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Webdesign

Die ultimative Webite-Checkliste

Die Entwicklung von Websites kann ein langwieriger und mühsamer Prozess sein. Besonders, wenn du einen Klienten erwischt, der keine klare Vorstellung vom Projekt hat. Du könntest jetzt in die Versuchung geraten, die Website auf Biegen und Brechen online zu bringen. Das könnte dir jedoch ordentlich aufs Butterende schlagen.

Wenn du denkst, dass du die letzten Fehler im Live-Betrieb ausmerzen kannst, dann kann dich diese Einstellung durchaus in Schwierigkeiten bringen. Auch wenn dein Klient schwierig ist, so hat er ein Anrecht auf Qualität und sollte zu jeder Zeit in den Prozess eingebunden sein. Beide Parteien sollten sich ihrer Verpflichtungen im Erstellungsprozess bewusst sein.

Dir als Webentwickler muss klar sein, dass deine Reputation unter Umständen unter einer Harakiri-Aktion durchaus leiden kann. Unfertige Websites online zu stellen und dann nachzuarbeiten, ist nicht eben ein Qualitätsbeweis. Das wird sich höchstwahrscheinlich herumsprechen, was wiederum nicht gut für dich und deinen Ruf als Fachmann sein kann.

Achte auf den richtigen Webhoster

Die Wahl des richtigen Webhosters ist zumindest in Teilen entscheidend für den Erfolg einer WordPress-Website. Denn der richtige Provider kostet keine Unsummen und kann mit gutem Support entlasten. Hier gilt es zu entscheiden, welche Anforderungen du an dein Webhosting stellst. Wenn du sehr viel Besucherverkehr auf der Website erwartest, dann empfiehlt sich ein Managed-WordPress-Hosting auf einem eigenen vServer.

Du musst dich dann um nichts selbst kümmern, was mit dem Server zu tun hat und kannst dich vollkommen auf dein Geschäft konzentrieren. Managed Hosting empfiehlt sich auf jeden Fall, aber nicht nur für Webshops. Als Privatperson mit einem Wunsch nach einem Blog auf Basis von WordPress musst du nicht so viel Geld in die Hand nehmen. Ein relativ günstiges Hostingpaket ist dann völlig ausreichend.

Permalinks

Bevor Sie mit Ihrer Website online gehen, sollten Sie eine brauchbare Permalinkstruktur einrichten. Gute Permalinks sind “sprechend”, man erkennt anhand der URL bereits, worum es im Beitrag geht. Leider nutzt WordPress standardmäßig die sogenannten “Messy-Urls”.

Ein Beispiel: http://example.com/?p=N
Für Mensch und Suchmaschine stelle bitte eine andere, sprechende Variante ein.

Permalink-Einstellungen

Eine Backup-Lösung installieren

Eine Backup-Lösung ist das Wichtigste überhaupt. Wenn ich dir nur einen Tipp geben dürfte, es wäre dieser. Schnell kann mal etwas schief gehen oder deine Website wird gehackt. Mit einer guten Backup-Lösung kann die Website sofort wiederhergestellt werden. Backup-Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Die Bandbreite reicht von kostenlosen Plugins bis hin zu kostenpflichtigen Varianten wie VaultPress. Die Entscheidung liegt bei letztlich bei dir, also triff sie.

Wenn du eine private Website oder einen Blog besitzt, dann reicht sicherlich ein kostenloses Backup mittels Plugin. Ein gutes Plugin sichert hierbei die komplette Website inklusive der Datenbank. Gespeichert werden können die Backupdaten dann zum Beispiel in einer Cloud wie Dropbox, Amazon S3, oder Google Drive. Bei einer Website, die Geld verdienen soll, empfiehlt es sich, etwas Geld in die Hand zu nehmen und einen kostenpflichtigen Dienst zu wählen. Sehr zu empfehlen ist VaultPress. VaultPress ist mit nur 9 USD monatlich günstig und bietet eine Ein-Klick-Wiederherstellung an. Es werden täglich Backups erstellt.

BackWPup: Backuplösung mit kostenlosem WordPress-Plugin

Eine gute Lösung ist das Plugin BackWPup.
https://youtu.be/pECMkLE27QQ

Kostenpflichtige, professionelle Backup-Lösung VaultPress

VaultPress ist ein Backupdienst von Automattic, der Firma hinter WordPress. Es funktioniert reibungslos, ist leicht einzurichten und bietet eine Einklickrestore-Möglichkeit. VaultPress kostet dich ab 9 USD monatlich.

