Die DFB-Pokal Ökonomie verteilt in der Saison 2025/26 exakt 75 Millionen Euro Prämien auf 64 Vereine. Der Sieger holt 10,9 Millionen, der Drittligist aus Saarbrücken kassierte 2024 mehr, als der Etat einer ganzen Drittliga-Saison kostet. Wer hier verliert, gewinnt manchmal trotzdem.

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Am Samstag, 23. Mai 2026, standen sich Bayern München und VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion gegenüber. Die 83. Auflage des Wettbewerbs ist sportlich ein Topduell, ökonomisch ein Lehrstück. Die Mechanik dahinter ist für die meisten Fans unsichtbar, für Vorstände dagegen Pflichtwissen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der DFB schüttet in der Saison 2025/26 insgesamt 75 Millionen Euro an die 64 teilnehmenden Vereine aus.
  • Die Prämie verdoppelt sich von Runde zu Runde, beginnend bei 211.886 Euro für die erste Runde.
  • Ein Pokalsieger kassiert dieses Jahr 10.888.465 Euro allein aus DFB-Prämien.
  • Für Drittligisten kann ein einziger Pokal-Coup eine ganze Saison durchfinanzieren, das hat der 1. FC Saarbrücken 2023/24 bewiesen.

Was steht beim DFB-Pokal-Finale 2026 auf dem Spiel?

Ein goldener Pokal steht links von aufsteigenden Geldbündelstapeln mit Euro-Scheinen
Bayern München trifft am 23. Mai im DFB-Pokalfinale auf Titelverteidiger VfB Stuttgart. Die 4,32-Millionen-Euro-Prämie bedeutet für Bayern weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes

Bayern München trifft am 23. Mai auf den VfB Stuttgart. Rekordpokalsieger gegen Titelverteidiger. Sportlich ein Klassiker, finanziell eine Rechenaufgabe mit überraschend asymmetrischen Effekten. Der Bayern-Konzern hat 2024/25 einen Umsatz von 978,3 Millionen Euro erzielt.

Eine Pokalprämie von 4,32 Millionen für den Endspielsieg macht in dieser Bilanz weniger als ein halbes Prozent aus. Für den VfB Stuttgart, mit deutlich kleinerem Konzernumsatz, ist derselbe Betrag relevanter. Für einen Drittligisten wäre er eine Zeitenwende.

Genau diese Spreizung macht den Wettbewerb wirtschaftlich interessant. Der DFB-Pokal ist nicht ein einziges Geschäftsmodell. Er ist ein Wettbewerb, in dem 64 unterschiedliche Geschäftsmodelle dieselbe Prämienleiter hochklettern. Mit komplett unterschiedlichen Auswirkungen auf ihre Bilanz.

Das Finale findet seit 1985 ununterbrochen im Olympiastadion statt, der Vertrag mit der Stadt Berlin läuft bis mindestens 2030. Übertragen wird live in der ARD und bei Sky, dazu Highlights bei DAZN.

Wer qualifiziert sich für den DFB-Pokal und nach welchem Schlüssel?

Ein leeres Glas und fünf Glaskugeln in abnehmender Größe vor weißem Hintergrund
Zwei Töpfe, 64 Lose, ein verbindlicher Verteilungsschlüssel. So entsteht die Pokal-Mischung jeder Saison.

64 Mannschaften, sechs Runden, ein Finale. So weit der Rahmen. Der Qualifikationsschlüssel ist deutlich feiner gestrickt, als die runden Zahlen vermuten lassen.

Drei Säulen tragen das Teilnehmerfeld: Die 18 Bundesligisten und die 18 Zweitligisten der Vorsaison sind automatisch gesetzt, zusammen 36 Plätze. Die ersten vier Mannschaften der 3. Liga erhalten weitere Startplätze. Die verbleibenden 24 Plätze gehen an die Sieger der 21 Landesverbandspokale, plus drei Zusatzplätze für die mitgliederstärksten Verbände Bayern, Niedersachsen und Westfalen.

