CMMS Software Vergleich 2026
Das sind die besten 38 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
11 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Wartungsbuch mit orangefarbenem Schraubenschlüssel und Etikett "Wartung heute" auf weißem Hintergrund

Montag, sechs Uhr früh: Die Verpackungslinie steht, ein Lager ist heiß gelaufen. Der Wartungstermin stand in einer Excel-Liste, die seit dem Urlaub des Meisters niemand geöffnet hat, und das passende Ersatzteil liegt laut Bestandsliste im Lager, ist aber nicht auffindbar. Gute CMMS Software verhindert solche Wochenanfänge. Sie erinnert an fällige Wartungen, nimmt Störmeldungen per App direkt an der Maschine auf, verteilt Aufträge an Techniker und zeigt, welche Teile wirklich im Regal liegen. Für diesen Vergleich haben wir 38 Anbieter von CMMS Software geprüft, die ihre Lösungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anbieten: Cloud-CMMS mit mobiler App, klassische Instandhaltungssoftware, Wartungs- und Prüfplaner, EAM-Systeme und Plattformen für vorausschauende Instandhaltung. Im Ratgeber lesen Sie, worauf Sie bei Funktionen, mobiler Nutzung, Schnittstellen, Datenschutz und Kosten achten sollten.


Anbieter für CMMS Software: Empfohlene Anbieter

tagIDeasy

Sitz in Deutschland App auch offline DSGVO-konform

Cloud-Software für Arbeitsschutz und Instandhaltung auf einer gemeinsamen Betriebsmittel-Datenbasis, ausgelegt für Industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Intralogistik und Prüfdienstleister. UVV-Prüfungen, Wartung und Reparaturen laufen am selben Betriebsmittel zusammen.

tagIDeasy Screenshot tagideasy.de

tagIDeasy ist eine Cloud-Software der Work Safe Tec GmbH aus Marktsteft in Bayern. Das Produkt verbindet Arbeitsschutz und Instandhaltung in einem System. Zielgruppe sind Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau, Industrie und Fertigung, Intralogistik, Entsorgung, Vermietung und Energie sowie Prüfdienstleister. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfpflichten. Wartung und Reparatur laufen am selben Betriebsmittel.

Kern ist die Betriebsmittelverwaltung mit Standort, Status und Historie. Daran hängen UVV-Prüfungen mit überwachten Fristen, Gefährdungsbeurteilung, Reparaturmanagement, Wartungsmanagement mit hinterlegten Intervallen, Checklisten und Unterweisungen. Fällige Wartungsaufträge entstehen automatisch. Die App für iOS und Android arbeitet auch offline, Betriebsmittel lassen sich per Scan aufrufen. Inventaraufkleber und RFID-Tags stehen für die Kennzeichnung bereit.

Hosting erfolgt in Deutschland, die Software ist DSGVO-konform und läuft in ISO-27001-Rechenzentren. Konzerne und große Bestände erhalten Angebote mit SSO, Multi-Mandant und API-Integration. Das Paket Starter kostet bei bis zu 2.000 Betriebsmitteln 199 Euro im Monat, Professional mit Wartung, Reparatur und App 399 Euro im Monat, jeweils zzgl. MwSt. bei jährlicher Abrechnung. Der Preis richtet sich nach der Zahl der Betriebsmittel, die Nutzerzahl ist unbegrenzt.

Das spricht für tagIDeasy
Wartungsmanagement
Intervalle am Betriebsmittel erzeugen fällige Wartungsaufträge automatisch.
UVV-Prüfungen
Fristen werden überwacht, Prüfprotokolle mit Foto und Mängeln entstehen mobil.
Reparaturmanagement
Mängel aus der Prüfung werden zum Auftrag mit Verantwortlichem und Frist.
Gefährdungsbeurteilung
Beurteilung, Maßnahmen und Unterweisungen liegen direkt am Betriebsmittel.
Mobile App
Scan am Betriebsmittel zeigt Historie, Fristen und Dokumente, auch offline.
Unbegrenzte Nutzer
Der Preis richtet sich nach der Betriebsmittelzahl, nicht nach der Zahl der Nutzer.

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Was ist CMMS Software, und welche brauchen Sie?

Wartungsbuch mit orangefarbenem Schraubenschlüssel und Etikett "Wartung heute" auf weißem Hintergrund
CMMS Software bündelt Anlagenakte, Wartungspläne, Störmeldungen und Arbeitsaufträge in einem System.

CMMS Software plant, steuert und dokumentiert die Instandhaltung. Sie verwaltet Anlagen und Wartungspläne, nimmt Störmeldungen auf, verteilt Arbeitsaufträge an Techniker und zeigt mit Kennzahlen, wo Ausfälle Geld kosten.

Die Abkürzung steht für Computerized Maintenance Management System. Im deutschen Sprachraum heißen solche Programme auch Instandhaltungssoftware oder IPS, also Instandhaltungsplanungs- und Steuerungssystem. Herzstück ist die Anlagenakte: Jede Maschine, jedes Gebäudeteil und jedes Gerät bekommt einen Eintrag mit Dokumenten, Ersatzteilen, Wartungsplänen und der vollständigen Historie.

