Vast: Chinas KI-Einhorn und 3D-Startup

Markus Seyfferth
Autor Dr. Web
2 Min. Lesezeit
Der Gamer, der Chinas KI-Szene aufmischt

Stellen Sie sich vor, ein Spieler lädt ein Foto von sich hoch und bekommt innerhalb von Sekunden einen interaktiven 3D-Avatar. Genau das bietet Vast in Partnerschaft mit dem Spielkonzern NetEase im Rollenspiel Where Winds Meet. Der Gründer: Song, 29 Jahre alt, Mitgründer von MiniMax und SenseTime-Veteran, der seine Karriere im Johns-Hopkins-Schlafsaal mit dem Strategiespiel Civilization begann.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vast generiert 3D-Modelle aus Text- und Bildprompts (Produkt: Tripo Studio)
  • Finanzierung: fast 175 Millionen Euro von Ince Capital, China Life Insurance u. a.
  • Bewertung: über 870 Millionen Euro (Unicorn-Status)
  • Serie A: rund 43 Millionen Euro im März 2026 (Alibaba, Hengxu Capital, Baidu Ventures)
  • Live-Integration in NetEase-Rollenspiel Where Winds Meet

Warum 3D-KI gerade boomt

Einhorn-Figur mit „Made in China 2026“-Etikett auf weißem Grund
Tripo Studio ermöglicht Entwicklern und Kreativen, hochwertige 3D-Modelle direkt aus Text-Prompts zu generieren, ohne Spezialkenntnisse

Sprachmodelle und Bildgeneratoren haben die Aufmerksamkeit dominiert. 3D war das Stiefkind. Song sah das als Lücke. Sein Produkt Tripo Studio erlaubt Entwicklern und Kreativen, hochwertige 3D-Modelle ohne Fachkenntnisse direkt aus Prompts zu generieren. Für Gaming, Film und Produktdesign eröffnet das eine neue Dimension.

Dass KI-Rechenleistung dabei erhebliche Kosten verursacht, zeigt der Dr.-Web-Bericht zum ersten KI-Spielfilm, der 348.000 Euro allein für Rechenleistung kostete. Vast setzt dagegen auf skalierbare Cloud-Infrastruktur mit günstiger chinesischer Energie als Rückenwind.

Was das für westliche Unternehmen bedeutet

Weltkarte mit 3 Fragezeichen und einem goldenen Stern über China auf weißem Grund
Chinas KI-Vormarsch bei 3D-Modellen: Was westliche Unternehmen jetzt wissen müssen

Vast ist kein Einzelfall. Chinas KI-Startups holen bei Modellqualität rasant auf, während US-Chipexportbeschränkungen den Zugang zu den neuesten Beschleunigern limitieren. Die Rechenleistungslücke wird durch Energievorteile und staatliche Förderung teilweise kompensiert.

Für Unternehmen, die auf KI-generierte 3D-Inhalte setzen wollen, gilt: Die leistungsfähigsten Werkzeuge kommen künftig nicht zwangsläufig aus dem Silicon Valley. Den Unterschied, den Domänenwissen beim Einsatz solcher Werkzeuge macht, beschreibt der Artikel Fachwissen schlägt Code auf Dr. Web.

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Markus Seyfferth
Autor
ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Web. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Dr. Web Magazins und bringt seine Expertise in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, WordPress, SEO sowie Online Marketing ein. Zudem verfasst er regelmäßig Fachartikel, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen und anderen im Online Marketing weiterzuhelfen.
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