
Schriftarten erkennen: Welche 10 Tools helfen wirklich?
Michael Dobler
Autor Dr. WebSchriftarten erkennen und kombinieren gehört zu einer der häufigsten Aufgaben im Designalltag. Sie sehen einen Font auf einem Plakat, in einem Logo oder auf einer Website, doch Sie wissen nicht, wie die Schriftart heisst? Die Schriftarten händisch in diversen Schriftbibliotheken zu recherchieren dauert ewig und liefert dann trotzdem nicht automatisch das korrekte Ergebnis.
Zehn Tools lösen dieses Problem auf völlig unterschiedlichen Wegen: per Bildanalyse, per Fragenkatalog, per Browserinspektion oder seit Februar 2026 sogar per natürlicher Sprache. Dieser Artikel stellt alle Methoden vor, ordnet sie nach Anwendungsfall und zeigt, welches Werkzeug in welcher Situation die besten Treffer liefert.
Das Wichtigste in Kürze
- WhatTheFont, Fontspring Matcherator und WhatFontIs analysieren Schriftarten aus Bildern per KI. Die Trefferquote steht und fällt mit der Bildqualität
- Browsererweiterungen wie WhatFont lesen Schriftarten direkt aus dem CSS einer Website aus, ganz ohne Bildupload
- Monotype hat im Februar 2026 eine KI Suche gestartet, die Schriften per natürlicher Sprache findet: Sie beschreiben eine Stimmung, und das System liefert passende Vorschläge
- Schriftarten in PDFs lassen sich über die Dokumenteigenschaften in Adobe Acrobat Reader kostenlos auslesen
Welche Tools erkennen Schriftarten aus Bildern am besten?

Drei Werkzeuge dominieren die bildbasierte Schrifterkennung seit Jahren. Alle drei arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Sie laden ein Bild hoch, das Tool analysiert die Buchstabenformen per KI und gleicht sie mit einer Schriftdatenbank ab. Die Unterschiede liegen im Umfang der Datenbank, in der Treffergenauigkeit und im Lizenzmodell der vorgeschlagenen Fonts.
WhatTheFont: 300.000 Schriften in einer Suche

WhatTheFont von Monotype/MyFonts ist das bekannteste Tool zur Schrifterkennung per Bild. Sie laden ein Foto oder einen Screenshot hoch, markieren den Textbereich, und das System vergleicht die Buchstabenformen mit über 300.000 Schriftstilen. Das Tool akzeptiert PNG und JPG Dateien bis 5 MB. Die Mindestgröße beträgt 50 × 50 Pixel.
Die Erkennungsgenauigkeit hängt direkt von der Bildqualität ab. Klare, horizontal ausgerichtete Buchstaben mit hohem Kontrast zum Hintergrund liefern die besten Ergebnisse. Schräge Texte, niedrige Auflösung oder überlappende Zeichen verschlechtern die Trefferquote erheblich.
Seit Februar 2026 bietet MyFonts zusätzlich eine KI Suche an. Statt ein Bild hochzuladen, beschreiben Sie den gewünschten Schriftcharakter in natürlicher Sprache. Ein Prompt wie „freundliche Serifenschrift für einen Kinderbuchverlag“ liefert kuratierte Vorschläge aus der gesamten Monotype Bibliothek. Diese Funktion funktioniert auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.
| Eigenschaft | WhatTheFont |
|---|---|
| Datenbank | über 300.000 Schriftstile |
| Bildformate | PNG, JPG |
| KI Suche | ja, seit Februar 2026 |
| Mobile App | iOS und Android |
| Kosten | kostenlos (Schriftkauf separat) |
| Besonderheit | erkennt auch verbundene Skriptschriften |
Fontspring Matcherator: Detailanalyse bis zur einzelnen Glyphe

Der Fontspring Matcherator richtet sich an Nutzer, die präzise Ergebnisse brauchen. Sie laden ein Bild hoch, und das Tool analysiert nicht nur die groben Buchstabenformen, sondern auch feine Details wie Serifen, Strichstärken und Rundungen. Einzelne Buchstaben lassen sich manuell markieren, um die Erkennung zu verbessern.
Die Datenbank umfasst über 900.000 Schriften, darunter sowohl kommerzielle als auch kostenlose Fonts. Jedes Ergebnis zeigt direkt die Lizenzinformationen an. Für Designer, die Schriften für kommerzielle Projekte suchen, spart das den Umweg über separate Lizenzrecherchen.
Verbundene Schreibschriften erkennt das Tool nur eingeschränkt. Fontspring empfiehlt, bei Skriptfonts die Buchstaben in einem Bildbearbeitungsprogramm voneinander zu trennen, bevor Sie den Upload starten.
WhatFontIs: Die größte Datenbank mit 1,2 Millionen Fonts

