Webdesign-Tools sprießen im Wochentakt, und die wenigsten überleben den ersten Praxistag. Diese Sammlung siebt 25 Werkzeuge heraus, die im Alltag messbar Zeit sparen. Vom Kontrast-Check über die Bildkompression bis zum Prototyp deckt sie jeden wiederkehrenden Handgriff ab.

drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen

Gute Webdesign-Tools sparen Zeit genau an den Stellen, die mit Gestaltung wenig zu tun haben: Kontraste prüfen, Schriften vergleichen, Bilder verkleinern, Layouts über Dutzende Bildschirmgrößen testen. Für jeden einzelnen Handgriff existiert ein spezialisiertes Werkzeug, das aus Minuten Sekunden macht. Die besten davon fallen nicht einmal auf, weil sie im Hintergrund arbeiten, und warum gute Werkzeuge unsichtbar bleiben, haben wir an anderer Stelle beschrieben.

Das Wichtigste in Kürze

  • 25 Webdesign-Tools, sortiert nach fünf Aufgaben: CSS, Typografie, Farbe, Optimierung und Workflow
  • Fast alle sind kostenlos oder bieten eine brauchbare Gratis-Stufe
  • Der Fokus 2026 liegt auf Barrierefreiheit, Ladegeschwindigkeit und datenschutzkonformen Schriften
  • Eine Übersichtstabelle ordnet jedem Werkzeug seine Aufgabe zu

25 Tools im Überblick

ToolAufgabeKostenlosIdeal für
Can I UseBrowser-SupportJaKompatibilität vor dem Einsatz prüfen
MDN Web DocsReferenzJaNachschlagen von Standards
CodePenPlaygroundFreemiumIdeen live testen
cubic-bezier.comAnimationJaEasing-Kurven bauen
Layoutit! GridCSS-LayoutJaGrid-Code erzeugen
Google FontsSchriftenJaWeb-Schriften self-hosten
FontjoyTypografieJaSchriftpaarungen finden
Type ScaleTypografieJaGrößen-Skala setzen
Modern Font StacksSchriftenJaSystem-Fonts ohne Ladezeit
WhatFontTypografieJaFremde Schriften erkennen
CoolorsFarbeFreemiumPaletten generieren
Adobe ColorFarbeJaFarbharmonien bilden
Realtime ColorsFarbeJaPalette am Layout testen
WebAIM Contrast CheckerBarrierefreiheitJaWCAG-Kontrast prüfen
Happy HuesFarbeJaPaletten im Kontext sehen
SquooshBilderJaFotos komprimieren
TinyPNGBilderFreemiumPNG und JPEG schrumpfen
SVGOMGBilderJaSVG-Code aufräumen
Responsively AppTestenJaAlle Viewports zugleich
PageSpeed InsightsPerformanceJaCore Web Vitals messen
FigmaDesignFreemiumGestalten im Team
PenpotDesignJaQuelloffene Alternative
ExcalidrawWireframesFreemiumIdeen skizzieren
CarbonPräsentationJaCode-Screenshots erstellen
Transform.toolsKonvertierungJaFormate umwandeln

Welche Webdesign-Tools nehmen die CSS-Handarbeit ab?

Multifunktionswerkzeug mit Farbfächer, Lineal, Pipette, Pinsel und Gravur auf Weiß
Fünf CSS-Tools für den Entwickleralltag: Can I Use für Browser-Support, MDN für Dokumentation, CodePen zum Live-Testen, cubic-bezier.com für Animationen und Layoutit! für Grid-Code

Fünf Werkzeuge decken den CSS-Alltag ab: Can I Use zeigt den Browser-Support, MDN erklärt jede Eigenschaft, CodePen testet Ideen live, cubic-bezier.com formt Animationskurven und Layoutit! Grid liefert fertigen Grid-Code per Klick.

