Ab dem 4. Juni 2026 verschickt Oura seinen fünften Smart-Ring, und die Maße lassen aufhorchen: 6,09 mm breit, 2,28 mm dick, ab 2 Gramm leicht. Das finnische Unternehmen bezeichnet den Oura Ring 5 als kleinsten Smart-Ring der Welt. Gegenüber dem Ring 4 schrumpfte das Volumen um 40 Prozent.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenNeu konstruierte Sensordome sorgen für besseren Hautkontakt, zwölf Signalpfade liefern genauere Messwerte über ein breiteres Spektrum an Fingertypen und Hauttönen. Die Akkulaufzeit verlängerte sich gegenüber dem Vorgänger auf sechs bis neun Tage. Zwei bis drei Gramm Gewicht sprechen dafür, dass der Ring im Alltag tatsächlich in Vergessenheit gerät.
Das Wichtigste in Kürze
- 40 % kleineres Volumen als der Oura Ring 4, Breite 6,09 mm, Dicke 2,28 mm
- Preis: ab 399 Euro (Silber, Schwarz), 499 Euro für Premium-Farben
- Neue Health-Radar-Funktionen: Blutdrucksignale, Live-Aktivitätstracking, GLP-1-Einblicke
- Vorbestellung läuft, Auslieferung ab 4. Juni 2026
Was kann der Ring 5 nun wirklich?

Oura bündelt mehrere neue Software-Features unter dem Begriff Health Radar. Blutdrucksignale und Nachtzeit-Atemüberwachung kommen zunächst nur in den USA, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Für Europa ist kein konkretes Datum bekannt. Deutlich breiter ausgerollt wird hingegen das Live-Aktivitätstracking: Laufende, Radfahrende und Kraftsportler sehen ihre Herzfrequenz, Pace und Distanz erstmals in Echtzeit, ohne auf die Auswertung am nächsten Morgen warten zu müssen. Beim Vorgänger musste die App Aktivitäten erst nachträglich vorschlagen, was für kontinuierliches Training mit echter Rückmeldung nicht ausreichte.
Neu hinzu kommen GLP-1-Einblicke für Mitglieder, die Medikamente zur Gewichtsregulierung nehmen. Die App bündelt Verlauf, Nebenwirkungen und Biomarker in einem separaten View. Außerdem führt Oura eine Partnerschaft mit der Telemedizin-Plattform Counsel Health ein, die KI-gestützte Beratung direkt in der App ermöglicht. Elektronische Gesundheitsakte-Integration über Health Records läuft vorerst nur in 43 US-Bundesstaaten.
Der Smart-Ring-Markt wächst schnell, weil immer mehr Menschen ein Wearable wollen, das am Handgelenk nicht stört. Oura liefert mit dem Ring 5 das bislang kompakteste Argument für diese Kategorie. Für DACH-Nutzer bleiben die spannendsten Gesundheits-Features wie Blutdrucksignale vorerst außen vor, das sollten Kaufinteressierte einkalkulieren.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was kostet der Schritt zur Generation 5?

50 Euro mehr als beim Ring 4 ruft Oura für die Basisvarianten auf. In Silber und Schwarz kostet der Ring 5 je 399 Euro, die Premium-Ausführungen Gold, Stealth, Brushed Silver und Deep Rose schlagen mit 499 Euro zu Buche. Das monatliche App-Abo bleibt bei 6 Euro. Wer bereits einen Ring der Generation 3 oder 4 besitzt, bekommt die neuen Software-Features wie Live-Tracking und GLP-1-Einblicke ab dem 4. Juni kostenlos.
Der Preisanstieg kommt nicht überraschend: Samsung setzt mit dem Galaxy Ring Druck auf, RingConn liefert am 29. Mai mit der Gen 3 ein Konkurrenzprodukt ohne Abo-Pflicht aus. Oura beantwortet den Wettbewerb mit Sensorpräzision und Software-Tiefe statt mit Preissenkung. Für Unternehmenskunden und Self-Tracker mit ernsthaften Gesundheitszielen ist das eine nachvollziehbare Positionierung. Für alle anderen lohnt sich der Vergleich mit dem weiterhin erhältlichen Ring 4 zum reduzierten Preis.
Kaufinteressierte sollten vor dem Checkout prüfen, welche Health-Radar-Funktionen tatsächlich in ihrer Region verfügbar sind. Blutdrucksignale und Atemüberwachung für Europa haben noch kein Startdatum, und aus unserem LLMs-Ratgeber wissen wir, dass KI-gestützte Gesundheitsauswertung nur dann verlässlich ist, wenn die Datenbasis stimmt. Ein Ring, der in DACH die Hälfte seiner beworbenen Features nicht zeigt, rechtfertigt den Premium-Aufpreis nur bedingt.
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