Kanzleisoftware Vergleich
2026
Das sind die besten 29 Anbieter.
Eine Berufungsfrist steht nur im Tischkalender der Sekretärin, die Handakte liegt im Büro des Kollegen, und die Vergütungsrechnung wartet seit drei Wochen auf die Freigabe. In vielen Kanzleien hängt der Alltag noch an Papier, Excel-Listen und dem Gedächtnis einzelner Mitarbeitender. Gleichzeitig läuft die Kommunikation mit den Gerichten längst elektronisch, und Mandanten erwarten schnelle Antworten. Eine Kanzleisoftware bündelt Akten, Fristen, Dokumente, Postfach, Zeiterfassung und Abrechnung an einem Ort. Wir haben 29 Anbieter geprüft, von der klassischen Anwaltssoftware für den Arbeitsplatzrechner über Cloud-Lösungen für kleine Kanzleien bis zu Systemen für Notariate und Großkanzleien. Der Ratgeber erklärt, welche Art zu Ihrer Kanzlei passt, worauf Sie bei Fristenkontrolle, beA-Anbindung, Datenschutz und Abrechnung achten, wie der Umstieg gelingt und mit welchen Kosten Sie rechnen.
j-lawyer.org ist eine kostenlose Open-Source-Kanzleisoftware für Rechtsanwaltskanzleien in Deutschland. Sie bietet elektronische Akte, Kalender, E-Mail, Zeiterfassung und beA-Anbindung, läuft auf Windows, Linux und Mac und wird auf eigenem Server betrieben. Eine Cloud-Variante läuft über j-lawyer.CLOUD.
j-lawyer.org
j-lawyer.org ist eine Open-Source-Kanzleisoftware für Rechtsanwaltskanzleien in Deutschland. Das Projekt ist kostenfrei und ohne Beschränkungen nutzbar und wird gemeinsam mit einer Community weiterentwickelt. Die Software wird auf einem eigenen Kanzleiserver betrieben, Clients stehen für Windows, Linux und Mac bereit. Eine Cloud-Variante wird über j-lawyer.CLOUD angeboten.
Die Software führt eine elektronische Akte mit Adressen, Dokumenten, Kalender, E-Mail und Finanzen. Hinzu kommen Rechnungen, Vorlagen auf Basis von LibreOffice, Zeiterfassung und die Anbindung an das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA); die beA-Integration wird laufend aktualisiert. Falldatenblätter bilden Rechtsgebiete ab, darunter ein Blatt für GwG- und PeP-Prüfungen. Eine App für iOS und Android, Datensicherung und ein KI-Assistent sind verfügbar. Dokumentation, Forum, Wiki und Community-Treffen unterstützen die Einführung.
Die Software selbst ist kostenlos. Kosten können für Zusatzleistungen entstehen, etwa für die vorkonfigurierte Kanzleiserver-Appliance j-lawyer.BOX, für Managed Nextcloud, die Online-Datensicherung oder die Cloud-Nutzung. Eine unverbindliche Testinstallation der Cloud-Variante lässt sich über j-lawyer.CLOUD anfragen.
Sind Sie selbst Anbieter? Jetzt empfohlener Anbieter werden
Was ist eine Kanzleisoftware, und wer braucht sie?

Eine Kanzleisoftware ist ein Programm, mit dem Rechtsanwaltskanzleien und Notariate ihre Mandate, Akten, Fristen, Dokumente und Abrechnungen zentral verwalten. Sie verbindet die Aktenführung mit dem elektronischen Rechtsverkehr und der Buchhaltung der Kanzlei.
Im Kern steht die Akte. Zu jedem Mandat legen Sie Beteiligte, Gegner, Gerichte und Aktenzeichen an, und die Software prüft dabei auf Interessenkollisionen. Schriftsätze, E-Mails und eingehende Nachrichten aus dem beA landen in der elektronischen Akte, Vorlagen füllen Adressen und Aktenzeichen automatisch. Fristen und Wiedervorlagen trägt die Software in einen zentralen Kalender ein, den alle Berechtigten sehen.
Dazu kommen die kaufmännischen Aufgaben. Die Software berechnet Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, erfasst Zeiten für Stundenhonorare, schreibt Rechnungen, überwacht offene Posten und führt das Anderkonto. Viele Programme enthalten eine eigene Finanzbuchhaltung oder übergeben die Daten an die Steuerkanzlei. Zwangsvollstreckung, Forderungsmanagement, Diktat und Spracherkennung sind je nach Anbieter als Module erhältlich.