Can I Use

Bevor eine moderne CSS-Eigenschaft in den Code wandert, klärt Can I Use die eine Frage, die zählt: Läuft das auch beim Nutzer? Die Datenbank zeigt für jede HTML-, CSS- und JavaScript-Funktion den Browser-Support samt globaler Nutzungsanteile. Rote und grüne Felder ersetzen stundenlanges Ausprobieren in alten Browsern. Ein Klick auf jede Funktion listet auch bekannte Fehler und Teilunterstützungen auf, die in der reinen Prozentzahl untergehen.

MDN Web Docs

Für die Frage, wie ein CSS-Grid, eine Flexbox oder die Fetch-API wirklich funktioniert, führt kaum ein Weg an MDN vorbei. Die von Mozilla gepflegten Web Docs gelten als verlässlichste Referenz für Webstandards, mit Codebeispielen, Kompatibilitätstabellen und sauberen Erklärungen. MDN verzichtet auf Framework-Hype und liefert die Spezifikation im Klartext.

CodePen

Eine Idee schnell ausprobieren, ohne lokale Dateien anzulegen: Dafür ist CodePen gemacht. Der Editor rendert HTML, CSS und JavaScript direkt im Browser und teilt das Ergebnis über einen Link. Entwickler nutzen die Plattform als Notizblock, als Testfeld für Fehler und als Ideenquelle.

cubic-bezier.com

Sanfte Animationen stehen und fallen mit der richtigen Beschleunigungskurve. Auf cubic-bezier.com zieht man diese Easing-Kurve mit der Maus zurecht und vergleicht sie direkt mit den Standardverläufen. Das kleine Werkzeug von Entwicklerin Lea Verou liefert am Ende den fertigen CSS-Wert zum Kopieren.

Layoutit! Grid

CSS Grid ist mächtig und im Kopf schwer zu behalten. Layoutit! Grid macht das Raster sichtbar: Spalten und Zeilen entstehen per Klick, das Tool schreibt den passenden Grid-Code gleich mit. Wer selten mit Grid arbeitet, spart sich so den Umweg über die Dokumentation. Bestehende Layouts lassen sich importieren und Schritt für Schritt anpassen, statt bei null zu beginnen.

Wie finden Sie mit Webdesign-Tools die richtige Schrift?

Ein großes weißes 'A' und ein silbernes 'G' mit dem Etikett 'Perfektes Paar' vor neutralem Hintergrund
Schriftpaarung von Hand gedacht: Werkzeuge wie Fontjoy und Type Scale nehmen die Vergleichsarbeit ab.

Fünf Tools führen zur passenden Schrift: Google Fonts liefert die Bibliothek, Fontjoy schlägt Paarungen vor, Type Scale setzt die Größen, Modern Font Stacks spart Ladezeit und WhatFont verrät jede fremde Schrift auf Knopfdruck.

Google Fonts

Keine andere Quelle prägt das Bild der Web-Typografie so stark wie Google Fonts. Fast 2.000 Schriftfamilien stehen kostenlos bereit, vom Klassiker bis zur Variable Font. Wichtig für deutsche Seiten: Die Schriften gehören selbst gehostet, denn das Landgericht München I wertete das dynamische Einbinden über Googles Server 2022 als DSGVO-Verstoß und sprach 100 Euro Schadenersatz zu.

Fontjoy

Zwei Schriften zu kombinieren, die zueinander passen, ohne beliebig zu wirken, ist Erfahrungssache. Fontjoy nimmt die Arbeit ab und erzeugt Schriftpaarungen per neuronalem Netz, von harmonisch bis kontrastreich. Ein Klick sperrt die Lieblingsschrift, der Rest würfelt sich drumherum neu. Als Startpunkt taugt das gut, die Feinabstimmung bleibt Handarbeit.

Type Scale

Schriftgrößen nach Bauchgefühl führen zu Layouts ohne Rhythmus. Type Scale berechnet eine modulare Skala, bei der jede Größe im festen Verhältnis zur nächsten steht, und zeigt die Vorschau samt fertigem CSS. So kommt Ordnung in Überschriften, Fließtext und Bildunterschriften.

