Der Fortschrittsmonitor Energiewende 2026 meldet für die Photovoltaik einen Rekordzubau von 17,6 Gigawatt, das dritte Rekordjahr in Folge. Beim Wind dagegen bleibt der Ausbau klar hinter den Zielen zurück. Für Unternehmen mit eigenen Energieprojekten verschiebt das die Planungsgrundlage.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDer Fortschrittsmonitor Energiewende von BDEW und EY zeichnet für 2026 ein gespaltenes Bild: Die Photovoltaik treibt den Ausbau, die Windkraft hängt hinterher. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg 2025 auf 56 Prozent.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Photovoltaik erreichte 2025 mit 17,6 GW Zubau das dritte Rekordjahr in Folge, die installierte Leistung liegt bei 118 GW.
- Der Onshore-Wind kam auf 4,6 GW, deutlich unter dem Zielpfad von 8,6 GW, offshore waren es nur 0,5 GW.
- Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg 2025 auf 56 Prozent, knapp über dem EEG-Zielpfad.
- Wärmepumpen wurden erstmals häufiger verkauft als Gaskessel, dazu so viele E-Autos wie nie zuvor.
Warum trägt die Solarenergie den Ausbau?

Die Photovoltaik bleibt der Wachstumsmotor der Energiewende. 17,6 GW neue Leistung kamen 2025 hinzu, getragen auch von Steckersolargeräten mit einem Plus von 67 Prozent. Drittes Rekordjahr in Folge lautet der Befund des Monitors.
Das Ziel für 2030 liegt allerdings bei 215 GW, aktuell sind es 118 GW. Die unregelmäßige Einspeisung verlagert den Engpass zunehmend auf Netze und Speicher. Batteriespeicher werden so zur Bedingung, damit der Solarstrom auch ankommt.
Woran hängt der Windausbau?

Beim Wind klafft die größte Lücke. Onshore kamen 2025 netto nur 4,6 GW hinzu, der Zielpfad lag bei 8,6 GW, offshore blieben es magere 0,5 GW. Unter dem Zielpfad bleibt der Ausbau trotz wachsender Dynamik.
Das verschiebt die Last weiter auf die Sonne und macht das System wetterabhängiger. Wie hoch der Solaranteil zuletzt ausfiel, zeigt unsere Auswertung zur Photovoltaik im ersten Quartal 2026. Mehr Wetterabhängigkeit erhöht den Bedarf an steuerbarer Leistung.
Ein Solarrekord allein ist noch keine Energiewende. Solange Netze, Speicher und Wind nicht nachziehen, produziert Deutschland Strom zur falschen Zeit am falschen Ort.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was heißt das für Unternehmen?

Beim Klimaschutz bleibt das Bild gemischt. Die Emissionen sanken 2025 nur um 0,1 Prozent, die Lücke zum Ziel 2030 wuchs sogar. Ab 2026 wären jährliche Minderungen von über 7 Prozent nötig. Wohin die Elektrifizierung läuft, zeigt der Global EV Outlook 2026. Wachsende Klimalücke erhöht den Druck auf Politik und Wirtschaft.
Für Betriebe mit eigener PV lohnt der Blick auf Speicher und Eigenverbrauch, weil sich daran die Wirtschaftlichkeit entscheidet. Den vollständigen Bericht stellen BDEW und EY auf der offiziellen Projektseite bereit. Eigenverbrauch und Speicher bestimmen die Rendite.
Prüfen Sie bei neuen Energieprojekten, ob Sie den Solarstrom selbst nutzen oder zwischenspeichern können, statt ihn günstig einzuspeisen. An dieser Stelle entscheidet sich, ob der Rekordzubau auch bei Ihnen ankommt.
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