Welche E-Autos verkaufen sich europaweit am besten in Q1 2026?

Markus Seyfferth
Autor Dr. Web
Aktualisiert:
14 Min. Lesezeit
Welches E-Auto verkauft sich in Europa am besten in Q1 2026?

Die meistverkauften E-Autos in Europa stehen seit dem 23. April 2026 fest. Das Q1-Ranking überrascht gleich an mehreren Stellen. Deutschland kauft so viele Stromer wie nie, Tesla erlebt eine Auferstehung und ein erst ein Jahr altes Modell mischt die Top 5 auf.

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Das Wichtigste in Kürze

  • 723.704 BEV-Neuzulassungen in EU plus EFTA plus UK im Q1 2026, ein Plus von 26,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr
  • Tesla Model Y mit 51.673 Einheiten auf Platz 1, fast doppelt so viel Abstand zum zweitplatzierten Skoda Elroq
  • VW-Konzern stellt sieben der 14 meistverkauften reinen BEV-Modelle Europas
  • Italien wächst um 65,7 Prozent gegenüber Q1 2025, Niederlande verlieren 23,3 Prozent

Wie verlässlich sind die Q1-Zahlen wirklich?

Siegertreppchen mit drei Elektroautomodellen, beschriftet für Q1 2026 Europa BEV
Die ACEA veröffentlicht quartalsweise offizielle BEV-Zulassungszahlen für EU-27, EFTA und Großbritannien basierend auf Daten nationaler Verbände und S&P Global Mobility

Quartalsdaten zum europäischen BEV-Markt kommen aus drei Hauptquellen. Der europäische Autoherstellerverband ACEA veröffentlicht die offiziellen Zulassungszahlen aller EU-27-Staaten plus EFTA (Island, Norwegen, Schweiz) und Großbritannien quartalsweise. Die Zahlen basieren auf nationalen Verbänden und S&P Global Mobility. Die Q1-2026-Pressemitteilung erschien am 23. April 2026.

Die zweite Quelle ist das Marktforschungsunternehmen JATO Dynamics, das Daten auf Modellebene aggregiert. CleanTechnica und José Pontes bereiten die JATO-Daten monatlich auf und veröffentlichen die Ergebnisse. Drittens liefert der ICCT European Car Market Monitor ergänzende Marktanteilsanalysen.

Für die meistverkauften E-Autos in Europa im Q1 2026 fügen sich die drei Quellen sauber zusammen. Die Ländertabelle in diesem Artikel stützt sich auf ACEA-Originaldaten. Das Modell-Ranking basiert auf JATO/CleanTechnica und wurde gegen Konzern-Pressemitteilungen von Tesla, Skoda und der Renault Group gegengeprüft. Identifizierte Datenvarianzen lagen jeweils unter fünf Prozent und erklären sich durch unterschiedliche Stichtage oder Wholesale- versus Retail-Erfassung.

Ein Hinweis vorab: Das JATO-Ranking enthält drei Modelleinträge, die BEV und PHEV zu einer Modellfamilie zusammenfassen (BMW iX1/X1, BYD Seal U, BMW i5/5er). Für das reine BEV-Ranking weiter unten haben wir diese gemischten Einträge und die drei reinen PHEV-Modelle aus der Top-20-Liste herausgefiltert. Übrig bleiben 14 eindeutig batterieelektrische Modelle.

Welche Länder treiben Europas BEV-Markt?

Zwölf europäische Flaggen auf Holzständern mit Länderkürzeln. Unten steht „+65,7 %“
Deutschland, Frankreich und Italien verzeichnen Wachstum bei E-Auto-Verkäufen, während Niederlande und Belgien stagnieren.

Die Ländertabelle der meistverkauften E-Autos in Europa Q1 2026 zeigt drei verschiedene Geschichten: eine Wachstumsstory in Deutschland, Frankreich und Italien, eine Stagnation in den Niederlanden und Belgien, sowie einen statistischen Sonderfall in Norwegen.

