Eine Website Checkliste entscheidet darüber, ob Ihr Internetauftritt Kunden gewinnt oder Anwälte beschäftigt. Die meisten Unternehmen starten ihren Webauftritt mit einem guten Gefühl und einer langen Liste offener Fragen: Stimmt das Hosting? Läuft das Kontaktformular? Ist die Seite DSGVO konform? Genau diese Fragen bleiben ohne systematische Prüfung unbeantwortet, bis der erste Kunde oder die erste Abmahnung kommt.

drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen

Dieser Artikel liefert Ihnen eine vollständige Website Checkliste, die alle Phasen abdeckt: von der Konzeption über Technik, Recht und Barrierefreiheit bis zum laufenden Betrieb. Nicht aus der Perspektive eines Webentwicklers, sondern aus Ihrer als Entscheider.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine vollständige Website Checkliste umfasst neun Bereiche: Konzeption, Webdesign, Technik, DSGVO, Barrierefreiheit, Relaunch, Analyse, Go Live und laufende Wartung
  • Seit Juni 2025 sind barrierefreie Websites für die meisten B2C Unternehmen gesetzliche Pflicht. Verstöße kosten bis zu 100.000 €
  • Die häufigsten Fehler passieren nicht beim Code, sondern bei der Planung: fehlendes Briefing, unklare Zielgruppen und vergessene Rechtspflichten
  • Eine systematische Website Analyse deckt Schwachstellen auf, bevor Besucher sie bemerken

Was gehört in eine Website Checkliste für Entscheider?

Klemmbrett mit handschriftlichem Qualitätskontrolle-Text, Haken, Stempel und Mini-Laptop
Website-Checkliste für Geschäftsführer: Rechtssicherheit, Barrierefreiheit, Conversion-Optimierung und strategische Positionierung statt technischer Details

Die meisten Checklisten im Netz richten sich an Freelancer und Webentwickler. Sie listen technische Details auf, die für Geschäftsführer irrelevant sind. Gleichzeitig fehlen genau die Punkte, die über den geschäftlichen Erfolg einer Website entscheiden: Rechtssicherheit, Barrierefreiheit, Conversion Optimierung und strategische Positionierung.

Eine Website Checkliste für Entscheider beantwortet drei Fragen. Erstens: Erreicht die Website die richtigen Menschen? Zweitens: Verwandelt sie Besucher in Anfragen? Drittens: Erfüllt sie alle gesetzlichen Pflichten, ohne dass Sie nachts wach liegen müssen?

BereichEntscheider RelevanzTypische Folge bei Versäumnis
Konzeption und BriefingSehr hochKosten verdoppeln sich, Projektdauer verdreifacht sich
Webdesign und UsabilityHoch38 % der Besucher verlassen schlecht gestaltete Seiten sofort
Technik und PerformanceMittelLangsame Seiten verlieren 53 % der mobilen Nutzer
DSGVO und RechtSehr hochBußgelder bis 20 Mio. €, Abmahnungen ab 1.500 €
Barrierefreiheit (BFSG)Sehr hochBußgelder bis 100.000 €, Vertriebsverbote, Abmahnungen
RelaunchHochRankingverlust, Traffic Einbruch, Kundenanfragen brechen weg
AnalyseHochProbleme bleiben unsichtbar, bis der Umsatz sinkt

Die folgenden Kapitel führen Sie durch jeden dieser Bereiche. Jedes Kapitel enthält die konkreten Prüfpunkte, die in Ihrem Unternehmen jemand abhaken muss, bevor die Website live geht oder live bleibt.

Welche Fehler passieren bei der Website Konzeption?

Zerknülltes Papier, Holzleiste und Zettel mit Aufschrift auf weißem Tisch
Ohne Briefing kein Fundament: Die Konzeptionsphase entscheidet über Budgettreue und Ergebnis.

Der teuerste Fehler bei einer neuen Website passiert vor dem ersten Pixel: ein fehlendes oder unvollständiges Briefing. Agenturen und interne Teams arbeiten dann gegen eine Vorstellung, die nur im Kopf des Auftraggebers existiert. Das Ergebnis: drei Korrekturschleifen statt einer, doppeltes Budget und ein Ergebnis, das niemanden zufriedenstellt.

Ein strukturiertes Lastenheft definiert vor Projektstart, was die Website leisten soll, wen sie ansprechen soll und welche Inhalte sie braucht. Dieses Dokument spart mehr Geld als jede Designentscheidung danach.