Modern Font Stacks

Nicht jede Schrift muss geladen werden. Modern Font Stacks sammelt System-Schriften, die auf jedem Betriebssystem schon vorhanden sind, und liefert den passenden CSS-Stack zum Kopieren. Das Ergebnis rendert ohne Ladezeit, ohne Layout-Sprung und ohne externen Aufruf.

WhatFont

Eine schöne Schrift auf einer fremden Seite entdeckt, aber keinen Namen dazu? WhatFont löst das auf Knopfdruck und blendet Familie, Größe und Zeilenhöhe direkt über dem Text ein. Für die kniffligen Fälle lohnt der Blick auf weitere Tools, die eine unbekannte Schrift erkennen, die über die reine Browser-Erweiterung hinausgehen.

Welche Webdesign-Tools sichern Farbe und Kontrast ab?

Aufgefächerter Farbfächer neben einer Lupe auf weißem Untergrund
Farbe wird planbar: Coolors, Adobe Color und der WebAIM Contrast Checker prüfen Harmonie und Kontrast.

Fünf Helfer machen Farbe planbar: Coolors baut Paletten in Sekunden, Adobe Color liefert Harmonien, Realtime Colors zeigt sie am echten Layout, der WebAIM Contrast Checker prüft die Barrierefreiheit und Happy Hues zeigt Farbe im Kontext.

Coolors

Der schnellste Weg zu einer stimmigen Palette führt über die Leertaste. Coolors würfelt bei jedem Druck neue Farbkombinationen, sperrbar, exportierbar und in Sekunden anpassbar. Aus einem Foto liest das Tool die Farben ebenso heraus wie aus einem einzelnen Startton. Eine eingebaute Prüfung auf Farbfehlsichtigkeit verhindert Paletten, die später niemand lesen kann.

Adobe Color

Für Farbharmonien nach festen Regeln ist Adobe Color der Klassiker. Der Farbkreis erzeugt komplementäre, triadische und analoge Farbharmonien und zieht Paletten aus hochgeladenen Bildern. Das Ergebnis wandert direkt in die Adobe-Programme oder als Code in den Export.

Realtime Colors

Eine Palette auf Farbfeldern sieht anders aus als auf einer echten Seite. Realtime Colors legt die gewählten Töne auf ein echtes Layout aus Text, Buttons und Flächen und rechnet den Kontrast live mit. So zeigt sich vor der Umsetzung, ob die Kombination trägt oder ermüdet. Ein Klick exportiert die fertigen Werte als CSS-Variablen, Tailwind-Konfiguration oder Farbdatei.

WebAIM Contrast Checker

Barrierefreiheit beginnt beim Kontrast, und der lässt sich exakt messen. Der WebAIM Contrast Checker vergleicht Vorder- und Hintergrundfarbe und zeigt, ob das Kontrastverhältnis die WCAG-Stufen AA und AAA erfüllt. Die Web Accessibility Initiative des W3C verlangt für normalen Text mindestens 4,5 zu 1.

Happy Hues

Farbwerte allein sagen wenig darüber, wie eine Palette wirkt. Happy Hues löst das und zeigt jede Palette im Kontext einer kompletten Beispielseite, mit klarer Zuordnung von Text, Hintergrund und Akzent. Das nimmt Einsteigern die Angst vor der leeren Farbpalette.

Ein Werkzeug macht aus niemandem einen Gestalter. Figma, Coolors und Squoosh beschleunigen nur die Hand, die schon weiß, wohin sie will.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Womit machen Webdesign-Tools Bilder klein und Seiten schnell?

Ein Stapel Fotos im Vakuumbeutel mit „minus 70%“-Aufkleber und eine weiße Feder auf weißem Grund
Weniger Gewicht, mehr Tempo: Squoosh und TinyPNG drücken Bilder klein, PageSpeed Insights misst nach.

