AVA-Software Vergleich 2026
Das sind die besten 31 Anbieter.

Markus Seyfferth Michael Dobler
Markus Seyfferth
& Michael Dobler
10 Min. Lesezeit
4,7 (128) Bewerten
Alle Angaben verifiziert Monatlich aktualisiert Von Fachredakteuren kuratiert Fokus DACH-Markt
Orangener Bauhelm auf Ordner mit Bauplänen, Lineal und Sticky Note mit deutscher Notiz

Donnerstagnachmittag im Planungsbüro: Die Angebote für den Rohbau sind da, sieben Bieter, drei davon als PDF, einer auf Papier. Bis Montag soll der Vergabevorschlag beim Bauherrn liegen, und die Kostenberechnung stammt aus einer Excel-Tabelle vom Frühjahr. Gute AVA-Software verhindert solche Wochenenden. Sie erstellt das Leistungsverzeichnis aus Standardtexten, liest Bieterdateien per GAEB ein, baut den Preisspiegel automatisch und führt die Kosten vom ersten Budget bis zur Schlussrechnung zusammen. Für diesen Vergleich haben wir 31 Anbieter von AVA-Software geprüft, die ihre Lösungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anbieten: klassische AVA für Planungsbüros, Cloud-Lösungen, Bürosoftware mit AVA-Modul, Bausoftware für Unternehmen und Ausschreibungsplattformen. Im Ratgeber lesen Sie, worauf Sie bei Funktionen, Datenaustausch, Kostenplanung, BIM-Anbindung und Kosten achten sollten.


Anbieter für AVA-Software: Empfohlene Anbieter

cosinex

Sitz in Bochum Für öffentliche Auftraggeber 30 Tage Vollversion testen

E-Vergabe-Lösung für öffentliche Auftraggeber: Das Beschaffungsmanagementsystem führt Bedarfserfassung, Direktauftrag, Vergabeverfahren, Angebotsprüfung und digitale Beschaffungsakte zusammen. Eine bauspezifische AVA mit Leistungsverzeichnis nach GAEB ist das System nicht.

cosinex Screenshot cosinex.de

Die cosinex GmbH mit Sitz in Bochum entwickelt E-Vergabe- und Beschaffungssoftware für den öffentlichen Sektor. Das cosinex Beschaffungsmanagementsystem (BMS) richtet sich an Vergabestellen und Fachbereiche öffentlicher Auftraggeber. Für Bauvorhaben bleibt das BMS ein Grenzfall, weil das System den Vergabeprozess abbildet und keine Bau-AVA ersetzt.

Das BMS deckt den Weg vom Beschaffungsbedarf über Direktauftrag und förmliches Vergabeverfahren bis zum Vertrag ab. Fachbereiche erfassen Bedarfe direkt im System, Angebote durchlaufen formale Prüfung, Eignungsprüfung und Wertung, die Entscheidungen landen in der digitalen Beschaffungsakte. Ergänzend gehören ein zentrales Identity- und Access-Management mit 2-Faktor-Authentifizierung und ein Vier-Augen-Prinzip bei der Angebotsöffnung dazu.

Das System ist modular aufgebaut und an interne Prozesse anpassbar. Ergänzende Produkte sind der Vergabemarktplatz für die elektronische Angebotsabgabe, Vergabekatalog, Webforms und E-Rechnung. Telefonischer Support und das digitale Support-Center sind kostenfrei, eine Vollversion lässt sich 30 Tage testen. Preise nennt die Produktseite nicht.

Das spricht für cosinex
Bedarfserfassung
Fachbereiche melden Beschaffungsbedarfe direkt im System statt per E-Mail.
Vergabeverfahren
Direktaufträge und förmliche Verfahren laufen in einem durchgängigen Prozess.
Angebotsprüfung
Formale Prüfung, Eignungsprüfung und Wertung folgen definierten Prüfschritten.
Digitale Beschaffungsakte
Entscheidungen werden unmittelbar dokumentiert und bleiben nachvollziehbar.
Zugriffsschutz
Zentrales Rechtemanagement mit 2-Faktor-Authentifizierung und Vier-Augen-Prinzip schützt den Zugriff.
Ergänzende Module
Vergabemarktplatz, Vergabekatalog, Webforms und E-Rechnung erweitern das System.

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Was ist AVA-Software, und welche brauchen Sie?

Orangener Bauhelm auf Ordner mit Bauplänen, Lineal und Sticky Note mit deutscher Notiz
AVA-Software verbindet Leistungsverzeichnis, Angebotsvergleich, Vergabe und Abrechnung in einem System.

AVA-Software unterstützt Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Bauleistungen. Planer erstellen damit Leistungsverzeichnisse, vergleichen Angebote im Preisspiegel, prüfen Rechnungen und behalten die Kosten nach DIN 276 im Blick.

Im Kern ersetzt AVA-Software die Textverarbeitung und die Tabellenkalkulation im Bauprojekt. Sie beschreiben jede Leistung als Position mit Menge und Einheit, greifen auf Standardtexte zurück und versenden das Leistungsverzeichnis im GAEB-Format an die Bieter. Die Angebote kommen als Datei zurück und landen ohne Abtippen im Preisspiegel.

Nach der Vergabe begleitet die Software die Ausführung. Aufmaße, Abschlagsrechnungen und Nachträge werden gegen den Vertrag geprüft, die Kostenkontrolle zeigt jederzeit Budget, Auftragssumme und Prognose. Viele Programme decken außerdem die frühen Phasen ab, also Kostenrahmen, Kostenschätzung und Kostenberechnung nach DIN 276.

