Mercedes-Benz hat die Serienproduktion seines neuen Elektro-Vans VLE gestartet. Im spanischen Werk Vitoria liefen Anfang Juni die ersten Serienfahrzeuge vom Band, mit bis zu 713 Kilometern Reichweite und 800-Volt-Technik.

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Der VLE ist das erste Modell auf der neuen Elektroplattform Van.EA und bildet die Basis für eine ganze Familie künftiger Premium-Vans. Mercedes positioniert das Fahrzeug als elektrische Großraumlimousine und Nachfolger von V-Klasse und EQV. Für Shuttle-Dienste, Familienbetriebe und Geschäftskunden wird der Van damit zur ernsthaften Option.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Serienproduktion des Mercedes VLE läuft seit Anfang Juni 2026 im Werk Vitoria-Gasteiz.
  • Der VLE 300 bietet bis zu 713 Kilometer WLTP-Reichweite aus einer 115-kWh-Batterie.
  • Die 800-Volt-Architektur lädt mit bis zu 300 kW und holt in 15 Minuten Strom für rund 355 Kilometer.
  • Der Einstiegspreis beginnt bei 82.260 Euro, sinkt mit Basisausstattung später auf rund 70.500 Euro.

In die Umstellung des Werks investierte Mercedes rund eine Milliarde Euro. Vitoria wird damit zum globalen Produktionsstandort für die neue Modellgeneration. Ende des Jahres folgt das Werk Fuzhou in China für den dortigen Markt.

Was macht den VLE technisch interessant?

Blaue Flasche mit schwarzem Deckel vor weißem Hintergrund
Der Van nutzt 800-Volt-Architektur und lädt an Schnellladesäulen mit bis zu 300 kW. In 15 Minuten reicht die Energie für 355 Kilometer Reichweite

Im Zentrum steht die 800-Volt-Architektur. An entsprechenden Schnellladesäulen lädt der Van mit bis zu 300 kW, was in einer Viertelstunde für etwa 355 Kilometer reicht. Damit lassen sich laut Mercedes Strecken um 1.000 Kilometer mit einem einzigen kurzen Ladestopp abdecken. Neu entwickelte Permanentmagnet-Synchronmotoren erreichen zwischen Batterie und Rädern einen Wirkungsgrad von bis zu 93 Prozent.

Zum Start konzentriert sich Mercedes auf den VLE 300 mit Frontantrieb und 203 kW. Noch 2026 folgt der VLE 400 4Matic mit 305 kW und einem zweiten Motor an der Hinterachse. Wie stark Reichweite und Ladetechnik den Restwert eines Stromers beeinflussen, zeigt unser Ratgeber zum Wertverlust beim Elektroauto.

Lohnt sich der Van für Gewerbekunden?

Weiße Elektroautosäule mit grünem Leuchtring und Kabel, davor ein Paar braune Lederschuhe und Kastagnetten
VLE 300 startet bei 82.260 Euro als Fünfsitzer, Basisversion ab 70.500 Euro geplant, 2027 kommt günstigere 80-kWh-Variante

Der Preis startet hoch, weil die ersten Modelle üppig ausgestattet sind. Der VLE 300 kostet als Fünfsitzer 82.260 Euro, als Sechssitzer 82.712 Euro. Mit der späteren Basis-Serienausstattung sinkt der Einstieg auf rund 70.500 Euro, ab 2027 kommt eine günstigere Variante mit kleinerer 80-kWh-Batterie hinzu.

Mercedes verlegt den Wettbewerb bei Elektro-Vans dorthin, wo deutsche Hersteller traditionell stark sind: Reichweite, Ladetempo und Verarbeitung. Der Preis bleibt vorerst die Hürde, nicht die Technik.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Für Flottenbetreiber zählt am Ende die Gesamtrechnung aus Anschaffung, Energie und Restwert. Einen Anhaltspunkt für die laufenden Kosten liefert unser Vergleich der Ladetarife 2026. Die Auslieferung des VLE beginnt im Herbst. Alle Details zum Serienstart nennt Mercedes auf seiner Produktionsmeldung.

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