Diese Website Checkliste für die Konzeptionsphase umfasst folgende Punkte:

PrüfpunktPflichtVerantwortlich
Zielgruppe schriftlich definiert (Branche, Rolle, Schmerzpunkte)JaAuftraggeber
Wettbewerberanalyse (mindestens 3 Konkurrenzseiten dokumentiert)JaAgentur oder intern
Seitenstruktur als Sitemap vor Designbeginn freigegebenJaBeide
Inhalte (Texte, Bilder, Videos) terminiert und verantwortlich zugewiesenJaAuftraggeber
Erfolgs KPIs definiert (Anfragen pro Monat, Verweildauer, Absprungrate)EmpfohlenAuftraggeber
Domain und Hosting geklärtJaAgentur oder IT
CMS Entscheidung getroffen und begründetJaAgentur

Viele Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Inhaltsbeschaffung. Texte, Bilder und Freigaben kommen zu spät, die Agentur wartet, die Rechnung läuft weiter. Definieren Sie vor Projektstart, wer welche Inhalte bis wann liefert.

Wie sieht eine Webdesign Checkliste 2026 aus?

Lupe vergrößert „SENDEN“-Feld neben einem Smartphone auf weißem Hintergrund
Zu kleine Buttons, unleserliche Schrift: Gutes Webdesign ist unsichtbar, schlechtes fällt sofort auf.

Gutes Webdesign ist unsichtbar. Besucher bemerken es nicht, sie finden einfach, was sie suchen. Schlechtes Webdesign dagegen fällt sofort auf: zu kleine Schrift, unlogische Navigation, Buttons die auf dem Smartphone nicht klickbar sind.

Die Webdesign Checkliste umfasst vier Kernbereiche. Laut Forrester Research bringt jeder in UX Design investierte Dollar im Schnitt 100 Dollar zurück. Gleichzeitig verlassen 38 Prozent der Nutzer eine Website sofort, sobald das Layout unattraktiv wirkt.

Navigation: Findet ein neuer Besucher innerhalb von drei Klicks die wichtigste Information? Testen Sie das mit fünf Personen, die Ihre Website noch nie gesehen haben. Bereits fünf Testpersonen decken rund 85 Prozent aller Usability Probleme auf.

Mobile First: Über 60 Prozent aller Websitebesuche kommen 2026 von Smartphones. Prüfen Sie jede Seite auf einem echten Gerät, nicht nur im Browser Emulator. Achten Sie auf Schriftgrößen (mindestens 16 px Fließtext), Buttongrößen (mindestens 44 × 44 px Klickfläche) und ausreichende Abstände zwischen interaktiven Elementen.

Ladezeit: Google empfiehlt einen Largest Contentful Paint (LCP) unter 2,5 Sekunden. Alles darüber kostet Rankings und Besucher. Tools wie PageSpeed Insights messen das kostenlos.

Typografie und Kontraste: Schwarzer Text auf weißem Grund ist nach wie vor die lesbarste Kombination. Vermeiden Sie hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund. Das WCAG Kontrastminimum liegt bei 4,5:1 für normalen Text.

Welche technischen Punkte entscheiden über Erfolg und Misserfolg?

Offenes Vorhängeschloss mit SSL-Anhänger und ein Schlüssel mit Gravur BACKUP
SSL und Backups sind die Grundpfeiler jeder technischen Website Checkliste.

Technik ist die Basis, auf der alles andere steht. Stimmt sie nicht, hilft auch das beste Design nichts. Die technische Website Checkliste beginnt beim Hosting und endet beim letzten Formularfeld.

Hosting: Ein Managed WordPress Hosting in Deutschland (DSGVO konform, schnelle Ladezeiten, automatische Backups) kostet zwischen 20 und 50 € pro Monat. Sparen Sie nicht am Hosting. Eine Stunde Downtime kostet mehr als ein Jahr Premium Hosting.

SSL Zertifikat: Pflicht seit Jahren, trotzdem betreiben immer noch Unternehmen Seiten ohne HTTPS. Ohne SSL Verschlüsselung zeigt Chrome eine Sicherheitswarnung, Google stuft die Seite ab, und Formulardaten wandern unverschlüsselt durchs Netz.