Diese Konstruktion ist kein Zufall. Sie sichert einen strukturellen Eigenwert des Pokals: Jede Saison kommen 24 bis 28 Mannschaften aus der dritten Liga und darunter ins Hauptfeld.

Diese Spielklassen-Mischung erzeugt das, was den DFB-Pokal kommerziell trägt, also die Sensations-Wahrscheinlichkeit. Im Bundesliga-Alltag spielt Borussia Dortmund nie gegen den TSV Schott Mainz. Im Pokal kann genau das passieren.

Die Auslosung trennt die Töpfe sauber. In den ersten beiden Runden zieht der DFB einen Amateur und einen Profi, der Amateur hat Heimrecht. Diese Regel ist ein ökonomischer Multiplikator. Sie zwingt Bundesligisten in Stadien mit 5.000 bis 15.000 Plätzen, in denen die Reise allein schon mediale Wucht erzeugt.

Wie verdoppeln sich die DFB-Pokal-Prämien Runde für Runde?

Sparfuchs vor wachsenden Euro-Geldstapeln mit Schild
Verdopplung pro Runde. Aus 211.886 Euro werden bis zum Endspiel-Sieg 10,9 Millionen.

Der Prämien-Mechanismus folgt einer simplen Verdopplungslogik. Jede überstandene Runde verdoppelt den Betrag aus der Vorrunde. Bis zum Halbfinale läuft die Verdopplung sauber durch, ab dem Finale gibt es zwei fixe Beträge: 2,88 Millionen Euro für den Verlierer, 4,32 Millionen Euro für den Sieger.

Die Werte für die Saison 2025/26 stammen aus den Wettbewerbsinformationen des DFB:

RundePrämie pro VereinKumulierter Sieger-Erlös
1. Runde211.886 €211.886 €
2. Runde423.772 €635.658 €
Achtelfinale847.544 €1.483.202 €
Viertelfinale1.695.088 €3.178.290 €
Halbfinale3.390.175 €6.568.465 €
Finale (Verlierer)2.880.000 €9.448.465 €
Finale (Sieger)4.320.000 €10.888.465 €

Der Sieger kassiert also fast elf Millionen Euro allein aus den DFB-Prämien, wenn er sich durchgängig durch alle sechs Runden spielt. Der unterlegene Finalist landet bei rund 9,4 Millionen. Diese Werte hat der kicker im August 2025 bestätigt, der DFB veröffentlicht sie offiziell auf dfb.de.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Prämien-Topf um 800.000 Euro auf 75 Millionen Euro gestiegen. Ein Plus, das den Vereinen spürbar zugutekommt, vor allem in den unteren Runden.

Was bedeutet ein Pokal-Coup wirtschaftlich für einen Drittligisten?

Spardose in Fußballform mit Geldscheinbündel und Banderole
Ein einziges Pokal-Märchen kann den Drittliga-Etat einer ganzen Saison ersetzen.

Der 1. FC Saarbrücken hat 2023/24 vorgemacht, was ein Pokal-Märchen ökonomisch leistet. Der damalige Drittligist warf Rekordmeister Bayern München in Runde zwei, schaltete im Achtelfinale Eintracht Frankfurt aus, gewann das Viertelfinale gegen Borussia Mönchengladbach und scheiterte erst im Halbfinale am 1. FC Kaiserslautern.

Die Zahlen dahinter sind grotesk. 6,65 Millionen Euro an DFB-Prämien kassierte der FCS allein durch das Halbfinal-Ticket, dazu kamen Zuschauereinnahmen, an denen Saarbrücken zu 45 Prozent partizipierte. RevierSport rechnete im März 2024 eine Gesamtsumme von „locker über sieben Millionen Euro“ zusammen. Der Drittliga-Etat des FCS für die Saison 2023/24 lag bei knapp über fünf Millionen Euro.

Wer rechnen kann, sieht die Brisanz: Ein einziger Pokalweg hat eine ganze Saison durchfinanziert. Sportchef Jürgen Luginger sagte damals offen, die kommende Spielzeit 2024/25 sei „schon so gut wie durchfinanziert, sowohl für die 3. Liga als auch bei einem möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga“. Diese Aussage ist betriebswirtschaftliche Sprengkraft im Klartext.