RangLandBEV Q1 2026BEV Q1 2025∆ YoYBEV-Marktanteil
1Deutschland159.630112.968+41,3 %22,8 %
2UK137.614120.191+14,5 %22,4 %
3Frankreich112.08374.519+50,4 %27,9 %
4Belgien39.46940.402−2,3 %34,7 %
5Italien38.08422.983+65,7 %7,9 %
6Dänemark34.97024.523+42,6 %80,0 %
7Spanien27.22619.225+41,6 %9,1 %
8Norwegen26.61728.623−7,0 %97,9 %
9Schweden25.23520.918+20,6 %40,7 %
10Niederlande24.86932.413−23,3 %30,5 %
11Österreich17.34714.177+22,4 %22,5 %
12Portugal15.13612.175+24,3 %23,6 %
 EU-27546.937412.936+32,5 %19,4 %
 EU + EFTA + UK723.704573.439+26,2 %20,6 %

Quelle: ACEA Q1 2026 Pressemitteilung, Stand 23. April 2026. Marktanteil-Spalte aus BEV-Zulassungen geteilt durch Gesamt-Pkw-Zulassungen pro Land berechnet.

Deutschland ist das BEV-Wachstumsherz Europas. Mit 159.630 neu zugelassenen Stromern in Q1 2026, einem Plus von 41,3 Prozent gegenüber Q1 2025, dominiert das Land den europäischen BEV-Markt absolut. Der Marktanteil von 22,8 Prozent ist der höchste Wert für ein erstes Quartal in der KBA-Statistik. Auslöser ist die ab März 2026 angekündigte E-Auto-Prämie, die bis zu 6.000 Euro für reine BEV verspricht. Allein im März stiegen die deutschen BEV-Zulassungen um 66,2 Prozent.

Frankreich folgt mit 112.083 BEV-Neuzulassungen (+50,4 Prozent). Bemerkenswert: Frankreich erreicht einen BEV-Marktanteil von 27,9 Prozent, höher als Deutschland. Die französische Renault Group meldet für Q1 2026 ein BEV-Wachstum von über 40 Prozent, getrieben vom Renault 5 E-Tech, der in mehreren europäischen Märkten Marktführer ist.

Italien liefert das stärkste prozentuale Wachstum: plus 65,7 Prozent auf 38.084 BEV-Zulassungen. Die absoluten Zahlen bleiben aber mit 7,9 Prozent Marktanteil noch immer auf einem niedrigen Niveau. Süditalienische Stadtwagen-Käufer entdecken den Leapmotor T03, der in Italien zeitweise auf Platz drei der monatlichen BEV-Charts vorrückte.

Norwegen ist der statistische Sonderfall. Auf den ersten Blick fällt der norwegische BEV-Markt um sieben Prozent. Eine vorgezogene Nachfrage im Dezember 2025 erklärt den Rückgang vollständig. Viele Norweger zogen Neuwagenkäufe vor, um drohenden Steueränderungen zu entgehen. Der BEV-Marktanteil liegt weiterhin bei 97,9 Prozent.

Die Niederlande verlieren 23,3 Prozent. Das Land hatte eine besonders günstige Förderkulisse für Geschäftswagen, die zum Jahreswechsel ausgelaufen ist. Belgien stagniert mit minus 2,3 Prozent aus ähnlichen Gründen.

Den europäischen Gesamtmarkt zieht das Wachstum in den großen Märkten klar nach oben: 723.704 BEV-Neuzulassungen in EU plus EFTA plus UK ergeben einen europäischen BEV-Marktanteil von 20,6 Prozent. Der ICCT bestätigt diese Größenordnung mit gerundeten 20 Prozent.

Welche Modelle führen das Ranking an?

Ein schwarzes Elektroauto-Modell steht neben einer Goldtrophäe auf einem beschrifteten Glaspodest
Teslas Model Y führt Q1-Ranking mit 51.673 Verkäufen an. Model 3 rangiert überraschend auf Platz drei

Bei den meistverkauften E-Autos in Europa führt Tesla das Q1-Ranking mit deutlichem Abstand an. Das Model Y kommt auf 51.673 Einheiten, fast doppelt so viel wie der Zweitplatzierte. Der zehn Jahre alte Model 3 schiebt sich auf Platz drei und überholt damit Modelle, die einen Bruchteil seines Alters haben.

