Sartorius schärft seine Strategie und richtet sich noch stärker auf Biopharma-Kunden aus. Der Göttinger Konzern hat dazu neue mittelfristige Finanzziele veröffentlicht. Für Anleger und die Branche signalisiert der Laborausrüster, dass er nach der Marktnormalisierung in die nächste Wachstumsphase steuern will.

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Ab 2027 will Sartorius schneller wachsen als seine adressierbaren Märkte. Das Management erwartet ein organisches Umsatzwachstum von 8 bis 11 Prozent pro Jahr auf Gruppenebene.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sartorius bündelt seine Strategie konsequent auf das Biopharma-Geschäft.
  • Ab 2027 strebt der Konzern 8 bis 11 Prozent organisches Umsatzwachstum pro Jahr an.
  • Die zugrunde liegende EBITDA-Marge soll jährlich um rund 50 bis 75 Basispunkte steigen.
  • Die adressierbaren Märkte sollen mittelfristig um etwa 7 bis 9 Prozent jährlich zulegen.

Worauf zielt die neue Strategie?

Laborpipette tropft grüne Flüssigkeit in die Mitte einer konzentrischen Zielscheibe auf weißem Grund
Sartorius konzentriert sich auf Kerntechnologien der Bioprozesstechnik und baut Wachstumsplattformen in fortschrittlichen Therapien und Prozessanalytik auf

Fokus ist das Leitmotiv der Neuausrichtung. Sartorius will seine führende Position in den Kerntechnologien der Bioprozesstechnik ausbauen und zugleich neue Wachstumsplattformen in Bereichen wie fortschrittlichen Therapien und Prozessanalytik aufbauen.

Das Geschäft teilt sich in zwei Sparten. Die Bioprocess Solutions Division liefert vor allem Einweglösungen für die Herstellung von Biopharmazeutika, Impfstoffen sowie Zell- und Gentherapien. Die Lab Products and Services Division bedient Forschung und Qualitätssicherung mit Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterial.

Was bedeutet das für die Branche?

Sartorius-Flasche als Zug mit Fahrer und Aufschrift
Margenausweitung durch Skaleneffekte, operative Verbesserungen und margenstarke Verbrauchsmaterialien. Bioprocess-Sparte soll jährlich 60-85 Basispunkte Margenwachstum erzielen

Margen stehen im Zentrum der Finanzziele. Die Margenausweitung soll aus Skaleneffekten, operativen Verbesserungen und einem wachsenden Anteil margenstarker Verbrauchsmaterialien kommen. Für die Bioprocess-Sparte rechnet das Management mit einem jährlichen Plus von rund 60 bis 85 Basispunkten.

Sartorius verdient am wiederkehrenden Verbrauchsmaterial, nicht am einmaligen Anlagenverkauf. Genau dieses Abo-Prinzip macht den Zulieferer über den Zyklus hinweg robuster als reine Maschinenbauer.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

René Fáber, Vorstandsvorsitzender von Sartorius Stedim Biotech, ordnet die Ausrichtung ein. „Die Biopharma-Industrie steht vor steigenden Anforderungen an Effizienz, Skalierbarkeit und Verlässlichkeit. Diese wollen wir noch besser bedienen, indem wir unsere führende Position in den Kern-Bioprozesstechnologien ausbauen“, sagt Fáber.

Für Entscheider in Pharma und Life Sciences zeigt das Beispiel, wie ein DACH-Champion auf einen zyklischen Markt reagiert. Hintergründe zur Automatisierung in der Bioproduktion liefert unser Beitrag zum KI-Algorithmus in der Industrie.

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