Redaktion Dr. Web 26. Juni 2018

Geschäftswagen als Freiberufler – darauf musst du achten

In den meisten Branchen kommst du um einen Firmenwagen nicht herum. Denn zum einen brauchst du ein zuverlässiges Geschäftsfahrzeug. Andererseits benötigst du, abhängig von deiner Branche, ein Prestigeobjekt. Wenn du vor der Entscheidung stehst, einen Firmenwagen anzuschaffen oder doch lieber zu leasen, musst du einige Punkte beachten, damit deine Kosten überschaubar bleiben.

Dein Dienstwagen zählt zum Betriebsvermögen

Bei deinem Firmenfahrzeug kannst du sämtliche Betriebskosten von der Steuer bis zur Haltung und Nutzung gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass du deinen Wagen überwiegend geschäftlich nutzt.

Ein bisschen Prestige ist auch dabei. (Foto: Depositphotos)

So ist mein Dienstfahrzeug als Betriebsvermögen klassifiziert, aber das geht nur, weil ich das Auto mehr als 50 Prozent geschäftlich nutze. Doch auch, wenn du dein Fahrzeug nur zwischen 10 und 50 Prozent für den Job gebrauchst, kannst du die Betriebskosten immerhin noch anteilig geltend machen.

Wenn du allerdings deine beruflichen Termine in der Regel mit der Bahn oder dem Flieger wahrnimmst, was bedeutet, dass du dein eigenes Auto weniger als zehn Prozent geschäftlich nutzt, kannst du das Fahrzeug nicht mehr als Betriebsvermögen klassifizieren.

Wähle zwischen Fahrtenbuch oder Pauschalbesteuerung

Das Finanzamt gibt dir zwei Optionen, wie du deinen Wagen versteuern kannst. Die wählst du, wenn du deine Steuererklärung abgibst. Bei der 1 % Regelung wird der Neupreis deines Firmenwagens der Berechnung zugrunde gelegt. Monatlich wird ein Prozent dieses Betrages angerechnet. Damit wird die Entfernungspauschale, die 30 Cent pro Kilometer beträgt, verrechnet. Hat dein Dienstwagen 30.000 Euro gekostet und du fährst täglich 30 km damit, hast du einen geldwerten Vorteil von 435 Euro steuerlich geltend zu machen.

Das Finanzamt hat ganz eigene Vorstellungen. (Foto: Depositphotos)

Willst du keine pauschale Besteuerung, kannst du ein Fahrtenbuch führen, das jedoch lückenlos sein muss. Das Fahrtenbuch ist für dich dann besser, wenn dein Firmenfahrzeug sehr teuer ist oder du beruflich häufig weite Strecken zurücklegen musst.

Finde mit Online-Versicherungsvergleichen den besten Tarif

Wenn du deinen Firmenwagen kaufst, belastet das deine Liquidität. Gemäß der Afa-Tabelle kannst du dann über sechs Jahre hinweg die Kosten abschreiben und die Betriebskosten steuerlich geltend machen. Beim Leasen steigt zwar deine monatliche Kostenbelastung, aber die Liquidität wird geschont. Absetzen kannst du die Raten, die Leasingsonderzahlung und laufende Betriebskosten. Für Neu- oder Leasingfahrzeuge ist eine Vollkaskoversicherung vorgeschrieben.

Oft ist der Unterschied zwischen Voll- und Teilkasko gar nicht so hoch, vor allem, wenn du eine Selbstbeteiligung vereinbarst. Allerdings bitten Versicherer für Dienstwagen meist heftig zur Kasse. Die Unterschiede betragen oft mehrere hundert Euro pro Jahr. Dieser Kfz-Versicherungsvergleich hat mir hier geholfen, den günstigsten Tarif zu finden.

Übrigens habe ich auch noch gespart, indem ich meinen privaten Vertrag ruhen ließ und den Schadenfreiheitsrabatt auf den Firmenwagen übertragen habe.

(Bildnachweis Artikelbild: Depositphotos)

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Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.
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