Aus den Wartungsplänen erzeugt die Software Aufträge, sobald ein Intervall nach Zeit, Betriebsstunden oder Stückzahl fällig wird. Störungen melden Mitarbeiter per App oder QR-Code direkt an der Anlage, der Meister priorisiert und verteilt. Techniker dokumentieren Tätigkeiten, Material und Zeiten mobil, und aus diesen Daten entstehen Kennzahlen wie MTBF und MTTR.

Welche Lösung passt, hängt von Größe und Einsatzfeld ab. Ein Handwerksbetrieb oder die Haustechnik kommt mit einem schlanken Wartungsplaner aus, ein Produktionsbetrieb im Mittelstand braucht ein Cloud-CMMS mit App und Ersatzteilen, ein Konzern eher ein EAM-System mit ERP-Integration. Der folgende Test zeigt, ob Ihre heutige Lösung noch reicht.

Der 7-Punkte-Test: Braucht Ihre Instandhaltung eine CMMS Software?
  • Wartungstermine: Wartungsintervalle stehen in Excel-Listen oder im Outlook-Kalender, und Termine rutschen regelmäßig durch.
  • Störmeldungen: Störungen kommen per Zuruf, Telefon oder Zettel, ihr Bearbeitungsstand ist unklar.
  • Historie: Welche Reparaturen an einer Maschine gelaufen sind, wissen nur einzelne Kollegen.
  • Ersatzteile: Ersatzteile fehlen im entscheidenden Moment, oder das Lager ist mit Teilen voll, die niemand braucht.
  • Prüfpflichten: Für Audits und Behörden suchen Sie Prüfnachweise wie DGUV V3 mühsam zusammen.
  • Dokumente: Handbücher, Schaltpläne und Checklisten liegen verstreut auf Laufwerken und in Ordnern.
  • Kennzahlen: Ausfallzeiten, Kosten je Anlage oder MTTR können Sie der Geschäftsführung nicht belegen.

Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein strukturierter Vergleich. Klären Sie vorab, wie viele Anlagen und Techniker die Software abdecken soll und ob Ihr ERP angebunden werden muss.

Diese 7 Probleme lösen Sie mit der richtigen CMMS Software

Orangenes Warnschild mit Aufschrift "Schon wieder?" neben Zahnrädern und Getriebeteilen auf weißem Hintergrund
Mit der richtigen CMMS Software gehören vergessene Wartungen und ungeplante Stillstände der Vergangenheit an.

Die richtige CMMS Software verhindert vergessene Wartungen, macht Störungen nachvollziehbar, hält das Ersatzteillager schlank und liefert Prüfnachweise auf Knopfdruck. Gleichzeitig sichert sie das Wissen erfahrener Techniker.

Ungeplante Stillstände sind der teuerste Fehler in der Instandhaltung. Ein CMMS erinnert zuverlässig an fällige Wartungen und Inspektionen, auch wenn der zuständige Meister im Urlaub ist. Störmeldungen landen nicht mehr auf Zetteln oder im Telefon, sondern als Auftrag mit Priorität, Foto und Bearbeitungsstand im System.

Ebenso viel Zeit kostet die Suche. Techniker scannen den QR-Code an der Maschine und sehen sofort Handbuch, Schaltplan, letzte Reparaturen und passende Ersatzteile. Das Lager zeigt Mindestbestände und Verbräuche je Anlage, Bestellvorschläge vermeiden teure Eillieferungen und überflüssige Vorräte.

Für Audits und Behörden liefert die Software Prüfnachweise etwa für elektrische Anlagen nach DGUV Vorschrift 3, Druckbehälter oder Aufzüge. Aus Störungen, Zeiten und Kosten entstehen Kennzahlen, mit denen Sie Investitionen, Personalbedarf und den Austausch alter Anlagen gegenüber der Geschäftsführung begründen.

Ungeplante Stillstände

Maschinen fallen aus, weil Wartungen vergessen oder zu spät erledigt werden.

Suche nach Informationen

Techniker verlieren Zeit mit der Suche nach Handbüchern, Historie und Ansprechpartnern.

Störungen ohne Überblick

Meldungen gehen unter, Prioritäten sind unklar, und niemand weiß, wer gerade woran arbeitet.

Teure Ersatzteillager

Kapital steckt in überflüssigen Teilen, während kritische Teile im Notfall fehlen.

Lücken bei Prüfpflichten

Prüftermine für Elektrik, Druckbehälter oder Aufzüge laufen ab, Nachweise fehlen im Audit.

Wissen in wenigen Köpfen

Geht ein erfahrener Techniker in Rente, verschwindet sein Wissen über die Anlagen.

Keine belastbaren Zahlen

Ohne Daten zu Ausfällen und Kosten lassen sich Investitionen und Personalbedarf nicht begründen.

Welche Arten von CMMS Software stehen zur Wahl?

Drei Werkzeugkästen in aufsteigender Größe: grau, dunkelgrau und orange mit Schild "Welche Größe?"
Cloud-CMMS, Instandhaltungssoftware, Wartungsplaner oder EAM: Betriebsgröße und Anlagen bestimmen die passende Lösung.

Der Markt reicht von Cloud-CMMS mit mobiler App über klassische, installierte Instandhaltungssoftware und schlanke Wartungsplaner bis zu EAM-Systemen und Plattformen für vorausschauende Instandhaltung.

