Jedes vierte neu zugelassene Auto in Deutschland fuhr im Mai 2026 rein elektrisch. Der Marktanteil reiner Elektroautos erreichte laut Kraftfahrt-Bundesamt exakt 25,0 Prozent, ein Zuwachs von fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Marke fällt in eine Zeit, in der Verbrenner deutlich an Boden verlieren.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenIm Mai 2026 kamen 59.969 reine Elektroautos neu auf die Straße, bei insgesamt 239.448 zugelassenen Pkw. Der Gesamtmarkt stagnierte nahezu, doch die Verschiebung zwischen den Antriebsarten ist deutlich. Getragen wurde der Zuwachs vor allem von privaten Käufern, deren Zulassungen um 8,4 Prozent zulegten.
Das Wichtigste in Kürze
- Reine Elektroautos erreichten im Mai einen Marktanteil von 25,0 Prozent, plus 39,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Benziner und Diesel verloren kräftig: minus 23,7 Prozent bei reinen Benzinern, minus 13,0 Prozent beim Diesel.
- Beliebtester Stromer war der Skoda Elroq, Marktführer unter den Herstellern blieb Volkswagen.
Was treibt den Elektro-Zuwachs an?

Die neue Prämie wirkt als Motor. Seit Mai 2026 fördert der Staat den Kauf reiner Elektroautos wieder mit bis zu 6.000 Euro, abgewickelt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Aussicht auf den Zuschuss zog Privatkäufer in die Autohäuser, was den Sprung bei den Zulassungen erklärt. Alle Details dazu sammelt unser Überblick zur E-Auto-Prämie 2026.
Verbrenner schrumpfen im gleichen Tempo. Reine Benziner ohne Mildhybrid sackten um fast ein Viertel ab, der Diesel verlor zweistellig. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen sank dadurch um 10,8 Prozent auf 97,2 Gramm pro Kilometer. Hybride bleiben mit knapp 40 Prozent Anteil zwar die größte Gruppe, doch ihr Vorsprung schmilzt.
Eine 25-Prozent-Marke klingt nach Durchbruch, hängt aber spürbar am Fördertropf. Die ehrliche Frage lautet, wie der Markt sich verhält, wenn die Prämie ausläuft.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was heißt das für Fuhrparks und Käufer?

Günstiges Timing ergibt sich für Umsteiger. Wer ohnehin einen Fahrzeugwechsel plant, profitiert aktuell von Förderung und einem breiten Modellangebot. Vor der Entscheidung lohnt der Blick auf die laufenden Kosten, etwa über unseren Vergleich der Ladetarife für E-Autos, denn der Strompreis unterwegs entscheidet stark über die Gesamtbilanz.
Für Unternehmen mit Fuhrpark zählt jetzt die Planung der Ladeinfrastruktur, bevor die Flotte umgestellt wird. Prüfen Sie, wie viele Fahrzeuge wirklich elektrisch betrieben werden können, und kalkulieren Sie Reichweite und Ladezeiten realistisch. Die vollständige Statistik veröffentlicht das Kraftfahrt-Bundesamt monatlich.
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