
IKEA: Wie funktioniert das Geschäftsmodell?
Michael Dobler
Autor Dr. WebDas IKEA Geschäftsmodell trägt 222.000 Mitarbeiter, 484 Filialen und 44,6 Milliarden Euro Umsatz, und trotzdem gehört der Konzern offiziell niemandem mehr. Zwei Stiftungen halten die Fäden, eine in den Niederlanden, eine in Liechtenstein, und das ist nur die erste Überraschung.
Sie kennen das vielleicht: Sie wollten bei IKEA eigentlich nur drei Teelichter und eine Lampenschnur kaufen, und drei Stunden später stehen Sie mit vollem Kofferraum, halb fertiger PAX-Schrankplanung und Köttbullar-Resten am Hemd auf dem Parkplatz. Das ist kein Zufall, sondern die Mechanik eines der durchdachtesten Geschäftsmodelle der Wirtschaftsgeschichte.
Das Wichtigste in Kürze
- Das IKEA-System erzielte im Geschäftsjahr 2025 weltweit 44,6 Milliarden Euro Umsatz mit 222.000 Mitarbeitern in 484 Filialen in 63 Ländern.
- Der Konzern ist in zwei Hauptstränge aufgeteilt: Ingka Group als Hauptfranchisenehmer mit 88 Prozent der Retail-Umsätze und Inter IKEA Group als Franchisegeber und Eigentümer der Markenrechte.
- Beide Stränge gehören Stiftungen: Stichting INGKA Foundation in den Niederlanden und Interogo Foundation in Liechtenstein. Diese Doppelstiftung sichert Übernahmeschutz und steuerliche Optimierung.
- Im Möbelhaus arbeiten mindestens fünf nachweisbare verkaufspsychologische Effekte parallel, vom Gruen-Effekt bis zum nach IKEA selbst benannten IKEA-Effekt.
BILLY RUSH (1987) — Wäre IKEA ein Arcade-Game, wären Sie der Spieler, der nach drei Stunden mit einem vollen Wagen, halb fertiger Schrankplanung und Köttbullar-Resten am Hemd das Möbelhaus verlässt. EIN AUSGANG. KEIN ENTKOMMEN.
Wer besitzt IKEA überhaupt?

Die einfache Antwort lautet: niemand. Die ehrliche Antwort lautet: zwei Stiftungen, vier Holdings, drei Länder, ein 80 Jahre altes Konstrukt.
IKEA ist seit 1982 nicht mehr in Familienbesitz. In jenem Jahr übertrug Gründer Ingvar Kamprad die Anteile am operativen Geschäft auf eine niederländische Stiftung, die Stichting INGKA Foundation mit Sitz in Leiden. Das Wort „Stichting“ ist niederländisch für Stiftung, und „INGKA“ steht für Ingvar Kamprad. Diese Stiftung hält 100 Prozent der Anteile an der INGKA Holding B.V., welche wiederum die Ingka Group steuert, und die Ingka Group betreibt heute 88 Prozent aller IKEA-Filialen weltweit.
Sieben Jahre später, 1989, gründete Kamprad eine zweite Stiftung in Liechtenstein, die Interogo Foundation mit Sitz in Vaduz. Diese Stiftung kontrolliert über die Interogo Holding die Inter IKEA Holding B.V., die wiederum die Inter IKEA Systems B.V. besitzt. Letztere hält das Filetstück: das IKEA-Konzept, die Markenrechte, das Franchise-System.
Die beiden Hauptstränge sind rechtlich unabhängig voneinander, tragen denselben Markennamen und folgen derselben Vision, haben aber getrennte Eigentümer, getrennte Sitze und getrennte Steuerregime. Diese Trennung ist kein Versehen, sondern das Herzstück des IKEA-Modells.
| Einheit | Sitz | Funktion | Anteilseigner |
|---|---|---|---|
| Stichting INGKA Foundation | Leiden, Niederlande | Eigentümer Operativgeschäft | Niemand (Stiftung) |
| INGKA Holding B.V. | Leiden, Niederlande | Holding über Ingka Group | Stichting INGKA Foundation |
| Ingka Group | Leiden, Niederlande | Hauptfranchisenehmer, 31 Märkte | INGKA Holding B.V. |
| Interogo Foundation | Vaduz, Liechtenstein | Eigentümer Markenrechte | Niemand (Stiftung) |
| Inter IKEA Holding B.V. | Delft, Niederlande | Holding über Inter IKEA Group | Interogo Foundation |
| Inter IKEA Systems B.V. | Delft, Niederlande | Franchisegeber, Markeninhaber | Inter IKEA Holding B.V. |
| IKEA Foundation | Niederlande | Karitative Stiftung | Stichting INGKA Foundation |
| IMAS Foundation | Niederlande | Vermögensverwaltung | Stichting INGKA Foundation |
Wer sich wundert, warum eine Möbelmarke acht juristische Personen über drei Länder verteilt braucht, stellt damit genau die Frage, mit der die ganze Geschichte beginnt.
