Ein neues Mac-Werkzeug protokolliert Meetings, ohne dass Audio den Rechner verlässt. Trace transkribiert lokal und legt saubere Markdown-Notizen ab.

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Die Mac-App Trace erstellt Meeting-Mitschriften vollständig auf dem Gerät, ohne Cloud, Konto oder Bot in der Leitung. Vorgestellt als Show HN, trifft sie einen Nerv bei datenschutzbewussten Teams.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trace nimmt Mikrofon und Systemton getrennt auf und transkribiert beides lokal auf Apple-Silicon-Macs.
  • Die fertige Mitschrift landet als Markdown in der Zwischenablage, fertig zum Einfügen in Notion, Obsidian oder ein KI-Tool.
  • Wichtige Momente lassen sich per Tastenkürzel mitten im Gespräch markieren.
  • Audio und Text bleiben auf dem Mac, ohne Konto und ohne Telemetrie.

Wie funktioniert Trace?

Glas mit gerollter Nachricht und grünem Anhänger vor weißem Hintergrund
Tastenkürzel startet Aufnahme von Mikrofon und App-Audio. Trace transkribiert Videokonferenzen lokal als Markdown in die Zwischenablage

Ein Tastenkürzel startet die Aufnahme auf dem Gerät. Trace greift Mikrofon und den Ton der laufenden App ab, sodass Zoom, Teams, Meet und Slack gleich behandelt werden. Nach dem Stopp transkribiert ein lokales Sprachmodell die Sitzung in Sekunden.

Das Ergebnis kommt als sauberes Markdown direkt in die Zwischenablage. Von dort wandert es in die eigene Notizumgebung oder in ein Sprachmodell, das daraus eine Zusammenfassung baut.

Was kann die App noch?

Ein braunes Notizbuch, ein orangefarbener Kugelschreiber und eine kleine Schatztruhe
Trace markiert während Gesprächen Momente mit Zeitstempel und zeigt eine Live-Vorschau der letzten zwei Minuten an. Die App trennt Sprecher und exportiert Aufnahmen als Audio und Markdown

Mitten im Gespräch lassen sich Momente markieren. Ein Druck auf das Kürzel, eine kurze Notiz, und der Punkt sitzt am exakten Zeitstempel in der Mitschrift. Eine Live-Vorschau zeigt auf Wunsch die letzten zwei Minuten samt markierter Stellen.

Darüber hinaus trennt Trace die Sprecher und vergibt eigene Labels. Jede Sitzung liegt als Audiodatei und Markdown im Finder, optional klinkt sich die App lesend in den Kalender ein und erinnert kurz vor einem Termin.

Bei sensiblen Gesprächen will niemand fremde Server in der Leitung. Eine Mitschrift, die den Rechner nie verlässt, senkt diese Hürde spürbar.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Für wen lohnt sich das?

Orangene Metall-Tonbandspule mit Aufschriften „TRACE“ und einem Klebezettel auf weißem Hintergrund
Trace ermöglicht datenschutzfreundliche Transkription auf dem Mac mit lokalem Sprachmodell, bleibt aber bei Genauigkeit hinter Cloud-Lösungen zurück

Interessant ist Trace vor allem für datenschutzbewusste Teams, die Mitschriften lokal halten und danach in ein Sprachmodell geben. Was solche Modelle aus rohen Notizen machen, ordnet unser Ratgeber zu großen Sprachmodellen ein.

Eine Grenze bleibt die Genauigkeit. On-device-Modelle reichen noch nicht an die großen Cloud-Modelle heran, und die App verlangt macOS 14 oder neuer auf Apple Silicon. Dass lokale Werkzeuge dennoch ihren Platz haben, zeigt auch unser Beitrag zu Impeccable gegen KI-Einheitsbrei. Den vollen Funktionsumfang beschreibt die Trace-Projektseite.

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