Wirklich überraschend ist Platz 2: Der Skoda Elroq, erst Anfang 2025 auf den Markt gekommen, erreicht 28.321 Einheiten im Q1. Skoda Auto Deutschland bestätigt für das Modell den ersten Platz im deutschen Q1-BEV-Ranking und die zweite Position europaweit. Der Elroq wurde im November 2025 zum German Car of the Year 2026 gewählt.

RangModellQ1 2026 EinheitenHerkunftSegment
1Tesla Model Y51.673USAMittelklasse-SUV
2Škoda Elroq28.321TschechienKompakt-SUV
3Tesla Model 326.488USAMittelklasse-Limousine
4Renault 5 (inkl. Alpine A290)24.369FrankreichKleinwagen
5Škoda Enyaq21.152TschechienMittelklasse-SUV
6VW ID.418.987DeutschlandMittelklasse-SUV
7VW ID.317.665DeutschlandKompakt-Hatchback
8VW ID.715.833DeutschlandObere Mittelklasse
9Leapmotor T0314.471ChinaKleinstwagen
10Mercedes CLA EV14.424DeutschlandObere Mittelklasse
11Audi Q4 e-tron13.756DeutschlandKompakt-SUV
12Kia EV312.907SüdkoreaKompakt-SUV
13Citroën ë-C312.798FrankreichKleinwagen
14Audi Q6 e-tron12.612DeutschlandMittelklasse-SUV
 Summe Top 14285.456  

Quelle: CleanTechnica/JATO Dynamics, 30. April 2026. Reine BEV gefiltert aus der ursprünglichen Top-20-PEV-Liste. Cross-Check mit Konzern-Pressemitteilungen Tesla, Skoda und Renault.

Tesla profitiert von einem März-Effekt. Die Standardversion des Model Y wurde im Q1 zu 39.990 Euro angeboten, der Iran-Krieg trieb die Spritpreise nach oben und Tesla hatte als einer der wenigen Hersteller sofort lieferbare Bestände. Resultat: Plus 116 Prozent gegenüber März 2025 für das Model Y, plus 50 Prozent für das Model 3. Über das gesamte Quartal verzeichnet Tesla Europe ein Plus von 44,9 Prozent.

Skoda hat in einem Jahr geschafft, wofür Tesla fünf gebraucht hat. Der Elroq führt das BEV-Ranking in fünf europäischen Märkten an, obwohl die ersten Auslieferungen erst Anfang 2025 begannen.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Die tschechische Marke ist mit Elroq (Platz 2) und Enyaq (Platz 5) doppelt in der Top 10 vertreten, lieferte konzernweit 51.800 BEVs in Q1 (+91,9 Prozent) und ist nach VW die zweitstärkste europäische Pkw-Marke. Der Elroq führt das BEV-Ranking nicht nur in Deutschland an, sondern auch in Tschechien, Dänemark, den Niederlanden und der Slowakei.

Renault stellt mit der Kombination aus Renault 5 und der Variante Alpine A290 das viertbestverkaufte Modell Europas (24.369 Einheiten). Renault bezeichnet den 5 als „Nummer 1 BEV in den meisten europäischen Märkten“. Die Aussage bezieht sich auf Marktführerschaft in einzelnen Ländern, nicht auf den europäischen Gesamtrang.

Volkswagen liefert mit ID.3 (Platz 7), ID.4 (Platz 6) und ID.7 (Platz 8) gleich drei Modelle in die obere Hälfte des Rankings. Die Modelle profitieren von dem Vorlauf, den VW mit der ID-Serie seit 2020 aufgebaut hat, sowie von angekündigten Nachfolgemodellen (ID. Polo, ID.2) ab Ende 2026.