Warum hat Kamprad zwei Stiftungen gebaut?

Schweden hatte in den 1980er Jahren eine Erbschaftssteuer, die größere Vermögen praktisch konfiszierte, plus eine Kapitalertragssteuer auf den Verkauf der Anteile, mit denen man die Erbschaftssteuer hätte bezahlen müssen. Wer Schwedens Wohlfahrtsstaat finanzieren musste, konnte sein Lebenswerk nicht an die nächste Generation weiterreichen.
Wie zwei Stiftungen, vier Holdings und drei Länder einen 44,6-Milliarden-Konzern stabil halten.
Jedes Brett ist eine juristische Person. Oben die Stiftungen, unten das operative Geschäft. Geld fließt von unten nach oben.
Niederländische Stiftung, Sitz Leiden. Eigentümerin des operativen Geschäfts seit 1982.
Liechtensteinische Familienstiftung, Sitz Vaduz. Eigentümerin der Markenrechte seit 1989.
Zwei Holdings, beide in den Niederlanden. Steuern jeweils ihre Konzernsäule darunter.
Hauptfranchisenehmer (88 %) und Franchisegeber. Hier sitzt die Markenmacht.
222.000 Mitarbeiter, 915 Millionen Filialbesuche, 44,6 Milliarden Euro Systemumsatz.
Kamprad zog 1973 nach Dänemark, später in die Schweiz. Mit den schwedisch erlaubten 100.000 Kronen pro Familienmitglied im Gepäck gründete er eine Stiftung in der Schweiz und ließ in mehreren Ländern Mantelfirmen registrieren, von Holland über Luxemburg bis Panama und den Niederländischen Antillen. Manche dieser Firmen wurden nie aktiviert, sondern lagen einfach in Reserve, falls man sie brauchte.
1982 kam dann der entscheidende Schritt: Die niederländische Stichting INGKA Foundation wurde mit dem damals einmaligen Status einer „Institution für allgemeines Interesse“ (ANBI) ausgestattet. Damit war die Stiftung steuerlich begünstigt und vor Übernahmen geschützt. Niederländische Stiftungen haben außerdem keine Publizitätspflicht, sodass die Bilanz der Stichting INGKA grundsätzlich vertraulich bleibt.
IKEA ist keine Möbelfirma mit Stiftungsmantel, sondern ein Stiftungskonstrukt, das zufällig Möbel verkauft. Wer das nicht versteht, kann das Geschäftsmodell nicht erklären.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Der Übernahmeschutz ist dabei mehr als ein juristischer Nebeneffekt, er ist strategischer Kern. Eine Stiftung kann nicht verkauft werden, hat keine Aktionäre, die quartalsweise Renditen einfordern, und kann nicht von einem feindlichen Investor geschluckt werden. Diese Konstruktion erlaubt IKEA, Investitionsentscheidungen über Jahrzehnte zu treffen, ohne dass ein Hedgefonds bei der nächsten Vorstandssitzung den CEO austauscht.
Das eigentliche Konstrukt blieb fast 30 Jahre weitgehend im Verborgenen. Erst 2011 deckte der schwedische Fernsehsender SVT in einer Dokumentation die Liechtenstein-Komponente auf, und bis dahin hatte die Öffentlichkeit nur die niederländische Seite gekannt. Die Familienstiftung in Vaduz, in der das Vermögen aus den Markenrechten landet, war den meisten Beobachtern unbekannt.
Wie verschiebt IKEA Geld durch Europa?

Das Lizenzmodell ist die Schaltzentrale des IKEA-Geldflusses. Jeder IKEA-Franchisenehmer, also auch die Ingka Group selbst, zahlt 3 Prozent vom Umsatz an Inter IKEA Systems B.V. in den Niederlanden. Diese Lizenzgebühr ist die Gegenleistung dafür, dass am Eingang IKEA stehen darf und drinnen die KALLAX-Regale verkauft werden dürfen.
Bei einem Systemumsatz von 44,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 fließen rein rechnerisch über eine Milliarde Euro pro Jahr in das Lizenzbecken. Die Lizenzgebühren mindern den Gewinn der einzelnen Filialen vor Ort und sind als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. In Deutschland zahlt IKEA nach Berechnungen von Attac rund 60 Millionen Euro pro Jahr an die niederländische Markenholding.
