Eisen trägt jede Brücke, jedes Auto und jede Waschmaschine in diesem Land, und kein Gramm des Erzes dafür kommt aus deutschem Boden. Seit dem 1. Juli 2026 schirmt die EU ihren Stahlmarkt mit einem zollfreien Kontingent von 18,3 Millionen Tonnen ab. Billiger wird der Werkstoff dadurch nicht, und der Erzpreis ist längst nicht das eigentliche Problem.

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Eisen und die daraus erzeugten über 2.500 Stahlsorten stehen am Anfang fast jeder industriellen Wertschöpfungskette, die Deutschland noch besitzt. In den stahlintensiven Branchen arbeiten nach Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl rund vier Millionen Menschen, etwa zwei Drittel aller Industriearbeitsplätze im Land. Diese Grundlage schrumpft seit vier Jahren, und die Ursachen liegen tiefer als bei billigen Importen aus Drittstaaten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit wurden 2025 rund 2,6 Milliarden Tonnen nutzbares Eisenerz gefördert. Australien allein lieferte davon 980 Millionen Tonnen, Brasilien 420 Millionen.
  • Deutschland fördert seit 1982 praktisch kein Eisenerz mehr. Das Erz für die Hochöfen an Rhein und Saar kommt aus Kanada, Südafrika, Brasilien und Schweden.
  • Die Rohstahlproduktion in Deutschland fiel 2025 auf 34,1 Millionen Tonnen, den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Die Auslastung sank unter 70 Prozent.
  • Seit dem 1. Juli 2026 gilt ein zollfreies EU-Einfuhrkontingent von 18,3 Millionen Tonnen Stahl im Jahr, rund 47 Prozent weniger als zuvor. Darüber greift ein Zoll von 50 Prozent.
  • Stahl lässt sich unbegrenzt oft ohne Qualitätsverlust einschmelzen. Die deutsche Stahlindustrie setzt jährlich rund 20 Millionen Tonnen Schrott ein, doch für den Bedarf reicht das Material nicht.

Bluff oder Wissen? Der Eisen-Check

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Der Eisen-Check
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1Wodurch entstanden die größten Eisenerzlager der Erde?Aufklappen ↓
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Richtig: B. Frühe Cyanobakterien setzten Sauerstoff frei, der das im Urmeer gelöste Eisen ausfällte. Über Hunderte Millionen Jahre entstanden daraus die gebänderten Eisenerze, aus denen heute Australien und Brasilien fördern. Das erste Kapitel rechnet die Zeiträume vor.
2Welche Erfindung machte die phosphorreichen Erze Lothringens brauchbar?Aufklappen ↓
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Richtig: C. Sidney Gilchrist Thomas kleidete den Konverter 1877 basisch mit Dolomit aus und gab Kalk zu. Erst dadurch ließ sich der Phosphor entfernen, und die Minette Lothringens wurde zum Fundament der deutschen Schwerindustrie. Das Geschichtskapitel erzählt die Szene.
3Wie viel Eisenerz förderte Australien im Jahr 2025?Aufklappen ↓
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Richtig: A. Der US Geological Survey weist für 2025 rund 980 Millionen Tonnen nutzbares Erz aus, gut ein Drittel der Weltförderung von 2,6 Milliarden Tonnen. Brasilien folgt mit 420 Millionen Tonnen. Die Zahlen stehen im Weltwirtschaftskapitel.
4Wie viel Stahl darf seit Juli 2026 zollfrei in die EU?Aufklappen ↓
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Richtig: B. Das neue Handelsschutzinstrument senkt das zollfreie Kontingent um rund 47 Prozent auf 18,3 Millionen Tonnen im Jahr. Oberhalb dieser Menge fallen 50 Prozent Zoll an. Das Schlusskapitel rechnet die Folgen für deutsche Verarbeiter durch.
5Wie oft lässt sich Stahl einschmelzen und neu verwenden?Aufklappen ↓
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Richtig: C. Stahl verliert beim Einschmelzen keine Materialeigenschaften und lässt sich deshalb unbegrenzt oft verwerten. Die Grenze setzt nicht die Technik, sondern die verfügbare Schrottmenge. Das Kapitel zu den Alternativen erklärt den Unterschied.

Was ist Eisen und wie entsteht das Erz?

Eisen zählt zu den vier häufigsten Elementen der Erdkruste, liegt dort aber fast vollständig chemisch gebunden vor. Abbauwürdig wird der Rohstoff erst in den gebänderten Eisenerzen, die vor 2,5 bis 1,8 Milliarden Jahren entstanden, als der erste Sauerstoff der Erdgeschichte gelöstes Eisen im Urmeer ausfällte.

Der Vorgang gehört zu den größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte und zu ihren produktivsten zugleich. Cyanobakterien begannen vor rund 2,5 Milliarden Jahren, Sauerstoff freizusetzen. Im damals sauerstofffreien Ozean schwamm gelöstes zweiwertiges Eisen in gewaltigen Mengen, und der neue Sauerstoff verwandelte diesen Vorrat über Jahrmillionen in unlösliches Eisenoxid, das in feinen roten Lagen zu Boden sank. Australiens Hamersley-Range und Brasiliens Carajás-Distrikt bestehen bis heute aus genau diesem gebänderten Gestein.

Die Qualität entscheidet über den Preis. Hämatit erreicht theoretisch einen Eisengehalt von rund 70 Prozent, Magnetit sogar 72 Prozent, während Siderit und Limonit deutlich darunter liegen. Australiens Direktversanderz geht ohne aufwendige Aufbereitung in den Hochofen, schwedisches Magnetiterz muss gemahlen und pelletiert werden, dafür liefert LKAB ein Konzentrat mit über 65 Prozent Eisen.

Knapp ist der Rohstoff nicht. Der US Geological Survey beziffert die weltweiten Reserven in seinen Mineral Commodity Summaries 2026 auf 200 Milliarden Tonnen Roherz mit 87 Milliarden Tonnen Eiseninhalt, die Ressourcen sogar auf über 900 Milliarden Tonnen. Ein Rechenbeispiel: Bei einer Förderung von 1,6 Milliarden Tonnen Eiseninhalt im Jahr 2025 würden die heute bekannten Reserven rechnerisch rund 54 Jahre reichen, und die Reservenschätzungen steigen seit Jahrzehnten schneller, als die Welt fördert.

Der Preis folgt deshalb nicht der Geologie, sondern den Frachtraten und der chinesischen Baukonjunktur. Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2025 kostete eine Tonne Feinerz mit 62 Prozent Eisengehalt am Hafen Tianjin 99,07 US-Dollar, nach 112,07 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Ein Tagebau in der australischen Pilbara verdient bei diesem Niveau prächtig, ein tiefes Untertagebergwerk in Europa kämpft ums Überleben.

Genau daran ist der deutsche Erzbergbau gestorben. Die Grube Haverlahwiese bei Salzgitter, einst die größte Eisenerzgrube des Landes, stellte am 30. Juni 1982 die Förderung ein. Deutsche Erze enthielten selten mehr als 30 Prozent Eisen, das brasilianische Konkurrenzmaterial über 60 Prozent, und ein Frachter aus Übersee unterbot am Ende jeden heimischen Schacht.