Formulare: Testen Sie jedes Kontaktformular nicht nur auf Funktion, sondern auch auf Zustellung. Landen die E-Mails im Spam? Kommt die Bestätigungsmail beim Absender an? Funktioniert das Formular auf dem Smartphone? Drei Felder (Name, E-Mail, Nachricht) reichen für die meisten Kontaktformulare. Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Abschlussrate messbar.

Backups: Automatische tägliche Backups sind Pflicht. Prüfen Sie, ob Sie ein Backup auch tatsächlich wiederherstellen können. Ein Backup, das niemand je getestet hat, ist kein Backup.

WordPress spezifisch: Halten Sie die Anzahl der Plugins unter 20. Jedes Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko und verlangsamt die Seite. Aktualisieren Sie WordPress, Themes und Plugins mindestens wöchentlich.

Jeder Punkt dieser Website Checkliste klingt banal, bis er fehlt.

Technischer PrüfpunktTool zur PrüfungZielwert
Ladezeit (LCP)PageSpeed InsightsUnter 2,5 Sekunden
MobilfreundlichkeitGoogle Mobile Friendly TestBestanden
SSL Zertifikat aktivBrowser AdressleisteSchlosssymbol sichtbar
Broken LinksScreaming Frog, Broken Link Checker0 tote Links
Backup WiederherstellungManueller TestUnter 30 Minuten

Wie wird Ihre Website rechtssicher und DSGVO konform?

Holzstempel mit Aufschrift „KONFORM“ und „DSGVO“ sowie blaues Stempelkissen
DSGVO Konformität lässt sich nicht nachstempeln: Datenschutz gehört in die Planung, nicht in die letzte Stunde.

Seit 2018 gilt die Datenschutz Grundverordnung. Trotzdem verstoßen nach Branchenschätzungen über 60 Prozent aller deutschen Unternehmenswebsites gegen mindestens eine Vorschrift. Die häufigsten Verstöße: fehlerhafte Cookie Banner, unvollständige Datenschutzerklärungen und Tracking ohne Einwilligung.

Die rechtliche Website Checkliste ist kein optionaler Anhang. Sie gehört in die Projektplanung, nicht in die letzte Stunde vor dem Go Live.

Impressum: Vollständiger Name, ladungsfähige Anschrift, Kontaktdaten, Handelsregisternummer (falls vorhanden), Umsatzsteuer ID. Für GmbHs und AGs gelten zusätzliche Pflichtangaben. Ein fehlerhaftes Impressum ist einer der häufigsten Abmahngründe.

Datenschutzerklärung: Sie muss jede Datenverarbeitung auf Ihrer Website abbilden: Kontaktformulare, Analytics, Newsletter Anmeldung, Social Media Einbindungen, Hosting. Nutzen Sie einen DSGVO konformen Generator und lassen Sie das Ergebnis juristisch prüfen.

Cookie Banner: Vorausgewählte Häkchen sind verboten. Ablehnen muss genauso einfach sein wie Zustimmen. Kein Tracking darf vor der aktiven Einwilligung starten. Die WordPress DSGVO Umsetzung erfordert besondere Aufmerksamkeit bei Plugins und Themes, die eigenständig Daten erheben.

Ihre DSGVO Website Checkliste umfasst drei Pflichtdokumente: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie Banner mit vorheriger Blockierung.

Was verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz von Ihrer Website?

Lichtgraue Tab-Taste mit blauem Rollstuhlsymbol an der Seite vor weißem Hintergrund
Die Tab-Taste als Lackmustest: Funktioniert Ihre Website ohne Maus, ist sie auf dem richtigen Weg zur Barrierefreiheit.

Seit dem 28. Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Für Unternehmen, die digitale Dienstleistungen an Verbraucher anbieten, bedeutet das: Ihre Website muss barrierefrei sein. Keine Empfehlung, sondern Gesetz. Verstöße können Bußgelder bis zu 100.000 € sowie Vertriebsverbote und wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach sich ziehen.

Das BFSG betrifft nicht nur Onlineshops. Jede Website mit Kontaktformular, Terminbuchung, Onlinebanking oder digitalen Dienstleistungen fällt unter die Regelung. Ausgenommen sind lediglich Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und unter zwei Millionen Euro Jahresumsatz, sofern sie keine betroffenen Produkte herstellen.