Welche Lösung passt, hängt von Ihrer Rolle ab. Ein kleines Architekturbüro braucht eine schlanke AVA mit guten Vorlagen, eine Kommune zusätzlich Vergabedokumentation und E-Vergabe, ein Bauunternehmen eher Kalkulation und Bauabrechnung. Der folgende Test zeigt, ob Ihre heutige Lösung noch reicht.

Der 7-Punkte-Test: Ist Ihre AVA-Lösung noch die richtige?
  • Leistungsverzeichnis: Sie schreiben Leistungsverzeichnisse in Word oder Excel und kopieren Texte aus alten Projekten zusammen.
  • Datenaustausch: Bieter schicken Angebote als PDF oder Papier, und Sie tippen Preise von Hand ab.
  • Preisspiegel: Den Vergleich der Angebote bauen Sie in einer Tabelle selbst, Rechenfehler fallen spät auf.
  • Kosten: Kostenschätzung, Kostenberechnung und Kostenanschlag liegen in getrennten Dateien ohne Verbindung.
  • Abrechnung: Abschlagsrechnungen prüfen Sie ohne Übersicht über bereits gezahlte Beträge und offene Nachträge.
  • Modell: Mengen aus dem CAD- oder BIM-Modell übertragen Sie per Hand ins Leistungsverzeichnis.
  • Bauherr: Für den Bauherrn stellen Sie Kostenberichte mühsam aus mehreren Quellen zusammen.

Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt sich ein strukturierter Vergleich. Klären Sie vorab, welche Leistungsphasen die Software abdecken soll und mit welchen Programmen Ihre Bieter und Fachplaner arbeiten.

Diese 7 Probleme lösen Sie mit der richtigen AVA-Software

Wissenschaftlicher Taschenrechner neben einem Angebotsdokument mit orange Notizzettel "Abtippen?"
Mit der richtigen AVA-Software gehören abgetippte Angebote und selbst gebaute Preisspiegel der Vergangenheit an.

Die richtige AVA-Software spart das Abtippen von Angeboten, findet Fehler im Preisspiegel und zeigt Kostenüberschreitungen, solange Sie noch gegensteuern können. Gleichzeitig dokumentiert sie Vergaben nachvollziehbar.

Der größte Zeitfresser ist der Medienbruch. Leistungsverzeichnisse entstehen in Word, Angebote kommen als PDF, und der Vergleich landet in Excel. Mit einem sauberen GAEB-Austausch liest die Software Bieterdateien ein und baut den Preisspiegel automatisch, inklusive Hinweisen auf fehlende Positionen und auffällige Einheitspreise.

Ebenso wichtig ist der Blick auf das Budget. Kostenschätzung, Kostenberechnung, Aufträge und Nachträge hängen in der AVA zusammen, Abweichungen werden je Kostengruppe sichtbar. Für den Bauherrn erstellen Sie Kostenberichte auf Knopfdruck, statt Zahlen aus mehreren Dateien zusammenzusuchen.

Öffentliche Auftraggeber profitieren zusätzlich von Vorlagen nach VOB, Fristenkontrolle und einer lückenlosen Vergabeakte. Mit einer Anbindung an CAD oder BIM-Modelle kommen Mengen direkt aus der Planung, und Änderungen im Entwurf erreichen das Leistungsverzeichnis, ohne dass jemand neu zählen muss.

Abtippen statt planen

Leistungsverzeichnisse, Angebote und Rechnungen wandern zwischen Programmen von Hand hin und her.

Kosten laufen davon

Ohne durchgängige Kostenkontrolle fallen Überschreitungen erst bei der Schlussrechnung auf.

Fehler im Preisspiegel

Fehlende Positionen, Rechenfehler und Spekulationspreise übersieht man in selbst gebauten Tabellen leicht.

Formatbrüche

Bieter und Fachplaner arbeiten mit anderer Software, Dateien lassen sich nicht sauber einlesen.

Vergaberecht verletzt

Öffentliche Auftraggeber brauchen nachvollziehbare Vergabeakten, Fristen und eine saubere Dokumentation.

Modell und LV getrennt

Änderungen im Entwurf kommen nicht im Leistungsverzeichnis an, Mengen stimmen nicht mehr.

Kein Überblick für den Bauherrn

Budget, Aufträge, Nachträge und Zahlungen lassen sich nicht auf Knopfdruck berichten.

Welche Arten von AVA-Software stehen zur Wahl?

Drei orange Schutzhelme auf einem Zaun mit Schild "Welche Größe?" gegen weißem Hintergrund
Klassische AVA, Cloud-Lösung, Bürosoftware oder Bausoftware: Rolle und Bürogröße bestimmen die passende AVA-Software.

Der Markt reicht von klassischer, installierter AVA für Planungsbüros über Cloud-Lösungen und Bürosoftware mit AVA-Modul bis zu Bausoftware für Unternehmen, Schweizer Bauadministration und Ausschreibungsplattformen.

Klassische AVA-Software läuft auf den Rechnern im Büro, wird gekauft oder gemietet und deckt meist die Leistungsphasen 2 bis 9 ab. Cloud-AVA arbeitet im Browser, kostet ein Abo je Nutzer und bringt oft ein Bieterportal mit, über das Ausschreibungen und Angebote online laufen. Bürosoftware für Planer verbindet AVA mit Honorarabrechnung, Zeiterfassung und Projektcontrolling.