Gebraucht wird eine Kanzleisoftware von jeder Kanzlei, die mehr als eine Handvoll Mandate betreut: vom Einzelanwalt, der ohne Sekretariat arbeitet, über die mittelgroße Sozietät mit mehreren Standorten bis zur Großkanzlei. Notariate und Anwaltsnotariate brauchen zusätzlich Funktionen für Urkunden und Kostenrechnungen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Tarife und eigene Wege zu den Gerichten, deshalb lohnt dort der Blick auf Anbieter mit Länderversion.
- Fristen auf Papier: Fristen und Termine stehen in Tischkalendern oder persönlichen Kalendern.
- beA von Hand: Nachrichten aus dem beA werden einzeln heruntergeladen und von Hand abgelegt.
- Suchen statt arbeiten: Dokumente liegen verteilt auf Laufwerk, Ordnern und E-Mail-Postfächern.
- Stunden gehen verloren: Zeiten werden nachträglich geschätzt oder gar nicht erfasst.
- Homeoffice holpert: Von unterwegs oder zu Hause fehlt der Zugriff auf Akten und Kalender.
- Altes System: Ihre bisherige Software wird kaum noch weiterentwickelt oder ist teuer im Betrieb.
Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein Vergleich von Kanzleisoftware. Einzelanwälte und kleine Kanzleien finden oft in einer Cloud-Lösung einen schnellen Einstieg. Größere Kanzleien und Notariate brauchen dagegen eine Lösung mit Buchhaltung, Rechteverwaltung und Unterstützung bei der Datenübernahme.
Typische Probleme ohne passende Kanzleisoftware
Kanzleien ohne zentrale Software verlieren Zeit beim Suchen, riskieren versäumte Fristen und verschenken Honorar, weil Leistungen nicht vollständig erfasst und abgerechnet werden.
Das größte Risiko ist die Fristversäumnis. Steht eine Frist nur in einem persönlichen Kalender oder auf einem Zettel in der Akte, fällt eine Vertretung im Urlaub oder bei Krankheit schnell aus. Die Rechtsprechung verlangt eine organisierte Fristenkontrolle mit Vorfristen und Ausgangskontrolle. Eine versäumte Rechtsmittelfrist kann einen Haftungsfall auslösen, der die Berufshaftpflicht beschäftigt.
Im Alltag kostet die Suche nach Informationen viel Zeit. Dokumente liegen verteilt in Ordnern, E-Mail-Postfächern und auf dem Laufwerk, Nachrichten aus dem beA müssen von Hand zur richtigen Akte gebracht werden, und niemand weiß genau, welche Version eines Schriftsatzes die aktuelle ist. Telefonnotizen und Absprachen mit Mandanten gehen verloren, wenn sie nicht in der Akte landen.
Schließlich leidet die Abrechnung. Ohne Zeiterfassung fehlen Stunden auf der Rechnung, Gebührentatbestände nach dem RVG werden übersehen, und Vorschüsse sowie Auslagen bleiben unberücksichtigt. Offene Rechnungen fallen erst spät auf. Hinzu kommen Fragen des Datenschutzes und der Verschwiegenheit, wenn Mandatsdaten in privaten Cloud-Speichern oder ungeschützten E-Mails liegen.
Fristen stehen in persönlichen Kalendern, Vertretungen sehen sie nicht.
Schriftsätze, E-Mails und Notizen liegen an verschiedenen Orten.
Eingehende Nachrichten müssen von Hand der richtigen Akte zugeordnet werden.
Stunden, Gebühren und Auslagen fehlen auf der Rechnung.
Ohne zentrale Prüfung fällt eine widerstreitende Vertretung zu spät auf.
Daten liegen in privaten Speichern oder unverschlüsselten E-Mails.
Kalender, Textverarbeitung, Buchhaltung und Postfach arbeiten nicht zusammen.
Welche Arten von Kanzleisoftware gibt es?

Kanzleisoftware gibt es als lokal installiertes Programm, als Cloud-Lösung im Browser und als gehostete Variante beim Anbieter. Dazu kommen Speziallösungen für Notariate, Branchenlösungen großer Unternehmenssoftware und Systeme für Großkanzleien.