Für jeden Verein außerhalb der ersten beiden Profiligen funktioniert der DFB-Pokal wie ein Lotterieschein mit garantiertem Mindestgewinn. Schon die erste Runde bringt 211.886 Euro, eine Summe, die in der Regionalliga oder Oberliga eine spürbare Stelle in der Bilanz darstellt. Wer dann noch eine Runde übersteht, hat ein halbes Jahresbudget zusammen.

Wie lukrativ ist der DFB-Pokal verglichen mit der Bundesliga?

Münzturm-Diagramm, Waage, kleiner Münzkreis und „2,7%“-Schild auf Weiß
Für Bayern ein halbes Prozent, für Freiburg fast drei. Dieselbe Prämie, völlig unterschiedliche Wucht.

Hier geht die Schere weit auseinander. Der FC Bayern hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Konzernumsatz von 978,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Wir haben in unserer Sezierung des SC-Freiburg-Geschäftsmodells gezeigt, dass selbst ein wirtschaftlich vorbildlich geführter Bundesligist mit 162,8 Millionen Euro Umsatz nur einen Bruchteil der Bayern-Größenordnung erreicht.

Die Münchner Einnahmen verteilen sich auf vier Hauptsäulen: 260,7 Millionen Euro Spielbetrieb (Tickets, UEFA-Prämien, DFB-Pokal-Prämien zusammen), 240,4 Millionen Sponsoring und Vermarktung, 150,5 Millionen Merchandising, dazu schwankende Transfererlöse. Eine DFB-Pokal-Siegerprämie von 4,32 Millionen Euro macht in diesem Korb weniger als ein halbes Prozent aus.

Anders sieht die Rechnung bei einem Bundesliga-Mittelständler aus. Der SC Freiburg erwirtschaftet 162,8 Millionen Euro Umsatz, völlig ohne Bankschulden. Eine Pokal-Siegerprämie wäre für Freiburg fast zwei Prozent des Jahresumsatzes, also vier Mal so relevant wie für Bayern. Für einen Drittligisten erreicht dieselbe Prämie schnell hundert Prozent oder mehr des Jahresetats.

VereinJahresumsatzPokal-Sieg in % vom Umsatz
FC Bayern München (2024/25)978,3 Mio. €0,44 %
SC Freiburg (2024/25)162,8 Mio. €2,65 %
1. FC Saarbrücken (2023/24 Etat)ca. 5 Mio. €über 200 %

 

Die DFB-Pokal Ökonomie ist also eine Asymmetrie-Maschine. Für Bayern ist sie eine bedeutsame Trophäe mit Marketing-Effekt. Für die Mitte der Liga ist sie ein willkommenes Zusatzgeschäft. Für die untere Hälfte der Pyramide ist sie das wirtschaftliche Ereignis der Saison.

Wer das Pokal-Geld als Bayern-Bonus betrachtet, hat den Wettbewerb nicht verstanden. Die wirklichen Hebel ziehen sich bei den Drittligisten, die mit einem Halbfinale ihren Jahresetat verdoppeln und damit den nächsten Aufstieg vorfinanzieren.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Wer steuert die Prämien bei und wie wird der Topf gefüllt?

Filmspule mit Senderlogos und Beitrags-Etikett, Figur im Bademantel und Geldscheine
Vier Sender, ein Topf, plus 20 Prozent Erlöse seit 2022.

Die 75 Millionen Euro im Prämientopf 2025/26 fallen nicht vom Himmel. Sie speisen sich aus zwei Quellen, der nationalen Medienvermarktung und dem Sponsoring.

Die TV-Rechte für die Saisons 2022/23 bis 2025/26 hat der DFB in Eigenregie ausgeschrieben. ARD und ZDF erhielten die Free-TV-Rechte über die SportA, Sky übernahm das Pay-TV-Paket mit allen 63 Spielen, DAZN sicherte sich die Highlight-Rechte ab Mitternacht.

