allerdings selten per Kündigung. Konzerne wie Lufthansa, Commerzbank und Ergo bauen Verwaltungsstellen ab, indem sie frei werdende Stellen nicht nachbesetzen. Für Sachbearbeiter auf Jobsuche sinkt damit die Zahl der offenen Stellen.
Wie viele Jobs fallen in Deutschland durch KI weg?
Eine belastbare Gesamtzahl hat noch niemand berechnet. Das IAB zählte 2022 13,03 Millionen Beschäftigte in Berufen, deren Kerntätigkeiten zu mehr als 70 Prozent ersetzbar sind. Im Bitkom-Panel vom September 2026 erwarten 57 Prozent der Unternehmen, dass KI ihre Belegschaft in zwei Jahren verkleinert.
Lohnt sich mit über 50 noch eine Umschulung?
Meist ja, sofern der Zielberuf Personal sucht. Pflege, Kita, Handwerk und Berufskraftfahrer zählen zu den 157 Engpassberufen der Bundesagentur. Arbeitslose in einer Weiterbildung mit Abschluss erhalten 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat und Prämien bis 2.500 Euro.
Was ist das Qualifizierungsgeld?
Das Qualifizierungsgeld nach § 82a SGB III ersetzt Beschäftigten während einer Weiterbildung im Betrieb 60 Prozent des ausfallenden Nettolohns, mit Kind 67 Prozent. Voraussetzung sind ein Qualifizierungsbedarf durch Strukturwandel, eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag und mehr als 120 Stunden Weiterbildung.
Was bedeutet Silver Tsunami?
Silver Tsunami bezeichnet die Welle der Babyboomer, die in Rente geht und Lücken in den Arbeitsmarkt reißt. In Deutschland erreichen nach Destatis bis 2040 rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter.
Quellen
Bitkom | 3 von 10 sagen: KI könnte meinen Chef ersetzen (11.05.2026) | https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/3-von-10-sagen-KI-koennte-Chef-ersetzen | besucht am 08.10.2026
Bitkom | Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI (14.09.2026) | https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Erstmals-nutzt-Mehrheit-Unternehmen-KI | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Beschäftigte nach Berufen (KldB 2010), Deutschland, Stichtag 31.12.2025 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202512/iiia6/beschaeftigung-sozbe-bo-heft/bo-heft-d-0-202512-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Beschäftigte nach Berufen (KldB 2010), Deutschland, Stichtag 31.12.2022 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202212/iiia6/beschaeftigung-sozbe-bo-heft/bo-heft-d-0-202212-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Arbeitsmarkt nach Berufen, Deutschland, September 2026 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202609/iiia4/berufe-heft-kldb2010/berufe-heft-kldb2010-dwol-0-202609-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Arbeitsmarkt nach Berufen, Deutschland, September 2024 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202409/iiia4/berufe-heft-kldb2010/berufe-heft-kldb2010-dwol-0-202409-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, September 2026 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202609/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202609-pdf.pdf?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Arbeitsmarkt für Ältere, Deutschland, September 2026 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202609/analyse/analyse-d-arbeitsmarkt-aeltere/analyse-d-arbeitsmarkt-aeltere-d-0-202609-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt nach Personengruppen, September 2026 | https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202609/analyse/analyse-d-chancen-risiken-personen/analyse-d-chancen-risiken-personen-d-0-202609-xlsx.xlsx?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Mai 2026) | https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive-Statistiken/Fachkraeftebedarf/Engpassanalyse-Nav.html | besucht am 08.10.2026
Bundesagentur für Arbeit, Statistik | Arbeits- und Fachkräftemangel trotz Arbeitslosigkeit (November 2025) | https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Fachkraeftebedarf/Generische-Publikationen/Arbeits-und-Fachkraeftemangel-trotz-Arbeitslosigkeit.pdf?__blob=publicationFile | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 147 SGB III, Grundsatz (Anspruchsdauer Arbeitslosengeld) | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__147.html | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 87a SGB III, Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__87a.html | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 82a SGB III, Qualifizierungsgeld | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__82a.html | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 82b SGB III, Höhe des Qualifizierungsgeldes | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__82b.html | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 36 SGB VI, Altersrente für langjährig Versicherte | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__36.html | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 38 SGB VI, Altersrente für besonders langjährig Versicherte | https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__38.html | besucht am 08.10.2026