WhatFontIs unterscheidet sich von WhatTheFont durch eine Eigenschaft, die für viele Nutzer entscheidend ist: Die Ergebnisse kennzeichnen sofort, ob ein Font kostenlos oder kostenpflichtig verfügbar ist. Bei über 1,2 Millionen indexierten Schriften findet das Tool auch Fonts, die in den kleineren Datenbanken anderer Anbieter fehlen.
Das Tool bietet neben dem Bildupload auch eine URL basierte Erkennung an. Sie geben eine Webadresse ein, und WhatFontIs extrahiert alle verwendeten Schriften direkt aus dem Quellcode der Seite. Das spart den Umweg über Screenshots und Browsererweiterungen.
Die Erkennungsgenauigkeit liegt bei etwa 90 %, so der Anbieter. Die restlichen 10 % scheitern meist an niedriger Bildauflösung oder stark verfremdeten Schriften. Für diese Fälle bietet WhatFontIs ein Community Forum an, in dem Typografie Experten bei der Identifikation helfen.
Wie finden Sie kostenlose Alternativen zu teuren Schriften?
Font Squirrel Matcherator: Nur lizenzfreie Schriften

Der Font Squirrel Matcherator funktioniert technisch identisch zum Fontspring Matcherator. Das liegt daran, dass beide Schwesterunternehmen sind. Der entscheidende Unterschied: Font Squirrel listet ausschließlich Schriften, die für den kommerziellen Einsatz freigegeben sind.
Für Unternehmer und Marketingverantwortliche löst das ein konkretes Problem. Sie finden eine Schrift, die Ihnen gefällt, und können sie sofort herunterladen und in Projekten verwenden. Keine Lizenzrecherche, keine versteckten Kosten. Alle gelisteten Fonts sind für den kommerziellen Einsatz freigegeben.
Der Nachteil: Die Datenbank ist kleiner als bei WhatTheFont oder WhatFontIs. Das Tool findet deshalb nicht immer einen exakten Treffer, liefert aber in der Regel brauchbare Alternativen, die optisch nah am Original liegen.
Wie erkennen Sie Schriftarten direkt auf Websites?

Bildbasierte Erkennung hat einen Nachteil: Sie liefert Annäherungen, keine Gewissheiten. Auf Websites geht die Sache einfacher. Jede Schrift, die ein Browser darstellt, ist im CSS Code hinterlegt. Browsererweiterungen und die integrierten Entwicklertools lesen diese Information in Echtzeit aus.
WhatFont und Entwicklertools: Ein Klick genügt
WhatFont arbeitet als Browsererweiterung für Chrome und Safari. Sie installieren die Erweiterung, klicken auf einen Text, und das Tool zeigt den Schriftnamen samt Schriftgröße, Zeilenhöhe, Farbe und Quelle an. WhatFont greift direkt auf den CSS Code der Seite zu. Das bedeutet: Die angezeigte Schriftart ist keine Annäherung, sondern exakt die Schrift, die der Entwickler eingebunden hat.
Ohne Erweiterung funktioniert die Methode trotzdem. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Text und wählen Sie „Untersuchen“ (Chrome) oder „Element untersuchen“ (Firefox). Im Bereich „Stile“ finden Sie den Eintrag font-family mit dem exakten Schriftnamen. Für Entwickler ist das Routine; für alle anderen sind die Browsererweiterungen der schnellere Weg.
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| WhatFont Erweiterung | Ein Klick, sofortiges Ergebnis, kein Bildupload | funktioniert nur auf Websites, nicht auf Bildern |
| Browser Entwicklertools | keine Installation nötig, höchste Genauigkeit | erfordert Grundwissen in HTML/CSS |
| Bildbasierte Tools (WhatTheFont etc.) | funktioniert überall: Plakate, Logos, PDFs, Bilder | liefert Annäherungen, keine 100 % Treffer |
Was taugt Monotypes neue KI Suche für die Schrifterkennung?

