Am 18. Mai 2026 rollte Xpeng in Guangzhou das erste seriengefertigte Robotaxi vom Band, das ein chinesischer Hersteller vollständig aus eigener Hand entwickelt hat. Gebaut auf der GX-Plattform, ausgelegt auf Level-4-Autonomie und konzipiert für den kommerziellen Betrieb ohne Sicherheitsfahrer, markiert dieses Fahrzeug einen Wendepunkt in der globalen Mobilitätsdebatte.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenWas das Fahrzeug technisch auszeichnet: Xpeng verzichtet komplett auf LiDAR und hochauflösende HD-Karten. Stattdessen setzt das Robotaxi auf ein reines Vision-System, angetrieben vom hauseigenen VLA-2.0-Modell, einer Vision-Language-Action-Architektur, die das Fahrzeug auch mit unbekannten Straßen und variablen Verkehrssituationen umgehen lässt. Vier Turing-AI-Chips mit insgesamt 3.000 TOPS Rechenleistung halten die Systemlatenz unter 80 Millisekunden. Die gleiche VLA-2.0-Basis trägt auch den Humanoid-Roboter IRON und das Flugauto von Xpeng.
Für den Pilotbetrieb plant Xpeng das zweite Halbjahr 2026. Der Betrieb ohne Sicherheitsfahrer vor Ort ist für Anfang 2027 angepeilt. Parallel öffnet Xpeng das Robotaxi-SDK für Partner: Amap, Chinas größtes Navigationsnetz, ist der erste offiziell bestätigte Ökosystem-Partner.
Die globale Einordnung ist eindeutig: China ist bei dieser Technologie nicht mehr nur Wachstumsmarkt, sondern Innovationsführer. Während in Europa und den USA autonome Fahrzeuge vor allem in regulierten Testfeldern operieren, hat Xpeng einen vollständigen Stack aus Chip, Modell und Fahrzeug in Serie gebracht. Für DACH-Fuhrparkmanager und Flottenplaner stellt sich die Frage, wann und in welcher Form Level-4-Mobilität die europäischen Ausschreibungsunterlagen erreicht. Alle technischen Details finden Sie in der offiziellen Xpeng-Ankündigung.
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