Die technische Grundlage bilden die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.2) auf Level AA. Was abstrakt klingt, lässt sich auf vier Prinzipien herunterbrechen:

WCAG PrinzipWas es bedeutetTypischer Verstoß
WahrnehmbarAlle Inhalte müssen von allen Nutzern wahrnehmbar seinBilder ohne Alt Text, Videos ohne Untertitel
BedienbarNavigation muss per Tastatur funktionierenDropdown Menüs nur per Maus erreichbar
VerständlichInhalte und Bedienung müssen verständlich seinKryptische Fehlermeldungen, unklare Formularbeschriftungen
RobustInhalte müssen von assistiven Technologien lesbar seinFehlende HTML Semantik, falsche Überschriftenhierarchie

Die barrierefreie Website Checkliste im Überblick:

Jedes Bild braucht einen aussagekräftigen Alt Text. Nicht „Bild von einer Frau“, sondern „Geschäftsführerin prüft Quartalszahlen am Laptop“. Dekorative Bilder erhalten ein leeres Alt Attribut (alt=““).

Alle interaktiven Elemente (Links, Buttons, Formularfelder) müssen per Tastatur erreichbar und bedienbar sein. Testen Sie das: Drücken Sie Tab und navigieren Sie durch Ihre gesamte Seite, ohne die Maus zu berühren.

Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund müssen mindestens 4,5:1 betragen. Der kostenlose WebAIM Contrast Checker prüft das in Sekunden.

Die Überschriftenstruktur (H1 bis H6) muss logisch aufgebaut sein. Screenreader nutzen Überschriften als Navigationshilfe. Eine fehlende H2 zwischen H1 und H3 verwirrt blinde Nutzer.

Formulare brauchen sichtbare Labels, die programmatisch mit dem Eingabefeld verknüpft sind. Placeholder Text allein reicht nicht.

Videos benötigen Untertitel. Audioinhalte brauchen eine Textalternative.

Dr. Web hat das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ausführlich analysiert. Dort finden Sie alle Details zu Fristen, Ausnahmen und den konkreten Anforderungen für verschiedene Branchen. Ohne diesen Punkt ist keine Website Checkliste vollständig.

Eine Website Checkliste ohne Barrierefreiheit ist 2026 so vollständig wie ein Auto ohne Bremsen. Sie kommen vorwärts, aber nicht lange.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Wie läuft ein Website Relaunch ab, ohne Rankings zu verlieren?

Reihe aus Marmorsteinen mit kippendem
Fehlende 301 Weiterleitungen beim Relaunch lösen einen Domino-Effekt aus: Ein Stein kippt, alle Rankings fallen.

Ein Relaunch ist die riskanteste Operation, die Sie Ihrer Website antun können. Richtig durchgeführt bringt er frisches Design, bessere Performance und höhere Conversion Raten. Falsch durchgeführt verlieren Sie über Nacht 80 Prozent Ihres Google Traffics.

Die häufigsten Fehler beim Relaunch: URLs ändern sich ohne 301 Weiterleitungen. Bestehende Inhalte verschwinden ersatzlos. Die neue Seite geht live, bevor jemand die Indexierung geprüft hat.

Bevor Sie auch nur ein Design Mockup freigeben, exportieren Sie Ihre Google Search Console Daten der letzten zwölf Monate. Identifizieren Sie jede URL, die organischen Traffic bringt. Diese Seiten sind heilig. Ihre URLs dürfen sich nicht ändern. Ihre Inhalte dürfen nicht verschwinden. Ihre internen Verlinkungen müssen erhalten bleiben.

Dr. Web hat 14 Best Practices für einen erfolgreichen Internetseite Relaunch zusammengestellt. Die wichtigsten Punkte für Ihre Relaunch Website Checkliste:

Vor dem Relaunch: Crawlen Sie die bestehende Seite vollständig (Screaming Frog). Dokumentieren Sie jede URL, jeden Seitentitel und jede Meta Description. Erstellen Sie eine Weiterleitungsmap: alte URL → neue URL. Arbeiten Sie auf einer Staging Umgebung, nie direkt auf dem Livesystem.

Am Tag des Relaunches: Prüfen Sie jede 301 Weiterleitung. Reichen Sie die neue Sitemap in der Google Search Console ein. Testen Sie alle Formulare, alle internen Links und alle externen Einbindungen.