Bauunternehmen nutzen eher Bausoftware mit Kalkulation, Aufmaß und Bauabrechnung, mit der sie Angebote auf Leistungsverzeichnisse abgeben und Nachunternehmer beauftragen. In Österreich zählt der Datenaustausch nach ÖNORM A 2063, in der Schweiz arbeiten Planer mit dem Normpositionen-Katalog NPK und Software für die Bauadministration.

Ergänzend stehen Ausschreibungsplattformen für Versand und Bieterkommunikation, GAEB-Konverter für einzelne Dateien sowie Textdatenbanken und Baukostendaten zur Wahl. Viele Büros kombinieren deshalb eine AVA mit einer Textquelle und einem Bieterportal.

Klassische AVA-Software

Installierte Programme für Architektur- und Ingenieurbüros mit Kostenplanung, Leistungsverzeichnis, Preisspiegel und Abrechnung.

Cloud-AVA

AVA im Browser mit Abo, automatischen Updates und oft mit Bieterportal und gemeinsamer Projektablage.

Bürosoftware mit AVA-Modul

Lösungen für Planungsbüros, die AVA mit Honorar, Zeiterfassung und Projektcontrolling verbinden.

Bausoftware für Unternehmen

Programme für Bauunternehmen mit Kalkulation, Aufmaß, Bauabrechnung und Nachunternehmer-Vergabe.

Lösungen für Österreich und die Schweiz

Software mit ÖNORM-Datenaustausch oder NPK-Leistungsverzeichnis und Bauadministration nach Schweizer Regeln.

Ausschreibungsplattformen

Online-Plattformen für Versand von Ausschreibungen, Bieterkommunikation und digitale Angebotsabgabe.

Werkzeuge und Datenquellen

GAEB-Konverter, Textdatenbanken und Baukostendaten, die eine AVA ergänzen.

Installierte AVA
Für Büros mit eigener IT
  • Läuft auf eigenen Rechnern oder im Büronetz
  • Kauf mit Wartungsvertrag oder Mietlizenz
  • Arbeitet auch ohne Internetverbindung
  • Updates und Datensicherung in eigener Verantwortung
Cloud-AVA
Für Büros, die flexibel arbeiten wollen
  • Zugriff über den Browser von Büro und Baustelle
  • Updates und Datensicherung durch den Anbieter
  • Monatliches oder jährliches Abo je Nutzer
  • Abhängig von einer stabilen Internetverbindung

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Die passende AVA-Software finden
2026
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Die passende AVA-Software finden 2026

Der Leitfaden für Architekten, Ingenieurbüros, Bauherren und öffentliche Auftraggeber zeigt, wie Sie Anforderungen an Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung festlegen, AVA-Software nach GAEB, Kostenplanung, BIM-Anbindung und Bedienung bewerten, Preismodelle vergleichen und die Umstellung ohne Projektstau planen.

AVA-Software Ausschreibungssoftware GAEB DIN 276 Leistungsverzeichnis Kostenplanung
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Worauf Sie bei der Auswahl von AVA-Software achten sollten

Waage mit Dokumenten links und Ziegelstein rechts, Schild "PASST.✓" in der Mitte, auf EPAL-Palette
Vor dem Preis prüfen Sie Funktionen, GAEB-Austausch, Kostenplanung und BIM-Anbindung einer AVA-Software.

Zuerst zählen Funktionsumfang und Datenaustausch, danach Kostenplanung, BIM-Anbindung, Vergaberecht, Bedienung und Kosten. Eine AVA, die Bieterdateien nicht sauber einliest, kostet Sie trotz guter Oberfläche jede Woche Stunden.

Beginnen Sie mit Ihren Abläufen. Notieren Sie, welche Leistungsphasen die Software abdecken soll, welche Projektgrößen Sie bearbeiten und wer im Büro welche Aufgaben übernimmt. Prüfen Sie dann, ob Lose, Bedarfspositionen, Wahlpositionen und Nachträge so abgebildet werden, wie Sie arbeiten.

Im zweiten Schritt geht der Blick auf die Umgebung. GAEB DA XML ist in Deutschland gesetzt, bei Projekten in Österreich oder der Schweiz kommen ÖNORM, NPK und SIA 451 dazu. Klären Sie, ob Ihr CAD-Programm Mengen übergibt, welche Textdatenbanken angebunden sind und wie die Software mit der E-Vergabe-Plattform Ihrer Auftraggeber zusammenspielt.

Bei Cloud-Lösungen gehören Server in der EU und ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zur Pflicht. Testen Sie zwei oder drei Programme mit einem echten Leistungsverzeichnis, lassen Sie Bieterdateien aus einem abgeschlossenen Projekt einlesen und rechnen Sie alle Kosten über fünf Jahre.

Funktionsumfang
Deckt die Software Ihre Leistungsphasen ab?

Für Planungsbüros zählen Kostenplanung, Leistungsverzeichnis, Angebotsprüfung, Preisspiegel, Vergabe, Rechnungsprüfung und Kostenkontrolle. Manche Programme decken nur Ausschreibung und Vergabe ab, andere den gesamten Weg von der Kostenschätzung bis zur Kostenfeststellung.

Kostenplanung nach DIN 276Leistungsverzeichnis mit Lang- und KurztextenPreisspiegel und VergabevorschlagRechnungsprüfung mit Nachträgen
Praxistipp: Spielen Sie im Test ein reales Gewerk vom Leistungsverzeichnis bis zur Schlussrechnung durch.
Datenaustausch
Kommen Ihre Dateien sauber an?