Klassische Anwaltssoftware läuft auf den Rechnern und dem Server der Kanzlei. Sie bietet meist den größten Funktionsumfang mit Buchhaltung, Zwangsvollstreckung und vielen Schnittstellen, braucht aber eigene IT, Datensicherung und Updates. Viele dieser Programme gibt es inzwischen auch gehostet im Rechenzentrum des Anbieters, sodass die Kanzlei keinen eigenen Server mehr betreiben muss.
Cloud-Kanzleisoftware läuft im Browser und wird monatlich je Nutzer abgerechnet. Sie ist schnell eingerichtet, funktioniert auf Windows, Mac und Tablet und eignet sich gut für Gründer, kleine Kanzleien und Teams, die viel im Homeoffice arbeiten. Wichtig ist hier der Blick auf Serverstandort, Verschlüsselung und die Anbindung an das beA, die bei einigen Lösungen über ein lokales Zusatzprogramm läuft.
Notariate brauchen Software mit Urkundenverwaltung und Notarkostenrechnung, für Anwaltsnotare oft kombiniert mit der Anwaltssoftware. Große Kanzleien setzen dagegen auf Systeme für Mandatsannahme, Zeiterfassung, Dokumentenmanagement und Finanzen, die sich an viele Standorte und Berufsträger anpassen lassen. Für Österreich und die Schweiz gibt es eigene Programme mit Landestarifen und dem jeweiligen elektronischen Rechtsverkehr.
Installiert auf Rechnern und Server der Kanzlei, meist mit großem Funktionsumfang.
Läuft im Browser, monatlich je Nutzer, ideal für kleine Kanzleien und mobiles Arbeiten.
Gewohnte Software im Rechenzentrum des Anbieters, ohne eigenen Server.
Urkunden, Notarkosten und Anderkonten für Notariate und Anwaltsnotare.
Mandatsannahme, Zeiterfassung, Dokumentenmanagement und Finanzen für viele Standorte.
Programme mit Landestarifen und Anbindung an den dortigen Rechtsverkehr.
- Großer Funktionsumfang mit Buchhaltung und Modulen
- Daten auf eigener Hardware
- Eigene IT, Sicherung und Updates nötig
- Meist Lizenz mit Wartungsvertrag oder Miete
- Schnell eingerichtet, kein eigener Server
- Läuft auf Windows, Mac und Tablet
- Monatlicher Preis je Nutzer
- Serverstandort und Verschlüsselung prüfen
2026
Whitepaper:
Die passende Kanzleisoftware finden 2026
Der Leitfaden zur Kanzleisoftware: welche Arten es gibt, wie Sie Fristenkontrolle, beA-Anbindung, Abrechnung, Datenschutz und Kosten bewerten und wie Sie den Umstieg Schritt für Schritt ohne Fristenrisiko meistern.
Nach Ihrer Bestätigung per E-Mail gelangen Sie direkt zum Download. Datenschutzerklärung
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Die passende Kanzleisoftware sichert Ihre Fristen zuverlässig, bindet das beA nahtlos an, rechnet sauber ab und schützt Mandatsgeheimnisse. Eine lange Funktionsliste hilft wenig, wenn Ihr Team die Akte im Alltag nicht pflegt.
Prüfen Sie zuerst die Fristen und den elektronischen Rechtsverkehr. Die Software sollte Fristen mit Vorfristen berechnen, eine Ausgangskontrolle unterstützen und Fristen nur nach Freigabe löschen lassen. Seit 2022 müssen Anwälte in Deutschland Schriftsätze elektronisch bei Gericht einreichen. Eine gute Kanzleisoftware versendet und empfängt beA-Nachrichten direkt aus der Akte, ordnet eingehende Post zu und speichert Prüfprotokolle und Eingangsbestätigungen. In Österreich zählt die Anbindung an den WebERV, in der Schweiz an die Plattformen der Justiz.
Achten Sie danach auf Abrechnung und Organisation. Gebührenrechner nach RVG, Stundenerfassung, Vorschussrechnungen, Mahnwesen und Aktenkonto gehören zum Pflichtprogramm, dazu eine Finanzbuchhaltung oder ein Export an die Steuerkanzlei. Prüfen Sie, wie gut Vorlagen, Textverarbeitung, Diktat und E-Mail-Programm eingebunden sind und ob die Software Ihre Rechtsgebiete unterstützt, etwa Zwangsvollstreckung, Verkehrsrecht oder Insolvenzverwaltung.