Den Administrator-Zugang absichern

Sehr wichtig ist die korrekte Absicherung des Administratorbereichs deiner WordPress-Website. Ein schlecht gesicherter Adminzugang dient einem potenziellen Hacker als Zugang. WordPress ist in der Welt der Content-Management-Systeme vergleichbar mit Windows. Daher ist WordPress nicht nur für Website-Besitzer interessant, sondern auch für Hacker. Ein schlecht gesicherter Adminzugang ist die erste Wahl für Hacker, um in deine Website einzudringen.

Es existieren vielerlei Lösungen zur korrekten Absicherung. Die gängigste ist eine gute Kombination aus einen Benutzernamen und einem sicheren Passwort. Das Passwort sollte mindestens zehn Zeichen haben und sich aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zusammensetzen. Als Benutzernamen sollte man auf keinen Fall »Admin« oder »Administrator« wählen. Diese Benutzernamen werden von den Hackern zuerst getestet.

Falsche Sicherheit: Administrator-ID ändern

Vielfach wird in Blogposts über WordPress-Sicherheit vorgeschlagen, die ID des Administrators von 1 auf zum Beispiel 2 abzuändern, um den Benutzernamen zu verschleiern. Diese Maßnahme verschafft leider überhaupt keine Sicherheit, weil der Benutzername bei jeder (!) WordPress-Webseite innerhalb von Sekunden herausgefunden werden kann. Probiere es gleich mal aus, indem du folgendes in die Adresszeile deines Browsers eingibst:

wordpress-blog-adresse.de/?author=1

Solltest du keinen Erfolg haben, ändere die Eins in eine Zwei um und so weiter. Der angezeigte Benutzername ist dann der Administrator.

Falsche Sicherheit: Limit Login Attempts

Immer wieder wird in Blog-Artikeln zum Thema WordPress-Sicherheit empfohlen, das Plugin Limit Login Attempts oder etwas ähnliches zu installieren. Das Plugin sorgt dann dafür, dass nur eine gewisse Anzahl von Loginversuchen von einer IP möglich sind. Doch leider bieten Plugins dieser Art absolut keine Sicherheit. Denn, wenn dein Adminzugang mittels Brute-Force-Attacke angegriffen wird, geschieht das nicht nur von einer IP aus. Die Hackscripte arbeiten mit einem ganzen Pool an IP-Adressen. Damit wird ein Plugin dieser Art völlig nutzlos.

ECHTE Sicherheit: Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Administratorbereich

Wenn man seine Seite wirksam absichern möchte, greift man als Nicht-Fachmann am besten zu einer 2-Faktor-Authentifizierung. Ein Einloggen in den Adminbereich ist dann nur in Kombination mit einem Smartphone möglich. Mir ist bisher kein geglückter Hackversuch trotz einer solchen Lösung bekannt.

Hier gibt es zwei empfehlenswerte, kostenlose Lösungen.
Google Authenticator WordPress Plugin
Das Plugin unterstützt viele Möglichkeiten zur zweifachen Authentifizierung, zum Beispiel SMS und QR Codes zum Abscannen. Die nötige App ist für Android und iOS erhältlich.


SecSign ID WordPress Plugin
Die SecSign-ID-Lösung ist sehr empfehlenswert, weil sie einfach zu implementieren ist und reibungslos und schnell funktioniert. Ich habe beste Erfahrungen damit gemacht und kann diese 2-Faktor-Lösung ans Herz legen. SecSign setzt ebenfalls eine Smartphone-App voraus, die für Android und iOS erhältlich ist. Zu SecSign haben wir bereits ausführlicher hier etwas geschrieben.

Alle Formulare auf der Website auf korrekte Funktion testen

Es gibt für die Nutzer einer Website kaum etwas schlimmeres als nicht funktionierende Formulare. Daher solltest du alle Formulare vor dem Launch deiner Website auf korrekte Funktion testen. Das umfasst zum Beispiel ein Kontaktformular, mit dem deine Leser dich erreichen können. Solltest du einen E-Mail-Newsletter anbieten, dann muss auch das Formular zum Einsammeln der E-Mail-Adressen deiner Nutzer auf Funktion geprüft werden.