Wer entdeckte das Eisen und wie begann die Eisenzeit?

Ein roher Stein und ein Messer mit „Erste Lieferung“-Etikett liegen auf weißem Grund
Das erste Eisen der Menschheit stammte aus Meteoriten und blieb Königen vorbehalten

Das erste Eisen der Menschheit fiel vom Himmel. Lange bevor jemand Erz verhütten konnte, schmiedeten Ägypter und Mesopotamier Perlen und Klingen aus Meteoriteneisen, das bereits metallisch vorlag. Die planmäßige Verhüttung begann im zweiten Jahrtausend vor Christus in Anatolien.

Der Werkstoff war anfangs ein Luxusgut. Meteoriteneisen enthält Nickel und ließ sich kalt bearbeiten, blieb aber so selten, dass Grabbeigaben daraus Königen vorbehalten waren, und das Hethiterreich in Anatolien behandelte die frühe Verhüttung im Rennfeuer als Staatsgeheimnis. Mit dem Zusammenbruch der Bronzezeit um 1200 vor Christus kippte die Logik: Zinn für Bronze kam über tausende Kilometer Handelsweg, Eisenerz dagegen lag fast überall im Boden, oft als Raseneisenerz direkt unter der Grasnarbe. Die Eisenzeit war deshalb kein technologischer Fortschritt allein, sondern die Antwort auf eine zusammengebrochene Lieferkette.

Zwei Jahrtausende lang blieb der Ausstoß trotzdem winzig. Im Rennfeuer entstand nur ein schwammiger Klumpen, den der Schmied mühsam ausschmieden musste. Erst der Hochofen brachte im späten Mittelalter flüssiges Roheisen, und erst Abraham Darby ersetzte 1709 im englischen Coalbrookdale die knapp gewordene Holzkohle durch Koks. Damit war die Industrielle Revolution technisch möglich.

Den entscheidenden Sprung schaffte Henry Bessemer 1856. Seine Birne blies Luft durch das flüssige Roheisen und verbrannte den überschüssigen Kohlenstoff in Minuten statt in Tagen. Stahl fiel im Preis, und Eisenbahnschienen, Dampfschiffe und Stahlskelette wurden bezahlbar.

Für Deutschland zählte eine andere Erfindung noch mehr. Die Erze Lothringens, die Minette, enthielten viel Phosphor und ergaben im Bessemer-Verfahren brüchigen Stahl. Sidney Gilchrist Thomas kleidete den Konverter 1877 basisch mit Dolomit aus und gab Kalk zu. Der Kalk bindet den Phosphor. Die ersten Thomas-Chargen liefen 1879 in Deutschland, und über Nacht wurde ein wertloses Gestein zum Fundament der deutschen Schwerindustrie.

Das Ruhrgebiet lieferte die Kokskohle, Lothringen das Erz, und dazwischen wuchsen Konzerne von einer bis dahin unbekannten Größe. Krupp in Essen begann 1811 als Gussstahlfabrik und beschäftigte vor dem Ersten Weltkrieg zehntausende Menschen. 1926 fassten die Vereinigten Stahlwerke einen Großteil der Ruhrindustrie in einem einzigen Trust zusammen, der Preise, Mengen und Politik gleichermaßen bestimmte.

Wie hat Eisen die Weltkarte verändert?

Arrangement aus einem „Grenzvertrag“, Steinen, Siegel und beschriftetem Zettel auf Weiß
Eisen verschob Grenzen von Lothringen bis Narvik, ehe Kohle und Stahl Europa einten

Eisen hat mehr Grenzen verschoben als fast jeder andere Rohstoff. Die Annexion Lothringens 1871, der deutsche Angriff auf Norwegen 1940 und die Gründung der Montanunion 1951 hängen alle an derselben Frage: Wem gehören Erz und Kohle, aus denen Stahl entsteht?

Der koloniale Zugriff auf Eisenerz verlief unauffälliger als bei Gold oder Kautschuk, aber nicht weniger konsequent. Schwedens Lappland lieferte ab 1900 hochwertiges Magnetiterz nach Deutschland und England, transportiert über eine eigens gebaute Erzbahn zum eisfreien norwegischen Hafen Narvik. In Indien entstand 1907 mit Tata Steel der erste große Stahlkonzern außerhalb Europas, und die britische Kolonialverwaltung ließ sich dafür lange bitten.

Grenzen zog das Erz vor allem in Europa. Nach dem Krieg von 1870/71 annektierte das Deutsche Reich Elsass-Lothringen, und mit dem Thomas-Verfahren wurde die dortige Minette wenige Jahre später zum wertvollsten Gestein des Kontinents. Der Versailler Vertrag holte das Gebiet 1919 nach Frankreich zurück, Frankreich und Belgien besetzten 1923 das Ruhrgebiet, weil Deutschland Reparationen in Kohle schuldig blieb. Dieselben zwei Zutaten, immer neu verteilt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Erzlogistik zum Kriegsgrund. Die deutsche Rüstung hing am schwedischen Erz, und dieses Erz lief im Winter über Narvik, weil die Ostsee zufror. Das Unternehmen Weserübung im April 1940 richtete sich deshalb nicht zufällig gegen Norwegen. Eine Bahnstrecke durch Lappland entschied über den Zugriff auf einen ganzen Kriegsschauplatz.

JahrEreignisWas am Eisen hing
1871Annexion Elsass-LothringensDie Minette-Erze, die ab 1879 durch das Thomas-Verfahren verwertbar wurden
1923Ruhrbesetzung durch Frankreich und BelgienKokskohle als Reparationsleistung, ohne die kein Hochofen läuft
1940Angriff auf NorwegenDer Erzhafen Narvik als Winterroute für schwedisches Magnetiterz
1951Gründung der MontanunionKohle und Stahl unter gemeinsamer Aufsicht, damit kein Partner allein aufrüstet

Aus dieser Kette entstand die Europäische Union. Der französische Außenminister Robert Schuman schlug am 9. Mai 1950 vor, die deutsche und französische Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Behörde zu unterstellen. Am 18. April 1951 unterzeichneten sechs Staaten in Paris den Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Die Bundeszentrale für politische Bildung nennt die Montanunion die Keimzelle der heutigen EU, und der Zweck war unverblümt militärisch: Wer die Stahlbasis des Nachbarn mitkontrolliert, wird von ihm nicht überrascht.

Ein Kartell nach dem Vorbild der OPEC hat der Eisenerzmarkt nie hervorgebracht, dafür ein Oligopol. Vale, Rio Tinto und BHP beherrschen den überseeischen Erzhandel bis heute, und Preise wurden jahrzehntelang in jährlichen Verhandlungen zwischen diesen Konzernen und den asiatischen Stahlwerken festgesetzt. Peking hat darauf am 19. Juli 2022 mit der China Mineral Resources Group geantwortet, einem staatlichen Einkäufer, der laut Wood Mackenzie inzwischen für mehr als die Hälfte der jährlich über 1,2 Milliarden Tonnen chinesischer Erzimporte verhandelt.