Monotype hat am 26. Februar 2026 mit „AI Search“ ein Werkzeug gestartet, das die Schriftsuche grundlegend verändert. Statt Bilder hochzuladen oder durch Filter zu scrollen, beschreiben Sie einfach, welche Schrift Sie suchen.
Ein Prompt wie „geometrische Sans Serif für ein Technologie Startup, modern und scharf“ liefert kuratierte Vorschläge aus über 250.000 Schriften von mehr als 4.500 Schriftherstellern. Das System versteht Stimmungen, Markeneigenschaften und kreative Anwendungsfälle. Laut einer Monotype Studie sparen Unternehmen durch optimierte Schriftsuche bis zu 35 % ihrer kreativen Arbeitszeit.

AI Search funktioniert auf MyFonts (USA und UK) und auf der Monotype Fonts Plattform in fünf Sprachen, darunter Deutsch. Die Ergebnisse zeigen nicht nur passende Schriften, sondern erklären auch, warum eine bestimmte Schrift zum Prompt passt. Das macht die Funktion besonders nützlich für Teams, die typografische Entscheidungen dokumentieren und begründen müssen.
Auch Adobe Fonts bietet für Creative Cloud Abonnenten eine eigene Schrifterkennung an. Sie laden ein Bild in Photoshop und nutzen die Funktion „Passende Schrift finden“. Der Vorteil: Erkannte Schriften lassen sich mit einem Klick aktivieren und sofort in allen Adobe Programmen verwenden. Der Nachteil: Die Suche beschränkt sich auf das Adobe Sortiment und liefert keine Treffer aus anderen Quellen.
Wie erkennen Sie Schriftarten in PDF Dokumenten?

Schriftarten in PDFs zu identifizieren funktioniert grundlegend anders als bei Bildern oder Websites. Jedes PDF speichert die verwendeten Schriftinformationen in den Dokumenteigenschaften. Sie brauchen kein externes Tool, sondern nur einen PDF Reader.
Die schnellste Methode: Adobe Acrobat Reader
Öffnen Sie das PDF in Adobe Acrobat Reader. Drücken Sie Strg+D (Windows) oder klicken Sie auf Datei → Eigenschaften. Wechseln Sie zum Reiter „Schriften“. Dort listet Acrobat alle eingebetteten Schriftarten mit exaktem Namen, Schrifttyp (TrueType, Type 1, OpenType) und Einbettungsstatus auf.
Diese Methode versagt nur in einem Fall: Die Texte im PDF liegen als vektorisierte Pfade vor, nicht als echte Schriftzeichen. Dann enthält das PDF keine Schriftinformationen mehr. In diesem Fall machen Sie einen Screenshot des Textes und laden ihn in WhatTheFont oder den Fontspring Matcherator.
Welche Tools erkennen Schriftarten ohne Bild?

Identifont: 20 Fragen zum richtigen Font
Identifont verfolgt einen völlig anderen Ansatz als alle bildbasierten Tools. Sie beantworten Fragen zu den Merkmalen der gesuchten Schrift. Hat sie Serifen? Wie sieht das große Q aus? Sind die Punkte auf i und j rund oder eckig? Mit jeder Antwort grenzt das System die Treffer weiter ein.
Die Datenbank umfasst rund 11.000 Schriften. Das klingt wenig im Vergleich zu WhatTheFonts 300.000 Einträgen. Identifont spielt seine Stärke aber genau dort aus, wo Bildtools versagen: bei Schriften aus gedruckten Büchern, alten Zeitschriften oder Verpackungen, von denen kein brauchbares Foto existiert.
Die Benutzeroberfläche wirkt veraltet. Die Treffergenauigkeit ist trotzdem bemerkenswert, vorausgesetzt Sie können genug Fragen beantworten. Bei weniger als fünf bekannten Buchstaben sinkt die Erkennungsrate deutlich.