Die Tests der Formulare sind recht einfach. Das Kontaktformular testest du, indem du dir selbst eine E-Mail über das Formular schickst. Wenn du einen Newsletter anbieten möchtest, dann füge deine eigene E-Mail-Adresse über das Formular hinzu. Das testet den Funktionsablauf des Einsammelns von E-Mail-Adressen. Im Anschluss sendest du einen Test-Newsletter. Damit kannst du herausfinden, ob er im richtigen Postfach landet oder von deinem E-Mail-Client in “Unerwünschte Werbung” einsortiert wird.

Eine E-Commerce-Website testen

Solltest du einen Online-Shop mit WordPress umgesetzt haben, dann ist es unerlässlich, alle Funktionen zu testen. Wichtig hierbei ist vor allem ein sorgfältiger Test des gesamten Bestellprozesses. Achte hierbei auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit, gute Übersichtlichkeit und vor allem auch darauf, ob alle gesetzlich geforderten Angaben und Links an der richtigen Stelle angezeigt werden und mit den richtigen Inhalten gefüllt sind.

Bedenke beim Test der Kauffunktionen eines: Je leichter es der Kunde hat, seine gewünschten Artikel kostenpflichtig zu bestellen, desto mehr Umsatz wirst du generieren.

Auch wichtige Details wie Call-to-Action Buttons sollten eingehend unter die Lupe genommen werden. Sind sie richtig platziert? Lenken keine anderen Inhalte von der sofortigen Sichtbarkeit des Buttons ab?

Medien checken: Bilder, Videos, Slider

Bilder sind extrem wichtig für eine Website. Daher solltest du alle Bilder darauf checken, ob sie korrekt angezeigt werden und natürlich auch darauf, ob sie für das Web optimiert sind. Zu große Bild- oder Bilddateiformate machen die Website unnötig langsam.

Solltest du Videos in die WordPress-Seite eingebunden haben, teste auch diese auf eine korrekt angezeigte Größe und auf Funktion. Slider sind ein wichtiges Stilelement, daher müssen auch diese optimal funktionieren.

Responsivität testen

Du hast ein responsives WordPress-Theme installiert? Herzlichen Glückwunsch, das macht die Besucher, die deine Website über ein Smartphone ansurfen, glücklich. Allerdings ist ein Theme nur im jungfräulichen Ausgangszustand responsiv. Hast du einiges am Layout der Website geändert oder neue Elemente eingefügt, dann solltest du dringend testen, ob die Website immer noch optimal auf einem Smartphone oder Tablet dargestellt wird.

Die beste Art, eine Website zu testen, ist natürlich direkt auf einem Smartphone und einem Tablet. Doch es existieren auch gute Online-Lösungen:

Responsive Test und Responsive Design Test

Performance Test

All you need is speed, denkt sich Google. Die Geschwindigkeit, mit der sich eine Website aufbaut, ist ein Rankingfaktor in der Google-Suche. Je schneller eine Website lädt, desto besser wird sie von Google (wenn die vielen anderen Faktoren stimmen) gerankt. Die Geschwindigkeit deiner neuen Website kannst du mit verschiedenen Online-Services testen. Als Beispiel nenne ich hier die bekannten Pingdom Tools und Google Page Speed Insights. Bei Dr. Web haben wir uns an dieser Stelle schon mal mit dem Thema beschäftigt. Noch mehr Informationen gibt es hier.

Sollte Ihre Website nicht auf Anhieb gute Leistungen erzielen können, installiere ein gutes Caching-Plugin. Durch das Zwischenspeichern der Seiten wird deine Webseite dann wesentlich schneller ausgeliefert. Manche Plugins erstellen auch gleich statische HTML-Seiten aus den WordPress-Artikeln. Da der PHP-Interpreter nicht mehr bei jedem Aufruf der Website angesprochen wird, wird die Seite rasant schnell. Empfehlenswert für Einsteiger sind die Plugins Cachify und WP Super Cache. Für fortgeschrittene Anwender eignet sich das Caching-Framework W3 Total Cache.

Eine Analyse-Software installieren

Ohne eine Software, die deine Besucher erfasst und dich umfassend über die wichtigen Eckdaten wie tägliche Besucheranzahl, die Anzahl der angesehenen Seiten und die beliebtesten Artikel informiert, kannst du deine Website nicht weiterentwickeln und voranbringen. Daher ist es wichtig zu wissen, wie deine Besucher mit der Website interagieren. Hier bieten sich mehrere Lösungen an.