In den Niederlanden landen die Lizenzgebühren bei Inter IKEA Systems B.V., und über Konzernumlagen können diese Gewinne dann an die liechtensteinische Interogo Foundation weitergeleitet werden. Liechtensteinische Stiftungen mit überwiegendem gemeinnützigen Zweck zahlen praktisch keine Steuern. Die Familienstiftung der Kamprads kontrolliert auf diese Weise das Vermögen, ohne dass es als persönliches Erbe versteuert werden müsste.
Wie viel Geld auf diesem Weg den Steuerbehörden entzogen wurde, hat die Fraktion der Grünen im Europaparlament 2016 erstmals ausgerechnet. Die Studie kam zu dem Schluss, dass den EU-Mitgliedsstaaten zwischen 2009 und 2014 durch das IKEA-Modell mindestens eine Milliarde Euro an Steuereinnahmen entgingen. Allein 2014 fehlten dem deutschen Fiskus 35 Millionen Euro.
Die EU-Kommission unter Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager leitete daraufhin Ende 2017 ein offizielles Beihilfeverfahren gegen die Niederlande ein. Der Vorwurf lautete, dass zwei Steuerabkommen zwischen dem niederländischen Staat und Inter IKEA Systems einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil dargestellt haben könnten. Das Verfahren ist bis heute nicht abschließend entschieden.
IKEA selbst weist die Vorwürfe zurück. Die Ingka Group veröffentlicht jährlich einen detaillierten Tax Report und betont, im Geschäftsjahr 2025 eine effektive Steuerquote von 32,8 Prozent gezahlt zu haben. Die Gesamtsteuerlast inklusive Grund-, Umwelt- und Zollsteuern lag bei rund 1,2 Milliarden Euro, und das ist transparent dokumentiert. Die Frage ist nur, was in den Schichten darüber passiert, bei der Inter IKEA Group und der Interogo Foundation.
Was passiert eigentlich im Möbelhaus?

Verlassen Sie für einen Moment die Bilanzen und kommen Sie mit ins Möbelhaus, weil sich hier das zweite Geheimnis des Geschäftsmodells zeigt: eine in Stein gegossene Inszenierung von Verkaufspsychologie, die seit Jahrzehnten messbar funktioniert.
Schon am Eingang beginnt es. Sie betreten ein fensterloses Gebäude, der Blick nach draußen ist abgeschnitten, die Tageszeit verschwindet, das Zeitgefühl wird unschärfer. Der Effekt trägt einen Namen, nämlich Gruen-Effekt, benannt nach dem österreichischen Architekten Victor Gruen, der 1956 das erste klimatisierte Einkaufszentrum baute. Wer sich räumlich und zeitlich verliert, bleibt länger und kauft mehr, und IKEA hat dieses Prinzip industrialisiert.
Sechs Stationen, sechs verkaufspsychologische Effekte. Aus drei Teelichtern wird ein voller Kofferraum.
Die Reihenfolge ist nicht zufällig. Jede Station hat eine psychologische Funktion. Am Ende landet das BILLY-Regal im Kofferraum.
Fensterloses Gebäude, kein Tageslicht, Labyrinth-Wegführung. Sofas, Küchen, Schränke setzen die teuren Anker.
Gruen-Effekt + PreisankerSie sehen sich selbst mit dem Sessel, mit der Lampe, mit dem Bett. Mentaler Besitz beginnt vor dem Kauf.
Endowment-EffektKöttbullar für 4,99 Euro, Småland-Bällebad für die Kinder. Pause statt Ausgang, Gefälligkeit statt Entscheidung.
Reziprozität + Soziale BewährtheitServietten, Kerzen, Bürsten, Schalen. Die Körbe stehen so, dass Sie nicht daran vorbeikommen. Profit pro Quadratmeter: maximal.
Impulskauf-MechanikWieder größere Teile, wieder höhere Preise. Nach Servietten für 2,99 Euro fühlt sich der PAX-Schrank für 199 Euro nicht teuer an.
Zweiter PreisankerEine halbe Stunde Inbus drehen. Anschließend ist das Regal mehr wert als ein fertig gekauftes. Belegt durch eine Studie aus Harvard.
IKEA-Effekt: +63 % Zahlungsbereitschaft
Der Weg durch das Möbelhaus ist kein Weg, sondern ein Parcours. Die berühmten Pfeile auf dem Boden führen Sie durch eine Reihenfolge, die nicht zufällig ist. Zuerst kommt die Möbelausstellung mit Sofas, Küchen und Schränken, und hier sehen Sie die Preise, die später relativ wirken werden. Im verkaufspsychologischen Fachjargon nennt man das Preisanker: Eine Couch für 1.299 Euro setzt einen Vergleichsmaßstab, und wer den durchschritten hat, empfindet die 4,99 Euro für die Packung Teelichter danach als Schnäppchen.