GAEB DA XML ist in Deutschland Pflicht für den Austausch mit Bietern und Fachplanern. Für Projekte in Österreich brauchen Sie ÖNORM A 2063, in der Schweiz NPK und SIA 451. Viele Programme lassen ihre Schnittstellen zertifizieren.

GAEB DA XML in allen DatenartenÖNORM oder NPK bei Projekten im AuslandImport alter GAEB-90- und GAEB-2000-DateienExport nach Excel und PDF
Praxistipp: Lassen Sie sich eine Bieterdatei aus Ihrem letzten Projekt live einlesen.
Kostenplanung
Bleibt das Budget im Blick?

Gute AVA-Software verbindet Kostenschätzung, Kostenberechnung, Aufträge, Nachträge und Rechnungen in einer Datenbasis. So sehen Sie jederzeit, wie sich die Kosten gegenüber dem Budget entwickeln, gegliedert nach Kostengruppen oder Vergabeeinheiten.

Kostengruppen nach DIN 276Vergleich Budget, Auftrag und PrognoseKostenberichte für den BauherrnIndexierung und Baupreisdaten
Praxistipp: Fragen Sie nach einem Musterbericht, wie Sie ihn Ihrem Bauherrn schicken würden.
BIM und CAD
Übernimmt die Software Mengen aus dem Modell?

Mit einer Anbindung an CAD oder an IFC-Modelle wandern Bauteile und Mengen direkt ins Leistungsverzeichnis. Ändert sich der Entwurf, aktualisieren Sie die Mengen, statt sie neu zu zählen. Prüfen Sie, mit welchen CAD-Programmen die Kopplung funktioniert.

Import von IFC-ModellenKopplung an Ihr CAD-ProgrammGrafische Mengenermittlung aus PlänenAktualisierung bei Planänderungen
Praxistipp: Testen Sie die Mengenübernahme mit einem echten Modell aus Ihrem Büro.
Recht und Vergabe
Unterstützt die Software Ihre Vergabeverfahren?

Öffentliche Auftraggeber brauchen Vergabeunterlagen nach VOB/A, Fristen, Vergabevermerke und eine lückenlose Dokumentation. Hinzu kommen E-Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD, die Bauunternehmen inzwischen auch an private Auftraggeber schicken.

Vorlagen nach VOB und HOAIAnbindung an E-Vergabe-PlattformenEmpfang und Prüfung von E-RechnungenVergabevermerk und Dokumentation
Praxistipp: Klären Sie, wie die Software mit der E-Vergabe-Plattform Ihres Auftraggebers zusammenspielt.
Bedienung und Support
Kommt Ihr Team schnell zurecht?

AVA-Software ist ein Werkzeug für Spezialisten, wird aber oft nur in einigen Projektphasen genutzt. Eine klare Oberfläche, gute Vorlagen, Schulungen und ein erreichbarer Support entscheiden darüber, ob das Büro die Software wirklich ausreizt.

Deutschsprachige Oberfläche und HilfeSchulungen und WebinareTelefon-Support mit FachwissenTestversion für mehrere Wochen
Praxistipp: Lassen Sie eine Kollegin ohne Vorkenntnisse ein kleines Leistungsverzeichnis anlegen.
Preismodell
Was kostet die Software über fünf Jahre?

Klassische AVA-Software wird gekauft und mit einem Wartungsvertrag aktuell gehalten, viele Anbieter bieten inzwischen auch Miete oder Abo an. Cloud-Lösungen rechnen je Nutzer und Monat ab. Hinzu kommen Module, Textdatenbanken, Schulung und Netzwerklizenzen.

Kauf oder Miete je ArbeitsplatzWartung und UpdatesKosten für Module und TexteSchulung und Einrichtung
Praxistipp: Rechnen Sie alle Posten für Ihr Büro über fünf Jahre durch und vergleichen Sie erst dann.
Bedarfscheck in 2 Minuten

Welche AVA-Software passt zu Ihrem Büro?

Beantworten Sie fünf kurze Fragen. Sie erhalten eine persönliche Übersicht per E-Mail. Unser Vergleich: Wir gleichen Ihre Antworten mit allen 31 recherchierten Anbietern ab.