Fünf Werkzeuge drücken Gewicht und Ladezeit: Squoosh und TinyPNG schrumpfen Bilder, SVGOMG räumt SVG-Code auf, die Responsively App testet alle Viewports gleichzeitig und PageSpeed Insights misst die Core Web Vitals.

Squoosh

Große Bilddateien sind der häufigste Grund für lahme Seiten. Squoosh, ein Projekt aus Googles Chrome-Labor, komprimiert Fotos im Browser und stellt Original und Ergebnis per Schieberegler gegenüber. Moderne Formate wie WebP und AVIF sparen oft mehr als die Hälfte der Dateigröße, ohne sichtbaren Verlust.

TinyPNG

Manchmal soll die Kompression einfach ohne Regler laufen. TinyPNG reduziert PNG-, JPEG- und WebP-Dateien verlustarm und fasst dafür ähnliche Farben clever zusammen. Für wiederkehrende Aufgaben lässt sich der Vorgang per Programmierschnittstelle direkt in den Build-Prozess einbinden.

SVGOMG

Aus Illustrator oder Figma exportierte SVG-Dateien schleppen viel Ballast mit. SVGOMG, die Bedienoberfläche zum Optimierer SVGO, wirft Metadaten, Kommentare und unnötige Nachkommastellen raus. Jeder Schalter zeigt sofort, wie viel Dateigröße der Eingriff spart.

Responsively App

Ein Layout auf jedem Gerät einzeln zu prüfen, kostet Nerven und Zeit. Die Responsively App zeigt die Seite in allen Viewports gleichzeitig, synchronisiert Scrollen und Klicks über alle Vorschauen und simuliert sogar Farbfehlsichtigkeit. Das quelloffene Werkzeug ersetzt das ewige Fensterziehen im Browser.

PageSpeed Insights

Am Ende zählt, wie schnell die Seite beim Nutzer erscheint. PageSpeed Insights von Google misst die Core Web Vitals, kombiniert Labordaten mit echten Felddaten und nennt konkrete Bremsen samt Lösung. Die Werte fließen direkt ins Google-Ranking ein, was das Tool zur Pflicht macht.

Welche Webdesign-Tools ordnen Prototyp und Alltag?

Hände bauen ein Kartenhaus aus beschrifteten Karteikarten auf einem weißen Tisch
Vom Entwurf zum Prototyp: Figma, Penpot und Excalidraw ordnen die Zusammenarbeit.

Fünf Werkzeuge runden den Workflow ab: Figma gestaltet im Team, Penpot bietet die quelloffene Alternative, Excalidraw skizziert Ideen, Carbon macht Code vorzeigbar und Transform.tools wandelt Formate ineinander um.

Figma

Kein Werkzeug hat den Design-Alltag der vergangenen Jahre so verändert wie Figma. Die Oberfläche läuft im Browser, mehrere Leute arbeiten gleichzeitig an derselben Datei, vom Wireframe bis zum klickbaren Prototyp. Der kostenlose Tarif reicht für einzelne Projekte, größere Teams brauchen eine bezahlte Lizenz. Welche dieser Funktionen 2026 wirklich zählt, ordnet unser Überblick zu den Webdesign-Trends 2026 ein.

Penpot

Nicht jedes Team will seine Design-Dateien in einer geschlossenen Cloud wissen. Penpot bietet die quelloffene Antwort, lässt sich selbst hosten und baut vollständig auf Web-Standards wie SVG auf. Das Projekt der Firma Kaleidos gilt als ernstzunehmende Figma-Alternative.

Excalidraw

Nicht jede Skizze braucht Präzision, manche brauchen nur Tempo. Excalidraw zeichnet Wireframes und Diagramme im bewusst handgezeichneten Look, der Entwürfe unfertig und damit diskutierbar wirken lässt. Die Zusammenarbeit läuft in Echtzeit, das Blatt bleibt endlos. Fertige Symbol-Bibliotheken für Flowcharts, UI und Cloud-Diagramme sparen zusätzlich Zeichenarbeit.