Cloud-CMMS laufen im Browser und als App, kosten ein Abo je Nutzer und sind oft innerhalb weniger Tage startklar. Sie richten sich an Mittelstand und Industrie, die Störmeldungen, Wartungen und Ersatzteile mobil steuern wollen. Klassische Instandhaltungssoftware wird auf eigenen Servern installiert und bildet komplexe Anlagenstrukturen, Lager und Schnittstellen zum ERP ab.

Wartungs- und Prüfplaner konzentrieren sich auf Termine, Checklisten und Nachweise und eignen sich für Haustechnik, Handwerk und kleinere Betriebe. Am anderen Ende stehen EAM-Systeme und Instandhaltungsmodule großer ERP-Anbieter für Konzerne mit vielen Standorten, die Anlagen über den gesamten Lebenszyklus verwalten.

Plattformen für Predictive Maintenance werten Sensordaten wie Schwingung und Temperatur aus und erzeugen daraus Aufträge. Asset- und Inventarsoftware sowie Field-Service-Tools mit Wartungsfunktion ergänzen das Feld als Grenzfälle, etwa für Werkzeuge, Geräte oder externe Kundendienste.

Cloud-CMMS mit App

Instandhaltungssoftware im Browser mit mobiler App, QR-Codes und Abo je Nutzer, schnell startklar für Mittelstand und Industrie.

Klassische Instandhaltungssoftware

Installierte IPS-Lösungen auf eigenen Servern mit tiefer Anlagenstruktur, Lager und ERP-Anbindung.

Wartungs- und Prüfplaner

Schlanke Programme für Wartungstermine, Checklisten und Prüfnachweise, etwa für Haustechnik oder Handwerk.

EAM und ERP-Module

Instandhaltung als Teil großer Plattformen für Konzerne mit vielen Standorten und Anlagen über den gesamten Lebenszyklus.

Predictive Maintenance

Plattformen, die Sensordaten auswerten, Ausfälle vorhersagen und daraus Aufträge im CMMS erzeugen.

Asset- und Service-Tools

Inventar-, Geräte- oder Außendienstsoftware mit Wartungsfunktion als Grenzfall zum reinen CMMS.

Cloud-CMMS
Für Teams, die schnell starten wollen
  • Zugriff über Browser und App von jedem Ort
  • Updates und Datensicherung durch den Anbieter
  • Monatliches oder jährliches Abo je Nutzer
  • Abhängig von einer stabilen Internetverbindung
Installierte Instandhaltungssoftware
Für Betriebe mit eigener IT
  • Läuft auf eigenen Servern im Werk oder Rechenzentrum
  • Kauflizenz mit Wartungsvertrag oder Miete
  • Volle Kontrolle über Daten und Schnittstellen
  • Updates und Betrieb in eigener Verantwortung

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Der Leitfaden für Instandhaltungsleiter, Produktionsleiter und Haustechnik zeigt, wie Sie Anforderungen an Wartungsplanung, Störmanagement und Ersatzteile festlegen, CMMS Software nach Funktionen, mobiler App, ERP-Anbindung und Bedienung bewerten, Preismodelle vergleichen und die Einführung ohne Stillstand planen.

CMMS Software Instandhaltungssoftware Wartungsplaner Instandhaltungsplanung Predictive Maintenance DIN 31051
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Worauf Sie bei der Auswahl von CMMS Software achten sollten

Eine Waage mit Projektstatus-Checkliste links und orangenem Zahnrad rechts, darunter "PASST" Etikett
Vor dem Preis prüfen Sie Funktionen, mobile App, ERP-Anbindung und Auswertungen einer CMMS Software.

Zuerst zählen Funktionsumfang und mobile Nutzung, danach Schnittstellen, Auswertungen, Datenschutz, Einführung und Kosten. Ein CMMS, das Techniker in der Halle nicht gern benutzen, bleibt trotz guter Funktionen leer.

Beginnen Sie mit Ihren Abläufen. Notieren Sie, wie Störungen heute gemeldet werden, wer Wartungen plant, wie Ersatzteile bestellt werden und welche Prüfpflichten Sie erfüllen müssen. Prüfen Sie dann, ob die Software diese Abläufe abbildet, ohne dass Sie Ihre Organisation an das Programm anpassen müssen.

Im zweiten Schritt geht der Blick in die Halle. Eine gute App öffnet die Anlagenakte per QR-Code, funktioniert offline und nimmt Fotos und Zeiten auf. Klären Sie außerdem, ob Ihr ERP angebunden werden kann, ob eine offene API existiert und wie Maschinendaten oder Sensoren ins System kommen.

Bei Cloud-Lösungen gehören Server in der EU und ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zur Pflicht. Werden Zeiten und Tätigkeiten je Techniker erfasst, beteiligen Sie den Betriebsrat. Testen Sie zwei oder drei Programme an echten Anlagen und rechnen Sie alle Kosten über fünf Jahre.

Funktionsumfang
Deckt die Software Ihre Instandhaltung ab?