Nach dem Relaunch: Überwachen Sie den organischen Traffic täglich für mindestens vier Wochen. Prüfen Sie die Search Console auf Crawling Fehler. Reagieren Sie sofort auf 404 Meldungen.

Wie analysieren Sie eine bestehende Website systematisch?

Hellblaues Stethoskop mit Verkaufsdiagramm und „Monatlich prüfen“-Schild auf weißem Grund
Websites brauchen regelmäßige Vorsorge: Eine systematische Analyse deckt Schwachstellen auf, bevor Besucher sie bemerken.

Eine Website Checkliste endet nicht beim Go Live. Eine Website zu bauen ist ein Projekt. Eine Website zu betreiben ist ein Prozess. Die meisten Unternehmen investieren viel Geld in den Launch und lassen die Seite danach verrotten. Keine regelmäßige Analyse, kein Monitoring, keine Optimierung.

Die Analyse Website Checkliste beantwortet vier Fragen:

Finden Besucher Ihre Seite? Google Search Console zeigt, für welche Suchbegriffe Ihre Seite angezeigt wird, wie oft sie geklickt wird und auf welcher Position sie steht. Analysieren Sie diese Daten monatlich.

Bleiben Besucher auf Ihrer Seite? Die Absprungrate (Bounce Rate) und die Verweildauer zeigen, ob Ihre Inhalte relevant sind. Eine Absprungrate über 70 Prozent auf Landingpages deutet auf ein Problem hin: falsches Keyword, schlechter erster Eindruck oder zu lange Ladezeit.

Tun Besucher, was Sie wollen? Conversion Tracking misst, ob Besucher das Kontaktformular ausfüllen, den Newsletter abonnieren oder ein Produkt kaufen. Ohne Conversion Tracking betreiben Sie Blindflug.

Funktioniert die Technik zuverlässig? Prüfen Sie regelmäßig auf tote Links, fehlerhafte Weiterleitungen, abgelaufene SSL Zertifikate und veraltete Plugins. Tools wie Screaming Frog, Ahrefs oder die kostenlose Google Search Console decken technische Probleme auf, bevor Besucher sie bemerken.

Analyse BereichKostenlosProfessionell
Suchbegriffe und RankingsGoogle Search ConsoleSistrix, Ahrefs
BesucherverhaltenGoogle Analytics 4 (mit Consent)Matomo (self hosted, DSGVO konform)
Technischer ZustandPageSpeed InsightsScreaming Frog, Sitebulb
BarrierefreiheitWAVE, axe DevToolsDeque, Siteimprove
RechtssicherheitManueller CheckeRecht24 Scanner

Was prüfen Sie in den letzten 48 Stunden vor dem Go Live?

Ein großer roter Drucktaster auf einem hellblauen Gehäuse mit deutschem Text
Der Go Live Button wartet. Die letzten 48 Stunden gehören der mechanischen Abnahme, nicht der Kreativität.

Die Go Live Website Checkliste ist kurz und mechanisch. Die letzten zwei Tage vor dem Go Live sind kein Zeitpunkt für kreative Entscheidungen. Sie sind der Moment für eine emotionslose Abnahme. Jeder Punkt wird geprüft, jeder Punkt wird abgehakt.

Rufen Sie jede einzelne Seite auf. Auf Desktop und auf Smartphone. Prüfen Sie, ob alle Texte korrekt dargestellt werden, ob alle Bilder laden und ob alle Links funktionieren. Füllen Sie jedes Formular aus und prüfen Sie, ob die E-Mail ankommt. Testen Sie den Bestellprozess von Anfang bis Ende, falls Sie einen Onlineshop betreiben.

Prüfen Sie die Basics: Ist das Impressum vollständig? Ist die Datenschutzerklärung aktuell? Ist der Cookie Banner korrekt konfiguriert? Ist die XML Sitemap eingereicht? Ist die robots.txt korrekt (kein versehentliches noindex auf der Startseite)?

Prüfen Sie die Performance ein letztes Mal. Ladezeiten können sich zwischen Staging und Produktivumgebung unterscheiden. Ein LCP Wert, der auf dem Testserver unter 2 Sekunden lag, kann auf dem echten Server bei 4 Sekunden landen.

Erstellen Sie ein vollständiges Backup. Dokumentieren Sie den Zeitpunkt des Go Live. Informieren Sie alle Beteiligten. Und dann: Knopf drücken und beobachten.

FAQ: Braucht Ihre Website eine Checkliste?