Die aktuelle Verschiebung heißt Simandou. Das Vorkommen in Guinea gilt als das größte unerschlossene Hochgehalt-Eisenerz der Welt, ausgelegt auf 60 Millionen Tonnen im Jahr, betrieben von Rio Tinto zusammen mit chinesischen Staatskonzernen und der guineischen Regierung. Der erste Erzzug rollte im November 2025, für 2026 erwartet der Betreiber 5 bis 10 Millionen Tonnen. Australiens Verhandlungsposition wird dadurch schwächer, Chinas Abhängigkeit von einem einzigen Lieferkontinent ebenfalls.

Wer fördert das Eisenerz der Welt?
Bergwerksförderung 2025 in Millionen Tonnen nutzbaren Erzes, Weltsumme rund 2.600
Australien
980
Brasilien
420
Indien
310
China
290
Iran
93
Russland
86
Kanada
69
Südafrika
66
Ukraine
52
USA
38
Schweden
26

Vom Erz zum Stahl: Wo die Wertschöpfung landet

Förderung
54 %
Australien und Brasilien zusammen, gemessen an der Weltförderung von 2,6 Milliarden Tonnen im Jahr 2025.
Verhüttung
961 Mio. t
Rohstahl aus China im Jahr 2025, mehr als die Hälfte der Weltproduktion von 1,85 Milliarden Tonnen.
Deutschland
34,1 Mio. t
Rohstahl 2025, der niedrigste Wert seit 2009. Das Erz dafür stammt zu 100 Prozent aus dem Ausland.

Woher das deutsche Erz kommt

28,3 %
Kanada
24,4 %
Südafrika
19,3 %
Brasilien
14,2 %
Schweden
Anteile am deutschen Eisenerzimport von rund 35 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Vier Lieferländer decken damit gut 86 Prozent des Bedarfs, drei davon liegen außerhalb Europas.

Warum ist Eisen für die Weltwirtschaft so wichtig?

Ein blauer Container voller Erzpellets mit einem Schild: Menge: 2,6 Milliarden Tonnen
Rund 2,6 Milliarden Tonnen Eisenerz förderte die Welt im Jahr 2025

Kein anderer Werkstoff wird in vergleichbaren Mengen bewegt. Aus 2,6 Milliarden Tonnen Eisenerz entstanden 2025 weltweit 1,85 Milliarden Tonnen Rohstahl, und über die Hälfte davon kam aus China. Fällt der Stahl aus, steht der Maschinenbau, der Fahrzeugbau und jede Baustelle still.

Die Größenordnung sprengt jeden Alltagsvergleich. Der überseeische Eisenerzhandel bewegt nach Reuters-Marktdaten ein Volumen von rund 132 Milliarden US-Dollar im Jahr, und ein einziger Erzfrachter der Valemax-Klasse trägt 400.000 Tonnen. Diese eine Schiffsladung entspricht der Menge, die Deutschland in gut vier Tagen einführt.

Die Handelswege sind kurz gesagt drei Meerengen und eine Bahnstrecke. Erz aus Westaustralien läuft über Port Hedland nach Ostasien, brasilianisches Material über Ponta da Madeira, schwedisches über Narvik und Luleå. Guinea kommt als vierte Route hinzu, sobald der Hafen an der Simandou-Bahn seine Auslegung erreicht. Störungen an einem dieser Punkte schlagen binnen Tagen auf die Frachtraten durch.

Preise entstehen nicht an einer klassischen Rohstoffbörse mit Lieferpflicht, sondern über Indexnotierungen. Maßgeblich ist die Notierung für Feinerz mit 62 Prozent Eisengehalt frei Haus China, abgerechnet in US-Dollar. Absicherungsgeschäfte laufen über die Singapore Exchange und die Dalian Commodity Exchange, und Peking greift über den Staatseinkäufer China Mineral Resources Group direkt in diese Preisbildung ein.

Deutschland hängt an diesem Markt als Käufer ohne Alternative. Rund 35 Millionen Tonnen Erz importiert die Bundesrepublik jährlich, die Importabhängigkeit bei metallischen Erzen und Konzentraten liegt bei nahezu 100 Prozent. Dazu kommt Kokskohle, die seit 2018 ebenfalls vollständig eingeführt wird, seit die letzte deutsche Steinkohlezeche schloss.

Was daran hängt, zeigt die Beschäftigungsrechnung der Wirtschaftsvereinigung Stahl. In der Stahlerzeugung selbst arbeiten rund 80.000 Menschen, in den stahlintensiven Abnehmerbranchen dagegen etwa vier Millionen. Die Automobilindustrie mit 542 Milliarden Euro Umsatz bezieht 12 Prozent ihrer Vorleistungen aus Stahl, der Maschinenbau 20 Prozent, die Stahl- und Metallverarbeitung 59 Prozent. Ohne bezahlbaren Werkstoff wackelt nicht eine Branche, sondern die halbe Industriebasis.

In welchen Produkten steckt Eisen und was fällt ohne den Stahl weg?

Waschmaschinentrommel und Konservendose auf weißem Grund mit Aufschrift „Stahl“
Von der Waschtrommel bis zum Windradturm steckt Stahl in Dingen, die niemand dafür hält

In einem durchschnittlichen Pkw stecken rund 900 Kilogramm Stahl, in einer 5-Megawatt-Windenergieanlage samt Turm und Fundament 500 bis 600 Tonnen. Der Bau nimmt 31 Prozent der Stahllieferungen ab, der Fahrzeugbau 25 Prozent, der Maschinenbau 12 Prozent.

Die meisten dieser Anwendungen sieht niemand. Ein Kühlschrank besteht innen aus verzinktem Feinblech, eine Waschmaschinentrommel aus nichtrostendem Stahl mit Chrom und Nickel, eine Konservendose aus Weißblech mit hauchdünner Zinnschicht. Sogar der Beton einer Autobahnbrücke trägt nur, weil Bewehrungsstahl die Zugkräfte aufnimmt, die der Beton selbst nicht aushält.

Die Legierungselemente entscheiden über den Einsatz. Nichtrostender Stahl braucht mindestens 10,5 Prozent Chrom, Werkzeugstahl Wolfram und Vanadium, Trafobleche Silizium. Wie stark europäische Hersteller dabei an einzelnen Zulieferländern hängen, zeigt der Blick auf die Rolle des Nickels für Europas Edelstahlproduktion, ohne das kein Besteck und keine Waschtrommel entsteht.

Interessant wird die Frage beim Ausfall. Stahl ist in den meisten Anwendungen technisch ersetzbar, nur selten wirtschaftlich. Eine Karosserie lässt sich aus Aluminium oder kohlefaserverstärktem Kunststoff bauen, kostet dann aber ein Vielfaches, und die Presswerke müssten komplett umgerüstet werden. Eine Autobahnbrücke aus Aluminium wäre eine physikalische Möglichkeit und eine betriebswirtschaftliche Absurdität.