Klären Sie schließlich Datenschutz, Betrieb und Vertrag. Bei Cloud-Lösungen zählen Serverstandort, Verschlüsselung, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und die Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach § 43e BRAO. Bei lokalen Programmen sind Datensicherung, Updates und Hardware Ihre Aufgabe. Vergleichen Sie Lizenzmodell, Kosten je Arbeitsplatz, Laufzeit und die Frage, wie Sie Ihre Akten bei einem späteren Wechsel vollständig exportieren.
Die Software sollte Fristen mit Vorfristen berechnen, Erledigungen protokollieren und eine Ausgangskontrolle unterstützen. Fristen dürfen nur nach Freigabe verschwinden.
Nachrichten sollten aus der Akte versendet und eingehende Post automatisch zugeordnet werden. Prüfprotokolle und Eingangsbestätigungen gehören in die Akte.
Gebührenrechner, Stundenerfassung, Vorschüsse, Auslagen, Mahnwesen und Aktenkonto sorgen für vollständige Rechnungen und einen Überblick über offene Posten.
Elektronische Akte, Versionen, Volltextsuche, Vorlagen mit Platzhaltern und eine gute Einbindung von Textverarbeitung und E-Mail sparen täglich Zeit.
Bei Cloud-Lösungen zählen Serverstandort, Verschlüsselung, Auftragsverarbeitung und die Verpflichtung zur Verschwiegenheit. Lokal brauchen Sie eine verlässliche Sicherung.
Benutzerrechte je Akte, Vertretungsregeln, Standorte und Aufgabenlisten machen die Zusammenarbeit zwischen Berufsträgern und Sekretariat einfacher.
Diktat mit Spracherkennung, automatische Zuordnung von Post, Textbausteine und KI-Funktionen für Zusammenfassungen sparen Zeit, wenn der Datenschutz geklärt ist.
Lizenz mit Wartung, Miete oder Abo je Nutzer, Module, Einrichtung und Datenübernahme: Vergleichen Sie die Gesamtkosten und die Exportmöglichkeiten bei Kündigung.
Welche Kanzleisoftware passt zu Ihrer Kanzlei?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 29 recherchierten Anbietern ab.
Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.
Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.
So führen Sie eine Kanzleisoftware ein

Die Einführung einer Kanzleisoftware dauert je nach Kanzleigröße einige Wochen bis wenige Monate. Wichtig sind eine saubere Bestandsaufnahme, die Übernahme der laufenden Akten und Fristen, eine Schulung des ganzen Teams und ein klarer Stichtag.
Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche Akten laufen, wo stehen Fristen und Termine, welche Vorlagen nutzen Sie, wie rechnen Sie heute ab, und wer erledigt die Buchhaltung? Halten Sie fest, welche Funktionen zwingend nötig sind und welche nur wünschenswert. Testen Sie danach zwei oder drei Programme mit einer Testversion oder einer Vorführung anhand echter, anonymisierter Mandate.
Planen Sie die Datenübernahme sorgfältig. Fragen Sie den Anbieter, ob er Adressen, Akten, Dokumente und offene Posten aus Ihrem bisherigen System übernimmt, und lassen Sie sich die Kosten dafür schriftlich geben. Die laufenden Fristen übertragen Sie am besten doppelt kontrolliert, im Vier-Augen-Prinzip. Richten Sie Benutzerrechte, Vorlagen, Gebührenvorgaben und die beA-Anbindung vor dem Stichtag ein.
Am Stichtag arbeiten alle nur noch im neuen System. Schulen Sie das gesamte Team, auch Auszubildende und Teilzeitkräfte, und benennen Sie eine verantwortliche Person, die Fragen sammelt. In den ersten Wochen prüfen Sie täglich den Fristenkalender und den beA-Eingang. Nach einigen Monaten lohnt eine Auswertung: Welche Funktionen nutzt das Team, wo hakt es, und welche Abläufe lassen sich weiter automatisieren?
Bestandsaufnahme
Sie erfassen laufende Akten, Fristen, Vorlagen, Abrechnungswege und die bisherige Buchhaltung.
Auswahl und Test
Zwei oder drei Programme werden mit anonymisierten Mandaten getestet und verglichen.
