Google hat am 7. Mai 2026 mit Fitbit Air einen displaylosen Mini-Tracker vorgestellt, der den Google Health Coach mit Gemini direkt aufs Handgelenk bringt. Der Preis: 99,99 US-Dollar, Vorbestellung läuft, US-Verkaufsstart am 26. Mai 2026. Eine Special Edition entsteht in Kooperation mit NBA-Star Stephen Curry.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenHand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt aufs Display Ihrer Smartwatch geschaut, ohne danach gefünf Notifications abzuarbeiten? Genau dieses Verhalten greift Google an. Fitbit Air verzichtet bewusst auf jeden Bildschirm und schickt alle Daten in die Google-Health-App.
Das Wichtigste in Kürze
- Fitbit Air ohne Display, 24/7-Herzfrequenz, Afib-Alerts, SpO2 und Schlaftracking
- Google Health Coach mit Gemini übernimmt die Analyse
- Bis zu sieben Tage Akku, fünf Minuten Schnellladung für einen Tag
- Vorbestellung läuft, US-Verkaufsstart am 26. Mai 2026
Warum Google den Bildschirm weglässt

Der Markt für Wearables stagniert seit Jahren. Apple Watch und Pixel Watch konkurrieren um die gleichen anspruchsvollen Käufer, während Fitness-Tracker im Einsteigersegment immer fragwürdigeren Mehrwert lieferten. Google geht mit Fitbit Air einen anderen Weg.
Der Tracker ist nach Herstellerangaben der kleinste Pebble, den Fitbit jemals gebaut hat, und sammelt im Hintergrund alle relevanten Vitaldaten. Auswertung und Empfehlungen passieren in der App auf dem Smartphone. Diese Aufgabenteilung erlaubt deutlich längere Akkulaufzeiten und ein leichteres Design.
Was Google Health Coach mit Gemini leistet

Der Health Coach ist Googles KI-gestützter Gesundheitsassistent, der seit März 2026 schrittweise ausgebaut wird. Mit Gemini im Hintergrund nimmt der Coach Vitaldaten, Workout-Historie und Schlafmuster und kombiniert sie zu personalisierten Empfehlungen.
Eine neue Funktion: Sie können das Cardio-Gerät im Fitnessstudio oder den Trainingsplan auf dem Whiteboard fotografieren, und die App übernimmt die Daten in den Workout-Plan. Drei Monate Google Health Premium liegen jedem Fitbit Air bei. Anschließend kostet das Abo extra, der genaue Preis für den deutschen Markt steht noch nicht fest.
Ein Wearable ohne Display ist nicht weniger Funktion, sondern weniger Ablenkung. Google verkauft hier nicht den Tracker, sondern den Gemini-Coach im Hintergrund. Wer KI-gestützte Gesundheitsdaten ernst nimmt, sollte über die Datenpolitik der App genauer nachdenken als über das Armband selbst.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Stephen Curry und das Lifestyle-Argument

Die Special Edition wurde mit NBA-Superstar Stephen Curry entworfen. Rye-Brown als Grundfarbe mit Spielfeld-Orange als Akzent, wasserabweisende Beschichtung und ein nach innen geprägter Streifen für mehr Luftzirkulation bei intensiven Bewegungen. Preis: 129,99 US-Dollar, US-Verkaufsstart ebenfalls am 26. Mai.
Drei Band-Varianten stehen zur Wahl. Performance Loop aus recyceltem Material liegt in der Standard-Box bei. Active Band aus schweißfestem Silikon zielt auf hochintensives Training. Elevated Modern Band soll das Gerät optisch in ein Armband-Accessoire verwandeln.
Was deutsche Käufer abwarten sollten

Google nennt einen US-Verkaufsstart, einen offiziellen DACH-Termin gibt es noch nicht. Vorbestellung über die US-Google-Store-Seite ist technisch möglich, aber mit Versandrisiko und Garantie-Fragen verbunden. Erfahrungsgemäß folgt der deutsche Marktstart zwei bis sechs Wochen nach dem US-Launch.
Drei Punkte gehören vor der Vorbestellung auf den Prüfstand. Erstens die Datenhaltung: Google verarbeitet Gesundheitsdaten in US-Rechenzentren, EU-Datenschutz-Garantien sollten geprüft werden. Zweitens die Kompatibilität mit bestehender Hardware (Android und iOS sind unterstützt, Pixel-Watch-Synchronisation funktioniert nahtlos). Drittens das Abo-Modell: Nach drei Monaten Health Premium wird die Folgenutzung kostenpflichtig. Wer den Coach nicht braucht, bekommt nur einen herkömmlichen Tracker. Mehr zu den Hintergründen der Google-KI-Strategie finden Sie in unserem Überblick zur OpenAI-Stargate-Architektur, dem aktuellen Wettbewerber im KI-Compute-Rennen.
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