An drei Stellen kippt die Rechnung ganz. Für Bewehrungsstahl im Hochbau existiert kein Massenersatz, für Schienen ebenso wenig, und für die Türme und Fundamente von Windenergieanlagen existiert zu heutigen Kosten keine Alternative. Die Bundesregierung plant den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einem Werkstoff, dessen Vormaterial vollständig aus Übersee kommt. Diesen Widerspruch spricht in Berlin selten jemand offen aus.

Der zweite Kipppunkt liegt beim Kohlenstoff. Ein Hochofen braucht Kokskohle nicht als Brennstoff allein, sondern als Reduktionsmittel, das dem Eisenoxid den Sauerstoff entzieht. Solange die Route über den Hochofen läuft, hängt jede Tonne Stahl chemisch an fossiler Kohle, und wie zäh sich dieser Rohstoff gegen jede Abschreibung wehrt, zeigt der Blick auf die anhaltende Rolle der Kohle in der Industrie.

Alltag voller Eisen
Sechs vertraute Dinge, ihr Stahlgehalt und die Frage, was bei einem Lieferausfall übrig bleibt
Pkw
900 kg
Stahl je Fahrzeug, vor allem in Karosserie, Fahrwerk und Antrieb.
Ersatz teuer
Windenergieanlage
500 t
bis 600 Tonnen Stahl je 5-Megawatt-Anlage, inklusive Turm und Fundament.
Ohne Ersatz
Bau und Brücken
31 %
der Stahllieferungen gehen in den Bau. Beton trägt Zug erst mit Bewehrung.
Ohne Ersatz
Waschmaschine
25 %
ihres CO2-Fußabdrucks stammen aus dem verbauten Stahl, vor allem aus der Trommel.
Ersatz teuer
Konservendose
Weißblech
Feinstblech mit hauchdünner Zinnschicht, geschützt gegen Korrosion.
Ersatz möglich
Schiene
60 kg/m
wiegt ein Meter des europäischen Standardprofils UIC 60, das den Namen aus dem Metergewicht trägt.
Ohne Ersatz

Die Kipp-Logik: ersetzbar heißt nicht bezahlbar

Karosserien lassen sich aus Aluminium bauen, Dosen aus Karton, Trommeln aus Kunststoff. Für Bewehrungsstahl im Hochbau, für Schienen und für die Türme von Windenergieanlagen existiert dagegen kein Werkstoff, der die gleichen Kräfte zu vergleichbaren Kosten aufnimmt. Bleibt der Stahl aus, verteuern sich die einen Produkte, die anderen entstehen gar nicht mehr.

Wie setzt sich der Preis einer Tonne Stahl zusammen?

Stahlbandrolle mit Preisschild und Stromzähler im Gleichgewicht auf einer Waage
Eine Tonne warmgewalztes Band kostete Mitte Juli 2026 rund 710 Euro in Nordeuropa

Eine Tonne warmgewalztes Band kostete in Nordeuropa am 14. Juli 2026 rund 710 Euro. Die direkten Produktionskosten der Primärroute liegen nach Branchenrechnungen bei etwa 450 Euro je Tonne. Den Rest teilen sich Weiterverarbeitung, Logistik, Kapitalkosten und Handelsmarge.

Der Rohstoff selbst ist dabei der kleinste Posten. Für eine Tonne Rohstahl auf der Hochofenroute braucht ein Werk rund 1,3 Tonnen Eisenerz, 0,35 Tonnen Kokskohle und 0,2 Tonnen Schrott. Bei einem Erzpreis von 99 US-Dollar je Tonne im Jahresmittel 2025 macht das Erz damit einen überschaubaren Anteil der 450 Euro aus, und der Preis dafür sinkt seit zwei Jahren. Abgerechnet werden Erz und Kokskohle in US-Dollar, verkauft wird der Stahl in Euro, und ein starker Dollar verteuert die Vormaterialien europäischer Hütten unmittelbar.

Teuer ist die Energie. Die Herstellung einer Tonne Rohstahl verschlang 2024 im Durchschnitt der deutschen Produktion 18,08 Gigajoule Primärenergie, ein Zehntel weniger als 1990, doch bei den Verfahrensgrenzen ist damit Schluss. Entscheidend ist deshalb der Preis je Einheit, und genau dort verliert der Standort.

Die Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind unmissverständlich. Große energieintensive Unternehmen zahlten in Deutschland 101 bis 114 Euro je Megawattstunde Strom, in China 55 bis 69 Euro und in den USA 44 bis 49 Euro. Die Stromkosten der Branche stiegen von durchschnittlich rund 730 Millionen Euro im Zeitraum 2017 bis 2020 auf 1,44 Milliarden Euro im Jahr 2025, vor allem durch verdoppelte Netzentgelte.

Dazu kommt der Kohlenstoff. Jede Tonne Rohstahl aus deutscher Produktion war 2024 im Schnitt mit 1,40 Tonnen CO2 belastet, und dieser Ausstoß trägt seit Januar 2026 auch bei importierten Waren einen Preis, seit die Regelphase des EU-Grenzausgleichs CBAM begonnen hat. Zertifikate müssen europäische Importeure zwar erst ab 2027 kaufen und abgeben, die Meldepflicht greift jedoch bereits.

Für Verbraucher bleibt der Effekt erstaunlich klein. Eine Analyse der Boston Consulting Group beziffert den Aufschlag für emissionsarm erzeugten Stahl auf 0,3 bis 0,7 Prozent des Pkw-Preises und 0,3 bis 0,6 Prozent bei einer Waschmaschine. Bei einem Windrad an Land schlagen 1,6 bis 3,4 Prozent zu Buche. Die Debatte um teuren Grünstahl wird also an einer Stelle geführt, an der die Kunden am wenigsten spüren würden.

Was in einer Tonne Stahl steckt
Warmgewalztes Band, Nordeuropa, Marktpreis 710 Euro je Tonne am 14. Juli 2026
450 €
63,4 Prozent
Direkte Produktionskosten der Primärroute: Erz, Kokskohle, Schrott, Energie, Löhne, Instandhaltung.
260 €
36,6 Prozent
Weiterverarbeitung, Logistik, Kapitalkosten, Vertrieb und Handelsmarge bis zum Werkstor des Kunden.

Was eine Tonne Rohstahl auf der Hochofenroute verbraucht

1,3 t
Eisenerz
0,35 t
Kokskohle als Reduktionsmittel
0,2 t
Stahlschrott
18,1 GJ
Primärenergie, Stand 2024
1,40 t
CO2 je Tonne Rohstahl
Rechenbeispiel für den Endkunden: In einem Pkw stecken rund 900 Kilogramm Stahl. Zum Marktpreis von 710 Euro je Tonne entspricht das einem Materialwert von etwa 640 Euro. Würde das Fahrzeug vollständig aus emissionsarm erzeugtem Stahl gebaut, stiege der Fahrzeugpreis nach BCG-Berechnung um 0,3 bis 0,7 Prozent.