Einrichtung und Datenübernahme
Benutzer, Rechte, Vorlagen, Gebühren und beA werden eingerichtet, Altdaten übernommen.
Fristen übertragen und starten
Laufende Fristen werden im Vier-Augen-Prinzip übertragen, danach arbeiten alle nur noch im neuen System.
Schulung und Kontrolle
Das Team wird geschult, Fristenkalender und Posteingang werden täglich geprüft.
Optimierung
Abläufe werden ausgewertet, Vorlagen und Automatisierungen erweitert.
Häufige Fehler bei der Auswahl und beim Einsatz

Die meisten Fehler entstehen nicht durch die Software, sondern durch eine Auswahl ohne das Team, eine nachlässige Datenübernahme und Gewohnheiten, die neben der Software weiterlaufen.
Ein häufiger Fehler ist die Entscheidung allein durch die Partner. Wer täglich mit Akten, Fristen und Post arbeitet, sitzt oft im Sekretariat, und genau diese Personen merken in der Vorführung, wo die Bedienung hakt. Ebenso riskant ist es, nur auf den Preis je Arbeitsplatz zu schauen und Module für Buchhaltung, beA oder Diktat erst später zu entdecken.
Bei der Umstellung gehen gern Fristen und Daten verloren. Laufende Fristen werden nicht vollständig übertragen, alte Akten bleiben im Altsystem, und niemand prüft, ob Dokumente korrekt zugeordnet sind. Bleibt der Papierkalender als Schattenkalender bestehen, weiß im Ernstfall niemand, welcher gilt.
Im laufenden Betrieb schleichen sich Gewohnheiten ein. Zeiten werden nicht täglich erfasst, E-Mails landen nicht in der Akte, Benutzerrechte sind zu weit gefasst, und Sicherungen oder Updates bleiben liegen. Klären Sie deshalb feste Regeln für Aktenführung, Zeiterfassung und Fristen, und prüfen Sie regelmäßig, ob sie eingehalten werden.
Die Partner entscheiden allein, das Team stößt erst im Alltag auf Hürden.
Module für Buchhaltung, beA oder Diktat kosten später extra.
Beim Umstieg gehen laufende Fristen verloren.
Der Papierkalender läuft weiter, niemand weiß, welcher gilt.
Stunden werden am Monatsende rekonstruiert, Honorar geht verloren.
Alle sehen alle Akten, auch besonders vertrauliche Mandate.
Bei einem Wechsel lassen sich Akten und Dokumente nicht vollständig mitnehmen.
Was kostet eine Kanzleisoftware?

Die Kosten für eine Kanzleisoftware hängen vor allem von der Zahl der Arbeitsplätze, dem gewählten Funktionsumfang und dem Betriebsmodell ab. Cloud-Lösungen rechnen meist monatlich je Nutzer ab, lokale Programme über Lizenz, Wartungsvertrag oder Miete.
Einfache Cloud-Lösungen für Einzelanwälte und kleine Kanzleien starten mit einem überschaubaren Monatspreis je Nutzer, umfangreichere Pakete mit Buchhaltung, Diktat oder Spracherkennung kosten mehr. Daneben finden Sie Open-Source-Software zur kostenlosen Nutzung und Einstiegsversionen für Gründer. Klassische Anwaltssoftware wird häufig gemietet oder als Lizenz mit jährlichem Wartungsvertrag angeboten, oft modular, sodass Sie nur die benötigten Bausteine bezahlen. Systeme für Großkanzleien nennen Preise in aller Regel nur auf Anfrage.
Rechnen Sie neben Lizenz oder Abo auch Einrichtung, Datenübernahme, Schulung, Schnittstellen und bei lokalen Programmen Server, Datensicherung und IT-Betreuung ein. Auf der anderen Seite stehen weniger Suchzeit, vollständigere Abrechnungen und ein geringeres Haftungsrisiko bei Fristen. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre und klären Sie, wie Sie nach einer Kündigung an Ihre Akten und Dokumente kommen.
Kostenlose Software zum Selbstbetrieb, Hosting und Support kosten extra.
Browserlösung mit Akte, Fristen, beA und Abrechnung für kleine Kanzleien.
Mit Buchhaltung, Diktat, Spracherkennung oder KI-Funktionen.
Modulare Anwaltssoftware, Updates im Mietpreis enthalten.