China stellt einen einzigen Vertreter in den reinen BEV-Top-14: den Leapmotor T03 auf Platz 9. Der Kleinstwagen ist mit etwa 18.900 Euro Startpreis Europas günstigster fabrikneuer Stromer. Andere chinesische Hersteller wie BYD finden sich in der PEV-Top-20 wieder, allerdings hauptsächlich mit PHEV-Modellen. Der typische Wertverlust beim E-Auto trifft chinesische Marken bisher besonders hart, was die Marktakzeptanz auf der Gebrauchtwagen-Seite bremst.

Wer profitiert vom Boom: VW-Konzern oder die Chinesen?

Illustration von zwei E-Autos, die an einer Ladestation mit VW- und China-Anschlüssen laden
VW-Konzern dominiert EU-Elektromarkt: Sieben seiner Modelle (Skoda, VW, Audi) machen 16,5% aller BEV-Zulassungen aus

Die ehrliche Antwort lautet: Beide profitieren, aber asymmetrisch.

Der VW-Konzern dominiert die reinen BEV-Verkäufe. Sieben der 14 meistverkauften BEV-Modelle Europas tragen ein Konzern-Logo: Skoda Elroq, Skoda Enyaq, VW ID.4, VW ID.3, VW ID.7, Audi Q4 e-tron und Audi Q6 e-tron. Zusammen kommen diese sieben Modelle auf 119.560 Einheiten oder 16,5 Prozent aller BEV-Zulassungen in EU plus EFTA plus UK. In Deutschland ist die Dominanz noch klarer: Acht der zehn meistverkauften Stromer gehören zum VW-Konzern.

Tesla, in der medialen Wahrnehmung oft als Konzern-Konkurrent geführt, bleibt strukturell ein Zwei-Modell-Hersteller. Model Y und Model 3 zusammen erreichen 78.161 Einheiten in Q1, mehr als die sieben VW-Konzern-BEVs der Top 14, aber konzentriert auf zwei Plattformen. Tesla-Käufer kommen vor allem aus dem privaten Segment, was die KBA-Statistik für Deutschland zeigt: 86 Prozent der Model-Y-Zulassungen im März gingen an Privatkunden, beim VW ID.4 waren 12 Prozent.

Die chinesischen Hersteller zeigen ein gemischtes Bild. Bei reinen BEV bleibt der Abstand zu den europäischen Wettbewerbern groß: Nur der Leapmotor T03 erreicht eine Top-14-Position. Wachstumsraten sind allerdings massiv. BYD legt im europäischen Gesamtmarkt um 155,5 Prozent zu, ist aber stark auf PHEV-Modelle wie den Seal U fokussiert. Schmidt Automotive Research beobachtet, dass die chinesischen Hersteller seit der EU-Antisubventions-Verordnung von November 2024 verstärkt auf PHEV setzen, weil diese nicht von den Strafzöllen für reine BEV betroffen sind.

Falls Sie sich fragen, warum ein chinesischer Hersteller bei 18.900 Euro Startpreis nicht weiter vorn steht: Der Markt entscheidet anders als reine Preislogik vorhersagt. Marken-Vertrauen, Restwert-Erwartung und Werkstattnetz schlagen Preisvorteile.

Was bedeutet das für Käufer und Branche?

Autoschlüssel mit eingraviertem Text über E-Auto-Verkäufe Q1 2026, am Ring hängt kleiner Ladeadapter mit Krone
Der europäische BEV-Markt ist stark fragmentiert: Die Top 14 Modelle machen nur 39,4 Prozent aller Zulassungen aus, 60 Prozent verteilen sich auf rund 100 weitere Modelle

Drei Schlüsse zieht der Markt der meistverkauften E-Autos in Europa aus dem Q1-2026-Ranking.