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Business Insurance (Reuters) | Allianz to cut up to 1,800 jobs due to AI advances, says source (26.11.2025) | https://www.businessinsurance.com/allianz-to-cut-up-to-1800-jobs-due-to-ai-advances-says-source/ | besucht am 08.10.2026
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cash-online | Ergo baut bis 2030 rund 1.000 Stellen ab, ohne Kündigungen (17.02.2026) | https://www.cash-online.de/a/ergo-baut-bis-2030-rund-1-000-stellen-ab-ohne-kuendigungen-712100/ | besucht am 08.10.2026
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IT Finanzmagazin | Commerzbank setzt im Abwehrkampf gegen Unicredit auf KI-Effizienz und Stellenstreichungen (08.05.2026) | https://www.it-finanzmagazin.de/commerzbank-setzt-im-abwehrkampf-gegen-unicredit-auf-ki-effizienz-und-stellenstreichungen-244116/ | besucht am 08.10.2026
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Lufthansa Group | Lufthansa Group treibt Strategie konsequent voran und will Profitabilität signifikant steigern (29.09.2025) | https://newsroom.lufthansagroup.com/lufthansa-group-treibt-strategie-konsequent-voran-und-will-profitabilitaet-signifikant-steigern/ | besucht am 08.10.2026
fundresearch.de (dpa-AFX) | Deutsche Telekom will durch KI-Einsatz Milliarden sparen (05.10.2026) | https://www.fundresearch.de/nachrichten/internet/2026/10/deutsche-telekom-will-durch-ki-einsatz-milliarden-sparen-547724.php | besucht am 08.10.2026
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Fortune | CEO Andy Jassy: Amazon layoffs about culture, not AI (01.11.2025) | https://fortune.com/2025/11/01/ceo-andy-jassy-amazon-layoffs-about-culture-not-ai | besucht am 08.10.2026
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Siemens | VivaTech 2026: Siemens takes AI for the physical world to the next level (17.06.2026) | https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:b244e71e-20e6-4eec-9faf-cda34d0959a5/HQCOPR202606167406EN.pdf | besucht am 08.10.2026
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Siemens | Siemens enters next stage of growth with its ONE Tech Company program (13.11.2025) | https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:4f2a7444-211a-4f8c-b01c-16f4e4cbe3b9/251113-press-release-en.pdf | besucht am 08.10.2026
ORF | Siemens will weltweit fast 6.000 Stellen abbauen (18.03.2025) | https://orf.at/stories/3388029/ | besucht am 08.10.2026
International Labour Organization und NASK | Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure, Working Paper 140 (20.05.2025) | https://www.ilo.org/sites/default/files/2025-05/WP140_web.pdf | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Kurzbericht 5/2024: Vor allem Hochqualifizierte bekommen die Digitalisierung verstärkt zu spüren | https://doku.iab.de/kurzber/2024/kb2024-05.pdf | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Job-Futuromat, Kaufmann/-frau für Büromanagement | https://job-futuromat.iab.de/api/job/123265/potential | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Job-Futuromat, Berufsfeld Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung | https://job-futuromat.iab.de/api/dkz/7?page_size=1500 | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Job-Futuromat, Callcenteragent/in | https://job-futuromat.iab.de/api/job/7001/potential | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Job-Futuromat, Steuerfachangestellte/r | https://job-futuromat.iab.de/api/job/7572/potential | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Kurzbericht 17/2026: IAB-Prognose 2026/2027, Erwerbstätigkeit schrumpft trotz besserer Konjunktur | https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-17.pdf | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Kurzbericht 11/2018: Wiederbeschäftigungschancen Älterer | https://doku.iab.de/kurzber/2018/kb1118.pdf | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Discussion Paper 01/2010: The long-term impact of job displacement in Germany during the 1982 recession on earnings, income, and employment | https://doku.iab.de/discussionpapers/2010/dp0110.pdf | besucht am 08.10.2026
IZA Institute of Labor Economics | Discussion Paper 12851: Occupational Routine-Intensity and the Costs of Job Loss (Dezember 2019) | https://docs.iza.org/dp12851.pdf | besucht am 08.10.2026
Stanford Digital Economy Lab | Canaries in the Coal Mine? Six Facts about the Recent Employment Effects of Artificial Intelligence (August 2026) | https://digitaleconomy.stanford.edu/app/uploads/2026/08/Canaries_August2026.pdf | besucht am 08.10.2026
Federal Reserve Bank of New York | Businesses Are Using AI to Transform Work, Not Cut Jobs (01.09.2026) | https://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2026/09/businesses-are-using-ai-to-transform-work-not-cut-jobs/ | besucht am 08.10.2026
Internationaler Währungsfonds | New Skills and AI Are Reshaping the Future of Work (14.01.2026) | https://www.imf.org/en/blogs/articles/2026/01/14/new-skills-and-ai-are-reshaping-the-future-of-work | besucht am 08.10.2026