Kauflizenz je Arbeitsplatz, dazu ein Wartungsvertrag für Updates und Support.
Individuelle Einführung mit Schnittstellen, Datenübernahme und Schulung.
Die Kosten für eine Kanzleisoftware richten sich vor allem nach der Zahl der Arbeitsplätze, den benötigten Modulen und dem Betriebsmodell. Einzelanwälte finden günstige Cloud-Tarife oder Open-Source-Lösungen. Wer Buchhaltung, Diktat, Zwangsvollstreckung oder eine Lösung für viele Standorte braucht, rechnet mit höheren Kosten und einem Einführungsprojekt. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre.
1 Wofür steht die Abkürzung beA? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
2 Seit wann müssen Anwälte in Deutschland Schriftsätze an Gerichte grundsätzlich elektronisch einreichen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
3 Was ist eine Vorfrist? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
4 Wozu dient die Kollisionsprüfung in einer Kanzleisoftware? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
5 Nach welchem Gesetz rechnen Anwälte in Deutschland ihre gesetzlichen Gebühren ab? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Glossar: Begriffe rund um Kanzleisoftware
Die wichtigsten Begriffe rund um Kanzleisoftware, Fristen, elektronischen Rechtsverkehr und Abrechnung, kompakt und anbieterneutral erklärt.
- Kanzleisoftware
Programm zur Verwaltung von Mandaten, Akten, Fristen, Dokumenten und Abrechnungen in Rechtsanwaltskanzleien und Notariaten.
- beA
Besonderes elektronisches Anwaltspostfach, über das Anwälte in Deutschland mit Gerichten, Behörden und Kollegen kommunizieren.
- ERV
Elektronischer Rechtsverkehr, also die elektronische Kommunikation zwischen Gerichten, Behörden und Anwälten.
- WebERV
Elektronischer Rechtsverkehr der österreichischen Justiz, über den Anwälte Eingaben einbringen und Zustellungen erhalten.
- E-Akte
Elektronische Akte, in der alle Dokumente, Nachrichten und Notizen zu einem Mandat gespeichert sind.
- Fristenkontrolle
Organisierte Erfassung und Überwachung aller Fristen mit Vorfristen, Erledigungsvermerk und Ausgangskontrolle.
- Vorfrist
Erinnerung einige Tage vor Ablauf einer Frist, damit die Sache rechtzeitig bearbeitet werden kann.
- Wiedervorlage
Termin, zu dem eine Akte erneut bearbeitet oder geprüft werden soll.
- Kollisionsprüfung
Abgleich neuer Beteiligter mit allen Akten, um die Vertretung widerstreitender Interessen auszuschließen.
- RVG
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, das die gesetzlichen Gebühren der Anwälte in Deutschland regelt.
- RATG
Rechtsanwaltstarifgesetz, nach dem Anwälte in Österreich ihre Leistungen im Verfahren abrechnen.
- Anderkonto
Treuhandkonto, auf dem Anwälte oder Notare Fremdgelder ihrer Mandanten getrennt verwalten.
- Handakte
Die Akte, die der Anwalt über ein Mandat führt und nach dem Ende des Auftrags aufbewahren muss.
- Aktenkonto
Übersicht über alle Zahlungen, Vorschüsse, Auslagen und Rechnungen zu einer Akte.
- Mandantenportal
Geschützter Online-Bereich, über den Mandanten Dokumente austauschen und den Stand ihrer Sache sehen.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Kanzleisoftware, Fristenkontrolle, beA, Cloud, Datenschutz und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet. Funktionen und Preise ändern sich häufig, prüfen Sie den aktuellen Stand direkt beim Anbieter. Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Was ist eine Kanzleisoftware?
Eine Kanzleisoftware ist ein Programm, mit dem Anwaltskanzleien und Notariate Mandate, Akten, Fristen, Dokumente und Abrechnungen zentral verwalten. Sie verbindet die Aktenführung mit dem elektronischen Rechtsverkehr, der Zeiterfassung und der Buchhaltung.
Welche Funktionen braucht eine Kanzleisoftware?
Unverzichtbar sind Aktenverwaltung mit Kollisionsprüfung, Fristenkalender mit Vorfristen, elektronische Akte, beA-Anbindung und Abrechnung nach RVG mit Zeiterfassung. Je nach Kanzlei kommen Buchhaltung, Zwangsvollstreckung, Diktat, Mandantenportal und KI-Funktionen hinzu.