Einmal gibt es das bekannte und beliebte Google Analytics, dass mit einer Erweiterung im JavaScript-Code durchaus den Datenschutzrichtlinien entsprechen kann. Als Alternative ist die Software Piwik zu empfehlen. Piwik muss allerdings auf dem eigenen Webspace installiert werden, erfüllt jedoch ohne Änderungen die Datenschutzrichtlinien. Zudem bleiben alle Daten in deiner Hand.

Eine gute SEO-Lösung installieren

Suchmaschinenoptimierung ist in der heutigen Zeit unerlässlich. Gut, dass man diesen Job einem WordPress-Plugin überlassen kann. Sehr bekannte und gute Lösungen gibt es entweder kostenfrei oder für einen geringen Betrag zu kaufen. Die bekannteste und am meisten verbreitete Lösung ist das kostenlose WordPress-Plugin Yoast SEO, vormals WordPress SEO by Yoast.

Sehr viele bekannte Websites nutzen dieses Plugin, weil es richtig gut und vor allem umfassend ist. Es kümmert sich nicht nur um die Titel und Beschreibungen der Artikel und der Seite an sich, sondern stellt unter anderem auch eine Sitemap, sowie eine »Brotkrümel-Navigation« bereit.

Eine deutsche Alternative ist das bekannte wpSEO, dass ursprünglich von Sergej Müller entwickelt wurde. Allerdings ist wpSEO nicht kostenlos, sondern muss kostenpflichtig erworben werden. Die Lizenzen gehen ab 19,99 Euro los. Der Funktionsumfang ist allerdings nicht mit Yoast SEO zu vergleichen. Yoast SEO stellt zum Beispiel auch eine Funktion zum Optimieren der Artikel für Suchmaschinen bereit, wpSEO hingegen nicht.

Hast du den vereinbarten Arbeitsumfang vollständig geleistet?

Dein Klient und du haben bei Projektbeginn (hoffentlich) einen genau definierten Arbeitsumfang schriftlich festgelegt. Während der Arbeiten an der Website kann sich dieser Umfang natürlich ergänzt haben, was jeweils schriftlich fixiert werden sollte.

Der Besitzer der Website hat mit dir also vereinbart, welche Elemente die Website haben soll. Wieviele Seiten, welche Inhalte, wer die Inhalte verfasst, ob die Website z.B. einen Slider haben soll, welche speziellen Funktionalitäten gewünscht werden und so weiter.

Gehe die Liste durch und prüfe eingehend, ob alle vereinbarten Funktionen und Elemente vorhanden sind und funktionieren. Ist die Liste unvollständig bearbeitet, arbeite sie vollständig ab.

Funktioniert jede einzelne Seite wie sie soll?

Jede einzelne Seite sollte nun genauestens geprüft werden. Schaue dir jedes Element an und checke, ob alles so aussieht, wie es aussehen soll. Funktioniert alles? Prüfe es. Checke vor allem folgendes:

  • Das Logo
  • Die Navigation
  • Die Bilder und Grafiken
  • Die Texte -- auch auf korrekte Anzeige
  • Die Call-to-Action Elemente
  • Die Formulare (Kontaktformular, Newsletter)
  • Die Links
  • Die Google-Maps
  • Die Kontaktinfo
  • Das Impressum
  • Die Social Media Buttons
  • Die Widgets
  • Die Logins

All diese Dinge müssen funktionieren und gut angezeigt werden.

Sind die Texte optisch und inhaltlich einwandfrei?

Gerade die Inhalte, die Texte sind sehr wichtig. Sie müssen nicht nur gut aussehen, sondern auch möglichst fehlerfrei geschrieben sein. Deshalb schaue dir jeden einzelnen Textbereich genau an. Prüfe eingehend, ob die Darstellung bereits optimal ist. Wenn die Darstellung der Textbereiche verbessert werden kann, gehe dieser Aufgabe nach.

Wenn das Design der Texte optimal ist, prüfe die Inhalte auf Rechtschreibfehler. Lasse nicht zu, dass Texte mit Fehlern online gehen. Deine Reputation wird darunter leiden. Mit den folgenden Online-Tools kannst du einen Test auf Fehler durchführen:

Korrekturen.de  |  Duden.de

Hast du hochwertige und passende Fotos verwendet?

