Bunny DNS kostenlos: Diese Ansage hat das slowenische Unternehmen bunny.net am 24. Juni 2026 gemacht. Bislang fiel für jede DNS-Abfrage eine Gebühr an, jetzt verschwindet diese Position vollständig. Ein DNS-Dienst gleicht dem Lotsen im Hafen, kaum sichtbar, bis das Schiff ohne Orientierung auf Grund läuft.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDas Wichtigste in Kürze
- bunny.net entfernt sämtliche Gebühren pro DNS-Abfrage, ohne Limit für die Zahl der Anfragen.
- Kostenlos enthalten sind bis zu 500 Domains pro Konto, dazu Smart Records und Health-Monitoring.
- Auf der Plattform bleibt eine Mindestausgabe von rund 0,87 Euro pro Monat bestehen, der DNS-Betrieb selbst verursacht keine nutzungsabhängigen Kosten.
- Neu hinzu kommen DNSSEC mit NSEC Black Lies, IPv6 im Dual-Stack und moderne Record-Typen wie HTTPS, SVCB, TLSA und CDS.
Was kostet DNS bei Bunny jetzt noch?

Die kurze Antwort lautet: keine Abfragegebühr. bunny.net rechnet DNS-Anfragen nicht mehr ab und schaltet auch sonst keine zentralen Funktionen hinter einen Enterprise-Tarif. Rund 300.000 Domains laufen bereits über den Dienst, der monatlich nahezu 200 Milliarden Anfragen beantwortet. In der Ankündigung im Firmenblog begründet der Anbieter den Schritt mit der eigenen Mission, das Netz schneller zu machen.
Warum betrifft das deutsche Seitenbetreiber?

bunny.net sitzt in Slowenien und betreibt ein Netz aus 119 Standorten, eine europäische Alternative zu den großen US-Anbietern. Für Verantwortliche mit DSGVO-Pflichten verringert ein EU-Anbieter den Schrems-II-Aufwand, wie unser Überblick zu Content Delivery Networks zeigt. Planbare Kosten kommen dazu, weil ein Lastspitzen-Tag nicht länger die DNS-Rechnung in die Höhe treibt.
Kostenloses DNS klingt nach Marketing, trifft aber einen wunden Punkt. Erfolg im Netz darf sich nicht über die Abfragegebühr selbst bestrafen, und genau diese Strafe nimmt bunny.net jetzt vom Tisch.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was bringt der Umzug konkret?

Beim Wechsel scannt der Dienst die gängigen Record-Typen einer Domain automatisch und baut die Zone nach, alternativ genügt der Upload einer BIND-Datei. Mit 1-Klick-Acceleration lässt sich der CDN direkt aus den DNS-Einträgen aktivieren, 1-Klick-Security schaltet den Schutzdienst Bunny Shield davor. Die kostenlose Stufe bindet zugleich an das Ökosystem des Anbieters, weil CDN und Shield nur einen Klick entfernt warten. Für viele Projekte zahlt sich diese Nähe aus, ein Selbstläufer bleibt der Umzug trotzdem nicht. Beim Neusortieren von Hosting und Performance liefert der WordPress-Hosting-Vergleich die passende Grundlage.
Praktischer Rat zum Schluss: Legen Sie zunächst eine Testzone an, prüfen Sie die nachgebauten Records gegen Ihren alten Anbieter und aktivieren Sie CDN sowie Shield erst danach. So bleibt der Umstieg kontrollierbar und der Gewinn an Tempo messbar.