OpenAI hat am den nächsten entscheidenden Schritt beim Aufbau seiner Werbeplattform gemacht: Mit dem Start des Self-Serve Ads Managers in der Beta können nun alle US-Werbetreibenden Kampagnen in ChatGPT buchen, ohne über eine Agentur zu gehen und ohne das bisherige Mindestbudget von 200.000 US-Dollar.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenNeu sind vor allem zwei Dinge. Erstens: Cost-per-Click-Bidding (CPC) als alternatives Abrechnungsmodell neben dem bisherigen CPM. Für kleinere Marken und Performance-Marketer bedeutet das, dass Kampagnen nun messbar auf tatsächliche Klicks hin optimiert werden können. Zweitens: Conversions API und Pixel-Tracking, mit denen sich Aktionen nach dem Klick auf eine Anzeige, also Käufe, Anmeldungen oder Kontaktanfragen, zurückverfolgen lassen.
An den Grundregeln der Plattform hat sich nichts geändert: Anzeigen erscheinen nur unterhalb der KI-Antwort für eingeloggte Erwachsene in Free- und Go-Tarifen, nie in Pro-, Business-, Enterprise- oder Education-Abonnements. Targeting basiert auf Gesprächsthema und Nutzerprofil, aber Advertiser erhalten keine Einsicht in private Gespräche. Reporting ist aggregiert.
Für den Start hat OpenAI eine Reihe von Technologiepartnern eingebunden: auf Agenturseite Dentsu, Omnicom, Publicis und WPP; auf der Adtech-Seite Adobe, Criteo, Kargo, Pacvue und StackAdapt. Die Registrierung läuft über ads.openai.com.
Das ist der Moment, ab dem die Ads in ChatGPT für DACH-Mittelständler real wird.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Für DACH-Marketer gilt: Deutschland ist bislang nicht im Pilot enthalten, ein Termin für eine europäische Erweiterung ist nicht kommuniziert. Wer sich jetzt vorbereitet, Kampagnenstrukturen definiert und geeignete Chat-Kontexte identifiziert, startet mit Vorsprung, wenn Deutschland in den Pilot aufgenommen wird. Alle Details zur neuen Plattform finden Sie in der offiziellen OpenAI-Ankündigung.