Für viele Firmen und Branchen ist eine optimale Darstellung auf den Fotos extrem wichtig. Prüfe daher jedes einzelne Foto, ob es in einer ausreichenden Qualität vorliegt. Sind manche Bereiche noch nicht aussagekräftig genug bebildert, setze entweder hervorragende Stockfotos ein oder bitte den Klienten, professionelle Bilder machen zu lassen.

Sollten Fotos der Firmenzentrale und der Mitarbeiter eingesetzt werden, so sind professionelle Fotos ein Muss. Mache deinem Kunden klar, dass er dafür Geld in die Hand nehmen sollte.

Schau auch mal in die immer professioneller werdenden Kataloge mit kostenlosen Fotos. Das ein oder andere ist da zu finden. Achte aber stets darauf, dass Bilder auf einer Website einer gemeinsamen Linie folgen sollten. Bau keinen Flickenteppich aus zueinander unpassenden Bildern.

Wichtig: Funktioniert das Favicon? Ein Favicon ist ein wichtiger Teil der Identität einer Website.

Werden die geltenden Datenschutzbestimmungen eingehalten?

Ist die Datenschutzerklärung vorhanden und korrekt ausgearbeitet? Sind die Sozialen Netzwerke aufgeführt? Prüfe und korrigiere diese Punkte, wenn nötig. Stelle sicher, dass die Vorgaben der DSGVO eher übererfüllt werden, als sie gerade so zu erreichen.

Prüfe ebenfalls das Impressum genau auf alle vorgeschriebenen Angaben. Für GmbHs und Aktiengesellschaften gelten besondere Regeln. Prüfe diese auf Einhaltung.

Impressums-Muster für eine GmbH

Hast du Methoden zur Behandlung von 404-Fehlermeldungen vorgesehen?

Wenn du diesen Punkt erreicht hast, dann hast du bereits jeden Link innerhalb der Website auf Funktion getestet. Hast du auch bedacht, dass es 404-Fehler durch falsche Eingaben der User geben könnte? Jede Website sollte eine benutzerdefinierte 404-Fehlerseite haben, damit die User etwas mit dieser Fehlermeldung anfangen können.

Solltest du bis jetzt noch keine eigene 404-Seite erstellt haben, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.

Ist die Website für Suchmaschinen optimiert?

Die beste Website nützt nichts, wenn sie nicht gefunden wird. Daher ist ein SEO-Test eine sehr gute Sache. Prüfe, ob ein SEO-Plugin installiert ist, ob die einzelnen Seiten die richtigen Titel haben, ob die Titel die richtige Länge besitzen, um in den Suchergebnissen angezeigt zu werden (maximal 65 Zeichen) und ob für jede Seite eine benutzerdefinierte Meta-Beschreibung existiert.

Des Weiteren prüfe ebenfalls, ob die wichtigen Open Graph Tags für die Sozialen Netzwerke korrekt ausgegeben werden. Hier haben wir uns mit Onsite-SEO näher beschäftigt.

Funktionieren angebundene Systeme?

Hast du einen Online-Shop angebunnden? Teste jede einzelne Funktion des Shops. Mache einen Testkauf. Ist ein Customer-Relationship-Management (CRM) angeschlossen, dann teste dessen Funktionen ebenfalls und schaue, ob alle wichtigen Daten importiert werden.

Kann die Website mobil problemlos verwendet werden?

Heute sollte jede Seite responsiv sein und sich daher jeder Bildschirmauflösung anpassen. Teste eingehend auf verschiedenen, realen Endgeräten, ob die Website alle Elemente korrekt anzeigt und ob eventuell weitere Elemente ausgeblendet werden können und sollten.

Jede einzelne Seite der Website sollte auf mobilen Geräten gut aussehen, die Proportionen müssen -- wie die Textgröße ebenfalls -- stimmen.

Funktioniert die Website in allen gängigen Browsern?

In deinem vereinbarten Arbeitsumfang sollte stehen, auf welche Browser du die Website zu optimieren hattest. Mein Tipp an dich: Lege genauestens mit dem Kunden fest, ob die Website auch in den Internet-Explorern zu funktionieren hat und wenn schon, dann in welchen Versionen.