Im Kern zählen Anlagenverwaltung, Wartungspläne nach Zeit oder Zählerstand, Störmeldungen, Arbeitsaufträge und Dokumentation. Je nach Betrieb kommen Ersatzteile, Prüfmanagement, Schichtbücher, Fremdfirmen und Auswertungen hinzu. Manche Lösungen sind bewusst schlank, andere bilden komplette Werke ab.

Anlagenstruktur mit DokumentenWartungspläne nach Zeit und ZählerStörmeldung und AuftragsverwaltungErsatzteile und Prüfmanagement
Praxistipp: Spielen Sie im Test eine echte Störung vom Melden bis zur Rückmeldung durch.
Mobile Nutzung
Arbeiten Ihre Techniker gern damit?

Instandhaltung passiert an der Maschine, nicht am Schreibtisch. Eine gute App öffnet per QR-Code die Anlagenakte, zeigt offene Aufträge, nimmt Fotos und Zeiten auf und funktioniert auch in Hallen ohne Netz. Akzeptanz bei den Technikern entscheidet über den Erfolg.

App für iOS und AndroidQR-Code oder NFC an der AnlageOffline-Modus in FunklöchernFotos, Zeiten und Unterschrift
Praxistipp: Lassen Sie zwei Techniker die App eine Woche lang im Alltag testen.
Schnittstellen
Spricht das CMMS mit Ihren Systemen?

Ersatzteilbestellungen, Kostenstellen und Stammdaten liegen oft im ERP, Maschinendaten in der Steuerung oder im MES. Prüfen Sie, ob eine fertige Anbindung an Ihr ERP wie SAP besteht, ob eine offene API vorhanden ist und wie Sensordaten ins System kommen.

Fertige ERP-AnbindungOffene REST-APIImport von Anlagen- und TeilelistenSensor- und Maschinendaten
Praxistipp: Fragen Sie nach Referenzkunden, die dasselbe ERP nutzen wie Sie.
Auswertungen
Liefert die Software belastbare Zahlen?

Kennzahlen wie MTBF, MTTR, Ausfallzeiten und Kosten je Anlage zeigen, wo sich Investitionen lohnen. Gute CMMS liefern Dashboards für Meister und Berichte für die Geschäftsführung, ohne dass jemand Daten in Excel nachbearbeitet.

Dashboards je Standort und AnlageMTBF, MTTR und AusfallzeitenKosten je Anlage und KostenstelleExport und Berichte für Audits
Praxistipp: Bitten Sie um einen Musterbericht, wie Sie ihn der Werksleitung zeigen würden.
Datenschutz und Betrieb
Wo liegen Ihre Daten?

Bei Cloud-Lösungen gehören Server in der EU, ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und ein klares Rechtekonzept zur Pflicht. Werden Techniker namentlich erfasst, redet der Betriebsrat mit. Für kritische Infrastruktur kann ein Betrieb auf eigenen Servern sinnvoll sein.

Rechenzentrum in der EUAuftragsverarbeitungsvertragRollen und Rechte je NutzerOn-Premise als Option
Praxistipp: Binden Sie den Betriebsrat früh ein, bevor Zeiten und Personen erfasst werden.
Einführung und Support
Wie schnell sind Sie startklar?

Der größte Aufwand steckt in den Stammdaten: Anlagen, Wartungspläne, Ersatzteile und Dokumente. Fragen Sie, ob der Anbieter beim Import hilft, Vorlagen mitbringt und Schulungen vor Ort oder online anbietet. Ein deutschsprachiger Support mit Instandhaltungswissen spart später viel Zeit.

Hilfe bei der DatenübernahmeVorlagen für typische AnlagenSchulungen für Planer und TechnikerDeutschsprachiger Support
Praxistipp: Klären Sie vorab, wer die Stammdaten anlegt und wie lange das dauert.
Preismodell
Was kostet die Software über fünf Jahre?

Cloud-CMMS rechnen meist je Nutzer und Monat ab, oft gestaffelt nach Editionen. Installierte Lösungen werden gekauft und mit einem Wartungsvertrag aktuell gehalten. Hinzu kommen Module, Einrichtung, Schulung und Schnittstellen. Lesende Nutzer oder Störmelder sind bei manchen Anbietern kostenlos.