Welche Schrift steckt in bekannten Logos?
FontInLogo: Die Logodatenbank

FontInLogo löst eine sehr spezifische Frage: Welche Schrift verwendet eine bestimmte Marke in ihrem Logo? Sie geben den Markennamen ein, und das Tool zeigt den Font oder die nächste verfügbare Alternative an.
Die Einschränkung: Viele große Unternehmen verwenden angepasste Versionen bestehender Schriften oder komplett eigenentwickelte Typefaces. Coca Cola, Google oder Netflix nutzen keine Schrift, die Sie kaufen können. FontInLogo zeigt in diesen Fällen die nächstliegende Entsprechung. Für kleinere Marken und Startups sind die Treffer oft genauer.
FindMyFont: Desktop und App in einem

FindMyFont bietet etwas, das alle anderen Tools nicht können: eine Desktop Software, die Schriften nicht nur in Bildern erkennt, sondern auch Ihre lokal installierten Fonts durchsucht und Alternativen vorschlägt. Die mobile App für Android funktioniert per Kamerafoto. Die Online Version arbeitet wie WhatTheFont.
Die Datenbank umfasst über eine Million Schriften, darunter über 60.000 kostenlose Fonts von Quellen wie Google Fonts und DaFont. Besonders praktisch: Sie wählen vor der Suche, ob Sie nur kostenlose, nur kommerzielle oder alle Schriften durchsuchen möchten.
Wie lassen sich Schriftarten kombinieren (Font Pairing)?

Schriftarten erkennen ist der erste Schritt. Danach stellt sich die nächste Frage: Welche Schriften passen zusammen? Eine gute Typografie braucht Kontrast zwischen Überschrift und Fliesstext, ohne optisch zu kollidieren.
Fontjoy: KI generierte Schriftpaare

Fontjoy nutzt ein neuronales Netz, um Schriften zu finden, die optisch harmonieren. Sie klicken auf „Generate“, und das Tool schlägt drei Schriften vor: eine für Überschriften, eine für Zwischenüberschriften und eine für Fliesstext. Mit dem Schieberegler steuern Sie, wie ähnlich oder kontrastreich die Vorschläge ausfallen.
Alle vorgeschlagenen Schriften stammen aus Google Fonts und sind damit kostenlos nutzbar. Sie sperren eine Schrift, die Ihnen gefällt, und generieren neue Vorschläge für die restlichen Positionen. Das spart die stundenlange manuelle Suche nach passenden Kombinationen.
Welches Tool passt zu welchem Anwendungsfall?

| Anwendungsfall | Empfohlenes Tool | Warum |
|---|---|---|
| Schrift auf einem Foto oder Plakat erkennen | WhatTheFont | größte Datenbank, beste KI Erkennung |
| Kostenlose Alternative zu einer Schrift finden | Font Squirrel Matcherator | nur lizenzfreie Fonts |
| Schrift auf einer Website identifizieren | WhatFont | liest CSS direkt aus, 100 % genau |
| Schrift in einem PDF erkennen | Adobe Acrobat Reader | listet alle eingebetteten Fonts |
| Schrift per Beschreibung suchen | Monotype AI Search | natürliche Sprache statt Filter |
| Schrift aus dem Gedächtnis finden | Identifont | Fragenkatalog statt Bild |
| Schrift aus einem Logo identifizieren | FontInLogo | Markenlogos als Datenbank |
| Passende Schriftkombination finden | Fontjoy | KI generiert Vorschläge |
| Schrift auf dem Smartphone erkennen | WhatTheFont App oder FindMyFont | Kamerafoto direkt analysieren |
| Detaillierte Glyphenanalyse | Fontspring Matcherator | erkennt OpenType Features |
Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zur Schrifterkennung