Wer verdient am Eisen und wer zahlt drauf?

Spielzeug-Lkw kippt rote Steine in Zylinder; daneben Schale mit Aufschrift „Fördergebiet“
Die Marge entsteht im Tagebau, die Folgekosten bleiben in den Förderregionen

Die Gewinne entstehen im Bergwerk, nicht in der Hütte. Rio Tinto, BHP und Vale fördern in Australien und Brasilien zu Kosten weit unterhalb des Weltmarktpreises, während europäische Stahlwerke mit Auslastungen unter 70 Prozent kämpfen und Stellen streichen.

Die Spanne zwischen Förderkosten und Erlös ist im Erzgeschäft ungewöhnlich groß. Die Tagebaue der australischen Pilbara arbeiten mit Zügen von mehreren Kilometern Länge und teilautonomen Muldenkippern, während das Erz ohne aufwendige Aufbereitung verschifft werden kann. Der australische Bundesstaat Western Australia zieht darauf Förderabgaben ein, und diese Einnahmen tragen einen erheblichen Teil des Landeshaushalts.

Am anderen Ende der Kette steht die europäische Verhüttung. Thyssenkrupp Steel hat sich mit der IG Metall auf den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen verständigt, Salzgitter übernahm im Juli 2026 die Hüttenwerke Krupp Mannesmann vollständig, und die Rohstahlproduktion des Landes lag 2025 bei 34,1 Millionen Tonnen. Wertschöpfung wandert dorthin, wo Energie billig ist und keine CO2-Bepreisung greift.

Der Ressourcenfluch trifft die Förderländer unterschiedlich hart. Australien hat aus dem Erzgeschäft eine breite Volkswirtschaft finanziert und einen Staatsfonds aufgebaut, Guinea zählt trotz eines der größten Erzvorkommen der Welt weiter zu den ärmsten Ländern Westafrikas. Der Unterschied liegt nicht im Gestein, sondern in Institutionen, Verträgen und der Frage, wer die Infrastruktur besitzt.

MerkmalAustralienGuinea
Förderung 2025980 Millionen Tonnen, größter Produzent der WeltErste Erzzüge ab November 2025, 5 bis 10 Millionen Tonnen erwartet
InfrastrukturEigene Bahnen und Häfen, seit Jahrzehnten abgeschriebenNeue Bahnstrecke und Hafen, finanziert von den Betreibern
EigentümerstrukturBörsennotierte Konzerne, Förderabgaben an den BundesstaatRio Tinto mit chinesischen Staatskonzernen, 15 Prozent beim Staat Guinea
AbnehmerÜberwiegend China, breite Kundenbasis in AsienNahezu ausschließlich China

Die höchste Rechnung zahlen die Menschen in den Fördergebieten. Am 25. Januar 2019 brach in Brumadinho im brasilianischen Minas Gerais ein Rückhaltedamm des Vale-Konzerns, und rund 270 Menschen starben in der Schlammlawine. Erzbergbau produziert Abraum in Mengen, die das geförderte Material um ein Vielfaches übersteigen, und die Lagerung dieses Materials ist die riskanteste Stelle der ganzen Kette.

Europa hat den Stahl erfunden, die Massenproduktion und die Montanunion gleich dazu. Heute entscheidet über jede Tonne aus Duisburg der Preis einer Megawattstunde, nicht der eines Erzfrachters.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Verlierer sind auch die Verarbeiter, und zwar leiser. Ein Schlosserbetrieb, ein Anlagenbauer oder ein Zulieferer aus dem Sauerland kauft Stahl zum europäischen Preis, konkurriert aber mit fertigen Bauteilen aus Asien, in denen billigerer Stahl steckt. Der Handelsschutz hilft dem Werk in Duisburg und verteuert gleichzeitig die Vorleistung dessen, der daraus etwas baut.

Wie mächtig ist die Stahllobby?

Ein Amboß liegt auf drei Aktenordnern, ein Schild und ein Scheck sind angebracht
Bund und Land erhöhten die Förderung für die Salzgitter-Ausbaustufe auf 1,322 Milliarden Euro

Die deutsche Stahlbranche hat für den Umbau ihrer Produktion Förderzusagen von über drei Milliarden Euro erhalten, und zwar allein für zwei Projekte. Zwei Milliarden gingen an thyssenkrupp Steel in Duisburg, 1,322 Milliarden an die SALCOS-Ausbaustufe der Salzgitter AG.

Die Zahlen stammen aus den Pressemitteilungen der beteiligten Ministerien und lassen sich Euro für Euro nachlesen. Bund und Land Niedersachsen stockten die Salzgitter-Förderung am 23. Februar 2026 um rund 322 Millionen Euro auf, nachdem die Europäische Kommission die Beihilfe am 6. Februar 2026 genehmigt hatte. Der Bund trug zwei Drittel der Aufstockung, das Land ein Drittel.

Neben der direkten Förderung wirken zwei stille Mechanismen. Energieintensive Anlagen erhalten im europäischen Emissionshandel bis heute einen erheblichen Teil ihrer Zertifikate kostenlos, und die Strompreiskompensation erstattet den Unternehmen einen Teil der CO2-Kosten, die im Strompreis stecken. Beide Instrumente tauchen in keiner Subventionsstatistik als Scheck auf, entlasten die Bilanzen aber jedes Jahr.

Das Framing der Branche ist konsistent und wirksam. Stahl wird als Rückgrat, als Grundlage der Verteidigungsfähigkeit und als Voraussetzung wirtschaftlicher Souveränität beschrieben, so formuliert die Wirtschaftsvereinigung Stahl den Anspruch in ihrer Publikation zu den Daten und Fakten der Branche. Kein Argument davon ist falsch. Bemerkenswert ist vielmehr, dass eine Branche mit 80.000 direkt Beschäftigten die Debatte über vier Millionen Arbeitsplätze in den Abnehmerbranchen führt.

Einigkeit herrscht dabei keineswegs. Beim Emissionshandel liegen die Konzerne offen im Streit: ArcelorMittal und thyssenkrupp fordern ein Einfrieren der ETS-Kosten, um international mithalten zu können, während die Salzgitter AG und die saarländische SHS-Gruppe für die Integrität des Systems eintreten. Der Grund liegt auf der Hand, denn wer bereits Milliarden in die Umstellung gesteckt hat, verliert seinen Vorsprung, sobald der CO2-Preis fällt.

Durchgesetzt hat die Branche vor allem ihr wichtigstes Ziel. Der Ruf nach einem wirksamen Schutz vor unfairem Handel steht seit Jahren an erster Stelle jeder Forderungsliste, und seit dem 1. Juli 2026 steht das Instrument im Amtsblatt. Selten hat eine Industrie in Brüssel so präzise bekommen, was auf ihrer Wunschliste stand.

Wie kommt der Stahl ohne Kohle aus?