Kosten je Nutzer oder TechnikerPreise für Module und SchnittstellenEinrichtung und SchulungKostenlose Melder-Zugänge
Praxistipp: Rechnen Sie alle Posten für Ihr Team über fünf Jahre durch und vergleichen Sie erst dann.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche CMMS Software passt zu Ihrer Instandhaltung?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 38 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
Wo setzen Sie die CMMS Software ein?
Einsatzfeld und Anlagen bestimmen den nötigen Funktionsumfang.
Produktion und Fertigung
Maschinen, Linien und Werkzeuge mit Fokus auf Verfügbarkeit.
Gebäudetechnik und Facility Management
Heizung, Lüftung, Aufzüge und Prüfpflichten in Gebäuden.
Fuhrpark, Geräte und mobile Anlagen
Fahrzeuge, Werkzeuge und Geräte an wechselnden Orten.
Mehrere Standorte gemischt
Produktion, Gebäude und Infrastruktur in einer Organisation.
Frage 2 von 5
Wie viele Personen arbeiten mit der Software?
Viele Anbieter rechnen je Nutzer oder Techniker ab.
Bis zu fünf
Kleines Instandhaltungsteam oder Haustechnik.
Sechs bis 30
Mehrere Schichten, Meister und Planer arbeiten parallel.
Mehr als 30
Großes Werk oder Konzern mit mehreren Standorten.
Frage 3 von 5
Wie arbeitet Ihre Instandhaltung heute?
Der Ausgangspunkt entscheidet über Einführungsaufwand und Datenübernahme.
Papier, Excel oder Outlook
Wartungstermine stehen in Listen, Störungen kommen per Zuruf.
Ältere Instandhaltungssoftware
Ein System ist vorhanden, aber veraltet oder ohne mobile App.
Modul im ERP
Instandhaltung läuft im ERP, ist für Techniker aber umständlich.
Frage 4 von 5
Wie soll die Software betrieben werden?
Cloud oder eigener Server verändert Kosten, Zugriff und Wartung.
In der Cloud
Zugriff über Browser und App, Updates übernimmt der Anbieter.
Auf eigenen Servern
Die Software läuft im eigenen Rechenzentrum oder Werk.
Noch offen
Sie möchten beide Varianten vergleichen.
Frage 5 von 5
Welche Zusatzfunktion ist Ihnen am wichtigsten?
Viele Betriebe verbinden das CMMS mit weiteren Bausteinen.
Mobile App mit QR-Codes
Störungen direkt an der Maschine melden und Aufträge abarbeiten.
Ersatzteil- und Lagerverwaltung
Bestände, Mindestmengen und Bestellungen im Blick behalten.
Prüfmanagement
Prüfpflichten wie DGUV V3 oder Aufzugsprüfungen nachweisen.
Zustandsüberwachung und KI
Sensordaten auswerten und Ausfälle früh erkennen.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

Wie Sie CMMS Software einführen und den Umstieg planen

Orange Klebeband, QR-Code-Etikett und Elektromotor mit QR-Codes auf weißem Hintergrund
Saubere Stammdaten, QR-Codes an den Anlagen und ein Pilotbereich machen die Einführung von CMMS Software planbar.

Ein Cloud-CMMS für ein kleines Team ist in wenigen Tagen startklar, ein Werk mit Tausenden Anlagen und ERP-Anbindung braucht einige Monate. Entscheidend sind saubere Stammdaten, ein Pilotbereich und die Schulung der Techniker.

Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme. Welche Anlagen stehen in Ihren Hallen, welche Wartungen und Prüfungen sind fällig, und welche Listen, Ordner und Programme nutzen Sie heute? Mit dieser Übersicht fordern Sie Vorführungen an, in denen die Anbieter Ihre eigenen Anlagen und Abläufe zeigen.

Nach der Entscheidung folgen die Stammdaten. Legen Sie die Anlagenstruktur vom Standort bis zur Baugruppe an, übertragen Sie Wartungspläne und Ersatzteile und hängen Sie Handbücher und Checklisten an. QR-Codes an den Maschinen machen die Anlagenakte für alle erreichbar.

Stellen Sie nicht alles auf einmal um. Eine Halle oder ein Bereich arbeitet einige Wochen vollständig digital, Störungen kommen nur noch über das System. Im Anschluss übertragen Sie Vorlagen und Erfahrungen auf weitere Bereiche, aktivieren die ERP-Anbindung und werten die ersten Kennzahlen aus.

ein bis zwei Wochen

Bestandsaufnahme

Sie halten fest, welche Anlagen, Wartungen, Prüfpflichten und Abläufe die neue Software abdecken muss.

Anlagen und Standorte auflistenHeutige Abläufe für Störung und Wartung notierenERP und weitere Systeme erfassen
1
zwei bis vier Wochen

Auswahl und Test

Zwei oder drei Anbieter zeigen ihre Software an Ihren echten Anlagen, Testzugänge folgen.

Vorführung mit eigenen AnlagenApp mit Technikern testenReferenzkunden anrufen
2
ein bis zwei Wochen

Vertrag und Planung

Sie klären Lizenzmodell, Nutzerzahl, Datenübernahme, Schulung und den Starttermin.

Edition und Nutzerzahl festlegenAuftragsverarbeitung prüfenPilotbereich bestimmen
3
zwei bis acht Wochen

Stammdaten

Anlagenstruktur, Wartungspläne, Ersatzteile und Dokumente werden angelegt oder importiert.

Anlagen hierarchisch anlegenWartungspläne übertragenQR-Codes drucken und anbringen
4
vier bis sechs Wochen

Pilotbetrieb

Ein Bereich oder eine Halle arbeitet vollständig mit der neuen Software, Erfahrungen fließen zurück.

Techniker und Meister schulenStörungen nur noch digital meldenVorlagen und Checklisten nachschärfen
5
nach dem Start

Ausbau

Nach dem Pilot folgen weitere Bereiche, Schnittstellen und Auswertungen.