Deep Learning
Deep Learning bezeichnet eine Methode der künstlichen Intelligenz, bei der neuronale Netze mit großen Datenmengen trainiert werden. WhatTheFont nutzt Deep Learning, um Buchstabenformen in Bildern mit Schriften aus der Datenbank abzugleichen.
Font
Ein Font ist die digitale Datei einer Schrift in einem bestimmten Schnitt und einer bestimmten Stärke. Arial Bold 12pt ist ein Font. Arial als Gesamtfamilie ist eine Schriftart (Typeface). Gängige Formate sind TrueType (TTF), OpenType (OTF) und Webfonts (WOFF, WOFF2).
Glyphe
Eine Glyphe ist die konkrete visuelle Darstellung eines Zeichens innerhalb einer Schrift. Der Buchstabe „a“ kann in verschiedenen Schriften völlig unterschiedliche Glyphen haben. Schrifterkennungstools vergleichen die Formen dieser Glyphen mit ihrer Datenbank.
Google Fonts
Google Fonts ist eine Bibliothek von über 1.700 Schriftfamilien, die kostenlos für Web und Printprojekte nutzbar sind. Fontjoy generiert seine Schriftpaare ausschließlich aus Google Fonts.
Kerning
Kerning bezeichnet den horizontalen Abstand zwischen zwei benachbarten Buchstaben. Gutes Kerning verbessert die Lesbarkeit und das Schriftbild. Schrifterkennungstools berücksichtigen Kerning bei der Analyse nicht, weshalb sehr eng oder weit gesetzte Texte die Erkennung erschweren können.
Monotype
Monotype ist einer der weltweit größten Schrifttechnologiekonzerne und Betreiber von MyFonts, WhatTheFont und der Monotype Fonts Plattform. Seit Februar 2026 bietet Monotype eine KI basierte Schriftsuche per natürlicher Sprache an.
OCR
OCR (Optical Character Recognition) ist die optische Zeichenerkennung, bei der Software Text in Bildern identifiziert und in maschinenlesbare Zeichen umwandelt. Schrifterkennungstools nutzen OCR Technologie als ersten Schritt, bevor sie die erkannten Zeichen mit ihrer Fontdatenbank abgleichen.
OpenType
OpenType ist ein Schriftformat, das von Microsoft und Adobe entwickelt wurde. OpenType Fonts unterstützen erweiterte typografische Funktionen wie Ligaturen, Schwungbuchstaben und alternative Zeichenformen. Der Fontspring Matcherator erkennt diese OpenType Features.
Sans Serif
Sans Serif (serifenlos) bezeichnet Schriften ohne die kleinen Querstriche (Serifen) an den Buchstabenenden. Bekannte Vertreter sind Arial, Helvetica und Roboto. Auf Bildschirmen gelten serifenlose Schriften als besser lesbar.
Schriftfamilie
Eine Schriftfamilie umfasst alle Schnitte und Stärken einer Schrift: Regular, Bold, Italic, Light und weitere Varianten. Bei der Schrifterkennung liefern Tools oft den Namen der Schriftfamilie. Den konkreten Schnitt müssen Sie visuell abgleichen.
Serife
Eine Serife ist der kleine Querstrich oder Fuss an den Enden eines Buchstabens. Schriften mit Serifen (z. B. Times New Roman, Georgia) wirken klassischer und eignen sich besonders für längere Lesetexte im Printbereich.
Typeface
Ein Typeface (Schriftart) ist das Gesamtdesign einer Schrift. Der Begriff beschreibt das gestalterische Konzept, nicht die technische Umsetzung. „Garamond“ ist ein Typeface; „Garamond Regular 11pt in OTF Format“ ist ein Font.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Schriftart erkennen

