In Zagreb fahren seit Kurzem die ersten zahlenden Fahrgäste in fahrerlosen Taxis. Die kroatische Rimac-Tochter Verne, der chinesische Technologiekonzern Pony.ai und Uber betreiben dort nach eigenen Angaben Europas ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst.

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Das Robotaxi wird damit in Europa vom Pilotprojekt zur buchbaren Dienstleistung. Während Tesla in der EU noch auf Zulassungen wartet, kassiert in Kroatien bereits ein fahrerloser Dienst echte Fahrpreise.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verne, Pony.ai und Uber betreiben in Zagreb den ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst Europas, buchbar über die Verne-App, später auch über Uber.
  • Die Flotte nutzt Pony.ais Gen-7-System auf dem Fahrzeug Arcfox Alpha T5, das Einsatzgebiet umfasst rund 90 Quadratkilometer im Großraum Zagreb inklusive Flughafen.
  • Der Dienst läuft täglich von 7 bis 21 Uhr, Verne übernimmt Flottenbetrieb und europäische Zulassungen.
  • Pony.ai meldete zuvor in zwei chinesischen Großstädten den Break-even bei den Stückkosten seiner Gen-7-Technik.

Wie funktioniert der Dienst in Zagreb?

Ein grünes Taxi-Dachschild mit Lenkradsymbol und Aufkleber „Zagreb“ auf weißem Grund
Pony.ai, Verne und Uber teilen sich die Aufgaben: autonome Fahrtechnik, Flottenmanagement und Vermittlungsplattform

Pony.ai liefert das autonome Fahrsystem, Verne fungiert als Flottenbesitzer und Betreiber, Uber bindet den Service in sein globales Vermittlungsnetz ein. Diese Arbeitsteilung erlaubt jedem Partner, seine Stärke einzubringen, ohne die komplette Wertschöpfung allein stemmen zu müssen.

Technisch fährt der Dienst auf dem Arcfox Alpha T5, ausgestattet mit Pony.ais Gen-7-System. Das anfängliche Bediengebiet deckt zentrale Bezirke der kroatischen Hauptstadt ab und reicht bis zum Flughafen Zagreb. Betrieben wird täglich von 7 bis 21 Uhr, eine schrittweise Ausweitung über die Stadt ist geplant.

Für Verne ist der Start ein Beleg gegen jahrelange Zweifel. Das Unternehmen ging aus Project 3 Mobility hervor, einer Gründung von Rimac-Chef Mate Rimac, und hatte einen Marktstart wiederholt verschoben. „Zum ersten Mal in Europa gibt es einen echten kommerziellen Robotaxi-Dienst. Menschen können ihn nutzen und echte autonome Fahrten unternehmen“, sagte Verne-Mitgründer und CEO Marko Pejković.

Dass der erste kommerzielle Robotaxi-Dienst Europas in Zagreb startet und nicht in München oder Paris, sollte der deutschen Autoindustrie zu denken geben. Regulierung und Mut entscheiden hier mehr als Ingenieurstradition.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Was heißt das für den europäischen Markt?

Weißes autonomes Auto mit orangen Rädern und Sensoren, verziert mit einem Lebkuchenherzen
Pony.ai startet Robotaxi-Dienst in Zagreb mit kroatischem Partner und US-Plattform, erstes europäisches Projekt des chinesischen Unternehmens außerhalb Chinas

Die Konstellation zeigt, wie autonome Mobilität in Europa Fuß fasst. Ein chinesischer Technikgeber, ein kroatischer Betreiber und eine US-Plattform bündeln ihre Rollen, statt dass ein einzelner Konzern alles kontrolliert. Für Pony.ai ist Zagreb der erste kommerzielle Robotaxi-Markt außerhalb des Heimatgeschäfts und Chinas.

Beobachten Sie als Flottenbetreiber oder Mobilitätsanbieter genau, wie Verne die europäische Zulassung organisiert. Das Genehmigungsverfahren, nicht die Technik, entscheidet derzeit über das Tempo autonomer Dienste in der EU. Wer früh versteht, welche Auflagen Verne erfüllen muss, kann eigene Projekte realistischer planen.

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