Weitere Standorte umstellenERP-Anbindung aktivierenKennzahlen regelmäßig auswerten
6
DIN 31051
Gliedert die Instandhaltung in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung
DIN EN 13306
Definiert die Begriffe der Instandhaltung europaweit einheitlich
§ 3 BetrSichV
Verlangt eine Gefährdungsbeurteilung mit Fristen für wiederkehrende Prüfungen
Art. 28 DSGVO
Auftragsverarbeitungsvertrag bei Cloud-Lösungen

Die häufigsten Fehler bei CMMS Software

Werkzeugkasten mit Schraubendreher und orangem Warnkegel mit "Ups"-Aufschrift auf weißem Hintergrund
Techniker übergangen, Stammdaten unterschätzt und alles auf einmal umgestellt sind die häufigsten Fehler bei CMMS Software.

Die meisten Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an der Einführung: Techniker nicht eingebunden, Stammdaten unterschätzt, alles auf einmal umgestellt und den Lizenzpreis ohne Folgekosten verglichen.

Viele Betriebe entscheiden nach einer Präsentation im Besprechungsraum. In der Halle zeigt sich dann, dass die App zu viele Klicks braucht oder offline nicht funktioniert. Binden Sie deshalb Techniker und Meister früh ein und lassen Sie sie die App im Alltag testen, bevor Sie unterschreiben.

Teuer wird außerdem ein leeres System. Fehlen Anlagen, Wartungspläne und Ersatzteile, kehren die Teams schnell zu Excel zurück. Ebenso schädlich ist das Gegenteil: Wer jedes Formular mit Pflichtfeldern überlädt, bekommt keine Störmeldungen mehr. Starten Sie schlank und erweitern Sie nach dem Pilot.

Unterschätzt werden Schnittstellen und Mitbestimmung. Ohne ERP-Anbindung pflegen Sie Teile und Kosten doppelt, und ohne Betriebsrat stockt die Zeiterfassung. Rechnen Sie Einrichtung, Module, Schnittstellen und zusätzliche Nutzer mit ein, bevor Sie das günstigste Angebot wählen.

1
Ohne Techniker ausgewählt

Die Geschäftsführung wählt nach Präsentation, die App ist für die Arbeit in der Halle aber zu umständlich.

Techniker früh einbinden und die App im Alltag testen lassen.
2
Stammdaten unterschätzt

Anlagen, Pläne und Ersatzteile fehlen oder sind lückenhaft, das System bleibt leer.

Datenübernahme planen, Verantwortliche benennen und Zeit einrechnen.
3
Alles auf einmal umgestellt

Alle Hallen und Standorte starten gleichzeitig, Fehler multiplizieren sich.

Mit einem Pilotbereich beginnen und Vorlagen danach übertragen.
4
Zu viel konfiguriert

Jeder Sonderfall bekommt ein eigenes Feld, Formulare werden lang, Meldungen bleiben aus.

Mit schlanken Abläufen starten und erst nach dem Pilot erweitern.
5
Schnittstellen vergessen

Ersatzteile und Kosten werden doppelt in ERP und CMMS gepflegt.

ERP-Anbindung vor dem Kauf klären und im Test vorführen lassen.
6
Betriebsrat übergangen

Zeiterfassung pro Techniker sorgt für Widerstand und verzögert den Start.

Betriebsrat früh beteiligen und eine Vereinbarung treffen.
7
Nur auf den Lizenzpreis geschaut

Einrichtung, Module, Schnittstellen und zusätzliche Nutzer machen das günstige Angebot teuer.

Alle Kosten über fünf Jahre gegenüberstellen.

Was kostet CMMS Software wirklich?

Rosafarbenes Sparschwein mit Schutzbrille auf einem Zahnrad, oranges "pro Techniker" Etikett
Abo, Kauf oder kostenlose Version: Nutzerzahl, Module und Einrichtung bestimmen die Kosten einer CMMS Software.

CMMS Software kostet in unserem Vergleich zwischen 0 Euro für kostenlose Einstiegsversionen und 11.900 Euro für eine Kauflizenz mit unbegrenzten Nutzern. Cloud-Abos liegen meist bei 8 bis 100 Euro je Nutzer und Monat oder bei 49 bis 495 Euro im Monat für den ganzen Betrieb. EAM-Systeme großer Anbieter kalkulieren die Hersteller individuell.

Kleine Teams kommen günstig ins Thema. remberg bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif, Instandio verlangt bis 5 Wartungs- und 25 Prüfobjekte nichts, und bei Wowflow sind Lizenzen für Auftraggeber und Dienstleister gratis. Für Ersatzteile, Auswertungen und mehrere Standorte führt der Weg meist in einen bezahlten Tarif.

Viele Cloud-CMMS rechnen je Nutzer und Monat ab. QRmaint beginnt bei 8 Euro, remberg kostet 25 bis 45 Euro, Foxtag 39 bis 69 Euro und Wowflow 39,90 bis 99,90 Euro je Lizenz, eMaint Professional 80 Euro je Benutzer bei mindestens drei Benutzern. Andere Anbieter verlangen einen Paketpreis für den Betrieb, oft mit unbegrenzten Nutzern: Instandio ab 49 Euro, KEVOX 83 bis 168 Euro, tagIDeasy 199 bis 399 Euro, Timly 195 bis 495 Euro und imaso maintenance ab 435 Euro im Monat für bis zu 100 Nutzer.