Glühender Kohlewürfel, Wassertropfen, normaler Kohlewürfel und Schild
Wasserstoff ersetzt in der Direktreduktion den Koks, übrig bleibt Wasserdampf

Zwei Wege führen aus der Kohle heraus. Die Direktreduktion mit Wasserstoff ersetzt den Hochofen bei der Primärstahlerzeugung, der Elektrolichtbogenofen schmilzt Schrott ein. Beide Verfahren funktionieren technisch, und beide hängen an einem bezahlbaren Strompreis.

Bei der Direktreduktion entzieht Wasserstoff dem Eisenerz den Sauerstoff, und übrig bleibt Wasserdampf statt Kohlendioxid. Thyssenkrupp Steel baut in Duisburg die erste Anlage dieser Art in Deutschland, geplant für den Betriebsstart Ende 2026 und ab 2029 für den Betrieb mit ausschließlich grünem Wasserstoff. Der Bedarf liegt bei 143.000 Tonnen Wasserstoff im Jahr, die Einsparung bei bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2.

Salzgitter geht denselben Weg in kleineren Schritten. Die erste SALCOS-Ausbaustufe umfasst eine Elektrolyse mit 100 Megawatt, eine Direktreduktionsanlage und einen Elektrolichtbogenofen, Inbetriebnahme ab 2027, und die Emissionen der betroffenen Route sollen dadurch um bis zu 95 Prozent sinken. Bis genug grüner Wasserstoff bereitsteht, laufen solche Anlagen auch mit Erdgas, was nach Rechnung der Wirtschaftsvereinigung Stahl bereits rund 60 Prozent der Emissionen einspart. Je Tonne eingesetztem klimaneutralem Wasserstoff spart die Stahlerzeugung 28 Tonnen CO2, mehr als Chemie, Verkehr oder Gebäudeheizung.

Der Kreislauf ist der zweite Hebel, und der ist erstaunlich gut ausgebaut. Stahl verliert beim Einschmelzen keine Eigenschaften und lässt sich unbegrenzt oft verwerten, im Bauwesen liegt die Sammelrate am Ende der Nutzung bei rund 97 Prozent. Deutsche Werke setzen jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Schrott ein, und 30 Prozent der Produktion entstehen bereits auf der Elektrostahlroute. Die Grenze setzt nicht die Technik, sondern die Menge an Altstahl, die überhaupt anfällt.

Bezahlt wird der Umbau in Strom. Heute deckt die Branche 12 Terawattstunden aus dem Netz und erzeugt 10 selbst aus den Kuppelgasen des Hochofens. Nach der Umstellung der Hälfte der Primärproduktion rechnet die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit 23 Terawattstunden aus dem Netz und nur noch 5 aus Eigenerzeugung. Ein Werk, das früher seinen eigenen Strom nebenbei produzierte, wird damit zum Großkunden der Netzbetreiber.

Ausweichen hilft dabei wenig. Wo Gewicht zählt, tritt Aluminium an die Stelle des Stahls, doch die Stromabhängigkeit der Aluminiumerzeugung fällt noch deutlich höher aus. Der Umstieg tauscht am Ende nur die eine Stromrechnung gegen eine größere.

Was bedeutet die neue EU-Zollmauer für Deutschland?

Bauszene mit Ziegelwand, Drehkreuz, gestapelten Metallplatten und Informationsschildern
Seit 1. Juli 2026 dürfen nur noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl zollfrei in die EU

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen jährlich 18,3 Millionen Tonnen Stahl zollfrei in die EU, rund 47 Prozent weniger als zuvor. Oberhalb dieser Menge greift ein Zoll von 50 Prozent. Deutsche Stahlwerke gewinnen dadurch Luft, deutsche Verarbeiter zahlen die Rechnung.

Das neue Instrument reicht deutlich weiter als die bisherige Schutzmaßnahme der Europäischen Union. Die Hälfte des Kontingents ist Handelspartnern mit Präferenzabkommen vorbehalten, und die Zuteilung richtet sich künftig nach dem Land, in dem der Stahl geschmolzen und gegossen wurde. Damit soll Material aus Überkapazitätsländern nicht mehr über Drittstaaten in den Binnenmarkt gelangen. Nach Angaben der Europäischen Kommission stammen 80 Prozent der EU-Stahleinfuhren aus Ländern mit Freihandelsabkommen.

Die Ausgangslage ist besser als im Vorjahr und trotzdem schlecht. Im ersten Halbjahr 2026 stellten deutsche Werke 18,6 Millionen Tonnen Rohstahl her, rund 9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, hochgerechnet also etwa 37 Millionen Tonnen für das Gesamtjahr und damit das fünfte Jahr in Folge unter der 40-Millionen-Marke. Von außen drückt zusätzlich Washington, das seine Section-232-Zölle auf Stahl und Aluminium am 4. Juni 2025 von 25 auf 50 Prozent erhöhte. Nordamerika ist nach Europa der zweitwichtigste Absatzmarkt für deutsche Stahlexporte, und Mengen, die dort nicht mehr hineinkommen, suchen sich einen anderen Markt.

Drei Szenarien sind für die kommenden Monate realistisch. Im optimistischen Fall stabilisiert das Kontingent die Preise, die Auslastung steigt über 75 Prozent, und die Direktreduktionsanlagen gehen wie geplant ans Netz. Im realistischen Fall bleibt die Produktion bei rund 37 Millionen Tonnen, während Verarbeiter höhere Einkaufspreise an ihre Kunden weiterreichen. Im pessimistischen Fall wandern stahlverarbeitende Betriebe dorthin ab, wo der Werkstoff billiger ist, und der Schutz rettet die Hütte, während er den Kunden der Hütte vertreibt.

Für Einkäufer folgt daraus eine einfache Aufgabe: Verträge, die 2026 auslaufen, gehören jetzt geprüft, und zwar mit Blick auf die Herkunftsregel. Ein Lieferant, dessen Material außerhalb der EU geschmolzen und gegossen wurde, kann trotz europäischer Weiterverarbeitung unter das Kontingent fallen. Bei Bauteilen mit hohem Stahlanteil empfehlen sich Preisgleitklauseln statt Festpreisen über zwölf Monate.

Die Bundesregierung hat den Handelsschutz in Brüssel unterstützt und die Umstellung der Werke mit Milliarden gefördert. An der Stelle, die über den Erfolg entscheidet, blieb bislang alles beim Alten: Solange eine Megawattstunde Strom in Deutschland doppelt so viel kostet wie in den USA, hilft keine Zollmauer der Welt. Der Werkstoff, der Europa 1951 den Frieden gebracht hat, hängt heute an einer Stromrechnung.

Glossar: 16 wichtige Fachbegriffe rund um Eisen und Stahl

Metallreif mit Aufschrift „FACHBEGRIFFE“ auf aufgeschlagenem Mechanik-Lehrbuch
16 Fachbegriffe rund um Eisen und Stahl, kurz erklärt

Bändererz

Bändererz (Banded Iron Formation, BIF) bezeichnet ein Sedimentgestein aus abwechselnd eisenreichen und kieselsäurereichen Lagen. Die Ablagerungen entstanden vor 2,5 bis 1,8 Milliarden Jahren, als Sauerstoff aus frühen Bakterien gelöstes Eisen im Urmeer ausfällte. Fast alle großen Erzreviere der Welt bestehen aus diesem Material.