  • Der europäische BEV-Markt ist fragmentierter, als der Spitzenrang suggeriert. Die Top 14 reine BEV decken zusammen 285.456 Einheiten ab. Das entspricht 39,4 Prozent aller 723.704 BEV-Zulassungen in EU plus EFTA plus UK. Sechzig Prozent des Marktes verteilen sich auf rund 100 weitere Modelle. Käufer haben Auswahl wie nie zuvor, was die aktuellen Ladetarife für E-Autos zu einem entscheidenden Kostenfaktor neben dem Listenpreis macht.
  • Die E-Auto-Förderung wirkt schnell und massiv. Deutschland erlebt im März 2026 ein BEV-Wachstum von 66,2 Prozent, getrieben von der Ankündigung der neuen BAFA-Prämie. Italien wächst um 65,7 Prozent, weil neue Steuervorteile gezielt elektrisch fördern. Norwegen zeigt umgekehrt, wie schnell Steueränderungen die Nachfrage verschieben können. Die vorgezogenen Käufe im Dezember 2025 hinterlassen ein Q1-Minus, obwohl der Markt strukturell weiter elektrifiziert.
  • Markenführerschaft ist nicht gleich Modellführerschaft. Skoda erreicht europaweit den zweiten Platz mit einem einzigen Modell, das erst ein Jahr alt ist. VW kommt mit drei Modellen knapp dahinter. Tesla führt mit einem Modell, das seit 2020 auf dem Markt ist. Renault setzt einen Bestseller im Kleinwagensegment. Vier verschiedene Strategien, vier verschiedene Erfolgsformen.

Für Käufer heißt das: Die Auswahl an glaubwürdig nachgefragten BEV-Modellen ist 2026 größer als jemals zuvor. Käufer sollten über das Modell hinaus auf die Marktanteils-Stabilität der Marke schauen. Ein Modell mit 14.000 Q1-Einheiten ist keine Nische mehr.

Den europäischen BEV-Markt strategisch zu verstehen heißt: nicht nur auf Modell-Spitzenränge zu schauen, sondern auch auf Konzern-Marktanteile. Volkswagen und Skoda dominieren das Mengen-Geschäft. Tesla setzt zwei dominante Modelle. China sucht den Markteintritt über die PHEV-Brücke.

Glossar: 13 wichtige Fachbegriffe zum europäischen BEV-Markt

Ein aufgeschlagenes Pop-up-Buch mit einem Elektroauto und einem Glossar zu E-Mobilität
ACEA ist der europäische Pkw-Herstellerverband mit Sitz in Brüssel und veröffentlicht quartalsweise die Zulassungszahlen aller EU-Staaten

ACEA

ACEA (European Automobile Manufacturers‘ Association) ist der europäische Verband der Pkw-Hersteller mit Sitz in Brüssel. Der Verband veröffentlicht quartalsweise die offiziellen Zulassungszahlen aller EU-Staaten plus EFTA und UK. Im Artikel ist die Q1-2026-Pressemitteilung vom 23. April 2026 die Datengrundlage für die Ländertabelle.

BAFA

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ist die deutsche Behörde, die die seit Mai 2026 wieder verfügbare E-Auto-Prämie verwaltet. Bis zu 6.000 Euro Förderung sind für rein batterieelektrische Pkw vorgesehen, mit Einkommensgrenze und Mindesthaltedauer von 36 Monaten.

BEV

BEV (Battery Electric Vehicle) bezeichnet rein batterieelektrische Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor. Im Q1 2026 erreichten BEVs in EU plus EFTA plus UK einen Marktanteil von 20,6 Prozent der gesamten Pkw-Neuzulassungen.

CleanTechnica

CleanTechnica ist ein US-amerikanisches Online-Magazin mit Fokus auf saubere Energie und E-Mobilität. Der Analyst José Pontes veröffentlicht dort monatlich aufbereitete JATO-Daten zum europäischen Plug-in-Markt. Die Q1-2026-Modelltabelle in diesem Artikel basiert auf seinem Beitrag vom 30. April 2026.

EFTA

EFTA (European Free Trade Association) umfasst Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Im europäischen Pkw-Markt zählen davon Island, Norwegen und die Schweiz mit relevanten Zulassungszahlen. Norwegen erreicht 2026 einen BEV-Marktanteil von 97,9 Prozent.