Als Kauflizenz kostet imaso maintenance 11.900 Euro einmalig, der Support ab 240 Euro im Monat kommt hinzu. Prüfplattformen wie docustry kosten 2.400 bis 9.900 Euro im Jahr. Die meisten etablierten Anbieter wie SAP, IBM Maximo, IFS Ultimo, isproNG oder GreenGate nennen keine Listenpreise und erstellen Angebote nach Nutzern, Modulen und Standorten. Rechnen Sie Einrichtung, Schnittstellen, Schulung und Support mit ein und vergleichen Sie die Kosten über fünf Jahre.

Kostenlose Einstiegsversionen 0 € dauerhaft kostenlose Stufe

remberg bietet einen kostenlosen Tarif, Instandio ist bis 5 Wartungs- und 25 Prüfobjekte kostenlos, bei Wowflow sind Auftraggeber- und Dienstleister-Lizenzen gratis.

Abo je Nutzer 8 bis 99,90 € pro Nutzer oder Lizenz und Monat

QRmaint ab 8 €, remberg 25 bis 45 €, Foxtag 39 bis 69 €, Wowflow 39,90 bis 99,90 € je Lizenz, eMaint Professional 80 € je Benutzer bei mindestens drei Benutzern.

Paketpreis für den Betrieb 49 bis 495 € pro Monat, oft mit unbegrenzten Nutzern

Instandio ab 49 €, KEVOX 83 bis 168 €, tagIDeasy 199 bis 399 €, Timly 195 bis 495 €, imaso maintenance ab 435 € für bis zu 100 Nutzer.

Kauflizenz und Jahrespakete 2.400 bis 11.900 € pro Jahr oder einmalig

docustry kostet 2.400 bis 9.900 € im Jahr, imaso maintenance als Kauflizenz 11.900 € einmalig mit unbegrenzten Nutzern. EAM-Systeme kalkulieren die Anbieter individuell.

Kosten, die oft übersehen werden

Zum Abo oder Lizenzpreis kommen häufig Einrichtung und Datenübernahme, Schulungen, Module für Ersatzteile oder Zustandsüberwachung, ERP-Schnittstellen und Supportverträge. Bei Kauflizenzen fallen zusätzlich Wartung und Updates an. Klären Sie außerdem, ob Melder und lesende Nutzer extra kosten, und vergleichen Sie die Gesamtkosten über fünf Jahre.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit CMMS Software aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wofür steht die Abkürzung CMMS? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. CMMS bezeichnet ein computergestütztes System zur Verwaltung der Instandhaltung. Im deutschen Sprachraum heißen solche Programme auch Instandhaltungssoftware oder Instandhaltungsplanungs- und Steuerungssystem, kurz IPS.
2 Welche Kennzahl beschreibt die mittlere Zeit zwischen zwei Ausfällen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. MTBF zeigt, wie lange eine Anlage im Mittel störungsfrei läuft. MTTR misst dagegen die mittlere Reparaturdauer, die OEE die Gesamtanlageneffektivität aus Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ein CMMS berechnet diese Werte aus den erfassten Störungen und Aufträgen.
3 Welche Norm gliedert die Instandhaltung in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die DIN 31051 legt die Grundlagen der Instandhaltung fest und unterscheidet die vier Grundmaßnahmen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Viele CMMS ordnen Aufträge genau diesen Maßnahmen zu.
4 Was unterscheidet vorbeugende von zustandsorientierter Instandhaltung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Vorbeugende Instandhaltung arbeitet mit festen Intervallen nach Zeit oder Zählerstand. Zustandsorientierte Instandhaltung löst Maßnahmen aus, sobald Messwerte wie Temperatur, Schwingung oder Druck Grenzwerte erreichen. Predictive Maintenance geht einen Schritt weiter und sagt Ausfälle aus Datenmustern voraus.
5 Wozu dienen QR-Codes an Maschinen in einem CMMS? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Ein QR-Code oder NFC-Tag verknüpft die Maschine mit ihrer digitalen Anlagenakte. Ein Scan mit dem Smartphone zeigt Dokumente, Historie und offene Aufträge, und eine Störung lässt sich mit Foto melden, ohne die Anlage im System zu suchen.

Glossar: Begriffe rund um CMMS Software

Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Instandhaltung, Wartungsplanung und CMMS Software kompakt und anbieterneutral.

CMMS

Computerized Maintenance Management System, also Software zur Planung, Steuerung und Dokumentation der Instandhaltung.

IPS

Instandhaltungsplanungs- und Steuerungssystem, der im deutschen Sprachraum gebräuchliche Begriff für CMMS.

EAM

Enterprise Asset Management. Software, die den gesamten Lebenszyklus von Anlagen von der Beschaffung bis zur Ausmusterung abdeckt, meist für große Unternehmen.

DIN 31051

Norm mit den Grundlagen der Instandhaltung und den vier Grundmaßnahmen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung.

Wartung

Maßnahmen, die den Abbau des Abnutzungsvorrats verzögern, etwa Schmieren, Reinigen oder Filterwechsel.

Inspektion

Prüfen und Beurteilen des Istzustands einer Anlage, einschließlich der Ursachen von Abnutzung.

Instandsetzung

Wiederherstellen des funktionsfähigen Zustands nach einem Schaden oder Ausfall.