Das Ergebnis war laut DFB-Mitteilung eine Erlössteigerung von mehr als 20 Prozent pro Saison gegenüber dem Vorvertrag. Der genaue Vertragswert bleibt vertraulich, der Vorgängervertrag von 2016 hatte rund 100 Millionen Euro pro Spielzeit gebracht.

Hinzu kommen die Sponsoren des Pokals. Bitvavo, Ergo, Flyeralarm, Freenet, Targobank, Volkswagen und Tipico tragen das offizielle Partnernetz. Ab der Saison 2026/27 kommt Wiesenhof als neuer Pokal-Partner dazu. Sponsoring-Erlöse sind nicht öffentlich beziffert, fließen aber in den Verteilungs-Topf, den DFB und DFL gemeinsam an die teilnehmenden Vereine ausschütten.

Die Logik dieser Vermarktung erinnert strukturell an das Coca-Cola-Geschäftsmodell. Der DFB ist Lizenzgeber, die TV-Sender sind die Abfüller, das Endprodukt sind die Spiele für den Zuschauer. Der Verband behält die Rechte, vergibt sie befristet, kassiert die Lizenzgebühr und reicht einen großen Teil an die Klubs durch. Diese Asset-Light-Logik macht den DFB-Pokal kommerziell so robust, weil der DFB selbst kein Stadion baut, keine Spieler bezahlt und kein operatives Risiko aus dem Spielbetrieb trägt.

Welche Folgegeschäfte erzeugt der Pokalsieg jenseits der Prämie?

Goldpokal mit Pfeilen zu 4 Schildern: Supercup, Europa League, Merchandise, Sponsoring
Ein Titel, vier Folgegeschäfte. Die echten Hebel kommen nach dem Endspielpfiff.

Hier wird die Rechnung erst richtig interessant. Die 4,32 Millionen Euro Siegerprämie sind nur die erste Stufe. Wer den DFB-Pokal gewinnt, qualifiziert sich automatisch für drei zusätzliche Geschäftsfelder.

Erstens der Supercup. Der Sieger trifft im Folgesommer im Franz-Beckenbauer-Supercup auf den Deutschen Meister. Dieses Spiel bringt nach kicker-Schätzung mindestens zwei Millionen Euro zusätzlich.

Zweitens die Europa League. Der Pokalsieger erhält einen direkten Startplatz in der Ligaphase der UEFA Europa League der Folgesaison. Das garantierte Startgeld beträgt 4,31 Millionen Euro. Jeder Sieg in der Ligaphase bringt weitere 450.000 Euro, eine Platzierungsprämie liegt zwischen 75.000 und 2,7 Millionen Euro. Realistische Gesamteinnahmen aus einer ordentlichen Europa-League-Saison liegen für mittelgroße Klubs schnell bei 10 bis 20 Millionen Euro. Sollte der Sieger bereits über die Bundesliga in der Champions League sein, rückt das Recht an den Sechstplatzierten der Bundesliga durch.

Drittens das Merchandising. Ein Pokalsieg ist Marken-Treibstoff. Trikots, Sondereditionen, Replikate des Pokals, dazu Sponsoring-Hebel mit Boni-Klauseln. Diese Effekte sind schwer zu beziffern, sie liegen für Bundesligisten in einer Größenordnung von ein bis fünf Millionen Euro.

Rechnet man alle Stufen zusammen, kommt für einen erfolgreichen Pokal-Weg eines Bundesligisten schnell ein Gesamtwert von 20 bis 30 Millionen Euro in der Folgesaison heraus. Für den VfB Stuttgart als Vorjahressieger war 2024/25 eine wirtschaftliche Zeitenwende, weil sich Prämie, Supercup-Auftritt und Europa-League-Qualifikation gegenseitig hochmultipliziert haben.

Was bedeutet der DFB-Pokal strategisch für die Vereine?

Drei Safes unterschiedlicher Größe mit Beschriftungen: Drittligist Lotterie, Mittelständler Bonus, Bayern Marketing
Drei Vereinstypen, drei völlig unterschiedliche Pokal-Strategien. Dieselbe Trophäe, dreierlei Bilanzwirkung.