Brauche ich für das beA eine Kanzleisoftware?
Nein, das beA lässt sich auch über die Web-Anwendung der Bundesrechtsanwaltskammer nutzen. Mit einer Kanzleisoftware versenden Sie Nachrichten aber direkt aus der Akte, eingehende Post wird zugeordnet, und Fristen entstehen ohne Abtippen. Das spart Zeit und senkt das Fehlerrisiko.
Darf eine Kanzlei Cloud-Software nutzen?
Ja, Anwälte dürfen Cloud-Dienste nutzen, wenn sie den Anbieter sorgfältig auswählen und zur Verschwiegenheit verpflichten. Die Bundesrechtsanwaltsordnung regelt das in § 43e BRAO. Dazu kommen ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach DSGVO und angemessene technische Schutzmaßnahmen.
Was ist der Unterschied zwischen Cloud- und lokaler Kanzleisoftware?
Cloud-Kanzleisoftware läuft im Browser beim Anbieter und wird meist monatlich je Nutzer bezahlt. Lokale Software installieren Sie auf eigenen Rechnern und einem eigenen Server, Sie kümmern sich selbst um Sicherung und Updates. Viele Anbieter bieten zusätzlich eine gehostete Variante ihrer lokalen Software an.
Gibt es kostenlose Kanzleisoftware?
Ja, es gibt Open-Source-Kanzleisoftware, die Sie kostenlos herunterladen und selbst betreiben können. Für Hosting, Einrichtung oder Support fallen dann meist Kosten an. Einige kommerzielle Anbieter bieten zudem Testphasen oder günstige Einstiegstarife für Gründer.
Wie lange dauert der Umstieg auf eine neue Kanzleisoftware?
Der Umstieg dauert je nach Kanzleigröße und Datenbestand einige Wochen bis wenige Monate. Am meisten Zeit brauchen Datenübernahme, Einrichtung der Vorlagen und Schulung. Laufende Fristen sollten Sie zum Stichtag im Vier-Augen-Prinzip übertragen.
Gibt es Kanzleisoftware für Österreich und die Schweiz?
Ja, mehrere Anbieter haben Programme speziell für Österreich oder die Schweiz. Sie rechnen nach den dortigen Tarifen ab, etwa dem RATG in Österreich, und binden den jeweiligen elektronischen Rechtsverkehr an. Achten Sie bei deutschen Anbietern darauf, ob eine Länderversion existiert.
Was kostet eine Kanzleisoftware?
Die Kosten reichen von kostenloser Open-Source-Software über Cloud-Tarife je Nutzer und Monat bis zu Lizenzen mit Wartungsvertrag und individuellen Projekten für Großkanzleien. Entscheidend sind Arbeitsplätze, Module und Betriebsmodell. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre.
3D-CAD-Software Vergleich 2026. Das sind die besten 40 Anbieter.
Ein Halter passt am Bildschirm perfekt, doch beim Zusammenbau stößt er an die Schraube daneben, und der Prototyp wandert in den Schrott. Mit 3D-CAD-Software fällt so ein Fehler…
Mehr erfahren-
Dienstplan Software Vergleich 2026. Das sind die besten 40 Anbieter.
Sonntagabend, 21 Uhr: Die Frühschicht meldet sich krank, im Gruppenchat stapeln sich Tauschwünsche, und der Plan für den…
-
Backup-Software Vergleich 2026. Das sind die besten 34 Anbieter.
Ein Klick auf den falschen Mailanhang, ein Stromausfall im Serverraum, eine Festplatte, die nach fünf Jahren aufgibt: Datenverlust…
-
Lettershop und Direktmarketing Vergleich 2026. Das sind die besten 80 Anbieter.
Ein Werbebrief landet im Briefkasten, wird geöffnet, in die Hand genommen und oft tagelang aufbewahrt. Damit das bei…
-
IT-Entsorgung und Datenträgervernichtung Vergleich 2026. Das sind die besten 51 Anbieter.
Im Keller stapeln sich ausgemusterte Laptops, im Serverraum liegen alte Festplatten in einer Kiste, und niemand weiß genau,…
Mehr solcher Vergleiche?
Jetzt kostenlos abonnieren.
Jeden Dienstag die besten Artikel aus dem Dr. Web-Magazin direkt in Ihr Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.