Heute ist der Tag des BAFA-Starts. Seit dem 19. Mai 2026 läuft das Antragsportal für die neue E-Auto-Förderung. Bis zu 6.000 Euro sind möglich, rückwirkend für Neufahrzeuge ab dem 1. Januar 2026.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenHand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt einen Förderantrag selbst gestellt, ohne dass die Buchhaltung übernommen hätte? Genau diese Pflicht kommt mit der neuen E-Auto-Förderung auf Privathaushalte zurück, weil der Antrag rein digital über BundID läuft.
Das Wichtigste in Kürze
- BAFA-Antragsportal seit dem 19. Mai 2026 online
- Bis zu 6.000 Euro Prämie für BEV, bis 4.500 Euro für PHEV und Range-Extender
- Einkommensgrenze 80.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen, plus 5.000 Euro pro Kind
- Mindesthaltedauer 36 Monate, Antragsfrist ein Jahr nach Zulassung
Wie funktioniert der Antrag in der Praxis?

Vor dem Klick auf das Antragsformular stehen drei Vorbereitungs-Schritte. Zunächst die BundID-Identifikation: Ohne aktivierten Online-Personalausweis oder ELSTER-Zertifikat geht nichts. Wer bisher nur den klassischen Steuerbescheid kennt, muss spätestens jetzt ELSTER einrichten. Parallel die Belege sammeln: Zulassungsbescheinigung Teil II, Kaufvertrag oder Leasingvertrag und die beiden letzten Steuerbescheide.
Die Förderhöhe ergibt sich aus drei Bausteinen. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für reine Elektrofahrzeuge und 1.500 Euro für Plug-in-Hybride mit mindestens 80 Kilometern elektrischer Reichweite. Pro Kind unter 18 Jahren kommen 500 Euro hinzu, maximal 1.000 Euro. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro fließen 1.000 Euro zusätzlich, unter 45.000 Euro weitere 1.000 Euro.
Wo lauern die häufigsten Antragsfehler?

Drei Stolpersteine zeichnen sich nach den ersten Stunden ab. Erstens das Zertifikatsproblem: BundID akzeptiert nur aktivierte eIDs oder ELSTER-Zertifikate, eine bloße Steuer-Identifikationsnummer reicht nicht. Zweitens die Einkommens-Nachweise: Wer für 2024 noch keine Steuererklärung abgegeben hat, muss eine nachreichen, auch bei niedrigem Einkommen. Drittens die Familien-Anrechnung: Kinder werden nur berücksichtigt, solange Kindergeld bezogen wird.
Das Förderprogramm ist sozial gestaffelt, aber bürokratisch anspruchsvoller als die alte Umweltprämie. Wer den ELSTER-Zugang erst heute einrichtet, sitzt am Wochenende noch über der Aktivierung.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Die Auszahlung folgt erst nach erfolgreicher Prüfung durch das BAFA. Im Gegensatz zur alten Umweltprämie wird der Betrag nicht vom Kaufpreis abgezogen, sondern auf das Konto überwiesen. Händler haben das in den ersten Maitagen mit eigenen Sonderkonditionen unterlaufen, um Käufer trotz Wartezeit zu binden.
Was bleibt aus der alten Förderung wichtig?

Die Fraunhofer-Evaluation des alten Umweltbonus hat Mitnahmeeffekte zwischen 33 und 50 Prozent dokumentiert. Wie sich die neue, einkommensgestaffelte Variante darin verhält, zeigt sich erst im vierten Quartal. Der Marktrahmen hat sich geändert: Im April 2026 haben erstmals deutlich mehr E-Autos als Benziner Neuzulassungen erreicht.
Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung lohnt der Blick über die Förderung hinaus. Die Ladetarife 2026 entscheiden über die Betriebskosten, die Wärmepumpen-Ausstattung über die Wintertauglichkeit. Wer einen Pillar-Artikel zur E-Auto-Prämie 2026 sucht, findet dort die ausführliche Darstellung der Förderbedingungen samt Beispielrechnungen.
Die Antragsfrist endet ein Jahr nach Zulassung. Wer im Januar zugelassen hat, sollte vor dem nächsten Jahreswechsel den Antrag eingereicht haben. Drei Milliarden Euro stehen bis 2029 zur Verfügung, was für rund 800.000 Fahrzeuge reicht.
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