The Budget Lab at Yale | Tracking the Impact of AI on the Labor Market (Update 15.09.2026) | https://budgetlab.yale.edu/research/tracking-impact-ai-labor-market | besucht am 08.10.2026
OECD | OECD Employment Outlook 2026 (Juli 2026) | https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2026/07/oecd-employment-outlook-2026_a41e8b9f/7e710f54-en.pdf | besucht am 08.10.2026
NOAA National Ocean Service | What is a tsunami? | https://oceanservice.noaa.gov/facts/tsunami.html | besucht am 08.10.2026
Statistisches Bundesamt | Mit dem Ausscheiden der Babyboomer geht dem Arbeitsmarkt bis 2040 rund 30,0 % der heutigen Erwerbspersonen verloren (23.06.2026) | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_N039_13.html | besucht am 08.10.2026
Bundesinstitut für Berufsbildung | BIBB Report 3/2024: Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum (QuBe-Projektion, 8. Welle) | https://www.bibb.de/dienst/publikationen/download/19940 | besucht am 08.10.2026
McKinsey Global Institute | Agents, robots, and us: How AI reshapes work and skills in Europe (12.05.2026) | https://www.mckinsey.de/news/presse/2026-05-12-mgi-agents-and-robots—europe | besucht am 08.10.2026
Allianz | Der Sturm legt sich, der Allianz-KI-Agent räumt auf (03.11.2025) | https://www.allianz.com/de/mediencenter/news/artikel/251103-der-sturm-legt-sich-der-allianz-ki-agent-raeumt-auf.html | besucht am 08.10.2026
CIO (dpa) | KI soll Deutscher Bank zu neuen Rendite-Rekorden verhelfen (Mai 2026) | https://www.cio.de/article/4173591/ki-soll-deutscher-bank-zu-neuen-rendite-rekorden-verhelfen.html | besucht am 08.10.2026
MIT NANDA | The GenAI Divide: State of AI in Business 2025 (Juli 2025) | https://mlq.ai/media/quarterly_decks/v0.1_State_of_AI_in_Business_2025_Report.pdf | besucht am 08.10.2026
Klarna | Klarna AI assistant handles two-thirds of customer service chats in its first month (27.02.2024) | https://www.klarna.com/international/press/klarna-ai-assistant-handles-two-thirds-of-customer-service-chats-in-its-first-month/ | besucht am 08.10.2026
Bloomberg | Klarna Slows AI-Driven Job Cuts With Call for Real People (08.05.2025) | https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-05-08/klarna-turns-from-ai-to-real-person-customer-service | besucht am 08.10.2026
Fortune | Klarna’s CEO on Dario Amodei, AI and a white-collar workforce shrinking by 2030 (17.02.2026) | https://fortune.com/2026/02/17/klarnas-ceo-dario-amodei-ai-white-collar-workforce-shrink-2030/ | besucht am 08.10.2026
Gartner | Gartner Predicts 50% of Organizations Will Abandon Plans to Reduce Customer Service Workforce Due to AI (10.06.2025) | https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2025-06-10-gartner-predicts-50-percent-of-organizations-will-abandon-plans-to-reduce-customer-service-workforce-due-to-ai | besucht am 08.10.2026
Challenger, Gray & Christmas | 2025 Year-End Challenger Report (08.01.2026) | https://www.challengergray.com/blog/2025-year-end-challenger-report-highest-q4-layoffs-since-2008-lowest-ytd-hiring-since-2010/ | besucht am 08.10.2026
Challenger, Gray & Christmas | Job Cuts Fall in September; Hiring Plans Up 3% Over 2025 (01.10.2026) | https://www.challengergray.com/blog/job-cuts-fall-in-september-hiring-plans-up-3-over-2025-on-weak-early-seasonal-hiring/ | besucht am 08.10.2026
Oxford Economics | Evidence of an AI-driven shakeup of job markets is patchy (07.01.2026) | https://www.oxfordeconomics.com/resource/evidence-of-an-ai-driven-shakeup-of-job-markets-is-patchy/ | besucht am 08.10.2026
ingenieur.de (nach Handelsblatt) | KI trainiert Behördensprache und zieht bei der Arbeitsagentur ein (Oktober 2024) | https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/kuenstliche-intelligenz/ki-trainiert-behoerdensprache-und-zieht-bei-der-arbeitsagentur-ein/ | besucht am 08.10.2026
Institut der deutschen Wirtschaft | Babyboomer in Rente: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte (15.06.2026) | https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/babyboomer-in-rente-bis-2036-fehlen-43-millionen-arbeitskraefte.html | besucht am 08.10.2026
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | Job-Futuromat, Berufsfeld Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung | https://job-futuromat.iab.de/api/dkz/8?page_size=1500 | besucht am 08.10.2026
Statistik der Kohlenwirtschaft | Steinkohle im Überblick 1957 bis 2018 (02.07.2020) | https://kohlenstatistik.de/wp-content/uploads/2017/10/2020-07-02-Steinkohle-im-%C3%9Cberblick-1957-2018.xls | besucht am 08.10.2026
Bundesministerium der Justiz | § 5 Steinkohlefinanzierungsgesetz, Anpassungsgeld | https://www.gesetze-im-internet.de/steinkohlefing/__5.html | besucht am 08.10.2026
Societies (MDPI) | Sally Chivers: With Friends Like These: Unpacking Panicked Metaphors for Population Ageing (2021) | https://www.mdpi.com/2075-4698/11/3/69 | besucht am 08.10.2026