HEV

HEV (Hybrid Electric Vehicle) bezeichnet vollelektrifizierte Hybridfahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit. HEV-Modelle waren im Q1 2026 mit 38,6 Prozent Marktanteil die am weitesten verbreitete Antriebsart in der EU.

ICCT

Der ICCT (International Council on Clean Transportation) ist eine unabhängige Nonprofit-Forschungsorganisation, die monatliche European Car Market Monitor-Berichte veröffentlicht. Der ICCT bestätigt die ACEA-Zahlen und liefert vertiefende Marktanteilsanalysen.

JATO Dynamics

JATO Dynamics ist ein britisches Marktforschungsunternehmen, das Pkw-Verkaufsdaten weltweit aggregiert. JATO ist die zentrale Datenquelle für das Modellranking auf europäischer Ebene, da ACEA selbst keine modellgenauen BEV-Zahlen veröffentlicht.

KBA

Das KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) in Flensburg ist die deutsche Bundesoberbehörde für Pkw-Zulassungen. Die KBA-Statistik zeigt für Q1 2026 159.630 BEV-Neuzulassungen in Deutschland, ein Plus von 41,3 Prozent gegenüber Q1 2025.

MHEV

MHEV (Mild Hybrid Electric Vehicle) bezeichnet Mikrohybride mit einem 48-Volt-Bordnetz, die den Verbrenner unterstützen aber nicht ersetzen. ACEA zählt MHEV unter „Hybrid Electric“ zusammen mit Voll-Hybriden.

Neuzulassung

Eine Neuzulassung ist die erstmalige amtliche Anmeldung eines fabrikneuen Pkw bei der zuständigen Zulassungsbehörde. Wesentlicher Unterschied zur Auslieferung: Tageszulassungen und Eigenzulassungen durch Händler werden in der Statistik mitgezählt.

PEV

PEV (Plug-in Electric Vehicle) ist ein Oberbegriff für Fahrzeuge mit externer Lademöglichkeit. Die PEV-Kategorie umfasst sowohl reine BEV als auch Plug-in-Hybride (PHEV). Das CleanTechnica-Top-20-Ranking in diesem Artikel ist ursprünglich eine PEV-Liste.

PHEV

PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) bezeichnet Plug-in-Hybride mit Verbrennungsmotor und extern aufladbarem Akku. PHEV-Modelle erreichten im Q1 2026 in der EU einen Marktanteil von 9,5 Prozent, wachsend gegenüber 7,6 Prozent im Q1 2025.

FAQ: Welches E-Auto verkauft sich in Europa am besten in Q1 2026?

Weißes E-Ladekabel, grüner Pokal, EU-Logo, Text „Q1 2026“, weißer Hintergrund
Tesla Model Y führt europäische E-Auto-Verkäufe Q1 2026 mit 51.673 Neuzulassungen an und übertrifft Skoda Elroq deutlich

Welches war das meistverkaufte E-Auto in Europa Q1 2026?

Das Tesla Model Y war mit 51.673 Neuzulassungen in EU plus EFTA plus UK das meistverkaufte E-Auto in Europa im Q1 2026. Tesla konnte damit fast doppelt so viele Einheiten verkaufen wie der zweitplatzierte Skoda Elroq.

Wie viele BEV wurden in Europa Q1 2026 insgesamt neu zugelassen?

Laut ACEA wurden in Q1 2026 insgesamt 723.704 reine batterieelektrische Pkw in EU plus EFTA plus UK neu zugelassen. Das ist ein Plus von 26,2 Prozent gegenüber Q1 2025.

Warum verkauft Italien noch wenige E-Autos trotz starkem Wachstum?

Italien wuchs Q1 2026 mit plus 65,7 Prozent zwar am stärksten unter den großen Märkten, der absolute BEV-Marktanteil liegt aber nur bei 7,9 Prozent. Die Nachfrage steht erst am Anfang einer Aufholjagd, getrieben durch neue Steuervorteile und günstige Modelle wie den Leapmotor T03.

Welche deutschen E-Auto-Modelle stehen in den europäischen Top 10?

