Uptimepage bündelt Website-Überwachung und öffentliche Statusseite in einem einzigen Programm, das Agenturen auf dem eigenen Server betreiben. Der Code steht unter der AGPL, der kostenlose Tarif überwacht bis zu 20 Adressen im Drei-Minuten-Takt.[2] Damit rückt eine Alternative zu den monatlich abgerechneten US-Diensten in Reichweite.

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Hinter dem Projekt steht ein einzelner Entwickler in Nikosia, der Ausfallüberwachung und Statusseite bewusst in einem Rust-Programm zusammenführt.[1] Für Betreiber deutscher Websites zählt weniger die Herkunft als die Frage, wo die Messdaten am Ende liegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Uptimepage vereint Monitoring und Statusseite in einem selbst hostbaren AGPL-Programm, geschrieben in Rust.
  • Acht Prüf-Typen reichen von HTTP über das TLS-Zertifikat und den Domain-Ablauf bis zu kompletten Browser-Abläufen.
  • Mehrere Prüfregionen bestätigen einen Ausfall gemeinsam, bevor ein Alarm über Slack, E-Mail, Webhook, PagerDuty oder Telegram herausgeht.
  • Der kostenlose Tarif deckt 20 Adressen ab, zwei zahlende Stufen sind angekündigt, aber noch nicht verfügbar.

Was steckt in Uptimepage?

Ein Barometer mit deutscher Beschriftung und dem Etikett „selbst gehostet“ vor weißem Hintergrund
Uptimepage kombiniert Serverüberwachung und öffentliche Statusseite in einer Rust-Anwendung, die sich unbegrenzt selbst hosten lässt

Uptimepage verbindet zwei Werkzeuge, die sonst getrennt laufen: die laufende Überwachung von Servern und Websites sowie die öffentliche Statusseite, auf der Kunden den Betriebszustand ablesen. Das gesamte Programm steckt in einem einzigen Rust-Binary, das sich ohne Mengenbegrenzung selbst hosten lässt.[1] Als Datenbank dienen PostgreSQL und ClickHouse.

Acht Prüf-Typen gehen über den simplen Erreichbarkeits-Ping hinaus. Sie decken HTTP, TCP, Ping, Heartbeat, DNS, das TLS-Zertifikat, den Domain-Ablauf und ganze Browser-Abläufe ab.[1] Ein ablaufendes Zertifikat oder eine vergessene Domain-Verlängerung meldet das Werkzeug damit, bevor die Seite ausfällt.

Wie verhindert Uptimepage Fehlalarme?

Das eigentliche Problem der Ausfallüberwachung ist nicht das Erkennen einer Störung, sondern der Fehlalarm um drei Uhr nachts. Uptimepage lässt einen möglichen Ausfall deshalb von mehreren Regionen gemeinsam bestätigen und unterdrückt kurzes Flattern zwischen online und offline.[1] Erst wenn mehrere Standorte übereinstimmen, geht die Meldung über Slack, E-Mail, Webhook, PagerDuty oder Telegram heraus.

Für die Einbindung in bestehende Abläufe bringt das Werkzeug einen Terraform-Provider, eine REST-Schnittstelle und einen MCP-Server mit, über den KI-Agenten den Status abfragen.[1] Damit reiht sich Uptimepage in den Trend ein, jede Website auch für Agenten maschinenlesbar zu machen.

Uptimepage im Überblick: Prüf-Funktionen und Tarife

Ein AGPL-Programm bündelt Monitoring und Statusseite, kostenlos oder auf dem eigenen Server.

8
Prüf-Typen

HTTP, TCP, Ping, Heartbeat, DNS, TLS-Zertifikat, Domain-Ablauf, Browser-Ablauf

60 Sek.
kürzester Takt im Gratis-Tarif

Der Founding-Tarif prüft im Minutentakt, der Team-Tarif alle 30 Sekunden

5
Alarmkanäle

Slack, E-Mail, Webhook, PagerDuty und Telegram, ausgelöst nach Regionen-Abgleich

AGPL
Lizenz, selbst hostbar

Ein einzelnes Rust-Binary läuft ohne Mengenbegrenzung auf dem eigenen Server

Die vier Tarife im Vergleich

Standard
0 €

20 Adressen, 3-Minuten-Takt, 30 Tage Historie, 3 Plätze

Founding
0 €

50 Adressen, 60-Sekunden-Takt, 90 Tage Historie, für die ersten 1.000 Konten dauerhaft

Pro (angekündigt)
rund 8 €

50 Adressen, eigene Domain und White-Label für die Statusseite

Team (angekündigt)
rund 16,50 €

150 Adressen, 30-Sekunden-Takt, 13 Monate Historie, Rufbereitschaft und Eskalation

Zum Vergleich: Das quelloffene Uptime Kuma kommt auf rund 88.600 GitHub-Sterne. Uptimepage setzt daneben auf ein einzelnes Rust-Binary und eine polierte Statusseite ab Werk.

Bei der Ausfallüberwachung entscheidet nicht die schnellste Störungsmeldung, sondern der vermiedene Fehlalarm. Ein selbst gehostetes Programm hält Statusseite und Messdaten zugleich auf dem eigenen Server.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Was bringt das selbst gehostete Tool DACH-Agenturen?

Der Reiz liegt in der Datenhoheit. Eine öffentliche Statusseite bei einem US-Anbieter wie Atlassians Statuspage verarbeitet Besucher- und Abonnentendaten auf Servern außerhalb der EU. Ein selbst gehostetes AGPL-Programm bleibt auf dem eigenen Server und erspart den Umweg über den Atlantik, den die DSGVO seit dem Schrems-II-Urteil streng prüft.

Ein Blick auf die Lizenz lohnt sich trotzdem. Die AGPL ist strenges Copyleft: Betreibt eine Agentur das veränderte Programm als Dienst für Kunden, muss sie den angepassten Quellcode offenlegen. Der etablierte Vergleichsmaßstab bleibt Uptime Kuma mit rund 88.600 GitHub-Sternen,[3] das ebenfalls quelloffen und selbst gehostet läuft, die Statusseite aber schlichter ausliefert.

Für Agenturen, die zehn bis fünfzig Kundenseiten betreuen, lohnt der Test des kostenlosen Tarifs, bevor die nächste Statuspage-Rechnung fällig wird. Für den tieferen Einstieg listet die Marktübersicht der Website-Monitoring-Tools die Alternativen, und der Beitrag zum Wechsel auf Self-Hosting liefert die Abwägung dazu.

Quellen

[1] Uptimepage: Projektseite mit Funktionsübersicht

[2] Uptimepage: Tarifübersicht (Standard, Founding, Pro, Team)

[3] Louis Lam: Uptime Kuma auf GitHub

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