Carbon

Code in einem Beitrag oder Artikel sieht als roher Screenshot meist trostlos aus. Carbon verwandelt Quelltext in vorzeigbare Bilder mit Syntaxfarben, Fensterrahmen und wählbarem Thema. Aus einem faden Konsolen-Ausschnitt wird so ein Bild, das man zeigen mag. Das Ergebnis lässt sich als PNG, SVG oder direkt als Link exportieren.

Transform.tools

Zwischen zwei Formaten von Hand zu übersetzen, ist stumpfe und fehleranfällige Arbeit. Transform.tools sammelt Dutzende Konverter an einem Ort, von HTML zu JSX über JSON zu TypeScript bis CSS zu JavaScript-Objekten. Jede Umwandlung läuft im Browser, ohne Upload und ohne Konto.

25 Webdesign-Tools auf einen Blick

Sortiert nach fünf Aufgaben im Web-Alltag

01

CSS & Referenzen

  • Can I Use
  • MDN Web Docs
  • CodePen
  • cubic-bezier.com
  • Layoutit! Grid
02

Typografie

  • Google Fonts
  • Fontjoy
  • Type Scale
  • Modern Font Stacks
  • WhatFont
03

Farbe & Kontrast

  • Coolors
  • Adobe Color
  • Realtime Colors
  • WebAIM Contrast Checker
  • Happy Hues
04

Bilder & Performance

  • Squoosh
  • TinyPNG
  • SVGOMG
  • Responsively App
  • PageSpeed Insights
05

Workflow & Prototyp

  • Figma
  • Penpot
  • Excalidraw
  • Carbon
  • Transform.tools

Diese 25 Webdesign-Tools erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern auf Alltagstauglichkeit. Jedes löst ein konkretes Problem schneller als die Handarbeit, und keines verlangt eine lange Einarbeitung. Der eigene Werkzeugkasten wächst danach von selbst, ein gutes Tool nach dem anderen. Am Ende zählt nicht die längste Liste, sondern das eine verlässliche Werkzeug für jeden wiederkehrenden Handgriff.

Glossar: 16 wichtige Begriffe rund um Webdesign-Tools

Geöffnetes Buch, digitaler Suchbalken, Cover mit Text „16 BEGRIFFE“, weißer Hintergrund
Kompakt erklärt: 16 Fachbegriffe rund um Webdesign-Tools zum Nachschlagen.

AVIF

AVIF ist ein modernes Bildformat auf Basis des AV1-Videocodecs. Bei gleicher Qualität erzeugt AVIF deutlich kleinere Dateien als JPEG oder PNG und unterstützt Transparenz sowie hohe Farbtiefe. Werkzeuge wie Squoosh exportieren das Format direkt, alle aktuellen Browser zeigen AVIF an.

Core Web Vitals

Core Web Vitals sind eine Gruppe von Messwerten, mit denen Google die Nutzererfahrung einer Seite bewertet. Dazu zählen Ladegeschwindigkeit, Reaktionszeit auf Eingaben und visuelle Stabilität beim Seitenaufbau. Die Werte fließen ins Ranking ein und lassen sich mit PageSpeed Insights prüfen.

CSS Grid

CSS Grid ist ein Layout-System, das Elemente in Zeilen und Spalten anordnet. Anders als ältere Techniken erlaubt Grid zweidimensionale Raster ohne Zusatz-Framework. Generatoren wie Layoutit! Grid nehmen die Schreibarbeit ab und geben den fertigen Code aus.

DSGVO

DSGVO steht für die Datenschutz-Grundverordnung der EU, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt. Für Webdesign heißt das konkret: Externe Dienste wie dynamisch geladene Google Fonts übertragen die IP-Adresse der Besucher und brauchen eine Rechtsgrundlage. Selbst gehostete Ressourcen umgehen das Problem.