Wie erkenne ich eine Schriftart auf einem Bild?
Laden Sie das Bild in WhatTheFont (myfonts.com/pages/whatthefont) hoch. Das Tool analysiert die Buchstabenformen per KI und schlägt passende Schriften aus einer Datenbank von über 300.000 Fonts vor. Achten Sie auf hohen Kontrast, horizontale Textausrichtung und eine Mindestauflösung von 50 × 50 Pixeln.
Welche Schriftart wird auf einer Website verwendet?
Installieren Sie die Browsererweiterung WhatFont. Ein Klick auf einen beliebigen Text zeigt Ihnen sofort den Schriftnamen, die Größe und den Stil an. Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Text, wählen Untersuchen und suchen im CSS den Eintrag font-family.
Wie finde ich die Schriftart in einer PDF Datei?
Öffnen Sie das PDF im kostenlosen Adobe Acrobat Reader. Drücken Sie Strg+D oder gehen Sie auf Datei, Eigenschaften, Schriften. Dort listet Acrobat alle im Dokument eingebetteten Schriften mit exaktem Namen auf. Sind die Texte vektorisiert, machen Sie einen Screenshot und laden ihn in ein Bilderkennungstool.
Gibt es kostenlose Tools zur Schrifterkennung?
Alle in diesem Artikel vorgestellten Erkennungstools sind kostenlos nutzbar. WhatTheFont, der Fontspring Matcherator, WhatFontIs und Identifont erheben keine Gebühren für die Schriftidentifikation. Kosten entstehen erst, wenn Sie eine erkannte Schrift kaufen möchten.
Kann KI Schriftarten erkennen?
Ja. WhatTheFont nutzt Deep Learning seit 2016 für die Bilderkennung. Seit Februar 2026 bietet Monotype zusätzlich AI Search an: Sie beschreiben eine Schrift in natürlicher Sprache, und das System liefert passende Vorschläge aus über 250.000 Schriften.
Wie erkenne ich Schriftarten mit dem Smartphone?
WhatTheFont bietet eine App für iOS und Android an. Sie fotografieren den Text direkt mit der Kamera, und die App analysiert das Bild. FindMyFont hat ebenfalls eine Android App mit Kamerafunktion. Alternativ fotografieren Sie den Text und laden das Bild auf einer der Erkennungswebsites hoch.
Quellen
- Monotype AI Search: https://www.monotype.com/company/press-release/monotype-launches-ai-search-transforming-font-search-and-discovery-conversational-ai
- MyFonts „WhatTheFont Font Finder“: https://www.myfonts.com/pages/whatthefont/
- Fontspring Font Finder: https://www.fontspring.com/matcherator
- Font Squirrel „Identify Fonts“ https://www.fontsquirrel.com/matcherator (nur für kommerziell einsetzbare Schriftarten)
- WhatFontIs https://www.whatfontis.com/
- Adobe Schriftnamen in PDFs finden: https://helpx.adobe.com/de/acrobat/desktop/create-documents/explore-advanced-conversion-settings/find-ps-fonts.html
- Identifont: https://www.identifont.com/
- FontInLogo: https://www.fontinlogo.com/
- Fontjoy, Font pairing made simple: https://fontjoy.com/
13 Kommentare zu „Schriftarten erkennen: Welche 10 Tools helfen wirklich?“
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Really useful roundup! 😍 I often struggle to identify fonts I see online or in logos, and these tools seem like a real lifesaver. I especially like that there are options both for images and directly in the browser. Definitely saving this for my next design project!
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Vielen Dank für die Einblicke in die Möglichkeiten der Schrifterkennung auf Websites. Es ist sehr wertvoll, über solche Werkzeuge und Methoden Bescheid zu wissen, die uns helfen, Schriftarten schnell und effizient zu identifizieren.
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Sehr hilfreicher Artikel. Vielen Dank!
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Vielen Dank für diesen interessanten und hilfreichen Artikel! Die Schriftart eines Logos rauszufinden, hat mich schon so oft zum Verzweifeln gebracht. Jetzt bestimmt nicht mehr 🙂
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Wow, danke für die wervollen Tipps!
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Das ist ja der Hammer! Klar, wenn es sich um Webfonts handelt, genügt ein Blick in den Code. Aber gerade bei Logos, ist dies kaum möglich. In sofern ist dies einer der hilfreichsten Artikel, die ich 2020 gelesen habe.
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kleine Korrektur: mit dem Bookmarklet „Fontdropper“ kann man beides machen, Schriftarten anzeigen lassen (Häckchen setzen bei: „Show Font Info on Hover“) oder auch temporär per Drag&Drop verändern (oder per Klick – Häckchen setzen bei: „Click on Text then Font to Apply“)
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Mein Favorit unter den Bookmarklets ist seit zig-Jahren „WhatFont“, da es im Gegensatz zum hier erwähnten „Fount“ nicht nur die verwendete Schriftart und Schriftgröße darstellt, sondern auch gleich die Angabe der Alternativschriften (WhatFont stellt die Schriftarten die nicht auf dem meinem System vorhanden sind, durchgestrichen dar), sowie den HTML-Farbcode und die Zeilenhöhe des auszuspähenden Textes, exakt so wie es im CSS niedergeschrieben wurde. Ob im Gegensatz dazu „font dragr“ bei dem man wie der Name schon vermuten lässt, einen kurzen Textauszug oder ein betreffendes Wort auf das Menü des Bookmarklets per Drag&Drop zieht, noch funzzt, – habe ich länger nicht mehr getestet.
Zu nennen wäre bei den Bookmarklets auch noch „Fontdropper“, mit dem man zwar keine Schriften ausliest, dafür aber als Websiteentwickler Textabschnitte und Überschriften einer Seite im Browser in zahlreichen auswählbaren Google-Fonts per Klick darstellen lassen bzw. testen kann.
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Dann gibts auch nocht Font Squirrel
https://www.fontsquirrel.com/matcherator -
WhatTheFont ist echt ein Oldtimer, den ich auch immer wieder nehme.
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Sehr interessanter Artikel. Ich kannte die Tools noch gar nicht.
Nice! -
Meistens reicht ein Blick in den Quelltext!
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Recht hast Du; dann nämlich nicht, wenn der mutmaßliche Font als Bild daherkommt. Und schon braucht es eine Bilderkennung, die zum hoffentlich ähnlichen oder passenden Font führt.
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