Dann betreten Sie die Markthalle. Hier sind die Produkte günstig, klein und impulsfähig, also Servietten, Kerzen, Bürsten und Schalen, genau die Dinge, die Sie nicht geplant hatten zu kaufen. Die Körbe sind so platziert, dass Sie nicht daran vorbeikommen, ohne hineinzugreifen. Die Markthalle ist das eigentliche Profit-Center der Filiale, gemessen am Quadratmeter Umsatz, und hier passiert der Großteil der Impulskäufe.
Nach der Markthalle kommt die SB-Halle mit den selbst zu transportierenden Großteilen, also wieder höhere Preise und wieder ein Anker. Wer eben Servietten für 2,99 Euro gekauft hat, fühlt sich beim PAX-Schrank für 199 Euro nicht mehr im teuren Bereich.
Spiegel sind kein Dekor, sondern systematisch dort platziert, wo Sie Möbel anfassen können. Sie sehen sich selbst mit einem POÄNG-Sessel hinter sich, mit einer SKARSTA-Lampe daneben, mit einem MALM-Bett im Hintergrund. Das ist der Endowment-Effekt, der psychologische Trick, dass Menschen Dinge höher bewerten, sobald sie sie als Teil ihres Besitzes wahrnehmen. Spiegel beschleunigen diesen mentalen Besitzübergang.
| Effekt | Mechanismus | Anwendung bei IKEA |
|---|---|---|
| Gruen-Effekt | Räumliche und zeitliche Desorientierung | Fensterloses Gebäude, Labyrinth-Layout |
| Preisanker | Teures vor Günstigem als Bezugspunkt | Möbelausstellung vor Markthalle |
| Endowment-Effekt | Höhere Wertschätzung durch mentalen Besitz | Spiegel an allen Möbel-Touchpoints |
| IKEA-Effekt | +63 Prozent Zahlungsbereitschaft durch Eigenleistung | Selbstmontage als Pflichtbestandteil |
| Soziale Bewährtheit | Familien als sichtbares Vertrauenssignal | Bällebad Småland, Kinderecken |
| Reziprozität | Kostenfreie Leistungen erzeugen Gefälligkeit | Restaurant unter Selbstkostenpreis |
Im Restaurant in der Mitte des Möbelhauses geht es nicht um Köttbullar, sondern um Reziprozität. Wer eine Mahlzeit für 4,99 Euro bekommen hat, fühlt sich verpflichtet, und das ist ein uralter psychologischer Mechanismus, den IKEA industriell nutzt. Gleichzeitig signalisiert das Restaurant: Sie sind hier willkommen, Sie sollen bleiben, Sie müssen nicht eilig wieder raus. Die Aufenthaltsdauer steigt, und die Kaufwahrscheinlichkeit ebenfalls.
Das Bällebad Småland funktioniert nach demselben Prinzip, nur eine Ebene tiefer. Eltern parken die Kinder, kaufen entspannter und bleiben länger. Zusätzlich bindet das Bällebad eine ganze Generation an die Marke, bevor sie selbst kaufen kann: Wer als Vierjähriger im Småland war, kommt als 28-Jähriger wieder, diesmal mit eigenem Kreditkartenlimit.
Der spektakulärste Effekt heißt allerdings IKEA-Effekt, und zwar im wörtlichen Sinn. Die Harvard-Forscher Michael Norton, Daniel Mochon und Dan Ariely veröffentlichten 2011 eine Studie, die Geschichte schrieb. Probanden, die einfache IKEA-Aufbewahrungsboxen selbst zusammengebaut hatten, waren bereit, 63 Prozent mehr für das fertige Möbelstück zu zahlen als Probanden, die identische, bereits zusammengebaute Boxen begutachteten. Die Studie wurde mehrfach repliziert, mit Origami, Lego und sogar mit Milchshakes.
Der Mechanismus dahinter sind Selbstwirksamkeit und kognitive Dissonanz: Wer Mühe in ein Produkt steckt, schätzt es überproportional hoch, und wer eine halbe Stunde lang einen Inbus dreht, kann sich anschließend nicht eingestehen, dass das Ergebnis nichts wert ist. Der IKEA-Effekt erklärt, warum Kunden den Konzern nicht für seine umständlichen Bauanleitungen verfluchen, sondern lieben. Die Selbstmontage ist kein Bug, sondern das wertvollste Feature.
Wie verdient IKEA tatsächlich Geld?

Die Geldflüsse im IKEA-System sind vielschichtig, weil das System aus zwei großen Säulen besteht. Sehen wir uns die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 an, das vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2025 lief.
Inter IKEA Group als Franchisegeber meldete 26,3 Milliarden Euro Gesamtumsatz, und davon stammen 69 Prozent aus Großhandelsverkäufen an die Franchisenehmer, also aus dem Verkauf von Möbeln an die einzelnen Ingka-Märkte und andere Franchisenehmer weltweit. Der Nettogewinn der Inter IKEA Group lag bei 1,5 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden im Vorjahr.