Frage 1 von 5
In welcher Rolle setzen Sie die AVA-Software ein?
Rolle und Perspektive im Bauprojekt bestimmen den nötigen Funktionsumfang.
Architektur- oder Ingenieurbüro
Sie planen, schreiben aus, prüfen Angebote und Rechnungen für Bauherren.
Öffentlicher Auftraggeber
Kommune, Behörde oder Landesbetrieb mit Vergaberecht und E-Vergabe.
Privater oder gewerblicher Bauherr
Wohnungsunternehmen, Projektentwickler oder Unternehmen mit eigenen Bauprojekten.
Bauunternehmen
Sie kalkulieren Angebote, rechnen Leistungen ab und vergeben an Nachunternehmer.
Frage 2 von 5
Wie viele Personen arbeiten mit der Software?
Viele Anbieter rechnen je Arbeitsplatz oder Nutzer ab.
Eine bis zwei
Kleines Büro, meist eine Einzelplatzlizenz oder ein kleines Abo.
Drei bis zehn
Mehrere Projektleitungen arbeiten parallel an Ausschreibungen.
Mehr als zehn
Großes Büro oder Verwaltung mit Netzwerk- oder Unternehmenslizenz.
Frage 3 von 5
Welche Leistungsphasen soll die Software abdecken?
Nicht jede Lösung reicht von der Kostenschätzung bis zur Kostenfeststellung.
Vor allem Ausschreibung und Vergabe
Leistungsverzeichnis, Versand, Angebotsprüfung und Preisspiegel.
Den gesamten Kostenverlauf
Von der Kostenschätzung nach DIN 276 bis zur Kostenfeststellung.
Abrechnung und Aufmaß
Mengenermittlung, Rechnungsprüfung und Nachträge stehen im Vordergrund.
Frage 4 von 5
Wie soll die Software betrieben werden?
Installation oder Cloud verändert Kosten, Zugriff und Wartung.
Installiert im Büro
Die Software läuft auf eigenen Rechnern oder einem Server im Büro.
In der Cloud
Zugriff über den Browser, Updates und Datensicherung übernimmt der Anbieter.
Noch offen
Sie möchten beide Varianten vergleichen.
Frage 5 von 5
Welche Zusatzfunktion ist Ihnen am wichtigsten?
Viele Büros verbinden die AVA mit weiteren Bausteinen.
Mengen aus dem BIM-Modell
Massen aus CAD oder IFC-Modell direkt ins Leistungsverzeichnis übernehmen.
Bieterportal
Ausschreibungen online versenden und Angebote digital zurückerhalten.
Standardtexte und Baupreise
Anbindung an Textdatenbanken und Preisdaten für die Kostenermittlung.
Bürosoftware mit HOAI
AVA zusammen mit Honorar, Zeiterfassung und Projektcontrolling.
Fast geschafft
Wohin sollen wir Ihre Übersicht senden?

Sagen Sie uns, wohin wir Ihre persönliche Empfehlung schicken dürfen. Sie kommt in wenigen Minuten per E-Mail.

Vielen Dank, {vorname}

Ihre persönliche Empfehlung ist unterwegs und kommt in wenigen Minuten per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.

Wie Sie AVA-Software einführen und den Umstieg planen

Eine Schubkarre mit Karton und Software-Boxen, orange Schild mit "NEUES PROGRAMM"
Bestandsaufnahme, gute Vorlagen und ein Pilotprojekt machen die Einführung von AVA-Software planbar.

Eine Cloud-AVA für ein kleines Büro ist in wenigen Tagen startklar, eine installierte Lösung mit CAD-Kopplung und eigenen Textsammlungen braucht meist einige Wochen. Entscheidend sind gute Vorlagen, ein Pilotprojekt und die Schulung aller Projektleitungen.

Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme. Welche Leistungsphasen bearbeiten Sie, welche Formate schicken Ihnen Bieter und Fachplaner, und welche Textsammlungen und Kostenkennwerte haben Sie über Jahre aufgebaut? Mit dieser Liste fordern Sie Vorführungen an, in denen die Anbieter Ihr eigenes Leistungsverzeichnis zeigen.

Nach der Entscheidung legen Sie Büro-Vorlagen, Kostengruppen, Textbausteine und Bieteradressen an und richten die Kopplung an Ihr CAD-Programm ein. Eigene Leistungsverzeichnisse aus alten Projekten übernehmen Sie über GAEB als Vorlage für neue Ausschreibungen.

Stellen Sie nicht alle Projekte auf einmal um. Ein Pilotprojekt läuft komplett in der neuen Software, laufende Projekte schließen Sie im alten System ab. Im Anschluss übertragen Sie Vorlagen und Erfahrungen auf alle neuen Projekte und sammeln eigene Kostenkennwerte für künftige Kostenschätzungen.

ein bis zwei Wochen

Bestandsaufnahme

Sie halten fest, welche Leistungsphasen, Formate und Programme die neue Software abdecken oder anbinden muss.

Abläufe von Kostenplanung bis Abrechnung notierenGenutzte Formate und Textquellen erfassenCAD- und Bürosoftware auflisten
1
zwei bis vier Wochen

Auswahl und Test

Zwei oder drei Anbieter zeigen ihre Software an Ihren echten Projekten, Testversionen folgen.

Vorführung mit eigenem LeistungsverzeichnisBieterdateien testweise einlesenReferenzbüros anrufen
2
ein bis zwei Wochen

Vertrag und Planung

Sie klären Lizenzmodell, Arbeitsplätze, Datenübernahme, Schulung und den Starttermin.

Lizenz oder Abo festlegenAuftragsverarbeitung bei Cloud prüfenPilotprojekt bestimmen
3
zwei bis vier Wochen

Einrichtung

Vorlagen, Kostengruppen, Textbausteine, Adressen der Bieter und Schnittstellen werden angelegt.

Büro-Vorlagen und Briefköpfe anlegenEigene Textsammlungen übernehmenCAD-Kopplung einrichten
4
einige Wochen

Pilotprojekt

Ein Projekt läuft vollständig in der neuen Software, laufende Projekte bleiben im alten System.

Schulung für alle ProjektleitungenAusschreibung im Pilotprojekt versendenPreisspiegel und Berichte prüfen
5
nach dem Start

Ausbau

Nach dem Pilotprojekt übertragen Sie Vorlagen und Erfahrungen auf alle neuen Projekte.