Klemmbrett mit deutscher Website-Checkliste und Kuli, komplett abgehakt
Website-Anforderungen: Hosting, Domain, CMS, SSL-Zertifikat, Impressum, Datenschutzerklärung, Inhalte und Barrierefreiheit nach BFSG

Was benötige ich alles für eine Website?

Eine Website braucht ein Hosting, eine Domain, ein Content Management System, ein SSL Zertifikat, ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und Inhalte (Texte, Bilder, Videos). Seit Juni 2025 kommt die Barrierefreiheit nach BFSG als gesetzliche Pflicht hinzu. Bevor Sie starten, definieren Sie Ihre Zielgruppe und erstellen ein Lastenheft mit allen Anforderungen.

Worauf sollten Sie bei einer neuen Website achten?

Achten Sie auf eine klare Seitenstruktur, mobiltaugliches Design, schnelle Ladezeiten unter 2,5 Sekunden, vollständige DSGVO Konformität und barrierefreie Gestaltung nach WCAG 2.2. Definieren Sie vor dem Start messbare Ziele und prüfen Sie regelmäßig, ob die Website diese Ziele erreicht.

Was muss auf eine Homepage?

Die Startseite braucht eine klare Kernbotschaft, die in drei Sekunden erfassbar ist, eine intuitive Navigation, einen sichtbaren Call to Action (Kontaktformular, Telefonnummer), vertrauensbildende Elemente (Referenzen, Zertifikate, Bewertungen) und ein vollständiges Impressum mit Datenschutzerklärung im Footer.

Was sollte eine Website haben?

Jede Unternehmenswebsite braucht mindestens eine Startseite, eine Leistungsseite, eine Über uns Seite, eine Kontaktseite mit Formular, ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Für SEO empfehlen sich ein Blog oder Ratgeberbereich, eine XML Sitemap und strukturierte Daten (Schema.org).

Wer kümmert sich um meine Website nach dem Launch?

Nach dem Launch braucht Ihre Website regelmäßige Pflege: Software Updates (mindestens wöchentlich), Sicherheitsmonitoring, Backups, Content Aktualisierungen und eine monatliche Analyse der Besucherdaten. Sie können das intern übernehmen, an Ihre Agentur auslagern oder einen Wartungsvertrag mit einem spezialisierten Dienstleister abschließen.

Ist meine Website barrierefrei?

Prüfen Sie Ihre Website mit dem kostenlosen WAVE Tool oder dem Schnelltest der Aktion Mensch. Testen Sie außerdem die Tastaturbedienung: Drücken Sie Tab und navigieren Sie ohne Maus durch Ihre gesamte Seite. Prüfen Sie die Farbkontraste mit dem WebAIM Contrast Checker. Für eine vollständige WCAG 2.2 Prüfung empfiehlt sich ein professionelles Audit.

Quellen

Digital Trust Index 2025 | Craftzing / anatom5 | https://anatom5.de/agentur/themen/detail/news-digital-trust-index-2025-wie-barrierefrei-ist-das-internet-in-europa | besucht am 15.04.2026

§ 37 BFSG Bußgeldvorschriften | Bundesgesetzblatt | https://bfsg-gesetz.de/37-bfsg/ | besucht am 15.04.2026

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) | Bundesgesetzblatt | https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/ | besucht am 15.04.2026

Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 | W3C | https://www.w3.org/TR/WCAG22/ | besucht am 15.04.2026

PageSpeed Insights | Google | https://pagespeed.web.dev/ | besucht am 15.04.2026

WAVE Web Accessibility Evaluation Tool | WebAIM | https://wave.webaim.org/ | besucht am 15.04.2026

Buzzmatic / DataPulse Research | 99 Prozent der deutschen Online Shops nicht barrierefrei | https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/schwerbehinderung/26886-99-prozent-der-deutschen-online-shops-sind-nicht-barrierefrei | besucht am 15.04.2026

DatumVersionÄnderung
13.09.2019v1.0Erstveröffentlichung. WordPress-fokussierte Pre-Launch-Checkliste, 18 Kapitel, Du-Ansprache, Autor: Markus Seyfferth
16.07.2024v1.1Redaktionelle Aktualisierung (Datum im CMS geändert, keine substanzielle Überarbeitung erkennbar)
22.04.2026v2.0Kompletter Neuschnitt.
4,8 2053 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?