Ingka Group als größter Franchisenehmer erzielte 41,5 Milliarden Euro Umsatz, davon 39 Milliarden aus dem reinen Einzelhandel. Der operative Gewinn stieg auf 1,5 Milliarden Euro, der Nettogewinn auf 1,4 Milliarden Euro nach 0,8 Milliarden im Vorjahr. Von diesem Nettogewinn fließen 85 Prozent zurück ins Unternehmen, und 15 Prozent gehen als Dividende an die Stichting INGKA Foundation.
Die Ingka Group steht auf drei Geschäftsfeldern. IKEA Retail sind die klassischen Möbelhäuser plus die digitalen Kanäle. Ingka Centres betreibt 37 Shopping-Center in 14 Märkten mit 320 Millionen Besuchen im Jahr 2025. Ingka Investments ist der Investmentarm mit Beteiligungen in erneuerbaren Energien (4,3 Milliarden Euro investiert oder zugesagt), Forstwirtschaft, Recycling-Unternehmen und Finanzmarkt-Portfolios.
Die jüngste strategische Bewegung der Ingka Group war die Vollübernahme der Ikano Bank im Geschäftsjahr 2025. Die Bank wurde 1995 von der Familie Kamprad ausgegliedert und gehörte seither zur separaten Ikano-Gruppe. Mit der Übernahme integriert IKEA jetzt Konsumkredite, IKEA-Family-Bezahlkarten und weitere Finanzdienstleistungen direkt ins Geschäftsmodell, und der Hebel ist erheblich, denn IKEA verkauft jetzt nicht nur Möbel, sondern finanziert sie auch.
| Kennzahl | FY23 | FY24 | FY25 |
|---|---|---|---|
| IKEA-System Gesamtumsatz | 47,6 Mrd. € | 45,1 Mrd. € | 44,6 Mrd. € |
| Inter IKEA Group Umsatz | 28,1 Mrd. € | 26,5 Mrd. € | 26,3 Mrd. € |
| Inter IKEA Nettogewinn | 1,4 Mrd. € | 2,2 Mrd. € | 1,5 Mrd. € |
| Ingka Group Umsatz | 44,3 Mrd. € | 41,8 Mrd. € | 41,5 Mrd. € |
| Ingka Nettogewinn | 1,6 Mrd. € | 0,8 Mrd. € | 1,4 Mrd. € |
| Filialbesuche weltweit | 825 Mio. | 899 Mio. | 915 Mio. |
| E-Commerce-Anteil | 26 % | 26 % | 28 % |
| Mitarbeiter weltweit | 224.000 | 216.000 | 222.000 |
Das Geschäftsjahr 2025 zeigt eine charakteristische Bewegung: Die Umsätze sinken leicht, weil IKEA die Großhandelspreise an die Retailer und damit die Endkundenpreise um durchschnittlich 10 Prozent gesenkt hat. Gleichzeitig steigt das Verkaufsvolumen um 2,6 Prozent, die Besucherzahlen klettern um 1,9 Prozent auf 915 Millionen, und der Online-Anteil wächst auf 28 Prozent. Das ist eine bewusste Wette auf Marktanteilsgewinn statt Margenverteidigung, möglich nur, weil die Stiftungsstruktur keinen quartalsweise rechenschaftspflichtigen Aktionär hat.
Wo gerät das System unter Druck?

Das IKEA-Modell ist nicht unverwundbar, sondern hat mehrere Bruchstellen, die parallel unter Druck geraten.
Lieferkette und Holz. IKEA ist einer der größten Holzverarbeiter der Welt. Der Konzern beruft sich darauf, dass im Geschäftsjahr 2024 rund 97 Prozent seines Holzes FSC-zertifiziert oder recycelt waren. Greenpeace, das bis 2018 selbst Mitglied des FSC war, kritisiert das Siegel jedoch öffentlich. Reportagen aus den rumänischen Karpaten brachten 2024 Vorwürfe ins Rollen, dass auch Primärwälder im Kahlschlagverfahren abgeholzt würden. IKEA wies die Anschuldigungen zurück und verwies auf Audits, der Reputationsschaden bleibt aber messbar, weil das Image der schwedischen Naturverbundenheit zentraler Bestandteil des Markenwerts ist.
Tarifkonflikt in Deutschland. Die Gewerkschaft Verdi attestiert IKEA, sich an die Tarifverträge des Einzelhandels zu halten und teils übertarifliche Leistungen zu zahlen. Sie fordert seit drei Jahren einen zusätzlichen Zukunftstarifvertrag, der die rund 19.500 deutschen Mitarbeiter vor den Folgen der Digitalisierung schützen soll. IKEA verweigert die Verhandlungen bislang.