Vorbeugende Instandhaltung

Wartung nach festen Intervallen, gemessen in Zeit, Betriebsstunden oder Stückzahlen, unabhängig vom aktuellen Zustand.

Zustandsorientierte Instandhaltung

Maßnahmen, die erst bei Erreichen definierter Messwerte wie Schwingung, Temperatur oder Verschleiß ausgelöst werden.

Predictive Maintenance

Vorausschauende Instandhaltung, die Ausfälle aus Sensordaten und Mustern vorhersagt, bevor sie eintreten.

Arbeitsauftrag

Digitale Anweisung an Techniker mit Anlage, Tätigkeit, Material, Termin und Rückmeldung, im Englischen Work Order.

Anlagenstruktur

Hierarchische Gliederung von Standort, Gebäude, Linie, Maschine und Baugruppe als Grundlage für Pläne und Auswertungen.

MTBF

Mean Time Between Failures, die mittlere Betriebszeit zwischen zwei Ausfällen einer Anlage.

MTTR

Mean Time To Repair, die mittlere Dauer von der Störung bis zur wiederhergestellten Funktion.

OEE

Overall Equipment Effectiveness, die Gesamtanlageneffektivität aus Verfügbarkeit, Leistung und Qualitätsrate.

DGUV Vorschrift 3

Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel mit regelmäßigen Prüfpflichten, die ein CMMS terminiert und dokumentiert.

TPM

Total Productive Maintenance. Ansatz, bei dem Maschinenbediener einfache Wartungsaufgaben selbst übernehmen.

Ersatzteilmanagement

Verwaltung von Ersatzteilbeständen mit Lagerorten, Mindestmengen, Verbrauch je Anlage und Bestellvorschlägen.

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um CMMS Software, Instandhaltungssoftware und Wartungsplanung, kurz und anbieterneutral.

Was ist CMMS Software?

CMMS Software ist ein Programm zur Planung, Steuerung und Dokumentation der Instandhaltung. Sie verwaltet Anlagen, erzeugt Wartungsaufträge nach Zeit oder Zählerstand, nimmt Störmeldungen auf, verteilt Arbeit an Techniker, verwaltet Ersatzteile und liefert Kennzahlen wie MTBF und MTTR.

Was ist der Unterschied zwischen CMMS und EAM?

Ein CMMS konzentriert sich auf die operative Instandhaltung, ein EAM-System verwaltet Anlagen über den gesamten Lebenszyklus. EAM umfasst zusätzlich Beschaffung, Investitionsplanung, Finanzen und Ausmusterung und richtet sich vor allem an große Unternehmen mit vielen Standorten. Für den Mittelstand reicht meist ein CMMS mit ERP-Anbindung.

Welche CMMS Software ist die beste?

Eine pauschal beste CMMS Software existiert nicht, die richtige Wahl hängt von Betriebsgröße, Anlagen, Abläufen und vorhandener IT ab. Kleine Teams brauchen eine einfache App mit Wartungsplänen, Produktionsbetriebe zusätzlich Ersatzteile und ERP-Anbindung, Konzerne ein EAM-System. Testen Sie zwei oder drei Lösungen an echten Anlagen.

Was kostet CMMS Software?

CMMS Software kostet zwischen 0 Euro für kostenlose Einstiegsversionen und rund 12.000 Euro für eine Kauflizenz mit unbegrenzten Nutzern. Cloud-Abos liegen meist bei 8 bis 100 Euro je Nutzer und Monat oder bei 49 bis 495 Euro im Monat als Paketpreis für den Betrieb. EAM-Systeme kalkulieren die Anbieter individuell. Rechnen Sie Einrichtung, Schnittstellen und Schulung über fünf Jahre mit ein.

Ist CMMS Software auch kostenlos erhältlich?

Einige Anbieter bieten kostenlose Versionen für kleine Teams oder eine begrenzte Zahl an Anlagen an. Sie eignen sich für den Einstieg und zum Testen. Für Ersatzteile, Auswertungen, Schnittstellen und mehrere Standorte brauchen Sie meist eine kostenpflichtige Edition.

Ist Cloud-CMMS sicher?

Cloud-CMMS ist sicher, sofern der Anbieter Server in der EU, Verschlüsselung, Rollen und Rechte sowie regelmäßige Datensicherungen bietet. Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ab und klären Sie, wie Sie Ihre Daten bei einem Wechsel vollständig exportieren.

Kann CMMS Software Ausfälle vorhersagen?

Einige CMMS werten Sensordaten wie Schwingung, Temperatur oder Stromaufnahme aus und warnen vor drohenden Ausfällen. Diese vorausschauende Instandhaltung heißt Predictive Maintenance und braucht Sensoren an den Anlagen sowie eine Anbindung an das System. Für den Einstieg genügen meist Wartungspläne nach Zeit oder Zählerstand.

Wie lange dauert die Einführung von CMMS Software?

Die Einführung dauert bei kleinen Teams mit Cloud-Lösung wenige Tage und bei großen Werken mit ERP-Anbindung mehrere Monate. Den größten Aufwand machen die Stammdaten, also Anlagen, Wartungspläne und Ersatzteile. Beginnen Sie mit einem Pilotbereich und schulen Sie Techniker und Meister früh.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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