VW ID.4 (Platz 6), VW ID.3 (Platz 7) und VW ID.7 (Platz 8) sowie Mercedes CLA EV (Platz 10) gehören zu den meistverkauften E-Autos in Europa Q1 2026. Zusätzlich stellt der VW-Konzern mit Skoda Elroq und Enyaq sowie Audi Q4 e-tron drei weitere Modelle in den Top 14.

Wie hat sich Tesla im Q1 2026 in Europa entwickelt?

Tesla legte in Q1 2026 in Europa um 44,9 Prozent zu auf 78.336 Neuzulassungen, getrieben durch eine starke März-Performance (Model Y plus 116 Prozent gegenüber März 2025). Auslöser waren die günstigere Standardversion des Model Y zu 39.990 Euro, ein Iran-Kriegs-bedingter Spritpreis-Anstieg und sofort verfügbare Bestände.

Welche Rolle spielen chinesische Hersteller im europäischen BEV-Markt?

Bei reinen BEV ist nur der Leapmotor T03 in den Top 14 vertreten. Chinesische Hersteller wie BYD wachsen aber stark im Gesamtmarkt (BYD plus 155,5 Prozent) und konzentrieren sich seit der EU-Antisubventions-Verordnung von November 2024 verstärkt auf PHEV-Modelle, die nicht von den BEV-Strafzöllen betroffen sind.

Quellen

Ein zusammengerolltes weißes Kabel mit Stecker, an dem ein Zettel mit Europa-Karte und „Q1 2026“ klemmt
Elektroauto-Verkäufe in Europa im Q1 2026 erreichen Rekordwerte nach Daten von ACEA und Best Selling Cars Statistics
  • ACEA | New car registrations Q1 2026 | https://www.acea.auto/files/Press_release_car_registrations_March_2026.pdf | besucht am 24.05.2026
  • Best Selling Cars Statistics | 2026 (Q1) Europe Battery-Electric Car Sales by European Country | https://www.best-selling-cars.com/europe/2026-q1-europe-battery-electric-car-sales-by-european-country/ | besucht am 24.05.2026
  • CleanTechnica / José Pontes | Record Month for EV Sales in Europe | https://cleantechnica.com/2026/04/30/record-month-for-ev-sales-in-europe/ | besucht am 24.05.2026
  • Tesla, Inc. | Q1 2026 Update | https://assets-ir.tesla.com/tesla-contents/IR/TSLA-Q1-2026-Update.pdf | besucht am 24.05.2026
  • Škoda Auto | Q1 2026 Press Release | https://www.skoda-storyboard.com/en/press-releases/skoda-auto-ranks-as-europes-second-best-selling-car-brand-after-a-strong-first-quarter/ | besucht am 24.05.2026
  • Renault Group | Q1 2026 Revenue Press Release | https://media.renaultgroup.com/2026-q1-strong-growth-momentum-with-revenue-reaching-eur125-billion-up-7-3-percent/ | besucht am 24.05.2026
  • ICCT | European Car Market Monitor March 2026 | https://theicct.org/publication/european-car-market-monitor-mar-2026/ | besucht am 24.05.2026 (per web_fetch 403-gesperrt, Verifikation nur über Suchmaschinen-Snippet, manuelle Browser-Gegenprüfung empfohlen)
  • autocolumn.com (auf KBA-Daten basierend) | KBA Zulassungszahlen März 2026 | https://www.autocolumn.com/e-auto-nachrichten/kba-zulassungszahlen-maerz-2026-tesla-skoda-elroq-vw-id3-elektroauto-ranking/ | besucht am 24.05.2026
  • Schmidt Automotive Research | Q1 2026 Europe EV Market Commentary | https://www.schmidtmatthias.de/ | besucht am 24.05.2026

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Markus Seyfferth
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ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Web. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Dr. Web Magazins und bringt seine Expertise in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, WordPress, SEO sowie Online Marketing ein. Zudem verfasst er regelmäßig Fachartikel, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen und anderen im Online Marketing weiterzuhelfen.
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