Schwedischer Stiftungsdruck. Die schwedische Regierung plant Gesetzesänderungen, die das Doppelstiftungs-Modell einschränken sollen. Eine Reform des Stiftungsrechts könnte die steuerliche Behandlung der INGKA-Konstruktion verschärfen. Konkrete Gesetzesentwürfe liegen aktuell noch nicht vor, das Thema ist aber dauerhaft auf der politischen Agenda.
Marktanteilskampf. In Deutschland greifen XXXLutz und Höffner kontinuierlich an, und Online-Plattformen wie Home24 oder Wayfair attackieren das mittlere Preissegment. Gleichzeitig machte der Möbelhandel insgesamt 2025 ein Umsatz-Minus von bis zu 9 Prozent durch. IKEA hat im selben Zeitraum Marktanteile gewonnen, das Spiel wird aber härter.
Klimaziele. Ingka Group hat im Februar 2025 den ersten Net-Zero-Transition-Plan veröffentlicht. Bis 2030 sollen die absoluten Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette um mindestens 50 Prozent sinken, bis 2050 um 90 Prozent. Das ist ambitioniert und bedeutet, dass jede strategische Entscheidung, von Materialwahl über Lieferantenauswahl bis Logistikkonzept, daran gemessen werden muss.
Was Entscheider vom IKEA-Modell lernen können

Das Modell IKEA ist nicht eins zu eins kopierbar. Die Doppelstiftung über Niederlande und Liechtenstein ist 80 Jahre alt und basiert auf juristischen Konstellationen, die heute kaum noch in dieser Reinform errichtet werden können. Aus dem Modell lassen sich dennoch sechs strategische Prinzipien ableiten, die für jedes mittelständische Unternehmen relevant bleiben.
Asset-Light durch Franchise. Inter IKEA Systems besitzt die Marke und das Konzept, während die Filialen, das Personal und die Mietverträge den Franchisenehmern gehören. Der Konzern kann global expandieren, ohne in jedem Markt eigenes Kapital zu binden. Asset-Light skaliert schneller und übersteht Krisen besser, weil das Risiko verteilt ist.
Trennung von Konzept und Operation. Die Markenrechte sitzen in einer eigenen Einheit, die unabhängig vom operativen Geschäft kontrolliert wird. Das schützt das wertvollste Asset, die Marke selbst, vor operativen Erschütterungen. Selbst wenn ein Franchisenehmer pleitegeht, bleibt der Markenwert intakt.
Übernahmeschutz durch Eigentümerstruktur. Eine Stiftung als Eigentümer kann nicht feindlich übernommen werden. Wer langfristig investieren will, braucht eine Eigentümerstruktur, die langfristige Investitionen erlaubt, und das gilt für Mittelständler genauso wie für globale Konzerne. Die Doppelstiftungsstruktur ist auch in Deutschland möglich und wird etwa von Bosch, Bertelsmann und Mahle praktiziert.
Verkaufspsychologie als Disziplin. IKEA behandelt das Möbelhaus nicht als Lagerfläche, sondern als instrumentierte Bühne. Jeder Quadratmeter ist getestet, jede Wegführung optimiert, jeder Touchpoint psychologisch begründet. Diese Systematik ist auf jede Webseite, jeden Showroom und jedes Erlebnis-Setting übertragbar. Die Geschäftsmodelle der deutschen Autoindustrie zeigen aktuell, wie teuer es wird, wenn man diese Disziplin vernachlässigt.
Den Kunden mitarbeiten lassen. Der IKEA-Effekt ist messbar und replizierbar. Wer Kunden in den Wertschöpfungsprozess einbindet, sei es bei der Konfiguration, der Selbstmontage oder der Personalisierung, erhöht die Zahlungsbereitschaft und reduziert Retouren. Das Prinzip funktioniert in der digitalen Produktwelt mindestens so gut wie in der analogen.
Steuern als Designprinzip mit Risikofunktion. Kamprad behandelte Steueroptimierung von Anfang an als integralen Teil der Niedrigkostenstrategie. Das ist legal, solange die Konstruktionen den Gesetzen entsprechen, das EU-Beihilfeverfahren zeigt allerdings auch, dass sich legale Konstrukte morgen unter politischem Druck wiederfinden können. Wer das Modell kopiert, muss die regulatorischen Risiken aktiv managen.
Wer diese Prinzipien betrachtet, erkennt, dass das IKEA-Modell nicht primär ein Möbelmodell ist, sondern ein Lehrstück darüber, wie eine Eigentümerstruktur, eine Markenarchitektur und eine Verkaufspsychologie zu einer einzigen Maschine verschmelzen können. Vergleichbare Lehrstücke finden sich beim Coca-Cola-Geschäftsmodell und beim Alnatura-Modell mit seiner eigenen Doppelstiftung.
Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zum IKEA-Modell

ANBI-Status
ANBI (Algemeen Nut Beogende Instelling) ist der niederländische Status für gemeinnützige Organisationen. Eine ANBI zahlt keine Erbschaftssteuer, keine Schenkungssteuer und genießt Vorteile bei Spendenabzug. Die Stichting INGKA Foundation hatte den ANBI-Status zwischen 2008 und 2010, verlor ihn dann durch Gesetzesänderungen. Der Status illustriert, wie weit niederländisches Stiftungsrecht steuerlich entgegenkommen kann.
Asset-Light
Asset-Light beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen möglichst wenig Sachvermögen besitzt und stattdessen über Marken, Konzepte oder Plattformen Wertschöpfung generiert. Inter IKEA Systems ist klassisch Asset-Light, weil das Unternehmen Markenrechte hält, aber kein Möbelhaus betreibt. Diese Modelle skalieren schneller und sind krisenresistenter, weil die Investitionsrisiken bei Partnern liegen.
Doppelstiftung
Die Doppelstiftung ist eine Eigentümerkonstruktion, bei der zwei rechtlich unabhängige Stiftungen verschiedene Konzernteile halten. Im Fall IKEA hält die Stichting INGKA Foundation das Operativgeschäft, die Interogo Foundation hält die Markenrechte. Die Doppelstiftung verteilt das Risiko, ermöglicht steuerliche Optimierung über mehrere Jurisdiktionen und schützt vor feindlichen Übernahmen.
Endowment-Effekt
Der Endowment-Effekt (Besitztumseffekt) beschreibt die kognitive Verzerrung, dass Menschen ein Gut wertvoller einschätzen, sobald sie es als Teil ihres Besitzes wahrnehmen. IKEA nutzt den Effekt durch Spiegel an Möbel-Touchpoints und durch die haptische Begehbarkeit der Ausstellung. Wer ein Sofa schon mal gesessen hat, fühlt sich mental als Besitzer.
Franchise
Franchise ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein Franchisegeber einem Franchisenehmer das Recht einräumt, unter einer Marke und einem definierten Konzept zu agieren. Der Franchisenehmer zahlt dafür Gebühren. Bei IKEA verlangt Inter IKEA Systems 3 Prozent vom Umsatz. Das Modell ermöglicht globale Expansion ohne eigenes Kapital für jede Filiale.
Gruen-Effekt
Der Gruen-Effekt, benannt nach dem Architekten Victor Gruen, beschreibt die Desorientierung von Konsumenten in geschlossenen Einkaufsumgebungen ohne Tageslichtbezug. Wer das Zeitgefühl verliert, bleibt länger und kauft mehr. IKEA hat das Prinzip durch fensterlose Gebäude und Labyrinth-Layouts industrialisiert.
Holdingstruktur
Eine Holdingstruktur ist eine Konzernarchitektur, bei der eine Muttergesellschaft Beteiligungen an operativ tätigen Tochtergesellschaften hält. Bei IKEA gibt es mindestens drei Holdings, nämlich INGKA Holding B.V., Inter IKEA Holding B.V. und Interogo Holding. Holdings ermöglichen Risikoabschirmung, steuerliche Optimierung und klare Eigentumsverhältnisse zwischen Konzernteilen.
IKEA-Effekt
Der IKEA-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen selbstgebaute Produkte überproportional hoch bewerten. Eine Studie von Norton, Mochon und Ariely (2011) zeigte, dass Probanden 63 Prozent mehr für selbst zusammengebaute IKEA-Aufbewahrungsboxen zahlten als für identische, vorgefertigte. Der Effekt erklärt, warum Selbstmontage kein Verkaufshindernis, sondern ein Kaufverstärker ist.
Inter IKEA Systems
Inter IKEA Systems B.V. ist die operative Tochter der Inter IKEA Group mit Sitz in Delft, Niederlande. Diese Gesellschaft ist Eigentümerin des IKEA-Konzepts und der Markenrechte und tritt weltweit als Franchisegeber auf. Jeder IKEA-Franchisenehmer, einschließlich der Ingka Group, zahlt Lizenzgebühren an Inter IKEA Systems.
Lizenzmodell
Das Lizenzmodell ist die Praxis, Markenrechte gegen Gebühr zur Nutzung freizugeben. Bei IKEA zahlen Franchisenehmer 3 Prozent ihres Umsatzes als Lizenzgebühr an Inter IKEA Systems. Diese Gebühren mindern den steuerpflichtigen Gewinn der Franchisenehmer in deren jeweiligen Ländern und können beim Empfänger steueroptimiert weitergeleitet werden.