CBAM

CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist der CO2-Grenzausgleich der EU. Importeure bestimmter Waren, darunter Eisen und Stahl, müssen die im Ausland entstandenen Emissionen melden und ab 2027 durch Zertifikate ausgleichen. Die Regelphase läuft seit dem 1. Januar 2026.

Direktreduktion

Direktreduktion (DRI) entzieht dem Eisenerz den Sauerstoff im festen Zustand, mit Wasserstoff oder Erdgas statt mit Koks. Das Verfahren liefert Eisenschwamm, der anschließend im Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen wird. Mit grünem Wasserstoff entsteht dabei Wasserdampf statt Kohlendioxid.

Elektrolichtbogenofen

Elektrolichtbogenofen nennt sich der Ofen, in dem Schrott oder Eisenschwamm über Lichtbögen zwischen Graphitelektroden geschmolzen wird. Die Anlage ist das Kernstück der Sekundärstahlerzeugung und verursacht direkt nur etwa 0,1 bis 0,3 Tonnen CO2 je Tonne Rohstahl, abhängig vom eingesetzten Strom.

Emissionshandel

Emissionshandel (EU ETS) begrenzt die Treibhausgasmenge europäischer Industrieanlagen über handelbare Zertifikate. Energieintensive Branchen erhalten bislang einen Teil davon kostenlos, damit die Produktion nicht ins Ausland abwandert. Über das künftige Niveau dieser Zuteilung streitet die Stahlbranche offen.

Hämatit

Hämatit ist das wichtigste Eisenerzmineral, chemisch Eisen(III)-oxid mit einem theoretischen Eisengehalt von rund 70 Prozent. Australische und brasilianische Lagerstätten liefern Hämatit in einer Qualität, die ohne aufwendige Aufbereitung direkt verschifft und im Hochofen eingesetzt werden kann.

Hochofen

Hochofen heißt der Schachtofen, in dem Eisenerz mit Koks zu flüssigem Roheisen reduziert wird. Der Koks liefert dabei sowohl die Wärme als auch den Kohlenstoff, der dem Erz den Sauerstoff entzieht. Ein Hochofen läuft im Dauerbetrieb über Jahre und lässt sich nicht kurzfristig abstellen.

Kokskohle

Kokskohle ist eine backfähige Steinkohle, die unter Luftabschluss zu Koks verschwelt wird. Für eine Tonne Rohstahl auf der Hochofenroute fallen rund 0,35 Tonnen an. Deutschland führt Kokskohle vollständig ein, seit die letzte heimische Steinkohlezeche 2018 geschlossen wurde.

Magnetit

Magnetit trägt mit rund 72 Prozent den höchsten Eisengehalt aller wirtschaftlich genutzten Erzminerale. Das Mineral ist magnetisch und lässt sich dadurch gut anreichern, muss aber gemahlen und pelletiert werden. Schwedische Lagerstätten in Lappland bestehen überwiegend aus Magnetit.

Minette

Minette heißt das phosphorreiche Eisenerz Lothringens und Luxemburgs mit vergleichsweise niedrigem Eisengehalt. Erst das Thomas-Verfahren machte den Rohstoff ab 1879 nutzbar und verwandelte ein wertloses Gestein in die Grundlage der deutschen und französischen Schwerindustrie.

Pelletieren

Pelletieren bezeichnet das Formen von feinem Erzkonzentrat zu kugeligen Presslingen von etwa einem Zentimeter Durchmesser. Die Pellets sind rieselfähig, gasdurchlässig und dadurch für Hochofen und Direktreduktion geeignet. Ohne diesen Schritt ließe sich Magnetitkonzentrat kaum verhütten.

Roheisen

Roheisen ist das flüssige Produkt des Hochofens mit rund 4 Prozent Kohlenstoff. Der hohe Kohlenstoffanteil macht das Material hart und spröde, weshalb ein zweiter Schritt im Konverter folgt. Erst dort entsteht schmiedbarer Stahl.

Rohstahl

Rohstahl meint den Stahl unmittelbar nach dem Erschmelzen, vor dem Walzen oder Schmieden. Die Kennzahl dient international als Vergleichsmaßstab für Produktionsmengen. Deutschland erzeugte 2025 davon 34,1 Millionen Tonnen, China 961 Millionen.

Thomas-Verfahren

Thomas-Verfahren nennt sich die 1877 von Sidney Gilchrist Thomas entwickelte Abwandlung des Bessemer-Verfahrens. Eine basische Auskleidung aus Dolomit und die Zugabe von Kalk binden den Phosphor im Erz. Die ersten Chargen liefen 1879 in Deutschland und erschlossen die lothringische Minette.

Warmbreitband

Warmbreitband ist warmgewalztes Stahlblech, das zu Coils aufgewickelt wird und als Vormaterial für Rohre, Karosserieteile und Profile dient. Der europäische Indexpreis für diese Ware gilt als wichtigster Stimmungsmesser des Stahlmarkts.

Zollkontingent

Zollkontingent bezeichnet eine Menge, die zu einem verringerten oder auf null gesetzten Zollsatz eingeführt werden darf. Für Stahl liegt das Kontingent der EU seit dem 1. Juli 2026 bei 18,3 Millionen Tonnen jährlich, oberhalb dieser Grenze fallen 50 Prozent Zoll an.

FAQ: Warum entscheidet der Strompreis über Europas Stahl?

Stahlträger mit FAQ-Schild und hängendem Notizblock auf weißem Hintergrund
Die häufigsten Fragen zu Eisenerz, Stahlpreisen und dem neuen EU-Kontingent

Woher bezieht Deutschland sein Eisenerz?

Deutschland führt sein Eisenerz vollständig ein, seit der heimische Bergbau in den 1980er Jahren endete. Rund 35 Millionen Tonnen kommen jährlich ins Land, im Jahr 2023 zu 28,3 Prozent aus Kanada, zu 24,4 Prozent aus Südafrika, zu 19,3 Prozent aus Brasilien und zu 14,2 Prozent aus Schweden. Die letzte große Grube im Raum Salzgitter, Haverlahwiese, stellte die Förderung am 30. Juni 1982 ein.

Wie viel Stahl produziert Deutschland pro Jahr?

Deutsche Werke erzeugten 2025 rund 34,1 Millionen Tonnen Rohstahl, den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Die Auslastung fiel unter 70 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Produktion auf 18,6 Millionen Tonnen und damit um etwa 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hochgerechnet ergäbe das rund 37 Millionen Tonnen für das Gesamtjahr, weiterhin unter der Marke von 40 Millionen Tonnen.

Was ändert sich durch das neue EU-Zollkontingent für Stahl?

