Keine Geldpanne mit Kostenmanagement by Kaffeekanne

Geht das? Statt Girokonto besser Kostenmanagement by Kaffeekanne

Welches ist das schlagkräftigste „Tool“ für effektives, privates Kostenmanagement? Na? Richtig.

Eine ausgediente Kaffeekanne.

Wie das? Du löst zum Monatsersten deinen Lohnscheck ein und steckst die Knete in die Kanne. Das ist dein Konto.

Alle Ausgaben tätigst du bar.

Bist du zu spendabel gewesen und siehst schon um den Zwanzigsten des Monats den nackten Boden der Kanne, heißt es sparen und ggf. darben.

Spaghetti Cipolle statt Austern schlürfen.

Nun leben wir natürlich mittlerweile im Zeitalter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.

Der Vermieter klopft nicht mehr am Monatsanfang gegen die Tür, kriegt ein Schnäpsle, und wankt mit der Monatsmiete wieder nach Hause.

Auch die Versicherungen schicken keine Kassenboten durch die Lande, welche die Prämien für die private Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung, oder die Gebäudeversicherung in Cash einsammeln. Und die Zinskosten für einen Umschuldungskredit sammelt deine Bank auch nicht von Hand ein.

Du bist frisch gebackener GbR-Gesellschafter einer Webdesign Agentur und ihr habt gerade euer GbR-Firmenkonto eröffnet.

Du bist Anfang zwanzig und fühlst dich wie der Champion of the World.

Variable Ausgaben: Kostenmanagement by Kaffeekanne

Dabei solltest du gut zuhören und nicht genervt mit den Augen rollen, wenn dir deine Mutter von der Kaffeekanne und von Großmutters Zeiten erzählt.

Wie glaubst du ist es möglich, dass deine Eltern dieses Haus kaufen und halten können, obwohl nur dein Vater Vollzeit arbeitet und als „mittlerer“ Angestellter keine Reichtümer verdient?

Dein Paps gibt deiner Mutter am Anfang des Monats das so genannte Haushaltsgeld in bar, sagen wir 600 Euro.

Mit diesem Haushaltsgeld muss deine Mutter wirtschaften, damit die laufenden Ausgaben für den Haushalt bestreiten, wie Essen, Trinken, oder die nächste Lage Klopapier.

Jetzt lebst du zwar seit zwei Monaten mit deinen Agenturkumpels in einer Arbeiter-WG, aber hat es dir zuvor jemals an etwas gemangelt? Nein.

Über sehr traditionelle Rollenbilder wollen wir an dieser Stelle nicht disputieren…

Fakt aus meiner Sicht ist jedoch, dass die effektivste Art variable Ausgaben zu managen der konsequente Einsatz von Bargeld wäre, wenn du nicht deinen Dispokredit als einen toxischen Freund kennenlernen willst.

Im Alltag sieht es jedoch meistens so aus, dass im Geldbeutel Bargeldebbe herrscht und der Griff zu Girokontokarte immer gelingt.

Bargeldloses Bezahlen ist super easy, aber dazu gemacht, dass du den Überblick über deine Ausgaben verlierst.

Deshalb solltest du wenigstens immer deine Fixkosten kennen, damit du weißt wieviel dir für das, was das Leben sexy macht, noch übrig bleibt.

Und, ganz wichtig, neben den Fixkosten gibt es weitere Kosten, die zwar nicht monatlich oder jährlich von deinem Konto abgehen, die du aber unbedingt im Blick haben solltest, als da wären:

  • die variablen Ausgaben für dein Auto wie Sprit und die Inspektionen in der KfZ-Werkstatt,
  • Essen & Trinken muss jeder; also wenn du nicht gerade die asketische Prinz Siddhartha-Nummer dauerhaft durchziehen willst, brauchst du ein monatliches Budget für Happa-happa
  • Freizeit: reicht es in der Disco nach dem Eintritt nur für frisches Wasser am Waschbecken des ♀♂-WC, oder sind 1 – 3 Cocktails an der Bar drin und nachts um Drei ein Einkehrschwung in das güldene M
  • Ausgaben für dein Girokonto können schnell ausufern, wenn du nicht die richtige Online-Bank auswählst. Die Banken haben in den Niedrigzinszeiten die Gebühren für ihre Basisleistungen, wie die Führung eines Girokontos, als Einnahmequelle wieder entdeckt und diese teilweise kräftig erhöht.Vor allem Banken mit einem teuren Filialnetz am Bein langten zu.Nehme dir bitte also bei der Wahl deiner Girokonto-Bank ausgiebig Zeit, und lasse deinen Blick nicht durch verlockende Wechselangebote trüben.
  • you name it…

An Wünschen und Gelegenheiten Geld auszugeben herrscht kein Mangel.