Weitere Projekte umstellenKostenkennwerte aus eigenen Projekten sammelnWeitere Module nachziehen
6
DIN 276
Gliedert die Kosten im Bauwesen in Kostengruppen von 100 bis 800
LPH 6 bis 8
Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe sowie Objektüberwachung nach HOAI
§ 14 VOB/B
Regelt die prüfbare Abrechnung der ausgeführten Leistungen
Art. 28 DSGVO
Auftragsverarbeitungsvertrag bei Cloud-Lösungen

Die häufigsten Fehler bei AVA-Software

Dokumentation mit Messstab, orange Kegel und "Ups"-Schild auf technischem Leistungsverzeichnis
Kauf nach Prospekt, ungetesteter GAEB-Import und ein halber Umstieg sind die häufigsten Fehler bei AVA-Software.

Die meisten Fehlkäufe entstehen vor dem Vertrag: Software nach Prospekt gewählt, GAEB-Import nicht getestet, nur die Ausschreibung betrachtet und den Kaufpreis ohne Wartung und Module verglichen.

Viele Büros entscheiden nach einer Vorführung mit einem Musterprojekt. Lose, Bedarfspositionen, Zulagen oder Nachträge kommen darin nicht vor. Bringen Sie deshalb eigene Leistungsverzeichnisse mit und lassen Sie Bieterdateien aus abgeschlossenen Projekten einlesen, bevor Sie unterschreiben.

Teuer wird der halbe Umstieg. Wer nur Ausschreibung und Vergabe in die neue Software holt, führt Kostenplanung und Rechnungsprüfung weiter in Excel und verliert den durchgängigen Kostenverlauf. Ebenso häufig fehlen nach dem Kauf Textdatenbanken oder Baupreise, weil sie extra kosten oder nicht angebunden sind.

Unterschätzt wird außerdem die Einführung. Werden alle Projekte gleichzeitig umgestellt oder kennt nur eine Person die Software, bleiben Ausschreibungen liegen. Rechnen Sie Wartung, Module, Netzwerklizenzen und Schulung mit ein, bevor Sie das günstigste Angebot wählen.

1
Nach Prospekt gekauft

Die Vorführung zeigt ein Musterprojekt, Ihre Sonderfälle wie Lose, Bedarfspositionen oder Nachträge kommen nicht vor.

Eigene Leistungsverzeichnisse mitbringen und im Test selbst durchspielen.
2
GAEB nicht geprüft

Bieterdateien lassen sich nicht vollständig einlesen, Preise müssen doch wieder abgetippt werden.

Echte Dateien mehrerer Bieter vor dem Kauf testweise importieren.
3
Nur auf die Ausschreibung geschaut

Kostenplanung und Rechnungsprüfung laufen weiter in Excel, der Kostenverlauf bleibt lückenhaft.

Den gesamten Weg von der Kostenschätzung bis zur Kostenfeststellung abbilden.
4
Textquellen vergessen

Standardtexte oder Baupreise fehlen, weil die Datenbank extra kostet oder nicht angebunden ist.

Benötigte Textdatenbanken und Preisdaten vorab mit Kosten erfragen.
5
Alle Projekte auf einmal umgestellt

Laufende Projekte stocken, weil Daten fehlen und das Team noch lernt.

Mit einem Pilotprojekt beginnen und laufende Projekte im alten System abschließen.
6
Team nicht geschult

Nur eine Person kennt die Software, im Urlaub bleiben Ausschreibungen liegen.

Alle Projektleitungen schulen und Büro-Vorlagen gemeinsam anlegen.
7
Nur auf den Kaufpreis geschaut

Wartung, Module, Netzwerklizenz und Texte machen das günstige Angebot teuer.

Alle Kosten über fünf Jahre gegenüberstellen.

Was kostet AVA-Software wirklich?

Sparschwein mit Bauhelm auf Bauplänen, Etikett "pro Arbeitsplatz"
Kauf, Miete oder Abo: Arbeitsplätze, Module und Wartung bestimmen die Kosten einer AVA-Software.

AVA-Software kostet in unserem Vergleich zwischen 0 Euro für kostenlose Einstiegsversionen und knapp 3.900 Euro für eine umfangreiche Kauflizenz. Cloud- und Mietmodelle liegen bei 49 bis 250 Euro je Nutzer und Monat, Bausoftware für Unternehmen kalkulieren die Anbieter individuell.

Kleine Büros kommen günstig ins Thema. AVAPLAN Base und SIDOUN Globe4all sind kostenfrei, die DBD-BaukostenApp ebenso. Für Preisspiegel, Vergabe und Abrechnung im Büroalltag führt der Weg aber meist zu einer Vollversion. Günstige Mietmodelle beginnen bei SJ AVA mit 220 Euro im Jahr, nextbau kostet ab 570 Euro im Jahr.

Cloud-Lösungen und Monatsmieten rechnen je Nutzer oder Lizenz ab. NOVA AVA liegt Stand Oktober 2026 zwischen 49 und 129 Euro im Monat, Phase0 bei 80 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung und 160 Euro für die Volle Lizenz, AVANTI kostet zur Miete 125 bis 250 Euro im Monat. Kauflizenzen beginnen bei AVAPLAN Lite mit 390 Euro. Hottgenroth LV/AVA kostet 999 Euro, AVA.relax je nach Edition 1.263 bis 1.897 Euro und MWM-Libero 1.890 Euro für die erste Lizenz.