Teste nun die Website in allen vereinbarten Browsern auf korrektes Design und Funktionalität. Sollte nicht alles optimal sein, arbeite die Probleme ab.

Liefert deine Website validen Code aus?

Die Qualität deines HTML-Codes ist wichtig für die Robustheit der Website. Daher sollte der HTML-Code immer valide und fehlerfrei sein, wenn du eine Website auslieferst. Zudem sind die von dir erstellten Websites dein Aushängeschild im Internet.

Lasse es nicht zu, dass du fehlerhaften Code auslieferst, der dann von einem Plugin völlig zerstört werden könnte. Es existieren viele Validatoren im Netz, der bekannteste dürfte der Validator des W3C sein.

W3C HTML Validator

Funktioniert das eingesetzte SSL-Zertifikat einwandfrei?

Benutzt die von dir erstellte Website ein SSL-Zertifikat? Dann teste alle Seiten der Website, ob es überall in Grün angezeigt wird und somit auch alle geladenen Ressourcen über HTTPS laden kann. Solltest du Fehler entdecken, arbeite sie nach.

Der kostenlose Online SSL Checker hilft dir bei deiner Arbeit.

Lädt die Website schnell und ist auch ansonsten performant?

Die Ladegeschwindigkeit ist ein wichtiger Faktor für die Benutzererfahrung einer Website. Je schneller eine Website ist, desto weniger Absprünge sind zu verzeichnen. Denn die User entscheiden sehr schnell, ob sie auf einer Website bleiben oder nicht. Zudem ist die Geschwindigkeit einer Website ein Rankingfaktor der Google-Suchmaschine.

Bereits drei Sekunden Ladezeit empfinden viele Menschen als zu lang, stelle daher sicher, dass sich die Ladezeit zumindest bei circa eineinhalb Sekunden bewegt. Das ist auch ohne tiefgreifende Änderungen an der Website möglich.

Ich empfehle zum Testen die Pingdom Tools.

Ist die Website gegen Angriffe von außen abgesichert?

Kümmere dich eingehend um die Sicherheit der Website. Solltest du noch keinerlei Maßnahmen getroffen haben, dann führe sie jetzt durch. Ein Mindestmaß an Sicherheit kannst du durch den Einsatz der optimalen .htaccess Datei darstellen. Überprüfe die Serversicherheit der Website und implementiere die richtigen HTTP-Header.

Wenn die von dir erstellte Website auf Basis von WordPress ist, dann kommen die folgenden Sicherheitseinstellungen für die wp-config.php infrage.

Hast du sämtliche Zugangsdaten vor der Übergabe erneuert?

Bevor du die Website an den Klienten übergibst, empfehle ich dir, alle Passwörter zu erneuern und hierfür starke, sichere Passwörter zu wählen. Sollten sich noch zu einfache Benutzernamen wie »Admin« unter den Zugängen bewegen, dann wähle hier bessere Varianten.

Trage ebenfalls Sorge dafür, dass die User ihre Passwörter nicht so einfach in unsichere Varianten ändern können. Das erreichst du mit diesem Code, der in die functions.php des WordPress-Themes kommt, falls du eine WordPress-Website erstellt hast.

Deine neue WordPress-Website ist fertig und steht bereit zum Launch? Das denkst du jedenfalls. Allerdings gibt es einige Dinge vor dem Veröffentlichen zu beachten. Denn jeden Tag gehen Tausende Websites an den Start. Die meisten davon werden mit WordPress realisiert. Aus diesem Grund sollte sich deine Website von den vielen anderen unterscheiden. Daher geben wir dir in diesem Artikel eine praktische Checkliste an die Hand, damit du weißt, was vor dem Start zu beachten ist.

Fazit

Puh, diese Liste ist lang und kann deshalb einiges an Zeit kosten. Bevor du sie abkürzt, denk dran, dass sie dir Sicherheit in vielerlei Hinsicht bietet. Der wichtigste Effekt ist der, dass du dich vor Fehlern schützt, die deinen Ruf als Fachmann ruinieren können. Denn mit der konsequenten Verwendung dieser Checkliste wirst du nur noch Qualität liefern. Das kommt dir, deinem Chef und vor allem dem Kunden zugute.

Bevor du danach die Website auf »Live« schaltest, sorge wirklich immer dafür, dass du von deinem Klienten, seinem Admin und eventuell deinem Chef das Okay besitzt. Diese Personen müssen unbedingt über die Website schauen und sie gegebenenfalls ebenfalls testen, um dann -- das schriftliche -- Okay zu geben. So bist du immer auf der sicheren Seite.