Easing

Easing beschreibt den zeitlichen Verlauf einer Animation, also ihr Beschleunigen und Abbremsen. Eine lineare Bewegung wirkt mechanisch, eine weiche Kurve dagegen natürlich. Mit cubic-bezier.com lässt sich diese Kurve visuell formen und als CSS-Wert übernehmen.

Kontrastverhältnis

Kontrastverhältnis bezeichnet den Helligkeitsunterschied zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe, ausgedrückt als Verhältnis von 1:1 bis 21:1. Die WCAG verlangen für normalen Text mindestens 4,5:1. Werkzeuge wie der WebAIM Contrast Checker rechnen den Wert automatisch aus.

Lighthouse

Lighthouse ist ein quelloffenes Prüfwerkzeug von Google, das Seiten auf Leistung, Barrierefreiheit, SEO und Best Practices testet. Der Bericht vergibt Punktzahlen und nennt konkrete Verbesserungen. PageSpeed Insights nutzt Lighthouse als Motor für seine Labordaten.

Modulare Skala

Modulare Skala meint ein System von Schriftgrößen, die in einem festen mathematischen Verhältnis zueinander stehen. Das schafft optischen Rhythmus zwischen Überschriften und Fließtext. Type Scale berechnet solche Skalen und liefert die Werte als CSS.

Open Source

Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode offen einsehbar, veränderbar und weiterverteilbar ist. Für Webdesigner bedeutet das Unabhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, und oft kostet die Software nichts. Penpot, Excalidraw und die Responsively App stammen aus diesem Feld.

Prototyping

Prototyping ist das Erstellen klickbarer Vorschauen einer Website oder App, bevor die Entwicklung beginnt. An solchen Modellen testet man Abläufe und Gestaltung früh und günstig. Figma und Penpot decken den Weg vom Wireframe bis zum interaktiven Prototyp ab.

Responsive Design

Responsive Design beschreibt Seiten, die sich flexibel an jede Bildschirmgröße anpassen, vom Smartphone bis zum großen Monitor. Solche Seiten prüft man über verschiedene Viewports hinweg. Die Responsively App zeigt alle Größen gleichzeitig nebeneinander.

SVG

SVG steht für Scalable Vector Graphics, ein Format für Vektorbilder aus Formen statt Pixeln. SVG-Dateien bleiben bei jeder Größe scharf und eignen sich für Logos und Icons. SVGOMG entfernt überflüssigen Code und macht die Dateien kleiner.

System-Font

System-Font meint eine Schrift, die bereits auf dem Betriebssystem des Nutzers installiert ist und deshalb nicht geladen werden muss. Das spart Ladezeit und verhindert das kurze Aufblitzen unformatierten Textes. Modern Font Stacks stellt fertige System-Schrift-Stapel bereit.

Viewport

Viewport bezeichnet den sichtbaren Bereich einer Website im Browserfenster, dessen Größe je nach Gerät variiert. Responsive Layouts richten sich nach dieser Größe. Test-Werkzeuge simulieren unterschiedliche Viewports, um Darstellungsfehler früh zu finden.

WCAG

WCAG steht für die Web Content Accessibility Guidelines, den internationalen Standard für barrierefreie Webinhalte. Die aktuelle Version 2.2 definiert Kriterien für Kontrast, Bedienbarkeit und Verständlichkeit. Contrast-Checker prüfen einen zentralen Teil dieser Vorgaben automatisch.

WebP

WebP ist ein von Google entwickeltes Bildformat, das Fotos und Grafiken stärker komprimiert als JPEG und PNG. Transparenz und Animation unterstützt WebP ebenfalls. Squoosh und TinyPNG exportieren das Format mit wenigen Klicks.

