BMW M Concept Neue Klasse: So gut wird der elektrische M3

Markus Seyfferth
Autor Dr. Web
3 Min. Lesezeit
BMW M Concept Neue Klasse.

BMW zeigt mit dem M Concept Neue Klasse die bisher konkreteste Vorschau auf den ersten vollelektrischen M3. Die eigentliche Neuerung steckt nicht im breiteren Blech, sondern in einem einzigen Rechner, der das mechanische Differenzial ersetzt.

drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen

Der elektrische BMW M3 hat endlich ein Gesicht: In Le Mans enthüllte BMW das M Concept Neue Klasse, einen seriennahen Ausblick auf das Modell, das 2027 kommt. Spannender als die ausgestellten Radhäuser ist die Frage, was einen M noch ausmacht, wenn der Verbrenner wegfällt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das M Concept Neue Klasse ist die seriennächste Vorschau auf den elektrischen M3, Marktstart 2027.
  • Vier Einzelmotoren ersetzen das mechanische Differenzial, gesteuert vom zentralen Rechner „Heart of Joy“.
  • Die sechste eDrive-Generation nutzt zylindrische Rundzellen, 800-Volt-Technik und über 100 kWh Kapazität.
  • BYDs Vormarsch in Europa setzt die deutsche Premiummarke spürbar unter Zugzwang.

Warum das eigentliche Update unter dem Blech sitzt

BMW M Concept Neue Klasse.
Beim elektrischen M3 ersetzen vier separat geregelte Elektromotoren und der Rechner „Heart of Joy“ die bisherige mechanische Hardware. Foto von BMW.

Bislang machten Hardware-Teile einen M aus, etwa ein mechanisches Sperrdifferenzial, eng abgestimmte Achsen und für jede Funktion ein eigenes Steuergerät. Beim elektrischen M3 fällt all das weg.

An seine Stelle tritt Software. Vier separat geregelte Elektromotoren verteilen das Drehmoment individuell, und ein einziger Hochleistungsrechner namens Heart of Joy bündelt Antrieb, Bremse, Rekuperation und Energiemanagement. BMW gibt an, dass dieses zentrale Hirn Fahrbefehle in unter einer Millisekunde verarbeitet, rund zehnmal schneller als heutige Steuergeräte.

Erst weil ein Rechner alles zusammenführt, funktionieren echtes Torque Vectoring ohne mechanische Sperre und eine Rekuperation, die bis an die Haftgrenze regelt. Wie stark die Rekuperation die Reichweite stützt, zeigt sich schon in heutigen E-Autos. Im M-Konzept wird sie zum Werkzeug für die Fahrdynamik.

Rundzellen und 800 Volt: Was die sechste Generation bringt

Zylindrische Metallzelle vor weißem Hintergrund mit 800 V Schild und Mini-Helm
Die sechste eDrive-Generation setzt auf zylindrische Rundzellen mit 800-Volt-Technik.

Das einzige harte Datum, das BMW nennt, betrifft den Akku. Der M3 nutzt eine M-spezifische Variante der sechsten eDrive-Generation mit über 100 kWh.

Der eigentliche Sprung liegt im Zellformat. BMW wechselt von prismatischen Zellen auf zylindrische Rundzellen mit rund 20 % höherer Energiedichte, kombiniert mit 800-Volt-Technik und etwa 30 % schnellerem Laden. Die Serienlimousine i3 schafft damit bis zu 900 km nach WLTP.

Damit folgt BMW dem Muster, das Tesla, Rivian und Lucid vormachen: Ein zentraler Rechner steuert alles, Updates kommen über die Luftschnittstelle, und er regelt jedes Rad einzeln. Der Wettbewerbsdruck ist hoch, denn BYD jagt Tesla in Europa und drängt zunehmend ins Premiumsegment.

Was bedeutet das für Käufer im DACH-Raum?

E-Auto-Ladekabel mit Anhänger und Krug auf weißem Hintergrund
Schnelleres Laden dank 800 Volt zählt für Käufer im DACH-Raum am meisten.

Die Neue Klasse läuft ab 2026 in München und im ungarischen Debrecen vom Band. Für deutsche Fuhrparks und Privatkäufer ist sie die deutsche Premium-Antwort auf die chinesische Konkurrenz.

Praktisch zählt vor allem die 800-Volt-Technik: kürzere Ladestopps und niedrigere Standzeiten an der Säule. Das wirkt direkt auf die Kosten, wenn Sie Ladetarife klug vergleichen. Den M3 selbst gibt es allerdings erst 2027, zuerst rollt die reguläre i3-Limousine an.

Behalten Sie zwei Dinge im Blick: den Marktstart der i3-Limousine als Technikträger und die Frage, wie BMW den hohen Wiederverkaufswert eines M unter Strom hält. Auf beides gibt ein Konzeptauto in Le Mans noch keine Antwort.

Mehr Newshunger?

Silberne Schaltwippe mit Carbon, M-Streifen und „M-POWER-HUNGER?“ Gravur vor weißem Hintergrund
BYD überholt Tesla beim globalen Export. In Europa führt BYD die E-Auto-Verkäufe Q1 2026 an, Mercedes-Benz dominiert den Elektro-Lkw-Markt
4,3 10 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Markus Seyfferth
Autor
ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Web. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Dr. Web Magazins und bringt seine Expertise in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, WordPress, SEO sowie Online Marketing ein. Zudem verfasst er regelmäßig Fachartikel, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen und anderen im Online Marketing weiterzuhelfen.
801 Artikel veröffentlicht
Alle Artikel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Newsletter

Mehr solcher Artikel?
Jetzt kostenlos abonnieren.

Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Einmal pro Woche, kein täglicher Spam
Jederzeit mit einem Klick abmeldbar
DSGVO-konform via Brevo