(Artikelbild: Depositphotos)

8 Kommentare zu “Die ultimative Webite-Checkliste”

Ein wichtiger Punkt, der mir noch fehlt: Prüfen von Redirects (Weiterleitungen). Häufig wird vor allem auf der Startseite vergessen, diese sauber einzurichten. Die Startseite ist dadurch durch viele Varianten aufrufbar:
mit-www
ohne-www
/index.php
/home
Hier sollte man sich für eine Variante (mit oder ohne www) entscheiden und alle anderen Ziele per 301-Redirect weiterleiten. Beim Prüfen der Varianten helfen Plugins wie “Redirect Path” in Chrome, um die Weiterleitungen zu visualisieren.

Wenn das Design der Texte optimal ist, prüfe die Inhalte auf Rechtschreibfehler. Lasse nicht zu, dass Texte mit Fehlern online gehen. Deine Reputation wird darunter leiden.
“, damit die User etas mit dieser Fehlermeldung anfangen können.”
Tip: die vorgestellte Checkliste auch selbst nutzen 😉

Hallo,

ich habe mal eine Frage: Habt Ihr eventuell irgendwelche Vorgaben wie schnell eine Webseite sein muss, damit Sie NICHT negativ bei Google gewertet wird?

Vielen Dank schon mal im Voraus

BG
Jules

Hallo Andreas,

ich finde die Zusammenstellung ganz gelungen, auch wenn nicht alles abgebildet wird, was bei einem Webprojekt so auf einen zukommt.

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es zu Verzögerungen auf Kundenseite kommt. Gerade, wenn es um Feedback zu Grafikentwürfen oder das Liefern von Inhalten geht.
Häufig hängt es daran, dass der Kunde nicht hinterher kommt, und wir sehr lange auf wichtige Infos warten – häufig ist ein ähnliches Muster zu erkennen – “sorry, ich hab gerade so viel um die Ohren und komme nicht dazu.” “ich habe gerade private Probleme und schaffe es einfach nicht.”

Natürlich sind wir hier sehr fair, aber irgendwann kann ich es einfach nicht mehr hören. Es nervt und verursacht bei uns Mehraufwand, gegen den wir uns zukünftig absichern möchten/müssen.
Wir haben z.B. aktuell den Fall, dass die Website zu 99% fertig und betriebsbereit ist, der Kunde uns aber leider bis heute nur Rohtexte geliefert hat.
Er kommt “angeblich” nicht dazu, die Texte auszuformulieren – und somit verzögert sich der Go-Live Termin dementsprechend. Da der Kunde die Endrechnung erst bezahlen will, wenn die Website online ist, besteht hier Klärungsbedarf und ein hohes Konfliktpotenzial.

Wir feilen gerade an einem Modell, dass den Kunden mehr in die Pflicht nehmen soll.
Falls hier jemand eine gute Idee oder Erfahrungswerte hat, freue ich mich über Antworten.

BG aus Köln
Ken

Hallo Ken,

erfahrungsgemäß tun sich alle Kunden schwer mit Texten, da es ihnen logischerweise an Expertise und Selbstvertrauen fehlt.

Die Frage sollte nicht sein, wie man die Kunden in die Pflicht nimmt, sondern wie man sie dabei unterstützen kann, ihre Unsicherheiten zu überwinden. Gleiches Problem, andere Sichtweise.

Wir machen das so:

Entweder bieten wir von vornherein die Texterstellung nach einer Checkliste an. Das hat den Vorteil, dass wir die Texte gleich sinnvoll strukturieren und die Kunden an die Hand nehmen können.

Oder wir fangen erst dann mit dem Projekt an, wenn die fertigen Texte vorliegen, da wir einen Content First-Ansatz verfolgen. Wenn das zu lange dauert, ziehen wir nach Rücksprache erstmal andere Projekte vor.

Selbst nach einem Jahr haben sich Kunden bei mir wieder gemeldet, die ich schon aufgegeben hatte. Und haben dann durchgezogen.

Am Ende führt nur (gegenseitiges) Verständnis zu einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit. Ist jedenfalls meine Erfahrung 😉

Viele Grüße & viel Erfolg
Lorena

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