Fast jeder vierte Neuwagen ist 2026 ein E-Auto

Markus Seyfferth
Autor Dr. Web
3 Min. Lesezeit
Fast jeder vierte Neuwagen ist 2026 ein E-Auto

Fast jeder vierte Neuwagen in Deutschland fährt 2026 rein elektrisch. An der Spitze der Zulassungen steht von Januar bis Mai nicht mehr VW, sondern der Skoda Elroq. Für Käufer und Branche verschiebt sich damit mehr als nur eine Rangliste.

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Reine Elektroautos erreichen 2026 in Deutschland einen Rekordanteil von 23,9 Prozent. Kommt Ihnen das bekannt vor, dieses Gefühl, dass sich ein Markt schneller dreht, als die Hersteller mithalten? Genau das zeigen die frischen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts.

Das Wichtigste in Kürze

  • 283.949 reine Elektro-Pkw von Januar bis Mai, ein Plus von 40,9 Prozent.
  • Marktanteil 23,9 Prozent, im Mai sogar rund 25 Prozent.
  • Skoda Elroq führt vor VW ID.3 und Tesla Model Y.
  • Die VW-Kernmarke verliert 8,1 Prozent, die Töchter Skoda und Audi legen kräftig zu.
Elektro-Pkw in Deutschland
Reine Stromer, Januar bis Mai 2026
Neuzulassungen
283.949
Marktanteil
23,9 %
Zum Vorjahr
+40,9 %
Monatlicher BEV-Anteil 2026
22,0 %
Jan
21,9 %
Feb
24,0 %
Mär
25,8 %
Apr
25,0 %
Mai

Welches E-Auto führt das Ranking an?

Ein Spielzeug-Rennwagen steht auf der höchsten Stufe eines Holzpodiums
Skoda Elroq führt 2024 als meistverkauftes Elektroauto vor VW ID.3 und Tesla Model Y an. Volkswagen-Konzern dominiert Top 10 mit sechs Modellen

An der Spitze steht der Skoda Elroq mit 16.823 Neuzulassungen, vor dem VW ID.3 mit 14.726 und dem Tesla Model Y mit 13.678. Sechs der zehn meistzugelassenen Stromer gehören zum Volkswagen-Konzern, von Skoda über VW bis Audi. Der erfolgreichste Stromer des Landes trägt damit ein tschechisches Logo.

Rang Modell Neuzulassungen
1 Skoda Elroq 16.823
2 VW ID.3 14.726
3 Tesla Model Y 13.678
4 Skoda Enyaq 13.101
5 VW ID.7 12.410
6 Mercedes CLA EQ 8.984
7 VW ID.4 / ID.5 8.685
8 Audi A6 e-tron 7.640
9 BMW iX1 7.532
10 Tesla Model 3 7.188

Warum verliert VW trotz Spitzenplatz?

Holzwaage mit zwei Spielzeugautos, das leichtere, grün markierte Auto wiegt mehr als das dunkle
Die VW-Kernmarke verliert, während die Konzerntöchter Skoda und Audi zulegen.

Auf Markenebene bleibt Volkswagen mit 40.784 reinen Elektroautos vorn. Die Kernmarke VW verliert allerdings 8,1 Prozent, während die Konzerntöchter zulegen: Skoda kommt auf 29.945 Stromer und ein Plus von 66,3 Prozent, Audi auf 20.002 und 23,1 Prozent. Der Konzern gewinnt also vor allem gegen sich selbst, weil die günstigeren Töchter der Hausmarke Kunden abnehmen. Für Käufer bedeutet das mehr Auswahl im bezahlbaren Kompaktsegment, zusätzlich befeuert von der staatlichen E-Auto-Prämie.

Wer wächst, und wer verliert?

Hinter den Großen sortiert sich das Feld neu. Tesla verdoppelt sich mit 21.089 Fahrzeugen und einem Plus von 200,0 Prozent, BYD wächst um 147,7 Prozent. Am unteren Ende brechen GWM um 96,8 Prozent und NIO um 88,6 Prozent ein. Wie stark der Wertverlust bei solchen Schwankungen zuschlägt, lesen Sie im Ratgeber zum Wertverlust beim Elektroauto.

Was bedeutet das für den Antriebsmix?

CCS-Stecker steht rostiger Zapfpistole mit Aufschrift
Reine Verbrenner geraten bei den Neuzulassungen in die Minderheit.

Über die reinen Stromer hinaus weicht der Verbrenner zurück. Fahrzeuge mit alternativem Antrieb erreichen 764.379 Neuzulassungen und einen Anteil von 64,3 Prozent. Rechnet man Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen hinzu, fahren 35,0 Prozent aller Neuwagen zumindest teilelektrisch. Der reine Verbrenner gerät damit in die Minderheit.

Der erfolgreichste Stromer des Landes kommt aus Tschechien, und Volkswagen verliert ausgerechnet bei der eigenen Kernmarke. Das ist die eigentliche Nachricht hinter den Rekordzahlen.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Behalten Sie den Skoda Elroq im Auge. Sein Sprung an die Spitze zeigt, wie schnell sich die Rangordnung im deutschen E-Auto-Markt gerade neu sortiert.

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Markus Seyfferth
Autor
ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Web. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Dr. Web Magazins und bringt seine Expertise in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, WordPress, SEO sowie Online Marketing ein. Zudem verfasst er regelmäßig Fachartikel, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen und anderen im Online Marketing weiterzuhelfen.
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