Umfangreiche Pakete werden teurer: ASBwin Komplett kostet als Standardlizenz ab 3.840 Euro, AVANTI BIM als Kauf 3.600 Euro. Etablierte Anbieter wie ORCA AVA und CaliforniaX sowie Bausoftware wie NEVARIS, RIB iTWO, Messerli oder SORBA nennen keine Listenpreise und erstellen Angebote nach Arbeitsplätzen und Modulen. Rechnen Sie Wartung, Zusatzmodule, Textdatenbanken und Schulung mit ein und vergleichen Sie die Kosten über fünf Jahre.

Kostenlose Einstiegsversionen 0 € Basis- oder Einstiegsversion

AVAPLAN Base, SIDOUN Globe4all und die DBD-BaukostenApp sind kostenfrei. Für Preisspiegel, Abrechnung und Mehrplatzbetrieb brauchen Sie meist eine Vollversion.

Jahresmiete 220 bis 975 € pro Jahr

SJ AVA kostet 220 € Miete im Jahr, Pakete ab 450 €. nextbau liegt bei 570 € für die Editionen Bauunternehmer und Architekten und 975 € für Komplett+.

Monatsabo und Miete 49 bis 250 € pro Nutzer oder Lizenz und Monat

NOVA AVA 49 bis 129 € je Lizenz, Phase0 ab 80 € je Nutzer bei jährlicher Zahlung bis 160 € für die Volle Lizenz, AVANTI zur Miete 125 bis 250 €.

Kauflizenz 390 bis 3.840 € einmalig je Arbeitsplatz

AVAPLAN Lite 390 € bis ProPlus 1.549 €, Hottgenroth LV/AVA 999 €, AVA.relax 1.263 bis 1.897 €, MWM-Libero 1.890 €, AVANTI 1.400 bis 3.600 €, ASBwin 640 bis 3.840 €. Wartung kommt meist hinzu.

Kosten, die oft übersehen werden

Zum Lizenzpreis kommen häufig Wartungsverträge für Updates und Support, Zusatzmodule für BIM, Kostenplanung oder Bieterportal, Netzwerklizenzen und Textdatenbanken wie STLB-Bau oder SIRADOS. Schulung und Einrichtung der Büro-Vorlagen kosten ebenfalls Zeit oder Geld. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten über fünf Jahre.

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit AVA-Software aus?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Wofür steht die Abkürzung AVA im Bauwesen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. AVA fasst die drei Schritte zusammen, mit denen Planer und Bauherren Bauleistungen einkaufen: Leistungen beschreiben und ausschreiben, Angebote prüfen und vergeben, ausgeführte Leistungen aufmessen und abrechnen. AVA-Software begleitet alle drei Schritte und meist auch die Kostenplanung.
2 Welches Format nutzen Planer und Bauunternehmen in Deutschland für den Austausch von Leistungsverzeichnissen? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen legt fest, wie Leistungsverzeichnisse, Angebote, Aufträge und Rechnungen zwischen Programmen übertragen werden. Jede Phase hat eine eigene Datenart, etwa X83 für die Angebotsaufforderung und X84 für die Angebotsabgabe.
3 Nach welcher Norm gliedern Planer in Deutschland die Kosten im Hochbau? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Die DIN 276 regelt die Kostenermittlung im Bauwesen und gliedert die Kosten in Kostengruppen von 100 Grundstück bis 800 Finanzierung. Sie beschreibt außerdem die Stufen vom Kostenrahmen über Kostenschätzung und Kostenberechnung bis zur Kostenfeststellung.
4 Was zeigt ein Preisspiegel? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Im Preisspiegel stellt die AVA-Software die Einheitspreise und Summen aller Bieter gegenüber. Auffällig hohe oder niedrige Preise, fehlende Positionen und Rechenfehler fallen so sofort auf. Der Preisspiegel ist die Grundlage für den Vergabevorschlag.
5 Welche Rolle spielt ein Aufmaß in der Abrechnung? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Bei Einheitspreisverträgen zählt die tatsächlich gebaute Menge. Das Aufmaß dokumentiert Längen, Flächen und Stückzahlen, die Rechnungsprüfung gleicht sie mit dem Leistungsverzeichnis ab. AVA-Software rechnet Mengen, Abschläge und Nachträge automatisch zusammen.

Glossar: Begriffe rund um AVA-Software

Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und Kostenplanung kompakt und anbieterneutral.

AVA

Abkürzung für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung, also den Einkauf von Bauleistungen vom Leistungsverzeichnis bis zur Schlussrechnung.

Leistungsverzeichnis

Gegliederte Beschreibung aller auszuführenden Bauleistungen mit Positionen, Mengen und Einheiten, kurz LV.

Position

Kleinste Einheit im Leistungsverzeichnis mit Ordnungszahl, Kurztext, Langtext, Menge, Einheit und später dem Einheitspreis.

GAEB

Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen. Er legt die Formate fest, mit denen Leistungsverzeichnisse zwischen Programmen ausgetauscht werden.

GAEB DA XML

Aktuelles Austauschformat des GAEB mit Datenarten für jede Phase, etwa X81 Leistungsbeschreibung, X83 Angebotsaufforderung und X84 Angebotsabgabe.

ÖNORM A 2063

Österreichische Norm für den Datenaustausch in Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung, das Gegenstück zu GAEB.

NPK

Normpositionen-Katalog der Schweizer Zentralstelle CRB, Grundlage für standardisierte Leistungsverzeichnisse in der Schweiz.

STLB-Bau

Standardleistungsbuch für das Bauwesen mit genormten Texten für Leistungsbeschreibungen nach VOB.

DIN 276

Norm für die Kostenermittlung im Bauwesen mit Kostengruppen und Stufen vom Kostenrahmen bis zur Kostenfeststellung.