FAQ: Webdesign-Tools: 25 Helfer für den Alltag

Blaues Taschenmesser mit FAQ-Schild und Fragezeichen-Zettel auf Weiß
Häufige Fragen zu Webdesign-Tools, kurz und direkt beantwortet.

Welche Tools braucht ein Webdesigner wirklich?

Ein solides Grundset besteht aus Figma zum Gestalten, Can I Use und MDN als Referenz, Coolors und dem WebAIM Contrast Checker für Farbe sowie Squoosh für Bilder. Alles Weitere kommt projektabhängig dazu. Wichtiger als die Menge ist, dass jedes Werkzeug einen wiederkehrenden Handgriff abnimmt.

Sind kostenlose Webdesign-Tools für professionelle Projekte gut genug?

Ja, die meisten der hier genannten Gratis-Tools decken professionelle Ansprüche vollständig ab. Google Fonts, Squoosh oder der WebAIM Contrast Checker sind in Agenturen Standard. Kostenpflichtige Stufen lohnen erst bei Teamfunktionen, großen Dateimengen oder Automatisierung.

Figma oder Penpot: Was ist besser?

Figma ist ausgereifter und im Markt Standard, Penpot punktet als quelloffene, selbst hostbare Alternative ohne Anbieterbindung. Für Teams mit Datenschutz- oder Budgetauflagen ist Penpot die naheliegende Wahl. Für maximale Verbreitung und ein großes Plugin-Angebot bleibt Figma vorn.

Wie verkleinere ich Bilder für die Website ohne Qualitätsverlust?

Am einfachsten gelingt das mit Squoosh oder TinyPNG: Beide komprimieren Fotos deutlich und bieten moderne Formate wie WebP und AVIF, die bei gleicher Qualität kleiner ausfallen. Ein sichtbarer Verlust tritt erst bei sehr starker Kompression auf. Für viele Bilder auf einmal hilft die Programmierschnittstelle von TinyPNG.

Welche Tools prüfen die Barrierefreiheit einer Website?

Für Farbkontraste eignen sich der WebAIM Contrast Checker und Realtime Colors, für einen Gesamtcheck Lighthouse in den Chrome-Entwicklertools. Lighthouse bewertet neben dem Kontrast auch Struktur, Beschriftungen und Tastaturbedienung. Die Prüfwerkzeuge orientieren sich an den WCAG 2.2.

Sind Google Fonts DSGVO-konform?

Google Fonts sind DSGVO-konform, sobald die Schriften selbst gehostet werden. Das dynamische Laden über Googles Server überträgt die IP-Adresse der Besucher und wurde 2022 vom Landgericht München I als Verstoß gewertet, mit 100 Euro Schadenersatz. Der sichere Weg führt über das lokale Einbinden der Schriftdateien auf dem eigenen Server.

Quellen

  • Mozilla | MDN Web Docs | developer.mozilla.org | besucht am 16.07.2026
  • Alexis Deveria | Can I use | caniuse.com | besucht am 16.07.2026
  • Google | PageSpeed Insights | pagespeed.web.dev | besucht am 16.07.2026
  • Google for Developers | Core Web Vitals | web.dev/explore/learn-core-web-vitals | besucht am 16.07.2026
  • W3C Web Accessibility Initiative | Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 | w3.org/TR/WCAG22/ | besucht am 16.07.2026
  • WebAIM | Contrast Checker | webaim.org/resources/contrastchecker/ | besucht am 16.07.2026
  • Google Chrome Labs | Squoosh | squoosh.app | besucht am 16.07.2026
  • Kaleidos | Penpot | penpot.app | besucht am 16.07.2026
  • system-fonts | Modern Font Stacks | modernfontstacks.com | besucht am 16.07.2026
  • Bayerisches Staatsministerium der Justiz | LG München I, Urteil vom 20.01.2022, Az. 3 O 17493/20 | gesetze-bayern.de | besucht am 16.07.2026
4,6 20 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?