Drei Vereinstypen, drei völlig unterschiedliche Pokal-Strategien.

Für Bayern München ist der DFB-Pokal Pflichttitel. Der Klub hat den Wettbewerb 20-mal gewonnen, mehr als jeder andere Verein. Aus Geschäftsmodell-Sicht ist der Pokal für Bayern ein Marketing-Asset. Er liefert ein nationales Schaufenster, das die internationale Marke veredelt, ohne die Kassenmaschine nennenswert zu bewegen. Ähnlich wie beim Premium-Marken-Modell von Apple zählt nicht der einzelne Verkaufserlös, sondern die Akkumulation symbolischer Trophäen, die das Gesamtprodukt aufladen.

Für Mittelständler wie Freiburg, Augsburg oder Mainz ist der Pokal ein Stabilitäts-Plus. Ein Achtelfinal-Einzug bringt 1,5 Millionen Euro kumuliert, ein Viertelfinale schon 3,2 Millionen. Solche Beträge beeinflussen in Vereinen mit 100 bis 200 Millionen Euro Jahresumsatz die Transferplanung. Pokal-Erfolg wird hier nicht eingeplant, sondern als Bonus mitgenommen und sofort in den Etat eingearbeitet.

Für Drittligisten und Amateurvereine ist der Pokal eine Lotterie mit Mindestgewinn. Schon die Teilnahme bringt 211.886 Euro, ein einziger Sieg verdoppelt den Betrag, ein Coup gegen einen Bundesligisten kann eine Vereinsbilanz für Jahre stabilisieren. Kein Nebengeschäft, sondern oft das wirtschaftliche Ereignis der Saison.

Haben Sie sich schon gefragt, warum diese Asymmetrie öffentlich kaum diskutiert wird? Die meiste Berichterstattung dreht sich um die obere Endspiel-Million, dabei liegt die ökonomische Hebelwirkung in den unteren Runden. Der Pokal ist also nicht nur das Tagesgeschäft-Plus der Top-Klubs, er ist die wirtschaftliche Existenzbrücke für die unteren drei Spielklassen.

Glossar

Pokal mit grüner Geldbörse in Fußballoptik und Eurosymbolen oben drauf auf weißem Grund
DFB-Pokal-Achtelfinale am 2./3. Dezember 2025 mit 16 Teams. Videoassistent erstmals im Einsatz. Prämie ab 211.886 Euro, verdoppelt sich pro Runde

Achtelfinale

Die dritte K.-o.-Runde im DFB-Pokal mit 16 verbliebenen Mannschaften. 2025/26 ausgetragen am 2. und 3. Dezember 2025. Ab dieser Runde kommt der Videoassistent zum Einsatz.

DFB-Pokal-Prämie

Garantierte Geldsumme, die der DFB pro erreichter Runde an die Teilnehmer ausschüttet. Verdoppelt sich von Runde zu Runde, beginnt 2025/26 bei 211.886 Euro.

Drittliga-Etat

Jahresbudget eines Klubs in der 3. Liga, üblicherweise zwischen 5 und 15 Millionen Euro. Beim 1. FC Saarbrücken lag der Etat 2023/24 bei knapp über 5 Millionen Euro.

Finaltag der Amateure

Großveranstaltung der ARD, an der alle 21 Landespokal-Endspiele am selben Tag stattfinden. 2026 am 23. Mai. Die Sieger qualifizieren sich für die folgende DFB-Pokal-Saison.

Franz-Beckenbauer-Supercup

Einmalspiel zwischen Deutschem Meister und DFB-Pokalsieger zu Saisonbeginn. Bringt dem Sieger mindestens zwei Millionen Euro Zusatzerlös.

Heimrecht

Recht, das Spiel im eigenen Stadion auszutragen. In den ersten beiden Runden gilt eine Sonderregel: Der Amateurverein hat immer Heimrecht, unabhängig von der Auslosungsreihenfolge.

K.-o.-System

Wettbewerbsformat ohne Rückspiel oder zweite Chance. Wer verliert, ist raus. Steht stilbildend für die Dramatik des DFB-Pokals.