Kostengruppe

Gliederungsebene der DIN 276, etwa 300 Bauwerk und Baukonstruktionen oder 400 Bauwerk und technische Anlagen.

Kostenanschlag

Kostenermittlung auf Basis der Angebote oder Aufträge, mit der Planer die Kosten vor der Ausführung absichern.

Preisspiegel

Gegenüberstellung aller Angebote Position für Position als Grundlage für Prüfung und Vergabevorschlag.

Vergabeeinheit

Paket aus Leistungen, das gemeinsam ausgeschrieben und an ein Unternehmen vergeben wird, meist ein Gewerk.

Aufmaß

Ermittlung der tatsächlich ausgeführten Mengen als Grundlage der Abrechnung, vor Ort oder aus Plänen und Modellen.

Nachtrag

Vergütung für geänderte oder zusätzliche Leistungen, die im ursprünglichen Leistungsverzeichnis nicht enthalten waren.

Rechnungsprüfung

Kontrolle von Abschlags- und Schlussrechnungen gegen Vertrag, Aufmaß und bereits gezahlte Beträge.

Kostenfeststellung

Letzte Stufe der Kostenermittlung nach DIN 276 mit den tatsächlich entstandenen Kosten nach Abschluss des Projekts.

Mengenermittlung aus BIM

Übernahme von Massen und Bauteilen aus einem digitalen Gebäudemodell, meist im Format IFC, direkt in das Leistungsverzeichnis.

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um AVA-Software, Ausschreibungsprogramme und Kostenplanung, kurz und anbieterneutral.

Was ist AVA-Software?

AVA-Software ist ein Programm für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Bauleistungen. Planer erstellen damit Leistungsverzeichnisse, tauschen sie per GAEB mit Bietern aus, vergleichen Angebote im Preisspiegel, prüfen Rechnungen und führen die Kostenplanung nach DIN 276 vom Budget bis zur Kostenfeststellung.

Welche AVA-Software ist die beste?

Eine pauschal beste AVA-Software existiert nicht, die richtige Wahl hängt von Rolle, Bürogröße, Leistungsphasen und vorhandener Software ab. Planungsbüros brauchen starke Kostenplanung und GAEB-Austausch, Kommunen zusätzlich Vergabedokumentation, Bauunternehmen eher Kalkulation und Bauabrechnung. Testen Sie zwei oder drei Lösungen mit einem echten Leistungsverzeichnis.

Was kostet AVA-Software?

AVA-Software kostet zwischen 0 Euro für kostenlose Einstiegsversionen und knapp 3.900 Euro für eine umfangreiche Kauflizenz je Arbeitsplatz. Cloud- und Mietmodelle liegen bei 49 bis 250 Euro je Nutzer und Monat. Bausoftware für Bauunternehmen und große Installationen kalkulieren die Anbieter auf Anfrage. Rechnen Sie Wartung, Module und Schulung über fünf Jahre mit ein.

Was bedeutet GAEB bei AVA-Software?

GAEB steht für den Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen und bezeichnet das Standardformat für den Austausch von Leistungsverzeichnissen. Für jede Phase gibt ein eigener Dateityp den Takt vor, etwa X83 für die Angebotsaufforderung und X84 für das Angebot. Eine AVA-Software sollte GAEB DA XML vollständig lesen und schreiben.

Ist Cloud-AVA-Software sicher?

Cloud-AVA ist sicher, sofern der Anbieter Server in der EU, Verschlüsselung, Rollen und Rechte sowie regelmäßige Datensicherungen bietet. Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ab und klären Sie, wie Sie Ihre Projektdaten bei einem Wechsel vollständig exportieren.

Ist AVA-Software auch kostenlos erhältlich?

Kostenlose Einstiegsversionen und Viewer existieren, für den vollen Funktionsumfang zahlen Sie jedoch Kauf, Miete oder Abo. Kostenlose Versionen eignen sich, um Leistungsverzeichnisse zu öffnen, kleine Ausschreibungen zu testen oder Bieterdateien anzusehen. Für Preisspiegel, Kostenplanung und Abrechnung im Büroalltag brauchen Sie eine Vollversion.

Kann AVA-Software Mengen aus dem BIM-Modell übernehmen?

Viele AVA-Programme übernehmen Mengen aus BIM-Modellen im Format IFC oder über eine direkte Kopplung an das CAD-Programm. Bauteile und Massen landen dann im Leistungsverzeichnis, und bei Planänderungen aktualisieren Sie die Mengen, statt neu zu zählen. Prüfen Sie die Kopplung mit einem echten Modell aus Ihrem Büro.

Wie lange dauert die Einführung von AVA-Software?

Die Einführung dauert bei kleinen Büros mit Cloud-Lösung wenige Tage und bei installierten Lösungen mit CAD-Kopplung meist mehrere Wochen. Entscheidend sind Büro-Vorlagen, Textbausteine und die Schulung aller Projektleitungen. Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt und schließen Sie laufende Projekte im alten System ab.

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Michael Dobler & Markus Seyfferth
Autoren
Michael Dobler und Markus Seyfferth bilden das Autorenduo hinter den Vergleichen von Dr. Web. Anbietervergleiche sind ihre Spezialität und entstehen grundsätzlich gemeinsam: Praxiswissen aus über drei Jahrzehnten Web trifft auf den strategischen Rundum-Blick eines Chefredakteurs, damit Entscheider ohne Umwege die beste Wahl für ihr Business treffen.
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