Das weiß jeder. Und die Werbung weckt weitere Kaufbedürfnisse, an die du selbst zuvor gar nicht gedacht hast, bis du diesen geilen Werbespot siehst.

Fixkosten

Für wiederkehrende Ausgaben wie Versicherungsbeiträge, Miete, Darlehen, ETF-Sparplan oder das Fitness-Studio, erteilst du ein Lastschriftmandat.

Deine Vertragspartner ziehen das Geld dann zum vereinbarten Zahlungszeitpunkt von deinem Girokonto ein.

Wie der Name schon sagt, sind diese Ausgaben fix, fest, in Beton zementiert, auf jeden Fall nur selten monatlich kündbar.

Bist du sauer auf deinen Vermieter und widerrufst die Lastschrift, brummt dir nicht nur deine Hausbank ein paar Euro Gebühren auf, sondern es klingeln womöglich bald zwei sympathisch aussehende Herren bei dir, die dich lieb von deinem Vermieter grüßen lassen.

Den ETF-Sparplan kannst du vermutlich monatlich kündigen, aber du wolltest doch früh damit beginnen für das Alter vorzusorgen.

Miete, notwendige Versicherungen wie eine Haftpflicht oder eine Teilkasko für dein Auto, daran gibt es nicht zu rütteln.

Wie kriegst du also das Kostenmanagement gebacken?

Kostenmanagement heisst auch… Haushaltsbuch führen

Wieder so ein altmodischer Begriff: Haushaltsbuch

Doch mit etwas Selbstdisziplin und einer Kaffeekanne deiner Wahl ist ein Haushaltsbuch die Waffe gegen Überschuldung und Privatinsolvenz.

An der Einkommensschraube lässt sich legal meistens nicht viel drehen. Die Habenseite ist also fix.

Das Haushaltsbuch hilft dir dabei dauerhaft Herr über deine Ausgaben und Einnahmen zu sein, sodass du keine fetten Dispozinsen bezahlen musst, woran sich deine Hausbank sicherlich erfreuen würde.

Haushaltsbücher gibt es digital, wie das von der Spasskasse , oder in Papierform, wie das von der Verbraucherzentrale, welches ich als altmodischer Liebhaber von Papier bevorzugen würde.

Trage alle Ausgaben dort immer ein, auch Kleinbeträge wie für die Parkuhr oder das Trinkgeld im Lieblingsrestaurant.

Auch wenn die Erfassung manchmal nervt. Hältst du durch, dann verleihe ich dir den Titel Master of Money.

Keine Schulden für flüchtigen Konsum, wie eine Traumreise, oder auch nur ein neues Möbelstück: mache dir das bitte zur obersten Regel.

Die niedrigen Raten für einen Konsumentenkredit wirken verlockend, sind aber leicht der Anfang vom Ende deiner finanziellen Freiheit, weil Shoppen auf Pump süchtig machen kann.

Fazit Kostenmanagement by Kaffeekanne

Auch wenn es manchmal weh tut:

Konsumverzicht muss sein.

Überlege dir also bitte genau, für was du dein Geld ausgibst.

Ist dieses Auto wirklich nötig, oder geht es mir finanziell und gesundheitlich viel besser, wenn ich täglich Rad fahre?

Muss ich ein neues Paar Schuhe kaufen, oder laufe ich damit lieber zum Schuster und lasse die Treter neu besohlen?

Auf die Malediven jetten, oder Endiviensalat am Erlebnistag des örtlichen Bauern selbst ernten?

Oh, ich Guru, sage dir:

Befreie dich von dem Konsumdruck, der dir durch die Medien und Menschen, die dir eigentlich gar nichts bedeuten, auferlegt wird.

Vielleicht macht dich ein minimalistischer Lebensstil glücklich?

Sei mutig und probiere es aus.

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