Landespokal

Pokalwettbewerb auf Landesverbands-Ebene. Die 21 Sieger qualifizieren sich für die nächste DFB-Pokal-Saison.

Lostopf

Behälter mit den Loskugeln bei der DFB-Pokal-Auslosung. In den ersten beiden Runden trennt der DFB zwei Töpfe (Profis und Amateure), um die Mischung der Begegnungen zu garantieren.

Olympiastadion Berlin

Austragungsort des DFB-Pokal-Endspiels seit 1985. Der Vertrag mit der Stadt Berlin läuft bis mindestens 2030.

Rekordpokalsieger

Bayern München mit 20 Titeln. Der Klub hat öfter gewonnen als jede andere Mannschaft in der 83-jährigen Geschichte des Wettbewerbs.

SportA

Gemeinsame Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF. Hält für die Saisons 2022/23 bis 2025/26 die Free-TV-Rechte am DFB-Pokal der Männer.

Verbandspokalsieger

Sieger des jeweiligen Landespokals. 21 dieser Sieger plus drei Zusatzplätze für die mitgliederstärksten Landesverbände bilden den Amateur-Anteil des DFB-Pokals.

VAR

Videoassistent. Wird im DFB-Pokal ab dem Achtelfinale eingesetzt. In den ersten beiden Runden bleibt der VAR aus Kapazitätsgründen außen vor.

Zuschauereinnahmen

Erlöse aus Ticketverkäufen, die nicht im Prämientopf liegen. Werden bei jedem Pokalspiel zwischen den beiden beteiligten Vereinen geteilt, der Heimverein erhält den Hauptanteil.

FAQ: Wie funktioniert die Ökonomie des DFB-Pokals?

Gepaltener Pokal mit Flügel und Horn, links golden, rechts Euroscheine, auf Holzsockel
Der DFB-Pokal-Sieger 2025/26 erhält 10.888.465 Euro, davon 4,32 Millionen Euro für den Endspiel-Sieg

Quellen

Deutscher Fußball-Bund | Wettbewerbsinformationen DFB-Pokal | https://www.dfb.de/maenner/wettbewerbe/dfb-pokal/wettbewerbsinformationen | besucht am 17.05.2026

Deutscher Fußball-Bund | Modus DFB-Pokal | https://www.dfb.de/maenner/wettbewerbe/dfb-pokal/modus | besucht am 17.05.2026

kicker | DFB-Pokal-Prämien 2025/26: So werden die 75 Millionen Euro verteilt | https://www.kicker.de/dfb-pokal-praemien-2025-26-so-werden-die-75-millionen-euro-verteilt-1137893/artikel | besucht am 17.05.2026

FC Bayern München AG | Jahresabschluss Saison 24/25 | https://fcbayern.com/binaries/content/assets/downloads/homepage/jhv/2025/jahresabschluss-24-25.pdf | besucht am 17.05.2026

RevierSport | 1. FC Saarbrücken: Nach Pokal-Coup | https://www.reviersport.de/fussball/3liga/a602812—1-fc-saarbruecken-pokal-coup-jetzt-ob-schalke-gegen-dortmund-spielen-wuerde.html | besucht am 17.05.2026

Deutscher Fußball-Bund | ARD, ZDF und Sky erhalten Live-Rechte ab 2022/2023 | https://www.dfb.de/dfb-pokal/news-detail/dfb-pokal-ard-zdf-und-sky-erhalten-live-rechte-ab-20222023-230107/ | besucht am 17.05.2026

Sportschau | So läuft der Finaltag der Amateure 2026 | https://www.sportschau.de/fussball/amateurfussball/so-laeuft-der-finaltag-der-amateure-2026,finaltag-der-amateure-2026-ablauf-100.html | besucht am 17.05.2026

Heilbronner Stimme | Um so viel Geld geht es für den VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale | https://www.stimme.de/sport/vfb-stuttgart/dfb-pokal-finale-sieg-praemie-geld-finanzen-einnahmen-millionen-euro-betrag-arminia-bielefeld-art-5056069 | besucht am 17.05.2026

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