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Das französische Cyberabwehr-Team CERT-FR nennt in seiner zuletzt am 13. Oktober aktualisierten Warnung neben Danfoss auch Copeland und Dixell als Hersteller betroffener Fernsteuerungen für Kälteanlagen. Das BSI rief Betreiber kleiner Anlagen am selben Tag eindringlich dazu auf, den Zugriff aus dem Internet zu sperren, denn der Angriff auf Frankreichs Supermärkte könne jederzeit Nachahmer finden.

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„Wir fordern die Betreiber solcher Anlagen eindringlich auf, ihre Systeme sicher zu betreiben!“, erklärte BSI-Präsidentin Claudia Plattner.[1] Gemeint sind laut Mitteilung Betreiber kleiner Anlagen, etwa zur Lebensmittelkühlung oder Stromerzeugung. Öffentlich bestätigt ist bislang kein Fall in Deutschland.

Das Wichtigste in Kürze

  • CERT-FR führt Fernsteuerungen von Danfoss (AK-SC, AK-SM), Copeland (xweb) und Dixell (xweb) als kompromittiert auf.
  • CERT-FR veröffentlicht weder eine Schwachstelle noch Erkennungsmerkmale für Betreiber.
  • Das BSI setzt an die erste Stelle, Steuerungen nicht mehr direkt aus dem Internet erreichbar zu machen.
  • Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen reicht bei Geräten ohne Sicherheitsupdates laut CERT-FR nicht aus.

Warum nennt die Warnung gleich drei Hersteller?

Graues Funkgerät mit Antenne, daran ein Schild „Hereinspaziert“, daneben ein offenes Vorhängeschloss
Steuerungen von Danfoss, Copeland und Dixell kompromittiert. CERT-FR warnt vor internetgestützten Verwaltungsschnittstellen als Sicherheitsrisiko

Dass mehr als Danfoss auf der Liste steht, lenkt den Blick vom einzelnen Gerät auf die Betriebsweise. CERT-FR führt neben den Danfoss-Serien AK-SC und AK-SM auch die xweb-Steuerungen von Copeland und Dixell auf und spricht von zahlreichen Kompromittierungen.[2] Eine im Internet erreichbare Verwaltungsschnittstelle widerspricht laut der Behörde grundsätzlich den bewährten Verfahren.[2]

Warum ist das Abschalten des Fernzugangs keine Kleinigkeit?

CERT-FR rät, den Internetzugang der Geräte zu entfernen und die Konfiguration samt Abtauzeiten zu prüfen. Fernzugriff soll künftig nur noch über ein sicheres VPN oder ein geschütztes Netz laufen, ein IP-Filter für Dienstleister gilt als Notlösung.[2] Der Haken: Hängt die Anlage über den Fernzugang am Kältedienstleister, endet mit der Trennung auch die Datenübertragung dorthin. Vorab empfiehlt CERT-FR deshalb einen Blick in die Versicherungsbedingungen.[2]

Ein Werksreset genügt bei kompromittierten Geräten laut Alert nicht, denn Modelle ohne Sicherheitsupdates dürften erneut übernommen werden.[2] Besonders die Altgeräte AK-SM 800 und AK-SC 355 fallen darunter, für die Danfoss laut dem Bericht zum Angriff auf Frankreichs Supermärkte keine Updates mehr liefert. Bei diesen Altgeräten bleibt am Ende der Austausch.

Ein ungesicherter Fernzugang spart dem Kälteservice die Anfahrt und kostet den Händler die Ware einer ganzen Filiale.

Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
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Was rät das BSI Betreibern in Deutschland?

Das BSI nennt als erste Maßnahme, den direkten Zugriff aus dem Internet auf Steuerungssysteme zu unterbinden, dazu VPN mit Mehrfaktor-Schutz und zeitnah eingespielte Updates.[1] Für die Umsetzung verweist die Mitteilung auf die Cybersicherheitsempfehlung 154 zu internet-verbundenen OT-Systemen. Der Appell reicht über Supermärkte hinaus: Bei Sungrow konnte jedes Installateurkonto fremde Solaranlagen umprogrammieren, in Minnesota hingen die Steuerungen von mehr als 30 Wasserwerken offen im Netz.

  • Fragen Sie Ihren Kälteservice, ob die Steuerung direkt aus dem Internet erreichbar ist.
  • Binden Sie den Fernzugriff nur über ein VPN mit Mehrfaktor-Anmeldung an.
  • Spielen Sie verfügbare Updates ein und ändern Sie die Standardpasswörter, wie bei jedem vernetzten Gerät.
  • Klären Sie mit Ihrer Versicherung, welche Folgen eine Trennung vom Kältedienstleister hat.
  • Installieren Sie einen eigenen Temperaturfühler mit Alarm, der unabhängig von der Steuerung meldet.

Quellen

2 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
  1. BSIBSI rät dringend zur Absicherung vernetzter Steuerungssysteme13.10.2026
  2. CERT-FRCERTFR-2026-ALE-012: Sicherheitsvorfall bei Fernsteuerungen von Kälteanlagen (zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026)

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