Stichting
Stichting ist das niederländische Wort für Stiftung. Eine Stichting hat keine Mitglieder und keine Aktionäre, sondern wird durch einen Stiftungsvorstand gesteuert, der dem Stiftungszweck verpflichtet ist. Niederländische Stiftungen haben grundsätzlich keine Publizitätspflicht, und diese Vertraulichkeit ist Teil der Attraktivität des niederländischen Stiftungsrechts für internationale Unternehmen.
Übernahmeschutz
Übernahmeschutz sind alle juristischen Konstruktionen, die einen feindlichen Erwerb eines Unternehmens verhindern. Eine Stiftung als Eigentümer ist die wirksamste Form von Übernahmeschutz, weil sie keine Anteile hat, die jemand kaufen könnte. IKEA, Bosch, Bertelsmann und Mahle nutzen Stiftungsstrukturen aus diesem Grund.
FAQ: Wie funktioniert das IKEA Geschäftsmodell?

Wem gehört IKEA wirklich?
IKEA gehört seit 1982 nicht mehr der Familie Kamprad, sondern zwei Stiftungen. Die Stichting INGKA Foundation in den Niederlanden besitzt das operative Einzelhandelsgeschäft. Die Interogo Foundation in Liechtenstein kontrolliert die Markenrechte. Beide Stiftungen sind rechtlich unabhängig voneinander.
Wie viel Umsatz macht IKEA pro Jahr?
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das gesamte IKEA-System 44,6 Milliarden Euro Umsatz. Davon entfielen 41,5 Milliarden auf die Ingka Group als größten Franchisenehmer und 26,3 Milliarden auf die Inter IKEA Group als Franchisegeber. Die Differenz erklärt sich durch interne Verrechnungen und unterschiedliche Konsolidierungskreise.
Warum hat IKEA seinen Sitz in den Niederlanden und nicht in Schweden?
Ingvar Kamprad verlegte das Konstrukt 1982 in die Niederlande, weil Schweden in den 1980er Jahren extrem hohe Erbschafts- und Kapitalertragssteuern erhob. Die Niederlande boten mit dem Stiftungsrecht und dem ANBI-Status eine deutlich günstigere Konstruktion. Außerdem haben niederländische Stiftungen keine Publizitätspflicht.
Was ist der IKEA-Effekt?
Der IKEA-Effekt ist eine kognitive Verzerrung, die 2011 von den Harvard-Forschern Norton, Mochon und Ariely beschrieben wurde. Probanden waren bereit, 63 Prozent mehr für selbst zusammengebaute Möbel zu zahlen als für identische, bereits zusammengebaute. Der Effekt funktioniert auch bei Origami, Lego und sogar bei Milchshakes.
Wie viel zahlt IKEA an Steuern?
Die Ingka Group zahlte im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben 0,7 Milliarden Euro Körperschaftssteuer bei einer effektiven Steuerquote von 32,8 Prozent. Inklusive aller anderen Steuern und Abgaben lag die Gesamtbelastung bei rund 1,2 Milliarden Euro. Kritisch wird die Steuerlast der darüberliegenden Inter IKEA Group und der Stiftungen diskutiert, deren Bilanzen weniger transparent sind.
Wird IKEA von der EU wegen Steuervermeidung untersucht?
Die EU-Kommission hat Ende 2017 ein offizielles Beihilfeverfahren gegen die Niederlande wegen zweier Steuerabkommen mit Inter IKEA Systems eingeleitet. Geprüft wird, ob diese Abkommen einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil dargestellt haben. Das Verfahren ist bis heute nicht abschließend entschieden. IKEA weist die Vorwürfe zurück.
Quellen und Belege

- Ingka Group, „IKEA becoming more affordable, accessible and sustainable“, Newsroom 11.11.2025: ingka.com
- Inter IKEA Group, „Financial Summary FY25″, November 2025: inter.ikea.com
- IKEA Foundation, „Funding and governance“: ikeafoundation.org
- Bundeszentrale für politische Bildung, „Wohnkultur“: bpb.de
- Norton, M. I., Mochon, D., Ariely, D. (2011). „The IKEA Effect: When Labor Leads to Love“. Journal of Consumer Psychology.
- Sven Giegold (MdEP), „Studie belegt milliardenschwere Steuervermeidung von IKEA“: sven-giegold.de
- taz, „Steuerdeals mit den Niederlanden: EU rüttelt an Ikeas Baukasten“, 18.12.2017: taz.de
- WirtschaftsWoche, „Ikea hat Steuervermeidung perfektioniert“, 24.11.2017: wiwo.de
- Statista, „Umsatz von IKEA weltweit“: statista.com
- Handelsdaten.de, „Inter Ikea Systems Umsatz weltweit inkl. Franchise“: handelsdaten.de
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