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen jährlich 18,3 Millionen Tonnen Stahl zollfrei in die EU, rund 47 Prozent weniger als zuvor. Oberhalb dieser Menge greift ein Zollsatz von 50 Prozent. Die Hälfte des Kontingents bleibt Handelspartnern mit Präferenzabkommen vorbehalten, und die Zuteilung richtet sich nach dem Land, in dem der Stahl geschmolzen und gegossen wurde.

Warum ist Stahl aus Deutschland teurer als aus China?

Den Ausschlag geben Energie und CO2-Kosten, nicht der Rohstoff. Große energieintensive Unternehmen zahlten in Deutschland 101 bis 114 Euro je Megawattstunde Strom, in China 55 bis 69 Euro und in den USA 44 bis 49 Euro. Dazu kommen der europäische Emissionshandel und Netzentgelte, die sich seit dem Wegfall des staatlichen Zuschusses Anfang 2024 verdoppelt haben.

Ist emissionsarm erzeugter Stahl für Verbraucher teuer?

Für Endprodukte fällt der Aufschlag gering aus. Eine Analyse der Boston Consulting Group beziffert die Mehrkosten auf 0,3 bis 0,7 Prozent beim Pkw und 0,3 bis 0,6 Prozent bei einer Waschmaschine. Spürbar wird der Unterschied erst bei stahlintensiven Anlagen: Bei einer Onshore-Windenergieanlage liegt der Aufschlag bei 1,6 bis 3,4 Prozent, bei Offshore-Anlagen bei 2,6 bis 5,5 Prozent.

Wie lange reichen die weltweiten Eisenerzvorräte?

Der US Geological Survey beziffert die Reserven auf 200 Milliarden Tonnen Roherz mit 87 Milliarden Tonnen Eiseninhalt, die Ressourcen auf über 900 Milliarden Tonnen. Bei einer Förderung von 1,6 Milliarden Tonnen Eiseninhalt im Jahr 2025 reichten die heute bekannten Reserven rechnerisch rund 54 Jahre. Knappheit ist beim Eisen deshalb kein geologisches, sondern ein logistisches und politisches Thema.

Quellen

US Geological Survey | Mineral Commodity Summaries 2026, Iron Ore | https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2026/mcs2026-iron-ore.pdf | besucht am 31.07.2026

Wirtschaftsvereinigung Stahl | Daten und Fakten zur Stahlindustrie in Deutschland | https://www.wvstahl.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Daten-und-Fakten-2025_Web.pdf | besucht am 31.07.2026

Wirtschaftsvereinigung Stahl | Jahresbilanz der Stahlproduktion 2025: Viertes Krisenjahr in Folge | https://www.wvstahl.de/pressemitteilungen/jahresbilanz-der-stahlproduktion-2025-viertes-krisenjahr-in-folge/ | besucht am 31.07.2026

Wirtschaftsvereinigung Stahl | Halbjahresbilanz Stahl: Produktion steigt, Nachfrage bleibt auf Krisenniveau | https://www.wvstahl.de/pressemitteilungen/halbjahresbilanz-stahl-produktion-steigt-nachfrage-bleibt-auf-krisenniveau/ | besucht am 31.07.2026

Europäische Kommission | EU-Stahlindustrie: Neue Vorschriften zum Schutz vor Auswirkungen globaler Überkapazitäten treten in Kraft | https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/eu-stahlindustrie-neue-vorschriften-zum-schutz-vor-auswirkungen-globaler-uberkapazitaten-treten-2026-06-30_de | besucht am 31.07.2026

IHK Regensburg | Neue EU-Stahlschutzmaßnahmen ab 1. Juli 2026 | https://www.ihk.de/regensburg/fachthemen/international/nachrichten-international/neue-eu-stahlschutzmassnahmen-ab-2026-6758634 | besucht am 31.07.2026

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen | Bund und Land erhöhen Förderung für SALCOS-Ausbaustufe 1 auf 1,322 Milliarden Euro | https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/bund-und-land-erhohen-forderung-fur-salcos-ausbaustufe-1-auf-1-322-milliarden-euro-248898.html | besucht am 31.07.2026

thyssenkrupp Steel | Direktreduktionsanlage, Push für Klimaschutz | https://www.thyssenkrupp-steel.com/de/newsroom/highlights/push-fuer-klimaschutz.html | besucht am 31.07.2026

Das Weiße Haus | Fact Sheet: President Donald J. Trump Increases Section 232 Tariffs on Steel and Aluminum | https://www.whitehouse.gov/fact-sheets/2025/06/fact-sheet-president-donald-j-trump-increases-section-232-tariffs-on-steel-and-aluminum/ | besucht am 31.07.2026

Bundeszentrale für politische Bildung | Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) | https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-europalexikon/176877/europaeische-gemeinschaft-fuer-kohle-und-stahl-egks/ | besucht am 31.07.2026

Britannica | Sidney Gilchrist Thomas, Steelmaking, Invention, Refining | https://www.britannica.com/biography/Sidney-Gilchrist-Thomas | besucht am 31.07.2026

Landschaftsverband Westfalen-Lippe | Das Thomas-Verfahren in historischen Filmaufnahmen | https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=23732 | besucht am 31.07.2026

Stadt Salzgitter | Bergbau in Salzgitter | https://www.salzgitter.de/kultur/museum/bergbau.php | besucht am 31.07.2026

Clayton Utz | China establishes mineral resources group to centralise iron ore purchasing | https://www.claytonutz.com/insights/2022/august/china-establishes-mineral-resources-group-to-centralise-iron-ore-purchasing | besucht am 31.07.2026

SimFer | Rio Tinto SimFer provides update on the progress of the Simandou Project during the first quarter of 2026 | https://simfer-sa.com/en/media-centre/press-releases/rio-tinto-simfer-provides-update-on-the-progress-of-the-simandou-project-during-the-first-quarter-of-2026/ | besucht am 31.07.2026

Deutsche Emissionshandelsstelle | CBAM-Regelphase ab 2026 | https://www.dehst.de/DE/Themen/CBAM/CBAM-regelphase-ab-2026/cbam-regelphase-ab-2026_node.html | besucht am 31.07.2026

Beschaffung aktuell | Einfluss der Herstellkosten auf den Stahlpreis | https://beschaffung-aktuell.industrie.de/artikel/einfluss-der-herstellkosten-auf-den-stahlpreis/ | besucht am 31.07.2026

Orsted Energiewinde | Woraus Windräder bestehen, woher die Rohstoffe stammen und wie sie recycelt werden | https://energiewinde.orsted.de/energiewirtschaft/windraeder-bestandteile-rohstoff-versorgung-recycling | besucht am 31.07.2026

Statista | Eisenerz: Deutscher Import nach Ländern 2023 | https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1343890/umfrage/anteile-ausgewaehlter-laender-am-deutschen-eisenerzimport/ | besucht am 31.07.2026

EUWID Recycling und Entsorgung | Weltstahlproduktion sinkt 2025 um zwei Prozent | https://www.euwid-recycling.de/news/international/weltstahlproduktion-sinkt-2025-um-zwei-prozent-260126/ | besucht am 31.07.2026

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